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Saugroboter Mova P70 Pro Ultra im Test: Keiner wäscht heißer für 600 Euro
Der Mova P70 Pro Ultra wäscht seine Wischmopps mit 100 Grad Celsius – eigentlich ein Feature von Premium-Geräten. Was der Saugroboter sonst kann, zeigt der Test.
Saugroboter mit voll ausgestatteter Reinigungsstation kosten meist deutlich über 1000 Euro. Der Mova P70 Pro Ultra durchbricht diese Logik: Zum Marktstart heute kostet er 599 statt 699 Euro – und wäscht seine Wischmopps trotzdem mit 100 Grad heißem Wasser, was sonst nur Topmodelle wie der Roborock Saros 20 bieten.
Mova stammt aus dem Kosmos um die Marke Dreame: Entsprechend stehen die Mova-Saugroboter den Dreame-Geräten technisch sehr nahe – ein Vorteil aus Marktstrategie-Sicht, denn Mova übernimmt bewährte Technik. So entstehen Geräte mit erprobter Basis.
Wir haben den P70 Pro Ultra getestet und zeigen, ob das Gesamtpaket aufgeht oder ob der Hersteller an den falschen Stellen gespart hat.
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Mova P70 Pro Ultra?
Beim Design bleibt Mova der bewährten Linie treu. Der P70 Pro Ultra ähnelt stark den Modellen V50 Ultra und Z60 Ultra Roller. Roboter und Station haben abgerundete Kanten, die Station ist zweigeteilt: ein glatter weißer Korpus und ein abgesetzter Deckel mit Schraffur in Silber als Akzentfarbe. Erhältlich ist der Roboter in zwei Farbvarianten: Schwarz oder Weiß-Silber.
Mova P70 Pro Ultra – Bilderstrecke
Die Verarbeitung wirkt solide, aber nicht außergewöhnlich. Alles ist aus Kunststoff, die Kanten sind sauber verarbeitet – nur der Deckel der Station fühlt sich etwas dünn an. Positiv fällt der Roboterdeckel auf: Er ist über einen Klappmechanismus fest verbunden, klappt sauber auf und bleibt offen stehen. Allerdings birgt das auch ein Bruchrisiko bei unvorsichtigem Umgang.
Die Schmutzwassertanks sind intuitiv gefärbt – durchsichtig für Frischwasser, schwarz für Schmutzwasser. Mova hat dieses Jahr absolute Top-Modelle herausgebracht, und die solide Bauweise zeigt sich auch hier. Der Roboter selbst wirkt flach; die Gesamthöhe von 10,38 cm ergibt sich erst durch den Laserturm. Die Station misst 458 × 470 × 420 mm und nimmt 3,2 l Staub, 4 l Frischwasser und 3,5 l Schmutzwasser auf. Eine herausnehmbare, teils mit Silikon überzogene Auswaschwanne erleichtert die Reinigung.
Einrichtung: Wie schnell ist der Mova P70 Pro Ultra betriebsbereit?
Die Inbetriebnahme läuft wie bei anderen Mova-Modellen. Roboter einschalten, QR-Code mit der App scannen, Dock- und Punktreinigungs-Taste drei Sekunden gedrückt halten und mit dem WLAN verbinden. Erfreulich: Der P70 Pro Ultra unterstützt nicht nur 2,4-GHz-, sondern auch 5-GHz-Netze. Das ist bei Saugrobotern leider noch immer selten.
Nach der Verbindung mit dem Geräte-Hotspot folgt die App-Konfiguration. Sie fragt typische Haushaltsangaben ab: Haustiere im Haushalt, gründliche Kanten- und Eckenreinigung, Nicht-stören-Modus. Anschließend lässt sich ein Sprachassistent aktivieren oder überspringen. Nach einem rund zehnminütigen Firmware-Update startet die Kartierung, die in unserem Test etwa 25 Minuten dauerte – abhängig von der Wohnungsgröße.
Datenschutz-kritische Funktionen sind ab Werk deaktiviert. Die fotografische Dokumentation erkannter Hindernisse lässt sich nur nach explizitem Einverständnis in der App aktivieren. Dasselbe gilt für die Videofunktion, die wir von vielen anderen Modellen kennen: Über das Smartphone schaltet man sich live auf die Roboterkamera, kann ihn fernsteuern, gezielt in Bereiche schicken oder auf Patrouille fahren lassen. Aktivieren lässt sich das nur nach Festlegen eines Video-Passworts – das verhindert einen unbemerkten Fremdzugriff auf die Hauskamera. Weniger ideal: Karten- und Nutzungsdaten landen in der Hersteller-Cloud. Das ist grundsätzlich angreifbar, und ohne erreichbare Server fallen smarte Funktionen wie Kartensteuerung oder Zonenreinigung aus.
Mova P70 Pro Ultra – App & Einrichtung
Mova hat einen lange von uns kritisierten Fehler behoben: Das Auswahlfeld für Zonenreinigungen ruckelt nicht mehr beim Verschieben, sondern bewegt sich flüssig. Die App ist allgemein deutlich übersichtlicher als früher. Die Suchfunktion in den Einstellungen hilft, einzelne Funktionen schneller zu finden. Die Reinigungsoptionen sind umfangreich: nur saugen, nur wischen, beides gleichzeitig, wischen nach dem Saugen oder pro Raum individuell. Mit Clean Genius gibt es eine Funktion, die die Reinigungsparameter automatisch anpasst und dafür an der Reinigungshäufigkeit orientiert.
Navigation: Wie gut erkennt der Mova P70 Pro Ultra Hindernisse?
Der Mova P70 Pro Ultra setzt auf LDS-Lasernavigation in Kombination mit einer KI-gestützten Hinderniserkennung. Die Objekterkennung umfasst mehr als 300 erkannte Objektklassen bei Mova-Topmodellen; beim P70 Pro Ultra sind es laut Hersteller über 280. Ein monokulares 3D-Strukturlichtsystem in Verbindung mit RGB-Sicht erkennt Kabel, kleinere Objekte und Möbel zuverlässig.
In der Praxis funktioniert die Erkennung größtenteils gut. Hindernisse werden frühzeitig in der Karte vermerkt. Allerdings ist Vorsicht trotzdem geboten: Auf freischwebende Stühle mit Metallstandfuß fuhr der Roboter mehrfach gewaltsam auf, blieb darunter „eingesperrt“ und forderte Hilfe an. Anschließend wies er uns sogar darauf hin, alle Hindernisse zu entfernen – obwohl er die Stühle selbst als Hindernis markiert hatte. Hindernisse bis 22 mm überwindet er problemlos.
Auffällig ist dabei die Navigation: Der Roboter wirkt teils etwas konfus und lässt immer wieder Stellen aus. Hätte er das nicht gemacht, wäre der Teppich auch beim ersten Anlauf schon nahezu sauber gewesen – tatsächlich sparte er aber zwei Mehlflecken zunächst teils aus. Auch auf Hartboden fällt uns dieses Verhalten auf. Teilweise dreht der Roboter unmotiviert Kurven oder fährt plötzlich eine Diagonalbahn, selbst bei der Reinigung kleinerer ausgewählter Zonen. Dadurch bleibt mitunter Material am Boden liegen.
