Künstliche Intelligenz
ShareX: Screenshots, OCR und QR-Codes in einem Tool
ShareX ist in Version 20.0.2 erschienen und bringt unter anderem einen nativen ARM64-Build für Windows-on-ARM-Geräte sowie einen neuen Bildeditor auf Basis von Avalonia UI. Hinzu kommen 18 Annotationswerkzeuge, ein neuer „Background Beautifier“, 232 Bildeffekte sowie diverse Detailverbesserungen bei Uploadern, OpenAI-Anbindung und Region-Capture. Im Gegenzug entfallen der MEGA-Uploader, die Option für einen eigenen KI-Provider sowie die bisherigen Blob-Emojis.
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ShareX ist ein quelloffenes Werkzeug für Screenshots, Bildschirmaufnahmen und Datei-Uploads unter Windows. Das Projekt hat seine Wurzeln im 2007 gestarteten ZScreen und steht unter der GPL und steht unter der GPLv3. Funktional reicht es weit über klassische Screenshot-Tools hinaus: ShareX bietet OCR, QR-Code-Generierung und -Erkennung, Bild-Annotationen, Hotkey-Workflows sowie über 80 Upload-Ziele, darunter Imgur, FTP, Amazon S3 und beliebige eigene Server per Custom Uploader. Zur Zielgruppe zählen Power-User, Entwickler, IT-Support und Content Creator.
Native ARM64-Variante über den Microsoft Store
Erstmals liegt ShareX in einer nativ für ARM64 kompilierten Fassung vor. Diese Version wird über den Microsoft Store bereitgestellt. Auf Geräten mit Snapdragon X oder anderen Copilot+-PCs entfällt damit die x64-Emulation über Prism, was die Performance steigern und die Akkulast senken soll.
Den größten funktionalen Sprung markiert der neue Bildeditor. Er löst die bisherige WinForms-Implementierung ab und nutzt Avalonia UI, ein quelloffenes .NET-UI-Framework für plattformübergreifende Oberflächen, das vielen Entwicklern als moderner Nachfolger von WPF und WinForms gilt. Wer mit der neuen Oberfläche nicht warm wird, kann den alten Editor in den Einstellungen über „Use legacy image editor“ reaktivieren.
Der neue Editor bündelt 18 Annotationswerkzeuge mit Tastenkürzeln, darunter Smart Eraser (W), Magnify (M), Spotlight (S), Cut Out (U) und ein Emoji-Tool (J) mit Unterstützung für Microsofts 3D-Fluent-Emojis. Klassiker wie Rechteck, Ellipse, Linie, Pfeil, Freihand, Text, Sprechblase, Step-Marker, Highlight, Weichzeichner, Pixelate und Crop sind ebenfalls direkt per Taste erreichbar.
Background Beautifier und 232 Bildeffekte
Im neuen Editor ist außerdem ein „Background Beautifier“ enthalten, wie man ihn etwa von Pika oder Recraft kennt. Er versieht Screenshots mit Rändern, Padding, abgerundeten Ecken, Schatten, festem Seitenverhältnis und einem frei wählbaren Hintergrund – wahlweise als Verlauf, Farbe, transparent, Bild oder aktuelles Wallpaper. Damit lassen sich Screenshots etwa für Social-Media-Posts oder Dokumentationen aufbereiten, ohne dass ein zusätzliches Tool nötig wäre.
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Die Effektbibliothek umfasst 232 Filter und Bearbeitungsoptionen, aufgeteilt in 35 Manipulationen, 32 Adjustments, 149 Filter und 16 Drawings. Im neuen Editor stehen unter anderem folgende Tastenkürzel zur Verfügung: Strg+Z und Strg+Y für Undo und Redo, Strg+X, C, V und D für Ausschneiden, Kopieren, Einfügen und Duplizieren sowie Pos1, Ende und Bild auf/ab für die Ebenenreihenfolge. Über „Task settings Tools Image editor“ lässt sich der Editor anpassen, etwa hinsichtlich System-Theme und Akzentfarbe, Fensterzustand, automatischem Schließen nach abgeschlossenem Task, automatischem Kopieren in die Zwischenablage oder Zoom-to-fit beim Öffnen.
PrivateBin neu, MEGA gestrichen
Auch bei den Upload-Diensten gibt es Änderungen. Neu hinzugekommen ist PrivateBin als Text-Uploader – ein quelloffener Pastebin-Klon, der die Inhalte bereits im Browser des Absenders verschlüsselt und vor allem in sicherheitssensiblen Umgebungen zum Einsatz kommt. Im Gegenzug entfällt der MEGA-Uploader, weil die zugrunde liegende Bibliothek nicht mehr gepflegt wird.
