Connect with us

Künstliche Intelligenz

Missing Link: Digitaler Neustart des Sozialstaats soll Zettelwirtschaft beenden


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Deutschland leistet sich einen der umfassendsten Sozialstaaten der Welt. Doch das System droht unter seiner eigenen Last zu erstarren. Viele Bürger blicken kaum noch durch, welche Leistungen ihnen in welcher Lebenslage zustehen; die Sachbearbeiter in den Behörden arbeiten an der Grenze ihrer Belastbarkeit. Das Sozialstaatsgebilde ist über Jahrzehnte organisch gewachsen und hat dabei eine Komplexität erreicht, die nicht nur für die Betroffenen frustrierend ist, sondern auch zu massiven Effizienzverlusten führt. In dieser angespannten, durch den Fachkräftemangel in der Verwaltung verschärften Lage hat die im September 2025 eingesetzte Kommission zur Sozialstaatsreform (KSR) vor Kurzem ihren Abschlussbericht vorgelegt.

Weiterlesen nach der Anzeige

Das Gremium, das mit Vertretern der Bundesressorts, Länder und kommunalen Spitzenverbände besetzt ist, verstand seinen Auftrag als Weckruf für einen „digitalen Neustart“. Es geht also nicht nur ums Nachjustieren an bestehenden Gesetzen, sondern um eine fundamentale Neuausrichtung.

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) fasst die Ambition so zusammen: „Unser Sozialstaat muss gerechter, einfacher und digitaler werden. Dafür hat die Sozialstaatskommission ein ambitioniertes Paket an Empfehlungen vorgelegt, um die Sozialverwaltung und das Sozialrecht bürgerfreundlicher zu gestalten.“ Ziel ist es, den Sozialstaat als handlungsfähige Institution erlebbar zu machen, die Menschen im Alltag unterstützt, statt sie durch bürokratische Hürden zu entmutigen.

Bisher galt Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung oft als ein nachgelagertes Projekt, eine Art Sahnehäubchen auf bestehenden analogen Prozessen. Die KSR bricht mit dieser Logik und widmet der digitalen Organisation in dem Report ein eigenes, zentrales Kapitel. Sie sieht digitale Verfahren nicht mehr als ergänzendes Modernisierungsprojekt, sondern als Bedingung für effizientere Abläufe. Ohne einen technologischen Sprung wird das soziale Schutzniveau angesichts schrumpfender personeller Ressourcen in den Behörden schlicht nicht zu halten sein.

Das Herzstück der skizzierten Transformation ist die konsequente „Ende-zu-Ende-Digitalisierung“ der Antrags- und Verwaltungsverfahren. Aktuell ist die Sozialverwaltung durch eine stark fragmentierte IT-Landschaft mit zahllosen Fachverfahren geprägt, die kaum miteinander kommunizieren.

Um dieses Manko zu beseitigen, schlägt die Kommission den Einsatz des auch anderweitig bereits viel diskutierten Deutschland-Stack vor: einer technisch souveränen Technologieplattform, die einheitliche Standards und Schnittstellen für alle staatlichen Anwendungen vorgibt. Sie soll modulare Basisdienste wie Cloudleistungen, Authentifizierungsdienste und eine bidirektionale Postfachfunktion bereitstellen. Diese müssten Bund, Länder und Kommunen gleichermaßen verwenden.

Weiterlesen nach der Anzeige

Für die Bürger soll sich der Zugang zum Sozialstaat radikal vereinfachen. Anstatt sich durch einen Dschungel aus verschiedenen Ämtern und Webseiten zu kämpfen, wird dem Bericht nach ein einziges digitales Zugangsportal zur wesentlichen Anlaufstelle. Über dieses Portal sollen sämtliche Interaktionen abgewickelt werden – von der Information über mögliche Ansprüche über die Antragstellung bis zum Abruf von Bescheiden. Perspektivisch könnten darüber sogar Leistungen ausgezahlt werden. Dieses One-Stop-Shop-Prinzip soll durch eine Anschluss- und Nutzungspflicht für alle föderalen Ebenen verbindlich abgesichert werden.

