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Quo vadis, Google Discover? | OnlineMarketing.de


Über Discover generieren Publisher enorm viel Traffic, was gerade in Zeiten der KI-Suche von Vorteil sein kann. Mit diesen Tipps bist du für den Discover Feed gerüstet.

Für viele Publisher in Deutschland ist Google Discover zu einer der wenigen zuverlässigen Traffic-Quellen aus dem Google-Ökosystem geworden, wo sonst grundlegende Algorithmus-Updates regelmäßig die Referral-Strategien auf den Kopf stellen. Discover ist dabei bemerkenswert stabil: SEO-Agenturen, die auf Publishing spezialisiert sind, berichten, dass der Discover-Anteil am gesamten Google Traffic für viele Publisher in den vergangenen Jahren von 61 auf 70 Prozent gestiegen ist.

Es gibt jedoch Anzeichen dafür, dass es bald turbulenter zugehen könnte. Als im Juli 2025 die ersten KI-Zusammenfassungen im Discover-Feed in den USA auftauchten, um zunächst beliebte Lifestyle-Themen wie Sport und Unterhaltung abzudecken, fragten sich viele, ob Discover seine Performance halten kann und eine wertvolle Reichweitenquelle bleibt. In einem Zeitalter der Zero-Click-Suchen, in dem Nutzer:innen zunehmend auf zusammengefasste oder KI-generierte Inhalte zugreifen, ohne die Websites der Publisher zu besuchen, ist das eine berechtigte Sorge.

Überdies hat Google das Spektrum von Discover erweitert und im November vergangenen Jahres bei Search Central Live in Zürich angekündigt, dass Content und Creator im Feed angezeigt werden. Mittlerweile teilen sich Publisher den Feed mit YouTube (was wie erwartet, Vorrang vor anderen Quellen geniest), sowie mit Beiträgen von X – Google deutet zudem an, dass weitere Social-Media-Integrationen in Planung sind.

Mag sein, dass sich Discover von einem sicheren Hafen zu einem Spielfeld und Tummelplatz für soziale Medien entwickelt, aber Publisher können es sich nicht leisten, in diesem Spiel aufzugeben. Zum einen ist die Discover-Reichweite potenziell riesig: Googles Android hat in Deutschland einen Marktanteil von rund 58 Prozent bei Smartphones. Da Discover fester Bestandteil der Google App und der mobilen Chrome-Startseite ist, erreicht der Feed potenziell Millionen Nutzer:innen in Deutschland. Der Feed bietet außerdem eine proaktive Sichtbarkeit ohne Suchanfrage. Und dank der neuen Follow-Funktion wird Discover neuerdings zum Tool für die Leserbindung.

Also: Quo vadis, Google Discover? Oder sollte die Frage besser lauten: „Wohin zieht es dich, liebe:r Nutzer:in?”

Gute Gründe, warum Publisher Google Discover nicht aus den Augen verlieren sollten

Es gibt zwei gute Gründe, um weiterhin optimistisch auf Discover zu blicken. Punkt eins: Google ist auch bisher nicht als Produzent:in von Nachrichteninhalten in Erscheinung getreten. Und wenn Google bei dieser Position bleibt, ist es viel wahrscheinlicher, dass die hauseigene KI-Power im Discover Feed verstärkt zum Einsatz kommt, um den Usern noch relevantere und ansprechendere Inhalte zu präsentieren. Zweitens hatte Google schon immer Schwierigkeiten mit der Verweildauer seiner User auf der eigenen Website. Die User über längere Zeit auf der Search Site zu halten, fällt dem globalen Player schwer – ganz im Gegensatz zu den konkurrierenden Social-Media-Plattformen.

Hier kommt Discover ins Spiel: Beim Buhlen um die Aufmerksamkeit der Nutzer:innen ist der Feed für den Konzern ideal, denn hier werden User angesprochen, die nicht aktiv nach etwas Bestimmten suchen, sondern sich gerne überraschen, unterhalten und ablenken lassen. Hier kann Google zukünftig seine eigenen Produkte noch besser mit den aktuellsten und unterhaltsamsten Inhalten aus dem offenen Web kombinieren.

Es gibt außerdem Anzeichen dafür, dass Google sein Discover-Angebot ausbaut – sowohl auf dem Desktop als auch in der mobilen App. Der Discover Rollout für den Desktop ist seit Sommer vergangenen Jahres in Deutschland verfügbar. Und im Discover Feed der Google App können Nutzer:innen seit September 2025 ihre Content-Interessen stärker personalisieren, indem sie Publishern direkt folgen.

