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Neue Markenkampagne: Otto zeigt, welch große Emotionen in einer Brotdose stecken


Otto macht emotionale Familienwerbung – im Mittelpunkt steht ein Mädchen und seine Brotdose

Bei Otto stehen die Zeichen auf Veränderung: Am 1. April übergibt CEO Marc Opelt den Staffelstab an seinen Nachfolger Boris Ewenstein. Dazu startet der Handelsriese eine neue Kampagne, die die Markenkommunikation über mehrere Jahre prägen soll. Im Mittelpunkt stehen die Geschichten, die hinter vermeintlich profanen Alltagsprodukten stecken.

Mit dem neuen Auftritt will das Unternehmen demonstrieren, welch hohen Stellenwert alltägliche Produkte in unserem Leben haben können. Dazu setzt Otto gemeinsam mit Stammagentur c/o Setzkorn auf große Emotionen, die man schon länger nicht mehr von Deutschlands größtem Onlinehändler gesehen hat – und erzählt die berührenden Stories hinter seinen Produkten.

Den Auftakt zur Kampagne bildet ein 60-sekündiger Film, der einen Vater und seine Tochter am Morgen ihres ersten Kita-Tags zeigt, während die Mutter auf der Arbeit weilt und per Videocall zugeschaltet ist. In der Kita angekommen, fällt Papa und Tochter der Abschied sichtlich schwer. Doch die Wehmut hält nur bis zur Frühstückspause an. Denn dann hat die vom Vater liebevoll befüllte Brotdose ihren großen Auftritt – und sorgt für ein Lächeln auf dem Gesicht des kleinen Mädchens. Die Botschaft von Otto am Ende des Spots: „Es ist mehr als eine Brotdose. Es ist ein Stück Zuhause zum Mitnehmen.“

„Die Kampagne legt den Fokus gezielt auf den emotionalen Kern des Produkts und darauf, welche Bedürfnisse es erfüllt, die über seine normale Funktion hinaus gehen. Wir zeigen die Momente im Leben, in denen ein Artikel Halt, Geborgenheit oder Beständigkeit vermittelt“, erklärt Laura Perenz, Divison Manager Brand & Campaigns bei Otto, die neue kommunikative Leitidee. „Als Marke möchten wir mit Otto in genau diesen Situationen präsent sein.“ Das Ziel der Kampagne sei es, die „Mental Availability“ der Marke nachhaltig zu stärken, also die Wahrscheinlichkeit, dass sie in relevanten Kaufsituationen von den Menschen erinnert wird.

Die Kampagne wurde von Stammagentur c/o Setzkorn Kemper entwickelt

Otto hat die neue Leitidee samt Markenkampagne laut eigenen Angaben im Rahmen eines mehrmonatigen Kreativprozesses gemeinsam mit c/o Setzkorn Kemper und weiteren Top-Kreativen sowie -Strategen entwickelt. „Wir denken Markenkommunikation bewusst nicht nur in dreimonatigen Kampagnen-Flights, sondern holistisch und langfristig“, ergänzt Perenz. „Dafür haben wir uns intensiv mit der Frage beschäftigt, welche Rolle Otto im Leben der Konsument*innen in Deutschland spielt. Was uns ausmacht, ist, dass wir unsere 12,6 Millionen Kund*innen sehr gut kennen und genau wissen, was sie bewegt. Gleichzeitig bieten wir ihnen qualitativ hochwertige Sortimente, auf die sie zählen können – in jeder Lebenslage. Das schafft eine einzigartige Absprungbasis für emotionales Storytelling.“

