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PC-Maus-Formen im direkten 3D-Vergleich | heise online


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Eloshapes erweitert seinen PC-Maus-Vergleich um 3D-Scans vieler Modelle. Interessierte können dort nachschauen, wie sich die Gehäuseformen verschiedener Mäuse unterscheiden. Das ist vor allem dann nützlich, wenn man eine Lieblingsform hat und ein Neukauf ansteht. Nutzer können etwa ihre bisherige Maus mit neueren Alternativen vergleichen.

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Bisher bot Eloshapes auf seiner Webseite ausschließlich 2D-Silhouetten von oben und der Seite für knapp 1500 Mäuse an. Die Silhouetten verraten allerdings nicht, wie stark zum Beispiel das Gehäuse seitlich abfällt. Die 3D-Modelle kommen jetzt für immer mehr Mäuse. Nutzer können zwischen den verschiedenen Ansichten hin und her schalten. Mäuse lassen sich über die Suche oben hinzufügen.


Bisherige Ansicht mit 2D-Silhouetten. (Bild:

Eloshapes

)

Bei den 3D-Scans ist eine Rundumsicht möglich. Die Navigationsleiste enthält sechs Standardperspektiven. Nutzer können einstellen, ob die verschiedenen Mäuse nebeneinander dargestellt werden sollen („Split“) oder übereinandergelegt („Stack“). In letzterem Fall sind standardmäßig nur die äußersten Gehäuseteile sichtbar. Kleine Mäuse verschwinden in den Modellen größerer Varianten.

Man kann zwar auf eine Ansicht nur mit den Umrissen wechseln, dann fehlt aber die räumliche Perspektive. Der Punkt an der Unterseite signalisiert, wo sich der Maussensor befindet.

Der Betreiber fügt immer mehr 3D-Modelle ein; von einigen Mäusen gibt es bislang nur 2D-Silhouetten. Die meisten Modelle entstehen mit einem Creality CR-Scan Raptor (ab 959 €). Eloshapes ist seit der Gründung im Jahr 2022 so populär geworden, dass viele Hersteller ihre Mäuse für die Scans einschicken oder eigene 3D-Daten bereitstellen. Die Nutzung ist kostenlos.

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(mma)



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iPhone Air 2, Ultra & Co.: Apple mitten in der „iPhone-Neuerfindung“


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Über die kommenden Jahre stehen größere Änderungen bei Apples Smartphones an. Der Konzern werde die im vergangenen Herbst mit dem iPhone Air begonnenen Formfaktor-Änderungen fortsetzen, glauben Marktbeobachter. Nächster Schritt ist demnach das erste faltbare Handy des Unternehmens, das iPhone Ultra – doch dabei wird es nicht bleiben.

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Ein sich über mindestens drei Jahre erstreckender Plan, das iPhone neu zu erfinden, sei bei Apple gestartet worden, glaubt etwa Bloomberg-Reporter Mark Gurman. Das Air und das (zumindest auf der Rückseite dank Kamera-Plattform) neu entwickelte iPhone 17 Pro gelten als Anfang, das erwähnte Ultra als Fortsetzung, das große Finale wäre dann ein Spezial-iPhone zum 20. Jubiläum der Apple-Smartphones im Herbst 2027.

Zuletzt hieß es hier, Apple plane für das „iPhone 20“ ein nahezu rahmenloses Display mit leichten Abrundungen. Die Idee, ein Gerät quasi vollständig aus Glas zu bauen, geistert schon seit vielen Jahren durch Apples Designabteilung. Wie beeindruckend dieses tatsächlich wird, bleibt unklar. Screens, wie sie etwa Samsung offeriert, deuten die Rahmenlosigkeit eher an.

Mit dem Umbau des Formfaktors wandern konventionellere iPhone-Modelle vermutlich zu einem neuen Vorstellungstermin. Ab 2027 soll Apple planen, im Frühjahr ein weiteres Event zu veranstalten – mehr als die aktuelle Vorstellung der e-Modelle aus den vergangenen zwei Jahren. So könnte bereits das iPhone 18 vom September in den März rutschen, zusammen mit einem iPhone Air 2 und einem 18e. Zwei Pro-Varianten, also 18 Pro und 18 Pro Max, werden weiterhin zusammen mit dem neuen Ultra erwartet.

