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Playground Games zeigt Gameplay aus „Fable“ und „Forza Horizon 6“
Das britische Studio Playground Games mausert sich zu einem der wichtigsten Teams im Xbox-Portfolio: Nachdem Playground jahrelang für seine erfolgreichen Open-World-Rennspiele der „Forza Horizon“-Reihe bekannt war, entwickelt ein zweites Team das Rollenspiel „Fable“. Am Donnerstagabend hat Playground Games zu beiden Titeln längere Gameplay-Ausschnitte veröffentlicht.
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Das Playground-Kerngeschäft ist die „Forza Horizon“-Reihe. Der neue Ableger „Forza Horizon 6“ wurde im vergangenen Jahr auf der Tokyo Game Show angekündigt, nun gibt es erste Gameplay-Szenen aus dem Rennspiel. Zu sehen ist die laut Playground Games größte Karte in der Geschichte der Reihe, die dieses Mal Japan nachstellt – inklusive Jahreszweitenwechsel und mindestens 36 Ausblicken auf den Fuji.
Ansonsten stehen eher kleine Veränderungen zum Vorgänger, der in Südamerika spielte, auf dem Plan. Garagen können Spieler nun selbst bearbeiten. Zudem gibt es in Japan ein Stück Land, in dem Spieler ihre eigene Basis aufbauen können. Im Mittelpunkt des Spiels stehen weiterhin flottes Arcade-Racing und Fahrherausforderungen in der offenen Spielwelt.
In „Fable“ als Miethai spielen
Die offene Spielwelt ist auch die Brücke, die Playground zu „Fable“ baut – als eine Art Identität des Studios, die beide Spiele unter einen Hut bringt. Für die Entwicklung von „Fable“ hat Playground Games ein neues Team aufgebaut, das an die Arbeit der Lionhead Studios, wo das Original entwickelt wurde, anknüpfen will.
Dazu gehören britischer Humor und die Möglichkeit, auf unterschiedliche Art mit NPCs zu interagieren. Im Video ist zum Beispiel zu sehen, wie man Häuser aufkaufen kann, um sie dann an NPCs zu vermieten. Unliebsame Nichtspielerfiguren kann man schlicht auf die Straße werfen, was mit entsprechend unhöflichen Kommentaren quittiert wird.
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„Forza Horizon 6“ erscheint am 19. Mai 2026 für PC und Xbox Series X/S. Eine Playstation-Version soll im Laufe des Jahres folgen. „Fable“ kommt direkt zum Release auf die Playstation – gleichzeitig mit Xbox Series X/S und PC im Herbst 2026.
(dahe)
Künstliche Intelligenz
US-Regierung gegen Ticketmaster: Vorläufige Einigung im Kartellverfahren
Der Prozess ist mit Spannung erwartet worden. Nun könnte er vorbei sein, bevor er richtig losgeht. Oder doch nicht? In dem Kartellverfahren des US-Justizministeriums und mehrerer US-Bundesstaaten gegen Ticketmaster und dessen Mutterkonzern Live Nation Entertainment haben beide Seiten eine vorläufige Einigung erzielt. Das berichtete am Montag die US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP).
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Die geschlossene Vereinbarung soll die Ticketpreise für Verbraucher senken und die illegale Monopolisierung der Live-Entertainment-Branche in den USA beenden. Einige US-Bundesstaaten signalisierten jedoch, dass sie sich der Einigung nicht anschließen und den laufenden Prozess fortsetzen werden.
Dieser hatte Anfang März vor einem Bundesgericht in Manhattan begonnen. In der Klage, die unter der Regierung von Präsident Joe Biden im Jahr 2024 eingereicht wurde, werfen das Justizministerium sowie 40 Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten Live Nation Entertainment vor, zentrale Bereiche des Livegeschäfts zu kontrollieren – von der Künstlerpromotion über große Veranstaltungsorte bis zum Ticketverkauf. Der Konzern nutze diese marktbeherrschende Stellung, um Konkurrenz auszubremsen. Die Klage stützt sich auf das US-Kartellrecht, insbesondere auf das Verbot der Monopolisierung und wettbewerbsbeschränkender Exklusivvereinbarungen. Im Falle einer Verurteilung könnte das Gericht weitreichende Auflagen verhängen – bis hin zur Zerschlagung des Entertainment-Konzerns.