Was den Konsum digitaler Inhalte angeht, bei dem sich die Nutzer:innen zunehmend in Content Feeds, KI-Schnittstellen und Apps orientieren, wäre es verfrüht, Google Discover ad acta zu legen. Publisher müssen allerdings auf Veränderungen im Klickverhalten und Modifikationen der Discover-Funktionalitäten vorbereitet sein.

Um Google Discover auch weiterhin erfolgreich einzusetzen, sollten Publisher diese Tipps beherzigen

  • Tipp 1: Wer ein Thema in seiner inhaltlichen Tiefe behandelt, hat die besten Chancen, um als Autorität wahrgenommen zu werden. KI-Systeme benötigen diesen thematischen Tiefgang, um ihre Antworten zu validieren. Publisher sollten Inhalte erstellen, die eine tiefgründige Analyse, einzigartige Perspektiven oder exklusive Daten bieten und somit über reine Zusammenfassungen hinausgehen. Solche Inhalte regen zum Klick im Discover Feed an.
  • Tipp 2: Die visuelle Optimierung macht’s. Google Discover ist vor allem ein visuell orientierter Feed und der Mensch nimmt seine Umwelt primär visuell wahr. In Discover wird der wichtigste unserer fünf Sinne über großformatige und hochwertige Bilder angesprochen. Auch Videos können die Klickrate deutlich erhöhen.
  • Tipp 3: Technisch einwandfreie UX punktet. Websites, die in Discover gut abschneiden, zeichnen sich durch eine sichere Nutzer:innenerfahrung sowie fehlerfreie technische Strukturen aus. Die Google Recommendation Engine wählt schnelle, gut strukturierte Websites deutlich häufiger aus, wenn sie folgende Merkmale aufweisen:
    • Sauberes, minimalistisches Layout mit einfacher Navigation
    • Mobile-First-Responsivität über alle Screen-Größen hinweg
    • Schnellladende Pages, die die Core Web Vitals-Standards erfüllen oder übertreffen
  • Tipp 4: Fokus auf Google E-E-A-T und Originalität. Da KI-Modelle Inhalte zusammenfassen, werden ihre Glaubwürdigkeit und Einzigartigkeit immer wichtiger. Publisher sollten ihre Inhalte daher auf der Grundlage von echtem Fachwissen, gesammelter Erfahrung, natürlicher Autorität und Vertrauenswürdigkeit produzieren.

Discover durchläuft sicherlich seinen ganz eigenen, KI-getriebenen Wandel. Dabei deuten die Signale von Google darauf hin, dass dieser Kanal zur Steigerung der Sichtbarkeit von Publishern innerhalb des sich weiterentwickelnden KI-gestützten Google-Ökosystems relevant bleibt. Und wer weiß, vielleicht schlägt jetzt erst die Stunde von Discover und der Feed wird bedeutender als je zuvor.


Google rollt February 2026 Discover Core Update aus

Google-Logos gespiegelt auf Glaswänden, rund
© FLY:D – Unsplash





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Advertiser verraten, warum sie auf ChatGPT werben


Inzwischen ist für Advertiser wiederum absehbar, was Werbung bei ChatGPT kosten soll. 60 US-Dollar werden für 1.000 Views im CPM-Modell aufgerufen, während für die ersten Werbetreibenden hunderttausende US-Dollar an Ausgabezusagen gefordert sind. Trotz dieser Kosten hat OpenAI eine Reihe interessierter Unternehmen und Konzerne für das Pilotprogramm gefunden. Dazu zählt zum Beispiel WPP Media mit Klient:innen wie Adobe, Audemars Piguet, Audible, Ford, Mazda und Co. Aber auch Target und HelloFresh sind erste Kund:innen.

Für OpenAI geht es bei der Integration von Werbung in erster Linie um die Monetarisierung von hunderten Millionen Usern. Zugleich möchte das Unternehmen damit den kostenfreien Zugang zu KI-Lösungen wie ChatGPT weiterhin ermöglichen. Asad Awan, Ads and Monetization Lead bei OpenAI, erklärt:

We believe ads play an important role in continuing to support broad access to AI. By working closely with partners like Adobe in this pilot, we’re able to thoughtfully test new ad experiences and learn together to ensure ads are separate and clearly distinct, relevant, and useful while maintaining the trust people place in ChatGPT.

