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Red-Hat-Infostealer kommt auf mehr als 100.000 Downloads


Ende Mai haben Cyberkriminelle in einer Lieferkettenattacke, die mittels eines Mini-Shai-Hulud-Klons erfolgte, bösartige Versionen von npm-Paketen verbreitet. Ziel der Malware, die sich selbst Miasma nennt, waren die Managed Cloud Services von Red Hat. Mittlerweile sind keine bösartigen Paketversionen mehr im Umlauf. Sicherheitsexperten raten dennoch dazu, die Credentials zu rotieren.

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Miasma ist eine Variante des Shai-Hulud-Wurms. Sie brachte den Sicherheitsforschern von Socket zufolge 96 bösartige Versionen von 32 npm-Paketen in Umlauf, die sich dem Namespace @redhat-cloud-services zuordnen lassen. Insgesamt gab es drei Angriffswellen, die sich jeweils auf kompromittierte Konten von Projekt-Maintainern zurückführen lassen.

Laut Red Hat wurden alle drei Wellen mittlerweile gestoppt. Dabei betonte der Anbieter, dass die betroffenen Pakete ausschließlich für die interne Entwicklung bestimmt gewesen seien. Ein Einfluss auf Kundenumgebungen oder Produktivsysteme sei bislang nicht festgestellt worden.

Betroffene Pakete sind unter anderem @redhat-cloud-services/vulnerabilities-client, @redhat-cloud-services/tsc-transform-imports, @redhat-cloud-services/topological-inventory-client, @redhat-cloud-services/sources-client und @redhat-cloud-services/rule-components. OX Security hat nachgezählt, dass sie zusammen wöchentlich auf mehr als 100.000 Downloads kommen.


Miasma folgt dem klassischen Mini-Shai-Hulud-Schema: Die Malware nutzt gestohlene Credentials, um manipulierte npm-Pakete in der CI/CD-Lieferkette zu platzieren. Die saugen dann eine Vielzahl sensibler Informationen ab, darunter Zugangsdaten zu Amazon Web Services (AWS) sowie SSH-Schlüssel, Crypto-Wallets, npm- und GitHub-Tokens. Die gestohlenen Daten landen verschlüsselt in einem neuen GitHub-Repository, das die Malware anlegt. Von Miasma kompromittierte GitHub-Konten lassen sich an der Textzeile „Miasma : The Spreading Blight“ in der README.md erkennen.

Der Cyberangriff von Miasma folgt dem Infektionsschema anderer Lieferkettenattacken, die unter der Eigenbezeichnung Mini Shai-Hulud laufen und es seit Ende April unter anderem auf npm-Pakete von SAP und TanStack abgesehen haben. Und er könnte mit der Cybergang TeamPCP in Verbindung stehen, die Mitte Mai den Quellcode des npm-Wurms Shai-Hulud auf GitHub veröffentlichte und parallel dazu zu einem Wettbewerb um den größten Supply-Chain-Angriff aufrief. Kurz danach erschienen die ersten Klone, von denen einer kürzlich AntV ins Visier nahm.

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(mro)



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Apple fixt Ladeproblem beim iPhone 17 und Shutdown-Bug auf M5-Macs


Apple hat am Montagabend zwei kleinere Updates veröffentlicht: iOS 26.5.1 richtet sich an Besitzer eines iPhone Air oder eines Modells der iPhone-17-Reihe, macOS Tahoe 26.5.1 adressiert einen Stabilitätsfehler auf Macs mit M5-Chip. Beide Aktualisierungen erscheinen wenige Wochen nach den umfangreichen Versionen 26.5 für iOS und macOS, die unter anderem Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten eingeführt haben.

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Neue Funktionen liefern die Punktreleases nicht – sie konzentrieren sich ausschließlich auf Fehlerbehebungen. Laut Apples Release Notes steht iOS 26.5.1 ausschließlich für das iPhone Air und sämtliche iPhone-17-Modelle bereit, also auch für das iPhone 17 Pro und Pro Max. Das macOS-Update wird hingegen allen Macs mit Tahoe-Unterstützung angeboten, obwohl der dokumentierte Fix nur M5-Hardware betrifft – ein Hinweis auf mögliche weitere, nicht näher beschriebene Korrekturen.