Einigung mit Auflagen
Zu Beginn des Verhandlungstages am Montag verkündete das US-Justizministerium die zwischen Justizministerium und Live Nation erzielte Übereinkunft. Laut AP zeigte sich der Vorsitzende Richter Arun Subramanian ungehalten. Es sei „völlig inakzeptabel“, dass er erst am späten Sonntagabend über die vorläufige Einigung informiert worden sei. Ein Eckpunktepapier für die erwartete Einigung war demnach bereits am Donnerstag unterzeichnet worden.
Die Übereinkunft sieht vor, dass Live Nation eine Geldstrafe von bis zu 280 Millionen US-Dollar zahlt und sich von mindestens 13 Veranstaltungsorten im ganzen Land trennt, so AP mit Verweis auf eine mit der Einigung vertraute Quelle. Darüber hinaus öffnet das Unternehmen seinen Ticketvertrieb, um Wettbewerbern die Teilnahme am Ticketverkauf zu ermöglichen. Die AP-Quelle erwartet, dass sich eine zweistellige Anzahl von Bundesstaaten der Übereinkunft anschließen wird.
Bundesstaaten stellen sich quer
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Einige Bundesstaaten aber opponieren gegen den Deal. Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James erklärte in einer Stellungnahme am Montag, die mit dem US-Justizministerium verkündete Einigung gehe nicht auf das im Mittelpunkt dieses Falles stehende Monopol ein und begünstige Live Nation auf Kosten der Verbraucher. „Wir können ihr [der Einigung, Anm.] nicht zustimmen“, schreibt sie. „Meine Kollegen in der Generalstaatsanwaltschaft und ich haben starke Argumente gegen Live Nation, und wir werden unsere Klage fortsetzen, um die Verbraucher zu schützen und fairen Wettbewerb in der Live-Entertainment-Branche wiederherzustellen.“
Man werde den Fall auch ohne die Unterstützung der Bundesregierung weiterführen, so James. Neben der New Yorker Generalstaatsanwältin führen auch die Generalstaatsanwälte von Arizona, Kalifornien, Colorado, Connecticut, Illinois, Kansas, Maryland, Massachusetts, Michigan, Minnesota, Nevada, New Hampshire, New Jersey, New Mexico, North Carolina, Ohio, Pennsylvania, Rhode Island, Tennessee, Utah, Vermont, Virginia, Washington, Wisconsin, Wyoming und dem District of Columbia die Klage gegen Live Nation fort, heißt es in der Mitteilung.
Der Generalstaatsanwalt von North Carolina, Jeff Jackson, nannte laut AP die Vereinbarung einen „schrecklichen Deal“, der den Bundesstaaten bis zuletzt vorenthalten worden sei. „In diesem Fall geht es darum, dass Live Nation und Ticketmaster Verbraucher schädigen, Künstler in die Falle locken und die Ticketpreise in die Höhe treiben. Wir werden sie in Kürze wieder vor Gericht sehen“, sagte er.
Wie AP berichtet, informierte Richter Subramanian die Jury über die geplante Einigung mit dem Justizministerium und teilte ihr mit, dass „einige Bundesstaaten ihre Klagen weiterverfolgen“. Demnach wird der Prozess voraussichtlich in der kommenden Woche fortgesetzt.
(akn)
Künstliche Intelligenz
Bluetti Elite 300: Weltweit kleinste Powerstation mit 3 kWh im Test
3 kWh Kapazität, 2.400 W Leistung und schnelles Laden: Wir testen die Bluetti Elite 300 auf Effizienz, Solarleistung und Praxistauglichkeit.
