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Nachgefragt: Diese Technik steckt in der Mini SSD von Biwin

Welche Technik steckt eigentlich in der winzigen Mini SSD von Biwin? Auf diese Frage hat ComputerBase jetzt Antworten direkt vom Hersteller. Auf Anfrage der Redaktion nannte Biwin sowohl den Controller als auch den NAND-Flash. Beide sitzen nebeneinander in dem kleinen Chip-Gehäuse.
Eine SSD im Speicherkartenformat
Einen ganz neuen Formfaktor für SSDs hat Biwin mit der Mini SSD geschaffen. Diese misst lediglich 17 × 15 × 1,4 mm und ist damit etwa halb so groß wie eine 1-Euro-Münze. Wie eine Speicherkarte wird die SSD in ein kompatibles Gerät von außen eingeschoben, sie lässt sich also sehr leicht wechseln. Bisher nutzen aber nur einige Gaming-Handhelds wie der GPD Win 5 das neue SSD-Format von Biwin.
So sieht es von innen aus
Als Controller setzt Biwin nach eigenen Angaben auf den SM2268XT2 von Silicon Motion. Dieser misst normalerweise selbst bereits 11 × 7,7 mm in seinem Package für herkömmliche SSDs, doch kommt er „nackt“, also ohne Chip-Gehäuse in der Mini SSD zum Einsatz, die im Grunde selbst das Chip-Gehäuse darstellt.
Somit bleibt auch genügend Platz für den flächenmäßig größeren NAND-Flash-Speicher. Hierbei handelt es sich laut Biwin um Samsungs V8 TLC, also die achte Generation mit 236 Layern. QLC-NAND gibt es in dieser Generation nicht.
In der maximalen Konfiguration werden 16 NAND-Dies zu je 128 GB (1 Tbit) übereinander gestapelt, um 2 TB SSD-Speicherplatz zu bieten.
Der Controller in der Mini SSD
Der Controller SM2268XT2 ist kein Unbekannter, denn er kommt zum Beispiel in der Crucial E100 oder der Kingston NV3 zum Einsatz. Er unterstützt PCIe 4.0 x4 und NVMe 2.0, bietet vier Speicherkanäle sowie zwei Kerne (Arm Cortex R8). Auf der Mini SSD wird er aber praktisch „halbiert“, denn es wird nur PCIe 4.0 x2 genutzt. Während er also sonst bis zu 7.400 MB/s erreicht, sind es hier nur 3.700 MB/s. Beim Schreiben verspricht Biwin maximal 3.400 MB/s.
Eindrücke von der CES
Zur CES 2026 hat die SSD einen Namen erhalten: Biwin CL100 nennt sich die Serie, die Modelle mit 512 GB, 1 TB und 2 TB Speicherplatz umfasst.
Ähnlichkeiten zu einer Speicherkarte zeigen sich auch daran, dass Biwin einen „Mini SSD Reader“ mit der Kennung RD510 präsentierte. Dieser wird via USB4 mit 40 Gbit/s angebunden. Dass die maximalen Datenraten dort nur mit 3.300 MB/s lesend und 3.000 MB/s schreibend angegeben werden, verwundert allerdings. Zumal darin ein kleiner Lüfter zum Einsatz kommt. Im Benchmark vor Ort mit dem Handheld GPD Win 5 wurden wiederum über 3.500 MB/s erzielt.
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Lenovo Legion Go Fold Concept: Gaming-Handheld mit Faltdisplay wandelt sich zum Laptop

Lenovo hat sich zum MWC 2026 überlegt, welchen Formfaktor und welches Einsatzgebiet Gaming-Handhelds zusätzlich zum etablierten Standard haben können. Entstanden ist dabei das Legion Go Fold Concept mit faltbarem OLED-Bildschirm. Dieser lässt sich vertikal, horizontal, geöffnet oder geschlossen und als Laptop-Bildschirm nutzen.
Das Konzept ist zur Mobilfunkmesse in Barcelona erst einmal genau das: ein Prototyp mit fragwürdiger Verarbeitungsqualität und ohne konkrete Pläne zur Umsetzung in der Serie. Dennoch zeigt Lenovo damit, was mit heutiger Technologie möglich wäre.