Dabei geht es um mehr als eine schicke Benutzeroberfläche. Die Kommission fordert die Umsetzung des Once-only-Prinzip. Das bedeutet: Wenn Daten einmal bei einer Behörde hinterlegt sind, müssen sie nicht bei jedem Folgeantrag erneut eingereicht werden. Nicht die Bürger sollen laufen, sondern die Bits und Bytes: die Behörden tauschen die benötigten Informationen im Hintergrund untereinander aus.

Ein zentraler Hebel dafür ist die Nutzung der steuerlichen Identifikationsnummer (Steuer-ID) als registerübergreifendes Identitätsmerkmal. Nur damit lässt sich laut der KSR sicherstellen, dass Personen über verschiedene Systeme hinweg eindeutig zugeordnet werden können. Das sei die Basis für automatisierte Prozesse.

Doch ein solcher Ansatz ist für Datenschützer seit Langem ein rotes Tuch. Bereits mit dem Registermodernisierungsgesetz sei die Steuer-ID zu einer Identifikations- und Bürgernummer für allgemeine Zwecke außerhalb der Finanzverwaltung geworden, monierte etwa der damalige Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber 2023. Schon dies komme der Einführung eines bereichsübergreifenden Personenkennzeichens gleich, was das Bilden von Profilen „übermäßig“ erleichtere und so „den besonders geschützten geistigen Innenraum“ der Bürger gefährde. Es gebe keine hinreichenden Hürden, um Missbrauch effektiv zu verhindern.

2021 waren etwa auch Forscher, Sachverständige und Bürgerrechtler gegen die Registerreform Sturm gelaufen. Mit dem KSR-Vorstoß könnte diese an sich schon verfassungsrechtlich kritische Situation deutlich verschärft werden.

Ein anderer kontroverser Punkt ist der empfohlene verstärkte Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Automatisierung in der Verwaltung. Die KSR rät, rein regelgebundene Prozesse ohne Ermessensspielraum weitestgehend automatisiert ablaufen zu lassen.

Was soll da schon schiefgehen? Die niederländischen Behörden wollten mit einem System zur automatisierten Risikoerkennung schon einmal herausfinden, ob und welche Bürger den Staat möglicherweise betrügen, indem sie zu Unrecht Wohngeld, Arbeitslosengeld oder sonstige Sozialleistungen beziehen, Steuerbetrug begehen oder schwarzarbeiten. Mit dieser „System Risk Indication (SyRI)“ errichteten die Niederlande nach Ansicht des UN-Sonderbeauftragten für extreme Armut und Menschenrechte, Philip Alston, einen „Überwachungsstaat für die Armen“. Er unterstützte daher eine Klage von Menschenrechtsgruppen und betroffener Bürger gegen dieses gesellschaftliche Scoring-Verfahren.

In komplexeren Fällen, in denen Ermessensentscheidungen zu treffen sind, soll KI die Sachbearbeiter laut der KSR daher nur unterstützen. Die endgültige Entscheidung müsse hier stets in menschlicher Hand verbleiben, verlangt sie. Dies würde Kapazitäten freisetzen, damit sich die Beschäftigten in den Behörden wieder intensiver um die individuelle Beratung und Begleitung kümmern könnten.

Ein weiterer wichtiger Baustein in der technologischen Vision der Kommission ist die Integration der European Digital Identity Wallet (EUDI), die ab 2027 europaweit zur Verfügung stehen soll. Diese digitale Brieftasche auf dem Smartphone soll weit mehr sein als ein bloßer Ersatz für den Personalausweis. Die Kommission pocht darauf, zentrale Nachweise systematisch für die Bereitstellung über die EUDI-Wallet aufzubereiten, um Identifikation und Nachweiserbringung zu einem integrierten Bestandteil staatlicher Verfahren zu machen.

Als konkreten ersten Schritt schlagen die Experten vor, den Schwerbehindertenausweis zu digitalisieren und so zu gestalten, dass er den EUDI-Anforderungen entspricht. Dafür soll der Bund zeitnah eine rechtliche Grundlage schaffen. Aus technischer Sicht bietet die EUDI-Wallet die Chance, das Once-only-Prinzip auf ein neues Level zu heben. Anstatt Dokumente einzuscannen oder mühsam per Post zu versenden, könnten Bürger benötigte Nachweise direkt aus ihrer Wallet gesichert an die Sozialbehörden übermitteln.

