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Microsoft bestätigt Bug: Windows 11 kann fehlerbedingt um bis zu 500 GB anwachsen

Microsoft hat einen Fehler in Windows 11 bestätigt, durch den auf der Systempartition bis zu mehrere hundert Gigabyte Speicherplatz belegt werden können. Beheben lässt sich das Problem aktuell mit dem optionalen Update KB5095093. Offiziell soll der Bug erst mit dem Patchday am 14. Juli 2026 geschlossen werden.
Nutzer berichten von mehreren hundert Gigabyte
Ausgangspunkt des Fehlers ist die Datei CapabilityAccessManager.db-wal, die sich standardmäßig unter C:\ProgramData\Microsoft\Windows\CapabilityAccessManager befindet und zum Windows-Dienst „Capability Access Manager“ gehört. Dieser verwaltet Berechtigungen für Funktionen wie Kamera, Mikrofon, Standort, Bildschirmaufnahme und weitere Datenschutzoptionen.
Normalerweise handelt es sich um eine nur wenige Megabyte große Datenbank, die durch den Fehler und fortlaufende Einträge jedoch massiv anwachsen kann. Laut einem Bericht von Windows Latest meldeten Nutzer im Microsoft Feedback Hub sowie auf Reddit bereits Dateigrößen von rund 70, 110 oder 200 Gigabyte. In einem besonders extremen Fall belegte die Datei sogar etwa 513 Gigabyte und war damit deutlich größer als die Dateien für die Auslagerung und den Ruhezustand zusammen.
Einige Nutzer versuchten, das Problem durch eine Bereinigung des Laufwerkes zu beheben. Dadurch schrumpfte die Datei zwar zunächst wieder auf ihre übliche Größe von wenigen Megabyte, der Erfolg währte jedoch nur kurz, da sie bereits einige Zeit später erneut anwuchs.
Problem nicht leicht zu erkennen
Besonders tückisch ist der Fehler, weil er sich im Windows-Speichermenü nur indirekt bemerkbar macht. Unter Einstellungen > System > Speicher erscheint der ungewöhnlich hohe Speicherverbrauch lediglich im Bereich „System und reserviert“, ohne dass die eigentliche Ursache dort aufgeführt wird. Dadurch bleibt das Problem für viele Anwender unbemerkt, bis der freie Speicherplatz nahezu vollständig aufgebraucht ist.
Problem seit längerem bekannt
Der Bug ist bereits seit mindestens einem Jahr bekannt, zu dieser Zeit tauchten bereits Meldungen im Internet auf. Vonseiten Microsofts wurde der Fehler allerdings erst jetzt offiziell bestätigt. In den aktualisierten Release Notes zum optionalen Windows-11-Update KB5095093 vom Juni 2026 weist der Konzern allerdings lediglich darauf hin, dass die Datenträgernutzung der Datei CapabilityAccessManager.db-wal verbessert wurde – eine blumige Umschreibung.
In den ursprünglichen Versionshinweisen vom 23. Juni wurde das Problem hingegen nicht erwähnt, auch ein gesonderter Hinweis für die Änderung in den Release Notes soll bislang fehlen. Die eigentliche Fehlerbehebung wird erst mit dem regulären Sicherheitsupdate am 14. Juli 2026 für alle unterstützten Betriebssysteme ausgerollt.
Verschiedene Indikatoren können auf das Problem hinweisen
Nutzer können derweil selbst überprüfen, ob ihr System betroffen ist. Ein erster Hinweis ist ein ungewöhnlich hoher Speicherverbrauch im Bereich „System und reserviert“ der Windows-Speicherverwaltung. Anschließend lässt sich die Datei CapabilityAccessManager.db-wal mithilfe von Programmen wie WizTree, TreeSize oder WinDirStat lokalisieren und ihre tatsächliche Größe überprüfen. Alternativ kann dafür auch die Eingabeaufforderung mit Administratorrechten genutzt werden.
Liegt die Größe der Datei lediglich im Bereich weniger Megabyte, arbeitet das System zumindest in dieser Hinsicht normal. Ist sie hingegen bereits auf mehrere Gigabyte angewachsen oder wächst kontinuierlich weiter, kann das System von dem Fehler betroffen sein. Von einem manuellen Löschen der Systemdatei wird an dieser Stelle ausdrücklich abgeraten, da dadurch unerwartete Probleme entstehen können.
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Amazon Ember Artline TV im Test
Der Amazon Ember Artline TV ist ein Smart-TV mit mattem Display, der vollständig plan an der Wand montiert und so zum virtuellen Gemälde werden kann, dessen Bilder sich per KI auch passend zum Raum auswählen lassen. Neben Alexa+ und FireTV bietet der 4K-QLED-Fernseher mit HDR10+ Adaptive und Dolby Vision auch einen Triple-Tuner.
Der Amazon Ember Artline TV ist eine Besonderheit, nicht nur für Amazon, sondern grundsätzlich. Denn er versucht, Lifestyle und Alltag mit digitalen Inhalten zu verbinden, wofür er auf ein mattes QLED-Display setzt und auswechselbare, magnetische Rahmen bietet, die den Fernseher zu einem großen, digitalen Bilderrahmen werden lassen. In Verbindung mit Amazons Ambient-TV-Funktion ergibt dies einen Fernseher, der eigentlich nie vollständig ausgeschaltet sein müsste, da er den ganzen Tag automatisch zwischen Fotos, Kunstwerken und TV-Streaming wechselt – und dies auch noch ganz automatisch je nach Anwesenheit des Nutzers. UHD und HDR sind für einen aktuellen Fernseher selbstverständlich, doch abseits des matten Displays weist der Ember Artline keine High-End-Spezifikationen auf, wie sie aktuelle OLED- oder QLED-Modelle mit hohen Bildwiederholfrequenzen und vielen Dimming-Zonen bieten.