Er betont zum einen erneut, dass die Ads von den Antworten getrennt und klar markiert sein sollen. Zum anderen geht er auf die Testerfahrungen ein, die das Werbeumfeld für die weitere Nutzung ebnen sollen. Immerhin hat OpenAI bereits angekündigt, noch im Laufe des Jahres weitere Abrechnungsmodelle und Anzeigenformate einführen zu wollen.

Die Gründe der Advertiser, um auf ChatGPT zu werben

Geht es nach dem renommierten und einflussreichen Tech-Unternehmen Adobe, ist die Sichtbarkeit von Marken in AI-Lösungen eine Priorität für Unternehmen. Nicht umsonst hat Adobe kürzlich die für die GEO relevante Analytics-Plattform Semrush in einem Milliarden-Deal übernommen.

As AI platforms become a new interface between customers and brands, visibility is also essential […],

schreiben Patrick Brown und Varun Parmar in einem dedizierten Blog-Beitrag zum Thema und nehmen damit zwar Bezug auf die eigenen Lösungen. Doch im Kern spiegelt die Aussage ebenso Adobes Beteiligung am Pilotprogramm für die ChatGPT Ads wider. So erklären die beiden weiter:

Our early participation reflects our belief that the future of marketing will be built at the intersection of creativity, data and AI-powered experiences.

Adobe wird auf ChatGPT Ads für Acrobat Studio und Adobe Firefly schalten. Das Team ist der Auffassung:

[…] The pilot will help us better understand how ads can provide helpful, relevant experiences, while maintaining the trust users place in ChatGPT responses and OpenAI’s privacy framework.

Doug Wyatt, Senior Director für Growth Media, Americas bei Adobe, sieht im Werbetest eine Chance, um das LLM-basierte Nutzungsverhalten der User noch besser zu verstehen und zu prüfen, wie Adobe in KI-Kontexten „in Formen, die bedeutenden Mehrwert für Kund:innen bieten,“ auftauchen kann.

Es ist der Kern der Werbeidee, in den Kontexten aufzutauchen, die für User besonders relevant sind. Dazu gehört ChatGPT zweifelsohne. Über 800 Millionen wöchentlich aktive User hat der OpenAI-Dienst bereits. Auch Audible wirbt im Rahmen der OpenAI-Kooperation mit WPP Media dort. Tom McKenna, Global Head of Media, Ops and Business Development beim Unternehmen, erklärt, dass KI grundlegend verändert habe, wie Menschen ihre Leben planen und dabei mit Marken interagieren. Deshalb könnte Audible über die AI Chats, die Millionen User ohnehin täglich nutzen, neue User gewinnen.

[…] We’re excited to join the OpenAI Ad Pilot Program to reach new audiobook listeners through a platform they’re already using daily. This test allows us to explore ways to meet customers where they naturally are – in the AI-powered spaces that have become part of their everyday routine.

Der Chief Marketing Officer von Mazda North American Operations, Brad Audet, ist ebenfalls der Meinung, dass es notwendig ist, die Wirkung von Werbung im AI-Umfeld auf das Verhältnis zwischen Kund:innen und Brands zu evaluieren und betont:

Exploring new media environments responsibly is critical as marketing continues to evolve […].

„Relevant moments beyond traditional media placement“ – Werbung in High-Intent-Momenten

Ein weiteres Unternehmen, das auf ChatGPT wirbt, ist HelloFresh. Patrick Stal ist für das Marketing verantwortlich und erklärt in einem Artikel auf LinkedIn, dass sich das „Wo“ in Bezug auf die Werbekonfrontation der User verändert. Jahrelang sei vor allem der Suchmaschinenmarkt und Social Media relevant gewesen, um User in ihrer Journey zu erreichen.

[…] We are moving from a world of ‘search and click‘ to a world of ‘ask and converse‘. As conversational AI becomes a primary tool for how millions of people plan their lives, organize their kitchens, seek culinary inspiration, and manage their time, the way they discover brands is undergoing a fundamental shift.

In der Lernphase mit Ads auf ChatGPT möchte HelloFresh User in High-Intent-Momenten erreichen, etwa, wenn sie nach Ernährungsvorschlägen fragen. Dabei würden sie nicht nur browsen, sondern ein Problem lösen wollen – das liefere den Intent-Faktor. Und die Ads sollten dann nicht nur Werbung sein, sondern eine Lösung anbieten.

