Künstliche Intelligenz
MIT kontrolliert Roboterhand mit Ultraschall-Gerät am Handgelenk
Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben ein Steuerungsgerät entwickelt, das am Handgelenk getragen die natürlichen Bewegungen einer menschlichen Hand auf eine Roboterhand überträgt. Die Forscher nutzen dazu kleine Ultraschallsensoren, um die Handbewegungen zu erfassen. Bisherige Techniken über Kameras, Datenhandschuhe und Muskelsignalerfassung hatten sich als zu kompliziert oder ungenau erwiesen.
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Die Bewegungen einer menschlichen Hand ergeben sich aus dem Zusammenspiel von etwa 34 Muskeln, 27 Gelenken und mehr als 100 Sehnen und Bändern. Um diese Bewegungen präzise erfassen und auf eine Roboterhand übertragen zu können, wurden bisher verschiedene Techniken entwickelt, die allerdings einige Nachteile aufweisen. So ist die Bewegungserfassung über Kameras komplex und anfällig für visuelle Störungen. Datenhandschuhe stören die Empfindungen und schränken außerdem die natürlichen Handbewegungen ein. Eine dritte Technik, die Handbewegungen über elektrische Muskelsignale erfasst, hat sich als störanfällig gegenüber Fremdsignalen und zu unempfindlich erwiesen, um auch subtile Bewegungen zu erfassen.
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Das Video zeigt die Technik und Funktion des Ultraschallarmbands des MIT zur Bewegungserfassung von menschlichen Händen.
Bewegungserfassung über Ultraschall-Aufnahmen
Das Steuergerät des MIT hat etwa die Größe eines Smartphones und wird mit einem Band an der Innenseite des Unterarms oberhalb des Handgelenks befestigt. Es nutzt miniaturisierte Ultraschall-Sensoren, um die Bewegungen von Muskeln, Sehnen und Bändern des Handgelenks zu erfassen, wie die Forscher in der Studie „Hand tracking using wearable wrist imaging“ schreiben, die in Nature Electronics erschienen ist. Die Forscher machen über die Sensoren kontinuierlich Ultraschall-Aufnahmen des Zustands des Bewegungsapparates des Handgelenks. Mit den so erfassten unterschiedlichen Positionen von Muskeln, Gelenken, Sehnen und Bändern trainierten die Forscher eine Künstliche Intelligenz (KI), um daraus die tatsächlichen Bewegungen der Hand, etwa in Form von Gesten, in Echtzeit ableiten und auf eine Roboterhand übertragen zu können.
Die Forscher testeten das System an acht Probanden. Dabei konnten Handbewegungen meist präzise erkannt werden. Die Gebärden der 26 Buchstaben der US-amerikanischen Gebärdensprache erkannte das System problemlos. Auch andere subtile Bewegungsabläufe, wie etwa das Halten eines Stiftes, das Greifen eines Tennisballs, Pinch- und Zoom-Gesten, konnte das System erfassen, um damit eine Roboterhand und Aktionen in virtuellen Umgebungen steuern zu können. Das System erwies sich auch als präzise genug, um das Spielen eines Klaviers zu erfassen.
Die MIT-Wissenschaftler sehen als Anwendungen für ihre Technik, neben der Steuerung von Prozessen in virtuellen Umgebungen, vor allem das feinmotorische Training humanoider Roboter. Mittels der mit dem Ultraschallarmband erfassten Bewegungsdaten einer menschlichen Hand können Roboterhände präzise auf die Ausführung schwieriger Aufgaben trainiert werden. Darunter fallen etwa medizinische Operationen oder komplexe Fertigungsprozesse, zu denen herkömmlicherweise eine hohe Feinmotorik benötigt wird.
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(olb)
Künstliche Intelligenz
Angebote für Mini-PC & Laptop im Check: Echte Tiefstpreise und bis 20 % Rabatt
Rund um den Prime Day locken Online-Händler mit Rabatten auf Mini-PCs & Laptops. Doch handelt es sich dabei auch um gute Deals? Wir überprüfen die Angebote.
