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Skoda Peaq vorgestellt: Wenn Größe zählt


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Skoda rundet in diesem Jahr sein E-SUV-Angebot nach unten und nach oben ab. Wohin es dabei geht, ist schon seit einiger Zeit zumindest grob absehbar. Der kleinere Epiq kommt im Herbst in den Handel. Über den Peaq, der sogar den Kodiaq hinsichtlich der Abmessungen übertreffen soll, wurde nun etwas mehr verraten. Er deutet dabei auch an, wie sich größere Skoda-Modelle optisch verändern werden.

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Der Skoda Peaq wird ein für europäische Verhältnisse sehr großes Auto, wenngleich nicht ganz so riesig, wie es die Studie 7S vor vier Jahren andeutete. Mit einer Länge von 4,87 m übertrifft er den Enyaq und auch den Kodiaq. Der Radstand ist mit 2,97 m fast exakt 20 cm länger als in Elroq und Enyaq. Das Platzangebot in der zweiten Reihe dürfte geradezu verschwenderisch sein. Der Fünfsitzer soll einen Kofferraum von 1010 Litern bieten. Skoda hat ermittelt, dass sich einige Kunden trotzdem noch ein zusätzliches Ablagefach unter der vorderen Haube wünschen. Das gibt es, anders als in Enyaq und Elroq (Test), im Peaq ab Werk. Mit 37 Litern ist es allerdings nicht allzu üppig. Auf Wunsch gibt es auch eine dritte Sitzreihe. Hinter dieser bleiben immerhin noch 299 Liter Gepäckraum übrig.


Skoda Peaq

Skoda Peaq

Der Peaq wird der fast der längste Skoda: Mit 4,87 m erreicht er fast das Format des Skoda Superb Combi (Test).

(Bild: Skoda)

Skoda veröffentlicht noch keine Bilder des Innenraums. Es soll fünf unterschiedliche Stile geben. In anderen Modellen ist die auch hier angebotene Sportline mit reichlich verteilten Mikrofaser-Bezügen ziemlich beliebt. Wer mag, kann Sitze ordern, die mit dem Siegel der Aktion Gesunder Rücken (AGR) versehen sind. Dann ist auch eine Massage enthalten, die hoffentlich mehr kann als die im Enyaq. Dort wird im Prinzip nur ein Kissen im Rücken aufgepumpt und wieder abgelassen – kein Vergleich zu den AGR-Sesseln, die beispielsweise Opel einbaut.

Das Vorserienmodell hat noch versenkbare Türgriffe, die bei Bedarf ausfahren. Das gab es bei Skoda bislang noch nicht und könnte auch eine recht kurze Karriere vor sich haben. Denn auf dem wichtigen chinesischen Markt wird diesem funktional fragwürdigen Design-Element gerade vom Gesetzgeber her ein Riegel vorgeschoben. Fest steht schon jetzt: Wie im Enyaq Coupé muss der Fahrer des Peaq auch Abschied von einem zu öffnenden Glasdach nehmen. Skoda rühmt sich zwar, dass es das größte Glasdach der Firmengeschichte sei und sich auf Knopfdruck elektrochrom milchig stellen lasse, doch eine Öffnung ist nicht mehr vorgesehen.

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Das optionale Soundsystem im Peaq kommt von Sonos. Zumindest in diesem Segment beendet Skoda die seit vielen Jahren bestehende Zusammenarbeit mit Canton. Erstmals wird das zentrale Display in der Mitte vertikal angeordnet. Deutlich größer als in den bisherigen Elektroautos von Skoda wird das Kombiinstrument, das nun 10 Zoll misst. Das Betriebssystem wird Android-basiert sein und weitgehend dem entsprechen, was in anderen Konzernmodellen wie dem VW ID.3 Neo auch gerade ausgerollt wird. Der große Sprung in der Systemarchitektur, also die zusammen mit Rivian entwickelte Elektronik, wird erst in einem späteren Modell debütieren.


Skoda Peaq

Skoda Peaq

Ein Design-Element wird sich bei Skoda künftig wohl öfter finden: Die Rückleuchten in Form eines gekippten „L“.