Im Alltag fiel uns ein zweites seltsames Verhalten auf: Der Roboter blieb regelmäßig stehen, klappte die Wischpads mehrfach hoch und runter, drehte sich langsam herum – und fuhr dann nach bis zu 30 Sekunden weiter. Eine Ursache kommunizierte er dabei nicht. Außerdem schleppt er Schmutz wie Mehl mitunter unter sich her und verliert ihn an der nächsten Bodenschwelle, weil er auf seinem Weg zur Station mitten durch den verschmutzten Bereich fährt.
Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Mova P70 Pro Ultra?
Die Saugleistung von 30.000 Pa zählt zu den höchsten am Markt. Auf Teppich überzeugt der P70 Pro Ultra: Er erklimmt Teppichkanten ohne Probleme, faltet nichts auf und entfernt rund 95 Prozent der groben Partikel im ersten Anlauf. Feine Partikel wie Mehl verschwinden meist erst beim zweiten Durchgang. Auf Hartboden zeigt sich derselbe Eindruck: ordentlich, aber nicht perfekt.
Allerdings kämpft auch der P70 Pro Ultra mit dem Standardproblem vieler Saugroboter: Mit seiner Seitenbürste schleudert er immer wieder wie ein Katapult Schmutz aus dem Reinigungsbereich heraus, der so in der Wohnung verteilt liegen bleibt. Abhilfe würden eine reduzierte Rotationsgeschwindigkeit sowie der Einsatz von zwei statt nur einer Bürste schaffen – eine links, eine rechts –, um eine Art Schaufelbewegung zur Absaugeinheit hin in die Mitte des Roboters zu erzeugen. Immerhin ist die Seitenbürste beim P70 Pro Ultra ausklappbar, was besonders in Engstellen oder Ecken sinnvoll ist. Davon macht der Roboter regelmäßig sehr klug Gebrauch: Er dreht sich dabei um die eigene Achse hin und her auf der Stelle, um alles herauszuschaufeln.
Beim Wischen setzt der P70 Pro Ultra auf zwei rotierende Wischteller. Diese drehen sich mit 260 Umdrehungen pro Minute und werden mit 12 Newton an den Boden gedrückt. Grundsätzlich gilt: Das System mit Wischteller ist bewährt, hat aber im Unterschied zur modernen Wischwalze einen Nachteil: Je nach Art der Verschmutzung und mit zunehmender Sättigung verteilen die Teller den Dreck nur noch, statt ihn wirklich aufzunehmen. In unserem Test zeigt sich das deutlich: Bei Mehl verschmiert das System schon nach wenigen Metern. Zur Reinigung muss der Roboter regelmäßig zur Station zurückfahren, unterwegs geht das nicht – in unserem 60 m²-Bereich passiert das bis zu vier Mal pro Reinigungsdurchgang.
Mova P70 Pro Ultra – Reinigung
Eine Wischwalze dagegen wird während der Fahrt durch eine Lamelle abgestreift und mit frischem Wasser benetzt. So bleibt sie länger sauber und trägt Schmutz tatsächlich vom Boden ab. Für Parkett ist die Walze allerdings eher ungeeignet, da sie zu viel Wasser auf den Holzboden aufträgt und dieser dadurch aufweichen kann. Hier hat das Mopp-System die Nase vorn.
Das Highlight des P70 Pro Ultra ist die Heißwasserwäsche bei 100 Grad Celsius. Während im Preisbereich um 600 bis 700 Euro meist nur 50 bis 70 Grad üblich sind und selbst Topmodelle über 1000 Euro selten 90 Grad erreichen, kocht der P70 Pro Ultra die Mopps regelrecht aus. Das ist hygienisch ein deutlicher Fortschritt, weil Bakterien und Gerüche effektiver bekämpft werden.
Der Hersteller verweist auf TÜV-Rheinland-getestete Sterilisationsraten von bis zu 99,9999 Prozent gegen typische Keime wie E. coli und S. aureus. Die als JetSpray Dryboard bezeichnete Waschwanne verteilt über 20 Düsen das Wasser gleichmäßig, ein zentraler Filter trennt den Schmutz vom Wasser. Anschließend trocknet die Station die Mopps mit Heißluft in standardmäßig zwei Stunden – das verhindert Schimmel und unangenehme Gerüche.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Mova P70 Pro Ultra?
Der 5,2-Ah-Lithium-Ionen-Akku liefert laut Hersteller bis zu 250 Minuten Laufzeit.
Bei tieferen Akkuständen kehrt er selbstständig zur Station zurück, lädt nach und fährt anschließend an der unterbrochenen Stelle weiter. Die volle Ladedauer beträgt 3,5 Stunden – das ist durchschnittlich, aber auch nichts Besonderes. Konkurrenten wie der Ecovacs T90 Pro Omni sind hier deutlich schneller. Ob das im Alltag relevant ist, hängt vom Nutzungsverhalten ab: Da der Roboter ohnehin meist im Standby auf seinen nächsten Einsatz wartet, fällt die Ladezeit für die meisten Haushalte kaum ins Gewicht.
Preis: Was kostet der Mova P70 Pro Ultra?
Die UVP des Mova P70 Pro Ultra liegt bei 699 Euro. Zum Marktstart vom 29. April bis 12. Mai 2026 reduziert Mova den Preis auf 599 Euro. Für die gebotene Ausstattung mit 100-Grad-Wäsche, 30.000 Pa Saugkraft und Komplettstation ist das ein attraktiver Kurs. Erhältlich ist der Roboter etwa in Schwarz bei Amazon sowie in Weiß-Silber bei Notebooksbilliger.
Fazit
Der Mova P70 Pro Ultra liefert ein bemerkenswertes Gesamtpaket für rund 600 Euro. Die 100-Grad-Heißwasserwäsche der Mopps gibt es sonst kaum unter 1000 Euro, dazu kommen 30.000 Pa Saugkraft, ausklappbare Seitenbürste und eine zuverlässige Hinderniserkennung mit über 280 Objektklassen. Auch die App-Bedienung ist endlich rund, und die 5-GHz-WLAN-Unterstützung ist ein willkommener Bonus.
Schwächen zeigen sich in der teils konfusen Navigation, dem typischen Verschmiereffekt der rotierenden Wischteller und gelegentlichen Aussetzern, in denen der Roboter scheinbar grundlos minutenlang verharrt. Auch bei der Hindernisvermeidung erleben wir einen Widerspruch: Erkannte Hindernisse vermeidet er nicht zwingend. Beim Datenschutz ist die opt-in-Logik für Kamera- und Videofunktionen lobenswert, allerdings landen Karten- und Nutzungsdaten in der Hersteller-Cloud – mit den bekannten Risiken hinsichtlich Angreifbarkeit und Verfügbarkeit.
Wer eine moderne Wischwalze bevorzugt, sollte zum Mova Z60 Ultra Roller greifen. Für alle anderen ist der P70 Pro Ultra ein Preis-Leistungs-Sieger mit echtem Alleinstellungsmerkmal beim Thema Hygiene.