Das iPhone-Update behebt einen Fehler, der bereits seit Ende April dokumentiert ist. Apple beschreibt das Problem in den Release Notes so: Das Update behebe ein Problem, bei dem bei einer kleinen Zahl von Nutzern das kabelgebundene Laden auf iPhone Air und iPhone-17-Modellen nicht funktionieren konnte, wenn der Akku fast leer war. Im Alltag konnte das dazu führen, dass ein nahezu entladenes Gerät trotz angeschlossenen Kabels nicht wieder startete.

Laut Apples Release Notes behebt macOS Tahoe 26.5.1 ein Problem, bei dem Macs mit M5-Chip in Unternehmensumgebungen unerwartet herunterfahren konnten. Ursache war die Kombination aus bestimmten Netzwerkerweiterungen zur Inhaltsfilterung und dem M5-Chip – ein in verwalteten IT-Umgebungen mit Mobile Device Management verbreitetes Szenario. Bemerkenswert: Bereits macOS 26.5 sollte einen ähnlichen Absturzfehler auf M5-Geräten beheben, das Problem trat jedoch offenbar in Enterprise-Konfigurationen weiterhin auf.


(mki)



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Jedes dritte Unternehmen hat noch nie eine E-Rechnung verschickt


Die Einführung der E-Rechnung in deutschen Unternehmen kommt nach wie vor nur langsam voran, wie aus einer Umfrage von YouGov im Auftrag des Rechnungsdienstleisters Easybill hervorgeht. Wenige Monate vor der 2027 anstehenden nächsten Ausbaustufe der E-Rechnungspflicht hat demnach jedes dritte Unternehmen in Deutschland noch nie eine elektronische Rechnung verschickt. Und nur 42 Prozent versenden bislang regelmäßig E-Rechnungen. Weitere 25 Prozent haben zumindest einzelne Versuche unternommen.

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Bei der Umstellung im Betrieb laufen viele Firmen laut Umfrage auch noch hinterher. Nur 24 Prozent der Befragten gaben an, den Prozess abgeschlossen zu haben. 38 Prozent befinden sich noch mittendrin, 29 Prozent haben noch gar nicht begonnen oder stehen erst am Anfang der Planung. Als größte Hürde nennen 36 Prozent der noch nicht vorbereiteten Unternehmen die technische Umsetzung. Weitere Faktoren sind Unsicherheit über die gesetzlichen Vorgaben und fehlendes Wissen.

39 Prozent der Unternehmen nutzen Buchhaltungssoftware zur Rechnungserstellung. Rund jedes fünfte Unternehmen greift dafür aber weiterhin zu klassischen Office-Programmen: 11 Prozent nutzen Excel, 10 Prozent Word, beide erfüllen die Vorgaben für strukturierte E-Rechnungen nicht.

Generell scheint es noch große Wissenslücken über die neuen Regeln zu geben. Nur 37 Prozent der Unternehmen geben an, die gesetzlichen Anforderungen vollständig zu kennen. 33 Prozent kennen sie nur teilweise, 28 Prozent kaum oder gar nicht. Befragt wurden den Angaben nach 502 Unternehmen. Die Ergebnisse sind laut Easybill repräsentativ.

Im deutschen Geschäftsverkehr wird die Pflicht zur E-Rechnung gestaffelt eingeführt. Seit Januar 2025 muss jedes Unternehmen in der Lage sein, E-Rechnungen zu empfangen. Im Prinzip genügt ein E-Mail-Postfach, um der reinen Empfangspflicht nachzukommen. Letztlich ist das aber nur die Minimalanforderung – natürlich benötigt man auch Software, die mit dem strukturierten XML umgehen kann. Ebenfalls ist für E-Rechnungsempfänger auch die revisionssichere Archivierung gemäß gesetzlichen Vorgaben (GoBD) Pflicht.

Ab 2027 ist dann vorgeschrieben, dass im Business-to-Business-Bereich zwischen größeren Unternehmen nur noch E-Rechnungen versendet werden. Kleinere Unternehmen mit einem Umsatz unter 800.000 Euro erhalten noch ein Jahr Aufschub, dürfen dann aber ab 2028 auch nur noch elektronische Rechnungen an ihre Geschäftspartner senden. Ausnahme sind die Kleinunternehmer, für sie gibt es keine E-Rechnungspflicht, wenn sie innerhalb bestimmter Umsatzgrenzen bleiben. Die in Rechnungen enthaltenen steuerlich relevanten Daten sollen dann bis 2030 in Echtzeit an die Finanzverwaltung übermittelt werden.

