Künstliche Intelligenz
Montag: Neue Digitalsteuer für Big-Tech, Meta-Smartglasses mit mehr Funktionen
Kaliforniens Gouverneur Newsom will das Haushaltsplus seines Bundesstaats absichern und nimmt Tech-Riesen wie Microsoft, Salesforce und die KI-Branche mit einer neuen Digitalabgabe ins Visier. Der bislang steuerfreie Verkauf von Software, die übers Internet bereitgestellt wird, soll künftig besteuert werden, so sein Etatentwurf. Derweil spendiert Meta Platforms seinen Ray-Ban Display die bereits letzten Herbst gezeigte Funktion zur Erkennung von Handschrift, mehr als ein halbes Jahr nach Einführung dieser Smartglasses mit integriertem Display. Dazu kommt eine verbesserte Navigation für Fußgänger und Videoaufnahmen mit eingebettetem Brillen-Display. Eine neue Funktion bekommt auch der KI-Chatbot von OpenAI. US-Nutzer von ChatGPT Pro können jetzt ihre Zahlungsein- und -ausgänge von dem Sprachmodell auswerten lassen. Das Feature soll auch für andere ChatGPT-Abos kommen. Transaktionen soll das KI-Modell jedoch nicht durchführen können – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
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Die anhaltende Sonderkonjunktur durch den KI-Hype spült unerwartet viel Geld in die Staatskasse Kaliforniens. Doch für Gouverneur Gavin Newsom ist das kein Grund zum Ausruhen. Der Politiker der Demokraten plant eine grundlegende Reform des Steuerrechts, die vor allem die Tech-Branche im Silicon Valley hart treffen dürfte. Newsom schlägt mit seinem überarbeiteten Etatentwurf für 2026/27 die Einführung einer Umsatzsteuer auf cloudbasierte Software vor. Damit will er den Tech-Sektor in die Pflicht nehmen, um der fünftgrößten Volkswirtschaft der Welt dauerhaft zusätzliche Einnahmen in Milliardenhöhe zu sichern. Betroffen von der Neuregelung wären primär große Softwarehäuser wie Microsoft, Salesforce und Oracle, aber auch KI-Anbieter: Kalifornien plant Digitalsteuer für Cloud-Software denn KI-Boom reicht nicht.
Trotz kalifornischem Firmensitz dürfte Meta Platforms nicht von dieser Digitalsteuer betroffen sein, aber der Facebook-Konzern hat kürzlich den Funktionsumfang der Ray-Ban Display erweitert. Dazu gehört die Erkennung von per neuronalem Armband gezeichneter Handschrift. Dies hatte Meta-Chef Mark Zuckerberg bereits bei der Vorstellung dieser Smartglasses mit integriertem Display im September 2025 demonstriert, war bislang aber nicht für alle Nutzer verfügbar. Zudem lassen sich jetzt Videos von der Umgebung aufnehmen, die auch die im Brillenglas eingeblendete Anzeige enthalten. Die Navigation für Fußgänger wurde ebenfalls erweitert, etwa für Spaziergänge in europäischen Großstädten. Das dürfte eine nützliche Funktion sein: Meta Ray-Ban Display unterstützen endlich die Erkennung neuronaler Handschrift.
Mit OpenAI hat ein weiteres kalifornisches Unternehmen den Funktionsumfang eines seiner Produkte erweitert: US-Nutzer können ChatGPT jetzt mit ihren Bankkonten verbinden. Das KI-Tool wertet dann Geldflüsse mit eigenen Dashboards aus und gibt finanzielle Ratschläge. OpenAI bietet das Tool zurzeit testweise für Nutzer seines Pro-Abonnements an, später soll die Funktion auch auf andere Abomodelle ausgerollt werden. Über den Dienst Plaid und bald auch über Intuit können ab sofort Konten von über 12.000 Finanzinstituten mit ChatGPT verbunden werden. ChatGPT kann laut OpenAI dann auf Kontostände, Transaktionen, Anlagen und Verbindlichkeiten zugreifen – aber keine vollständigen Kontonummern einsehen, Überweisungen oder andere Änderungen vornehmen: Finanzielle Ratschläge von ChatGPT – wenn man sein Bankkonto verknüpft.