Matter Smart-TV oft mit hohem Rabatt
Dafür ist er preislich trotz seiner Besonderheiten günstiger positioniert. Der Ember Artline 55″ kostet 999,99 Euro, war zuletzt aber am Prime Day beispielsweise für 659,99 Euro erhältlich*. Der Ember Artline 65″ verfügt über eine unverbindliche Preisempfehlung von 1.299,99 Euro, wurde aber zuletzt für 899,99 Euro angeboten*. Jeweils im Preis enthalten ist ein magnetischer Rahmen, wobei man die Variante frei aus 10 verschiedenen Modellen wählen kann. Auch die passenden magnetischen Rahmen lassen sich einzeln erwerben, kosten allerdings rund 75 Euro pro Stück*. Je nach Modell ist der Rahmen abgeschrägt, was eine zusätzliche Tiefe erzeugt, oder flach. Aus echtem Holz sind die klassischen Modelle mit Holzmaserung allerdings nicht, was aus den Beschreibungen bei Amazon allerdings nicht ganz eindeutig hervorgeht.
Der Lieferumfang umfasst den Amazon Ember Artline TV, die Alexa-Sprachfernbedienung, die spezifische Wandhalterung, ein Netzkabel, zwei AAA-Batterien für die Fernbedienung und eine Kurzanleitung. Amazon gewährt eine einjährige Garantie.
Nahtlose Wandmontage mit eigener Halterung
Eine Wandhalterung ist im Lieferumfang enthalten, Standfüße nicht. Denn der Fernseher ist gerade auf eine Wandmontage als Gemälde ausgelegt. Wer ihn dennoch aufstellen statt aufhängen möchte, kann für rund 20 Euro Standfüße nachkaufen*.
Die mitgelieferte Wandhalterung ist speziell auf den Ember Artline ausgelegt und verschwindet vollständig in einer Aussparung an der Rückseite des Fernsehers, so dass dieser nahtlos an der Wand anliegt. Neben der horizontalen Befestigung ist sogar eine vertikale Montage des Fernsehers möglich, die Amazon in der Anleitung allerdings mit keinem Wort als Option erwähnt.
Damit er wirklich nah anliegt, liegen ihm vier Metallplatten bei, die man in den Ecken an die Wand schraubt und an denen der Fernseher zusätzlich magnetisch gehalten wird. Dies sorgt für eine feste Montage direkt an der Wand, ohne dass sich der Fernseher an einer Seite leicht lösen kann.
Neben einer guten Anleitung* hat Amazon auch ein passendes Montagevideo für den Ember Artline parat, das die Schritte gut erklärt.
Damit man die vier Eckpunkte an der richtigen Stelle an die Wand schraubt, an der sie am Ende auch Kontakt mit den Magneten an der Rückseite des Fernsehers haben, legt Amazon eine große Pappschablone bei, auf der die Stellen markiert sind. Diese legt man nach erfolgter Montage der Wandhalterung einfach auf diese und markiert die vier Punkte für die Magneten. Das ist auch deshalb wichtig, weil die vier Punkte rechts und links unterschiedlich weit von der Mitte des Ember Artline entfernt liegen. Wer nur eine Seite ausmisst oder sie spiegelverkehrt auf die Wand überträgt, landet am Ende an den falschen Stellen. Die Pappschablone ist deshalb nicht nur die einfachste Art, alles richtig zu platzieren, sondern auch die schnellste.
Wer sich an die Montageanleitung hält und grundsätzlich eine Wandhalterung für einen Fernseher sicher an der Wand montieren kann, der bekommt auch mit dem Ember Artline keine Schwierigkeiten.
Wem die Wandmontage zu schwierig erscheint, der kann bei Amazon beim Kauf auch einen Montageservice hinzubuchen. Befestigungsmaterial liefert Amazon übrigens auch mit, im Test wurde dies allerdings nicht genutzt, da ein 7-mm-Bohrer, der laut Anleitung genutzt werden soll, nicht ganz so üblich ist. Stattdessen wurde auf 8er-Dübel und passende Schrauben zurückgegriffen.
Fernseher kann geschwenkt werden
Die leichte Wandhalterung, die völlig anders aufgebaut ist als klassische VESA-Halterungen, die übrigens auf Wunsch auch unterstützt werden, hält den Fernseher im oberen Bereich und ermöglicht es nicht nur, ihn wie erwähnt, vollständig plan an die Wand zu drücken, sondern auch, ihn ein gutes Stück von der Wand abzuziehen und nach rechts und links zu schwenken. Der Fernseher wird in die Wandhalterung gehängt und dann arretiert, damit er nicht wieder nach oben gelöst werden kann.
Anschlüsse bleiben erreichbar
Auch die Anschlüsse an der Rückseite des Fernsehers lassen sich gut erreichen, wenn man ihn nach vorne zieht, einzig das Verlegen etwaiger Kabel gestaltet sich nicht ganz so einfach. Amazon hat hierfür in der Rückwand des Fernsehers extra unterschiedlich breite Kanäle geschaffen, in die man die Kabel einlegen und entweder zur Seite oder nach unten hinausführen kann. Aber die Kabel in diesen Kanälen zu halten, wenn sie nicht durch leichtes Hineindrücken halten, und gleichzeitig den Fernseher alleine wieder an die Wand zu drücken, ist nicht trivial. Zudem fällt auf, dass die Kanäle an der unteren Seite nicht genau in der Mitte des Fernsehers enden – Kabel also immer etwas seitlich versetzt unten aus dem TV herauskommen. Um den Eindruck eines Wandbildes optimal zu unterstützen, sollte man deshalb auch versuchen, das Stromkabel zu verdecken. Amazon empfiehlt den Anschluss an einer eingelassenen Wanddose direkt hinter dem Fernseher, nur die wenigsten Käufer dürften diese Option jedoch haben. Bis auf das Stromkabel benötigt man nicht unbedingt weitere Kabel, die vom Fernseher wegführen, da man wie bei anderen Smart-TVs von Amazon Filme und Serien direkt über die Fire-TV-Oberfläche streamen kann. Neben Amazon können auch Apps von Streaming-Diensten wie Netflix und Disney+ genutzt werden und beispielsweise mit MagentaTV kann auch auf die Nutzung von Kabel- oder Satelliten-TV verzichtet werden. Das Stromkabel bleibt so der einzige Faktor, der bei vielen das optische Bild zerstören könnte.