Mini-PCs sind die perfekte Alternative für alle, die wenig Platz haben, aber nicht auf Computerleistung verzichten wollen. Zum Prime Day (23. bis 26. Juni) purzeln die Preise bei Amazon – aber auch andere Online-Händler machen mit. Neben den Mini-PCs rufen Händler auch bei Laptops attraktive Preise auf. Doch Vorsicht: Nicht jedes vermeintliche Schnäppchen hält, was es verspricht. Manche Anbieter erhöhen kurz vor Aktionen die Preise, um dann mit scheinbar hohen Rabatten im Vergleich zum vorherigen Preis zu locken.
Mit unseren über 80 durchgeführten Mini-PC-Tests haben wir einen umfassenden Überblick über den Markt und können auch Modelle einschätzen, die wir bisher nicht getestet haben. Wir prüfen den Preisverlauf mit dem Preisvergleich und dem Browser-Tool Keepa, um echte Deals von Marketing-Tricks zu unterscheiden. Wir berücksichtigen nur Produkte mit hoher Ersparnis oder Tiefstpreisen.
Hinweis: Die hier genannten Preise entsprechen dem Stand der letzten Aktualisierung. Preise können sich jederzeit ändern, besonders die bei Amazon beliebten Anklick-Coupons, die teils mehrere hundert Euro Rabatt bedeuten können, verschwinden manchmal überraschend. Wir versuchen diesen Artikel im Verlauf des Prime Days immer wieder zu aktualisieren, ein regelmäßiger Blick lohnt sich also.
Top 5: Die besten Angebote für Laptops & Mini-PCs
- Laptop Acer Aspire Go 15 (AG15-42P-R8SZ) mit 15,6 Zoll IPS, 1920 x 1080 Pixel, AMD Ryzen 7 5825U, 16/512 GB für 485 Euro statt 768 Euro (-37 %)
- Mini-PC Acemagic M1 mit AMD Ryzen 7 7735HS, 24/512 GB, mit unserem Code HEISEP5Y1 für 427 Euro statt 580 Euro (-26 %)
- Laptop Lenovo IdeaPad Slim 3 15ARP10 mit 15,3 Zoll, WUXGA, AMD Ryzen 5 150, 16/1000 GB, USB 3.0 Typ-C, HDMI 1.4 und Wifi 7 für 450 Euro statt 599 Euro (-25 %)
- Laptop Acer Aspire Go 15 AG15-42P-R8UL mit 15,6 Zoll IPS, 1920 x 1080 Pixel, AMD Ryzen 7 5825U, 16/512 GB, USB 3.1 Typ-C und Wifi 6 für 499 Euro statt 599 Euro (-17 %)
- Mini-PC Acer Revo RB102 mit Intel Core 5 120U, 16/512 GB, HDMI, Displayport, USB 3.1 Typ-C, 2x LAN und Wifi 6 für 399 Euro statt 473 Euro (-16 %)
Die besten Mini-PC-Angebote bis 300 Euro
Im Preissegment bis 300 Euro gibt es eine klare Abstufung: Bereits ab 150 Euro sind Mini-PCs erhältlich, die für grundlegende Aufgaben wie Dokumentenbearbeitung, Steuererklärungen und Web-Browsing völlig ausreichen. In dieser Einstiegsklasse dominiert Intel mit Chips der Alder-Lake-N-Reihe den Markt. Der N100 gilt dabei als Goldstandard im Budget-Bereich, seltener finden sich die etwas stärkeren N95 oder N97.
- Acemagician K1 mit AMD Ryzen R2544, 8/256 GB, HDMI 2.0, Displayport 1.4, USB 3.2 Gen1 Typ-C und Wifi 5 mit unserem Code HEISEDCQN für 249 Euro statt 280 Euro (-11 %)
- Acemagician P1 mit AMD Ryzen R2544, 8/256 GB und USB 3.2 Typ-C für 270 Euro statt 284 Euro (-5 %)
- Bmax B4 Plus mit Inel N95, 12/512 GB, 2x HDMI 2.1, USB-C, LAN und Wifi 5 für 237 Euro statt 250 Euro (-5 %)
- Bmax Mini B1 Plus mit Intel Celeron J3355, 6/128 GB, zwei SSD-Slots (1x SATA, 1x NVMe), 2x HDMI 1.4, LAN und Wifi 5 für 158 Euro (Tiefstpreis)
- GMKtec G3 Pro mit Intel Core i3-1011U, 16/256 GB, 1x HDMI 1.4, LAN und Wifi 6 für 269 Euro (Tiefstpreis)
- GMKtec G10 mit AMD Ryzen 5 3500U, 16/512 GB, 2x USB-C (1x nur für Stromversorgung, 1x mit DP/Daten/PD), HDMI 2.1, Displayport 1.4, 2,5G-LAN und Wifi 5 für 275 Euro (Tiefstpreis)
Die besten Mini-PC-Angebote bis 600 Euro
In der mittleren Preisklasse dominieren AMD Ryzen-Prozessoren den Markt. Ab etwa 500 Euro beginnt der Bereich, in dem auch Gaming möglich wird – dank der leistungsstarken integrierten Radeon 780M Grafikeinheit der Ryzen 7000-Serie. Diese ermöglicht sogar das Spielen aktueller Titel in Full-HD mit mittleren Einstellungen, ganz ohne stromhungrige dedizierte Grafikkarte.