Otto spielt die neue Kampagne über sämtliche Kampagnen-Touchpoints hinweg und übersetzt sie für unterschiedliche Zielgruppen. Dabei richtet sich der Hauptspot an eine breite Zielgruppe, während die begleitenden Social- und Influencer-Marketing-Maßnahmen gezielt die Gen Z ansprechen sollen. So wird auf TikTok etwa mit dem bekannten Lied „Alle Vögel sind schon da“ der Frühling besungen – allerdings neu interpretiert mit zeitgenössichen Elektrobeats.
Der erste Flight der Kampagne ist ab dieser Woche bis in den September hinein in den Kanälen TV, OLV, CTV, Kino, (D)OOH, Social Media und Influencer Marketing zu sehen. Produziert wurde der Hauptspot von Element E unter der Regie von Bernd Faass. Die Musik kommt von 2WEI Music. Die Social Media Assets wurden von First Dot Pictures (Regie: Anton Seibold) produziert. Für die Influencer-Marketing-Maßnahmen ist WongDoody zuständig. Mediaplanung und -einkauf steuert Mediaplus.



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Kampagnenfortsetzung: Schwäbisch Hall lässt Wohnträume der Gen Z wahr werden


Auch scheinbar verrückte Wohnideen sind umsetzbar, will die Kampagne von Schwäbisch Hall zeigen

Bereits im vergangenen Jahr starteten Schwäbisch Hall und Ogilvy mit #MakeItReal eine Kampagne, die sich speziell an die Gen Z richtete. Die aktuelle Fortsetzung will junge Menschen dazu ermutigen, auch ihre ausgefallensten Wohnträume Wirklichkeit werden zu lassen.

Im Sommer 2025 startete die Bausparkasse Schwäbisch Hall gemeinsam mit Ogilvy die

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WM-Coup: Levi’s geht viral, weil FIFA Stadionlogo verbietet


Levi’s musste das namengebende Logo des eigenen Stadions in San Francisco verdecken, um der FIFA gerecht zu werden und hat kurzerhand einen aufsehenerregenden Marketing Move daraus gemacht. Denn das Brand-Logo funktioniert auch ohne Schriftzug.

Die FIFA verbietet Brands, die kein WM-Sponsoring betreiben, eine Außendarstellung im Rahmen der Herrenfußball-WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada. Das ist blöd für eine Reihe von Stadien, die das Sponsoring berühmter Brands – die aber nicht als Partner:in der FIFA auftreten – im Namen tragen. Und so wird während der WM aus dem MetLife Stadium das New York New Jersey Stadium, aus dem SoFi Stadium das Los Angeles Stadium und aus dem Levi’s Stadium das San Francisco Bay Area Stadium.

Levi’s musste für das Spiel zwischen der Schweiz und Katar, genau wie für die weiteren Partien, sogar das große Brand-Logo im Stadion selbst verdecken. Von der FIFA gesagt, von Levi’s getan – aber mit einem Twist. Denn Levi’s verdeckte den Namenszug in Weiß und mit der bekannten Batwing-Form. Seit ihrer Einführung 1967 ist diese Designform eng mit der Marke verknüpft, viele kennen sie von Levi’s T-Shirts und sie gehört zu den Bestsellern der Lifestyle Brand.

Sowohl die markennahe Umsetzung der FIFA-Restriktion als auch die anschließende Anpassung des Instagram und TikTok Accounts sorgten für viel Furore im Digitalraum. Levi’s konnte damit einen wichtigen Marketing-Moment selbst steuern, was sich nicht zuletzt für den Verkauf der eigenen Kollektionen passend zur WM anbietet.


Check24 schon wieder mit kostenlosem WM-Trikot:

Gegen Daten als Marketing-Coup

Check24-WM-Trikot vor Stadion mit buntem Konfetti und Lichtern
© Check24, Dmytro Aksonov via Canva

Levi’s: Marketing-Coup mit dem „[redacted] stadium“

Viele Zuschauer:innen mögen sich über die weiße Namensabdeckung vor dem in riesigen Lettern am Levi’s Stadium mit dem Wort „STADIUM“ gewundert haben. Und doch dürften sie erkannt haben, dass das verdeckte Wort sich nur auf die Marke Levi’s beziehen kann. Schon während des Spiels zwischen der Schweiz und Katar fiel die Änderung auf, die auf den FIFA-Regularien rund um die WM 2026 beruht. Dabei sorgte schon die Änderung für viel Aufmerksamkeit, die die Marke für sich nutzen konnte.