Die OpenAI-Anbindung haben die Entwickler ausgebaut. Ein neuer „Load models“-Button fragt verfügbare Modelle automatisch ab und füllt die Auswahlliste. Zusätzlich gibt es eine Option „OpenAI Legacy AI Provider“ für lokale Deployments mit OpenAI-kompatibler API. Die bisherige Option für einen Custom AI Provider entfällt, da der OpenAI-Provider denselben Zweck erfüllt. SFTP-Uploads laufen außerdem schneller.
Detailverbesserungen bei Capture und Workflows
Beim Region-Capture und in den Workflows finden sich weitere Detailverbesserungen. So lässt sich das Fadenkreuz bei der Region-Auswahl nun abschalten, und nicht aktivierbare Tool-Fenster filtert ShareX bei der Fenster-Erkennung heraus – schwebende Werkzeugleisten in Photoshop tauchen damit nicht mehr fälschlich als Capture-Ziel auf. Zu den After-Capture-Tasks gehört jetzt auch die Option „Copy folder path to clipboard“. Der Hash-Checker zeigt das Ergebnis direkt mit einem grünen Haken oder einem roten Kreuz an, und die Freihand-Werkzeuge zeichnen dank Glättung und Kurveninterpolation sauberere Linien.
Außerhalb davon hat das Projekt die bisherigen Blob-Emojis entfernt und setzt nun durchgängig auf die 3D-Fluent-Emojis von Microsoft. Das vollständige Changelog steht auf der Projektseite bereit, der Quellcode liegt auf GitHub.
(fo)
Künstliche Intelligenz
Neura Robotics erhält frisches Kapital in Höhe von bis zu 1,4 Milliarden Dollar
Das deutsche Robotikunternehmen Neura Robotics hat in einer Series-C-Finanzierungsrunde frisches Kapital in einem Volumen von bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar von Investoren eingesammelt. Neura will das Geld dafür nutzen, die Physical-AI-Plattform Neuraverse für seine kognitiven Roboter, darunter den humanoiden 4NE1, auszubauen. Zugleich soll die Serienproduktion der Roboter vorangetrieben werden. Die Finanzierungsrunde gehört zu den größten in Deutschland jemals durchgeführten.
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Die Gruppe-C-Finanzierungsrunde ist prominent besetzt: Tether, Qualcomm Technologies, Amazon, Nvidia, imec.xpand, Bosch, Schaeffler, die Europäische Investitionsbank, Lingotto Horizon, und InterAlpen Partners und weitere stecken frisches Geld in das Robotikunternehmen. Vertreten sind damit Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen wie Krypto, Chipproduktion, Industriezulieferung, Technologie und Investment.
Wie hoch die jeweiligen Anteile der Unternehmen an der Gesamtsumme in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar sind und wie viel Kapital bereits in das Robotikunternehmen geflossen ist, verrät Neura aber nicht.
Trainingsdaten aus Gyms und realer Produktion
Mit dem frischen Geld hat Neura einiges vor. Zum einen soll Neuraverse, eine Robotikplattform für kognitive Künstliche Intelligenz (KI) vorangetrieben werden. Damit lässt sich eine Art universelle Roboter-Intelligenz erreichen. Außerdem will Neura sogenannte Neura Gyms aufbauen. Dabei handelt es sich um physische Trainingsanlagen, in denen Roboter komplexe Aufgaben in einer kontrollierten Umgebung erlernen können. Dadurch können neben Trainingsdaten aus Simulationen auch physische Trainingsdaten in die KI-Modelle integriert werden.
Einige der Investoren sind an der Entwicklung der kognitiven Robotik mit Projekten beteiligt, wie etwa das Krypto-Unternehmen Tether. Das Unternehmen steuert das Open-Source-„Wallet Development Kit“ (WDK) bei. Mit ihm sind Roboter in der Lage, digitale Wallets selbst zu verwalten und zu nutzen. Sie können dadurch Zahlungen empfangen und Transaktionen im Rahmen automatisierter Arbeitsabläufe durchführen.
Neura will außerdem Tethers „QVAC“-Edge-KI-Laufzeitumgebung in Neuraverse integrieren. Das Robotikunternehmen verspricht sich davon, KI-Modelle direkt auf dem Roboter durchzuführen. Dadurch werden Latenzzeiten reduziert, die Zuverlässigkeit erhöht und die Abhängigkeit von Cloud-Infrastrukturen verringert.