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Für eine E-Rechnung muss laut den Vorgaben eine XML-Datei in strukturiertem Format vorliegen, die sich automatisiert maschinell verarbeiten lässt. Geläufig sind dafür etwa EDI-Formate, Hybridformate wie ZUGFeRD und Factur-X, die ein menschenlesbares Ansichts-PDF mit XML-Daten kombinieren, sowie das reine XML-Format XRechnung. Reine Bilddateien wie TIFF, PNG und PDF, Word-Dokumente, eingescannte Papierrechnungen und Ähnliches erfüllen die gesetzlichen Anforderungen nicht. Früheren Umfragen zufolge kämpfen gerade KMUs mit der Einführung der E-Rechnung.


(axk)



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Eine Stunde in Lockheed und Jet: Apple TV bringt Travoltas „Nachtflug nach L.A.”


„AVgeek“, kurz für Aviation Geek, sind Menschen, die gerne mit dem Flugzeug reisen, sich für Betrieb, Technik und organisatorische Hintergründe von Airlines interessieren, Fotos und Videos schießen und vielleicht auch selbst einen Pilotenschein machen. Zu dieser Gruppe kann mit Fug und Recht auch der Schauspieler und Produzent John Travolta („Grease“, „Pulp Ficiton“) zählen, der selbst Pilot ist, alte Flugzeuge besitzt und sogar einen eigenen Privatflughafen betreibt. Seine Leidenschaft für Flugzeuge hat er nun in einen nostalgischen Film gegossen, der vor einigen Tagen Premiere beim Streamingdienst Apple TV hatte. Es handelt sich um die Verfilmung eines Kinderbuchs, das Travolta in den Neunzigerjahren für seinen Sohn verfasst hatte – folgerichtig ist er bei dem Streifen, der auf Deutsch „Nachtflug nach L.A.“ heißt, nicht nur Produzent, sondern auch Drehbuchautor und Regisseur.

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Das Format des Films ist ungewöhnlich: Es handelt sich nicht um einen üblichen Zwei-Stunden-Film, sondern um einen Einstünder. Der Film spielt in den goldenen Zeiten des Fliegens in den USA in den Sechzigerjahren, als man an Bord noch kulinarisch hochklassig versorgt wurde (wenn auch, aufgrund der Raucherlaubnis, reichlich verqualmt). Travolta erzählt die Geschichte des Jungen Jeff, der als Achtjähriger mit seiner Mutter in einer TWA-Maschinen nach Los Angeles unterwegs ist – in Form eines Flugs über mehrere Zwischenstationen, wie es sie damals oft gab.

Jeff, der zum ersten Mal fliegt, aber über Flugzeugtypen und Flugpläne ganz genau Bescheid weiß, lernt Stewardessen und Piloten kennen, bekommt einen neuen Freund, der sich ebenfalls für Flugzeuge interessiert und verliebt sich schließlich. Für AVgeeks besonders interessant sind die vorkommenden Flugmodelle: Zunächst die berühmte „Connie“ (Lockheed L-1049 Super Constellation), eine Maschine mit vier Propellern, die einst auch die Lufthansa eingesetzt hat, dann eine Boeing 707, einer der ersten Jets im Passagierbetrieb.

Travolta bedient sich bei dem Film vorhandener Infrastruktur: So wird anfangs im TWA-Terminal am Flughafen J.F.K. in New York (damals Idlewild) gedreht, das mittlerweile als Hotel dient und eine „Connie“ auf dem alten Vorfeld stehen hat, die heute eine Bar ist.

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Trailer von „Nachtflug nach L.A.“, der im Original „Propeller One-Way Night Coach“ heißt.

Kleine Patzer wie die Tatsache, dass die Räume des Hotels, die später angebaut wurden, nicht mittels CGI aus dem Film entfernt wurden, verzeiht man Travolta angesichts der schönen Stimmung des Films gerne. Die Kritik war mit „Nachtflug nach L.A.“ allerdings nicht besonders gnädig. Die besteht allerdings auch weniger aus AVgeeks. Apple TV kostet aktuell 10 Euro im Monat, bei Kauf von Apple-Hardware gibt es Gratismonate.

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(bsc)



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