Die geplante Digitalabgabe war nicht der Grund, dass der Hedgefonds TCI jüngst seinen Microsoft-Anteil drastisch zusammenstrich. TCI-Gründer Chris Hohn gehörte jahrelang zu den großen Profiteuren des Microsoft-Booms, fast 400 Prozent Kursgewinn seit 2017 sprechen eine deutliche Sprache. Wenn ausgerechnet so ein Investor kalte Füße bekommt, geht es nicht um schwache Quartalszahlen. Dann steht die ökonomische Grundlage der Softwareindustrie zur Debatte. Die Sprengkraft der KI-Revolution liegt nicht darin, dass sie eine bestimmte Software ersetzt. Sondern darin, dass sie das Geschäftsmodell dahinter pulverisiert. Wenn Nutzer künftig überwiegend KI-Agenten statt Software nutzen, versinkt das Lizenzgeschäft in der SaaSpocalypse, so unser Kommentar: Das Ende der SaaS-Gelddruckmaschine.
Dabei ist Microsoft-Software nicht nur von KI bedroht, sondern auch von Open-Source-Alternativen. Gründe für einen Wechsel gibt es viele, gerade steht digitale Souveränität hoch im Kurs, etwa mit europäischen Alternativen. Aber auch pragmatischere Argumente zählen: steigende Preise, Datenschutzprobleme, Cloud-Zwang und die aufgezwungene KI-Integration durch Microsoft Copilot. Das löst nicht nur bei Behörden ein Umdenken aus, sondern auch bei vielen Privatnutzern. Denn selbst wer im Job keine Wahl hat und mit dem Arbeitgeber in die Microsoft-Cloud muss, kann zu Hause immer noch eigene Entscheidungen treffen. Welche Alternativen ihr stattdessen nutzen könnt, erfahrt ihr im Video: Statt Microsoft — Diese vier Office-Pakete solltet ihr kennen.
Auch noch wichtig:
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- Joel Spolsky warnte schon 2000 davor, Code lieber neu zu schreiben als zu lesen. Mit LLMs wird seine Diagnose zur drängenden Frage für jedes Team. Es ist die unterschätzte Senior-Disziplin: Code lesen statt Code schreiben.
- In dieser Folge vom c’t uplink sprechen wir über die Vorwürfe zwischen der Document Foundation und Collabora. Und: Was war da los bei OnlyOffice, Nextcloud und Ionos? Darum geht es im c’t uplink: Zoff um Open-Source-Office-Lösungen.
- Meta hat die Meta Ray-Ban Display für Entwickler geöffnet. Eine der ersten getesteten Apps ist eine Portierung des Spieleklassikers „Doom“: „Doom“ läuft jetzt auch auf Meta Ray-Ban Smart Glasses.
- Magnetbahnen und Monorails werden oft als „Gadgetbahnen“ verspottet. Doch viele dieser Spezialsysteme haben ihre Berechtigung – wenn der Einsatzzweck stimmt von Monorails, Magnet- und Seilbahnen: Gadgetbahnen oder sinnvolle Systeme?
- Technikanalysten des Bundestags warnen vor einer fatalen Blockade bei Hightech-Rohstoffen und skizzieren radikale Wege zu einer proaktiven Kreislaufwirtschaft. Es geht um digitale Souveränität: Wie Europa Chinas Griff nach Seltenen Erden brechen kann.
- Elon Musks Weltraumfirma SpaceX plant Berichten zufolge einen Börsengang. Jetzt soll auch ein Termin dafür feststehen: 80 Milliarden US-Dollar Kapitalerhöhung für SpaceX-Börsengang geplant.
- Weil Diesel krisenanfälliger ist als Benzin, war der Kraftstoff gut zwei Monate lang teurer als E10 – obwohl er deutlich niedriger besteuert wird: Diesel seit April 45 Cent billiger.
- Ein chinesischer Overclocker hat einen neuen Weltrekord für den Takt handelsüblicher Prozessoren aufgestellt. Für 88 MHz mehr war der Aufwand enorm: Taktrekord von 9,2 GHz mit Intels 14900KF unter Helium.
- Effizienz, Sparprogramm und ein Ziel: Die Bahn will zurück in die Gewinnzone. Chefin Palla spricht von einer „schwarzen Null“ und bringt die Bahn auf Sparkurs: Verschlankung soll Milliardenverluste beenden.
- Die Wissenschaftsplattform verschärft erneut ihre Regeln. Wer KI-Müll als Wissenschaft ausgibt, wird gesperrt – und danach genauer geprüft: Sperre bei erstem Verstoß gegen KI-Papers bei arXiv.