Erst auf den zweiten Blick fällt zudem eine kleine Abdeckung unterhalb der Anschlussleiste am Rahmen des Ember Artline auf, die sich nur schwer lösen lässt und von Amazon gar nicht erwähnt wird. Hier hat Amazon eine passgenaue Durchführung für ein HDMI- und ein USB-A-Kabel versteckt.
Apropos Anschlüsse: Der Ember Artline bietet davon an der rechten Seite eine ganze Menge.
- Optischer Audioausgang
- Ethernet-Anschluss
- USB-A-Anschluss
- Satelliten-Eingang
- Antenne/Kabel-Eingang
- 1 × HDMI 2.1 mit eARC
- 3 × HDMI 2.0
- Common Interface Slot
- IR-Senderanschluss
- Audioausgang
Dass nur einer der vier HDMI-Eingänge HDMI 2.1 beherrscht, ist zu verkraften, da der Fernseher mit maximal 60 Hz ohnehin keine schnellere Bildwiederholfrequenz oder spezielle Gaming-Funktionen unterstützt. Und auch wenn der Ember Artline als Amazon-Smart-TV mit Fire TV auf das Streaming von Inhalten ausgelegt ist, bietet er auch einen Kabel- und Satellitenanschluss und einen CI-Modul-Schacht. Auf diese Weise können alle alten Sehgewohnheiten abgedeckt werden.
Der Stromanschluss für den Ember Artline sitzt auf der linken hinteren Seite, wenn man vor dem Fernseher steht.
Im Rahmen unten sitzt zudem eine Leiste, die Sensoren, Mikrofone und zwei Tasten beherbergt. Über die linke Taste können die Mikrofone für Alexa mechanisch ein- und ausgeschaltet werden. Auf der rechten Seite sitzt hingegen der Ein-/Ausschalter, um den Ember Artline direkt am Gerät ein- oder ausschalten zu können. Erfreulich: Die hier platzierte Standby-LED des Fernsehers lässt sich ausschalten, so dass sie nachts etwa im Schlafzimmer nicht dauerhaft leuchtet.
Magnetischer Rahmen für nahtloses Bild
Der Rahmen um den Fernseher wird dann einfach nur noch magnetisch aufgesetzt. Zuerst oben und unten, dann an den Seiten. Erfreulich ist, dass der Rahmen an der Vorderseite sogar noch den schmalen schwarzen Rand des Displays überdeckt, so dass die sichtbare Fläche tatsächlich nahtlos mit dem „Bilderrahmen“ abschließt, wie es auch bei einem Bild wäre.
Die optionalen Standfüße, die ComputerBase allein für Fotos der Rückseite erworben hat, werden über je zwei Schrauben mit der Rückseite des Fernsehers verschraubt und sind so gestaltet, dass rechts und links nicht vertauscht werden kann.
Digitale Kunstwerke an der Wand
TV zeigt bei Anwesenheit Gemälde und Co.
Bevor es im Einzelnen um die Einrichtung, die Bildqualität, Leistungsaufnahme und Alexa-Integration geht, soll an dieser Stelle schon vorweggreifend auf die Nutzung des Ember Artline als digitaler Bilderrahmen für Kunstwerke eingegangen werden, da dies neben der Nutzung als Fernseher die zentrale Funktion des matten Smart-TVs ist. Hierfür verfügt auch das neue Modell über die bereits bekannte und zuverlässig funktionierende Omnisense-Technologie, die dafür sorgt, dass die Ambient-TV-Funktion automatisch ein- und ausgeschaltet wird, wenn Personen den Raum betreten oder verlassen. So werden die Kunstwerke nicht den ganzen Tag auf dem Ember Artline angezeigt, wenn überhaupt niemand zuhause ist. Und wie zuvor gilt, dass Ambient-TV optional ist, man es also nicht nutzen muss und der Fernseher dann abseits von seiner primären Nutzung schwarz bleibt.
Auf die Ambient-TV-Funktion abseits der Darstellung von Kunstwerken auf dem matten Display des Ember Artline ist ComputerBase beispielsweise im Test des Amazon Fire TV Omni Mini-LED QLED 65″ und des Amazon Fire TV Omni QLED 65″ bereits genauer eingegangen.
Die Kunstwerke sind kostenlos
Auf dem Ember Artline kann der Nutzer aus mehr als 2.000 kostenlosen Kunstwerken auswählen, wobei sich die Auswahl über Gemälde, Druckgrafiken, Fotografien, Szenenfotos aus Filmen, Naturvideos und virtuelle Welten erstreckt. Der Ambient-Modus muss also auch auf dem Ember Artline kein unbewegtes Gemälde darstellen, sondern die Auswahl ist sehr viel umfassender und enthält auch 4K-Videos und erneut auch animierte Inhalte, die sich an die Bewegung im Raum anpassen. Für diese über 2.000 Inhalte ist auch kein Abonnement notwendig, sie stehen allen Nutzern des Ember Artline kostenlos zur Verfügung. Und hat man ein Bild gefunden, kann man selbst auch noch entscheiden, ob dies mit oder ohne Passepartout auf dem Fernseher dargestellt werden soll und welche Farbe und Textur das Passepartout gegebenenfalls aufweisen soll. So lässt sich der Stil noch weiter individualisieren.