Standard-Handheld-Modus
Im unveränderten Ausgangszustand sieht das Legion Go Fold gar nicht mal so viel anders aus als ein regulärer Gaming-Handheld wie zum Beispiel das ebenfalls von Lenovo stammende Legion Go 2. Zwei Bedienelemente mit typischen Eingabegeräten wie Analogsticks, Triggern und Tasten fassen im Standard-Handheld-Modus ein 7,7 Zoll großes OLED-Display ein, das sich damit knapp oberhalb eines Steam Deck OLED bewegt, das auf 7,4 Zoll kommt.
Vertikaler Split-Screen-Modus
Dass der Bildschirm etwas Spezielles zu bieten hat, ist aber schon in diesem Modus anhand der Krümmung im oberen Bereich erkennbar. Der hintere Teil des Panels lässt sich nämlich nach oben klappen, um in den vertikalen Split-Screen-Modus zu wechseln, wie Lenovo ihn bezeichnet. Die Idee dahinter: Der Spieler kann auf der einen Hälfte des Display spielen und sich auf der anderen Hälfte andere Inhalte anzeigen lassen, wie zum Beispiel einen Stream oder Lösungswege für das Spiel.
Horizon-Vollbildmodus
Das Ganze funktioniert aber auch in der horizontalen Ausrichtung. Die seitlichen Gamepads lassen sich von der langen Seite des Bildschirms lösen und an der kurzen Seite einrasten, um daraufhin im „Horizon-Vollbildmodus“ einen 11,6 Zoll großen Bildschirm zum Spielen zu erhalten. Das POLED-Panel bietet 2.435 × 1.712 Pixel im 16:10-Format, eine Bildwiederholfrequenz von 165 Hz, deckt 100 Prozent von DCI-P3 ab und soll bis zu 500 nits hell werden. Touch wird von dem Bildschirm ebenfalls unterstützt.
Konzept mit Intel Lunar Lake
Die gesamte Hardware kommt ebenfalls in dem Bildschirm-Element unter, wie Gewicht, Anschlüsse und Luftauslässe verdeutlichen. Die Dimensionen betragen 282,5 × 189,1 × 8,5 mm, das Gewicht liegt bei 638 g für den Bildschirm samt Technik und weitere 230 g für die Controller. Unter der Haube kommt Intel Lunar Lake mit dem Core Ultra 7 258V, Intel Arc 140V und 32 GB LPDDR5X-8533 zum Einsatz. Das Konzept war zudem mit einer 1 TB großen PCIe-Gen4-SSD bestückt. Die Akkukapazität beträgt 48 Wh.
Verwendung als Display für ein Convertible
Auf die Controller lässt sich auch gänzlich verzichten, dann spricht Lenovo vom erweiterten Desktop-Modus. Mit entsprechendem Zubehör wie drahtloser Tastatur und Maus lässt sich das Legion Go Fold auch als Convertible mit Windows 11 nutzen. Abseits des Touchpads auf der Tastatur-Kickstand-Kombination kann der rechte Controller des Handhelds dann auch als Maus verwendet werden. Dabei ist dieser Controller auch mit einem kleinem Bildschirm ausgerüstet, der als Kombination aus Touchpad und kleinem Display zur Darstellung von Leistungsmetriken und anderen Einstellungen sowie anpassbarer Hotkeys dient.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Lenovo unter NDA im Rahmen einer Veranstaltung des Herstellers in Barcelona erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers oder eine Verpflichtung zur Berichterstattung bestand nicht. Die einzige Vorgabe aus dem NDA war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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Resident Evil Requiem unter Linux: Erfahrungen
So gut Resident Evil Requiem technisch unter Windows auch ist, technische Probleme begleiten das Windows-Spiel unter auf dem Linux-Desktop: Nur mit AMD Radeon und damit auch im Steam Deck läuft es rund, Nvidia und Intel schwächeln noch.
Auf dem Steam Deck gut spielbar
Die gute Nachricht zuerst: Resident Evil Requiem läuft auf dem Steam Deck – und das ganz ohne offizielle Steam-Deck-Kompatibilität.