Bluetti positioniert die Elite 300 bewusst als Gegenentwurf zum klassischen „3-kWh-Klotz“. Unter dem Motto „More Power, Less Bulk“ soll sie eine der kompaktesten und leichtesten Powerstations ihrer Klasse sein.
Tatsächlich bietet die Station 3014 Wh Kapazität, wiegt aber nur rund 2 kg mehr als viele typische 2-kWh-Geräte. Dieser Gewichtsvorteil ist vor allem bei mobilen Anwendungen relevant, bei denen Größe und Masse den Einsatzbereich bestimmen.
Mit 2400 W Dauerleistung und kurzfristig bis zu 4800 W richtet sich die Elite 300 an mehrere Szenarien: Home-Backup bei Stromausfällen, Off-Grid-Set-ups, Camping- oder Wohnmobilinstallationen sowie Werkstatt- und Baustellenbetrieb. Bluetti versucht damit, die Lücke zwischen klassischen mobilen Powerstations und stationären Heimspeichern zu schließen.
Auch bei der Lebensdauer setzt der Hersteller auf starke Zahlen. Die verbaute LiFePO₄-Batterie soll 6000 Ladezyklen bis 80 % Restkapazität erreichen. Bluetti gewährt zusätzlich fünf Jahre Garantie, was derzeit über dem Marktdurchschnitt vieler Powerstations liegt.
Für längere Lagerzeiten empfiehlt das Handbuch (PDF), den Akku bei etwa 40 bis 60 % Ladezustand aufzubewahren, das Gerät vollständig auszuschalten und alle Kabel zu trennen. Zudem sollte der Speicher etwa alle sechs Monate einmal vollständig geladen und entladen werden. Diese Empfehlung entspricht den allgemeinen Eigenschaften von Lithium-Batterien, deren Alterung sowohl durch Nutzung als auch durch Zeit und Temperatur beeinflusst wird.
Bilder: Bluetti Elite 300
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Bluetti Elite 300: Solarpanels mit 12–60 V mit maximal 22 A können die Powerstation mit bis zu 1200 W laden.
Design, Gewicht und Verarbeitung der Bluetti Elite 300
Die Powerstation wird gut gepolstert geliefert. Im Karton befinden sich neben dem Gerät lediglich ein etwa 1,5 Meter langes Schuko-Ladekabel, eine kleine Erdungsschraube sowie ein kurzes Informationsblatt. Der Lieferumfang ist damit bewusst funktional gehalten.
Das Gehäuse wirkt robust und hochwertig verarbeitet. Die integrierten Tragegriffe erleichtern den Transport des rund 26 kg schweren Systems deutlich. Materialqualität, Passgenauigkeit und Oberflächen vermitteln insgesamt einen sehr hochwertigen Eindruck.
Anschlüsse und 12-Volt-Architektur der Bluetti Elite 300
Bei den Anschlüssen bietet die Elite 300 eine solide Auswahl für mobile und stationäre Anwendungen. Neben klassischen 230-Volt-Steckdosen stehen mehrere Gleichstromanschlüsse zur Verfügung, darunter ein leistungsstarker 12-Volt-XT60-RV-Port mit bis zu 30 Ampere, ein klassischer Zigarettenanzünderanschluss sowie moderne USB-Ports. Besonders hervorzuheben ist der USB-C-Port mit bis zu 140 W Power Delivery, der selbst leistungsstarke Laptops direkt versorgen kann.
Wichtig ist jedoch ein Detail der internen Architektur: Der XT60-RV-Port und der Zigarettenanzünderanschluss sind elektrisch parallel geschaltet und teilen sich ein gemeinsames 30-Ampere-Gesamtlimit. Wird beispielsweise über den Zigarettenanzünder bereits ein größerer Verbraucher betrieben, reduziert sich entsprechend die maximal verfügbare Leistung des RV-Ports. In der Praxis spielt das vor allem bei Camper-Installationen eine Rolle.
