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Datenschutz & Sicherheit

Mythos findet nur eine Sicherheitslücke in curl


Anthropics KI-Modell Claude Mythos Preview gilt als zu gefährlich für die Öffentlichkeit, zumindest nennt das Unternehmen diese Begründung, warum es nur eingeschränkten Zugang zu dieser ausgefeilten KI-Schwachstellensuche gibt. Ausgewählte Nutzer und Projekte durften Mythos testen – so auch Daniel Stenberg, Maintainer des Download-Tools curl. Mythos wurde genau einmal fündig.

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Der Testlauf überrascht, denn der curl-Maintainer schimpfte Anfang des Jahres noch über „Scheiß-Berichte“ in Form von KI-Bug-Reports und hatte vor einem Jahr schon mal „die Nase voll“ davon. Zwischenzeitlich stellte er das Bug-Bounty-Programm auf HackerOne sogar ein, um schließlich doch wieder dorthin zurückzukehren, da die Bug-Verwaltung damit besser funktioniert als etwa mit GitHub.

Im Rahmen des Projekts Glasswing sollte Stenberg Zugang erhalten. Nach Schluckauf bei der Einrichtung hat eine Drittperson den Test anhand der curl-Quellen übernommen, schreibt Stenberg in seinem Blog.

Stenberg weist darauf hin, dass sie natürlich curl bereits mit mehreren unterschiedlichen und fähigen KI-Tools untersucht haben – als Zugabe zu „normalen“ statischen Code-Analysetools, dem Setzen von sehr wählerischen Compiler-Optionen oder dem Einsatz von Fuzzing über Jahre hinweg. Mit diesen Tools seien in den vergangenen acht bis zehn Monaten rund 200 bis 300 Bugs entdeckt und zugehörige Bugfixes in curl gemergt worden. Ein Haufen dieser Meldungen seien bestätigte Schwachstellen und haben CVE-Einträge erhalten.

Die Entwickler setzen auch Tools wie GitHubs Copilot und Augment Code zum Prüfen von Pull-Requests ein. Deren Anmerkungen und Befunde helfen, den Code zu verbessern und keine Fehler zu mergen. Das passiert zwar trotzdem noch, aber die Review-Bots würden regelmäßig Probleme beleuchten, die die Programmierer dann beheben. Der Punkt von Stenberg ist hierbei, dass die KI-Reviews als Zusatz zu menschlichen Prüfungen genutzt werden; sie helfen lediglich und ersetzen die Menschen nicht. Inzwischen sehe er auch ein hohes Aufkommen an qualitativ hochwertigen Sicherheitsberichten das Projekt fluten, IT-Sicherheitsforscher setzten KI nun umfassend und effektiv ein.

Der Scan mit Mythos hat im Bericht fünf Befunde ausgespuckt, führt Stenberg weiter aus. Sie hätten mit mehr gerechnet. Er und sein Sicherheitsteam haben dann in den berichteten Problemen für einige Stunden herumgestochert und sind bei einer bestätigten Lücke angekommen. Von den anderen vier waren drei falsch-positive Meldungen – die waren in der API-Dokumentation bereits erklärt – und bei der vierten kamen die Programmierer zu dem Schluss, dass es sich lediglich um einen Bug handele.

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Genüsslich setzt Stenberg fort, dass die übrig gebliebene Sicherheitslücke einen CVE-Eintrag erhalten wird, mit dem Schweregrad „niedrig“. Sie wird in curl 8.21.0 Ende Juni geschlossen. Interessierte finden in Stenbergs Blog-Eintrag noch weitergehende Einordnungen und Details sowie weitere Informationen aus dem Mythos-Bericht. Am Ende bleibt Stenberg weiter versöhnlich. Die KI sei inzwischen deutlich besser geworden und tatsächlich ein hilfreiches Werkzeug.