(Bild: Skoda)

Zum Start sind drei Motorisierungen geplant. Das Basismodell „Peaq 60“ hat schon 150 kW, beschleunigt den Riesen in 8,6 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und weiter bis maximal auf 160 km/h. Skoda greift beim Speicher nicht auf die neue LFP-Batterie der kleineren Modelle, sondern bleibt bei der Zellchemie aus Nickel, Mangan und Kobalt (NMC). Der Brutto-Energiegehalt liegt bei 63 kWh. Die Reichweite im WLTP gibt Skoda mit rund 460 km an. In 27 Minuten soll sich die Batterie von 10 auf 80 Prozent aufladen lassen. Bezogen auf den Brutto-Energiegehalt würde das eine durchschnittliche Ladeleistung von 98 kW bedeuten. Die maximale DC-Ladeleistung soll bei rund 160 kW liegen.

Das Basismodell setzt wie die nächste Stufe in der Hierarchie auf Heckantrieb. Im Topmodell kommt ein Asynchronmotor an der Vorderachse hinzu, der die Systemleistung allerdings nur von 210 auf 220 kW anhebt. Fest eingeplant ist ein RS-Modell mit erheblich mehr Leistung, das Skoda dann wohl im kommenden Jahr nachreichen wird. Die Fahrleistungen der absehbaren Spitzenmodelle liegen erwartungsgemäß nah beieinander. Beide sind auf 180 km/h beschränkt, die Werte im Standardsprint sind mit 7,1 (Heckantrieb) bzw. 6,7 Sekunden im Allradler kaum nennenswert unterschiedlich.


Skoda Peaq Antriebsdaten

Skoda Peaq Antriebsdaten

Diese technischen Daten gibt Skoda derzeit offiziell an. Dass die Marke dabei an einigen Stellen im Ungefähren bleibt, liegt einfach daran, dass eine abschließende Homologation noch aussteht.

(Bild: Skoda)

Interessant ist, dass die ersten Aussagen bei der Reichweite ebenfalls identisch sind. Die abschließende Homologation steht noch aus, doch für beide Modelle nennt Skoda eine Reichweite von etwa 600 km – bei identischer Speicherbestückung. 91 kWh brutto sind es, von denen sich die 70 Prozent zwischen einem Ladestand von 10 und 80 Prozent in 28 Minuten nachladen lassen. Das entspräche in diesem Bereich einer durchschnittlichen Ladeleistung von 136,5 kW. In der Spitze soll die große Batterie mit bis zu 195 kW geladen werden können. Das ist nah an dem, was an der gängigen, aktuellen Ladeinfrastruktur, die 500 Ampere liefern kann, auf einer 400-Volt-Plattform möglich ist: 500 Ampere mal 400 Volt sind 200.000 Watt, also 200 kW.

Der Peaq soll im Herbst seine Händler-Premiere haben. Es gibt noch keine Hinweise auf die Preise, allenfalls ein paar Indizien. Ein Skoda Enyaq kostete mit der kleinen Batterie, die einen ähnlichen Energiegehalt hat wie die Basisversion des Peaq, rund 44.000 Euro. Dort wird gerade umgestellt auf die LFP-Batterie. Zusammen mit der neuen Hardware im Infotainmentbereich dürfte der Preis leicht steigen. Für den erheblich größeren Skoda Peaq rechnen wir mit einem Aufschlag von etwa 5000 Euro. Wer für das Basismodell also mit circa 50.000, für den Hecktriebler mit etwa 54.000 und den Allradler mit 57.000 Euro rechnet, dürfte der Wahrheit schon recht nahekommen.

Mehr zur Marke Skoda


(mfz)



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Lapdock für Maker: CrowView Note mit Arduino UNO Q


Lapdocks für Smartphones, Raspberry Pis und andere Einplatinenrechner gibt es schon seit Jahren. Die Idee dahinter ist simpel: Bildschirm, Tastatur, Touchpad und Akku werden in ein Notebook-ähnliches Gehäuse gepackt, während die eigentliche Rechenarbeit ein über USB-C angeschlossenes Gerät übernimmt. Mit dem CrowView Note versucht Elecrow nun allerdings, das Prinzip stärker auf Maker zuzuschneiden.