AMD hat hier einen entscheidenden Vorteil gegenüber Intel: Die integrierten Grafikeinheiten sind deutlich leistungsfähiger. Während Intel-Chips oft in Benchmarks gute Werte erzielen, zeigt sich in der Praxis häufig eine schwächere Leistung. Die Kombination aus Leistung und Effizienz macht AMD-basierte Mini-PCs in diesem Segment besonders attraktiv – sie bleiben kühl, leise und sparsam.
Für dieses Budget sind 16 GB RAM und 512 GB SSD-Speicher der Mindeststandard, die Tendenz geht eher zu 32 GB RAM und 1 TB an SSD-Speicher. Diese Mini-PCs sind ideal für produktives Arbeiten, Content Creation und moderates Gaming.
- Acemagic M1 mit AMD Ryzen 7 7735HS, 24/512 GB, mit unserem Code HEISEP5Y1 für 427 Euro statt 580 Euro (-26 %)
- Acer Revo RB102 mit Intel Core 5 120U, 16/512 GB, HDMI, Displayport, USB 3.1 Typ-C, 2x LAN und Wifi 6 für 399 Euro statt 473 Euro (-16 %)
- Acemagic K1 mit AMD Ryzen 5 7430U, 16/512 GB, USB 3.2 Gen2 Typ-C, HDMI 2.0, Displayport 1.4 und Wifi 6 mit unserem Code HEISEACEK1 für 359 Euro statt 399 Euro (-10 %)
- Acemagic M1 mit AMD Ryzen 7 7735HS, 16/512 GB, HDMI 2.0, Displayport 1.4, USB 3.2 Gen2 Typ-C, 2,5G-LAN und Wifi 6 mit unserem Code HEISEM17735 für 409 Euro statt 450 Euro (-9 %)
- Acemagic K1 mit Intel Core i5-12600H, 16/512 GB, USB 3.2 Gen2 Typ-C, HDMI 2.0, Displayport 1.4 und Wifi 6 mit unserem Code HEISEDVS3 für 419 Euro statt 450 Euro (-7 %)
- GMKtec M7 Ultra mit AMD Ryzen 7 PRO 6850U, 16/1000 GB, HDMI 2.1, Displayport 2.0, 2x USB4, 2x 2,5G-LAN und Wifi 6E für 452 Euro statt 476 Euro (-5 %)
- Acemagic K1 mit Intel Core i5-12600H, 32/1000 GB, USB 3.2 Gen2 Typ-C, HDMI 2.0, Displayport 1.4 und Wifi 6 mit unserem Code HEISE4N24 für 512 Euro (Tiefstpreis)
- Medion Picoworx T80 SFF mit Intel Core i5-13500HX, 32/1000 GB, USB 3.0 Typ-C, HDMI 2.0, Displayport 1.4, LAN und Wifi 6 ohne Betriebssystem für 529 Euro (Tiefstpreis)
Die besten Mini-PC-Angebote ab 700 Euro
Ab 700 Euro sind die leistungsstärksten Kompaktrechner zu finden. Hier dominieren AMD Ryzen 7000/8000-Prozessoren mit ihrer hervorragenden Grafikleistung. Die 8000er-Serie ist dabei hauptsächlich ein Refresh der siebten Generation mit leicht höheren Taktraten und einer zusätzlichen NPU für KI-Anwendungen. Intel positioniert sich in diesem Segment mit seinen Core-Ultra-Prozessoren (früher „Core i“), die mit der neuen Arc-Grafikeinheit ausgestattet sind.