Für Apple wäre eine Abkehr von der Konzentration auf den Herbst (und damit das Weihnachtsgeschäft) sicher sinnvoll, um Umsätze besser zu verteilen. Nutzer müssten sich allerdings zunächst daran gewöhnen, dass es im Frühjahr nicht nur die e-Modelle gibt, sondern eben noch mehr neue iPhones. Das iPhone 18 könnte, sagte ein Leaker kürzlich, deutlicher von den Pro-Modellen abgesetzt werden. Das wiederum würde dann allerdings mit den e-Modellen kollidieren, die traditionell an Einsteiger und Firmenkunden verkauft werden. Die Pro-Modelle sollen auch bessere Kameras erhalten, darunter erstmals 200-Megapixel-Periskop-Teleobjektive.

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(bsc)



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Haptische Westen ausprobiert: Was leisten Woojer Vest und bHaptics Tactsuit?


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Seit dem ersten DualShock-Controller und Nintendos Rumble Pack für den N64 sind haptische Vibrationen in Gamepads nicht mehr wegzudenken. Hersteller wie Woojer und bHaptics erweitern diese Vibrationen beim Gaming auch noch auf Brust, Rücken, Arme und sogar den Kopf. Ihre haptischen Westen sollen digitale Ereignisse in fühlbare Impulse am ganzen Körper übersetzen – sei es der Bass eines wuchtigen Soundtracks oder der Einschlag einer Kugel im digitalen Gefecht. Wir haben die Woojer Vest 4 und die aktuellen Tactsuits von bhaptics beim Gaming am Rechner, in der VR-Brille und beim Musikhören ausprobiert.

Die Woojer Vest 4 arbeitet mit sechs sogenannten Oszillatoren, die Audiosignale direkt in breitflächige Schwingungen umwandeln. Zwei sitzen seitlich, zwei auf Brusthöhe und zwei auf dem Rücken. Alles Hörbare, egal ob PS5-Spiel, Musik vom Smartphone oder ein YouTube-Video am Rechner, wird dadurch spürbar. Die mittlerweile vierte Iteration von Woojers Rumble-Weste vibriert unabhängig davon, ob ein Spiel das Gerät offiziell unterstützt oder nicht. Angeschlossen wird sie per 3,5-mm-Klinke, USB-C oder Bluetooth an das gewünschte Gerät. In der Praxis erwies sich die Klinkenverbindung als die zuverlässigste. Drahtloses Audio und auch das USB-Kabel führten teilweise zu minimalen Verzögerungen.


Das offenere Design der Woojer West 4 (ganz rechts) unterscheidet sich stark von den geschlossenen bHaptics-Westen. (Bild:

Fotos: joe

)

bHaptics geht einen anderen Weg. Sowohl die Tactsuit Pro als auch die leichtere Tactsuit Air setzen auf Vibrationsmotoren für punktgenaues Feedback. Beim Pro-Modell sind es 32 Motoren, die Air verfügt über 16. Unterstützte Spiele senden gezielte Signale an bestimmte Motoren. Wird also eine Spielfigur von rechts getroffen, pulsiert es auch rechts am Oberkörper. Diese Form des Richtungsfeedbacks funktioniert allerdings nur präzise in Titeln mit nativer Integration. Laut Hersteller sind das mittlerweile 348 Spiele, die sich in nativer Unterstützung und Community-Mods unterscheiden. Erst kürzlich hinzugefügte Spiele sind etwa das Cyberpunk-Abenteuer „Replaced“ oder das im VR Games Showcase vorgestellte „Wrath: Aeon of Ruin VR“. Eine vollständige Liste mit Filteroptionen bietet der Hersteller auf seiner Website an. Beide bHaptics-Westen bieten zusätzlich eine automatische Audio-Umwandlung für Filme, Musik oder nicht unterstützte Spiele.

