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Künstliche Intelligenz

NRWs Polizei modernisiert Datenanalyse: Wer außer Palantir erfüllt Kriterien?


Das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) Nordrhein-Westfalen hat die Neuvergabe seines Systems zur „Datenbankübergreifenden Analyse und Recherche“ (DAR II) gestartet. Vorgesehen sind ein Produktiv-, Test- und Entwicklungssystem sowie optional eine zentrale Datenintegrationsplattform. Ziel ist ein skalierbares System für eine „nicht beschränkte Anzahl von Anwendern“, das wachsende Datenmengen performant verarbeiten kann.

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Mit der 8. Novelle des Polizeigesetzes NRW ist der Einsatz von KI und Datamining ausdrücklich erlaubt und soll eine zentrale Rolle spielen. Die Plattform soll große, heterogene Datenbestände auswerten und unterschiedliche Quellen zusammenführen. „Der Auftraggeber behält sich vertraglich vor, die Bereitstellung von Auswertungs- und Analysefunktionalitäten, basierend auf dem Einsatz künstlicher Intelligenz zu beauftragen“, heißt es vom LZPD. Gleichzeitig bleibt das Verfahren in Teilen intransparent: Der Auftraggeber kann den Namen des erfolgreichen Bieters aus Sicherheitsgründen nach § 134 GWB geheim halten.

Die Teilnahmebedingungen dürften den Kreis potenzieller Anbieter stark einschränken. Gefordert sind unter anderem belastbare Referenzprojekte, bei denen Datenanalysesysteme mehrere Datenquellen integrieren, große Datenmengen verarbeiten und über Jahre hinweg produktiv eingesetzt wurden. KI-Funktionalitäten sind kein Muss, werden aber positiv bewertet. Nach der Eignungsprüfung sollen höchstens fünf Bewerber zur Angebotsabgabe eingeladen werden.

In der Praxis dürfte es für viele Anbieter schwierig sein, diese Anforderungen kurzfristig zu erfüllen. Palantir, dessen Software bereits heute hinter dem bestehenden DAR-System steht, könnte vermutlich weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Die Hürden bei Referenzen, Skalierung und operativem Einsatz sprechen eher für etablierte Anbieter als für neue Marktteilnehmer.

Datenschützer sehen in der jüngsten Reform des Polizeigesetzes erhebliche Risiken für Grundrechte und Verhältnismäßigkeit. Die Landesdatenschutzbeauftragte Bettina Gayk kritisierte kürzlich im Interview mit heise online die gesetzlichen Regelungen als zu unbestimmt und warnt: „Das ist alles sehr global galaktisch geregelt.“ Konkret fehle es an klaren Vorgaben, welche Daten unter welchen Voraussetzungen für KI-Training genutzt werden dürfen und wie Betroffene geschützt werden sollen.

Auch grundsätzlich bleibt der Einsatz solcher Systeme umstritten. Bereits zuvor hatte das Bundesverfassungsgericht hohe Anforderungen an datengetriebene Polizeianalysen formuliert. Kritiker sehen weiterhin erhebliche verfassungsrechtliche Unsicherheiten. In der Vergangenheit hatte die Gesellschaft für Freiheitsrechte mehrfach erfolgreich gegen derartige Gesetze in verschiedenen Bundesländern geklagt.

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Palantir ist nicht nur technologischer Marktführer im Bereich polizeilicher Datenanalyse, sondern positioniert sich immer mehr politisch. Mit seiner jüngsten Veröffentlichung zu seinem Manifest fordert Palantir eine stärkere Rolle von Technologie für staatliche Sicherheitsinteressen und beschreibt Software als zentralen Machtfaktor moderner Staaten. Kritiker sehen darin den Versuch, politische Debatten aktiv zu beeinflussen.

Gerade in Deutschland ist die Frage, ob Sicherheitsbehörden auf Software eines US-Konzerns mit eigener politischer Agenda setzen sollten, hoch umstritten. Neben Datenschutzbedenken geht es auch um digitale Souveränität und die Kontrolle über sensible Datenbestände.

Die Kombination aus hohen technischen Anforderungen, strengen Referenzkriterien und Geheimhaltungsaspekten könnte den Wettbewerb im Verfahren deutlich einschränken. Gleichzeitig wächst der politische Druck, Alternativen zu etablieren. Ob sich tatsächlich neue Anbieter durchsetzen können oder ob am Ende erneut ein etablierter Player zum Zug kommt, dürfte maßgeblich prägen, wie KI künftig in der Polizeiarbeit in Nordrhein-Westfalen eingesetzt wird.