- Geekom A9 Max mit AMD Ryzen AI 9 HX 370, 32/2000 GB, 2x 2,5G-LAN, 2x USB4, HDMI 2.1 und Wifi 7 für 1274 Euro statt 1499 Euro (-15 %)
- Geekom IT13 Max mit Intel Core Ultra 9-185H, 16/1000 GB, 2x 2,5G-LAN, 2x USB4, 2x HDMI 2.0 und Wifi 7 für 748 Euro statt 807 Euro (-7 %)
- Ctone M2 mit Intel Core i9-14900HX, 32/1000 GB, USB 3.2 Typ-C, HDMI 2.0, Displayport 1.4, 2,5G-LAN und Wifi 6E für 760 Euro statt 800 Euro (-5 %)
- HP Z2 Mini G1a Workstation mit Ryzen AI Max+ Pro 395, 128/1000 GB, 2x USB4, USB 3.1 Typ-C, 2x Mini-Displayport 2.1, 2,5G-LAN und Wifi 7 für 2531 Euro (Tiefstpreis)
Die besten Angebote für Laptops & Chromebooks
Trotz der vielen Vorteile von Mini-PCs sind sie nicht für jeden die richtige Wahl. Wer Mobilität benötigt oder einen integrierten Bildschirm wünscht, sollte auch Laptops und Chromebooks in Betracht ziehen – und auch hier gibt es aktuell höchst attraktive Angebote.
Laptops bieten den Vorteil der Mobilität samt Akku und einem integrierten Display, kosten bei vergleichbarer Leistung jedoch meist mehr als Mini-PCs. Für ähnliche Hardware-Spezifikationen muss man bei Laptops oft 200 bis 500 Euro mehr einplanen. Erst ab etwa 400 Euro aufwärts finden sich Laptops mit ausreichend RAM und SSD-Speicher für flüssiges Arbeiten.
Besonders gute Deals bei Laptops sind unter anderem:
- Acer Aspire Go 15 (AG15-42P-R8SZ) mit 15,6 Zoll IPS, 1920 x 1080 Pixel, AMD Ryzen 7 5825U, 16/512 GB für 485 Euro statt 768 Euro (-37 %)
- Lenovo IdeaPad Slim 3 15ARP10 mit 15,3 Zoll, WUXGA, AMD Ryzen 5 150, 16/1000 GB, USB 3.0 Typ-C, HDMI 1.4 und Wifi 7 für 450 Euro statt 599 Euro (-25 %)
- Acer Aspire Go 15 AG15-42P-R8UL mit 15,6 Zoll IPS, 1920 x 1080 Pixel, AMD Ryzen 7 5825U, 16/512 GB, USB 3.1 Typ-C und Wifi 6 für 499 Euro statt 599 Euro (-17 %)
- HP 250R G10 mit 15,6 Zoll IPS, 1920 x 1080 Pixel, Intel Core 3 100U, 8/512 GB, HDMI 1.4b, USB 3.1 Typ-C und Wifi 6 für 409 Euro statt 444 Euro (-8 %)
- Samsung Galaxy Book6 Pro mit 16 Zoll OLED-Multi-Touch, 2880 x 1800 Pixel, 120 Hz, Intel Core Ultra X7 358H, 32/1000 GB, 2x USB4, HDMI 2.1, Wifi 7 und integrierter Fingerprint-Reader für 2299 Euro statt 2449 Euro (-6 %)
- HP OmniBook X FlipNGAI 14-fm0177ng mit 14 Zoll OLED, 2880 x 1800 Pixel, 120 Hz, Intel Core Ultra 7 258V, 32/1000 GB, USB4, USB 3.1 Typ-C und Wifi 7 für 1149 Euro (neuer Tiefstpreis)
Wer zwischen Mini-PC und Laptop schwankt, sollte den Einsatzzweck genau abwägen: Für den stationären Einsatz mit vorhandenem Monitor bietet der Mini-PC mehr Leistung fürs Geld, für unterwegs ist das Laptop trotz höheren Preises die bessere Wahl.