- Sony bringt ein 67 Megapixel auf Flaggschiff-Geschwindigkeit, Canon setzt auf Lüfter statt Sucher und Nikon schreibt Rekordverluste. Das sind die Fotonews der Woche 20/2026: Sony-Tempo, Canon ohne Sucher, Nikon rot.
(fds)
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Motorrad BMW F 450 GS Trophy im Test
Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Ich finde durchaus Gefallen am Boxer und halte zum Beispiel die R Nine T für ein tolles Landstraßenmotorrad. Auch die sportliche BMW F 900 GS mit Reihenzweizylinder hat mir auf einer Tour auf dem Balkan viel Freude bereitet. Aber warum in aller Welt sollte ich mir eine Boxer-GS für die kleine Flucht aus dem Alltag kaufen? Ins durchschnittliche Wochenendabenteuer mit knapp 270 Kilogramm Leergewicht einer BMW 1300 Adventure? Das erscheint mir mit meiner Fahrerfahrung auf und abseits asphaltierter Wege einfach nicht erstrebenswert.
- Universelles Funbike mit 35 kW bei 8750/min, 43 Nm bei 6750/min
- Stärken: Auf Straße und Gelände fahrdynamisch, kräftiger Motor, gute Ausstattung
- Schwächen: Fummeliger USB-Anschluss, teure Aufpreise
Die wohl wichtigste Erkenntnis über all die Jahre auf motorisierten Zweirädern: Die Freude am Motorradfahren ist weder an die Leistung noch an die Länge der Zubehörliste gebunden. Überflüssiges stört in der Regel, das gilt auch fürs Gewicht. Seit diesem Jahr gibt es nun ein GS-Modell, das aussieht wie eine Große und viel Potenzial in allen Lebenslagen verspricht: die BMW F 450 GS. Aber was macht die Mini-GS mit Eignung für den A2-Führerschein zur Begleiterin der Wahl für den Ausbruch aus der täglichen Routine?
(Bild: Sebastian Bauer )
BMW F 450 GS Trophy
Also Disclaimer vorweg: Ganz ohne Upgrade lief diese Geschichte nicht. Wie bei BMW üblich wurde für den Test statt des Standardmodells die deutlich edlere Trophy-Variante angeliefert, und an dieser ist (fast) alles dran, was die Zubehörliste hergibt. Abgesehen vom „Schaltassistent Pro“ gehört dann auch der „Riding Mode Pro“ zur Ausstattung, der mit dem „Enduro Pro Modus“ vor allem das Fahren auf losem Untergrund und im Gelände erleichtern soll. Besonders bemerkenswert sind die ebenfalls im Trophy-Paket enthaltene Sportfederung sowie die „Easy Ride Clutch“. Die Test-GS verfügt mit Speichenrädern, Motorschutzbügel und Rallye-Sitzbank über drei weitere Zusatzoptionen aus dem Konfigurator, die das Trophy-Modell aufwerten.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Motorrad BMW F 450 GS Trophy im Test“.
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China-Gerücht: Apple-Watch-Redesign endlich in der Pipeline
Schon vor Jahren gab es ernst zu nehmende Gerüchte, dass Apple bei seinen Apple-Watch-Standardmodellen ein Redesign plant. Allein: Getan hat sich (fast) nichts. Zwar wurden Displays größer und die Hardware minimal verändert, der grundlegende Look blieb aber erhalten. Das hat auch Vorteile: So kann man jetzt noch Armbänder nutzen, die man 2015 einst für die allererste Apple Watch erworben hat. Einen komplett neuen Formfaktor führte Apple erst 2022 mit der Ultra ein, aber auch hier sind die Armbänder weiter kompatibel. Doch nun ist angeblich endlich „wirklich“ ein neuer Watch-Look vorgesehen. Das behauptet zumindest ein bekannter Leaker aus China, der in der Vergangenheit häufiger richtig lag.
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Aktualisierungen immer sehr milde
Laut den Aussagen von Instant Digital auf dem chinesischen Kurznachrichtendienst Weibo soll der Umbau angeblich so weit gehen, dass bestehende Armbänder niciht mehr kompatibel sind, weil der Befestigungsmechanismus sich ändert. Apple plant angeblich, den gewonnenen Platz für einen größeren Akku zu nutzen. Instant Digital hängt sich allerdings an ältere Gerüchte über eine „Apple Watch X“ als Modell zum zehnten Geburtstag dran, die schon 2023 kursierten.
