Künstliche Intelligenz
Ray-Ban Meta Smart Glasses: Neue Modelle und KI-Funktionen angekündigt
Meta erweitert sein Portfolio um eine neue Kategorie von Smart Glasses, die speziell für Korrekturgläser und ganztägigen Tragekomfort ausgelegt sind. Die sogenannten „Ray-Ban Meta Optics Styles“ unterstützen laut Meta nahezu alle Sehstärken und führen neue ergonomische Anpassungen für unterschiedliche Gesichtsformen ein, darunter flexiblere Scharniere, austauschbare Nasenpads und vom Optiker anpassbare Bügelenden.
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Mit der neuen Produktkategorie reagiert Meta auf zwei der größten Kritikpunkte: einen begrenzten Bereich an unterstützten Dioptrien und eine mangelnde Eignung für den ganztägigen Einsatz. Laut The Verge ist die Sachlage beim Dioptrienbereich komplexer, als es auf den ersten Blick erscheint und ob die neuen Modelle beim Tragekomfort tatsächlich Abhilfe schaffen, muss ein Praxistest zeigen. Die neuen Smart Glasses kann man wohlgemerkt auch ohne Korrekturgläser bestellen.
Die ersten beiden Modelle der neuen Kategorie heißen „Blayzer“ und „Scriber“ und sie kommen mit zwei schlankeren Fassungen als bei früheren Ray-Ban Meta-Brillen. Blayzer hat eine rechteckige Form und ist in zwei Größen erhältlich, während das Scriber-Modell eine rundere Form aufweist. Sie sind in verschiedenen Farben erhältlich und werden mit einem dunkelbraunen Ladeetui geliefert.
Obwohl die neue Kategorie schlanker ausfällt, bringen die Modelle laut Meta alle Funktionen der bisherigen Ray-Ban Meta-Brillen mit. Ob sie an anderer Stelle Kompromisse aufweisen, ist noch unklar. Gewichtsangaben macht Meta nicht.
Die Brillen können ab sofort in den USA über Meta und Ray-Ban vorbestellt werden und sind Meta zufolge ab dem 14. April bei Optikern in den USA sowie in „ausgewählten internationalen Märkten“ erhältlich. Meta nennt im deutschen Webstore einen Einstiegspreis von 469 Euro. Damit liegen die schlankeren und ergonomischeren Modelle preislich über dem Niveau der ersten Generation (ab 329 Euro) und zweiten Generation (ab 419 Euro) der Ray-Ban Meta-Brillen.
Neue KI-Funktionen für alle Smart Glasses
Für das bestehende Portfolio kündigt Meta neue Farben und Linsen an. Die Sportbrillen Oakley Meta HSTN und Oakley Meta Vanguard erhalten neue Kombinationen aus Farben und Gläsern, während die zweite Generation der Ray-Ban-Meta-Brillen im Frühjahr und Sommer drei neue, zeitlich limitierte Farbvarianten bekommt.
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Metas Smart Glasses erhalten zudem portfolioübergreifend neue KI-Funktionen rund um Ernährung und WhatsApp. Die Erfassung der eigenen Ernährung soll dadurch deutlicher einfacher werden. Nutzer können Mahlzeiten per Sprachbefehl oder Foto erfassen, woraufhin Meta AI Nährwertinformationen extrahiert und in der entsprechenden App protokolliert. Auf dieser Basis erstellt das System mit der Zeit personalisierte Empfehlungen und kann auch situativ Ernährungstipps geben. Diese Funktionen starten demnächst in den USA auf den Ray-Ban- und Oakley-Modellen und im Sommer auf der Meta Ray-Ban Display, die derzeit nur in den USA verkauft wird.
Zusätzlich führt Meta neue KI-Funktionen für WhatsApp ein. Künftig lassen sich eingehende Nachrichten per Sprachbefehl von Metas KI-Assistent zusammenfassen oder gezielt durchsuchen, etwa nach konkreten Details aus einem Chat. Die Verarbeitung erfolgt dabei direkt auf dem Gerät und bleibt durch E2E-Verschlüsselung geschützt. Die Funktionen werden bald für Betatester aller bislang erhältlichen Modelle freigeschaltet.
Neue Sprachen für Live-Übersetzung
Die Meta-Ray Ban Display hat diesen Monat bereits eine Reihe neuer Features erhalten. Für das Frühjahr kündigt Meta nun weitere Funktionen an. Künftig sollen Nutzer ihre Perspektive und den Inhalt des Displays gleichzeitig aufzeichnen können. Die digitalen Einblendungen und das Kamerabild werden dabei in einem Video kombiniert, das sich teilen lässt. Darüber hinaus wird die visuelle Fußgängernavigation ausgeweitet: Ab Mai soll sie in allen Städten der USA verfügbar werden und Schritt-für-Schritt-Anweisungen direkt im Sichtfeld anzeigen.