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Microsoft erwägt, Xbox auszugliedern | heise online
Unter der Führung der neuen Xbox-Chefin Asha Sharma scheint es bei Microsoft hinter den Kulissen richtig rundzugehen: Bis hin zu einer möglichen Abspaltung sollen die Diskussionen reichen. Dies geht aus einem aktuellen Bericht hervor, der sich um Restrukturierungen und die Stärkung von bekannten Spielemarken dreht.
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Von drei namentlich nicht genannten, aber bei den Meetings involvierten Personen, will „The Information“ erfahren haben, dass Microsoft auch über eine Ausgliederung von Xbox nachdenkt. Konkrete Pläne dafür gebe es noch nicht, schränkt das US-Medium ein. Aber Microsoft soll derzeit prüfen, ob eine nominal unabhängige Tochterfirma nicht besser für die Marke „Xbox“ ist. Schon lange versucht Microsoft mehr oder weniger erfolglos, sich von der Assoziation der Marke allein mit einer bestimmten Konsolengeneration zu lösen.
Erst kürzlich gab Asha Sharma zu bedenken, dass das technische Wettrüsten bei der Hardware durch gestiegene Kosten für Microsoft wohl zu einem Ende kommen müsste. Sharma will also offenbar Kosten sparen, und das ist häufig ein erster Schritt, um eine Abteilung eines Unternehmens zu verkaufen. Eine formale Ausgliederung könnte dazu ein weiterer Baustein sein.
Investition in große Marken
Dazu passt auch, dass laut einem früheren Bericht im Juli eine neue Entlassungswelle bei Xbox droht. In jenem Monat beginnt auch das neue Geschäftsjahr, und in diesem soll nicht nur gespart werden. Wie The Information jetzt aktuell schreibt, will Microsoft vor allem seine größten Spielemarken stärken, darunter „Halo“, „Fallout“ und „Elder Scrolls“. In eine schnellere Entwicklung von neuen Titeln für diese Marken soll mehr investiert werden, und weniger bei kleineren Franchises. Ebenso sollen für diese großen Drei schneller neue Spiele erscheinen.
Wie viel Qualität bei dieser Beschleunigung bei den Spielern ankommt, dürfte sich schon Ende Juli zeigen: am 28. Juli 2026 erscheint „Halo: Campaign Evolved“ für Xbox, PC und Playstation 5. Dabei handelt es sich um ein inhaltlich erweitertes Remake des ersten „Halo“ von 2001, das als einer der Meilensteine des Shooter-Genres gilt und wesentlich zum Erfolg von Microsofts erster Xbox beitrug.
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(nie)
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Top 10: Der beste KVM-Switch im Test – Maus, Tastatur & Monitor an mehreren PCs
Mit einem KVM-Switch kann man Maus, Tastatur und Monitor ohne Umstecken mit mehreren Computern verbinden. Wir zeigen die zehn besten Modelle aus unseren Tests.
Was wäre, wenn man die Vorteile eines USB-C-Hubs, eines Ladegeräts und eines HDMI-Switches in ein Gehäuse packt und es KVM-Switch nennt? Ziemlich praktisch wäre das, denn es erspart viel Ärger und Nerven. Gerade wenn man immer wieder zwischen mehreren Rechnern wechselt, etwa um nach der Arbeit am Laptop auf einem Gaming-PC zu zocken, sind die kleinen Wechsler richtig nützlich – ob im Büro oder am heimischen Schreibtisch.
In dieser Bestenliste zeigen wir zehn KVM-Switches mit HDMI oder Displayport für einen oder mehrere Monitore im Vergleich. Alle lassen sich an zwei oder mehr Rechnern anschließen. Der Wechsel zwischen den Geräten findet meist über einen im Gehäuse integrierten Schalter statt, teils aber auch per außen liegendem Druckknopf. Der Displayport/USB-KVM-Switch von Digitus hingegen setzt sogar auf eine IR-Fernbedienung. Teils bieten die Geräte auch einen Audioausgang.
Wer zudem wissen will, was genau KVM-Switches eigentlich sind, ist hier richtig.
Welcher ist der beste KVM-Switch?
Testsieger ist der VPFCT VP-SW222 für 80 Euro, der zwei Rechner an zwei Monitoren mit HDMI 2.1 anbindet und damit auch für anspruchsvollere Setups bestens gerüstet ist.
Wer auf einen Switch mit Displayport setzen möchte und USB-C als Eingang braucht, greift zum Delock 11485 für 109 Euro – er ersetzt in dieser Bestenliste den nicht mehr erhältlichen Anker 553 als Technologiesieger.
Preis-Leistungs-Sieger ist weiterhin der Ugreen KVM-Switch für nur rund 40 Euro. Er verbindet zuverlässig einen Monitor und zwei Computer.
Hier folgt das komplette Ranking:
Was ist ein KVM-Switch?
Hinter dem sperrigen Namen KVM-Switch verbirgt sich etwas denkbar Einfaches. Ein KVM-Switch ist ein Gerät, das mehrere Computer mit einem einzigen Set aus Tastatur, Maus und Monitor steuert. Die Abkürzung KVM steht für Keyboard Video Mouse, also Tastatur, Video und Maus. Modelle mit integriertem USB-Hub erlauben es zusätzlich, USB-Peripheriegeräte wie Drucker, Webcams oder einen USB-Stick gemeinsam an beiden Rechnern zu nutzen. Ein guter KVM-Switch reduziert so spürbar das Kabelchaos am Arbeitsplatz und spart Platz, weil weniger Geräte doppelt vorhanden sein müssen.
So spart man sich das große Umstecken, wenn man statt des Laptops lieber einen Gaming-PC am Monitor mit Tastatur und Maus benutzen will. Ein Druck auf den Schalter genügt – und schon sind alle Peripheriegeräte mit dem anderen Rechner verbunden. Nur einmalig schließt man seine Peripherie an und verbindet je nach Modell den KVM mit dem beigelegten Netzteil. Laptops mit USB-C brauchen dann nur noch ein USB-C-Kabel, das Bild, Ton und USB-Geräte gleichzeitig überträgt. Für den ohnehin stationären Gaming-PC kommt USB-A oder ein meist beigelegtes USB-B-Kabel zum Einsatz, zur Bildübertragung an den Monitor Displayport oder HDMI.
Manche Modelle können noch mehr, gerade im höherpreisigen Segment jenseits von 100 Euro. Hier bekommt man dann etwa Ethernet als Schnittstelle geboten, oder der angeschlossene Laptop lädt direkt dank integrierter Unterstützung von Power Delivery (PD). Moderne KVM-Switches unterstützen außerdem häufig Auflösungen bis 4K und verschiedene Videoanschlüsse wie HDMI und DisplayPort. Ältere Standards wie VGA und DVI sind kaum noch verbreitet.
Wie wird ein KVM-Switch angeschlossen?
Der Anschluss eines KVM-Switches ist denkbar einfach. Jeder der angeschlossenen Rechner bekommt eine Bildverbindung zum Switch (HDMI, Displayport oder USB-C im DP-Alt-Mode) sowie eine USB-Verbindung – meist per USB-B-Kabel vom Rechner zum Switch. Tastatur, Maus und weitere USB-Geräte wandern an die USB-A-Ports des KVM. Der Monitor wird an den Bildausgang des Switches angeschlossen, das mitgelieferte Netzteil sorgt bei Bedarf für Strom. Treiber sind in der Regel nicht erforderlich, das funktioniert nach dem Plug-and-Play-Prinzip.