Vor allem von einem Passepartout profitiert der Effekt des Fernsehers als Gemälde im Alltag sehr. Wenn man bereit ist, hier etwas auszusuchen, das zum Raum passt und einem selbst gefällt, kann man sehr schöne Darstellungen und Ergebnisse erzielen. Optionen wie die Uhrzeit und Temperatur oder Widgets sollte man in diesem Modus allerdings ausschalten. Abends müsste der Ember Artline aber weniger leuchten, um den Effekt eines Bildes zu erwecken. In einem dunklen Raum strahlt der Fernseher an der Wand hervor, was ein normales Gemälde eben nicht kann. Auch mit automatischer Helligkeitsanpassung wird der Fernseher in einem dunklen Raum bei Weitem nicht dunkel genug.
Das Erstellen von individuellen Hintergründen für Ambient-TV per AI über Alexa, wie Amazon es für die USA schon lange eingeführt hat, hat im Test weiterhin nicht funktioniert. Alexa+ nimmt den Befehl zwar entgegen, erklärt dann aber lediglich, dass etwas nicht funktioniert hätte und man es später erneut versuchen oder einen anderen Hintergrund wählen soll.
Die KI entscheidet anhand des Raums
Wer sich nicht entscheiden kann, welches Bild am besten auf dem Ember Artline dargestellt werden soll, für den hat Amazon eine besondere KI-Funktion eingebaut. Der Nutzer kann mit dem Smartphone ein Foto seines Zimmers machen und erhält dann drei Empfehlungen zu passenden Bildern aus der Galerie von Amazon. Dabei wird der Stil und die Art der Einrichtung berücksichtigt, wobei insbesondere auch die Farben im eigenen Zuhause eine Rolle spielen, damit sich das ausgewählte Bild gut einfügt.
Hierfür muss im Menü des Ember Artline im Bereich „Kunst und Fotos“ der Eintrag „Neue Empfehlungen erhalten“ ausgewählt und der angezeigte QR-Code mit dem Smartphone gescannt werden. Auf dem Smartphone wird eine Web-App geöffnet, die Anweisungen zum Aufnehmen oder Auswählen eines Fotos mit dem Smartphone gibt. Ein bis vier Fotos des Raumes, in dem der Ember Artline steht, lassen sich auf diese Weise hinzufügen. Durch einen Klick auf „Empfehlung erzeugen“ werden die Fotos in die Cloud gesendet, ausgewertet und drei Vorschläge unterbreitet.
Im Test wurde dies in einem Raum mit lila-pinker Wand und vielen Rosatönen ausprobiert und die Auswahl hat basierend darauf vor allem Bilder mit modernen Formen und passenden Farben herausgesucht. Das passt in diesem Fall zum Raum, wäre allerdings nicht die erste Wahl des Autors, da es keine klassischen Kunstwerke sind. Persönliche Präferenzen spielen aber bei der Raumanpassung keine Rolle und lassen sich auch nicht angeben.
Dia-Show persönlicher Fotos
Hat man persönliche Bilder in der Amazon-Photos-App hochgeladen, können auch diese auf dem Ember Artline dargestellt werden. Dabei ist es auch möglich, eine Diashow durchlaufen zu lassen, die man auch über Alexa erstellen lassen kann, beispielsweise indem man ihr den Ort oder Zeitpunkt der Aufnahmen vorgibt. Auch Collagen mehrerer Fotos lassen sich automatisch erstellen und anzeigen.
Bekannte Einrichtung mit Fire TV
Die der Darstellung von Kunstwerken vorausgehende Einrichtung des Fernsehers unterscheidet sich per se nicht von anderen Smart-TVs mit Fire-TV-Oberfläche. Schritt für Schritt wird man durch die wichtigsten Einstellungen, die Netzwerkverbindung und das Anmelden mit dem Amazon-Account geführt, der für die Nutzung Voraussetzung ist. Für Details wird an dieser Stelle auf den Test des Amazon Fire TV Omni QLED verwiesen. Wer schon einmal einen Fire-TV-Stick genutzt hat, findet sich auch auf dem Ember Artline sofort zurecht, da der Aufbau der Oberfläche identisch ist, nur weitere Optionen etwa zur Bildanpassung bietet.
Dabei gilt weiterhin, dass man manche Bildeinstellungen nur dann vornehmen kann, wenn passender Inhalt wiedergegeben wird. HDR-Einstellungen lassen sich nicht bei der SDR-Wiedergabe anpassen und umgekehrt. Einmal vorgenommene Bildeinstellungen lassen sich aber auch beim Ember Artline auf alle Eingänge anwenden, so dass man sie nicht mehrfach anpassen muss. Um die Bildeinstellungen zu ändern, hält man am besten die Startseiten-Taste der Fire-TV-Fernbedienung gedrückt, bis sich am rechten Rand das passende Menü öffnet.
Der Ember Artline erhält garantierte Software-Sicherheitsupdates für mindestens vier Jahre, nachdem er zuletzt als Neugerät bei Amazon zum Kauf angeboten wurde.
Mattes 4K-QLED mit HDR
Wie eingangs bereits erwähnt, bietet der Ember Artline bei den reinen technischen Daten eher Standardkost. 4K-QLED mit 3.840 × 2.160 Pixeln und Unterstützung für Dolby Vision und HDR10+. Aber mehr als 60 Hz bietet das Display nicht, Konsolenspieler können also nicht auf 120 Hz zurückgreifen. Mit Wi-Fi 6 und Ethernet wird der Smart TV wahlweise kabellos oder kabelgebunden ins Netzwerk eingebunden.
Als QLED-Fernseher kommt der Ember Artline auf eine Dicke von 3,9 cm. So dünn wie aktuelle OLED-Fernseher zumindest am Rand sind, ist er also bei Weitem nicht. Das ist in Kombination mit dem Rahmen und flach an der Wand montiert aber kein Beinbruch, ein Gemälde ist ja auch nicht nur wenige Millimeter dick.
Das Highlight des Ember Artline ist deshalb seine matte Oberfläche, auf der im Standby dargestellte Gemälde optisch nicht so sehr nach Fernseher und Display aussehen wie auf einem klassischen TV. Das Licht wird breit gestreut, so dass sich der Raum auch bei direktem Lichteinfall nicht im Fernseher spiegelt.