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Das CrowView Note ist ein 14-Zoll-Lapdock mit IPS-Panel und einer Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln und 60 Hz bei 100 % sRGB-Abdeckung. Das Gerät integriert Tastatur, Touchpad, Lautsprecher, Mikrofon und einen Akku mit 5000 beziehungsweise 6000 mAh, je nach Angabe im Datenblatt. Angeschlossen werden kompatible Geräte über USB-C. Darüber laufen gleichzeitig Stromversorgung, Audio, Video und Eingaben.

Speziell wird das CrowView Note durch das Bundle mit dem Arduino UNO Q. Dabei handelt es sich nicht um ein klassisches Arduino-Board mit kleinem Mikrocontroller allein, sondern um eine Kombination aus Qualcomm Dragonwing QRB2210 und STM32U585. Das System setzt also auf zwei getrennte Recheneinheiten. Der Qualcomm-Chip übernimmt Linux, Netzwerkfunktionen, Videoverarbeitung und KI-Anwendungen, während sich der STM32-Mikrocontroller um Echtzeitaufgaben kümmert.

Der Linux-Teil läuft mit einem Quad-Core-Prozessor mit bis zu 2 GHz, Adreno-GPU und 4 GByte RAM. Dazu kommen zwei ISPs für Kameraverarbeitung. Laut Hersteller eignet sich das Board dadurch für lokale KI-Anwendungen wie Objekterkennung oder Gestensteuerung. Das ist für Maker interessant, weil viele KI-Projekte sonst schnell bei Cloud-Diensten landen oder zusätzliche Hardware benötigen. Hier läuft die Verarbeitung direkt auf dem Gerät.

Zum Bundle gehört außerdem eine USB-Kamera mit 640 × 480 Pixeln. Die Auflösung wirkt im Jahr 2026 zwar eher wie Steinzeit, reicht aber für einfache Computer-Vision-Projekte oder Objekterkennung aus.

Das CrowView Note selbst besitzt neben mehreren USB-C-Anschlüssen auch Mini-HDMI sowie zwei USB-A-Ports. Unterstützt werden neben dem Arduino UNO Q auch Raspberry Pi 5, Raspberry Pi Zero, Jetson Nano, Orange Pi, Rock Pi oder LattePanda. Damit eignet sich das Gerät im Prinzip als universeller Entwicklungsmonitor für viele SBC-Projekte.

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Interessant ist auch die Smartphone-Unterstützung. Android-Geräte mit Desktop-Modus lassen sich direkt anschließen und auf dem 14-Zoll-Display nutzen. Unterstützt werden im Apple-Bereich nur iPhones mit USB-3-fähigem Anschluss, also die Pro-Modelle neuerer Generationen. Die normalen iPhone-Varianten mit USB 2.0 bleiben außen vor.

Für Maker könnte das CrowView Note vor allem bei mobilen Projekten spannend werden. Wer beispielsweise an einem Roboter arbeitet, ein KI-Projekt auf Basis eines Jetson Nano testet oder unterwegs Sensorik debuggen möchte, bekommt mit dem Gerät eine kompakte Entwicklungsumgebung. Gerade bei Workshops, Messen oder Feldtests spart das zusätzliche Monitore und Eingabegeräte. Auch als portables Dashboard für Home-Assistant- oder Raspberry-Pi-Projekte wäre das Gerät denkbar.

Das Bundle mit Arduino UNO Q und Kamera wird für 259,90 US-Dollar angeboten. Für Maker könnte das Gerät weniger ein Notebook-Ersatz sein, sondern eher eine Art universeller „Werkstatt-Bildschirm zum Zusammenklappen“.

Wer mehr über den UNO Q erfahren will, findet alles dazu in unserem Test.