Die Woojer Vest ist leichter als die Tactsuits von bHaptics und gleicht eher einem Holster als einer Weste. Sämtliche Riemen lassen sich schnell und einfach anpassen, sodass die Weste binnen Sekunden sitzt. Mit rund 1,6 Kilogramm Gewicht liegt die Vest 4 angenehm eng am Körper, erfordert aber sorgfältiges Einstellen der Gurte. Nur wenn alle Module eng am Körper liegen, fühlt sich das Feedback gleichmäßig an.

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Aufgeladen wird sie über einen USB-Port am Rücken. Die restlichen Anschlüsse und Regler sitzen im Oszillator links auf der Brust, was nicht ganz optimal gelöst ist. Die Knöpfe für die Lautstärkeregelung, das Ein- und Ausschalten und die Bluetooth-Koppelung sind nur schwer ertastbar, erst recht, wenn die Vibration läuft. Da die Anschlussbuchsen für die Kabelverbindungen am unteren Element des Bedienelements sitzen, muss entweder unpraktisch gefummelt oder die Weste noch einmal ausgezogen werden. Zumindest eine farbliche Markierung an der Oberfläche wäre nett gewesen.

Technisch deckt die Weste einen Frequenzbereich von 1 bis 250 Hertz ab. Praktisch heißt das: Vor allem tiefe Frequenzen entfalten Wirkung am ganzen Körper. Hohe Töne spielen eine untergeordnete Rolle und werden manchmal gar nicht von Vibrationen begleitet. Vor allem beim Musikhören und rhythmischen Spielen machen sich Woojers Stärken bemerkbar. Tiefe Beats laufen nicht nur durch Kopfhörer, sondern durch den gesamten Oberkörper. Wuchtige und basslastige Musik wie EDM oder moderner Metal wird hier schnell zu einem intensiven Erlebnis. Aber auch ruhigere Klänge wie etwa der stimmungsvolle Inception-Soundtrack „Time“ von Hans Zimmer können von den Vibrationen profitieren. Wichtig ist, dass man für jedes Genre die Intensität anpasst, damit das Gehörte auch zum Gefühlten passt.

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Weniger überzeugend war die Hitzeentwicklung. Bereits nach rund 15 Minuten Musikhören auf hoher Intensität wurden die Bereiche um die Vibrationsringe spürbar warm. Für längere Sessions können also Pausen nötig werden, auch weil die intensiven Vibrationen auf Dauer anstrengend werden können. Zudem zeigte sich bei hohen Lautstärken ein leichtes Grundrauschen über den integrierten Kopfhörerverstärker. Auch die lauten Vibrationsgeräusche bei hoher Intensität können auf Dauer stören. Für Musikliebhaber mit hohen Ansprüchen ist das durchaus relevant.

Der größte Nachteil der Woojer Vest ist gleichzeitig ihr größter Vorteil: ihre Kompatibilität. Zwar funktioniert sie nahezu mit jeder Ausgabequelle. Gleichzeitig führt die fehlende tiefergreifende Unterstützung einzelner Spiele dazu, dass immer die gesamte Audiospur für die Übertragung auf die Weste genutzt wird. Während unseres Tests von Resident Evil: Requiem erhöhte die Woojer Vest besonders bei Jumpscares in ruhigen Abschnitten die Immersion. Sobald allerdings Hintergrundgeräusche wie Regen oder Straßenlärm hinzukommen, spürt man immer eine leichte, aber eigentlich unnötige Dauervibration.

Vor allem bei VR-Spielen stört dieser permanente Rumbleeffekt eher, statt die Immersion zu steigern. Warum die Weste vibriert – ob nun als Rückstoß beim Abfeuern einer Waffe oder weil im Hintergrund ein Gerät brummt – ist kaum zu erkennen. Statt punktueller Impulse liefert die Woojer-Weste zudem flächendeckende Vibrationen, wodurch nicht immer klar wird, aus welcher Richtung der Effekt kommt. Ebenfalls erwähnenswert: Die Akkulaufzeit gibt der Hersteller mit bis zu zehn Stunden an. In intensiven Spielszenarien kamen wir eher auf etwa fünf Stunden.

