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Digitale Gesundheitsanwendungen unter Druck: Nutzenbeleg soll früher kommen


Der GKV-Spitzenverband fordert schon länger eine Veränderung der Erstattungsgrundlage und der Preisverhandlung für Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA). Diese Forderungen hat die Finanzkommission Gesundheit der Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) größtenteils übernommen. Die Kommission schlägt unter anderem vor, Preise mit den Herstellern zu verhandeln, sobald eine DiGA ins Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aufgenommen ist.

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Bisher können die Hersteller im ersten Jahr der Erstattungsfähigkeit ihre Preise selbst festlegen. Da diese zum Teil sehr hoch ausfielen, wurde schon ab Oktober 2022 ein Verfahren für Höchstpreise eingeführt. Forschende haben jedoch analysiert, dass dieser Mechanismus in den ersten 36 Monaten kaum einen Effekt auf die Preise hatte.

Das verwundert nicht besonders, denn die Höchstpreise richten sich nach den Preisen vergleichbarer DiGAs in einer Indikationsgruppe. Wenn es überhaupt ausreichend DiGAs für eine Indikation gab, um eine Vergleichsgruppe zu erstellen. Auf lange Sicht kann diese Begrenzung eher funktionieren. Dann wären mehr DiGAs mit bereits verhandelten und dadurch deutlich niedrigeren Preisen im Verzeichnis. Deren Kosten hätten dann einen größeren Einfluss auf die Höchstpreisbildung. Doch das geht der Kommission offenbar zu langsam. Sie fordert eine Preisverhandlung zwischen Hersteller und dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), dem obersten Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung im Gesundheitswesen, ab Tag eins und will auch die vorläufige Listung zur Erprobung streichen.

Aktuell sind 9 von 59 DiGAs nur vorläufig gelistet. Die Hersteller haben dann 12 Monate Zeit, einen positiven Versorgungseffekt ihrer Anwendung nachzuweisen. Die begründete Aussicht auf solch einen Effekt müssen die Hersteller vorher schon belegen. Auch wenn der Kommissionsbericht das offenbar infrage stellt, wenn er vorläufig gelistete DiGAs mit Homöopathie vergleicht, die mit Plänen des Gesundheitsministeriums künftig zu den Leistungen gehören, die nicht mehr bezahlt werden sollen.

Richtig ist allerdings, dass nicht alle zur Erprobung gelisteten DiGAs anschließend dauerhaft zur Verfügung stehen. Wenn sie ihre angekündigte Wirkung nicht beweisen können, werden sie aus dem Verzeichnis gestrichen. Aber auch diese Anwendungen wurden davor ein Jahr lang von den Krankenkassen erstattet. Immerhin etwa ein Drittel der DiGAs wird nach dem Erprobungszeitraum gestrichen.

Deswegen will die Kommission einen sofortigen Beleg des Nutzens, geprüft durch den G-BA. Wie der das prüfen soll, bleibt jedoch offen. Der Prozess soll an das Verfahren des G-BA zur Prüfung von Arzneimitteln angeglichen werden. Welcher Teil der Arzneimittelprüfung damit gemeint ist, steht nicht im Bericht. Denn auch bei neu zugelassenen Arzneimitteln dürfen die Hersteller in den ersten sechs Monaten selbst den Preis bestimmen. In dieser Zeit prüft der G-BA einen möglichen Zusatznutzen, der dann Grundlage für die Preisverhandlung mit dem GKV ist.

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Voraussetzung, um höhere Preise auszuhandeln, ist allerdings, dass die neuen Medikamente nicht genauso gut, sondern besser sind als die übliche Vergleichstherapie. So ein Verfahren gibt es für DiGAs nicht. Bisher müsste zum Beispiel eine neue App zur Gewichtsreduktion nur nachweisen, dass sie einen Effekt hat, nicht, dass sie besser ist als bisher verfügbare DiGAs. So werden in den Studien der DiGA-Hersteller meist eine Therapie mit DiGA-Einsatz gegen eine Standardtherapie ohne DiGA verglichen. Auch wenn die Aktivierungszahlen der DiGAs steigen, sind sie noch nicht so verbreitet, dass eine DiGA schon als Standardtherapie angesehen wird. Da ist für digitale Interventionen noch zu klären, wie gute Vergleiche aussehen sollen. Ein geeigneter Placebo fehlt noch.