Zusammen mit den beiden deutschen Industrie(zuliefer)-Unternehmen Bosch und Schaeffler arbeitet Neura bereits in Robotikprojekten zusammen. Bosch und Schaeffler steuern in einer strategischen Partnerschaft mit Neura etwa physische Trainingsdaten aus der Produktion bei. Diese Daten aus realen Produktionsumgebungen sollen die KI-Modelle der Roboter erheblich verbessern können.
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(olb)
Künstliche Intelligenz
Kawasaki Z650 S im Test: Der Evergreen wird aggressiver
Die Z 650 ist so etwas wie der Evergreen von Kawasaki: Seit zehn Jahren ist das Mittelklasse-Naked-Bike im Programm und beständig unter den Top Ten der Neuzulassungen in Deutschland. Schon ihre Vorgängerin ER-6n war ebenso erfolgreich. Für 2026 hat Kawasaki sie in Z 650 S umbenannt und überarbeitet. Wir konnten das neue Modell bereits testen.
- Bestseller in leicht überarbeiteter Form
- Sitzposition etwas sportlicher als bisher
- Antrieb mit 68 PS unverändert sparsam, aber nicht besonders durchzugsstark
- faires Preis-Leistungsverhältnis
Mehr Kante
Das Design der Z 650 S wirkt aggressiver, zeigt mehr Kanten, aber auch geschwungene Linien. Die Seitenverkleidungen sind vom Tank weiter nach vorn gezogen worden, um sie bulliger wirken zu lassen. Markanter als bisher erscheint die neue Lampenverkleidung, die mit den beiden schmaleren LED-Scheinwerfern noch „böser guckt“. Das Heck verläuft weiterhin leicht schräg nach oben, wie es der Streetfighter-Stil gewissermaßen vorschreibt. Auch die Sitzbank ist neugestaltet, bietet etwas mehr Fläche hinten, dafür ist sie vorn knapper geschnitten – zum einen für einen besseren Knieschluss, zum anderen für eine verkürzte Schrittbogenlänge.
(Bild: Sebastian Bauer )
Bleibt niedrig
Das hält Kawasaki für nötig, weil die Sitzhöhe um 15 auf 805 mm wächst, was aber immer noch für Personen ab ca. 1,65 m passt. Die Z 650 S erfreut sich schließlich auch in der Damenwelt großer Beliebtheit. Der Lenker wuchs nicht nur in der Breite, sondern wanderte auch etwas weiter nach vorn, sodass meine Sitzhaltung nun leicht sportlicher ist als auf der Vorgängerin. Das 4,3 Zoll große TFT-Display zeigt wahlweise zwei neue Layouts und ist vollgepackt mit Informationen, was jedoch die Übersichtlichkeit leiden lässt. Immerhin werden die Geschwindigkeit und der eingelegte Gang groß angezeigt. Bei allen anderen Informationen muss ich schon sehr genau hinsehen.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Kawasaki Z650 S im Test: Der Evergreen wird aggressiver“.
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Künstliche Intelligenz
Freitag: Google-TPUs von TSMC und Samsung, US-Spionage ohne US-Spionagegesetz
Die für 2028 geplante 10. TPU-Generation Googles könnte zum Teil von TSMC und von Samsung kommen. Für Samsung wäre dies ein großer Erfolg als Auftragsfertiger, nachdem der südkoreanische Elektronikkonzern jahrelang mit Verlusten im Chipgeschäft gekämpft hat und jetzt erst langsam aufholt. In den USA tritt ein berüchtigtes US-Gesetz für digitale Spionage am Freitag außer Kraft, nachdem das Abgeordnetenhaus der bislang obligatorischen Verlängerung nicht zugestimmt hat. An der Praxis soll sich dennoch nichts ändern, meinen führende Republikaner, denn US-Präsident Trump könnte die Spionage per Erlass anordnen. Derweil führt Alphabet-Tochter Waymo ein Treueprogramm namens „Waymo Premier“ ein, das regelmäßigen Nutzern seiner Robotaxis verschiedene Vorteile bietet. Mitglieder können damit Wartezeiten verkürzen, den Fahrpreis durch Cashback um 10 Prozent reduzieren und mehrfach kostenlos stornieren – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
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Google-Konzern Alphabet verhandelt derzeit offenbar mit Samsung Electronics über die teilweise Fertigung einer kommenden Generation von KI-Chips des Datenkonzerns. Diese lässt Google üblicherweise von TSMC in Taiwan produzieren, die auch den Großteil der für 2028 geplanten 10. TPU-Generation herstellen sollen. Der südkoreanische Elektronikkonzern könnte aber einige Teile der Produktion übernehmen, was für Samsung ein bedeutender Schritt als Auftragsfertiger von Halbleitern darstellen würde. Samsung hatte jahrelang Probleme mit Verlusten im Chipgeschäft. Zuletzt konnte sich der Konzern allerdings Aufträge von Tesla und Nvidia für die Chipproduktion sichern. Ein Google-Auftrag würde Samsungs Position in der Branche untermauern: Google könnte zur Fertigung neuer TPU-Generation neben TSMC auch Samsung nutzen.