Um zwischen zwei Rechnern zu wechseln, gibt es mehrere Möglichkeiten. Die einfachste ist ein Druckknopf direkt am Gehäuse des Switches. Komfortabler arbeiten Modelle mit externem Schalter oder einer Fernbedienung. Viele Geräte unterstützen zusätzlich Tastenkombinationen (Hotkeys), mit denen sich der aktive Rechner direkt über die Tastatur umschalten lässt. Bei großen KVM-Switches ab 16 Ports – wie sie etwa in Serverräumen vorkommen – kommt zusätzlich ein OSD-Menü zum Einsatz, das eine komfortable Verwaltung vieler Systeme erlaubt. Externe Fernbedienungen bieten zusätzlichen Bedienkomfort, gerade wenn der Switch versteckt unter dem Schreibtisch sitzt.
Von USB 2.0 bis Displayport: Welche Standards sollte ein guter KVM-Switch haben?
Beim Kauf eines KVM-Switches lohnt sich der genaue Blick aufs Anschluss-Datenblatt. Auf der Bildseite sind heute HDMI und Displayport Standard – VGA und DVI spielen praktisch keine Rolle mehr. HDMI 2.0 schafft 4K bei 60 Hz und reicht für Office und gelegentliches Gaming. Wer 4K bei 120 Hz oder mehrere hochauflösende Monitore parallel betreiben will, sollte zu HDMI 2.1 oder Displayport 1.4 greifen. USB-C mit DP-Alt-Mode ist besonders bei Laptop-Setups praktisch, weil es Bild, Daten und (bei Power Delivery) sogar Ladestrom in einem Kabel bündelt.
Auf der USB-Seite sollte man USB 3.0 mit 5 GBit/s als Mindeststandard ansetzen. USB 2.0 reicht zwar für Tastatur und Maus, bremst externe SSDs und Festplatten aber spürbar aus: Eine 5 GB große Datei zieht sich über USB 2.0 schnell über zwei Minuten, während USB 3.0 das in 12 bis 15 Sekunden erledigt. Drei USB-A-Ports sind in der Praxis das Minimum, um Tastatur, Maus und ein weiteres Gerät wie eine Webcam oder einen Drucker anzubinden.
Power Delivery ist ein Kriterium für Laptop-Nutzer: Mit 65 bis 100 Watt lädt der Switch das Notebook während der Arbeit gleich mit – ein zusätzliches Netzteil entfällt. Modelle mit PD kosten allerdings meist deutlich über 100 Euro. Audio-Anschlüsse in Form von zwei 3,5-mm-Klinkenbuchsen für Headset und Mikrofon sind nicht selbstverständlich, aber besonders im Homeoffice mit Videocalls Gold wert. Ethernet ist die Königsdisziplin und nur bei wenigen Premium-Modellen an Bord.
Tastatur, Maus und mehr: Welches PC-Zubehör kann man anschließen?
An einen KVM-Switch passt deutlich mehr als nur Tastatur und Maus. Über die USB-A-Ports lassen sich praktisch alle gängigen USB-Peripheriegeräte einbinden: Webcam, Drucker, externes Mikrofon, USB-Stick, externe Festplatte oder SSD, Headset, Kartenleser, Streaming-Mischpult oder ein Grafiktablett. Alle diese Geräte stehen nach dem Umschalten automatisch dem jeweils aktiven Rechner zur Verfügung – das ist der eigentliche Komfortgewinn gegenüber dem ständigen Umstecken.
Wichtig ist dabei die Stromversorgung: Stromhungrige Geräte wie externe 3,5-Zoll-Festplatten oder Drucker arbeiten oft nur dann zuverlässig, wenn der KVM-Switch ein eigenes Netzteil mitbringt. Reine Bus-Power über den USB-Port der angeschlossenen Rechner reicht in solchen Fällen nicht aus und führt zu Verbindungsabbrüchen.
Für die Bildausgabe sind je nach Modell ein, zwei oder noch mehr Monitore möglich – per HDMI, Displayport oder USB-C mit DP-Alt-Mode. Audio läuft entweder über das Bildkabel oder über separate 3,5-mm-Klinkenanschlüsse für Headset und Mikrofon. Wer ohnehin schon einen Monitor mit eigenem USB-Hub besitzt, kann diesen mit einem reinen USB-Switch kombinieren.
Was kostet ein KVM-Switch?
Die Preisspanne bei KVM-Switches ist groß. Einfache 2-Port-USB-Switches ohne Bildumschaltung gibt es bereits ab rund 13 Euro. Vollwertige KVM-Switches mit HDMI starten bei etwa 37 Euro – wie der Ugreen-KVM-Switch unseres Preis-Leistungs-Siegers. Dual-Monitor-Modelle wie der VPFCT VP-SW222 kosten 75 Euro und unterstützen zwei Monitore mit HDMI 2.1. Wer Displayport, USB-C oder Power Delivery braucht, zahlt schnell 100 Euro und mehr. Professionelle 4-Port-Lösungen wie der Inline 4-Port Displayport schlagen mit über 350 Euro zu Buche. Für die meisten Privatnutzer reicht ein Modell zwischen 40 und 100 Euro vollkommen aus.
Welche Betriebssysteme unterstützen KVM-Switches?
Grundsätzlich funktionieren KVM-Switches betriebssystemunabhängig, weil sie auf Hardware-Ebene zwischen Tastatur, Maus und Bildsignal umschalten. Windows, Linux, macOS und Chrome OS erkennen einen angeschlossenen KVM-Switch ohne Treiber. Trotzdem gibt es ein paar Stolpersteine je nach Plattform.
Unter Windows klappt fast alles ohne Einschränkungen, inklusive Sonderfunktionen wie MST für Dual-Monitor-Setups über ein Kabel. Auch Hotkeys und Treiberinstallationen für spezielle Gaming-Mäuse laufen problemlos.
Linux ist bei klassischen KVM-Switches ebenfalls unkompliziert – Maus, Tastatur und Bildausgabe funktionieren plug-and-play. Im Test mit Fedora Linux am Unitek V1312 und Suidek V1311A erreichten wir sogar höhere USB-Transferraten als unter Windows. MST funktioniert je nach Distribution und Grafiktreiber nur eingeschränkt.
macOS ist die kniffeligste Plattform. Apple unterstützt MST nicht, weshalb Switches wie der Delock 11485 unter macOS nur einen Monitor ausgeben. Wer am MacBook zwei Monitore über einen USB-C-KVM betreiben will, braucht ein Modell mit zwei dedizierten Bildkanälen – das verteuert das Setup spürbar. Tastatur und Maus klappen aber auch hier ohne Murren.
Chrome OS auf Chromebooks unterstützt KVM-Switches grundsätzlich, allerdings sind die Funktionen je nach Modell und ChromeOS-Version eingeschränkt. Für einfache Setups mit einem Monitor reicht es, MST und exotische USB-Geräte sind oft problematisch.
Wichtig: KVM-Switches schalten auch nur dann zuverlässig, wenn der Rechner aktiv ist. Im Ruhemodus oder Standby reagieren viele Modelle nicht – das ist betriebssystemunabhängig und liegt am Switch selbst.