Lautstärke im Test: Lüfterverhalten im Alltag und unter Last
Wie laut eine Powerstation arbeitet, hängt stark von der aktuellen Last und der Ladeleistung ab. Unter maximaler Belastung – etwa beim Turbo-Laden mit rund 2,3 kW oder bei hoher AC-Last – messen wir etwa 53 dB in einem Meter Abstand und bis zu 67 dB direkt am Gehäuse. In solchen Situationen ist die aktive Kühlung deutlich wahrnehmbar.
Im normalen Betrieb arbeitet die Elite 300 jedoch meist deutlich leiser. Bei deaktivierten AC-Ausgängen oder reinem DC-Betrieb bleibt das Gerät häufig komplett lautlos.
Sobald der Wechselrichter aktiv ist, können die Lüfter allerdings auch ohne große Last kurzzeitig anlaufen. Hintergrund ist der Eigenverbrauch des Inverters, der selbst im Leerlauf Wärme erzeugt und deshalb gekühlt werden muss. In Technikräumen, Werkstätten oder im Camper fällt dieses Verhalten kaum auf, in sehr ruhigen Wohnräumen kann es jedoch gelegentlich wahrnehmbar sein.
Schutzklasse, Temperaturgrenzen und Einsatzbedingungen
Die Elite 300 besitzt laut Handbuch die Schutzklasse IP20. Das bedeutet, dass das Gerät gegen feste Fremdkörper über 12,5 mm geschützt ist, jedoch keinen Schutz gegen Wasser oder Spritzwasser bietet. Der Hersteller empfiehlt daher ausdrücklich, die Powerstation nicht bei Regen oder hoher Luftfeuchtigkeit zu betreiben.
Auch bei den Betriebstemperaturen gelten klare Grenzen. Der Speicher kann zwischen −20 °C und +40 °C entladen, während das Laden nur im Bereich von 0 °C bis +40 °C erlaubt ist. Unterhalb des Gefrierpunkts blockiert das Batteriemanagementsystem den Ladevorgang vollständig. Die Station kann dann zwar weiterhin Energie abgeben, nimmt jedoch keine neue Ladung auf, bis sich die Zellen wieder erwärmen.
Effizienz und Wechselrichterleistung im Praxistest
Um die reale Entladeeffizienz zu bestimmen, haben wir zwei vollständige Entladezyklen durchgeführt. Die Messung erfolgte mithilfe der smarten Zwischenstecker Shelly Plug S Gen3 und Refoss P11.
Bei einer konstanten Last von rund 500 W konnten wir etwa 2,85 bis 2,89 kWh aus dem Akku entnehmen. Bei 1000 W Last waren die Werte praktisch identisch. Bezogen auf die Nennkapazität ergibt sich daraus eine AC-Entladeeffizienz von rund 95,5 %, was für eine Powerstation dieser Klasse ein außergewöhnlich guter Wert ist.
Der integrierte Wechselrichter liefert einen reinen Sinus mit stabilen 230 Volt bei 50 Hz. Auch bei schnellen Lastwechseln blieb die Ausgangsspannung im Test stabil. Selbst empfindliche IT-Geräte wie Monitore oder Netzwerksysteme zeigten keinerlei Auffälligkeiten.
Ladefunktionen: AC-Lademodi und Turbo-Ladetest
Die Elite 300 bietet mehrere Lademodi, die sich über das Gerät oder die App auswählen lassen. Im Silent-Modus lädt die Station mit rund 800 W, wodurch Geräuschentwicklung und Netzbelastung reduziert werden. Der Standardmodus nutzt etwa 1200 W, während im Turbo-Modus bis zu 2300 W Ladeleistung erreicht werden.
Zusätzlich lässt sich im Custom-Modus der Ladestrom zwischen 1 und 10 Ampere einstellen. Dadurch kann die Ladeleistung sehr präzise an schwache Stromquellen angepasst werden, etwa auf Campingplätzen oder in älteren Hausinstallationen.
Im Praxistest lädt die Elite 300 im Turbo-Modus von 0 auf 100 % in etwa 1 Stunde und 52 Minuten. Bereits nach rund 92 Minuten sind etwa 95 % Ladezustand erreicht. Danach reduziert das System die Leistung deutlich, um ein gründliches Zell-Balancing durchzuführen.
