Künstliche Intelligenz
Neue 5G-Frequenzen in Österreich versteigert
39,4 Millionen Euro hat eine Versteigerung von Funkfrequenzrechten für Mobilfunkdienste in Österreich eingebracht. Die 2010 versteigerten Nutzungsrechte im Bereich um 2600 MHz laufen zum Jahresende aus, was die Neuvergabe erforderlich macht. Zusätzlich hat die Regulierungsbehörde TKK (Telekom-Control-Kommission) erstmals den ungepaarten Frequenzblock von 2300 bis 2360 MHz zugeteilt.
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Die erlöste Geldsumme ist fast exakt so hoch wie die 39,5 Millionen Euro des Jahres 2010 (Az. F4/08). Allerdings ist diesmal mehr Frequenzspektrum unter den Hammer gekommen, und das für wesentlich längere Laufzeiten, sodass der Preis pro Megahertz und Bandbreite und Jahr deutlich gefallen ist. Einerseits gibt es inzwischen nur mehr drei flächendeckende Mobilfunknetzbetreiber in Österreich, während 2010 noch vier geboten haben.
Andererseits war die Maximierung des Erlöses ausdrücklich kein Ziel des am Freitag zu Ende gegangenen Vergabeverfahrens (Az. F2/24). Stattdessen sollten dadurch Effizienz der Frequenznutzung, Wettbewerb, innovative Geschäftsmodelle, sowie Mobilfunkversorgung hinsichtlich Abdeckung und Qualität gefördert werden.
Das Ergebnis
Den erstmals vergebenen 2300-Mhz-Block hat sich Magenta (T-Mobile Austria) gesichert. Für die 60 MHz zahlt die Tochter der Deutschen Telekom 4,2 Millionen Euro. Denselben Preis bezahlt Drei (Hutchison Drei Austria) für 50 MHz ungepaartes Spektrum, wovon aber nur die 40 MHz von 2575 bis 2615 MHz frei nutzbar sind. Die Hälfte davon hat Drei bereits 2010 inne, die andere Hälfte muss A1 (Telekom Austria) zum Jahresende räumen. Der günstigere Preis könnte unter anderem daran liegen, dass mehrere Nachbarländer Österreich dieses Spektrum für Luftwaffenzwecke nutzen und so in Grenznähe Störungen auslösen könnten, Einfluss gehabt haben.
Bei den gepaarten Frequenzen im Bereich von 2600 MHz gibt es nur eine kleine Defragmentierung der Nutzungsrechte, die zugeteilte Bandbreite bleibt gegenüber dem aktuellen Stand unverändert. A1 und Drei erhalten je 2×25 MHz zum Preis von je gut elf Millionen Euro, Magenta zahlt für seine 2×20 MHz knapp neun Millionen Euro. Die 2600-MHz-Rechte laufen mindestens bis 2046, vielleicht aber auch bis 2050 oder gar 2055. Letzteres wäre dann der Fall, wenn sich Funktechnik und regulatorische Vorgaben für Zeitduplex-Betrieb (TDD) bis Ende 2042 positiv entwickeln, sich die Netzbetreiber auf Umschichtung ihrer Frequenzrechte einigen und spätestens 2046 tatsächlich TDD in Betrieb nehmen.
2010 hat noch Orange Austria (vormals One) 2×10 MHz ergattert. Doch Anfang 2013 übernahm Drei den Mobilfunk-Mitbewerber Orange. Noch am selben Tag reichte Drei die Orange-Diskonttochter Yesss an Marktführer A1 weiter. Die 2600-Mhz-Frequenzrechte Oranges wurden dabei zwischen A1 und Drei geteilt.
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Versorgungsauflagen
Die gepaarten Frequenzblöcke muss jeder Netzbetreiber spätestens Ende 2029 an 1.400 Sendestandorten verwenden, ab Ende 2032 an 1.600 Standorten und ab Ende 2036 an 2.000 Standorten. Sowohl Drei als auch Magenta müssen die ungepaarten Frequenzen spätestens Ende 2029 an jeweils 250 Standorten nutzen, Ende 2032 an mindestens 600 Standorten und ab Ende 2036 an 1.000 Standorten. Die ungepaarten Blöcke werden in aller Regel für den Downlink (vom Mobilfunknetz zum Endgerät) eingesetzt.