Allein, im vergangenen Jahr tat sich hier nichts – es gab nur eine leicht verbesserte Series 11 sowie eine Ultra 3 und SE 3. Die Chance für ein größeres Redesign nutzte Apple nicht. Zuvor war die Rede von dünneren Gehäusen, MicroLED-Bildschirmtechnik sowie einem neuen, magnetischen Bandanschlusssystem. Die bisherigen, eher milden Umbauarbeiten leistete Apple stets im Dreijahrestakt. Instant Digital geht davon aus, dass das Redesign nicht in diesem Jahr, sondern erst 2027 erfolgt. Dies würde zu einer „Series 13“ im kommenden Jahr passen.
20. Geburtstag des iPhone
Instant Digital hatte zuvor das Gerücht verbreitet, dass das Redesign nicht vor 2028 kommt. Nun tippt er (oder sie) auf das kommende Jahr. 2027 wird für Apple besonders beim iPhone wichtig: Das Gerät feiert seinen 20. Geburtstag. Angeblich ist dafür ein spezielles neues Modell vorgesehen. Spekulationen zu einem neuen Look bei der Apple Watch erscheinen regelmäßig. 2025 behauptete die DigiTimes, dass dies geplant sei, inklusive neuer Anordnung der Sensoren. Auch neue OLED-Technik gilt als gesetzt.
Doch zunächst wird für diesen Herbst die Series 12 erwartet. Bis auf interne Verbesserungen gibt es hierzu wenige spannende Gerüchte. Apple hat seit Jahren keine neuen Sensoren in die Geräte eingebaut, nutzt stattdessen vorhandene Technik. Zuletzt kam ein Algorithmus hinzu, der Bluthochdruck (ohne Messwerte) prognostizieren kann.
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(bsc)
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Apple Creator Studio: Update für Final Cut Pro, Logic Pro und mehr
Mit der Einführung des „Apple Creator Studio“-Abos schuf Apple eine Alternative zum Einmalkauf der Pro-Apps Final Cut Pro, Logic Pro und Co.. Jetzt legt das US-Unternehmen mit einem ersten großen Update für die Abo-Varianten der Kreativ-Apps nach und vergrößert damit die Unterschiede zwischen Abo- und Kaufsoftware, weil letztgenannte die Veränderungen zumindest vorerst nicht erhalten. Aus Sicht deutschsprachiger Nutzer gibt es aber bei einer zentralen Neuigkeit Wenn und Aber.
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Das ist neu in Final Cut Pro
In der Videobearbeitungs-Software Final Cut Pro hat Apple die im November 2024 eingeführte Funktion zum Generieren von Untertiteln erweitert. Nutzer haben jetzt mehr Gestaltungsmöglichkeiten bei Schrift, Farbe, Animation und Position der Untertitel. Die Transkription erfolgt auf dem Gerät. Allerdings wird auch eineinhalb Jahre nach Erstvorstellung der Funktion weiterhin nur US-Englisch als Sprache unterstützt – und es gibt auch keinen Ausblick darauf, ob und wann Apple diese ändern wird.
Anknüpfend an die magnetischen Masken, die ebenfalls 2024 eingeführt wurden, gibt es jetzt am Mac neu die „Auto-Mask“. Sie soll automatisch Haut, Haare, Himmel, Laub oder Kleidung ohne manuelles Tracking erkennen können und sie ist kombinierbar mit der Funktion „Magnetische Maske“. Mit der Funktion kann zum Beispiel sehr einfach der Hintergrund ausgeschnitten werden. Die Auto-Mask könnte dies beschleunigen.
Neu ist die Möglichkeit, bereits geschnittene Videoclips am Stück zu importieren und wieder in Einzel-Clips zu zerlegen. Diese Bearbeitungs-Erkennung arbeitet mit KI und soll zum Beispiel nützlich sein, um bereits gerenderte Videos für Social-Media-Kurzschnitte oder nachträgliche Anpassungen leichter verwenden zu können.
Kleine Verbesserungen gibt es außerdem noch mit einem überarbeiteten Farbabgleich, für den jetzt ein Referenzbild herangezogen werden kann, und für das Trimmen, das mit Advanced Trimming einzelbildgenau möglich ist. Apple spendiert zudem neue dynamische Titel, anpassbare Hintergründe und Gestaltungsmaterial – Creator-Themen – für verschiedene Seitenverhältnisse.