Die meisten DiGA-Hersteller führen randomisierte kontrollierte Studien durch. Allerdings haben Forschende die Qualität der Studien bemängelt und suchen selbst nach angepassten Lösungen, die für den Nutzennachweis digitaler Anwendungen eher geeignet sind. Eine EU-Studie zur Entwicklung und Harmonisierung der Methoden zur Beurteilung digitaler Gesundheitstechnologien läuft noch bis Ende 2026. Dabei können in Zukunft wohl auch europaübergreifend mit dem „Health Technology Assessment“ (HTA) gemeinsame Bewertungen durchgeführt werden.

Aktuell kann eine DiGA in das Verzeichnis aufgenommen werden, wenn sie einen medizinischen Nutzen oder eine „patientenrelevante Struktur- und Verfahrensverbesserung“ (pSVV) liefert. Eine pSVV kann zum Beispiel eine Verbesserung der Patientensicherheit oder der Koordination der Behandlungsabläufe sein. Allerdings erwähnt der Leitfaden des BfArM selbst die Erfahrung, dass „oftmals validierte und etablierte Messinstrumente zum Nachweis einer pSVV nicht ausreichend zur Verfügung stehen“.

Damit scheint dieser Bewertungsaspekt, der explizit neu für DiGAs und überhaupt nur für diese geschaffen wurde, in der Realität nicht anwendbar. Vielleicht ist auch das einer der Gründe, warum mögliche Anwendungsgebiete wie das Monitoring bisher durch Hersteller gemieden wurden. Der Gesetzgeber scheint dies in einem neuen Referentenentwurf zum GeDIG nun gezielt zu adressieren, indem er schreibt, „DiGA [können] […] den Kern von Versorgungsprozessen im Zusammenhang mit dem telemedizinischen Monitoring bilden“.

Der Entwurf deutet allerdings auch an, dass eine DiGA zum Telemonitoring den positiven Versorgungseffekt für die Listung beim BfArM nur in Kombination mit ärztlicher Begleittherapie erzielen kann. Denn dass Behandler entlastet und vielleicht Zeit und Geld gespart werden kann, ist laut DiGA-Leitfaden explizit kein patientenrelevanter Endpunkt in der Beurteilung einer DiGA.

Der Entwurf erwähnt noch eine weitere Entwicklung für DiGAs. Eine Übertragung von Daten aus der ePA direkt in DiGAs soll mit dem Einverständnis der PatientInnen stattfinden. Schon jetzt müssen alle gelisteten DiGAs interoperabel mit der ePA sein, doch einige Krankenkassen bieten die Möglichkeit bisher nicht an. Wann jedoch die ePA so weit ist, ihre geplante Rolle in der Gesundheitsversorgung einzunehmen, bleibt abzuwarten.


(mack)



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KI-Barometer 2026: Wie Unternehmen KI heute tatsächlich einsetzen


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Für das KI-Barometer 2026 wurden qualitative Interviews mit sieben Unternehmen verschiedener Branchen und Größen geführt: dem Handwerksbetrieb Tischlerei „Dein Freund“, dem juristischen Fachverlag Juve, dem Baustoffhersteller Protektorwerk, dem Antriebsspezialisten Wittenstein mit Softwaretochter baramundi, dem Telekommunikationsanbieter Deutsche Glasfaser, der Traditionsbäckerei Fickenschers Backhaus und dem Lebensmittellogistiker Nagel-Group.

Im Mittelpunkt stehen keine abstrakten Kennzahlen, sondern konkrete Erfahrungsberichte: Welche KI-Anwendungen haben sich im Alltag bewährt? Wo hat die Umsetzung länger gedauert als geplant, und warum? Welche organisatorischen Voraussetzungen trennen funktionierende KI-Einführungen von solchen, die im Sande verlaufen?

Für Unternehmen, die ihre eigene KI-Strategie einordnen wollen, liefern die Ergebnisse Orientierungspunkte. Wer versteht, welche Ansätze in der Praxis funktionieren und wo typische Stolpersteine liegen, kann eigene Ressourcen gezielter einsetzen.

Im KI Pro Webinar präsentiert der Fachdienst die zentralen Ergebnisse des Barometers, ordnet sie ein und zieht Vergleiche zu den Vorjahren. Der Fokus liegt auf den Erkenntnissen, die für die eigene Planung am nützlichsten sind.

