Noch ist offen, wie sich das im Alltag tatsächlich äußern wird. Fest steht jedoch: Hue verabschiedet sich von fest definierten Szenen und setzt stattdessen auf ein adaptives System. Der Anspruch ist hoch – ebenso der technologische Aufwand.
Hue SpatialAware: Euer Licht versteht jetzt, wo es ist
Auf der IFA 2025 stellte Signify die Hue Bridge Pro vor. Nun folgt der nächste Schritt: Bestehende Hue-Installationen mit mehreren älteren Bridges lassen sich ab sofort in ein gemeinsames System überführen. Die Migration erfolgt schrittweise und ohne Unterbrechungen im laufenden Betrieb.
Parallel zur Einführung einer neuen, preislich attraktiven Lampenserie (Test) hat Signify zudem eine neue Funktion ohne Zusatzkosten für alle Nutzer freigeschaltet. Mit diesen Maßnahmen optimiert das Unternehmen das Zusammenspiel von Beleuchtung, Raumkonzepten und Nutzerinteraktion spürbar.

Mit SpatialAware führt Signify einen Ansatz ein, bei dem Beleuchtung erstmals konsequent räumlich interpretiert wird. Die Funktion erfasst die Umgebung und bezieht die tatsächliche Position einzelner Hue-Leuchten im Raum in die Lichtberechnung ein. Auf dieser Grundlage passt das System die Lichtverteilung gezielt an die realen Gegebenheiten an. Grundlage hierfür ist ein eigens entwickelter Algorithmus, der Farbtöne nicht mehr pauschal auf alle Lichtquellen anwendet, sondern differenziert pro Leuchte berechnet.
Dadurch entsteht ein gleichmäßigeres und realitätsnäheres Lichtbild, das den Raum konsistenter ausleuchtet. SpatialAware ist ausschließlich in Verbindung mit der Hue Bridge Pro verfügbar. Die räumliche Erfassung erfolgt über einen Scan des Raums mithilfe der Smartphone-Kamera, bei dem Leuchten und Lichtquellen präzise entsprechend ihrer tatsächlichen Position im Raum erfasst werden.
Weitere Neuerungen für Nutzer
Unabhängig von SpatialAware erweitert Philips Hue sein System in weiteren Bereichen. Der Support für Apple Home wird ausgebaut, wodurch sich Hue künftig stärker in Apples Smart-Home-Umgebung integrieren lässt. Parallel dazu wird der KI-Assistent weiterentwickelt und soll in absehbarer Zeit auch in deutscher Sprache verfügbar sein. Ziel ist es, Automatisierungen verständlicher zu gestalten und die Unterstützung im Alltag zu verbessern.
Insgesamt markieren diese Neuerungen eine strategische Weiterentwicklung des Systems. Beleuchtung wird stärker kontextbezogen umgesetzt, indem räumliche Faktoren, Plattform-Integration und softwaregestützte Assistenz enger zusammengeführt werden. Mit dem erweiterten Apple-Ökosystem, der Weiterentwicklung der KI-Funktionen und einer überarbeiteten App-Struktur positioniert Philips Hue sein Smart-Home-System zunehmend als adaptives Gesamtkonzept.