(das)



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WhatsApp führt „Inkognito-Chat“ für komplett private Gespräche mit Meta-KI ein


Meta Platforms hat geschlossene und komplett private Konversationen mit dem eigenen KI-Chatbot innerhalb von WhatsApp und der eigenen Meta-AI-App angekündigt. Ein sogenannter „Inkognito-Chat“ wird laut Unternehmensangaben nicht protokolliert und nach Beendigung auch auf dem Endgerät gelöscht. Die wie üblich verschlüsselten Chats sind demnach auch vom Betreiber selbst nicht einsehbar. Inkognito-Chats sollen in den nächsten Monaten in WhatsApp und der separaten Meta-AI-App verfügbar werden.

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Wie die bereits letztes Jahr zuerst in den USA eingeführten KI-Zusammenfassungen von WhatsApp-Chats basieren auch die Inkognito-Chats auf der vom Konzern selbst entwickelten „Private Processing Technologie“. Diese ermögliche es der Meta-KI, „eine Antwort zu generieren, ohne dass Meta oder WhatsApp jemals Ihre Nachrichten oder die privaten Zusammenfassungen sehen“, wie der Datenkonzern verspricht.

Zusätzlich zur Geheimhaltung werden die Gespräche mit dem KI-Chatbot bei WhatsApp oder in der Meta-AI-App nicht gespeichert, weder auf dem Endgerät noch in der Cloud. Die Nachrichten verschwinden zudem umgehend, wenn die Chats geschlossen werden. Das gilt auch beim Schließen der Apps oder wenn die Bildschirmsperre aktiviert wird. Damit kann der KI-Chatbot in neuen Gesprächen auch nicht auf vergangene Konversationen Bezug nehmen.


Screenshots des Inkognito-Chat bei WhatsApp

Screenshots des Inkognito-Chat bei WhatsApp

Inkognito-Chat bei WhatsApp

(Bild: Meta Platforms)

Der Datenkonzern begründet die Einführung dieser Funktion mit der zunehmenden Beliebtheit von KI-Chats. Nutzer würden sich immer öfter bei KI-Chatbots als über Suchmaschinen informieren. Häufig würde es dabei aber auch um sensible Themen gehen, sodass „Menschen private Angaben zu Finanzen, persönlichen Angelegenheiten, Gesundheit oder Beruf teilen“, heißt es im offiziellen WhatsApp-Blog. Mit dem Inkognito-Chat würden diese Daten und die Privatsphäre geschützt.

Bislang nutzt Meta Platforms kleinere KI-Modelle für Funktionen dieser Art, erklärt Alice Newton-Rex, Produkt-Vizepräsidentin bei WhatsApp, gegenüber TechCrunch. Der neue Inkognito-Chat wird aber das erst letzten Monat präsentierte KI-Modell Muse Spark verwenden, Metas neues Flaggschiff-KI-Modell. Zunächst treibt das neue KI-Modell bereits die Meta-KI-App und -Website an, aber Muse Spark wurde auch für WhatsApp, Instagram, Facebook, Messenger und KI-Brillen versprochen.

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Neben dem Inkognito-Chat plant WhatsApp auch geschützte und private „Nebenchats“. Bislang kann jeder Chat-Teilnehmer sehen, wenn ein anderer Teilnehmer die Meta-KI befragt. Künftig sollen die sogenannten Nebenchats getrennt bleiben und nicht im eigentlichen Chat auftauchen, wenn jemand KI-Unterstützung sucht. Das erübrigt das Herauskopieren von Nachrichten zur Recherche in einer anderen App oder einem getrennten Chat. Die Nebenchats sollen ebenfalls in den kommenden Monaten eingeführt werden.


(fds)



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Neue Canon-Videokamera EOS R6 V und Hybridzoom RF 20-50mm F4 vorgestellt


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Der Kamera- und Objektivhersteller Canon hat eine Vollformat-Spiegellose für Videoproducer vorgestellt. Die Canon EOS R6 V (V steht hier für Video) wird zudem vom Zoomobjektiv RF 20‑50mm F4 L IS USM PZ begleitet, das besondere Merkmale für den Videobereich mitbringt.