Tastatur, Maus und Monitor: Welche Endgeräte sind mit KVM-Switches kompatibel?
Die gute Nachricht vorweg: Praktisch jede handelsübliche Tastatur, Maus und jeder Monitor funktionieren an einem KVM-Switch. Da der Switch auf Hardware-Ebene arbeitet und sich gegenüber dem Rechner wie ein normaler USB- bzw. HDMI-Hub verhält, sind keine speziellen Treiber oder zertifizierten Geräte nötig. Mechanische Gaming-Tastaturen mit RGB-Beleuchtung laufen ebenso wie schlichte Office-Modelle, und auch Gaming-Mäuse mit hoher Abtastrate (DPI) machen in unseren Tests keine Probleme.
Auf der Bildseite sind alle Monitore mit HDMI- oder Displayport-Eingang kompatibel – das deckt heute praktisch jedes aktuelle Modell ab. Wichtig ist, dass der KVM-Switch den passenden Standard für die gewünschte Auflösung und Bildwiederholrate mitbringt.
Einschränkungen gibt es selten, aber sie existieren: Spezielle Gaming-Hardware mit eigenen Treibern (etwa Tastaturen mit Makro-Funktionen, die im Treiber gespeichert sind) verliert nach dem Umschalten manchmal kurz die Verbindung, bis der Treiber des Zielrechners wieder greift. Auch Wireless-Empfänger für Funktastaturen oder -mäuse funktionieren in der Regel problemlos – sie stecken einfach in einem USB-A-Port des Switches.
Warum erkennt mein KVM-Switch nur einen Monitor?
Wenn ein KVM-Switch nur einen Monitor erkennt, liegt das fast immer an der Verkabelung oder an Einschränkungen des Geräts. Bei Dual-Monitor-Switches wie dem VPFCT VP-SW222 müssen beide Bildquellen jedes Rechners (HDMI und Displayport) korrekt belegt sein – sonst funktioniert nur ein Monitor, weil die Anschlüsse intern in Reihe durchgereicht werden. Eine Konvertierung zwischen HDMI und Displayport findet nicht statt.
Beim Delock 11485 wiederum ist Multi-Stream Transport (MST) für zwei Monitore zwingend nötig. MST ist eine Funktion von Displayport, bei der mehrere Monitorsignale über ein einziges Kabel übertragen und am Endgerät wieder aufgesplittet werden. Das klappt allerdings nur unter Windows zuverlässig – macOS unterstützt MST nicht, dort lässt sich also nur ein Monitor ansteuern.
Ein weiterer häufiger Stolperstein ist EDID (Extended Display Identification Data). Das sind technische Infos, die ein Monitor an den Rechner schickt: Auflösung, Bildwiederholrate, unterstützte Farbtiefen. Schaltet ein KVM-Switch um und „vergisst“ dabei diese EDID-Daten, kann es passieren, dass der Rechner den Monitor nach dem Wechsel nicht mehr korrekt erkennt – Fenster werden verschoben, Auflösungen springen oder ein zweiter Bildschirm bleibt schwarz. Hochwertige KVM-Switches besitzen eine EDID-Emulation, die diese Daten dauerhaft vorhält. Günstigere Modelle wie der Suidek V1311A verzichten darauf.
Auch die Kabelqualität spielt eine größere Rolle, als viele denken. Billige oder zu lange HDMI- und Displayport-Kabel schaffen die Bandbreite für 4K bei hohen Bildwiederholraten oft nicht. Im Zweifel hilft ein Test mit anderen, zertifizierten Kabeln und ein Blick ins Handbuch.
Was sind die Nachteile von KVM-Switches?
So praktisch KVM-Switches sind, ein paar Nachteile haben sie. Günstige Modelle drosseln die Datenübertragung auf USB-2.0-Niveau – Datenmengen von mehreren Gigabyte dauern dann spürbar länger. Manche Geräte piepen bei jedem Umschaltvorgang, was im Dauerbetrieb nervig wird. Bildschirme mit sehr hohen Bildwiederholraten oder 4K bei 120 Hz funktionieren nur mit aktuellen HDMI-2.1- oder Displayport-1.4-Modellen, ältere Switches setzen den Standard und damit die Bildqualität herunter. Auch wer einen Laptop per USB-C samt Power Delivery laden möchte, muss tiefer in die Tasche greifen. Und schließlich erfordern manche Setups eine genaue Beachtung von Auflösung, Bildwiederholrate und Kabelqualität – ein vorschnell gekauftes Modell kann sonst Frust verursachen.
KVM Switches für USB-A
Mit einem Switch für USB-A oder auch USB-Switch hat man die etwas eingedampfte Form eines KVM-Switches. Hier gibt es nur klassische USB-A-Ports, beispielsweise für Tastatur, Maus oder Webcam. Dafür sind diese Modelle deutlich günstiger und so bekommt man passende Switches bereits für unter 20 Euro.
Wir haben beispielsweise seit mehr als einem Jahr einen günstigen USB-Switch von TCNEWCL im Einsatz. Dieser kostet aktuell nur 13 Euro (10-Prozent-Coupon anwählen). Mitgeliefert ist ein kabelgebundener Schalter, den man so etwa unter dem Schreibtisch anbringen kann. Die Verarbeitung ist in Ordnung und dem Preis gegenüber vollkommen angemessen. Wir nutzen den USB-Switch in Verbindung mit unserem Dell-Monitor mit USB-Anschlüssen sowie dem Travel Dock E von OWC.
Einen Eingang unseres Switches verbinden wir nun mit den USB-Ports des Monitors und den USB-Ausgang für PC1 mit dem USB-C-Hub. An dieses schließen wir wiederum das HDMI-Kabel vom Monitor sowie Ethernet und ein USB-C-Netzteil. Der USB-C-Kabel sitzt hier jedoch sehr locker im Netzteilanschluss, rutscht dadurch schon bei minimaler Bewegung heraus. Dadurch gibt es gelegentlich Verbindungsabbrüche, die man aber durch Fixieren mit einem Stück Klebeband beheben kann.
Am Port für PC2 klemmt der Gaming-PC am KVM. Damit sind wir startklar und beide PCs haben jetzt Zugriff auf die USB-Anschlüsse vom Monitor, die Tastatur, Maus und die Webcam. Für den Laptop an PC1 braucht es jetzt durch den USB-C-Hub nur noch ein Kabel und alle Monitore und Peripheriegeräte sind verbunden. In Summe haben wir damals rund 55 Euro ausgegeben.
Unser simpler USB-Switch von TCNEWCL hat uns bis auf den ungünstigen Netzteilstecker im letzten Jahr treue Dienste erwiesen. Gerade auch das angenehm lange Kabel für den Schalter hat sich als sehr hilfreich herausgestellt. Lediglich das Gehäuse des Schalters ist nicht gut verklebt, wodurch sich dessen Abdeckung gelöst hat und die Platine frei lag. Alle Teile und die Kabelfixierung lassen sich aber leicht wieder zusammenstecken. Man sollte aber aufpassen, da sich mit offenem Schaltergehäuse auch das Kabel löst und mit wenig Aufwand von der Platine reißen kann.