(dmk)



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Datenschutz & Sicherheit

Polymarket: Kriminelle sollen Kryptowerte in Millionenhöhe gestohlen haben


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English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Polymarket bestätigte am Donnerstag, dass ein kompromittierter Drittanbieter für einige Nutzer Schadcode in die Website eingeschleust habe. Der Vorfall sei eingedämmt und die betroffene Komponente entfernt worden. Betroffene Nutzer würden kontaktiert und vollständig entschädigt, schreibt das Unternehmen auf X.

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Weitere Details nannte Polymarket zunächst nicht. Unklar bleibt, welcher Dienstleister kompromittiert wurde, wie der Angriff im Einzelnen ablief, wie viele Nutzer betroffen waren und wie hoch der Schaden ist. Gegenüber TechCrunch bestätigte ein Polymarket-Sprecher lediglich, dass bei dem Vorfall Geld von Nutzern gestohlen wurde.

Die Blockchain-Sicherheitsfirma PeckShield meldete auf X, dass es sich offenbar um eine Phishing-Kampagne gegen Polymarket-Nutzer handelt. Dabei sollen Kryptowerte im Wert von rund 3 Millionen US-Dollar gestohlen worden sein, konkret PUSD. PUSD ist der an den US-Dollar gekoppelte interne Dollar-Token, mit dem Polymarket Wetten abrechnet. Der Angreifer habe die gestohlenen Werte über eine Bridge vom Polygon-Netzwerk ins Ethereum-Netzwerk verschoben und dort in Ether getauscht.

Polymarket war erst wenige Tage zuvor wegen mutmaßlich manipulativer Influencer-Werbung in die Kritik geraten. Laut Wall Street Journal soll das Unternehmen Influencer für Videos bezahlt haben, in denen angebliche Wetten und Gewinne gezeigt wurden, die tatsächlich auf nachgebauten Seiten oder internen Testumgebungen entstanden.

Prognosemärkte wie Polymarket und Kalshi verzeichnen starkes Wachstum, sind rechtlich und politisch aber stark umstritten. In den USA laufen derzeit mehr als 30 Verfahren zur Zulässigkeit solcher Plattformen. Kritiker befürchten, dass Prognosemärkte Grenzen verschieben: Informationen aus erster Hand könnten zu Wettvorteilen werden, Krisen und Unglücke zu Anlageobjekten. Besonders problematisch wäre es, wenn finanzielle Interessen nicht nur auf den Ausgang eines Ereignisses setzen, sondern diesen selbst beeinflussen.

Trotzdem wächst der Markt inzwischen so stark, dass er neue Wettbewerber auf den Plan ruft: So soll Meta Berichten zufolge an einer Prognoseplattform namens „Arena“ arbeiten, bei der wohl aus rechtlichen Bedenken zunächst Spielgeld statt Echtgeld eingesetzt würde.

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(tobe)



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Datenschutz & Sicherheit

Netzwerkbetriebssystem Arista EOS: Angreifer können Systemdaten manipulieren


Wenn Admins in Cloud-Infrastrukturen oder Rechenzentren Router und Switches mit Arista EOS nutzen, können Angreifer an mehreren Schwachstellen ansetzen. Stimmen die Voraussetzungen, sind Systeme kompromittierbar. Bislang gibt es keine Hinweise auf bereits laufende Attacken.

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In einer Warnmeldung finden sich unter anderem Informationen zu einer „kritischen“ Lücke (CVE-2026-11705). Daran können Angreifer aber nur ansetzen, wenn im Kontext von Streaming Telemetry Agent die TerminAttrRW-Option aktiv ist. Den Entwicklern zufolge ist das aber keine Standardeinstellung, sodass Geräte nicht per se angreifbar sind.

Ist die Voraussetzung erfüllt, können Angreifer durch das Versenden von präparierten Paketen Fehler auslösen und danach Systemdaten modifizieren. Aufgrund der kritischen Einstufung ist davon auszugehen, dass Geräte danach als kompromittiert gelten.

Bislang ist dagegen nur die EOS-Version 4.36.1F erschienen. Für ältere Ausgaben sind bislang nur Fixes verfügbar, die Arista in der Warnmeldung auflistet. Weitere Sicherheitspatches sollen folgen. Um Netzwerke vor solchen Attacken zu schützen, können Admins den Streaming-Telemetry-Agenten (TerminAttr) deaktivieren.