Auch das Meta Neural Band, das der Meta-Ray Ban Display beiliegt, wird in den kommenden Wochen per Update erweitert: Die im Januar eingeführte Fingerschrift verlässt die Testphase und erreicht bald alle US-Nutzer. Zudem wird sie künftig auch mit iMessage kompatibel sein. Bislang unterstützte die Funktion lediglich Instagram, WhatsApp, Messenger und die native Nachrichten-App von Android.
Die Ray-Ban Meta- und Oakley Meta-Brillen werden in den kommenden Monaten auf weitere Märkte ausgeweitet, darunter Japan, Südkorea, Singapur, Chile, Kolumbien und Peru. Zudem baut Meta die Live-Übersetzungsfunktion für diese Modelle aus. Ab dem Sommer sollen sie insgesamt 20 Sprachen unterstützen, darunter Mandarin, Koreanisch, Japanisch und Arabisch. Bisher unterstützte die Live-Übersetzung Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Portugiesisch.
(tobe)
Künstliche Intelligenz
Nothing-CEO: Der beste Zeitpunkt, ein Handy zu kaufen, war gestern
Carl Pei, Mitgründer von OnePlus und Nothing, hat sich auf X zu den steigenden Smartphone-Preisen inmitten der Speicherkrise geäußert. Seinen Aussagen zufolge „war gestern der beste Zeitpunkt, sich ein neues Gerät zuzulegen.
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Speicher ist mittlerweile teuerste Komponente
„Der zweitbeste Zeitpunkt ist jetzt“, ergänzt Pei. „In diesem Jahr wird es nicht die gewohnten Rabatte geben.“ Speicher sei mittlerweile die teuerste Komponente in einem Smartphone sei. „Er ist teurer als der Prozessor, teurer als das Display und kann mehr als 50 Prozent der gesamten Hardwarekosten ausmachen.“
Als Rechenbeispiel führt er das Phone (4a) heran. Bei diesem Mittelklasse-Smartphone hätten sich die Speicherkosten zwischen Produktionsreife und Markteinführung verdoppelt – und danach ein weiteres Mal. Die Preise steigen schneller als vorhergesagt, so der Nothing-Chef.
Anfang des Jahres sagte Pei, der KI-Boom habe die Nachfrage grundlegend verändert: Der gleiche Speicher, der in Smartphones verwendet werde, komme nun auch in KI-Rechenzentren zum Einsatz. Damit stünden zum ersten Mal „Smartphones in direktem Wettbewerb mit der KI-Infrastruktur, was zu einem starken Anstieg der Speicherpreise führt“, erklärt Pei weiter.
Pei erwartet, dass die Preise für Smartphones bis ins nächste Jahr hinein weiter steigen: „Seit Februar kommen neue Smartphones auf den Markt, die bis zu 100 Dollar teurer sind als ihre Vorgängermodelle. In Indien haben Smartphones über 30.000 Rupien (circa 270 Euro) Preissprünge von 7000 Rupien (etwa 62 Euro) oder mehr verzeichnet.“
Massive Preiserhöhungen
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Nothing ist nur eines der Unternehmen, die in einer schwierigen Phase stecken. Auch große Smartphone-Hersteller wie Apple, Samsung und Xiaomi dürften langfristig Anpassungen vornehmen. Dass sich die Speicherkrise länger hinziehen dürfte, sagte auch Xiaomi-CEO Lei Jun in einem Beitrag, wie das in Beijing verortete Portal Pandaily schreibt: Der Xiaomi-Chef bezeichnete die aktuelle Entwicklung der Speicherpreise als „verrückt“ und warnte davor, dass die Preise in den nächsten zwei Jahren voraussichtlich weiter steigen werden. Auch er riet Verbrauchern, die ein neues Smartphone kaufen wollen, „lieber früher als später zuzuschlagen“.
Ähnlich düster sieht es bei PC-Herstellern und in weiteren Industriezweigen aus: So erhöhte Sony etwa den Preis für Playstation 5 bereits zum dritten Mal, Nintendos Switch 2 kostet bald über 500 Euro und Valve verlangt für das Steam Deck OLED statt 570 fortan 780 Euro. Aufgrund der Krise hat Valve auch noch keine Preise für die Steam Machine und den Steam Frame veröffentlicht, obwohl die Produkte im Laufe des Sommers erscheinen sollen.
(afl)
Künstliche Intelligenz
Electronic Arts: Werbung kommt ins Spielgeschehen
Electronic Arts bringt Werbung direkt ins Spielgeschehen, etwa als digitale Bandenwerbung und Anzeigetafeln in Sportspielen wie „EA Sports FC“. Der Publisher kündigte am Montag die Werbeplattform EA Advertising an, über die Werbepartner gezielt EA-Kunden erreichen können.
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Schon jetzt zeigt EA beispielsweise Bandenwerbung in seinen Fußballspielen. Neu ist nun vor allem die Ad-Plattform, die die Einbindung von Werbepartnern vereinfachen soll. In Titeln wie „EA Sports FC“, „Madden“ und „College Football“ können Marken Werbebanden, Anzeigetafeln und Broadcast-Einblendungen buchen, wie sie auch bei echten Sportübertragungen zu sehen sind. Die Anzeigen werden dynamisch in die 3D-Umgebung eingespielt und sollen laut EA-Mitteilung das Spielerlebnis von Nutzern dabei sogar verbessern – wohl, weil sie realistisch in die Sportspielerlebnisse eingebunden werden.