This test is about more than just a new channel; it is a signal of where consumer discovery is headed. As we move further into this era of conversational AI, the brands that succeed will be those that prioritize helpfulness over intrusion […].

Für HelloFresh bedeutet der Werbetest eine Option zur Diversifizierung der Werbemöglichkeiten mit Blick auf eine fragmentierte digitale Landschaft und die AI-gestützte Discovery der Zukunft.

Das gilt auch für Target. E-Commerce-Unternehmen wird zusammen mit Klient:innen der Retail-Media-Sparte Roundel ebenso Werbung auf ChatGPT schalten. Dabei soll vor allem der Effekt neuartiger Werbeplatzierungen ausgelotet werden. Immerhin gab es ChatGPT bis vor wenigen Jahren gar nicht; gleiches gilt für große AI Chatbots wie Gemini und den AI Mode auf Google. Heute sind sie allerdings ein wichtiger Bestandteil des digitalen Alltags von hunderten Millionen Usern. Deshalb verschiebt sich auch die Werbung in diese Bereiche, ist dort aber noch vergleichsweise jung. Das eröffnet für Advertiser die Chance, als Early Adopter Sichtbarkeit für ihre Marken zu generieren und die Werbewahrnehmung zu erforschen.

Target möchte in diesem Kontext „relevant moments beyond traditional media placements“ anvisieren. Das Unternehmen weiß um die Relevanz, die ChatGPT für das eigene Business hat. Nach eigenen Angaben wächst der Traffic von ChatGPT zu Target pro Monat im Schnitt um 40 Prozent. Demnach soll die Werbung in diesem Bereich Targets Ziel folgen, User und Kund:innen in ihrer Journey immer dort zu erreichen, wo sie sind – eben auch in AI Chats. Dort könnten User beispielsweise Werbung für einen Air Fryer sehen, wenn sie per Prompt nach Küchengeräten fragen, die Alltagsgerichte in der Zubereitung vereinfachen können.

Walmart hat sich dem Agentic Commerce verschrieben und sogar eine eigene App für ChatGPT entwickelt sowie Google beim Aufbau des Universal Commerce Protocol unterstützt, das den Einkauf im KI-Kontext langfristig deutlich vorantreiben könnte. Überhaupt könnten die Ads im AI Chat eine besondere Wirkung entfalten. Denn mit Möglichkeiten wie dem Instant Checkout auf ChatGPT oder auch unmittelbaren Einkaufsoptionen direkt im AI Mode, die bald starten, könnten User direkt von der Werbewahrnehmung zur Conversion übergehen, ohne Klick auf Retailer Websites. Das Shopping im Internet würde sich drastisch verändern, was wiederum Implikationen für die Werbeumgebung mit sich bringt.

Das ChatGPT Shopping kann direkt im Chat stattfinden, © OpenAI, Smartphone Mockup mit App und Produktauswahl
Das ChatGPT Shopping kann direkt im Chat stattfinden, © OpenAI

Werbereaktion bei Google, Hohn von Anthropic

Während OpenAI für ChatGPT die Werbung langsam ins Rollen bringt, hat die Konkurrenz von Google schon lange Ads in AI Overviews und auch im AI Mode parat. In letzterem starten neuerdings beispielsweise Direct Offers als exklusive Angebote wie Rabatte für User der KI-Suche. Zudem hat Google jüngst eine weitere shopping-bezogene Werbelösung für den AI Mode vorgestellt. Dabei werden Retailer mit Angeboten angezeigt, die inhaltlich zur Konversation der User im AI Mode passen. Google erklärt:

AI Mode already surfaces organic shopping recommendations based on what’s most relevant to a query. Now, we’re testing a new ad format to showcase retailers that offer those products, clearly marked as sponsored. This new format helps shoppers easily find convenient buying options, and offers retailers the opportunity to show up in these key moments of consideration […].

Ein anderes KI-Unternehmen positioniert sich im Wettbewerb dagegen ganz anders. Anthropic erklärte jüngst, dass der eigene AI Chatbot Claude werbefrei bleiben werde.

There are many good places for advertising. A conversation with Claude is not one of them.