Die Webinare von heise KI PRO richten sich an alle, die KI im Unternehmen produktiv einsetzen wollen und praxisnahe Orientierung benötigen. Fachliche Vorkenntnisse sind für die Teilnahme nicht erforderlich. Am Ende werden Fragen der Teilnehmenden beantwortet.

Aktuell erhalten Sie das Webinar-Ticket zum Sonderpreis von 99 € statt regulär 175 €. Jetzt anmelden und Webinar-Platz sichern!


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Montag: Neue Digitalsteuer für Big-Tech, Meta-Smartglasses mit mehr Funktionen


Kaliforniens Gouverneur Newsom will das Haushaltsplus seines Bundesstaats absichern und nimmt Tech-Riesen wie Microsoft, Salesforce und die KI-Branche mit einer neuen Digitalabgabe ins Visier. Der bislang steuerfreie Verkauf von Software, die übers Internet bereitgestellt wird, soll künftig besteuert werden, so sein Etatentwurf. Derweil spendiert Meta Platforms seinen Ray-Ban Display die bereits letzten Herbst gezeigte Funktion zur Erkennung von Handschrift, mehr als ein halbes Jahr nach Einführung dieser Smartglasses mit integriertem Display. Dazu kommt eine verbesserte Navigation für Fußgänger und Videoaufnahmen mit eingebettetem Brillen-Display. Eine neue Funktion bekommt auch der KI-Chatbot von OpenAI. US-Nutzer von ChatGPT Pro können jetzt ihre Zahlungsein- und -ausgänge von dem Sprachmodell auswerten lassen. Das Feature soll auch für andere ChatGPT-Abos kommen. Transaktionen soll das KI-Modell jedoch nicht durchführen können – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Die anhaltende Sonderkonjunktur durch den KI-Hype spült unerwartet viel Geld in die Staatskasse Kaliforniens. Doch für Gouverneur Gavin Newsom ist das kein Grund zum Ausruhen. Der Politiker der Demokraten plant eine grundlegende Reform des Steuerrechts, die vor allem die Tech-Branche im Silicon Valley hart treffen dürfte. Newsom schlägt mit seinem überarbeiteten Etatentwurf für 2026/27 die Einführung einer Umsatzsteuer auf cloudbasierte Software vor. Damit will er den Tech-Sektor in die Pflicht nehmen, um der fünftgrößten Volkswirtschaft der Welt dauerhaft zusätzliche Einnahmen in Milliardenhöhe zu sichern. Betroffen von der Neuregelung wären primär große Softwarehäuser wie Microsoft, Salesforce und Oracle, aber auch KI-Anbieter: Kalifornien plant Digitalsteuer für Cloud-Software denn KI-Boom reicht nicht.

Trotz kalifornischem Firmensitz dürfte Meta Platforms nicht von dieser Digitalsteuer betroffen sein, aber der Facebook-Konzern hat kürzlich den Funktionsumfang der Ray-Ban Display erweitert. Dazu gehört die Erkennung von per neuronalem Armband gezeichneter Handschrift. Dies hatte Meta-Chef Mark Zuckerberg bereits bei der Vorstellung dieser Smartglasses mit integriertem Display im September 2025 demonstriert, war bislang aber nicht für alle Nutzer verfügbar. Zudem lassen sich jetzt Videos von der Umgebung aufnehmen, die auch die im Brillenglas eingeblendete Anzeige enthalten. Die Navigation für Fußgänger wurde ebenfalls erweitert, etwa für Spaziergänge in europäischen Großstädten. Das dürfte eine nützliche Funktion sein: Meta Ray-Ban Display unterstützen endlich die Erkennung neuronaler Handschrift.

Mit OpenAI hat ein weiteres kalifornisches Unternehmen den Funktionsumfang eines seiner Produkte erweitert: US-Nutzer können ChatGPT jetzt mit ihren Bankkonten verbinden. Das KI-Tool wertet dann Geldflüsse mit eigenen Dashboards aus und gibt finanzielle Ratschläge. OpenAI bietet das Tool zurzeit testweise für Nutzer seines Pro-Abonnements an, später soll die Funktion auch auf andere Abomodelle ausgerollt werden. Über den Dienst Plaid und bald auch über Intuit können ab sofort Konten von über 12.000 Finanzinstituten mit ChatGPT verbunden werden. ChatGPT kann laut OpenAI dann auf Kontostände, Transaktionen, Anlagen und Verbindlichkeiten zugreifen – aber keine vollständigen Kontonummern einsehen, Überweisungen oder andere Änderungen vornehmen: Finanzielle Ratschläge von ChatGPT – wenn man sein Bankkonto verknüpft.