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Woojer VEST 4

Die Tactsuit Pro bringt rund 1,9 Kilogramm auf die Waage und orientiert sich optisch klar an taktischer Ausrüstung. Ein Drehregler direkt an der Weste erlaubt schnelle Anpassungen der Intensität – praktisch, wenn ein Spiel plötzlich lauter wird. Das günstigere Air-Modell reduziert die Motoranzahl auf 16 und wiegt nur etwa 1,1 Kilogramm. Außerdem fehlen ihr der Drehregler und zusätzliche Druckknöpfe zur Größenverstellung an den Schultern, wodurch sie nicht unbedingt die perfekte Wahl für voluminöse Oberkörper ist. Die auffälligen Gummielemente an der Front sind ebenfalls der Pro-Version vorbehalten. Beide Modelle tragen sich angenehm und lassen sich schnell und einfach in der Größe anpassen.

Optional gibt es für bHaptics-Nutzer auch Armsleeves, die das Feedback auf die Unterarme erweitern. Gerade bei VR-Spielen verstärkt sich so beispielsweise der Eindruck eines Rückstoßes beim Abfeuern einer Waffe. Allerdings drückten die Manschetten bei längerer Nutzung an den Unterarmen, da sie sehr streng angezogen werden müssen, um die Vibration gut zu übertragen. Hier ist Feintuning gefragt. Wenn die Vibration am Oberkörper und den Unterarmen immer noch nicht reicht: bHaptics bietet auch einen „Tactivisor“ an. Das Facecover passt auf Meta Quest 3, Quest 2 und die Valve Index und bringt die VR-Brille ebenfalls zum Vibrieren.

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Die Rückmeldungen der Tactsuit Air wirken etwas weniger fein abgestuft als bei der Pro-Version, sind aber im Kern vergleichbar. Wir mussten die Intensität bei der leichteren Weste etwas höher einstellen, um ein ähnliches Empfinden zu erreichen. Thermisch schneidet die Air etwas besser ab. Die geringere Motorendichte sorgt also für weniger Hitzestau, was gerade bei längeren Sessions angenehmer sein kann. Die Verbindung am PC funktionierte bei beiden Modellen stabil, in einer Standalone-VR-Umgebung mit der Meta Quest 3 traten vereinzelt Verbindungsprobleme auf.

Beide bHaptics-Modelle machen ihren Job hervorragend. In nativ unterstützten VR-Shootern wie „Arizona Sunshine 2“ oder „Pavlov VR“ spielt das System seine Stärken voll aus. Treffer von hinten, seitliche Explosionen oder sogar das Einrasten eines Magazins geben die Westen differenziert wieder. Diese Richtungsinformation kann tatsächlich helfen, schneller zu reagieren. Allerdings wird auch hier Wärme zum Thema. Nach etwa einer Stunde intensiver Nutzung entsteht ein leichter Hitzestau unter dem Material. Der Akku soll im Schnitt über 13 Stunden halten, das deckt sich auch in etwa mit unserer Erfahrung. Geladen wird per USB-C in rund fünf Stunden.

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TactSuit Pro & TactSuit Air | Made for Meta

Haptische Westen können die Immersion beim Spielen mit und ohne VR-Brille steigern und machen auch Musik und Filme spürbar, was sich positiv auf das Erleben auswirken kann. Wichtig ist jedoch, dass man sich vor dem Kauf über den Einsatzzweck im Klaren ist. Auch wenn beide Hersteller mit Unterstützung für Musik, Film, Gaming und VR werben, sind nicht alle Modelle gleichermaßen für diese Zwecke geeignet.

Wer Musik oder Filme am ganzen Oberkörper spüren will, findet bei der Woojer Vest 4 eine schnelle und einfache Lösung. Sie funktioniert mit jeder Audioquelle und benötigt keine spezielle Spielunterstützung. Wer hingegen kompetitive (VR-)Shooter spielt, Wert auf ein detailliertes, räumliches Treffergefühl legt und umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten will, sollte zu den bHaptics-Westen greifen. Das Pro-Modell liefert die differenzierteste Rückmeldung, die Air-Weste punktet hingegen bei Tragekomfort und Preis. Dazu gibt es durchdachtes Zubehör für Arme, Beine und Kopf, das vor allem beim Spielen in VR Spaß macht.