KVM-Switches mit USB-C
Es gibt auch KVM-Switches, die den oben beschriebenen Aufbau mit USB-C-Hub und USB-Switch überflüssig machen und beides vereinen. Sie setzen auf USB-C für den Ausgang zum Laptop und auf USB-A und Displayport/HDMI für den Ausgang zum PC. Modelle wie der Delock 11485 bieten zudem die Möglichkeit, unter Windows per Multi-Stream Transport (MST) zwei Monitore gleichzeitig zu betreiben.
Will man nur noch ein Kabel für den Laptop verwenden, kann man auch einen kleinen USB-C-Hub mit HDMI und USB-A verwenden. Den schließt man an einen Switch wie den Ugreen KVM-Switch an und muss dann nur noch dessen USB-C-Kabel am Laptop anschließen – und schon sind alle Geräte vom Umschalter verbunden.
Hier gibt es bereits ab 13 Euro Modelle von Baseus oder Ugreen, die schon Stromversorgung per Power Delivery (PD) unterstützen. Sollte zusätzlich noch Ethernet-Port nötig sein, kommen Modelle wie der Ugreen Revodok USB-C Hub 7 in 1 für 26 Euro infrage. Günstiger wird es, wenn man den Ethernet-Port als einzelnen Adapter kauft. Ein Ethernet-auf-USB-A-Adapter von TP-Link kostet beispielsweise nur 10 Euro, womit man in Verbindung mit einem USB-C-Hub mit HDMI und USB-A ein gutes Stück günstiger herauskommt.
Für zwei Monitore und mehr USB-Ports interessant ist der Cable Matters Dual KVM-Switch für 100 Euro, der vier USB-A-Ports für Peripherie bietet. Die Rechner schließt man per USB-C an. Für die Monitore gibt es einen Displayport-Anschluss (4K bei 95 Hz) und einen HDMI-Anschluss (8K bei 30 Hz).
Monitore mit KVM-Switch
Möchte man keine externe Lösung nutzen, kommen Monitore mit integriertem KVM infrage. Ja, tatsächlich gibt es Modelle mit integrierter Wechselmöglichkeit und nicht nur solche, die schlicht ein paar USB-Anschlüsse haben. Bei diesen Monitoren schließt man einen Rechner per USB-B und HDMI/Displayport an und den Laptop per USB-C. Audio wandert ebenfalls über das Bildkabel mit. Maus, Tastatur und Webcam stecken direkt am Monitor – ein Knopfdruck auf der Rückseite wechselt zwischen den Rechnern. Reichen hier die Anschlüsse nicht, helfen USB-A-Erweiterungen, die wir in einem separaten Absatz zeigen.
Wir nutzen seit Jahren einen Gigabyte M27Q mit dieser Funktion und möchten das Setup nicht mehr missen. Allerdings ist das Modell inzwischen nicht mehr verfügbar. Wer die gleiche Idee umsetzen will, findet im Gigabyte-Portfolio mehrere Nachfolger – und auch andere Hersteller bauen die Funktion ein. Die Preisspanne reicht dabei von rund 170 Euro bis weit über 600 Euro.
Günstiger Einstieg: Der Dough Spectrum One kostet ab rund 169 Euro und liefert dafür schon eine 4K-Auflösung bei 144 Hz auf 27 Zoll. Per USB-C nimmt er ein Laptop-Signal entgegen und lädt das Gerät dank Power Delivery mit bis zu 100 Watt. Damit ersetzt der Monitor zusätzlich ein Netzteil. Zwei HDMI-2.1-Eingänge und ein Displayport runden die Anschlussseite ab. Für die Kombination aus Office-Laptop und Gaming-PC eine sehr runde Lösung.
WQHD mit hoher Bildwiederholrate: Der Gigabyte M27Q2 QD ICE für rund 209 Euro ist der direkte Nachfolger unseres alten M27Q. Er liefert WQHD mit 200 Hz (210 Hz im Overclock-Modus), Quantum-Dot-IPS-Panel und besitzt ebenfalls einen USB-C-Eingang mit 18 Watt Power Delivery – genug für ein iPad oder Smartphone, aber zu wenig zum vollständigen Laden eines Laptops. Für rund 229 Euro gibt es mit dem Gigabyte M27Q3 die noch schnellere Variante mit 300 Hz (320 Hz OC) und HDMI 2.1 – interessant vorwiegend für Gamer.
OLED-Klasse: Wer auf Bildqualität setzt, greift zum Gigabyte MO27Q2A für ab 399 Euro. Das QD-OLED-Panel liefert WQHD bei 280 Hz, 1.500.000:1 Kontrast und HDR mit bis zu 1000 cd/m². USB-C mit 18 Watt PD ist an Bord. Spitzenklasse stellt der Asus ROG Strix OLED XG27UCDMG dar: 4K bei 240 Hz auf QD-OLED, dazu 90 Watt Power Delivery über USB-C – damit lässt sich auch ein leistungsfähiger Laptop voll laden. Der Preis von rund 680 Euro spiegelt die Ausstattung wider.
Wichtig ist vor allem die Leistung des USB-C-Ports. 18 Watt Power Delivery reichen für Smartphone und Tablet, ein moderner Laptop benötigt eher 65 bis 100 Watt. Wer den Monitor als zentrales Dock nutzen möchte, sollte zudem auf ausreichend USB-A-Downstream-Ports und gegebenenfalls einen Ethernet-Anschluss achten – letzterer fehlt bei allen vier genannten Modellen. Alternativ kann man hierfür aber einen günstigen USB-zu-Ethernet-Dongle nutzen.
HDMI-Switches
Eine ähnliche, aber doch andere Logik verfolgen HDMI-Switches. Hier hat man eine Eingangsquelle, die man auf mehrere Ausgangsquellen schalten kann. Damit sind sie im weitesten Sinne auch KVM-Switches, es geht aber im Gegensatz zu klassischen KVMs nicht um Tastatur, Maus und andere USB-Geräte, sondern nur um Bildübertragung (mit Audio) per HDMI. Sprich, man hat einen Monitor und kann zwischen verschiedenen HDMI-Eingängen umschalten, also entweder Fernseher, PC oder Konsole anzeigen lassen.
Die Umstellung erfolgt auch hier per Knopfdruck. Auch hier haben wir zwei Modelle seit über einem Jahr im privaten Einsatz. Für 8 Euro gibt es bei Amazon den bidirektionalen HDMI-Switch für zwei Endgeräte von VWRHar. Er unterstützt HDCP 2.2 und kann sowohl zwei Monitore von einer Quelle ansteuern, als auch zwischen zwei Quellen an einem Monitor umschalten – bidirektional eben.
Für das Verbinden von drei Quellen nutzen wir ebenfalls einen HDMI-Splitter von VWRHar. Für 15 Euro bekommt man hier aber ein Modell, das sogar mitdenkt. Denn es erkennt automatisch, wenn sich an einem Eingang etwas verändert, und schaltet selbstständig auf diesen um. So genügt es, die Nintendo Switch einzuschalten und schon wechselt der Anschluss von Nummer 2 auf 3. Zudem gibt es eine Infrarot-Fernbedienung, die das manuelle Umstellen auch aus der Ferne ermöglicht.