Die geplante Digitalabgabe war nicht der Grund, dass der Hedgefonds TCI jüngst seinen Microsoft-Anteil drastisch zusammenstrich. TCI-Gründer Chris Hohn gehörte jahrelang zu den großen Profiteuren des Microsoft-Booms, fast 400 Prozent Kursgewinn seit 2017 sprechen eine deutliche Sprache. Wenn ausgerechnet so ein Investor kalte Füße bekommt, geht es nicht um schwache Quartalszahlen. Dann steht die ökonomische Grundlage der Softwareindustrie zur Debatte. Die Sprengkraft der KI-Revolution liegt nicht darin, dass sie eine bestimmte Software ersetzt. Sondern darin, dass sie das Geschäftsmodell dahinter pulverisiert. Wenn Nutzer künftig überwiegend KI-Agenten statt Software nutzen, versinkt das Lizenzgeschäft in der SaaSpocalypse, so unser Kommentar: Das Ende der SaaS-Gelddruckmaschine.

Dabei ist Microsoft-Software nicht nur von KI bedroht, sondern auch von Open-Source-Alternativen. Gründe für einen Wechsel gibt es viele, gerade steht digitale Souveränität hoch im Kurs, etwa mit europäischen Alternativen. Aber auch pragmatischere Argumente zählen: steigende Preise, Datenschutzprobleme, Cloud-Zwang und die aufgezwungene KI-Integration durch Microsoft Copilot. Das löst nicht nur bei Behörden ein Umdenken aus, sondern auch bei vielen Privatnutzern. Denn selbst wer im Job keine Wahl hat und mit dem Arbeitgeber in die Microsoft-Cloud muss, kann zu Hause immer noch eigene Entscheidungen treffen. Welche Alternativen ihr stattdessen nutzen könnt, erfahrt ihr im Video: Statt Microsoft — Diese vier Office-Pakete solltet ihr kennen.

Auch noch wichtig:

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  • Joel Spolsky warnte schon 2000 davor, Code lieber neu zu schreiben als zu lesen. Mit LLMs wird seine Diagnose zur drängenden Frage für jedes Team. Es ist die unterschätzte Senior-Disziplin: Code lesen statt Code schreiben.
  • In dieser Folge vom c’t uplink sprechen wir über die Vorwürfe zwischen der Document Foundation und Collabora. Und: Was war da los bei OnlyOffice, Nextcloud und Ionos? Darum geht es im c’t uplink: Zoff um Open-Source-Office-Lösungen.
  • Meta hat die Meta Ray-Ban Display für Entwickler geöffnet. Eine der ersten getesteten Apps ist eine Portierung des Spieleklassikers „Doom“: „Doom“ läuft jetzt auch auf Meta Ray-Ban Smart Glasses.
  • Magnetbahnen und Monorails werden oft als „Gadgetbahnen“ verspottet. Doch viele dieser Spezialsysteme haben ihre Berechtigung – wenn der Einsatzzweck stimmt von Monorails, Magnet- und Seilbahnen: Gadgetbahnen oder sinnvolle Systeme?
  • Technikanalysten des Bundestags warnen vor einer fatalen Blockade bei Hightech-Rohstoffen und skizzieren radikale Wege zu einer proaktiven Kreislaufwirtschaft. Es geht um digitale Souveränität: Wie Europa Chinas Griff nach Seltenen Erden brechen kann.
  • Elon Musks Weltraumfirma SpaceX plant Berichten zufolge einen Börsengang. Jetzt soll auch ein Termin dafür feststehen: 80 Milliarden US-Dollar Kapitalerhöhung für SpaceX-Börsengang geplant.
  • Weil Diesel krisenanfälliger ist als Benzin, war der Kraftstoff gut zwei Monate lang teurer als E10 – obwohl er deutlich niedriger besteuert wird: Diesel seit April 45 Cent billiger.
  • Ein chinesischer Overclocker hat einen neuen Weltrekord für den Takt handelsüblicher Prozessoren aufgestellt. Für 88 MHz mehr war der Aufwand enorm: Taktrekord von 9,2 GHz mit Intels 14900KF unter Helium.
  • Effizienz, Sparprogramm und ein Ziel: Die Bahn will zurück in die Gewinnzone. Chefin Palla spricht von einer „schwarzen Null“ und bringt die Bahn auf Sparkurs: Verschlankung soll Milliardenverluste beenden.
  • Die Wissenschaftsplattform verschärft erneut ihre Regeln. Wer KI-Müll als Wissenschaft ausgibt, wird gesperrt – und danach genauer geprüft: Sperre bei erstem Verstoß gegen KI-Papers bei arXiv.
  • Sony bringt ein 67 Megapixel auf Flaggschiff-Geschwindigkeit, Canon setzt auf Lüfter statt Sucher und Nikon schreibt Rekordverluste. Das sind die Fotonews der Woche 20/2026: Sony-Tempo, Canon ohne Sucher, Nikon rot.