„Marken bekommen eine wertvolle Möglichkeit, auf eine Weise präsent zu sein, die einen Mehrwert schafft und das Spielerlebnis respektiert“, kommentiert EAs Chief Experiences Officer David Tinson die Ankündigung. Er verspricht, dass die Authentizität der EA-Spielwelten gewahrt werden soll.
Über den Sport hinaus
Die Werbeplattform ist aber nicht grundlegend auf die Sportspiele beschränkt. EA hat einen eigenen Ad-Server und ein SDK für seine Spiele-Engine Frostbite entwickelt. Damit reicht die technische Grundlage weit über Stadien und Spielfelder hinaus. Werbematerial von EA zeigt etwa gebrandete Handtaschen in „Die Sims“.
Werbung in EA-Spielen ist kein komplett neues Phänomen. Schon 2006 begann EA mit dynamischer Ingame-Werbung zu experimentieren. 2024 brachte EA-Chef Andrew Wilson „durchdachte“ Werbung im Spiel erneut ins Gespräch und erntete dafür Kritik.
EA wird aktuell von einem Konsortium für 55 Milliarden US-Dollar übernommen und von der Börse genommen. Dahinter stehen der saudi-arabische Staatsfonds PIF und mehrere Investmentfirmen. Die Investoren nehmen für den Deal 20 Milliarden US-Dollar an Schulden auf.
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(dahe)
Künstliche Intelligenz
iPadOS, watchOS, macOS, tvOS: Diese Geräte fallen aus den 27er Versionen
Die gute Nachricht zuerst: Wer ein iPhone besitzt, auf dem iOS 26 bereits läuft, kann auch auf iOS 27 aktualisieren. Das kann unter anderem aufgrund von Verbesserungen bei Oberfläche und Performance sinnvoll sein, außerdem ab dem iPhone 15 Pro wegen Siri AI, sollte sich Apple mit der EU zeitnah einigen. Praktisch heißt das: Ab dem iPhone 11 darf man im Herbst noch mitspielen. Bei macOS 27, iPadOS 27, tvOS 27 und watchOS 27 ist Apple allerdings deutlich strenger und reduziert den Support deutlich. Knapp drei Hände voll Geräte sind raus, die mit macOS 26, iPadOS 26, tvOS 26 und watchOS 26 noch nutzbar waren, darunter auch vergleichsweise junge Hardware.
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Mac und iPad – was zu erwarten war
Beim Mac war bereits klar, dass nur noch Apple Silicon von macOS 27 alias Golden Gate unterstützt werden würde. Alle Macs ab dem M1 bekommen das Update. Folgerichtig fallen drei Baureihen mit Intel-Prozessor, die macOS 26 noch beherrscht hatten, aus der Unterstützung: Mac Pro von 2019, iMac von 2020 (inklusive 27 Zoll), MacBook Pro mit 16 Zoll von 2019 und MacBook Pro mit 13 Zoll von 2020 mit vier Thunderbolt-3-Ports.
Beim iPad sind Geräte aus den Jahrgängen 2018, 2019 und 2020 betroffen, die iPadOS 27 nicht mehr erhalten, iPadOS 26 aber noch nutzen konnten. Es sind das Standard-iPad der 8. Generation (2020), das iPad mini der 5. Generation (2019), das iPad Air der 3. Generation (2019) und iPad Pro mit 12,9 Zoll in der 3. Generation (2019) plus iPad Pro mit 11 Zoll der 1. Generation (2018). Sowohl bei Macs als auch iPads ist das unschön, da die 27er Updates allesamt wichtige Produktpflegeelemente enthalten, die die älteren Geräte nun nicht mehr erhalten.
Apple Watch und Apple TV
Bei der Apple Watch geht Apple in Sachen Supportende am radikalsten vor. Sechs Modelle, die vergleichsweise jung sind, können watchOS 27 nicht mehr nutzen. Das sind Series 6 (2020), 7 (2021) und 8 (2022), Ultra (1. Generation von 2022) und SE der 2. Generation (2022). Nur vier Jahre Support ist für Apple sehr ungewöhnlich, die genauen Gründe dafür hat der Konzern noch nicht ausgeführt.
Bei den Apple-TV-Modellen gibt sich Apple hingegen gemächlich mit dem Supportende: Hier fallen nur das komplett veraltete Apple TV HD (von 2015) und das nur wenig neuere Apple TV 4K der ersten Generation (2017) aus der Unterstützung für tvOS 27. visionOS 27 läuft übrigens auch auf der alten Vision Pro mit M2-Chip, nicht nur auf dem M5-Modell. Allerdings beherrscht nur die neuere Variante Apples beste lokale KI-Modelle, wie man das bereits vom iPhone sowie dem Mac kennt. Die neuen Betriebssysteme erscheinen im Herbst.
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(bsc)
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