Connect with us

Datenschutz & Sicherheit

Notfall-Update gegen Zeroday in Microsoft Office


Microsoft hat am Montag ein Notfall-Update für Microsoft 365 und mehrere Office-Versionen herausgegeben. Die zugrundeliegende Sicherheitslücke wird bereits aktiv ausgenutzt. Es reicht, wenn das Opfer eine entsprechend manipulierte Office-Datei öffnet, um den Angriff zum Erfolg werden zu lassen. Offenbar ist es damit möglich, Sicherheitsmaßnamen zu umgehen, die die Ausführung schädlicher OLE- (Objekt-Verknüpfung und -Einbettung) und COM-Komponenten (Component Object Model) verhindern sollen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Nähere Details verrät der Datenkonzern in seinen Mitteilungen bislang nicht. Die Sicherheitslücke ist als CVE-2026-21509 verzeichnet und mit einem CVE-Wert von 7.8 als „hoch“ eingestuft. Betroffen sind Microsoft 365 Apps for Enterprise sowie die Office-Versionen 2016 (Version 16.0.0 bis vor 16.0.5539.1001), 2019 (16.0.0 bis vor 16.0.10417.20095), LTSC 2021 und LTSC 2024, jeweils die Varianten für 32 Bit und 64 Bit.

Das Update für Office 2021 und 2024 wird serverseitig eingespielt; Anwender müssen lediglich ihre Office-Anwendungen komplett neu starten, um den Schutz zu erhalten. Das muss wohl auch für Microsoft 365 Apps for Enterprise gelten; Microsoft hat sich bislang dazu nicht geäußert, die einschlägige Webpage ist noch nicht aktualisiert.

Für mit Großhandelslizenzen installierte Office 2019, wie zum Beispiel Office Professional Plus 2019, ist die Unterstützung zwar ausgelaufen, doch hat der Softwarekonzern dennoch ein Update aufgelegt. Um die Sicherheitslücke zu schließen, gilt es, auf Version 1808 Build 10417.20095 upzugraden. Für lokal installierte Office 2016 gibt es das Update KB5002713, welches das Update KB5002522 vom 13. Februar 2024 ersetzt. Alternativ können Windows-Benutzer in den beiden letztgenannten Fällen die System-Registry manuell bearbeiten.

Für im Einzelhandel erworbene Ausgaben von Office 2016 C2R (click to run) und Microsoft Office 2019 gibt es kein Update. Microsoft hat die Unterstützung Mitte Oktober 2025 eingestellt und bleibt auch dabei.

Am Wochenende hat Microsoft ungeplante Windows-Updates nachgelegt. Sie korrigieren Fehler der jüngsten fahrplanmäßigen Patches und bringen neue Boot-Zertifikate.

Weiterlesen nach der Anzeige


(ds)



Source link

Datenschutz & Sicherheit

Sicherheitslücke in „Ally“ WordPress Plugin gefährdet 400.000 Websites


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Aufgrund einer Sicherheitslücke können Angreifer WordPress-Websites, auf denen das Plugin „Ally – Web Accessibility & Usability“ installiert ist, attackieren. Bislang gibt es keine Berichte, dass Angreifer die Lücke bereits ausnutzen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Über die Schwachstelle (CVE-2026-2413, Risiko „hoch“) berichten Sicherheitsforscher von Wordfence in einem Beitrag. Aufgrund von unzureichenden Überprüfungen können Angreifer ohne Authentifizierung über präparierte URLs eigene SQL-Befehle ausführen. Klappt eine solche Attacke, haben Angreifer Zugriff auf eigentlich abgeschottete Daten wie Passwort-Hashes.

Wie aus der Plugin-Website hervorgeht, weist Ally 400.000 aktive Installationen auf. Diese Websites sind potenziell angreifbar. Die Entwickler versichern, die Lücke in Ally – Web Accessibility & Usability 4.1.0 geschlossen zu haben. Davon sollen alle Ausgaben bis inklusive 4.0.3 bedroht sein.

Die Sicherheitsforscher geben an, dass die Schwachstelle Anfang Februar über ihr Bug-Bounty-Programm gemeldet wurde. Das Sicherheitsupdate haben die Entwickler dann Ende Februar veröffentlicht.


(des)



Source link

Weiterlesen

Datenschutz & Sicherheit

Veeam Backup & Replication: Updates schließen Schadcode-Schmuggel-Lücken


In der Backup-Software Veeam Backup & Replication haben die Programmierer mehrere, teils sogar kritische Sicherheitslücken entdeckt. Sie erlauben Angreifern unter anderem, beliebigen Code einzuschleusen und auszuführen. Updates bessern die Schwachstellen aus.

Weiterlesen nach der Anzeige

Veeam hat zwei Sicherheitsmeldungen veröffentlicht. In der ersten Mitteilung listet das Unternehmen die Sicherheitslecks auf, die das Update auf Veeam Backup & Replication 12.3.2.4465 schließt. Details nennt Veeam jedoch nicht, sondern lediglich die Auswirkungen. Zwei Lücken ermöglichen etwa authentifizierten Domain-Usern, Schadcode aus dem Netz auf dem Backup-Server auszuführen (CVE-2026-21666, CVE-2026-21667, beide CVSS 9.9, Risiko „kritisch“). Angemeldete Domain-Nutzer können zudem Zugriffsbeschränkungen umgehen und beliebige Dateien in Backup-Repositories manipulieren (CVE-2026-21668, CVSS 8.8, Risiko „hoch“). Auf Windows-basierten Backup & Replication-Servern ist zudem die Ausweitung der Rechte möglich (CVE-2026-21672, CVSS 8.8, Risiko „hoch“). IT-Verantwortliche mit Veeam Backup & Replication 12, 12.1, 12.2, 12.3, 12.3.1 und 12.3.2 sollen auf die neue Version aktualisieren.