Lichthöfe mit Edge-Lit-LED
Amazon bietet zahlreiche Presets für das Bild und die Option, diese manuell anzupassen. Über einen Umgebungslichtsensor können Helligkeit und Farbtemperatur an das Raumlicht angepasst werden.
Mit Edge-Lit-LED-Hintergrundbeleuchtung sind Themen wie Local Dimming kein Thema, denn nicht vorhanden. Sprich: Die Hintergrundbeleuchtung ist beim Ember Artline immer vollständig eingeschaltet, selbst wenn das Bild vollständig oder auch nur fast vollständig schwarz ist, was zu helleren Lichthöfen führt. Um die Unterschiede zu verdeutlichen, wurde ein Testvideo von YouTube in einem abgedunkelten Raum genutzt. Die Belichtung der Kamera wurde so angepasst, dass der Effekt zu sehen ist, im Alltag ist er auch bei einem abgedunkelten Raum weniger sichtbar.
Bildqualität und Helligkeit
Der Amazon-Fernseher bietet eine Reihe von Bildmodi: Standard, Energiesparen, Film dunkel, Film hell, FilmMaker, Lebhaft, Spiel und Sport. Je nach Modus ändern sich die Farbsättigung, Farbtemperatur und Einstellungen wie die Helligkeit. Für die Film- und Serienwiedergabe wird aber auch beim matten Smart-TV ein FilmMaker-Modus angeboten, bei dem alle Bildverbesserungstechniken deaktiviert werden, sodass Filme und Serien so wiedergegeben werden sollen, wie sie aufgezeichnet wurden. Wer jedoch ein satteres Rot oder Grün und ein paar Weichspüleffekte bevorzugt, kann das Bild auch nach eigenen Bedürfnissen anpassen.
Homogenität und Farbtreue
Für alle Messungen ist „Adaptive Helligkeit“ deaktiviert, da der Fernseher mit dieser Einstellung die Helligkeit des Bildes an das Umgebungslicht anpasst, was die Ergebnisse verfälschen würde. Die Helligkeit ist für die Messungen zur Farbtreue in allen Modi auf 75 von 100 gestellt, was nicht immer zur selben Helligkeit führt.
Bei der Betrachtung der Homogenität des Bildschirms, also der Gleichmäßigkeit der Helligkeitsverteilung, fällt auf, dass die Bildmitte am hellsten leuchtet und die Helligkeit zu allen Seiten abnimmt. Positiv ist, dass die jeweiligen Seiten und Ecken auf jeder Seite halbwegs gleich hell leuchten, die rechte Seite sich also nicht deutlich von der linken Seite unterscheidet.
Die Homogenität des Ember Artline 55″ könnte durchaus besser ausfallen und überzeugt nicht. Gerade die oberen Ecken sind deutlich dunkler als das restliche Bild. Ob man dies wahrnimmt, hängt vor allem vom Bildinhalt ab. Bei normalen Filmszenen, in denen keine einfarbigen Bildinhalte vorkommen, ist die unterschiedliche Helligkeit eigentlich nicht zu erkennen.
Mit 8.470 Kelvin fällt die Farbtemperatur des Fernsehers im Modus „Standard“ mit Farbtemperatur „Standard“ viel zu kühl aus. Ändert man die Farbtemperatur auf „Warm 1“, ist sie mit 7.090 Kelvin deutlich angenehmer, aber noch etwas zu kühl. „Warm 2“ sorgt für eine Farbtemperatur von 6.250 Kelvin, ist also etwas zu warm, aber am nächsten an den optimalen 6.500 Kelvin dran.
Maximal 700 cd/m², minimal zu hell
Die gemessenen 712 cd/m² im Modus Standard sind zugleich auch die maximale Helligkeit des Ember Artline in SDR. Im Modus FilmMaker fällt die Spitzenhelligkeit mit 621 cd/m² beispielsweise niedriger aus.
Minimal leuchtet der Fernseher bei vollflächiger Weißdarstellung immer noch mit 142,2 cd/m². Das ist zu hell.
Maximal 700 cd/m² auch bei HDR
Im HDR-Modus ließen sich im Test bei einem Weißanteil von bis zu 10 Prozent rund 710 cd/m² messen. Bei einem höheren Weißanteil reduziert sich die Helligkeit minimal auf rund 705 cd/m². Die Option „Intelligent HDR“ war für die Messungen deaktiviert.
Hervorragender Kontrast
Der Schwarzwert in der Bildmitte ist sehr gut. Der Fernseher leuchtet trotz auf höchster Helligkeit eingeschalteter Hintergrundbeleuchtung nur mit 0,150 cd/m², wenn Schwarz dargestellt wird. Der Kontrast liegt bei rund 4.750:1.
Messung der Farbtreue
ComputerBase testet die Farbwiedergabe des Amazon Ember Artline mit Portrait Displays‘ Calman-Color-Calibration-Software. Sie vergleicht die dargestellte Farbe des Monitors mit der vom Programm angezeigten Farbe. Interessant an dieser Stelle sind insbesondere der durchschnittliche und der maximale Delta-E-Wert und das Delta-E-2000-Diagramm, da sie angeben, wie stark die Farbwiedergabe von dem ausgewählten Farbstandard abweicht. Eine Abweichung von 1 dE ist für das menschliche Auge so gut wie nicht sichtbar. Ein kalibriertes Display sollte so eingestellt sein, dass die durchschnittliche Abweichung unter 3 dE und das maximale dE unter 5 liegt. Eine Abweichung über 3 dE wird als sichtbar für das menschliche Auge aufgefasst. Unkalibrierte Monitore liegen normalerweise weit darüber. Das Delta-E-2000-Diagramm zeigt die Abweichung für jeden gemessenen Farbwert an.