@ogkelleena #levisstadium #fifa #worldcup #bayarea #fyp @Levi’s @FIFA World Cup ♬ New York Stand Up New York Knicks Anthem – Bolo The Assassin

Levi’s selbst reagierte dann schnell und änderte im Instagram Account mit über zehn Millionen Followern und auf TikTok das Profilbild. Dort ist derzeit vor rotem Hintergrund ein weißes Batwing-Symbol zu sehen, genau wie im Stadion. Das jüngste Reel mit der Caption „Welcoming the world to the beautiful [redacted] stadium!“ konnte binnen 15 Stunden über 420.000 Likes und mehr als 5.000, vielfach begeisterte, Kommentare generieren. Das ist deutlich mehr als bei anderen Posts der Marke. Auf TikTok hat das Video fast neun Millionen Views (Stand: 15. Juni 2026).

Auch der Marketing Publisher Adweek berichtet auf Threads über den Marketing Move, der Levi’s derzeit zum Gesprächsthema unter den Marken der WM macht.

Marketing Move, der auch Conversions mit sich bringen kann

Damit folgt die US Brand für Bekleidung einem Marketing Playbook, das auch Tim Christiansen, General Manager DACH für Snapchat, gegenüber OnlineMarketing.de aufgerufen hat. Mit Blick auf Snapchat meint er:

Fußball lebt vom Austausch, aber die Art und Weise, wie Fans connecten, hat sich massiv ins Digitale verlagert. Snapchat ist heute das soziale Bindeglied: Wir ermöglichen es den Fans, hautnah dabei zu sein und ihre Emotionen zu teilen, egal, ob sie im Stadion sitzen oder von zu Hause aus zuschauen. Dass 57 % der Snapchatter*innen die App während der Spiele als aktiven Second Screen nutzen, zeigt deutlich: Das wahre Stadion-Feeling findet heute in der digitalen Community statt. Für Advertiser ist dieser Shift im Fan-Verhalten eine riesige Chance. Wer als Marke heute Fans wirklich erreichen will, darf nicht nur passiv berieseln, sondern muss dort stattfinden, wo die echte Konversation läuft […].

Während auf Snapchat Fußball-Stars wie Maxi Mittelstädt und Mario Götze für Fußball-Feeling sorgen, können Marken, die während eines medial so massiv begleiteten Großereignisses in den Vordergrund treten, langfristig profitieren. Die WM der Herren in Katar 2022 erreichte laut FIFA insgesamt über fünf Milliarden Menschen. 2026 dürften es deutlich mehr werden, weil es eben schon mehr Spiele und Mannschaften gibt. Dazu kommt, dass populäre Plattformen wie TikTok und YouTube als Preferred Platforms der FIFA in diesem Jahr exklusive Inhalte ausspielen, von Behind-the-scenes-Material bis hin zu Live-Übertragungen. Zählt man diverse Marketing-Kanäle dazu, kommen Milliarden Menschen weltweit an der WM nicht vorbei. 

Levi’s kann aufgrund der aktuellen Aufmerksamkeit auf zusätzliche Follower für die Social-Media-Kanäle und womöglich Besucher:innen der Websites oder Online Stores hoffen. Dort finden sich seit Kurzem zum Beispiel die sogenannten International Soccer Tees, eine Reihe von T-Shirts mit Länderfarben und -namen passend zur WM.

Außerdem hat die Marke Patches und Pins zur Auswahl, um das Fan-Erlebnis auch in Sachen Style aufzuwerten. Dazu kommen offizielle Football Collections in Kooperation mit den Verbänden aus Frankreich, England, den USA und Mexiko.