Was ist ein Mini-PC, und wo liegen die Unterschiede zu Laptops?
Mini-PCs sind kompakte Desktop-Computer, die oft nicht größer als ein Taschenbuch sind. Im Gegensatz zu Laptops verfügen sie nicht über eigene Bildschirme, Tastaturen oder Akkus, was sie deutlich platzsparender und oft auch günstiger macht. Während beide Geräteklassen auf ähnliche Mobile-Chips setzen, bieten Mini-PCs bei gleichem Preis meist mehr Leistung, da kein Geld für Display und Eingabegeräte aufgewendet werden muss.
Ein weiterer Vorteil: Mini-PCs lassen sich in vielen Fällen leichter aufrüsten. RAM und Speicher sind oft zugänglich, manchmal sogar die Kühlung. Bei Laptops ist dies häufig schwieriger oder unmöglich.
Für wen lohnt sich ein Mini-PC?
Mini-PCs sind ideal für Menschen mit begrenztem Platzangebot. Sie eignen sich hervorragend für Homeoffice, als Multimedia-Station im Wohnzimmer oder als platzsparende Workstation. Durch ihren geringen Stromverbrauch (oft nur 20 Watt im Vergleich zu 200+ Watt bei Gaming-PCs) sind sie zudem energieeffizient und erzeugen weniger Wärme und Lärm.
Besonders lohnenswert sind Mini-PCs für:
- Büroarbeiter und Homeoffice-Nutzer
- Studenten mit wenig Platz
- Nutzer, die einen sparsamen Zweit-PC suchen
- Multimedia-Enthusiasten (als HTPC -> Home Theater PC)
- Smart-Home-Anwender (als Steuerzentrale)
- Gelegenheitsspieler (besonders mit AMD-Grafikeinheiten)
Nicht geeignet sind sie hingegen für Hardcore-Gamer oder professionelle Video-Editoren, die maximale Leistung benötigen.
Warum Mini-PC: Unterschied zum Raspberry Pi
Obwohl beide Gerätetypen kompakt sind, unterscheiden sich Mini-PCs grundlegend von Raspberry Pis. Der Raspberry Pi wurde ursprünglich als günstiger Lerncomputer entwickelt und basiert auf ARM-Prozessoren. Er eignet sich hervorragend für Bastel- und Programmierprojekte, Smart-Home-Anwendungen oder als Media-Center, ist aber für alltägliche PC-Aufgaben nur bedingt geeignet.
Mini-PCs hingegen sind vollwertige Computer mit x86-Prozessoren (AMD oder Intel), die problemlos Windows 11 oder andere Desktop-Betriebssysteme ausführen können. Sie bieten deutlich mehr Rechenleistung, mehr Anschlüsse und sind für den täglichen Einsatz als Arbeitsrechner konzipiert.
Ein weiterer wichtiger Unterschied liegt in der Leistungsaufnahme und Kühlung: Während der Raspberry Pi mit 5 bis 15 Watt auskommt und passiv gekühlt werden kann, benötigen Mini-PCs je nach Ausstattung 20 bis 90 Watt und verfügen meist über aktive Lüfterkühlung. Preislich beginnen Raspberry Pis bei etwa 40 bis 80 Euro für die Basismodelle, während Mini-PCs ab etwa 100 Euro starten und nach oben kaum Grenzen kennen.
Mini-PC-Betriebssysteme: Windows, macOS, Linux oder Chrome OS?
Die meisten Mini-PCs werden mit Windows 11 ausgeliefert, was für das Gros der Anwender die vertrauteste Option darstellt. Allerdings kann Windows gerade auf schwächerer Hardware ressourcenhungrig sein. Alternativen bieten hier klare Vorteile:
Linux-Distributionen wie Ubuntu oder Linux Mint laufen auch auf schwächeren Mini-PCs flüssig und sind eine hervorragende Wahl für grundlegende Aufgaben oder spezielle Anwendungen wie Router, Firewall oder Smart-Home-Server.
Chrome OS ist eine weitere interessante Alternative, besonders für einfache Office- und Web-Anwendungen. Es läuft extrem flüssig auf günstiger Hardware und unterstützt neben Web-Apps auch Android-Apps und Linux-Programme. Fertige Chromebox-Modelle gibt es von Herstellern wie HP, Acer oder Lenovo. Alles, was man zu den Chromebook-Systemen wissen sollte, zeigen wir im Ratgeber: Laptop in günstig – Chromebooks als flotte Windows-Alternative ab 169 Euro.