Doch hier droht Widerstand von Bürgerrechtsorganisationen. Die American Civil Liberties Union (ACLU), der Electronic Frontier Foundation (EFF) und Epicenter.works erheben schon jetzt schwere Vorwürfe gegen die geplante EUDI-Implementierung. Sie befürchten, dass ausstellende Behörden prinzipiell in der Lage sein könnten, jede Nutzung der digitalen Identität nachzuverfolgen. Eine solche „Phone-Home-Funktion“ müsse zwingend ausgeschlossen werden, unterstreichen die Vertreter der Zivilgesellschaft. Es dürfe keinen Akteur geben, der Interaktionen zentral beobachten und Informationen aus E-Government, Bankgeschäften oder Logins bei sozialen Netzwerken verknüpfen könne.

Dazu kommt der Vorwurf von Epicenter.works, die EU-Kommission versuche eine lebenslange Personenkennziffer „durch die Hintertür“ einzuführen. Obwohl sich der Gesetzgeber eigentlich gegen eine „eindeutige und dauerhafte Kennung“ bei Online-Brieftaschen entschieden hatte, scheine die Brüsseler Regierungsinstitution diesen Ansatz bei der Umsetzung der Verordnung immer wieder aufzugreifen.



Source link

Künstliche Intelligenz

Nach 20 Jahren: Wikinews wird zum 4. Mai in Lese-Modus versetzt


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die 31 Sprachversionen des Wikipedia-Schwesterprojekts „Wikinews“ werden nach mehr als zwei Jahrzehnten geschlossen. Nach einem Beschluss des Stiftungskuratoriums der Wikimedia Foundation soll das Projekt zum 4. Mai in einen reinen Lese-Modus versetzt werden, da es die Erwartungen der Stiftung nicht erfüllt habe. Die Inhalte seien zudem redundant im Vergleich zu den oft in Echtzeit aktualisierten Informationen in Wikipedia-Artikeln.

Weiterlesen nach der Anzeige

Der Schritt folgt auf eine längere Phase interner Diskussionen: Eine Task Force der Stiftung hatte bereits 2025 empfohlen, alle Wikinews-Ausgaben zu schließen. Als Gründe nannte sie unter anderem eine geringe Nutzung durch Leser, große Lücken in der thematischen Abdeckung und Zweifel an der langfristigen Relevanz. Die Empfehlung löste eine Debatte in der Community aus, ob das Wikinews-Projekt eventuell mit strukturellen Änderungen weitergeführt werden könne.

Wikimedia hatte Wikinews 2004 gestartet, um eine offene Plattform für sogenannten Graswurzeljournalismus unter Creative-Commons-Lizenzen zu schaffen. Trotz anfänglicher Aufmerksamkeit konnte das Wikinews-Projekt nicht an die Nutzungszahlen der anderen Wikimedia-Projekte anknüpfen. Bereits 2018 äußerte die damalige Wikimedia-Geschäftsführerin Katherine Maher im im Interview mit heise online Zweifel an der Idee, mehr Ressourcen in die Plattform zu investieren. Der Wikipedia-Mitgründer Jimmy Wales widmete sich damals bereits anderen journalistischen Projekten.

Zuletzt belief sich die Zahl der aktiven Autorinnen und Autoren in allen Wikinews-Sprachversionen auf etwas über 700. Die deutsche Sprachversion von Wikinews enthält heute über 14.000 Artikel und gehörte im internationalen Vergleich zu den aktivsten Ausgaben. Die weiterhin verfügbaren Artikel mit einer Gesamtgröße von knapp 120 MByte können auch gebündelt heruntergeladen werden.


(hag)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

IGEL holt Container, KI und mehr in die Thin-Client-Welt


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Im Rahmen ihrer Hauskonferenz Now & Next setzt die deutsche Firma IGEL Technologies neue Impulse rund um ihr Thin-Client-Angebot. Während das Unternehmen bisher vor allem für das eigene Betriebssystem IGEL OS bekannt ist, sollen künftig Container und die Laufzeitumgebungen Docker und Podman auf dem Thin Client eine Rolle spielen. Laut den Ankündigungen betritt der Software-Hersteller gleich eine Reihe neuer Gebiete, sowohl auf Betriebssystemebene als auch im Hinblick auf neue Marktsegmente wie Operational Technology (OT).