Durch das erfolgreiche Ausnutzen weiterer Lücken werden etwa manipulierte Zertifikate akzeptiert (CVE-2026-52896 „hoch“) oder Angreifer können Zugangsdaten einsehen (CVE-202652895 „mittel“).

In einer weiteren Warnmeldung führen die Entwickler noch eine Lücke (CVE-2026-12546 „mittel“) auf. Darüber ist die Authentifizierung umgehbar. In den verlinkten Warnmeldungen finden Admins weiterführende Hinweise zu den Schwachstellen und konkret bedrohten EOS-Versionen.

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(des)



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Datenschutz & Sicherheit

Chrome: Zwei Updates in einer Woche


Google hat den Webbrowser Chrome zum Freitag ein zweites Mal in dieser Woche aktualisiert. Damit stopft der Hersteller insgesamt 21 Sicherheitslücken. Der Grund für das zweite ungeplante Update ist jedoch unklar. Aber der Reihe nach.

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In der Nacht zum Mittwoch hat Google das übliche wöchentliche Browser-Update für Chrome herausgegeben. Das behandelt 18 Sicherheitslücken, von denen vier sogar die Risikobewertung als „kritisch“ erhalten haben. Dazu gehören zwei Use-after-free-Schwachstellen in WebGL (CVE-2026-13028, CVE-2026-13032), eine weitere in Autofill (CVE-2026-13038) sowie potenzielle Lesezugriffe außerhalb vorgesehener Speichergrenzen in der Komponente „Blink>InterestGroups“ (CVE-2026-13033). Bei Use-after-free-Sicherheitslücken greift der Programmcode auf bereits freigegebene Ressourcen zu, deren Inhalte daher nicht definiert sind. Angreifer können das oftmals sogar zum Ausführen von Schadcode missbrauchen, etwa bei der Anzeige sorgsam präparierter Webseiten.

Zum Freitag haben Googles Entwickler nun eine Aktualisierung nachgelegt, die außerhalb des üblichen Zeitplans erfolgt. Das passiert normalerweise etwa, wenn Schwachstellen bereits attackiert werden. Davon schreibt Google jedoch nichts. Lediglich drei Schwachstellen bessert das Update demnach aus, und die schätzen die Programmierer auch „nur“ als ein hohes Risiko ein. Darunter sind erneut zwei Use-after-free-Schwachstellen, einmal in Payments (CVE-2026-13282) und einmal in AdFilter (CVE-2026-13283). Außerdem korrigiert das Update einen Integer-Überlauf in der Mojo-Komponente (CVE-2026-13281).

Üblicherweise schreibt Google in den Versionsankündigungen, wenn das Unternehmen davon weiß, dass Sicherheitslücken bereits im Internet angegriffen werden. In beiden Versionsankündigungen finden sich jedoch keine derartigen Hinweise. Dennoch sollten Nutzer von Chromium-basierten Webbrowsern etwaige verfügbare Aktualisierungen zügig anwenden. Das reduziert die potenzielle Angriffsfläche auf jeden Fall.

Aktuell sind ab Freitag nun die Versionen Chrome 149.0.7827.200 für Android und Linux sowie 149.0.7827.200/201 für Mac und Windows. Die lassen sich über den Versionsdialog direkt im Browser installieren (Einstellungsmenü, dort „Hilfe“ – „Über “). Unter Linux muss in der Regel die Softwareverwaltung der Distribution aufgerufen werden. Auf Smartphones bringen die App-Stores die Updates auf die Geräte – allerdings oft mit größeren Verzögerungen; eine Beschleunigung lässt sich dort nicht erzwingen. Auch Nutzer von Browsern wie Microsofts Edge, die auf Chromium basieren, sollten nach Updates Ausschau halten.

Vor zweieinhalb Wochen musste Google mit einem Update außer der Reihe eine bereits angegriffene Schwachstelle im Webbrowser Chrome schließen.

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(dmk)



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