Für Apple-Fans sind Mac Minis mit macOS eine Option, allerdings zu deutlich höheren Preisen. Die neuesten Modelle mit Apple Silicon bieten beeindruckende Leistung bei minimaler Leistungsaufnahme, kosten aber auch entsprechend mehr.
Asus, Geekom, Minisforum & Co.: Welche Mini-PC-Hersteller gibt es?
Der Mini-PC-Markt wird inzwischen nicht nur von etablierten Herstellern wie HP, Lenovo oder Asus dominiert, sondern auch von spezialisierten Anbietern wie Minisforum, Geekom, Nipogi, Acemagic, Ninkear und GMKtec. Diese chinesischen Hersteller bieten oft deutlich mehr Hardware fürs Geld als die bekannten Namen.
Während Marken-Mini-PCs für 300 Euro möglicherweise nur einen Intel N100 mit 4 GB RAM bietet, bekommt man vom chinesischen Anbieter für den gleichen Preis bereits einen Ryzen 7 mit 16 GB RAM. Der Preisunterschied ist beachtlich, jedoch nicht ohne Risiken.
Die etablierten Hersteller punkten mit zuverlässigem Support, regelmäßigen BIOS-Updates und jahrelanger Erfahrung. Bei den chinesischen Anbietern gibt es dagegen häufig Probleme mit der Produktpflege: BIOS-Updates werden selten oder nur über zweifelhafte Google-Drive-Links angeboten, Produktspezifikationen sind oft ungenau oder fehlerhaft, und die Produktzyklen sind extrem kurz.
Fazit
Die Mini-PC-Welt erlebt einen regelrechten Boom – und das zu Recht. Die kompakten Kraftpakete kombinieren minimalen Platzbedarf mit erstaunlicher Leistung und niedrigem Stromverbrauch. Mit den aktuellen Deals zum Prime Day wird einem der Einstieg besonders attraktiv gemacht.
Die Preisspanne ist enorm: Bereits ab 160 Euro gibt es brauchbare Systeme für grundlegende Aufgaben. Der Sweetspot liegt zwischen 200 und 300 Euro mit Ryzen 5- bis Ryzen-7-Prozessoren der vierten oder fünften Generation für Alltagsanwendungen. Echte Gaming-Leistung beginnt ab 500 Euro mit den Ryzen 7000er-Chips und ihrer potenten Radeon 780M Grafik.
Die Herstellerwahl stellt Käufer vor ein Dilemma: Chinesische Spezialisten wie Acemagic oder Geekom bieten deutlich mehr Hardware fürs Geld, während etablierte Marken mit besserem Support und längerer Produktpflege punkten. Wer genau hinschaut und die Risiken abwägt, findet derzeit echte Perlen unter den Angeboten. Die Prime-Day-Angebote 2025 bieten die perfekte Gelegenheit, in die faszinierende Welt der Mini-PCs einzusteigen oder bestehende Set-ups aufzurüsten.
Unabhängig vom Hersteller gilt: 8 GB RAM sind das absolute Minimum, besser sind 16 GB. Auch bei der SSD sollten es mindestens 256 GB sein. Mit der richtigen Konfiguration wird der Mini-PC zum vielseitigen Begleiter, der klassische Desktop-Systeme in vielen Bereichen überflüssig macht – und das bei deutlich geringeren Kosten als vergleichbare Laptops. Doch auch bei den Notebooks gibt es teils absolute No-Brainer-Deals, die zum Kauf einladen. Richtig potente Hardware zum erstaunlichen Preis – der mehrtägige Prime Day ist im vollen Gange.
Weitere empfehlenswerte Artikel:
Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.
Künstliche Intelligenz
OpenAI und Broadcom kündigen neuen KI-Chip Jalapeño an
Broadcom arbeitet an einem Prozessor namens Jalapeño, der für Inferenzen Künstlicher Intelligenzen optimiert ist. OpenAI unterstützt Broadcom dabei. Ziel sind kürzere Latenz und geringerer Energieverbrauch. Jalapeño ist eine anwendungsspezifische integrierte Schaltung (ASIC), besteht also aus speziell auf OpenAIs Inferenz-Software zugeschnittenen Schaltkreisen. Nicht gedacht ist das Gerät für das Training großer Sprachmodelle.