Eine Reihe von TKK-Bescheiden zeigt, dass Österreichs Mobilfunker ihre Versorgungsauflagen nicht immer lückenlos einhalten. Im Multiband-Vergabeverfahren des Jahres 2020 (Az. F1/16) wählte jeder Betreiber bestimmte, unterversorgte Katastralgemeinden aus, die er bis 2022 abzudecken gelobte. Keiner der drei Mobilfunker hat das zur Gänze geschafft. Den größten Rückstand hat Marktführer A1, der laut Bescheiden aus dem heurigen Jahr 33 der 349 selbst gewählten Gemeinden nicht hinreichend versorgt (Az. F 4/23, F3/24, F3/25). Daher soll A1 1,32 Millionen Euro Pönale entrichten.
(ds)
Künstliche Intelligenz
Thermal Master P4 im Test: Hervorragende Wärmebildkamera für Android-Handys
Isolierung prüfen, Lecks finden: Der Thermal Master P4 macht das Android-Handy zur Wärmebildkamera. Im Test überzeugt der Adapter mit Dual-Objektiv.
Eine Wärmebildkamera ist längst nicht mehr nur Profis und Handwerkern vorbehalten. Schwachstellen in der Isolierung aufspüren, Warmwasser- oder Stromleitungen lokalisieren – das geht auch ohne unhandliches Spezialgerät. Ein kompakter Smartphone-Adapter rüstet die Funktion nach, das Handy dient dabei als Display.
Mit dem P4 bringt Thermal Master einen neuen Wärmebildadapter fürs Smartphone auf den Markt – bereits das vierte Gerät des Herstellers, das wir getestet haben. Dank der Software-Skalierung wirkt das Wärmebild feiner aufgelöst, hinzu kommt ein Dual-Objektiv. Eine Einschränkung vorweg: Der P4 funktioniert ausschließlich mit Android. Ob er sich dennoch lohnt, zeigt dieser Test.
Design & Lieferumfang
Der Thermal Master P4 fällt auf – und das ist bei einem Infrarot-Adapter dieser Größe nicht selbstverständlich. Das Gehäuse aus Metall erinnert mit seinen abgerundeten Seiten und der quadratischen Grundform an eine miniaturisierte Retro-Kamera.
Die Farbgebung in Schwarz mit goldenen Akzenten wirkt edel: Die Infrarotlinse und die zusätzliche optische Linse sind von einem goldfarbenen Ring eingefasst. Mit Abmessungen von 53 × 29 × 11 mm ist der Adapter ziemlich kompakt – es gibt zwar noch kleinere Varianten, die optisch aber nicht mithalten können.
Im Karton liegen neben dem Adapter ein Hardcase mit Reißverschluss. Dieses misst etwa 100 × 80 mm und passt so noch gut in eine Hosentasche. Dazu kommt eine Schnellstartanleitung auch auf Deutsch sowie ein Verlängerungskabel mit USB-C- und USB-A-Anschluss. Damit kann man den P4 direkt mit einem Windows-Laptop verbinden.
App & Funktionen
Die zugehörige App „Thermal Master“ steht im Google Play Store zum Download bereit. Beim erstmaligen Einstecken ins Android-Handy fordert sie die Berechtigung zur Nutzung von USB-Geräten sowie den Kamerazugriff an. Die App ist übersichtlich aufgebaut. Am unteren Rand findet sich eine Navigationsleiste mit fünf zentralen Funktionen:
Das Thermometer-Icon steuert die Temperaturanzeige. Standardmäßig markiert die App den wärmsten und kühlsten Bereich im Wärmebild. Wer gezielter messen will, kann einzelne Bereiche per Kreis oder Rechteck auswählen – innerhalb der Markierung wird dann die jeweilige Temperatur eingeblendet.
Über das Kreis-Icon lässt sich die Farbpalette wechseln. Voreingestellt ist „Ion“ mit Lila- und Orangetönen, zur Auswahl stehen aber auch Regenbogenfarben oder Schwarzweiß mit Rotakzenten.
Das mittlere Kamera-Icon öffnet den Aufnahmemodus. Dort tippt man auf den zentralen Auslöser für ein Foto oder nutzt die rote Aufnahmetaste rechts für ein Video. Links gelangt man zur Galerie mit den bisherigen Aufnahmen.
Oberhalb des Wärmebilds lässt sich der Temperaturbereich festlegen – standardmäßig von −20 bis 150 °C oder von 100 bis 600 °C. Eine automatische Erkennung der Temperaturbereiche ist zuschaltbar. Diese erkennt, welcher Modus gerade passender ist, für den Alltag dürfte aber der erste Bereich die gebräuchlichste Wahl sein. Weitere Einstellungen sind über das Zahnrad-Icon erreichbar.