Deshalb werden User auch künftig keine gesponserten Links im Chat sehen und auch die Konversationen sollen in keiner Weise durch Advertiser oder Dritten beeinflusst werden. Vielmehr strebe man an, mit Claude eine Kreations- und Arbeitsumgebung zu schaffen, die an klassische Werkzeuge und Kontexte der nicht-digitalen Welt erinnert:

Our experience of using the internet has made it easy to assume that advertising on the products we use is inevitable. But open a notebook, pick up a well-crafted tool, or stand in front of a clean chalkboard, and there are no ads in sight.

Um diesen neu geschaffenen Fakt der Werbefreiheit Claudes zu untermauern, hat das Unternehmen für den zurückliegenden Super Bowl im Februar Ads kreiert. Dabei werden Ads in AI Chats auf humoristische Weise zugespitzt, was als Angriff auf Google und insbesondere OpenAI Wirkung zeigt.





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Neuer TikTok Feed: Du kannst ihn in Deutschland schon nutzen


In den USA startet TikTok den neuen Local Feed, um User mit Inhalten, Geschäften und Dienstleistungen aus der Nähe zu verbinden. Das Gute für User in Deutschland: Hier gibt es mit dem Nearby Feed schon ein Pendant.

Auch im großen Digitalkosmos von TikTok mit weltweit über 1,5 Milliarden Usern können sich User und Unternehmen aus der gleichen Region ganz nah sein. Dafür sorgt ein neuer Local Feed, den die US-Version TikToks vorstellt. Einen vergleichbaren Feed finden User in der EU und im UK bereits in ihren Apps. Er ergänzt Optionen wie den For You Feed und den Entdecken-Bereich, den TikTok Shop und den Gefolgt-Feed sowie den neuen experimentellen Discussion Feed mit brandaktuellen News und Trendthemen.


Discussion Tab auf TikTok:

Das sind die Themen, über die alle reden

TiKTok Logo in Halle
© Jonathan Kemper – Unsplash

So sieht der Local Feed aus: In Deutschland als Nearby Feed verfügbar

Das seit Kurzem operierende USDS TikTok Joint Venture hat auf dem eigenen Blog den Local Feed vorgestellt. Dazu erklärt das Team:

Today we’re announcing the Local Feed, a new feature designed to help you discover and connect with content, businesses, and services wherever you are. The Local Feed makes it easier to live like a local. Whether you’re rediscovering your own neighborhood or in a new city for the first time, it’s now even easier to get the inside scoop on must-try restaurants, shops, museums, and events from creators on TikTok.

Der Feed ist im Home-Bereich zu finden und zeigt Posts und Inhalte an, die aus der Nähe der User stammen. Dabei werden keine Inhalte von Personen angezeigt, die unter 18 Jahr alt sind. Die Location Services, die zur Einordnung ebenso genutzt werden können wie die Aktualität der Inhalte, sind bei den Usern per Default ausgestellt. Aktivieren sie diese über die Einstellungen, kann TikTok USDS JV genaue Standortdaten sammeln, solange die App geöffnet ist. Das könnte für einige User zum kritischen Faktor werden, seitdem die neue US-Version von TikTok eine so große Nähe zur US-Regierung aufweist, die diverse Personendaten zu kritikwürdigen Zwecken wie der Verfolgung von Personen durch die Behörde ICE nutzen mag.

Der Local Feed auf dem Smartphone, © TikTok USDS JV
Der Local Feed auf dem Smartphone, © TikTok USDS JV

Von Vorteil kann der Local Feed indessen sein, wenn User auf der Suche nach Geschäften, Restaurants, Sightseeing-Orten oder schlichtweg Inhalten aus der Nachbarschaft sind. Zudem könnten lokale Geschäfte von Laufkundschaft profitieren, die über diesen Feed auf ihre Lokalität aufmerksam wird.

In der EU und im UK können User schon länger auf diesen Feed zugreifen. Dort heißt er Nearby oder In der Nähe. TikTok erklärt:

[…] Der Feed ‚In der Nähe‘ basiert auf deinen Interessen und Interaktionen, aber es werden dir darin empfohlene Inhalte von TikTok-Creator*innen angezeigt, die lokale Inhalte in deiner Region veröffentlichen oder Standorte oder Dienstleistungen in deiner Stadt, deinem Bundesland oder deiner Region markieren […].

In Deutschland startete der In der Nähe-Feed im Dezember 2025, ebenfalls mit freiwilliger Standortfreigabe und umfassenden Insights zu lokalen Themen und Entitäten.