Weiterlesen nach der Anzeige

IGEL OS basiert auf Linux im Zusammenspiel mit Mechanismen wie UEFI Secure Boot. Die typische Anwendung liegt in den Bereichen VDI (Virtual Desktop Infrastructure), DaaS (Desktop as a Service) sowie Browser-basierten Anwendungen. Hardwareseitig blieb das bislang x86-Anwendern vorbehalten. Nun möchte IGEL zunächst auch den Einsatz von Containern auf dem Thin Client ermöglichen. Anwender können dazu mit den IGEL Managed Containers (IMC) zunächst Podman als Laufzeitumgebung nutzen.

Damit das funktioniert, müssen IGEL-Admins aber einige Konfigurationen in der Universal Management Suite (UMS) vornehmen. Dazu gehört das Freischalten der benötigten Repos von Container-Abbildern; des Weiteren das Freischalten für Benutzer beziehungsweise Endgeräte. Letzteres bezieht sich auf die tatsächlichen Container-Instanzen. Laut Matthias Haas, CTO bei IGEL Technologies, geht es momentan nur um einzelne lokale Container – entweder auf dem Desktop oder im Edge-Bereich.

Wie aber passen Container in das Konzept von Thin Clients, auf denen lokal keine wichtigen Daten vorliegen? IGEL bedient sich hier eines kleinen Kunstgriffs. Die Container-Daten liegen auf einer separaten verschlüsselten LVM-Partition (Logical Volume Manager). Damit bleibt das IGEL OS „sauber“ und „zustandslos“. Für diese LVM-Partition gibt es eine zentrale Verwaltung der Schlüssel. So lässt sich das Ausführen von Containern auf dem Endgerät erlauben oder auch verbieten. Das Gleiche gilt für den Zugriff auf die entsprechenden Daten. Die IGEL Managed Containers will das Unternehmen noch im Sommer dieses Jahres zur Verfügung stellen.

Mit dem IGEL Managed Hypervisor (IMH), einem KVM-basierten Hypervisor, will IGEL Technologies künftig auch unterhalb der Betriebssystemebene Fuß fassen. Der IMH erfüllt gleich mehrere Aufgaben und dient als Basis für neue Thin-Client-Funktionen. Dazu zählt unter anderem das Freischalten von beliebigen einzelnen Windows-Anwendungen für den IGEL-Desktop. Im Hintergrund läuft eine virtuelle Maschine mit dem Microsoft-Betriebssystem – angebunden über das RDP-Protokoll (Remote Desktop Protocol). Die Daten der VM liegen – analog zu den IGEL Managed Containers – auf einer separaten verschlüsselten LVM-Partition. Die Verwaltung des Gesamtkonstrukts erfolgt ebenfalls über die UMS. Dazu gehören auch das Implementieren von E/A-Richtlinien, das Abschalten von Netzwerk oder anderen Schnittstellen, sowie das Umleiten von Daten über Proxies oder Firewalls. All das geschieht außerhalb der virtuellen Maschine und erfordert keine Neukonfiguration.

Ein weiterer Anwendungsfall für IMH liegt im Bereich Operational Technology (OT). Hier geht es um das Weiterverwenden von veralteten Betriebssystemen oder das Nachbilden von Hardware, die es physisch nicht mehr gibt. Matthias Haas zufolge benötigen solche alten OT-Systeme nur sehr selten eine Netzwerkverbindung, sodass sich beispielsweise auch der Einsatz von Windows XP weniger unsicher gestaltet. Außerdem erlaubt die Virtualisierung auch bessere Möglichkeiten für Sicherung und Wiederherstellung des OT-Systems. Der IMH ist bereits seit 2025 verfügbar. Basierend auf den Rückmeldungen der Kunden entwickelt IGEL Technologies den Hypervisor kontinuierlich weiter. Neu hinzugekommen ist nun die Möglichkeit, eine Sicherungskopie zu erstellen und ein Endgerät damit komplett neu zu installieren. Zeitgesteuerte Sicherungen, die Verwaltung sogenannter Goldener Abbilder (Golden Images) oder die (Neu-)Installation von vielen Endgeräten sind geplant.