Die EOS R6 V ist als Hybridkamera zwar in der Lage, Fotos zu erstellen, allerdings hat der Hersteller Technik und Design speziell an Videos angepasst. Sie ist zwischen der EOS R6 Mark III, die beide Anwendungszwecke umfangreich bedient, und der EOS C50 zu verorten, einer handlichen Cinema-Kamera. Diese lässt sich in einem hochprofessionellen Umfeld mit Multikamerasystemen einsetzen, wo etwa mehrere Geräte über Timecodes synchronisiert werden.

Die EOS R6 V richtet sich an einzelne Kreative oder kleine Teams von zwei bis drei Personen, die mit einer einzelnen Kamera arbeiten und ihren kompletten Workflow selbst in der Hand halten möchten. Das können etwa Hochzeitsvideografen sein, genauso wie Content Creator, die hauptsächlich auf Social Media oder YouTube publizieren, oder die ihre selbst erstellten Inhalte professioneller gestalten wollen. Sie finden hier ein einfach zu bedienendes, flexibles System, mit dem man frei aus der Hand arbeiten kann und das auch lange Aufnahmezeiten durchhält.

Der bereits aus der C50 und der R6 Mark III bekannte Sensor liefert 32,5 Megapixel und einen ISO-Umfang bis 64.000. Fotografisch sind durch den ausschließlich elektronischen Verschluss bis zu 40 Bilder pro Sekunde für Serien möglich, auch die Voraufnahme vor der Auslösung soll sich aktivieren lassen.

Videoformate: Die EOS R6 V bietet laut Datenblatt Aufnahmen bis 7K Raw mit 60 Bildern pro Sekunde, oversampeltes 4K bis 60p, 2K bis 180p und für Zeitlupen 4K 120p ohne Crop. Open-Gate-Aufnahmen sind abhängig vom gewählten Videoformat etwa in 7K 30p möglich. Auch Canon Log 2/3 und Livestream per UVC in bis zu 4K 60p sollen an Bord sein. Proxy-Aufnahmen in einem zweiten Format erlaubt die Kamera in Raw mit 7K 30p, entweder intern über die beiden Speicherkartenslots (CFexpress und SD UHS-II) oder auch bei einer HDMI-Ausgabe auf geeignete externe Recorder wie den Ninja TX.

Audio, Bildprofile, besondere Funktionen: Wieder dabei sollen auch die Custom Picture Profiles sein, die es ermöglichen, sowohl Farben durch Filter als auch erweiterte Einstellungen an die Aufnahmeumgebung oder die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Das 4-Kanal-Audio mit dem Waveform-Monitor sowie das Pre-Recording unterstützen die Videografen.

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Die Canon EOS R6 V soll zudem VR-Aufnahmen mit dem RF 5.2mm F2.8L Dual Fisheye unterstützen. HDR-Aufnahmen beherrscht sie dagegen nicht.

Die Kamera lässt sich mit dem EOS Digital Software Development Kit (EDSDK) nutzen, mit dem eine eigene Anwendungsumgebung geschaffen werden kann. In dieser ist es möglich, die Kamera fernzusteuern, das Livebild zu überwachen, Bilder zu übertragen und Kameraeinstellungen vorzunehmen, jedoch mit Zugriff auf Programmierschnittstellen.

Bildstabilisator: Der IBIS stabilisiert den Sensor auf den gängigen fünf Achsen und soll Verwacklungen bis zu 7,5 Belichtungsstufen ausgleichen, um ruhige Videoaufnahmen auch aus der Hand zu ermöglichen. Laut Canon entspricht er dem der R6 Mark III. Ein Movie Digital IS, der digital über die Verschiebung des Bildausschnitts auf dem Sensor arbeitet, soll zusätzlich für ruhige Videoaufnahmen sorgen. Er ist jedoch abhängig vom genutzten Aufnahmeformat.



Der seitliche Lüftungsschlitz der aktiven Kühlung liegt neben den Abdeckkappen für die Anschlüsse, die unter anderem einen HDMI Typ A enthalten. Das Display lässt sich seitlich schwenken und dort drehen. Bei angeschlossen Kabeln oder in einem Rig ist die Bewegungsfreiheit jedoch eingeschränkt.