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OpenAI hat das Projekt am Mittwoch bekanntgegeben. Ziel ist wohl, vor OpenAIs Börsengang die Börsenphantasie anzuregen: Die wortreiche Mitteilung enthält keine konkreten Daten und auch keine Informationen über die Prozessorarchitektur.
Jalapeño wurde laut Mitteilung in neun Monaten von Grund auf neu entwickelt. Frühe, interne Tests sollen gezeigt haben, dass der neue Computerchip bei Inferenzen pro Watt mehr leisten werde als derzeit für diesen Zweck verfügbare Halbleiter. Die beiden Unternehmen wollen langfristig zusammenarbeiten, kündigen sie doch gleich mehrere Generationen Jalapeños an.
Die ersten Auslieferungen der ersten Jalapeño-Generation sind für Jahresende geplant. „Wir beginnen 2026 damit, den Bau von Gigawatt-Rechenzentren mit Microsoft und anderen Partnern zu ermöglichen”, kündigt Broadcom-CEO Hock Tan an. Microsoft ist der größte Aktionär des operativen OpenAI-Arms.
(ds)
Künstliche Intelligenz
Digital-Health-Podcast: DiGA als Innovation auf Kosten der Krankenkassen?
Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) gelten als Vorzeigeprojekt der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Doch während Befürworter sie als Innovationstreiber sehen, kritisieren Krankenkassen die schnelle Zulassung und fordern strengere Nachweise für ihren Nutzen. Wie berechtigt ist diese Kritik?
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Darüber spricht heise online im Digital-Health-Podcast mit Moritz Göldner, Juniorprofessor für Data-Driven Innovation an der TU Hamburg. Er forscht unter anderem zu digitalen Gesundheitsanwendungen, Real-World-Daten und der Evidenzgenerierung für digitale Medizin.

Im Digital-Health-Podcast erklärt heise-online-Redakteurin Marie-Claire Koch gemeinsam mit Kolleginnen die Digitalisierung im Gesundheitswesen verständlich. Neben einer redaktionellen Einordnung gibt es regelmäßig Expertengespräche zu elektronischer Patientenakte, Telemedizin, KI, Gesetzgebung und den Auswirkungen für Praxen, Kliniken und Patientinnen.

Im Digital-Health-Podcast erklärt heise-online-Redakteurin Marie-Claire Koch gemeinsam mit Kolleginnen die Digitalisierung im Gesundheitswesen verständlich. Neben einer redaktionellen Einordnung gibt es regelmäßig Expertengespräche zu elektronischer Patientenakte, Telemedizin, KI, Gesetzgebung und den Auswirkungen für Praxen, Kliniken und Patientinnen.
Aus Sicht Göldners ist das deutsche DiGA-Modell international ein Vorreiter. Der eigene Zulassungsweg ermögliche Innovationen, ohne die Sicherheit der Patienten aus den Augen zu verlieren. Dass Anwendungen zunächst vorläufig gelistet werden können und klinische Studien erst nachgereicht werden, hält er für einen sinnvollen Kompromiss. Die Forderung, diesen Weg abzuschaffen, sieht er kritisch.
Ein weiterer Streitpunkt ist die Bewertung des Nutzens. Anders als Medikamente sollen DiGA nicht nur medizinische Effekte erzielen, sondern auch den Versorgungsalltag verbessern – etwa durch eine höhere Therapietreue oder mehr Gesundheitskompetenz. Gerade diese patientenrelevanten Struktur- und Verfahrensverbesserungen würden jedoch bislang kaum berücksichtigt, obwohl sie zu den eigentlichen Stärken digitaler Anwendungen gehörten.
Im Podcast geht es außerdem um die Frage, warum viele DiGA bisher nicht mit der elektronischen Patientenakte oder Wearables zusammenarbeiten, welche Rolle Real-World-Daten künftig spielen könnten und weshalb Göldner europaweit einheitliche Zulassungsregeln für digitale Gesundheitsanwendungen fordert.
(mack)
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