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Clevere WM-Werbeaktion: So bringt die BVG den Tooooooor-Jubel in die Berliner U-Bahn


Aus Oranienburger Tor wird Oranienburger Toooooor

Mit dem 7:1-Kantersieg gegen Curaçao hat die deutsche Nationalelf am Sonntagabend bei ihrem ersten WM-Auftritt abgeliefert. Die Berliner Verkehrsbetriebe haben das Torfestival offenbar vorhergesehen – und in einer Nacht- und Nebelaktion schon mal den Torjubel vorweggenommen.

Wer zurzeit am wohl bekanntesten Berliner Wahrzeichen in die U-Bahn steigt, wird womöglich seinen Augen kaum trauen. Denn aus dem „Brandenburger Tor“ ist das „Brandenburger Tooooooor“ geworden. Dasselbe ist mit allen anderen U-Bahnhöfen passiert, die ein „Tor“ im Namen tragen. Heißt: Auch die U-Bahnhöfe Frankfurter Tor, Hallesches Tor, Kottbusser Tor, Oranienburger Tor und Schlesisches Tor wurden in einer Nacht- und Nebelaktion vom 13. auf den 14. Juni und somit pünktlich zum ersten Spiel der deutschen Nationalelf bei der Fußball-WM umgewidmet. 

Hinter der Aktion stecken (natürlich) die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), die seit Jahren mit kreativer Eigenwerbung für Schlagzeilen sorgen. Mit dem jüngsten Coup, den die BVG gemeinsam mit der Agentur RYSM und der Werkstatt für Alles umgesetzt hat, will das Berliner Nahverkehrsunternehmen den WM-Jubel im öffentlichen Nahverkehr erlebbar machen. „Die Tore der BVG und die Tooooore der WM sind einfach eine natürliche Verbindung, die wir nur verlängern mussten. So bringen wir die Emotionen des größten Sport-Events mitten nach Berlin“, erklärt Alf Frommer, Executive Creative Director bei RYSM, die Hintergründe der „Tooooooor“-Schilder, die noch bis zum Ende der WM zu sehen sind. 
Ineke Paulsen geht davon aus, dass es nicht viel Überzeugungsarbeit braucht, um die Fahrgäste auf diese Weise für das Turnier zu begeistern. „Auch in diesem Sommer bringen wir wieder tausende Fans in die Lieblingsbar oder zum gemeinsamen Jubeln durch die Stadt“, sagt die Marketingleiterin der BVG. „Mit unseren ‚Toooooooor‘-Bahnhöfen wollen wir die gemeinsame Freude an der WM direkt in den Alltag unserer Fahrgäste bringen und der Stadt ein Lächeln schenken“, so Paulsen weiter. 
Auf die Aktion, die in den Medien und auf Social Media schon jetzt breit besprochen wird, ist man bei RYSM vor allem deshalb stolz, weil mit minimalem Aufwand maximale Wirkung erzielt und einfach das bestehende Stadt- und Linienbild zum Medium gemacht wurde. „Die beste Kreation ist oft die, die sich aus dem Offensichtlichen entwickelt. Wir mussten den Torjubel nicht erfinden, wir mussten ihn nur im Berliner Stadtplan finden und sichtbar machen“, sagt Sebastian Stelzer, Managing Creative Director bei RYSM.  

Wobei der Aufwand wohl nicht ganz gering war. „Sechs U-Bahnhöfe, eine Nacht, vier Teams – und am Morgen steht Berlin mancherorts vor einem neuen Stadtbild“, sagt Moritz Jüdes, Gründer und Geschäftsführer der Werkstatt für Alles, die RYSM bei der Nacht- und Nebelaktion unterstützte. Bereuen tut der Chef der auf Handwerk, Design und technische Konzeption spezialisierten Berliner Agentur und Manufaktur freilich nichts. „Ich liebe solche Aktionen: Eine gute Idee wird durch grundsolides Handwerk wachgeküsst und eine ganze Stadt kann das Ergebnis sehen“, sagt er.



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