Der größte Kritikpunkt ist der Preis: Die Woojer Vest 4 gibt es derzeit ab 508 Euro. Für den Tactsuit Pro ruft bHaptics auf der eigenen Website 529 US-Dollar auf, das Air-Modell gibt es für rund 269 US-Dollar. Sämtliche Systeme sind damit Luxus-Zubehör, die gemessen am eigentlichen Mehrwert viel zu teuer sind.


(joe)



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Xiaomi Poco X8 Pro im Test: Preis-Leistungs-Hit mit Gaming-Power


Das Poco X8 Pro bietet Top-Performance, 120-Hz-OLED, 6500-mAh-Akku und IP68 ab 300 Euro. Wo das Xiaomi-Handy glänzt und wo es schwächelt, zeigt der Test.

Mit der X-Reihe seiner Untermarke Poco hat Xiaomi günstige, aber erstaunlich leistungsstarke Smartphones im Programm – vor allem die Pro-Modelle überzeugen. In diesem Jahr gibt es sogar gleich zwei Varianten: Nach dem Poco X8 Pro Max mit besonders großem Akku nehmen wir nun das reguläre Pro-Modell unter die Lupe. Auch hier muss man bei der Akkulaufzeit keine Abstriche machen – wir zeigen, wie es sich in der Praxis schlägt.

Design

Ähnlich wie beim Poco X8 Pro Max bietet auch das Poco X8 Pro ein elegantes und schlichtes Design. Das Gehäuse ist kantig gehalten, mit einem hochwertigen Rahmen aus Aluminium. Die Ecken sind stark abgerundet – Xiaomi nennt das „Squircles“. Die mathematisch optimierten Rundungen schmiegen sich organisch an die Handfläche, während die flachen Seiten sicheren Halt geben.

Auf der Rückseite fallen sofort zwei große, präsente Ringe ins Auge, in denen die beiden Kameralinsen sitzen. Mittig oben ist zudem die LED in die Rückseite integriert. Erfreulich: Die Rückseite besteht aus Glas und wirkt dadurch deutlich hochwertiger – früher kam bei Poco an dieser Stelle nur Kunststoff zum Einsatz. Dank IP68-Zertifizierung ist es zudem vollständig staubdicht und gegen dauerhaftes Untertauchen in Wasser geschützt.

Mit Abmessungen von 157,5 × 75,2 × 8,4 mm und einem Gewicht von 201,5 g fällt das X8 Pro etwas kleiner aus als das Max-Modell – was angesichts des Namens wenig überrascht. Dennoch zählt es insgesamt eher zu den größeren Smartphones. Das Gerät liegt gut in der Hand, auch wenn es spürbar breit ausfällt. Es ist gut ausbalanciert, wirkt nicht kopflastig und kippelt auch nur geringfügig auf dem Tisch, wenn es auf dem Rücken liegt.

Display

Beim Display zeigt das Poco wenig Schwächen. Verbaut ist ein 6,59 Zoll großes AMOLED-Panel mit 2756 × 1268 Pixeln, was bei 460 ppi für eine knackscharfe Darstellung sorgt. Den Schutz übernimmt Gorilla Glass 7i. Erfreulich: Die Front der Anzeige bleibt komplett flach – perfekt für alle, die Curved Displays nicht mögen. Mittig sitzt die Frontkamera in einem dezenten Punch-Hole.

Zwischen 60 und 120 Hz regelt das Panel die Bildwiederholrate, wahlweise fix oder adaptiv. Mit einer Touch-Abtastrate von 2560 Hz dürfte sich auch die Gamer-Fraktion freuen. HDR-Inhalte gibt der Bildschirm in HDR10+ und Dolby Vision wieder.

In unserer Messung erreichte das Panel bei starkem Sonnenschein knapp unter 1000 Nits. Theoretisch müsste deutlich mehr drin sein – im Test ließ sich das allerdings nicht reproduzieren. An sich ein guter Wert, bei strahlendem Sonnenschein wird die Ablesbarkeit dennoch zur Herausforderung. Bei bewölktem Wetter gibt es hingegen kaum Probleme. Andere Handys der Oberklasse und gehobenen Mittelklasse strahlen hier aber spürbar heller.

