Apps & Mobile Entwicklung
Sexualisierte KI-Inhalte: EU startet offizielles Verfahren gegen X und Grok
Dass mit xAIs generativem KI-Chatbot Grok massenhaft sexualisierte Bilder von Frauen und Kindern auf X generiert worden sind, führt zu Konsequenzen für Elon Musks Firmen. Nach weiteren Staaten hat nun auch die EU-Kommission ein offizielles Prüfverfahren eingeleitet.
Bei dem neuen Prüfverfahren der EU geht es grundsätzlich um die Frage, ob X die Risiken ordnungsgemäß bewertet hat, die von den neuen Grok-Bildfunktionen ausgehen. Dabei geht es vor allem um das Verbreiten illegaler Inhalte wie manipulierte und sexuell eindeutige Bilder sowie Inhalte, die sexuellen Kindesmissbrauch darstellen könnten. „Sexuelle Deepfakes von Frauen und Kindern sind eine gewalttätige, inakzeptable Form der Erniedrigung“, sagt Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin für technologische Souveränität, Sicherheit und Demokratie.
Es handelt sich um ein Verfahren im Rahmen des Digital Service Act (DSA). Die alten DSA-Verfahren aus dem Jahr 2023 wurden ebenfalls verlängert. In diesem wurde bereits eine Geldbuße verhängt.
Massenhaft sexualisierte Deepfakes von Frauen und Kindern
Was bei X über den Jahreswechsel hinaus lief, war eine Art Deepfake-Trend. Nutzer verwendeten eine neue Bildfunktion von Grok, um Bilder von Prominenten, Frauen und auch Kindern zu bearbeiten. Diese wurden dann in Bikinis oder sexualisierten Posen dargestellt. Auf X reichte es dabei, den Chatbot mit @Grok entsprechend aufzufordern.
Die Bearbeitung fand teilweise direkt unter den Postings der Betroffenen statt. Diese wurden aber nicht darüber informiert, dass solche Inhalte erstellt worden sind.
Das Ausmaß der Deepfakes war enorm. Laut einer Analyse wurden teils mehrere Tausend Bilder pro Stunde generiert, berichtete Bloomberg.
Weltweit laufen Verfahren
Weltweit kündigten Staaten rechtliche Konsequenzen an. Die Vorwürfe sind unter anderem sexuelle Gewalt gegen Frauen und dass auf X massenhaft Darstellungen von Kindesmissbrauch verbreitet worden sind. In den USA hat etwa das Justizministerium aus Kalifornien ein Verfahren eröffnet. In Malaysia und Indonesien wurde Grok aufgrund der sexualisierten Deepfakes blockiert.
In Europa hatten französische Behörden als erstes Ermittlungen aufgenommen. Die britische Medienaufsicht Ofam folgte in der letzten Woche. Nun also die EU.
Auf X wurde der Bildgenerator mittlerweile eingeschränkt. Nur zahlende Nutzer können die Grok-Bildfunktion noch verwenden. In einer Stellungnahme erklärte die Plattform, dass man Nutzer auf diese Weise leichter zu Verantwortung ziehen könne, wenn diese gegen das Gesetz verstoßen. X verlagert die Verantwortung also auf die Nutzer, die entsprechende Inhalte erstellt haben.
In manchen Ländern geht X mittels Geoblocking noch weiter, heißt es in einer Stellungnahme, von der der Guardian berichtet. Sofern es in den jeweiligen Staaten illegal ist, wurden „technische Maßnahmen ergriffen“, um zu verhindern, dass mit Grok Bilder von realen Personen bearbeitet werden, die diese „in freizügiger Kleidung wie Bikinis, Unterwäsche und anderen freizügigen Kleidungsstücken“ zeigen.
Kritiker halten die Einschränkungen aber für lückenhaft, weil diese vor allem die öffentliche Bildgenerierung betreffen. Über die Grok-App sind entsprechende Bearbeitungen aber noch möglich.