Eine zweite Sicherheitsmitteilung fasst die Schwachstellen zusammen, die die Version Veeam Backup & Replication 13.0.1.2067 ausbessert. Auch hier können angemeldete Domain-User Schadcode aus dem Netz auf dem Backup-Server ausführen (CVE-2026-21669, CVSS 9.9, Risiko „kritisch“). In Hochverfügbarkeitsumgebungen (High Availability, HA) von Veeam Backup & Replication können User mit Backup-Admin-Rolle beliebigen Code ausführen (CVE-2026-21671, CVSS 9.1, Risiko „kritisch“). Die Rechteausweitungslücke CVE-2026-21672 betrifft auch den 13er-Entwicklungszweig. Außerdem können Nutzer mit niedrigen Rechten gespeicherte SSH-Zugangsdaten auslesen (CVE-2026-21670, CVSS 7.7, Risiko „hoch“).

In den 12er- und 13er-Fassungen von Veeam finden sich zudem gemeinsame Sicherheitslücken. Nutzer, die in der Backup-Viewer-Rolle aktiv sind, können zudem Code aus dem Netz als User „postgres“ ausführen (CVE-2026-21708, CVSS 9.9, Risiko „kritisch“). Die Version passt zudem noch den Port-Range des Veeam Agent für Linux an den von anderen Veeam-Produkten an, er liegt nun zwischen 2500 und 3000. Veeam gibt an, dass die Lücken in internen Tests und über Einreichungen über die Bug-Bounty-Plattform HackerOne gefunden wurden. Eine öffentliche Ausnutzung berichtet der Hersteller nicht.

IT-Verantwortliche sollten sich zügig um die Aktualisierung ihrer Veeam-Systeme kümmern. Die kritischen Sicherheitslücken bieten Angreifern andernfalls eine Angriffsfläche. Zuletzt hatte Veeam mehrere Schwachstellen in der Backup-Software im Januar korrigiert.


(dmk)



Source link

Weiterlesen

Datenschutz & Sicherheit

Stryker: IT-Systeme nach Cyberangriff vermutlich iranischer Akteure gelöscht


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Der US-Medizingerätehersteller Stryker, mit einem Jahresumsatz von 25,1 Milliarden US-Dollar und 56.000 Mitarbeitern im Jahr 2025 ein recht großes und auch in Deutschland an mehreren Standorten aktives Unternehmen, wurde Opfer eines Cyberangriffs. Am Donnerstag dieser Woche bestätigt Stryker den von der im Iran verorteten Cyberbande Handala behaupteten Cyberangriff auf die IT-Systeme.

Weiterlesen nach der Anzeige

Demnach hat ein Cyberangriff auf die Computersysteme von Stryker am Mittwoch dieser Woche zur weitreichenden Unterbrechung der Geschäftsprozesse geführt, einschließlich der Bestellbearbeitung, Produktion und dem Versand, berichtet Reuters. Die iranische Cybergang Handala behauptet, für den Angriff verantwortlich zu sein. Er erfolgte demnach als Vergeltung für einen Angriff auf eine Mädchenschule in Minab im Süden des Iran Ende Februar.

Stryker hat gegenüber US-Medien am Mittwoch erklärt, eine „globale Störung in der Microsoft-Umgebung“ zu haben. Der IT-Journalist Brian Krebs konkretisiert, dass es sich um einen Wiper-Angriff handelt, bei dem mehr als 200.000 Systeme, Server und Mobilgeräte des Unternehmens gelöscht worden sein sollen. Ein Mitarbeiter des Unternehmens habe demnach dem Irish Examiner berichtet, dass alle zum Unternehmensnetz verbundenen Geräte „Down“ seien und jedes Gerät mit Microsoft Outlook darauf gelöscht wurde.

Die Login-Webseiten seien mit dem Logo der Gruppe Handala verunstaltet. Gegenüber Krebs habe eine anonyme, aber vertrauenswürdige Quelle angegeben, dass die Cyberkriminellen Microsofts Intune-Dienst für die Fernlöschung sämtlicher verbundener Geräte genutzt haben. Dabei handelt es sich um eine bekannte und weitverbreitete, cloudbasierte Netzwerk-, Software- und Geräteverwaltungssoftware von Microsoft.

Der Vorfall habe jedoch keine patientenbezogenen Dienste und damit verbundene Medizinprodukte getroffen, erklärte Stryker. Der volle Umfang und die finanziellen Folgen seien derzeit noch nicht absehbar. Die Untersuchungen laufen noch.

Auf Anfrage von heise online hat Stryker bislang noch nicht reagiert. Möglicherweise sind auch die deutschen Dependancen davon betroffen.

Weiterlesen nach der Anzeige


(dmk)



Source link

Weiterlesen

Beliebt