Ansonsten gibt es nichts zu meckern: satte Farben, hoher Kontrast, stabile Blickwinkel. Ein gutes Panel – nur eben kein Sonnenanbeter.

Kamera

Beim Kamera-Set-up bleibt Poco gewohnt minimalistisch: Auf der Rückseite arbeitet lediglich eine Dual-Kamera. Die Hauptlinse löst mit 50 Megapixeln auf (f/1.5, Phasenvergleichs-AF, OIS), unterstützt von einem 8-Megapixel-Weitwinkel (f/2.2). Vorn sitzt eine 20-Megapixel-Frontkamera (f/2.2). Eine Telelinse für dedizierte Zoomaufnahmen fehlt.

Bei Tageslicht gelingen damit gute Fotos: ausgeprägte Bilddetails, hohe Schärfe, ein guter Dynamikumfang, dazu natürlich wirkende Farben und Kontraste. Gelegentlich schleichen sich bei starkem Sonnenschein allerdings Streifen (Banding) ins Bild, ein leichter Hang zur Überbelichtung ist auch erkennbar.

Aufnahmen mit zweifachem Zoom sehen nahezu verlustfrei aus, bis fünffach bleibt es okay – darüber hinaus wird es pixelig. Mehr als zehnfacher Zoom ist nicht möglich. Die Weitwinkellinse löst spürbar geringer auf, liefert farblich aber zumindest passende Ergebnisse zur Hauptlinse. Etwas flotter dürfte allerdings der Autofokus arbeiten.

Bei Dunkelheit hellt die Hauptlinse ordentlich auf, allerdings auf Kosten von sichtbarem Bildrauschen. Hier hat das Poco X8 Pro Max die Nase vorn – es setzt auf einen anderen, besseren Sensor. Die Weitwinkellinse ist nachts dagegen kaum zu gebrauchen – wie bei nahezu allen Smartphones.

Selfies wirken scharf und natürlich. Bei starkem Sonnenschein neigt auch die Frontkamera etwas zur Überbelichtung, der Bokeh-Effekt im Porträtmodus ist dafür gelungen. Videos nimmt das X8 Pro mit der Hauptlinse in 4K bei 60 fps auf – ordentlich aufgelöst und gut stabilisiert. Allerdings hat der Autofokus dann ebenfalls etwas zu kämpfen. Die Frontkamera schafft FHD mit 60 fps, hier wackelt es allerdings spürbar mehr.

Für Fotoenthusiasten ist das Poco X8 Pro damit nicht die erste Wahl. Für Schnappschüsse und gelegentliche Urlaubsfotos reicht es aber allemal.

Ausstattung

Im Inneren steckt ein MediaTek Dimensity 8500-Ultra – ein flotter Chip, aber spürbar langsamer als der Dimensity 9500 im Poco X8 Pro Max. Trotzdem überzeugt die Performance: 4400 Punkte im 3DMark Wild Life Extreme, satte 16.000 im PCMark Work. Das reicht locker zum Zocken, im Alltag läuft das System sehr flüssig. Flaggschiff-Niveau ist das zwar nicht mehr, in dieser Preisklasse dennoch eine Ansage.

Den Speicher gibt es in zwei Varianten: 256 GB oder 512 GB jeweils nach UFS-4.1-Standard, immer mit 12 GB RAM. Eine Erweiterung per microSD-Karte ist nicht möglich. Auch die USB-C-Buchse bremst – wie in der Preisklasse üblich – mit dem betagten 2.0-Standard.

Bei der Funkausstattung gibt es Wi-Fi 6 und das brandaktuelle Bluetooth 6.0. NFC und Infrarot-Port sind ebenfalls dabei. Dual-SIM ist an Bord, auf eine eSIM verzichtet Xiaomi allerdings. Die Ortung via GPS und Galileo arbeitet laut GPS-Test auf drei Meter genau.

Der In-Display-Fingerabdrucksensor entsperrt das Gerät verzögerungsfrei. Die Lautsprecher klingen ordentlich, übersteuern bei voller Lautstärke aber leicht. Für den schnellen Video-Clip zwischendurch reicht es allemal.