In den ersten 60 bis 90 Minuten Spielzeit liegt die Framerate in der Regel über 45 FPS mit minimalen Einstellungen. Lediglich das Upscaling musste von Hand von FSR 1 auf FSR 3 geschaltet werden. Alles weitere hat der Titel korrekt der Leistung der Konsole entsprechend eingestellt.
Trotz der niedrigen Settings, der geringen Auflösung und des Upscalings sieht das Spiel auf dem keinen Display des Steam Deck sehr gut aus. Es spielt sich flüssig, nur ab und an spürt man einen kleinen Ruckler, der aber den Spielspaß nicht trübt. Was die Gründe für die fehlende Freigabe seitens Steam sind, erschließt sich an der Stelle nicht.
Große Probleme auf dem Linux-Desktop
Für den Ersteindruck von Resident Evil Requiem auf dem Linux-Desktop kommt ein CachyOS-System mit aktuellem Patch-Stand zum Einsatz. Angetrieben wird das System von einem Ryzen 7 7700X, 32 GB DDR5-6000 und aktuellen Grafikkarten aller drei großen Hersteller. Software-Basis bilden der Linux Kernel 6.19, Mesa 26.0.1 und Nvidia 590.48.01. Als Proton dient die angepasste CachyOS-Version.
AMD Radeon RX 9070
Grundsätzlich läuft Resident Evil Requiem gut mit der Radeon. Die Performance stimmt und ist nah dran an Windows. Doch ein wesentliches Feature fehlt: Raytracing. Das Spiel blendet die Option gar nicht erst im Menü ein. Dafür lässt sich FSR 4 problemlos erzwingen. Nötig bleibt dafür weiterhin ein angepasstes Proton.
Nvidia GeForce RTX 5070
Die GeForce-Karte bereitet unter Linux hingegen mehr Sorgen. Nicht nur, dass auch hier Raytracing nicht zur Verfügung steht; es gibt auch zahlreiche Bildfehler, welche ein Spielen unmöglich machen. Auch muss der Titel in puncto Performance deutlich Feder lassen im Vergleich zu Windows.
Intel Arc B580
Bei Intel hingegen sieht die Sache anders aus und dennoch schlechter. Zum einen steht Raytracing, wie auch auf den anderen Grafikkarten, nicht zur Verfügung. Im Gegensatz zu Nvidia läuft Resident Evil auf der Battlemage-Karte ohne Grafikfehler. Doch was das Ganze unspielbar macht, ist die Performance. Selbst mit minimalen Einstellungen und dem Einsatz von Upscaling kommt man kaum in den unteren zweistelligen FPS-Bereich.
Fazit
Resident Evil Requiem mag ein gutes Spiel sein, doch Linux-Spieler müssen sich noch gedulden – je nachdem auf welcher Plattform man unterwegs ist.
Das Steam Deck bietet aktuell wohl die beste Erfahrung um den Titel in Relation zu Hardware unter Linux zu spielen. Auch mit einer AMD-Grafikkarte kann man weitestgehend unbesorgt spielen – wenn man auf Raytracing verzichten kann. Für Nvidia- und Intel-Nutzer heißt es hingegen noch warten: Während Nvidia die Probleme wohl mit einem Treiberupdate wird lösen können, wird es vermutlich mit Intel Arc noch länger dauern.
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Massenüberwachung und autonome Waffen: Wie OpenAI den Pentagon-Vertrag von Anthropic übernimmt
Die Trump-Administration eskaliert den Streit um KI-Massenüberwachung und autonome Waffen: Anthropic wird als Lieferketten-Risiko eingestuft und soll aus den Systemen des US-Kriegsministeriums verschwinden. Die offene Lücke besetzt jetzt OpenAI. Öffentlich wird nun diskutiert, welche Zugeständnisse dafür nötig waren.
Trump beendet Verhandlungen, Hegseth eskaliert den Konflikt
Dass sämtliche US-Bundesbehörden keine Anthropic-Modelle mehr verwenden soll, erklärte am späten Freitagnachmittag zunächst US-Präsident Donald Trump. Nun läuft eine sechsmonatige Übergangsfrist, in der etwa das Kriegsministerium Zeit hat, um die KI-Systeme zu ersetzen. Trump bezeichnete Anthropic als vermeintlich linke und woke Firma, von der sich das US-Militär nicht vorschreiben lasse, wie es Kriege zu führen habe.