„In der Nähe“-Feed startet in Deutschland:

TikTok zeigt dir Hotspots in deiner Stadt

Smartphone mit TikTok App in Hand
© Solen Feyissa – Unsplash





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„Street Culture Dialogues“: Serviceplan Culture und Fine Lines vernetzen Street Sports mit Marken


Jonathan Wronn, Leo Preisinger und Niko Backspin (v.l.n.r.) wollen Marken mit der Urban Sports-Szene vernetzen.

Kulturelle Authentizität und kommerzieller Erfolg schließen sich in urbanen Subkulturen längst nicht mehr aus – das wissen natürlich auch die Culture-Marketing-Agenturen Serviceplan Culture und Fine Lines Marketing. Gemeinsam gründen sie mit „Street Culture Dialogues“ eine Plattform, auf der sich Urban-Sports-Communities und Marken vernetzen können.

Die Zielgruppe der „Street Culture Dialogues“ sind die Communities rund um Sportarten wie Skateboarding, BMX und Parkour, bis hin zu Snowboarding oder Surfing. Sie alle verbindet ein starkes Gemeinschaftsgefühl und eigene Kulturen und künstlerische Ausdrucksformen. Doch während diese Communities für Marken großes Potenzial bieten, stellen sie sie auch vor Herausforderungen: „Communities reagieren sensibel darauf, wenn Marken ohne echtes kulturelles Verständnis auftreten“, erklärt Niko Backspin, Managing Partner bei Serviceplan Culture.

Genau hier will „Street Culture Dialogues“ ansetzen und eine Plattform bieten, auf der Communities, Sportlerinnen und Sportler und Marken voneinander lernen können. „Wir sehen zu oft, dass talentierte Skater:innen oder B-Boys Deals unterschreiben, die ihre Glaubwürdigkeit in der Community ruinieren – weil niemand ihnen gezeigt hat, wie sie ihre kulturelle Integrität absichern können“, sagt Jonathan Wronn, Gründer von Fine Lines Marketing. Street Culture Dialogues wolle in beide Richtungen übersetzen und sowohl Marken die relevanten kulturellen Codes erklären, als auch Communities helfen, ihre Position gegenüber kommerziellen Partnern zu stärken, ohne sich zu verkaufen.

Serviceplan Culture

So macht Rügenwalder jetzt Culture Marketing

Mit Murals, Plakataktionen, Social-Media-Formaten und Festivalauftritten lädt die Rügenwalder Mühle aktuell junge Menschen zum Nachdenken über Gemeinschaft ein. Entwickelt wurde die neue Kommunikationsplattform „Reise zum neuen Alle“ vom Agentur-Kollektiv Serviceplan Hamburg und Serviceplan Culture.

Die beiden Agenturen bringen unterschiedliche Kompetenzen mit in die Zusammenarbeit, die sich gegenseitig ergänzen: Serviceplan Culture, die unter anderem Kunden wie die Rügenwalder Mühle, den FC St. Pauli oder Indeed betreuen, verfügen über umfassende Kenntnis in den Bereichen Popkultur und Culture Marketing. Fine Lines Marketing sind eng vernetzt in Urban Sports Communities. Die Kölner Agentur veranstaltet unter anderem die Skateweek, Deutschlands wichtigste Skateboarding-Veranstaltung.

„Decoding Culture“

Serviceplan startet Ableger für Cultural Marketing

Der deutsche Markt für Agenturen, die auf Cultural Marketing spezialisiert sind, wächst weiter: Nachdem allein in diesem Jahr unter anderem David + Martin sowie Sportfive und Dojo Popkultur-Agenturen gründeten, legt jetzt Serviceplan nach. Für den Ableger holt man sich geballte Culture-Expertise an Bord.

Ihr Ziel, Sport-Communities und Marken zu vernetzen, verfolgen die Agenturen über eine breite Auswahl von Formaten: In einem im März startenden Podcast sprechen Niko Backspin und Leo Preisinger von Fine Lines mit verschiedensten Protagonistinnen und Protagonisten der Urban Sports-Szene, darunter Skaterin Steffi Wolter oder Snowboarder Ethan Morgan. Außerdem sollen Community-Events mit Panel-Diskussionen und kulturellem Rahmenprogramm Gelegenheiten zum Networking bieten. Ein solches Event feierte bereits im Herbst 2025 im Hamburger Haus der Kommunikation der Serviceplan Group Premiere. Ergänzt werden die „Street Culture Dialogues“ durch einen kostenfreien Newsletter auf der Plattform Substack.



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