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Verschlüsselungstool wird 10 Jahre: Cryptomator 1.19.0 feiert Jubiläum mit vielen Neuerungen

Cryptomator feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Passend dazu haben die Entwickler Version 1.19.0 veröffentlicht, die zahlreiche Neuerungen mit sich bringt – darunter eine Selbstaktualisierung und eine verbesserte Barrierefreiheit. Auch die Sicherheit der Software wurde mit einigen Änderungen weiter gestärkt.
Verschlüsselung nicht nur für Cloud-Nutzung
Cryptomator ermöglicht die Verschlüsselung von Dateien, Ordnern und Metadaten wie Ordner- und Dateinamen. Anders als Verschlüsselungsanwendungen wie VeraCrypt legt die Software die Daten dabei nicht in Container-Dateien ab, sondern verschlüsselt sie dateibasiert. Das macht Cryptomator besonders für die Sicherung von Dateien in Cloud-Speichern beliebt, vor allem wenn diese keine eigenen sicheren Verschlüsselungsmethoden bieten.
Lange Zeit war die Anwendung ein direkter Konkurrent zu Boxcryptor, das allerdings Ende 2022 von Dropbox übernommen wurde und für Neukunden seitdem nicht mehr zur Verfügung steht.
Kleine, aber nützliche Neuerungen
Mit der neuen Version erhält das Verschlüsselungstool einen Mechanismus zur Selbstaktualisierung, der sowohl dmg-Dateien für macOS als auch mit Flatpak-Dateien universelle, distributionsunabhängige Pakete für Linux-Anwendungen unterstützt. In den App-Benachrichtigungen lassen sich nun Dateien markieren, die für Hub-Tresore verwendet werden. Für eine verbesserte Barrierefreiheit kann die neue Iteration der App zudem für die Verwendung mit einem Screenreader angepasst werden.
Unter Linux wurde zudem ein neues Keychain-Backend mit Secret Service API eingeführt, macOS hat stattdessen neue Liquid-Glass-Symbole erhalten.
Verbesserte Sicherheit
Auch in Sachen Sicherheit hat sich einiges getan: Cryptomator lädt beim Programmstart ab sofort keine benutzerdefinierten Plugins mehr. Wer diese weiterhin nutzen möchte, muss zunächst das Plugin-Verzeichnis in der Admin-Konfiguration angeben. Gleiches gilt für die benutzerdefinierte App-Startkonfiguration unter Windows, die ebenfalls standardmäßig deaktiviert wurde. Darüber hinaus wurden zahlreiche Abhängigkeiten der genutzten Bibliotheken aktualisiert.
Mini-Fehlerbehebung
Zwei Fehler wurden ebenfalls behoben: Bislang wurden die Menüpunkte „Passwort zurücksetzen“ und „Wiederherstellung“ auch für Tresore ohne Masterkey-Datei angezeigt, was nun korrigiert ist. Zudem schlug die Wiederherstellung der Tresorkonfiguration fehl, wenn ein Verzeichnis anstelle einer Datei ausgewählt wurde.
Alle Änderungen lassen sich den ausführlichen Release Notes entnehmen.
Ab sofort verfügbar
Cryptomator 1.19.0 ist ab sofort über die Projektseite auf GitHub erhältlich. Alternativ kann die Anwendung zur Verschlüsselung von Dateien und Ordnern auch wie gewohnt bequem über den Link am Ende dieser Meldung aus dem Download-Bereich von ComputerBase bezogen werden.
Downloads
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4,6 Sterne
Cryptomator verschlüsselt Dateien in Cloud-Speichern wie OneDrive, Google Drive und Dropbox.
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Neue kleinste RTX 50: Neue Details zur GeForce RTX 5050 mit 9 GB GDDR7 an 96 Bit

Die neue Variante der GeForce RTX 5050 (Test) mit 9 GB GDDR7 an 96 Bit statt 8 GB GDDR6 an 128 Bit rückt allem Anschein nach näher. Leaker können jetzt weitere technische Daten sowie die Kennung der genutzten Platine verraten. Auch bei dieser Grafikkarte wächst wie bei der „neuen“ RTX 5060 die GPU.