KVM over IP: Fernzugriff für Rechenzentrum & IT-Administratoren
Neben den klassischen lokalen KVM-Switches gibt es auch solche, mit denen man per Netzwerkverbindung auf einen Rechner switchen kann. Mit einem KVM over IP oder KVM-Extender lässt sich aus der Ferne auf einen Computer zugreifen, ohne dass zusätzliche Software oder ein bestimmtes Betriebssystem notwendig wäre. KVM over IP funktioniert unabhängig vom Betriebssystem und erlaubt sogar den Zugriff auf das BIOS, also auch dann, wenn das System gerade kein Betriebssystem geladen hat.
In Rechenzentren und Serverräumen gehört KVM over IP zur Grundausstattung. IT-Administratoren steuern damit zentral Dutzende von Systemen, was die Verwaltung deutlich vereinfacht und den Weg zum einzelnen Server erspart. Für den Desktop-Einsatz ist diese Technologie hingegen ein Nischenprodukt – noch stärker als klassische KVM-Switches. Dennoch findet sich in unserem Preisvergleich eine beträchtliche Anzahl verschiedener KVM-over-IP-Geräte mit Displayport, HDMI und weiteren Anschlüssen. Der Markt für diese Desktop-Lösungen wird dabei von wenigen Herstellern wie Aten dominiert.
Mehrere Computer, mehrere Nutzer: Was sind Multi-User-KVM-Switches?
Ein klassischer KVM-Switch verbindet einen Arbeitsplatz mit mehreren Computern. Multi-User-KVM-Switches drehen das Prinzip auf den Kopf: Mehrere Nutzer arbeiten parallel an ihren eigenen Konsolen-Sets aus Tastatur, Maus und Monitor und greifen wahlfrei auf einen Pool von Rechnern zu. Sogenannte Matrix-KVM-Switches bilden dafür beliebige Zuweisungen zwischen Konsolen und Servern ab – jeder Nutzer kann jederzeit auf jeden Rechner umschalten, ohne den anderen die Sitzung wegzunehmen.
Anders als beim oben beschriebenen KVM over IP läuft die Verbindung dabei nicht übers Netzwerk, sondern über dedizierte Verkabelung im selben Gebäude. Das macht Multi-User-KVM-Switches zur typischen Lösung für Leitstände, Broadcast-Studios oder Trading-Floors, wo mehrere Bediener gleichzeitig zuverlässig und latenzfrei auf zentrale Systeme zugreifen müssen. Für den Heimgebrauch oder das klassische Homeoffice sind solche Geräte überdimensioniert und mit Preisen ab dem mittleren vierstelligen Bereich auch außerhalb jedes Privatbudgets.
USB-C-Hubs
Bereits angesprochen haben wir die klassischen USB-C-Hubs, mit denen viele verschiedene Geräte und Anschlüsse zu einem Kabel zusammengeführt werden. Man kann sie, wie beschrieben, mit einem günstigen KVM-Switch kombinieren und Geld sparen im Vergleich zur teuren All-in-One-Lösung oder auch alleine nutzen.
Gerade wenn man nur ein Endgerät hat, das man anschließen möchte, ist ein KVM vollkommen unnötig. Die Spannbreite reicht von 13 Euro bis weit über 100 Euro, wo es dann Thunderbolt-Docks gibt, die besonders schnell sind. Wir setzen zum Beispiel seit Längerem im Alltag den Anker 565 11-in-1 Hub für 60 Euro ein.
USB-A-Erweiterungen
Hat der eigene KVM-Switch nicht genug Anschlüsse mit USB-A, gibt es Erweiterungsmöglichkeiten. Gerade, wenn es nicht nur um Maus und Tastatur geht, sondern auch noch eine Webcam, ein Drucker und ein externes Mikrofon (Ratgeber) zum Einsatz kommen, werden die Ports schnell knapp.
Hier gibt es USB-A-Hubs, die mehrere Plätze für weitere Peripherie bieten. Sind es allerdings sehr viele Geräte, wird ein Netzteil notwendig, da die Anschlüsse sonst nicht mehr ausreichend mit Strom versorgt sind. Hier kommt es sonst schnell zu ärgerlichen Verbindungsabbrüchen. Günstige Adapter mit vier USB-A-Ports bekommt man zum Beispiel von Anker bereits ab 12 Euro, von Ugreen für nur 7 Euro.
Testverfahren: Wie testen wir KVM-Switches?
Neben den soften Kriterien wie Anschlussangebot, Haptik und Steuerung bewerten wir die Bildqualität nach erreichter Auflösung und Bildwiederholrate sowie die USB-Geschwindigkeit. Dafür haben wir eine Testdatei mit 5 GB, die wir von einer externen SSD-Festplatte auf unseren PC übertragen. Das verwendete Kabel ist dabei kein Flaschenhals, denn es unterstützt alle hier verwendeten USB-Standards. Verbindungskabel für USB, HDMI, Displayport und gegebenenfalls USB-C liegen immer bei. Gleiches gilt für Netzteile, sofern hier nicht USB-C zum Einsatz kommt.
Fazit
KVM-Switches mögen vielen bisher unbekannt gewesen sein. Blickt man aber hinter die sperrige Kulisse des Namens, findet man erstaunlich vielseitige und praktische Möglichkeiten, um die Arbeit mit zwei Endgeräten im Alltag deutlich zu erleichtern.
So einfach wie mit KVM-Switches war der Wechsel zwischen PC und Laptop noch nie. Damit spart man sich lästiges Umstecken der Tastatur, Maus oder Webcam, wenn man vom einen zum anderen Gerät wechseln möchte. Ein Knopfdruck genügt, und schon sind alle Geräte und je nach Modell sogar die Stromversorgung verbunden. Das geht auch mit Monitoren, die einen integrierten KVM besitzen.
Wer Geld sparen möchte, kann eine Frickellösung mit günstigem KVM und USB-C-Hub vorziehen. Ein HDMI-Switch verbindet mehrere Eingangsquellen mit einem Ausgabegerät und erlaubt das Umschalten zwischen ihnen. Vom Effekt her das Gleiche und vielleicht nicht ganz so galant, aber eben bedeutend günstiger. Alles in allem finden wir: Jeder, der einen Laptop und Computer hat, benötigt einen KVM-Switch. Wir möchten unsere im Alltag nicht mehr missen. Sucht man nur einen klassischen Hub, hilft ein Blick in unsere Bestenliste: Top 10: Der beste USB-C-Hub – HDMI und Displayport für Laptop & PC nachrüsten.
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Künstliche Intelligenz
Biometrische Rasterfahndung: Bundesrat will noch schärfere KI-Überwachung
Die Initiative der Bundesregierung zur Ausweitung digitaler Ermittlungsbefugnisse stößt im Bundesrat auf geteiltes Echo. Grundsätzlich verlangt die Länderkammer eine erhebliche Verschärfung des umkämpften Gesetzespakets der Exekutive für automatisierte Bildabgleiche im Internet und KI-gestützte Datenanalysen zur Strafverfolgung. In ihrer Plenarsitzung am Freitag hat die Länderkammer deutlich gemacht, dass sie den Bundesbehörden eine stärkere Rolle als IT-Dienstleister und zentrale Schnittstelle für die Überwachung auferlegen und die Hürden für den massenhaften Datenabgleich im Strafverfahren abbauen will.