Bildqualität
Auf dem Smartphone-Display liefert der Thermal Master P4 ein erstaunlich scharfes Wärmebild. Das Datenblatt nennt 512 × 384 Pixel, tatsächlich skaliert die Software aber hoch – nativ löst der Infrarotsensor mit 256 × 192 Pixeln auf. Für einen Smartphone-Adapter ist das dennoch ein guter Wert, viele günstige Einsteiger-Dongles liefern nur 80 × 60 oder 160 × 120 Pixel.
Die Messgenauigkeit liegt bei ±2 °C und fällt damit eher großzügig aus. Die thermische Empfindlichkeit (NETD) von ≤35 mK kann sich hingegen sehen lassen und übertrifft sogar die Konkurrenz von Topdon, Hikmicro sowie Flir in dieser Preisklasse. Eine Kalibrierung mit einem externen Gerät ist allerdings nicht vorgesehen, der P4 ist werksseitig vorkalibriert. Damit eignet er sich eher für den Hobby- als für den professionellen Bereich.
In der Praxis trennt der P4 benachbarte Wärmequellen sauberer als einfache IR-Kameras mit geringerer Auflösung. Sichtbar werden so etwa Wärmebrücken in der Gebäudehülle, der Verlauf einer Fußbodenheizung oder lokal überhitzte Bauteile auf Leiterplatten. Im Außenbereich lassen sich auf mittlere Distanz auch Tiere oder die Restwärme eines kurz zuvor betriebenen Motorblocks erkennen.
Auf hochauflösenden Smartphone-Displays wirkt das per Software interpolierte Wärmebild deutlich homogener als bei vielen günstigen IR-Adaptern. Die native Sensorauflösung steigt dadurch zwar nicht, die Darstellung erscheint aber sichtbar feiner und übersichtlicher. Mit 25 Hz liefert der P4 zudem ein flüssiges Livebild, das auch bei Bewegungen gut ablesbar bleibt.
Thermal Master P4 – Wärmebildaufnahmen
Einen echten Mehrwert bietet das Dual-Objektiv: Eine zusätzliche optische Linse erfasst ein normales Kamerabild, das die App mit dem Wärmebild überlagert. So werden Konturen sichtbar und Fensterrahmen, Leitungen oder Bauteile lassen sich leichter zuordnen.
Standardmäßig kommt ein Hybridmodus zum Einsatz, bei dem das Wärmebild durch Konturen der optischen Linse ergänzt wird – das hilft bei der Orientierung. Alternativ lässt sich auf ein reines Infrarot- oder Kamerabild umschalten oder auf einen Mischmodus, der die Wärmebereiche nur als dezente Farbschicht über das Realbild legt.
Wie gut sich die Daten interpretieren lassen, hängt auch von der Farbpalette ab. Bunte „Rainbow“-Darstellungen machen selbst marginale Temperaturunterschiede sofort sichtbar. Für die professionelle Fehlersuche eignen sich monochrome Modi wie „White Hot“ besser – sie lenken weniger vom Wesentlichen ab.
Technische Daten
| IR-Auflösung | 512 × 384 Pixel (hochskaliert) / 256 × 192 Pixel (Sensor) |
| Messgenauigkeit (PCB) | ±2°C |
| Bildwiederholrate | 25 Hz |
| FOV | 40° x 30.2° |
| NETD | ≤35mK |
| Messbereich | -20 ℃ bis 600 ℃ |
| Produktgröße | 53 × 29 × 11 mm |
| Wasserdichtigkeit | keine |
Preis
Der Wärmebildadapter kostet direkt beim Hersteller derzeit 345 Euro – mit dem Code THERMALBF10 sinkt der Preis auf knapp 311 Euro. Bei Amazon kostet der Thermal Master P4 ebenfalls mit dem gleichen Rabatt-Code THERMALBF10 rund 359 Euro.
Anmerkung: Der Anbieter sitzt außerhalb der EU, europäische Verbraucherrechte lassen sich daher schwer durchsetzen. Thermal Master gewährt allerdings freiwillig zwei Jahre Garantie und ein 30-tägiges Rückgaberecht, bei Retouren können jedoch hohe Versandkosten anfallen. Bei Amazon greift der Käuferschutz und es gelten die Rückgaberegeln der Plattform.
Fazit
Der Thermal Master P4 zeigt eindrucksvoll, was Smartphone-Wärmebildadapter im Hobbybereich mittlerweile leisten. Der Sensor liefert eine solide Grundauflösung, die per Software sinnvoll hochskaliert wird. So lassen sich feinere Details erkennen als bei vielen günstigen Konkurrenten.