(mack)



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Künstliche Intelligenz

Schnelle Glasfaser zur WM? Verbraucherzentrale mahnt 1&1 ab


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Wegen eines mutmaßlich irreführenden Werbeversprechens hat die Verbraucherzentrale Niedersachsen den Telekommunikationsanbieter 1&1 abgemahnt. Sie fordert den Provider juristisch auf, diese Praxis künftig zu unterlassen. Das Unternehmen warb Ende Mai mit einem Schreiben um Kunden in Hannover. Darin rief es Hausbewohner dazu auf, zur aktuellen Fußball-Weltmeisterschaft „ins beste Netz“ zu wechseln. Gleichzeitig sagte der Anbieter eine „zeitnahe Schaltung“ eines Glasfaseranschlusses zu.

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Wer nun glaubte, die WM-Spiele über die superschnelle Datenleitung streamen zu können, wird enttäuscht: Erst im Kleingedruckten auf den hinteren Seiten versteckten sich leicht zu übersehende Sternchenhinweise, die besagten, dass der Ausbau je nach Region erst noch erfolgen muss. Wie stark die Verzögerung tatsächlich ausfällt, offenbart der Verfügbarkeitscheck auf der 1&1-Homepage. Dieser prognostiziert für das betroffene Gebäude eine Bereitstellung zwischen Oktober 2026 und Oktober 2027 – lange nach dem Abpfiff des Turniers.

Diese Diskrepanz hat die Verbraucherschützer auf den Plan gerufen, die das Vorgehen des Konzerns scharf kritisieren. Eine nur mit Sternchen versehene Information dürfe das groß gedruckte Werbeversprechen nicht einfach aufheben oder ihm völlig widersprechen.

Die 1&1 Telecom GmbH hat im Zuge der Abmahnung nun eine Frist bis zum 26. Juni erhalten, um auf die Vorwürfe zu reagieren und eine entsprechende Unterlassungserklärung abzugeben. Jana von Bibra, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen, gibt zu bedenken, dass Unternehmen im Netzausbau über sehr präzise Zeitpläne verfügten. Sie sollten diese von Anfang an transparent kommunizieren, statt Menschen mit unrealistischen Hoffnungen zu ködern. Andernfalls drohe das Vertrauen in den ohnehin schleppenden Glasfaserausbau in Deutschland zu schwinden, was letztlich die Wechselbereitschaft von Kunden langfristig blockieren könnte.


(mho)



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Wärmepumpen-Boom: Neubauten setzen verstärkt auf Erneuerbare


Knapp drei Viertel (73,6 Prozent) der rund 58.900 Wohngebäude, die 2025 fertiggestellt wurden, nutzen hauptsächlich Wärmepumpen für Heizenergie, teilte das Statistische Bundesamt mit.

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Binnen zehn Jahren hat sich der Anteil damit mehr als verdoppelt: 2015 waren Wärmepumpen erst in gut 31 Prozent der 105.600 errichteten Wohngebäude die dominierende Heiztechnik. Wärmepumpen nutzen zum Heizen Geo- und Umweltthermie, die zu den erneuerbaren Energiequellen zählen.

Wärmepumpen kommen vor allem in Ein- und Zweifamilienhäusern zum Einsatz, schreiben die Statistiker, weniger in Gebäuden mit vielen Wohnungen. In rund 78 Prozent aller 2025 fertiggestellten Ein- und Zweifamilienhäuser wurde hauptsächlich eine Wärmepumpe für Heizenergie genutzt.

Inzwischen werden demnach knapp vier von fünf neu gebauten Wohngebäuden (78,2 Prozent) überwiegend mit erneuerbarer Energie beheizt. 2015 waren es erst 38 Prozent. Dazu zählen neben Erd- oder Luftwärmepumpen auch Holz, etwa in Pelletheizungen oder Kaminöfen, Solarthermie, Biogas und Biomethan.

Erdgas wurde in neuen Wohngebäuden 2025 nur noch in gut 10 Prozent als Hauptenergiequelle eingesetzt. Zehn Jahre zuvor lag der Anteil noch bei über 50 Prozent. Fernwärme folgt als drittwichtigste Quelle mit einem Anteil von gut acht Prozent im vergangenen Jahr.