(Bild: Canon)

Aktive Kühlung: Besonders interessant für Filmer dürfte die aktive Kühlung der Kamera mit einem Lüfter sein, die beliebig lange Aufnahmezeiten bei fast allen Videoformaten ermöglicht. Diese sind damit nur durch die Stromversorgung und Speicherkapazität begrenzt. Die wenigen rechenintensiven Ausnahmen wie 4K 60p Raw mit einer 2K-Proxy-Ausgabe auf der zweiten Speicherkarte erlauben noch eine Aufnahmezeit von 120 Minuten, was für viele Anwendungsfälle ausreichen dürfte.

Autofokus: Auch bei der R6 V setzt Canon auf den Dual Pixel CMOS AF II mit intelligenter Motiverkennung. So sollen wie bei bisherigen Modellen wieder Programme für Menschen-, Tier-, Fahrzeug- sowie Augenerkennung vorhanden sein. Über Personenpriorität können bis zu zehn Personen mit Gesichtern registriert werden, die der AF dann bevorzugt fokussiert. Zwei Produkt-Demo-Modi (Automatik oder Menüeinstellung) unterstützen Content Creator dabei, dass der Fokus an der richtigen Stelle bleibt. Dafür kann auch der Schärfebereich im Bild begrenzt werden, damit der Autofokus nicht versehentlich auf ein anderes Objekt im Raum springt.

Gehäuse und Bedienelemente: Das 688 Gramm schwere Gehäuse ähnelt dem der C50, ist jedoch aufgrund der weniger leistungsstarken Kühlung etwas flacher. Es kommt ausschließlich mit Display (dreh- und schwenkbar) ohne Sucher. Ein Zoomhebel sitzt am gewohnten Auslöser, einen zweiten Auslöser platziert der Hersteller auf der Vorderseite, erreichbar für die linke Hand. Das Displaybild dreht sich mit der Kamera, was bei der R6 III und der C50 bisher nicht der Fall ist. Wird sie im Hochformat gehalten, zeigt es die Bedienelemente sowie das Menü passend an. Auf dem Gehäuse sitzen zwölf frei belegbare Tasten, sieben davon versieht Canon mit Nummern. Ein zweites Stativgewinde für Hochformat-Aufnahmen ist neben dem Speicherkartenfach zu finden. Die Anschlüsse auf der linken Seite des Bodys umfassen unter anderem einen HDMI-Anschluss vom Typ A. Der Multifunktions-Schuh eignet sich für Video-Standardzubehör wie Mikrofone, nicht jedoch für solches wie Blitzgeräte, die klassisch der Fotografie zugeordnet werden. Auch der Handgriff, den die EOS C50 mitbringt, passt nur mechanisch und kann über die Anschlüsse nicht bedient werden.



In den Zubehörschuh passt Videozubehör. Blitzgeräte können nicht bedient werden.

(Bild: Canon)

Speicher und Stromversorgung: Für die Stromversorgung setzt Canon auf den Akku LP-E6P. Ältere Akkus sollen nicht mehr funktionieren oder beschränken, wie im Fall der NH- und N-Modelle, den Funktionsumfang der Kamera, etwa das WLAN.

Die EOS R6 V soll ab dem 24. Juni 2026 für 2500 Euro auf den Markt kommen. Sie konkurriert in erster Linie mit der EOS R6 Mark III (2900 Euro Straßenpreis), mit der sie neben der Bildstabilisierung auch das Videomenü sowie den Staub- und Spritzwasserschutz verbindet. Von der C50 (3500 Euro Straßenpreis) hat sie die aktive Kühlung sowie die 2. Rec-Taste und den Zoom-Hebel am Auslöser übernommen. Jedoch bringt die R6 Mark III noch typische Fotofunktionen mit, wie den mechanischen Verschluss, die Anschlüsse für Blitzgeräte oder einen elektronischen Sucher. Die EOS C50 ist dagegen mit weiteren professionellen Videofunktionen ausgestattet, wie mit einem Handgriff, der sowohl das Filmen erleichtern soll als auch bei der Bedienung unterstützt. Sie bietet auch Anamorphoten-Unterstützung oder etwa eine Timecode-Schnittstelle.