Im dargestellten CIE-1976-Chart des Ember Artline ist zu sehen, welche Farbpunkte wie stark vom angestrebten Farbwert abweichen. Bei einem optimal eingestellten Display sollten alle Punkte innerhalb der Quadrate liegen. ComputerBase hat die Messung für jeden voreingestellten Bildmodus durchgeführt und dabei immer die Standard-Einstellungen für jeden Bildmodus geladen.
Überraschenderweise ist es nicht der Bildmodus FilmMaker, der das beste Ergebnis liefert, sondern dieses Mal ist es der Bildmodus „Film dunkel“, bei dem der Ember Artline innerhalb der Toleranzen bleibt und eine durchschnittliche Farbabweichung von 2,7 Delta E und eine maximale Abweichung von genau 5,0 Delta E erzielt, womit er den Sollwert genau noch erreicht.
Kein anderer Bildmodus kommt diesen Werten nahe. Der Bildmodus „Lebhaft“ sorgt abermals für eine stark verfälschte Farbwiedergabe und ist darüber hinaus viel zu kühl mit klarem Blaustich. Dies gilt auch für die Modi „Spiel“, „Sport“ und „Standard“.
Die Leistungsaufnahme
Die Leistungsaufnahme des Ember Artline ist angesichts seiner angedachten Nutzung nicht ganz unbedeutend. Zwar kann sich der Smart TV mit seinen Sensoren ausschalten, wenn keine Person mehr im Raum ist, und wieder automatisch einschalten, wenn man den Raum betritt, so dass er nicht die ganze Zeit vollständig eingeschaltet sein muss, aber auch dies führt zu einer erhöhten Nutzung und einer höheren Leistungsaufnahme im Vergleich zum vollständigen Ausschalten.
Ein Kunstwerk mit 80 Watt
Die Leistungsaufnahme des Ember Artline 55″ liegt im Betrieb zwischen 28,8 und 96,6 Watt. Im normalen Fernsehbetrieb im Bildmodus Standard werden 81,1 Watt benötigt. Wird über Ambient TV ein Kunstwerk dargestellt, liegt die Leistungsaufnahme ebenso bei rund 80 Watt, unabhängig vom dargestellten Bild, da anders als bei OLED der Bildinhalt keine Auswirkung auf die Leistungsaufnahme hat. Zeigt der Ember Artline somit beispielsweise 10 Stunden am Tag ein Kunstwerk an, weil jemand zuhause ist, werden 0,8 kWh verbraucht, was in diesem Beispiel für 80 bis 90 Euro Stromkosten sorgen würde. Wird hingegen nur für 2 Stunden am Tag zusätzlich ein Kunstwerk dargestellt, resultiert dies in 15 bis 20 Euro extra pro Jahr.
5 Watt im Stand-by
Im Ruhemodus, wenn also das Display ausgeschaltet ist, aber der Fernseher weiterhin aktiv beispielsweise auf Personen wartet und auch Alexa angesprochen werden kann, beträgt die Leistungsaufnahme 4,9 Watt.
Schaltet man den Ember Artline über die Fernbedienung vollständig aus, beträgt die Leistungsaufnahme 0 Watt. Dann reagiert aber auch Alexa nicht mehr auf Sprachbefehle, während Alexa im normalen Ruhemodus, bei dem das Display ausgeschaltet wird, weiterhin jederzeit auch per Sprache aktiviert werden kann.
Lautsprecher, Mikrofone und Alexa+
Zwei 10-Watt-Lautsprecher sorgen für den Ton. Diese bieten zwar einen guten, klaren Klang, wer es raumfüllender und effektvoller möchte, kommt aber auch beim Ember Artline nicht um eine Soundbar herum. Die Heimkino-Funktion, bei der man Echo-Lautsprecher für den TV-Sound nutzen kann, bietet der Ember Artline nicht.
Der neue Ember Artline unterstützt über integrierte Mikrofone auch Alexa, sowohl um ihn zu bedienen als auch um andere Geräte zu steuern oder allgemeine Anfragen zu stellen. Neben den integrierten Mikrofonen kann auch die mitgelieferte Alexa-Fernbedienung zur Spracheingabe genutzt werden. Möchte man über den Ember Artline auch Alexa nutzen und ist er nicht das einzige Alexa-Gerät im Raum, kann man einstellen, ob er bei der Alexa-Steuerung priorisiert werden soll, so dass Befehle primär über ihn ausgeführt werden. Dann erfolgt die Zuweisung nicht ausschließlich anhand der automatischen Erkennung, welchem Gerät man am nächsten ist. Wie alle neuen Alexa-Geräte von Amazon unterstützt auch der Ember Artline nicht nur Alexa, sondern auch Alexa+ und somit eine Bedienung des digitalen Sprachassistenten über natürliche Sprache. Durch den Kauf des Ember Artline erhalten Käufer nämlich auch direkt Alexa+ im Early Access. Was Alexa+ alles kann und was noch nicht, hat sich ComputerBase bereits in einem gesonderten Bericht angesehen.
Stellt man Alexa+ aber beispielsweise Fragen zu einem Schauspieler, beantwortet der Sprachassistent diese nicht etwa mit zusätzlichen Informationen wie Bildern oder einer Filmografie des Schauspielers, sondern rein per Sprache. Amazon möchte hier nach eigenen Angaben die aktuelle Wiedergabe beziehungsweise Ansicht auf dem TV so wenig wie möglich unterbrechen. Allerdings unterbricht man als Nutzer durch die Anfrage diese ja ohnehin schon, so dass eine Ausnutzung der visuellen Möglichkeiten des Fernsehers durch Alexa+ an der ein oder anderen Stelle durchaus wünschenswert wäre.