Ölheizungen wurden nur noch in einem Bruchteil der Neubauten eingebaut (0,3 Prozent).

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Ganz anders sieht es im Bestand aus: Hier dominiert Erdgas als primärer Energieträger: Mehr als die Hälfte (53,9 Prozent) der Wohngebäude werde damit beheizt, schreibt das Statistische Bundesamt auf Basis des Zensus 2022. Bei rund einem Viertel (24,7 Prozent) kam zudem Heizöl zum Einsatz. Erneuerbare Energien spielten im Bestand mit einem Anteil von gut zehn Prozent eine untergeordnete Rolle.

Der Gebäudesektor ist zentral, um das Ziel der Klimaneutralität in Deutschland bis 2045 zu erreichen, er verursacht rund ein Drittel der CO2-Emissionen. Doch das energetische Sanieren des Bestands kommt nur langsam voran.

Die frühere Ampel-Regierung wollte mit dem Heizungsgesetz mittelfristig die Abkehr von Heizungen mit fossilen Brennstoffen durchsetzen. Die amtierende Bundesregierung hat das Gesetz reformiert und die Vorgabe gestrichen, dass bei neuen Heizungen in der Regel mindestens 65 Prozent erneuerbare Energie eingesetzt werden müssen.


(mho)



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Robotertaxis: Waymo startet Treueprogramm | heise online


Das US-amerikanische Robotertaxi-Unternehmen Waymo führt ein Treueprogramm mit Cashback und kostenlosen Stornierungen ein. Regelmäßige Nutzer des autonomen Taxi-Dienstes können für eine monatliche Gebühr von 29,99 US-Dollar „Waymo Premier“ buchen und erhalten dafür verschiedene Vorteile. Das kündigte das Unternehmen am Donnerstag an.

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„Waymo Premier ist ein neues, exklusives Mitgliedschaftsprogramm auf Einladungsbasis, das speziell für diejenigen entwickelt wurde, die besonders häufig auf uns zählen“, heißt es in der Mitteilung. Premier-Kunden können demnach dank priorisierter Vermittlung die virtuelle Warteschlange umgehen und erhalten für jede Fahrt eine zehnprozentige Rückvergütung (Cashback) – in stark nachgefragten Zeiten sogar noch mehr. Zudem stehen ihnen monatlich fünf kostenlose Stornierungen zur Verfügung.

Wie das Unternehmen weiter mitteilte, wird Waymo Premier zunächst ausgewählten Fahrgästen in San Francisco, Los Angeles und Phoenix angeboten. Künftig soll das Programm dann auch auf andere Städte ausgeweitet werden, so die Ankündigung.

Waymo befindet sich seit geraumer Zeit auf Expansionskurs. Anfang des Jahres sammelte die Alphabet-Tochter in einer Finanzierungsrunde mehr als 16 Milliarden US-Dollar ein. Das frische Kapital soll eingesetzt werden, um den Ausbau seines Robotaxi-Dienstes in den USA sowie den Eintritt in globale Märkte zu befeuern. Bislang fahren Waymos autonome Taxis in einem halben Dutzend US-Städten. Das Unternehmen hat angekündigt, in diesem Jahr in 20 Städten in den USA und im Ausland zu expandieren, darunter Dallas, San Antonio, Orlando, Nashville und London. Im Januar wurde das Netz um Miami erweitert. In New York erhielten die Expansionspläne zuletzt allerdings einen Dämpfer.

Im vergangenen Jahr verdreifachte Waymo sein jährliches Volumen auf 15 Millionen Fahrten und knackte die Marke von insgesamt 20 Millionen Fahrten. Wöchentlich absolviert das Unternehmen mittlerweile mehr als 400.000 bezahlte Fahrten und strebt laut Medienberichten bis Ende dieses Jahres mehr als eine Million bezahlte Robotaxi-Fahrten pro Woche in den Vereinigten Staaten an. Künftig will Waymo auch Kleinbusse – von der Geely-Tochter Zeekr in China gefertigte Vans mit dem Namen „Ojai“ – als autonome Taxis einsetzen. Ein Feldtest ist kürzlich in mehreren US-Städten angelaufen.


(akn)



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