Insgesamt wurden für eine vollständige Ladung etwa 3,70 bis 3,74 kWh Energie aus dem Netz aufgenommen. Daraus ergibt sich eine AC-zu-AC-Round-Trip-Effizienz von rund 77 %, was für schnelles LiFePO₄-Laden mit intensiver Balancing-Phase ein typischer Wert ist.
Solar laden mit der Bluetti Elite 300: Limits, Module und Praxistest
Für die Solarladung besitzt die Elite 300 einen einzelnen XT60-PV-Eingang. Dieser erlaubt Eingangsspannungen zwischen 12 und 60 Volt sowie einen maximalen Strom von 22 Ampere, was theoretisch eine Solarladeleistung von bis zu 1200 W ermöglicht.
Wichtig ist jedoch, dass die Leerlaufspannung der Module (Voc) niemals über 60 Volt steigen darf. Wird diese Grenze überschritten, kann die Elektronik beschädigt werden.
Dachmodule, Bluetti-Panels und Winter-Praxistest
Viele klassische Dachmodule arbeiten mit relativ hohen Spannungen. Zwei dieser Module in Serie würden häufig bereits deutlich über 60 Volt erreichen und sind daher nicht kompatibel. In der Praxis bleibt bei vielen Dachmodulen nur der Betrieb eines einzelnen Panels.
Die von Bluetti angebotenen faltbaren Solarmodule sind besser auf das Spannungsfenster abgestimmt und ermöglichen deshalb höhere Gesamtleistungen.
Ein kurzer Praxistest mit mehreren parallel geschalteten 500-Wp-Panels unter winterlichen Bedingungen zeigte, dass die Eingangsleistung bereits ab etwa drei Modulen durch das 22-Ampere-Stromlimit begrenzt wird. Zusätzliche Module erhöhen die Ladeleistung dann nur noch geringfügig.
High-Current-Modus und Powerlifting erklärt
Der sogenannte High-Current-Modus steuert, wie das Gerät bei niedriger Eingangsspannung mit hohen Strömen umgeht. Standardmäßig wird der Strom in solchen Situationen auf etwa 8 Ampere begrenzt, da dies typischerweise einer Fahrzeugbatterie entspricht.
Wird der Modus aktiviert, hebt das System diese Begrenzung auf. Das ist besonders bei Solarkonfigurationen mit niedriger Spannung und hohem Strom sinnvoll.
Der Powerlifting-Modus wird dagegen häufig missverstanden. Die Station liefert dadurch keine echten 4800 W, sondern reduziert gezielt die Ausgangsspannung, damit bestimmte ohmsche Verbraucher wie Wasserkocher oder Heizlüfter nicht sofort zur Überlastabschaltung führen.
USV-Funktion im Test: Umschaltzeit und System Switch Recovery
Die Elite 300 kann auch als unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) eingesetzt werden. Für den Test haben wir ein typisches Home-Office-Set-up mit zwei Laptops, Monitoren, NAS, Router und Switch angeschlossen. Die Gesamtlast lag bei rund 115 W.
Beim Ziehen des Netzsteckers wechselte das System nahtlos auf Akkubetrieb. Die Umschaltzeit lag im Bereich der Herstellerangabe von unter 10 Millisekunden. Während des Tests kam es weder zu Bildschirmflackern noch zu Netzwerkabbrüchen.
Ein praktisches Detail ist die Funktion System Switch Recovery. Schaltet sich die Station wegen leerem Akku ab, merkt sie sich den Zustand der Ausgänge. Sobald wieder Energie anliegt und der Akku etwa 5 % Ladezustand erreicht, werden die Ausgänge automatisch wieder aktiviert. Gerade für Router, Kühlschränke oder kleine Server ist das sehr hilfreich.
App, Energiemanagement und ECO-Modi
Die Bluetti-App ermöglicht sowohl eine lokale Steuerung per Bluetooth als auch den Fernzugriff über WLAN und Cloud. Bluetooth funktioniert auch ohne Internetverbindung und ist daher besonders für Off-Grid-Einsätze geeignet.