Wie schon kurz angemerkt erlaubt die Alexa-Integration auch Befehle, die sich auf die Steuerung des Fernsehers beziehen. So lässt sich der Ember Artline beispielsweise per Sprache ein- und ausschalten und seine Lautstärke anpassen, den Eingangskanal wechseln oder eine bestimmte Serie oder einen Film direkt abspielen. Zudem kann auch die Fire-TV-Oberfläche per Sprache bedient werden. Auch die Bilder in Amazon Photos lassen sich per Sprachbefehl anzeigen, ebenso wie das Live-Video einer Smart-Home-Kamera.
Fazit
Das matte Display des Ember Artline überzeugt mit wenigen Reflexionen und einer Streuung der Lichtquellen, die auf das Bild treffen. Diese sind zwar weiterhin als diffuse Lichter sichtbar, schränken die Wiedergabe aber weit weniger ein als bei einem spiegelnden Display. Der matte Bildschirm reduziert Spiegelungen effektiv und lässt Kunstwerke tatsächlich deutlich natürlicher und plastischer erscheinen als klassische Hochglanz-TVs. Mit einem Passepartout und einer passend zum Raum ausgewählten Darstellung ist der künstlerische Effekt, den man mit dem Ember Artline erzielen kann, nicht von der Hand zu weisen und wertet den Raum im Vergleich zu einem schwarzen Fernseher tatsächlich deutlich auf. Allerdings leuchtet das Display abends und nachts zu hell, wenn im Raum nur wenig oder keine Beleuchtung an ist. Hier schafft es der Ember Artline nicht, auf wenige Nits herunterzuregeln, um noch wie ein Gemälde auszusehen. Das ist auch einer der größten Kritikpunkte, denn zwischen einer Helligkeit von 50 und 0 Prozent ist der Unterschied nur gering. Als Gemälde leuchtet der Ember Artline abends viel zu hell.
Wem es in erster Linie um die Qualität als Fernseher geht, der greift allerdings zu einem anderen Modell, meist zu einem OLED mit höherer Helligkeit, stärkerem HDR-Effekt und besserem Kontrast. Denn der Ember Artline bietet eben nur ein normales 4K-QLED-Display mit 60 Hz und ist deshalb auch für Konsolenspieler nicht die erste Wahl.
Der Amazon Ember Artline ist insbesondere für all jene gedacht und geeignet, bei denen der Fernseher eben nicht im Vordergrund stehen und tagsüber auch nicht unbedingt sofort als solcher wahrgenommen werden soll, sondern den Raum mit seinen dargestellten Inhalten bereichern statt mit einer großen schwarzen Fläche vereinnahmen soll. Amazons neuer Smart-TV lässt sich deshalb vor allem dann gut integrieren, wenn der Fernseher nicht als zentrales Element im Raum fungiert.
Doch um seine Wirkung zu entfalten, muss der Ember Artline flach an die Wand, denn aufgestellt oder an einer alternativen VESA-Halterung geht sein Kunstwerk-Effekt fast vollständig verloren. Mitunter sieht der Ember Artline deshalb auch dort am besten aus, wo man den Fernseher normalerweise nicht platzieren würde. Ob dies mit dem Raum und der Einrichtung vereinbar ist und man hinterher trotzdem noch angenehm fernsehen kann, sollte man deshalb vor der Anschaffung überdenken. Zudem muss man bedenken, dass der Fernseher für die Darstellung eines Gemäldes auch immer 70 bis 80 Watt benötigt.
Störend ist, dass Amazon auch auf dem Ember Artline in die Fire-TV-Oberfläche großformatige Werbung integriert hat. Auch wenn sich die Plattform zu Teilen über Werbeeinnahmen finanziert, handelt es sich bei dem Ember Artline nicht um einen 20 Euro teuren Fire-TV-Stick, bei dem man die Werbung vielleicht noch bereit ist zu akzeptieren, sondern um ein 1.000 Euro (UVP) teures Gerät. So möchte man die Fire-TV-Oberfläche aber nur noch als Sprungbrett nutzen, um beispielsweise schnell in die Netflix-App zu wechseln, was auch dazu führt, dass man sich im Alltag aufgrund der Werbung gar nicht mit all ihren Optionen auseinandersetzen möchte.
Das Bild des Ember Artline bietet zwar trotz Edge-Lit einen guten Kontrast, die Homogenität könnte jedoch höher ausfallen und auch die Spitzenhelligkeit bleibt hinter aktuellen OLED- oder gar Mini-LED-TVs zurück. Bei komplett dunklem Raum und sehr dunklen Szenen gehen nicht nur Details verloren und das Schwarz wirkt ausgewaschen, sondern je nach Einstellung können auch leichte Lichthöfe zu erkennen sein. Auch der Ton des Ember Artline ist zwar gut, aber nicht berauschend. Steht die TV-Wiedergabe im Fokus, sollte man wie bei fast jedem Fernseher über eine zusätzliche Soundbar nachdenken.
Die Montage des Ember Artline mit seiner speziellen Wandhalterung, die eine komplett an der Wand anliegende Befestigung erlaubt, ist sehr gut umgesetzt. Kritik gibt es nur an der Kabelführung. Denn der Fernseher bietet an der Rückseite zwar Kabelkanäle, aber diese bieten keinerlei Möglichkeit zur Fixierung der Kabel. Verstellt man häufiger die Ausrichtung des Fernsehers, muss man sich entweder selbst mit Klebestreifen helfen oder die Kabel jedes Mal wieder in der Führung halten, wenn man den Ember Artline wieder an die Wand drückt. Hier wären kleine Abdeckungen an ein paar Stellen auf dem Weg des Kabels sehr hilfreich. Generell gilt jedoch, dass man versuchen sollte, Kabel bestmöglich zu verstecken, denn jedes Kabel reduziert den Gemälde-Effekt des TVs. Zumindest ein farblich passender Kabelkanal für das Stromkabel, wenn es keine eingelassene Steckdose hinter dem Fernseher gibt, ist deshalb Pflicht.
ComputerBase hat den Ember Artline 55″ leihweise von Amazon zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.
(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.