Wie die Journalisten Kevin Roose und Casey Newton im Hard-Fork-Podcast berichten, erfolgte Trumps Posting zu einem Zeitpunkt, als Anthropic und das Kriegsministerium im Hintergrund noch verhandelten. Die Gespräche waren damit beendet. Für Anthropic-Mitarbeitende wirkte es zu diesem Zeitpunkt trotzdem wie eine letztlich zufriedenstellende Lösung, weil Trump weder die Einstufung als Lieferkettenrisiko noch den Defense Production Act erwähnte – das waren die massiven Drohungen in diesem Konflikt.
Kurz nach Trump legte aber US-Kriegsminister Peter Hegseth nach. Er verkündete, Anthropic als Lieferkettenrisiko für die Nationale Sicherheit einzustufen. „Mit sofortiger Wirkung dürfen keine Auftragnehmer, Lieferanten oder Partner, die mit dem US-Militär Geschäfte machen, kommerzielle Aktivitäten mit Anthropic durchführen“, so Hegseth.
Inwieweit sind Google und Amazon betroffen?
Damit erfolgte also die Eskalation. Hätte die US-Administration ausschließlich die Verträge beendet, wäre es ein finanzieller Schaden für Anthropic gewesen, der aber keine Auswirkungen auf das Alltagsgeschäft hat. Indem Anthropic nun als Lieferkettenrisiko klassifiziert ist, ändert sich das. Relevant ist das vor allem für Amazon und Google. Beide Big-Tech-Konzerne sind mit zweistelligen Milliarden-Beträgen in Anthropic investiert und stellen die Cloud-Computing-Kapazitäten für das KI-Unternehmen bereit. Gleichzeitig erfüllen diese aber auch Aufträge für das Pentagon.
Interessant ist, wie Anthropic die Auswirkungen der Lieferkettenrisiko-Einstufung einordnet. Für Privatnutzer soll diese keine Konsequenzen haben. Bei Unternehmen, die Verträge mit dem Pentagon haben, ist der Einsatz von Claude-Modellen nur unterbunden, wenn an Aufträgen für das Pentagon gearbeitet wird. Außerhalb der Pentagon-Abkommen können betroffene Unternehmen wie gehabt die Anthropic-Systeme verwenden.
Nach Lesart von Anthropic müssten die Cloud-Anbieter also lediglich sicherstellen, dass Claude-Modelle nicht die Pentagon-Aufträge involviert sind. Aufwändig, aber machbar. Folgt man hingegen der Lesart des Kriegsministeriums, müsste die Zusammenarbeit hingegen komplett beendet werden, wenn Amazon und Google weiterhin Dienste für das Pentagon anbieten wollen.
Anthropic will gegen die Lieferkettenrisiko-Einstufung klagen
In einer Stellungnahme bedauert Anthropic derweil, dass man sich nicht mit dem Kriegsministerium auf einen Vertrag einigen konnte. Die Ausnahmen für autonome Waffen und Massenüberwachung wären derzeit ohnehin nicht mit US-Recht vereinbar. Und vor allem für autonome Waffen würden die Modelle schlicht noch nicht zuverlässig genug arbeiten.
Gegen die Einstufung als Lieferkettenrisiko will man Klage einreichen. Dass ein US-Unternehmen so klassifiziert wäre, sei „rechtlich unlauter und ein gefährlicher Präzedenzfall für alle Unternehmen, die mit der US-Regierung verhandeln“. Bislang nutzten US-Administrationen dieses Mittel für chinesische Unternehmen wie Huawei oder russische Dienste wie Kaspersky Labs.
OpenAI nutzt Lücke und wird massiv kritisiert
Während Anthropic den Konflikt mit der Klage weiterführen will, hat OpenAI noch am Freitagabend bekanntgegeben, ein Abkommen mit dem US-Kriegsministerium abgeschlossen zu haben. Für das Pentagon will man eine angepasste Version der Modelle bereitstellen, die auch für den Umgang mit vertraulichen und klassifizierten Informationen freigegeben sind.