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Ein Streitpunkt ist der Entwurf eines Gesetzes zur Änderung der Strafprozessordnung (StPO), der den Einsatz verfahrensübergreifender Recherche- und Analyseplattformen durch Ermittler regeln soll. Die Bundesregierung reagiert mit dem Entwurf auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Februar 2023, das den Einsatz solcher Systeme in der Polizeiarbeit an strenge rechtsstaatliche Kriterien geknüpft und eine explizite Rechtsgrundlage gefordert hat.
Doch der Bundesrat hält die von Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) und Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) vorgeschlagene Fassung des neuen Paragrafen 98e der StPO handwerklich für unzureichend. Sie greife in der Praxis zu kurz.
Kopplung von Strafverfolgung und Gefahrenabwehr
Nach dem Willen der Bundesregierung sollten Daten zur automatisierten Analyse in einem Strafverfahren nur dann weiterverarbeitet werden dürfen, wenn sie bereits zuvor im Rahmen einer polizeilichen Plattform zusammengeführt wurden. Das ist den Ländern zu vage. Ihnen erscheint es völlig unklar, was unter einer solchen Verknüpfung zu verstehen ist. Das Spektrum reiche vom rein technischen Anschluss von Datenquellen bis zu einer tiefgehenden Verknüpfung zu einem polizeilichen Gesamtbild.
Der Regierungsentwurf sieht vor, dass nur Daten verarbeitet werden dürften, die bereits auf Basis bestehender landesrechtlicher Regeln zur Gefahrenabwehr zusammengeführt wurden. In der Praxis würde diese Koppelung laut Bundesrat bedeuten, dass die mühsam geschaffenen KI-Analysetools bei der klassischen Strafverfolgung oft gar nicht genutzt werden könnten. Wenn etwa ein großer Komplex von Kindesmissbrauch oder Strukturen der organisierten Kriminalität aufgeklärt werden sollten, lägen die landesrechtlichen Voraussetzungen für eine präventive Gefahrenabwehr im Einzelfall oft gar nicht vor. Zudem stünden jene Länder im Regen, die in ihren eigenen Polizeigesetzen noch keine Rechtsbasis für eine automatisierte Datenanalyse verankert haben.
Der Bundesrat fordert daher eine eigenständige Kompetenz zum Zusammenführen von Daten schon im Vorfeld ausschließlich zum Zweck der Strafverfolgung. Zudem beklagen die Länder, dass in die neuen Analysesysteme zwar polizeiliche Datenbanken, nicht aber die rechtmäßig erhobenen Daten der Staatsanwaltschaften einfließen sollen. Das sei unlogisch.
Digitale Überwachungsarchitektur
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Der eco-Verband der Internetwirtschaft widerspricht. Er lehnt vor allem die geplanten Möglichkeiten zum automatisierten biometrischen Abgleich mit im Netz öffentlich zugänglichen Daten ab. Damit würde das offene Internet faktisch zu einem staatlichen Such- und Identifizierungsraum umfunktioniert.
Klaus Landefeld, eco-Vorstand für Infrastruktur und Netze, warnt vor den drastischen Konsequenzen des Aufbaus eines biometrischen Fahndungsarchivs. Wer öffentlich zugängliche Inhalte automatisiert nach Gesichtern oder Identitäten durchsuchbar mache, verschiebe die Grenze zwischen gezielter Strafverfolgung und einer allgemeinen digitalen Beschattung der ganzen Bevölkerung.
Wirksame Ermittlungsinstrumente im digitalen Raum seien durchaus nötig, räumt der eco ein. Diese müssten aber rechtsstaatlich eng begrenzt, verhältnismäßig, technisch praxistauglich und empirisch begründet sein. Sicherheit entstehe gerade nicht durch rechtlich unsichere Massenbefugnisse, biometrische Internetrecherchen und immer neue Speicherpflichten. Deutschland brauche vielmehr gezielte, wirksame und kontrollierbare Instrumente statt einer digitalen Überwachungsarchitektur auf Vorrat.
BKA soll beim Einfrieren von Daten helfen
Der Wunsch der Länder nach mehr Befugnissen zeigt sich auch beim Gesetz zur Stärkung digitaler Ermittlungsoptionen des Bundeskriminalamts (BKA). Hier fordern die Länder eine neue, zentrale Hilfskonstruktion über die Polizeibehörde, um das Fehlen eigener landesrechtlicher Sicherungskompetenzen auszuhebeln. Die Bundesregierung will dem BKA im neuen Paragrafen 10b des BKA-Gesetzes das Recht einräumen, präventive Sicherungsanordnungen gegenüber Telekommunikationsanbietern zu erlassen („Quick Freeze“), solange die eigentlich zuständige Landespolizei oder Strafverfolgungsbehörde noch nicht feststeht.
Den Ländern reicht das nicht. Sie verlangen: Das BKA soll in seiner Funktion als Zentralstelle bereits dann eine Sicherungsanordnung erlassen, wenn die zuständige Landespolizei bereits bekannt ist, aber selbst noch keine Daten erheben darf. Das BKA würde so als verlängerter Arm agieren und Verkehrsdaten beim Provider so lange „einfrieren“ lassen, bis die Voraussetzungen für eine reguläre Datenabfrage nach dem jeweiligen Landesrecht erfüllt sind.
Hintergrund ist ein juristisches Dilemma: Den Ländern fehlt aufgrund der ausschließlichen Gesetzgebungskompetenz des Bundes im Telekommunikationsrecht die Befugnis, eigene Sicherungsanordnungen gegenüber Netzbetreibern zu erlassen. Um nicht die Sicherheitsgesetze aller 16 Bundesländer langwierig anpassen zu müssen, soll das BKA nun als bundesweiter, zentraler Dienstleister für das Einfrieren von Verkehrsdaten einspringen.
Verfassungsschutz soll auch mehr dürfen
Diese Strategie will der Bundesrat im weiteren Verfahren noch auf den Verfassungsschutz ausgeweitet wissen. Analog zum BKA soll auch das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) eine solche „Einfrier-Befugnis“ für die Landesbehörden erhalten. Als Begründung führt die Länderkammer hypothetische Szenarien an: etwa wenn Geheimdienste vage Hinweise auf Anschlagsplanungen eines Netzwerks erhalten, dessen Akteure und Kommunikationsmerkmale noch im Dunkeln liegen. Hier sei es dringend notwendig, Verkehrsdaten präventiv sichern zu lassen, um sie später bei konkreter werdenden Ermittlungsansätzen auswerten zu können.
Eine weitere Säule des Überwachungspakets will der Bundesrat durchwinken. Gegen den Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung digitaler Ermittlungsbefugnisse in der Polizeiarbeit erhebt er keine Einwände. Die Marschrichtung lautet so: Wo die Bundesregierung aus Rücksicht auf verfassungsrechtliche Grenzen zögert oder Hürden einbaut, drängen die Länder auf maximale technologische Handlungsfreiheit und eine Zentralisierung digitaler Überwachungswerkzeuge.
(nie)
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