Einen Rückschlag müssen die US-Regierung und dessen Geheimdienste hinnehmen. Denn weil US-Präsident Donald Trump Abgeordnete seiner eigenen Partei verärgert hat, läuft am Freitag die als Section 702 bekannte Rechtsgrundlage für wesentliche Teile der digitalen US-Spionage aus. Diese Teile des Auslandsüberwachungsgesetzes FISA werden seit fast zwei Jahrzehnten mit beschränkter Laufzeit beschlossen und dann stets verlängert. Doch diesmal ist die Verlängerung gescheitert. Trotzdem ist unwahrscheinlich, dass sich US-Dienste der durch Abschnitt 702 gestatteten Spionage enthalten. Denn Trump könnte einen Erlass unterschreiben, der NSA & Co befiehlt, weiterzumachen. Rechtmäßig ist das nicht, in der Praxis funktioniert es aber: Rechtsgrundlage für US-Spionage läuft aus, Spionage läuft weiter.
Für Amerikaner gibt es auch positive Nachrichten, denn das US-amerikanische Robotertaxi-Unternehmen Waymo führt ein Treueprogramm mit Cashback und kostenlosen Stornierungen ein. Regelmäßige Nutzer des autonomen Taxi-Dienstes können für eine monatliche Gebühr von 29,99 US-Dollar „Waymo Premier“ buchen und erhalten dafür verschiedene Vorteile. Premier-Kunden können laut Waymo dank priorisierter Vermittlung die virtuelle Warteschlange umgehen und erhalten für jede Fahrt eine zehnprozentige Rückvergütung (Cashback) – in stark nachgefragten Zeiten sogar noch mehr. Zudem stehen ihnen monatlich fünf kostenlose Stornierungen zur Verfügung. Das wird zunächst in drei US-Großstädten angeboten, weitere sollen folgen: Waymo startet Treueprogramm für Robotertaxis.
Nach der Installation des Updates von Samsungs Galaxy-Geräten auf One UI 8.5 und dem Juni-Sicherheitspatch soll sich Nutzerberichten zufolge die Akkulaufzeit bisweilen drastisch verkürzen. So erklärt ein betroffener Nutzer, dass die Akkulaufzeit seines Galaxy S24 nach dem Update auf One UI 8.5 „eine absolute Katastrophe“ sei. Bei einem Galaxy S24 aus der Redaktion sieht es nicht anders aus: Das Gerät werde öfter heiß und es habe nach kurzer Zeit mehr Kapazität verloren als üblich. Gegen Abend müsse es zum Zwischenladen ans Netzteil. Der betroffene Kollege geht dabei davon aus, dass nicht das Update auf One UI 8.5 den Bug eingeschleust hat, sondern der letzte Sicherheitspatch vom 1. Juni mit Patchlevel vom 5. Mai. Eine Reaktion Samsungs steht noch aus: Samsung Galaxy mit Akku-Problemen nach Software-Updates.
Das Recht auf Löschung ist das zentrale Betroffenenrecht in der DSGVO. Im c’t-Datenschutz-Podcast diskutieren wir über den Interessenkonflikt zwischen Löschaufforderungen und der Pflicht, bestimmte Daten aufzuheben. Das Thema führt tief in den Maschinenraum der Datenschutzpraxis: Ein Betroffener verlangt die Löschung seiner Daten. Diese Daten befinden sich aber in einem Sicherheitsprotokoll, das nach IT-Standards nicht nur unveränderbar sein soll, sondern auch über einen längeren Zeitraum aufbewahrt werden muss. Eine Norm verlangt also Löschung, die andere schützt gerade die unmodifizierte Erhaltung. Das betrifft auch Webserver-Logs, Backups, Compliance- und KI-Systeme sowie behördliche Fachverfahren. Dies ist das Thema der Auslegungssache 161: Löschpflicht trifft Speicherzwang.
Auch noch wichtig:
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(fds)
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