Sam Altman erklärte auf X, dass OpenAIs Vertrag auch die Ausnahmen für Massenüberwachung, das Steuern autonomer Waffen sowie automatisierte Entscheidungen mit weitreichenden Konsequenzen – also etwa Social-Credit-Systeme. Mit dem Kriegsministerium gebe es in diesen Bereichen auch keinen Dissens.
Die Kritik an diesem Abkommen ist dennoch enorm, in sozialen Medien trendete die Forderung, die ChatGPT-Abonnements zu kündigen. Seitdem sind OpenAI und Sam Altman vor allem um Schadensbegrenzung bemüht.
Kernkonflikt: Massenüberwachung und Steuerung autonomer Waffen technisch oder rechtlich ausschließen?
Der Kern des Konflikts ist die Frage, wie tief die Restriktionen in den KI-Systemen verankert sein müssen. Anthropic will Massenüberwachung im Inland sowie Steuerung autonomer Waffennutzung technisch ausschließen, während OpenAI zwar auch auf Sicherheitsrichtlinien hinweist, grundsätzliche aber den Vertrag als Instrument nutzt, um bestimmte Einsatzzwecke auszuschließen.
Anthropics Punkt ist aber, dass juristische Klauseln sich weiter auslegen oder schlicht missachten lassen. Verträge sind also keine Garantien. Die Auszüge aus dem Vertragstext, die OpenAI veröffentlicht hat, belegt diesen Vorwurf nun nach der Sichtweise von Kritikern.
Was laut dem Hard-Fork-Podcast aber wichtig bei der Bewertung der Verträge ist: Noch herrscht ein hohes Ausmaß an Unsicherheit über die Details. Vorsicht ist also angebracht. Es zeichnet sich aber ab, dass die Debatten in nächster Zeit vor allem um die Frage drehen, inwieweit rechtliche und vertragliche Vorgaben geeignet sind, um die Fähigkeiten von KI-Modellen einzuschränken. Was unter „lawful use“ – also rechtmäßiger Nutzung – zu verstehen ist, ist dabei einer der Knackpunkte.
xAI als weitere Alternative
Dass Anthropic als Lieferkettenrisiko eingestuft wird, bedauert Sam Altman. Während OpenAI also Anthropic tendenziell unterstützt, positioniert sich Elon Musk öffentlich voll auf Linie des Pentagon. Er und sein KI-Unternehmen xAI profitieren aber ebenfalls von dem Streit, künftig soll es auch eine angepasste Grok-Version für das Militär geben.
In mehreren US-Bundesbehörden bestehen aber enorme Zweifel, ob man Elon Musks KI-Dienste tatsächlich in klassifizierten Netzwerken nutzen will, berichtet das Wall Street Journal. Zu groß ist die Sorge vor Sicherheitsbedenken. Systemische Risiken würden etwa drohen, weil Grok übermäßig gefällig („sycophantic“) und zu anfällig für Manipulationen sei.
Als warnendes Beispiel nennen Vertreter der US-Regierung die rund um den Jahreswechsel veröffentlichte Bildfunktion in Grok, mit denen Nutzer massenhaft sexualisierter Bilder von Frauen und sogar Kindern erstellten. Dieser Vorfall zeige, wie Grok von feindlichen Akteuren ausgenutzt werden könnte.
US-Militär nutzt Claude-Modelle im Iran-Krieg
Im seit Samstag laufenden Iran-Krieg kommen Anthropics Claude-Modelle weiterhin zum Einsatz. Das gilt auch für das U.S. Central Command im Mittleren Osten, berichtet das Wall Street Journal unter Verweis auf Personen, die mit den Vorgängen vertraut sind.
Obwohl die Spannungen zwischen Kriegsministerium und Anthropic in den letzten Wochen bereits zunahmen, blieben die KI-Tools dem Bericht zufolge fest in die militärischen Abläufe integriert. Verwendet werden diese demnach für Lageanalysen, Zielidentifikationen und Simulationen von Gefechtsszenarien.
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