Doch die beiden Canon-Schwestermodelle sind nicht die einzigen am Markt, gegen die sich die EOS R6 V behaupten muss. Starke Konkurrenz kommt auch von Panasonic, Nikon und Sony.

Die etablierte Panasonic Lumix S1 II bringt eine etwas geringere Auflösung von 24 Megapixeln auf dem teilweise gestapelten Vollformat-Sensor mit. Sie bietet beispielsweise 6K bei 30p mit Open Gate, 5,1K 60p, 4K 120p und internes ProRes Raw. Der interne Bildstabilisator schafft bis zu acht Blendenstufen. Eine zweite Aufnahmetaste ist vorhanden. An Bord sind auch eine aktive Kühlung und der HDMI-Typ-A-Ausgang für externe Recorder. Bei einem günstigen Angebot ist sie inzwischen für 2200 Euro zu haben, ansonsten 2800 Euro.

Die Nikon ZR ist die erste gemeinsame Kamera von Nikon und RED. Eine interne 6K-Raw-Aufzeichnung (R3D NE, 12 Bit, 59,94p), der Dual-Base-ISO bei nativen Werten von ISO 800 und ISO 6400 sowie 32-Bit-Float-Audio sind im Paket. Sie wiegt gerade einmal 540 Gramm, bringt dafür aber auch keine aktive Kühlung mit. Der Preis liegt derzeit bei 2350 Euro.

Etwas anders aufgestellt, aber dennoch interessant, ist die Sony FX30. Mit 26 Megapixeln für Foto- und 20 Megapixeln für Videoaufnahmen auf einem APS-C-Sensor ist sie kompakt und handlich. Sie bietet 4K bei 120p und 10 Bit, einen 5-Achsen-Bildstabilisator für 5,5 Belichtungsstufen, eine Raw- und Timecode-Ausgabe und kostet derzeit etwa 2000 Euro.

Im gleichen Zug präsentiert Canon das neue Standardzoom-Objektiv RF 20-50mm F4 L IS USM PZ. Das Hybrid-Modell gehört zur L-Serie des Anbieters, ist gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet und mit etlichen Eigenschaften versehen, die Videografen benötigen, beispielsweise mit einer Kompensation gegen Focus Breathing. Die durchgehende Lichtstärke von f/4.0 erlaubt Zoomen ohne Helligkeitssprünge. Auch Makroaufnahmen sollen bis zu einem Maßstab von 1:3 möglich sein. Die Naheinstellgrenze liegt bei 24 Millimetern. Es gibt neun Blendenlamellen.



Das neue RF 20-50mm F4 L IS USM PZ gehört zu Canons Hybridserie für Objektive, die sowohl für das Fotografieren, als auch für Videoaufzeichnungen geeignet sind.

(Bild: Canon)

Das RF 20-50mm F4 wiegt nur 420 Gramm. Dennoch ist die Konstruktion mit 13 Linsen in elf Gruppen aufwendig. Dazu gehören zwei asphärische Linsen und drei UD-Elemente. Die Optik ist ASC-vergütet. Ein Bildstabilisator soll eigenständig bis zu sechs Blendenstufen korrigieren, mit passender Kamera und IBIS bis zu acht Blendenstufen.



Das Objektiv enthält 13 Linsen in 11 Gruppen.

(Bild: Canon)

Das Objektiv nutzt einen Innenzoom, verändert sich also nicht in der Länge. Drei Nano-USM-Motoren arbeiten für Zoom (Zoom-by-Wire) und Fokus. Die Zoomgeschwindigkeiten können im Menü eingestellt werden. Zum Zoomen dient der Zoomring oder -hebel, es ist aber auch per App oder Fernbedienung möglich.

Das RF 20-50mm F4 L IS USM PZ soll ebenfalls am 24. Juni 2026 in den Handel kommen und 1500 Euro kosten. Das Kit mit der EOS R6 Mark III kostet insgesamt 3700 Euro.


(cbr)



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