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Geringe Stückzahl zum Start: Apple macht iPhone Fold unfreiwillig attraktiv für Scalper

Das erste faltbare iPhone soll nach der Ankündigung im September zunächst nur in kleiner Stückzahl verfügbar sein und erst im Laufe des vierten Quartals an Fahrt aufnehmen. Apple habe die aufwendigere Produktion des Smartphones nicht rechtzeitig für die zum Start im dritten Quartal benötigten Stückzahlen hochfahren können.
Das geht aus einem Bericht des Branchenanalysten Ming-Chi Kuo hervor, wonach sich Apples Produktionsmenge des faltbaren Smartphones auf 7 bis 8 Millionen Einheiten im zweiten Halbjahr 2026 belaufen soll. Von dieser Gesamtmenge sollen aber nur 0,5 bis 1 Million Einheiten schon im dritten Quartal und damit zur Ankündigung verfügbar sein.
Apple-Event am 8. oder 9. September
Laut Mark Gurman von Bloomberg soll das Apple-Event dieses Jahr am 8. oder 9. September stattfinden, da auf den üblicherweise reservierten Dienstag dieses Jahr Labor Day fällt. Vorbestellungen für die neuen iPhone-Modelle könnte Apple bereits ab dem 10. September entgegennehmen.
iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max
Zum nächsten Apple-Event werden neben dem ersten faltbaren iPhone auch iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max erwartet. Das nächste „normale“ iPhone 18 soll hingegen erst im Frühjahr 2027 auf den Markt kommen. Vom iPhone 18 Pro (Max) erwartet Ming-Chi Kuo mit 20 bis 22 Millionen Einheiten eine deutlich höhere Menge und reguläre Verfügbarkeit.
Vorbestellungen könnten später starten
Herausforderungen in der Fertigung seien ähnlich wie beim iPhone X vor neun Jahren der Grund für die zum Start eingeschränkte Verfügbarkeit des „iPhone Fold“, das auch als „iPhone Ultra“ gehandelt wird. Die reduzierte Produktionsmenge könnte sogar dazu führen, dass Apple direkt nach Ankündigung noch gar keine Vorbestellungen akzeptiert, sondern diese ins vierte Quartal verschiebt, um bis dahin weiter die Lager zu füllen. iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max sollen sich frühzeitig vorbestellen lassen.
Scalper in Lauerstellung
Ming-Chi Kuo geht davon aus, dass der Startpreis des faltbaren iPhones bei 2.300 bis 2.500 US-Dollar vor Steuern liegen wird. Aus Gesprächen mit Mobilfunkanbietern, Händlern und Zwischenhändlern leitet der Analyst für das „iPhone Fold“ eine hohe Nachfrage für das Kalenderjahr 2026 ab und erkennt zugleich die Gefahr, dass Scalper aufgrund der zunächst geringen Verfügbarkeit zu Beginn 50 bis 100 Prozent höhere Preise verlangen könnten. Im Zeitraum Ende 2026 bis erstes Quartal 2027, nachdem die Produktion gesteigert wurde, soll sich schließlich abzeichnen, wie hoch die Nachfrage tatsächlich ausfällt.
Apps & Mobile Entwicklung
Inoffizieller Weltrekord: E-Drohne aus Deutschland fliegt erstmals 699 km/h schnell
Mit 699 km/h hat der Technologiedemonstrator Apex Recordhunter von Quantum Systems bei internen Tests eine neue Bestmarke für elektrisch angetriebene Drohnen erreicht. Das Münchner Unternehmen will den Rekord in den kommenden Wochen offiziell bestätigen lassen – und die Technik später für schnellere Abfangdrohnen nutzen.
699 km/h im Horizontalflug
Erreicht wurde die Geschwindigkeit bereits am 26. Juni bei internen Tests. Nach Angaben von Quantum Systems flog der Apex Recordhunter dabei mit bis zu 699 km/h im geraden Horizontalflug.
Zum Vergleich: Der Guinness-Rekord für einen batteriebetriebenen Quadrocopter liegt derzeit bei 657,59 km/h. Ein vollelektrisches Flugzeug von Rolls-Royce erreichte bei Rekordflügen zudem kurzzeitig rund 623 km/h.
Das Unternehmen spricht deshalb von einem neuen Weltrekord für das schnellste batterieelektrisch angetriebene Fluggerät, weist zugleich aber darauf hin, dass die offizielle Bestätigung noch aussteht. Der formelle Rekordversuch soll in den kommenden Wochen erfolgen.
Weitere technische Details und offiziell verifizierte Ergebnisse will Quantum Systems anschließend veröffentlichen. Zu Antrieb, Akku, Gewicht oder Größe des Fluggeräts macht der Hersteller in der aktuellen Mitteilung noch keine näheren Angaben.
Der Apex Recordhunter wurde innerhalb eines Jahres vom N3XT-Team von Quantum Systems entwickelt. Das Projekt dient ausdrücklich als Technologiedemonstrator und soll ausloten, welche Geschwindigkeiten mit batterieelektrischem Flug möglich sind.
Technik soll in andere Drohnen einfließen
Bei einem reinen Rekordprojekt soll es allerdings nicht bleiben. Mehrere beim Apex Recordhunter entwickelte Technologien könnten laut Quantum Systems in künftige Programme für Abfangdrohnen einfließen.
Quantum Systems begründet die Entwicklung schnellerer Systeme mit zunehmend schnellen und manövrierfähigen Bedrohungen aus der Luft. Die Projekte haben damit einen klaren militärischen Hintergrund. Das Unternehmen entwickelt unbemannte Systeme für Verteidigung, Sicherheit und aber auch zivile Anwendungen.
Damit dient die Rekordjagd zugleich als Entwicklungsprogramm für künftige unbemannte Fluggeräte. Quantum Systems kündigt bereits an, noch schneller werden zu wollen. Konkrete Ziele für den nächsten Versuch nennt das Unternehmen bislang aber nicht.
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