Mit GB206 statt GB207
Wie erwartet, wird die neue Version laut kopite7kimi nicht auf die GB207-GPU setzen, die kein GDDR7 unterstützen soll, sondern den größeren GB206 – der allerdings auf die Eckdaten der kleineren Variante zurecht gestutzt wird; außer beim Speicher-Interface. Denn statt vier 2-GB-Chips nutzt die neue 9-GB-Version drei 3-GB-Chips, für die es nur drei statt vier 32-Bit-Controller bedarf, weshalb das Interface von 128 auf 96 Bit schrumpft. Dafür fällt der Takt höher aus, so dass die Bandbreite gleich bleiben dürfte. In diesem Punkt fehlen aber noch Details.
Parität zwischen alter und neuer Version wird bei der Anzahl der Shader (2.560) und der TDP (130 Watt) herrschen, will der Leaker in Erfahrung gebracht haben. Als Platine kommt PG152-SKU40 statt PG152-SKU50 zum Einsatz.
Die neue Version bietet damit – vorbehaltlich der Speicherbandbreite – mutmaßlich die gleiche Leistung wie die alte, es sei denn, das eine Gigabyte mehr RAM macht einen Unterschied. Darüber hinaus könnte die Kühlung effizienter ausfallen, weil die GPU die gleiche Abwärme über eine größere Fläche abgeben kann.
Testmuster werden intern schon versendet
Wie Leaker 포시포시 entdeckt hat, wird die neue Version von Nvidia intern schon zu Testzwecken versendet. Bis zum Start könnte es aber durchaus noch ein paar Monate dauern.
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Sapphire × Ryzen AI Max+ 395: Zusammenschaltbare Mini-PCs mit Strix Halo für riesige LLMs

Zur #ew26 zeigt Sapphire seine Strix-Halo-Lösungen, die beliebig* koppelbar sind. Das ganze zielt auf zusammengeschaltete Nvidia DGX Spark, die für noch größere Projekte geeignet sind. Bisher ist AMD diesen Weg nicht offiziell gegangen.
Da man für eine klassische Lösung mit AMD Ryzen AI Max+ ein wenig zu spät dran ist, geht Sapphire einen etwas anderen Weg. Äußerlich ähnelt der zur Messe gezeigte Mini-PC den typischen Lösungen für die schnelle APU mit 128 GByte LPDDR5X an der Seite, doch im Detail liegt der kleine aber feine Unterschied. Wenn das Gerät eventuell ab Sommer auf den Markt kommt, soll es mit anderen Systemen des gleichen Typs koppelbar sein.
Sapphire möchte dabei am liebsten Daisy Chain über mehr als nur zwei, drei oder vier – für eventuell beliebig* viele – Lösungen ermöglichen. Doch ob das am Ende wirklich so umgesetzt wird, bleibt abzuwarten. Der Enthusiasmus zur Messe war jedenfalls da, ob die gangbare Realität das aber unterstützt, steht auf einem anderen Blatt.
Die Demo zwischen zwei dieser Mini-PC funktioniert vor Ort problemlos. Der eine PC ist dabei quasi der Host, mit ihm kann der zweite auch angesteuert werden. In den passenden Programmen werden so auch alle CPUs-Kerne und natürlich der große Speicher nutzbar. Und so kann dieses Duo 235B-Modelle bearbeiten.
Der Blick auf die Rückseite der Lösungen offenbart dann aber die Baustellen.
*Über USB-C lassen sich aktuell eigentlich nur zwei Lösungen verbinden, denn mehr Ports gibt es nicht, die das könnten. Auch Ethernet ist noch keine Option, denn aktuell haben das Board und Gehäuse nur einen Port – diesen für die Verbindung zum anderen System zu blockieren ist auch nicht wirklich gangbar. Sapphire wird hier entsprechend aufrüsten, Ethernet ist das favorisierte Mittel – für eine Profi-Lösung zieht duales LAN ohnehin ein wenig mehr.
Zur Computex 2026 hofft das Unternehmen möglichst fertig mit dem PC zu sein. Wie die Vergangenheit, aber vor allem auch das letzte Jahr gezeigt hat, sind bei Sapphire Verspätungen bei Produkten nach genannten Terminen durchaus an der Tagesordnung, sodass das zweite Halbjahr als möglicher Termin deutlich realistischer erscheint.
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