Update für Final Cut Camera
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Die App Final Cut Camera für iPhone und iPad ermöglicht nach dem Update erstmals das Abgreifen des unkomprimierten Bildsignals für externe Monitore und Recorder (Clean HDMI Out). Voraussetzung hierfür ist allerdings ein iPhone 17 Pro. Neu sind ferner eine erweiterte ProRes-Unterstützung und die Möglichkeit, den Digitalzoom abzuschalten, damit nicht versehentlich die Bildauflösung leidet und nur optische Zooms genutzt werden.
Mehr Verknüpfungen zwischen den Apps
Mit dem großen Update des Creator-Bundles verschränkt Apple die verschiedenen Apps noch stärker miteinander. Bilder aus den Office-Apps Keynote, Pages und Numbers können direkt in Pixelmator Pro geöffnet werden. Und auch Final Cut Pro kann einzelne Bildframes direkt an Pixelmator Pro senden. Letztgenannte Bildbearbeitung wird zudem auf den Content-Hub mit kuratierten Premium-Fotos, Grafiken und Formen aufgeschaltet. Pixelmator Pro kann zudem neu Bilder per KI generieren. Hierfür gelten aber die Mindestvoraussetzungen der Apple Intelligence (iPhone 15 Pro oder neuer, iPad mit A17 Pro/M1 oder neuer, bzw. Apple-Silicon-Mac).
Auch bei den übrigen Office-Apps gibt es Detailverbesserungen: Keynote bekommt neue Übergänge, Pages auf iPhone und iPad erhält eine automatische Silbentrennung sowie die Möglichkeit, unsichtbare Zeichen einzublenden. Pages, Numbers und Keynote sind seit dem Start von Creator Studio nur noch in der Abo-Variante im App Store erhältlich – die früheren Gratis-Versionen hat Apple zurückgezogen. In Numbers lassen sich einzelne Tabellenblätter künftig ausblenden oder farblich markieren, was die Navigation in umfangreichen Kalkulationen erleichtern soll. Freeform erhält mit dem noch ausstehenden Update auf iOS/iPadOS/macOS 27 einen Dunkelmodus, Ordner zur Organisation von Boards sowie Zeichenunterstützung am Mac.
Producer-Projekt für Logic Pro
Auch Logic Pro hat Apple überarbeitet. Die Akkord-Erkennung soll nun präziser arbeiten, selbst bei erweiterten Akkorden und Umkehrungen – etwa wenn diese auf einer verzerrten Gitarre oder einem leicht verstimmten Klavier gespielt werden. Neu ist außerdem ein sogenanntes Producer Project, das Einblick in die vollständige Logic-Pro-Session hinter dem Song „Shoulda Never“ von Grammy-Gewinner Khris Riddick-Tynes gibt – inklusive sämtlicher Mehrspuraufnahmen, MIDI-Performances und Gesangsspuren. Für den Sample-Synthesizer Alchemy führt Apple einen granularen Synchronisationsmodus ein, ergänzt um ein passendes Sound-Pack mit Loops und Presets. Der Beat Breaker wiederum bekommt neue Filter- und Pan-Modi sowie eine feinere Steuerung der Zufälligkeit.
Bei Preis und Verfügbarkeit ändert sich nichts: Bestandsabonnenten erhalten das Update kostenlos, Neukunden zahlen weiterhin 12,99 Euro im Monat oder 129 Euro im Jahr, Studierende und Lehrkräfte 2,99 Euro monatlich beziehungsweise 29 Euro jährlich. Ob sich das Abo gegenüber dem Einzelkauf lohnt, hat unser ausführlicher Creator-Studio-Test beleuchtet. Wer einen neuen Mac oder ein passendes iPad kauft, erhält drei Monate kostenlosen Zugang. Die Einzelkaufversionen der Apps – etwa Final Cut Pro für 349,99 Euro oder Logic Pro für 229,99 Euro – bleiben zwar im Mac App Store erhältlich, erhalten einen Teil der hier beschriebenen Neuerungen zumindest vorerst nicht. Wer von allen exklusiven Abo-Funktionen profitieren möchte, kommt am Creator Studio nicht vorbei – bei Final Cut Pro fließen laut Apple aber auch Einmalkauf-Nutzer in die neuen Intelligenzfunktionen ein.
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(mki)
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