Software

Das Poco X8 Pro setzt auf Android 16, über das Xiaomi seine hauseigene Oberfläche HyperOS 3 stülpt. Die Bedienung folgt bekannten Mustern: Von oben zieht man eine zweigeteilte Menüleiste herunter – links die Benachrichtigungen, rechts das Kontrollzentrum mit den Schnelleinstellungen. Wer es aufgeräumt mag, aktiviert den App-Drawer.

Ein gewohntes Ärgernis bleibt die vorinstallierte Software: Schon während der Ersteinrichtung versucht das System, einem massig Bloatware – vor allem Spiele – unterzujubeln. Zwar lässt sich das per Opt-out abwählen, der Startbildschirm ist nach dem ersten Booten dennoch gut mit Drittanbieter-Apps gefüllt. Immerhin: Der unerwünschte Ballast lässt sich nachträglich restlos entfernen. Bei Poco und Redmi war das früher noch deutlich schlimmer.

Beim Support legt Xiaomi nach: Vier große Android-Upgrades und sechs Jahre Sicherheitspatches sind eine klare Verbesserung gegenüber früher. Letztere trudeln allerdings nicht monatlich ein wie bei den Xiaomi-Flaggschiffen, sondern nur im 90-Tage-Rhythmus. Auf unserem Testgerät war das Patch-Level vom März 2026 installiert – zum Testzeitpunkt also aktuell.

Akku

Die Kapazität liegt bei stolzen 6500 mAh – beachtlich für ein Gerät mit nur 8,4 mm Dicke. Möglich macht das die Silizium-Carbon-Technik. Im PCMark Battery Test hielt das Poco X8 Pro rund 15 Stunden durch, bei 120 Hz und 200 Nits Helligkeit im simulierten Dauerbetrieb. In der Praxis bedeutet das: Einen Tag schafft das Handy problemlos, am nächsten Tag reicht die Reserve meist noch bis mittags – je nach Nutzungsszenario.

Geladen wird flott mit bis zu 100 Watt – das passende Netzteil vorausgesetzt. Damit ist der Akku in knapp einer Stunde wieder voll. Auf induktives Laden verzichtet das Poco allerdings.

Preis

Die UVP für das Poco X8 Pro startet bei 400 Euro für die Variante mit 8/256 GB. Für 8/512 GB kommen weitere 50 Euro, für 12/512-GB-Version 80 Euro dazu. Die Iron-Man-Edition (12/512 GB) hat eine UVP von 500 Euro.

Allerdings sind die Straßenpreise stark und schnell gefallen: Die Basisvariante mit 8/256 GB gibt es bereits für knapp 300 Euro, mit 8/512 GB sind es derzeit nur 330 Euro – unser Tipp. Mit 12/512 GB sind es bei Xiaomi etwa 400 Euro. Die Iron-Man-Edition startet bei 400 Euro. Als Farben stehen Schwarz, Weiß, Minzgrün sowie die erwähnte Marvel-Version zur Auswahl.

Fazit

Mit dem Poco X8 Pro liefert Xiaomi erneut ein Smartphone mit Top-Performance zum Preis der unteren Mittelklasse – fast schon ein Schnäppchen. Die Verarbeitung überrascht positiv: Metall, Glas und dank IP68 voller Schutz gegen Wasser und Staub. Die Leistung ist Gaming-tauglich, wenn auch nicht ganz auf Flaggschiff-Niveau. Dazu kommen eine starke Akkulaufzeit und ein scharfes 120-Hz-OLED.

Die Kamera reicht für Schnappschüsse bei Tageslicht, bleibt im Gesamtpaket aber die Schwachstelle. Auch die Display-Helligkeit kommt bei praller Sonne an ihre Grenzen. Schade: Eine eSIM fehlt.

Das Poco X8 Pro ist die richtige Wahl für alle, die viel Power zum kleinen Preis suchen und auf Tele-Aufnahmen verzichten können. Wer mehr will, greift zum Poco X8 Pro Max – das ist besser, aber auch größer, schwerer und teurer.



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