Firmware-Updates werden ausschließlich über Bluetooth übertragen und erfordern einen Bluetti-Account. Der Aktualisierungsvorgang dauert in der Regel etwa fünf bis zehn Minuten.
Über die App stehen außerdem verschiedene Energiemanagement-Modi zur Verfügung, darunter zeitbasierte Lade- und Entladepläne sowie Prioritätssteuerungen für Netz- oder Solarstrom.
Die ECO-Modi schalten Ausgänge automatisch ab, wenn die angeschlossene Last über längere Zeit unter eine definierte Schwelle fällt. Das spart Energie, kann jedoch bei Geräten mit geringem Verbrauch problematisch sein. Gerade Router, NAS-Systeme oder andere Dauerverbraucher sollten deshalb besser ohne ECO-Automatik betrieben werden.
Preis
Im Shop des Herstellers kostet die Elite 300 zur Einführung knapp 1500 Euro. Mit dem Code Heise300 (an der Kasse eingeben) gibt es einen Rabatt in Höhe von 8 %, sodass die kompakte Powerstation bereits für 1379 Euro erhältlich ist. Der Versand ist derzeit kostenlos. Wer die Bedingungen nach § 12 Abs. 3 Nr. 1 UStG erfüllt und dies Bluetti bestätigt, erhält die Elite 300 für 1159 Euro (Code Heise300 an der Kasse eingeben).
Fazit
Im Test überzeugt die Bluetti Elite 300 vor allem durch sehr hohe Effizienz, schnelle Ladeleistung und hochwertige Verarbeitung. Besonders positiv fällt das Verhältnis aus Kapazität, Gewicht und Baugröße auf. Eine Powerstation mit 3 kWh Speicher in diesem vergleichsweise kompakten Format ist derzeit noch selten.
Zu den größten Stärken zählen die AC-Effizienz von rund 95,5 %, die schnelle Turbo-Ladung und die langlebige LiFePO₄-Batterie mit bis zu 6000 Ladezyklen. Auch als USV für Home-Office-Set-ups funktioniert die Station zuverlässig.
Kritikpunkte gibt es nur wenige. Die Lüfter können in sehr ruhigen Umgebungen gelegentlich hörbar sein, und die 2400 W Dauerleistung sind gemessen an der großen Kapazität eher konservativ ausgelegt. Zudem erfordert die relativ niedrige 60-Volt-PV-Grenze etwas Planung bei der Solaranbindung.
Wer jedoch eine effiziente, langlebige und vielseitige 3-kWh-Powerstation sucht, erhält mit der Elite 300 ein technisch sehr solides Gesamtpaket mit nur wenigen Einschränkungen.
Künstliche Intelligenz
AMD Ryzen AI Embedded P100: x86-CPU mit NPU für Edge- und Physical-AI
AMDs Prozessorbaureihe Ryzen AI Embedded P100 ähnelt der Mobil-CPU-Familie Ryzen AI 400, zielt aber auf Embedded Systems. Sie kombiniert Allzweck-x86-Prozessorkerne (Zen 5) mit einer relativ starken integrierten Grafikeinheit (IGP), einer Neural Processing Unit (NPU) mit 50 Tops sowie großem DDR5- oder LPDDR5X-Hauptspeicher. Dazu kommen leistungsfähige I/O-Schnittstellen wie PCI Express 4.0, USB4/Thunderbolt 4 und Displayport beziehungsweise HDMI für bis zu vier 4K-Displays oder zweimal 8K/120 Hz.