(fds)



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Meta Ray-Ban Display unterstützen endlich die Erkennung neuronaler Handschrift


Meta Platforms hat den Funktionsumfang der Ray-Ban Display erweitert. Dazu gehört die Erkennung von per neuronalem Armband gezeichneter Handschrift. Dies hatte Meta-Chef Mark Zuckerberg bereits bei der Vorstellung dieser Smartglasses mit integriertem Display im September 2025 demonstriert, war bislang aber nicht für alle Nutzer verfügbar. Zudem lassen sich jetzt Videos von der Umgebung aufnehmen, die auch die im Brillenglas eingeblendete Anzeige enthalten. Die Navigation für Fußgänger wurde ebenfalls erweitert, etwa für Spaziergänge in europäischen Großstädten.

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Bei der Enthüllung der Ray-Ban Display, der Smartglasses mit Bildschirm und sEMG-Armband, letzten Herbst war die Erkennung von frei in der Luft oder auf dem Tisch geschriebenen Worten eine beeindruckende Funktion. Bei der Markteinführung Ende September 2025 war dies jedoch noch nicht möglich. Erst seit Anfang dieses Jahres können Nutzer im Rahmen eines Early-Access-Programms die neuronale Handschrift für WhatsApp und den Messenger verwenden. Ab sofort ist diese Funktion für alle Anwender verfügbar, neben den beiden genannten Apps auch für Instagram und die nativen Nachrichten-Apps von Android und iOS.

Die Ray-Ban Display erlauben nun auch das sogenannte „Display Recording“, wie Meta es nennt. Das sind Videoaufnahmen der Umgebung, bei denen das in den Smartglasses integrierte Display ebenfalls aufgenommen wird, einschließlich Tonaufnahmen. Damit können Nutzer ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit diesen Smartglasses demonstrieren. Zudem hat Meta Platforms die Navigation für Fußgänger mit den Ray-Ban Display ausgebaut. Diese Funktion soll inzwischen die USA komplett abdecken, unterstützt aber auch Spaziergänger in „bedeutenden internationalen Städten“ wie London, Paris, Rom und weitere bislang ungenannte Großstädte.

Weiterhin wird das von den Smartglasses in Echtzeit durchgeführte Transkribieren von Sprache auf WhatsApp, Facebook Messenger und Instagram-Sprachnachrichten ausgeweitet. Nachrichten und Anrufe erhalten damit in den Ray-Ban Display eingeblendete Untertitel. Meta Platforms weist auch erneut darauf hin, dass die Ray-Ban Display offen für Entwickler sind. Diese können jetzt Apps für die Smartglasses mit integriertem Display bauen. Eine der ersten getesteten Apps war eine Portierung des Spieleklassikers „Doom“ für die Meta Ray-Ban Smartglasses.

Die Meta Ray-Ban Display sind derzeit wegen Lieferengpässen allerdings nur in den USA erhältlich. In der EU erschweren zudem Vorgaben zu Batterien und KI die Markteinführung. Einem Bericht zufolge plant Meta noch für dieses Jahr eine zweite Generation der Smartglasses. Möglicherweise hebt sich Meta die weltweite Einführung für dieses Nachfolgemodell auf.

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(fds)



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