Weiterlesen nach der Anzeige

Gemeinsam mit Qualcomm arbeitet IGEL Technologies zudem an einer Portierung der Thin-Client-Software auf ARM. Die Wahl fiel auf Qualcomm weil dessen Chips oft in Industriezweigen wie Automotive oder dem Gesundheitswesen zum Einsatz kommen. Mit der Unterstützung von ARM stärkt IGEL Technologies so seine Ambitionen im OT-Bereich. Konkret geht es im ersten Schritt um Geräte mit einem Bildschirm oder Zugriff per Browser, später sollen auch Tablets folgen. Weitergehende Informationen finden sich auch in der Ankündigung zu IGEL OS for ARM aus dem vergangenen Herbst.


(map)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Studio Display XDR für Ärzte: Apple bekommt Zulassung von US-Gesundheitsaufsicht


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Mediziner, die Apple-Technik in der Praxis einsetzen, können das kürzlich erschienene Studio Display XDR in einem ersten Markt auch professionell nutzen: Der Bildschirm bekam in den Vereinigten Staaten nun die Zulassung der Food and Drug Administration (FDA) zum Einsatz in der Radiologie. Damit kann der Screen in der Diagnostik verwendet werden. Laut Apple-Marketingchef Greg Joswiak muss dazu auf dem Mac macOS 26.4 laufen. „Das heißt, dass Radiologen jetzt den weltbesten Pro-Bildschirm im Bereich der allgemeinen Radiologie einsetzen können.“ Es sei „fantastisch, diese Überschneidung von Gesundheit und Technik zu sehen“, lobte er.

Weiterlesen nach der Anzeige

Das Studio Display XDR ist einer von zwei neuen Bildschirmen, die Apple im März vorgestellt hatte. Während das Studio Display 2026 nur minimale Verbesserungen wie Thunderbolt 5 erhielt, kommt das Studio Display XDR mit bis zu 2000 Lux, 120 Hertz und 2304 Mini-LEDs als Backlight. Diese Funktionen sind es auch, die die medizinische Nutzung erlauben. So wird der DICOM-Standard für die Anzeige von Inhalten aus bildgebenden Verfahren ebenso unterstützt wie eine Kalibrierung mit Medical-Imaging-Calibrator.

Günstig ist das Studio Display XDR zwar mit mindestens 3399 Euro (ohne Ständer und mit VESA-Mount) nicht, doch im Wettbewerb mit professionellen Bildschirmen für den medizinischen Bereich ist dieser Preis geradezu ein Schnäppchen – besonders wenn man 5K-Auflösung und Helligkeit einberechnet. Allerdings ist der Screen mit 27 Zoll relativ klein geraden, das Pro Display XDR, zuletzt völlig veraltet, hatte Apple mit seinen knapp 32 Zoll ersatzlos aus dem Programm gestrichen.

Apple hatte bereits zuvor mitgeteilt, dass man DICOM-Fähigkeit und medizinische Kalibrierung anstrebt, mit der FDA-Zulassung sind sie nun offiziell. Für DICOM bietet macOS in der aktuellen Version passende Presets, die sich durch die Systemeinstellungen auswählen lassen. Apple bereitet offenbar auch eine Zertifizierung in weiteren Ländern vor, darunter vermutlich Europa. Auch hier könnte der Konzern mit dem Screen im Radiologie-Bereich punkten.

Das Studio Display XDR spielt seine Vorteile allerdings nur mit passenden Macs aus. So sind nur Apple-Silicon-Geräte überhaupt kompatibel, 120 Hertz unterstützen nur neuere Macs beziehungsweise bessere ausgestattete Maschinen. M1, M1 Pro, M1 Max, M1 Ultra, M2 und M3 stellen nur 60 Hertz dar.

Weiterlesen nach der Anzeige


(bsc)



Source link

Weiterlesen

Beliebt