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Systeme in Anmarsch
Auf der Fachmesse Embedded World 2026 in Nürnberg zeigen laut AMD mehrere Partnerfirmen Mainboards und Rechenmodule mit Ryzen AI Embedded P100, etwa Congatec, Kontron und Advantech. Die Messe findet vom 10. bis 12. März statt. Die Prozessoren eignen sich für Anwendungen wie bildgebende Medizintechnik, Robotik, selbstfahrende Transportsysteme (Physical AI) sowie Steuerungs- und Überwachungsrechner mit KI-Funktionen. Letztere nennt der Branchenjargon oft auch Edge AI. Die Embedded-Prozessoren von AMD stecken wegen ihrer relativ starken GPU und vielen Display-Ausgängen auch in zahlreichen Spielautomaten.
Nicht alle Varianten des Ryzen AI Embedded P100 sind bereits lieferbar, bei manchen startet die Produktion erst im dritten Quartal. Die Ryzen AI Embedded P100 mit vier oder sechs CPU-Kernen hatte AMD bereits im Januar angekündigt. Wirklich neu sind jetzt die Versionen mit 8, 10 oder 12 Kernen.

Prozessoren der Baureihe AMD Ryzen AI Embedded P100 haben bis zu 12 CPU-Kerne. Grafikseitig gibt es den Vollausbau mit 16 Compute Units beziehungsweise acht Work Group Processors (WGPs). Das entspricht 1024 Shadern.
(Bild: AMD)
Kernmischung
Bisher spezifiziert AMD nicht die genauen Mischungen aus Zen-5- und Zen-5c-Kernen in den einzelnen Ryzen AI Embedded P100. Die Ryzen AI 400 haben maximal vier Zen-5-Kerne, die restlichen sind vom Typ Zen 5c.
Im zweiten Halbjahr will AMD den Ryzen AI Embedded X100 mit bis zu 16 Zen-5-Prozessorkernen nachschieben. Der Ryzen AI Embedded P100 konkurriert mit Embedded-Versionen des Intel Core Ultra 300 „Panther Lake“.
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| Embedded-Prozessoren AMD Ryzen AI Embedded P100 | |||||||
| Prozessor | CPU-Kerne | Turbo-Takt | L3-Cache | NPU |
10GE-MAC mit TSN |
TDP | Temperatur-Bereich |
| Ryzen AI P185 | 12 | 5,1 GHz | 24 MByte | 50 Tops | – | 28 W* | 0 – 105 °C |
| Ryzen AI P185i | 12 | 5,1 GHz | 24 MByte | 50 Tops | – | 28 W* | -40 – 105 °C |
| Ryzen AI P174 | 10 | 5,0 GHz | 24 MByte | 50 Tops | – | 28 W* | 0 – 105 °C |
| Ryzen AI P174i | 10 | 5,0 GHz | 24 MByte | 50 Tops | – | 28 W* | -40 – 105 °C |
| Ryzen AI P164 | 8 | 5,0 GHz | 16 MByte | 50 Tops | – | 28 W* | 0 – 105 °C |
| Ryzen AI P164i | 8 | 5,0 GHz | 16 MByte | 50 Tops | – | 28 W* | -40 – 105 °C |
| Ryzen AI P132 | 6 | 4,5 GHz | 8 MByte | 50 Tops | 2 | 28 W* | 0 – 105 °C |
| Ryzen AI P132i | 6 | 4,5 GHz | 8 MByte | 50 Tops | 2 | 28 W* | -40 – 105 °C |
| Ryzen AI P132a | 6 | 3,65 GHz | 8 MByte | 50 Tops | 2 | 45 W** | -40 – 105 °C |
| Ryzen AI P121 | 4 | 4,4 GHz | 8 MByte | 30 Tops | 2 | 28 W* | 0 – 105 °C |
| Ryzen AI P121i | 4 | 4,4 GHz | 8 MByte | 30 Tops | 2 | 28 W* | -40 – 105 °C |
| Ryzen AI P121a | 4 | 3,65 GHz | 8 MByte | 30 Tops | 2 | 28 W* | -40 – 105 °C |
| i-Versionen: Indfustrie-Temperaturbereich, a-Versionen: Automotive, AEC-Q100 | |||||||
| * configurable TDP (cTDP) von 15 bis 45 Watt; P122a: 15 – 30 W, ** P132a: 25 – 45 W | |||||||
(ciw)
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