Ein Highlight ist das Dual-Objektiv: Die eingeblendeten Konturen oder das Kamerabild mit dezentem Wärme-Overlay erleichtern spürbar die Orientierung in der Praxis. Auch optisch und haptisch hinterlässt das Modul einen wertigen Eindruck. Praktische Extras sind zudem das mitgelieferte Hardcase und das Verlängerungskabel für den Einsatz am Windows-Laptop.
Leider fehlt dem schicken Gehäuse ein Wasser- und Staubschutz für den rauen Baustellen-Alltag. Zudem schränkt Thermal Master die Zielgruppe ein: Während der Vorgänger P3 noch iOS unterstützte, bleibt der P4 Android-Nutzern vorbehalten. Angesichts des vergleichsweise hohen Preises sind das Punkte, die man vor dem Kauf abwägen sollte. Mangels zusätzlicher Kalibrierung bleibt das Gerät primär etwas für Privatanwender.
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Bit-Rauschen: KI-Boom verteuert Notebook- und Desktop-CPUs
KI verändert gerade die Prioritäten der CPU-Hersteller. Das trifft nun spürbar Notebooks und Desktop-PCs. Um die hohe Nachfrage bei KI-Rechenzentren zu befriedigen, schichten AMD und Intel Fertigungskapazitäten auf Serverchips um. Das treibt die Preise für Prozessoren nun auch für hiesige PC-Bastler nach oben.
Thematisch dazu passend bietet ARM erstmals einen eigenen Serverprozessor an und will damit auch ein Stück vom großen KI-Kuchen abhaben.

Wie die meiste KI-Hardware stammt sie vom Auftragsfertiger TSMC, dessen Geschäft floriert. Dessen auf Jahre ausgebuchte Fabriken eröffnen konkurrierenden Halbleiterherstellern die Chance, ebenfalls mitzuverdienen.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Bit-Rauschen: KI-Boom verteuert Notebook- und Desktop-CPUs“.
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heise security Tour 2026: Jetzt noch zum Frühbuchertarif buchen
Auf der heise security Tour analysieren Experten die Herausforderungen der IT-Sicherheit und geben praxisrelevante Hilfestellung zu deren Bewältigung. Dieses Jahr stehen die Themen KI „mit|gegen|für“ Security, Lieferketten-Sicherheit und Identitäts-Management. Dazu gibt es auch wieder das Lagebild zur IT-Sicherheit von Jürgen Schmidt, dem Leiter von heise security, und einen Vortrag zur Praxis von IT-Recht & Compliance. Wer bis zum 22. April bucht, bekommt das Ticket für den Tour-Auftakt am 20. Mai in Köln noch zum vergünstigten Frühbucherpreis.
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Auf den Hund gekommen, aber immer noch 100 % unabhängig
Die eintägige Veranstaltung findet an mehreren Orten in Präsenz und an separaten Terminen auch digital statt. Die Tour 2026 macht Station in Köln am 20. Mai, in Hamburg am 28. Mai und in Stuttgart am 11. Juni; am 3. Juni gibt es das digitale Event und am 24. September einen digitalen Nachzügler-Termin. In Köln und Stuttgart wird übrigens eine Live-Demo mit einem speziell trainierten Datenspürhund das Programm auflockern.
Die heise security Tour richtet sich an technisch und organisatorisch Verantwortliche für IT-Sicherheit und Datenschutz in Unternehmen, Behörden und Organisationen aller Größen. Wie immer bei heise-security-Veranstaltungen gibt es keine Werbevorträge, alle Themen und Referenten wurden von der Redaktion ausgesucht. Aktuell gibt es noch alle Tickets zum reduzierten Frühbucherpreis, also für 595 statt regulär 645 Euro; die Tickets für die Digital-Termine kosten nur 545 statt 595 Euro. Weitere Informationen zum Programm und die Möglichkeit, Ihr Ticket zu buchen, finden Sie auf:
Bei heise security PRO ist das Ticket zur Tour schon dabei. Ferner kann man als PRO-Mitglied an allen heise security Webinaren kostenlos teilnehmen. Im exklusiven PRO-Forum und bei den monatlichen PRO-Talks tauschen sich Security-Professionals aus. Und im wöchentlichen PRO-Newsletter analysiert Jürgen Schmidt das aktuelle Security-Geschehen. Mehr zu heise security PRO gibt es hier:

(ju)
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