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Sinken jetzt die Preise für Notebooks?


Mit einem Handy-Prozessor in einem Notebook-Gehäuse setzt Apple die Konkurrenz, aber auch Chip- und Software-Hersteller unter Druck: Welche Strategie ist die beste Antwort auf das neue MacBook Neo von Apple?

Apple schafft es immer wieder, seinen Produkten – im Vergleich zu konkurrierenden Angeboten – die Aura des Besonderen zu verleihen. Gerade unter Modebewussten und Kreativen genießt die Marke einen hohen Stellenwert. Aufgrund der hohen Preise, die für Smartphones und Tablets, aber auch Notebooks und Uhren verlangt werden, blieb jedoch stets genug Platz für die Konkurrenz. Selbst das günstige iPhone 17e ist mit mindestens 699 Euro noch so teuer, dass der preisliche Abstand zu Smartphones der Konkurrenz mit vergleichbarer Leistung groß bleibt.

Auch bei Notebooks galt bisher diese Marktordnung. Selbst einfache MacBooks kosteten deutlich mehr als günstige PC-Notebooks. Mit der Vorstellung des MacBook Neo stellt Apple diese bisherige Marktaufteilung jedoch in Frage – und hat die Branche damit in Aufruhr versetzt, wie Nick Wu, Finanzvorstand (CFO) bei Asus, auf einer Investorenkonferenz durchblicken ließ.

Antwortet Microsoft mit einem abgespeckten Surface Laptop?

Demnach suchen nicht nur die Hersteller von Notebooks nach Möglichkeiten, um besser mit dem billigsten Apple-Notebook zu konkurrieren. Selbst die Chiphersteller AMD, Intel und auch Qualcomm suchen offenbar nach Strategien, wie sie dem neuen Billig-MacBook entgegentreten können. Schließlich könnte der niedrige Preis dazu führen, dass Apple signifikante Marktanteile hinzugewinnt und damit auch die Chipverkäufe von AMD, Intel und Qualcomm sinken.

Wu rechnet daher mit dem einen oder anderen Nachahmer – es wäre nicht das erste Mal. Interessenten könnten sich also unter Umständen auf ein wachsendes Angebot gut verarbeiteter Notebooks freuen, die mit begrenzter Ausstattung, aber vergleichsweise niedrigen Preisen aufwarten.

Ein Kandidat hierfür wäre etwa Microsoft, das sich bei seinen Surface-Notebooks bereits am Design der MacBooks orientiert. Allerdings steht sich der Konzern (und andere Hersteller) dabei mit seinem aktuellen Betriebssystem selbst im Weg. Windows 11 wirkt auf einfachen PC-Systemen schnell etwas träge. Leistungsstarke Chips dürften den Endkundenpreis ohne satte Rabatte jedoch schnell über kritische Preispunkte treiben.

Mit besserer Ausstattung punkten

Bei Asus scheint man daher eher über die Ausstattungsmerkmale angreifen zu wollen. Denn nicht nur der Arbeitsspeicher ist mit acht Gigabyte beim MacBook Neo nicht sonderlich groß. Gerade wenn KI-Anwendungen eine größere Rolle spielen und lokal betrieben werden sollen, ist das wenig. Auch der Datenspeicher dürfte mit einem Fassungsvermögen von 256 Gigabyte schnell an seine Grenzen stoßen. Zumal ein Aufrüsten des Speichers kaum möglich sein dürfte. Zudem könnte die auf zwei USB-C-Ports reduzierte Auswahl an Anschlüssen produktiven Nutzern Probleme bereiten.

Eines hat Apple jedenfalls geschafft: Trotz der nach wie vor angespannten Lage bei der Produktion von Speicherchips, die zuletzt für branchenweite Preissteigerungen gesorgt hat, können Interessenten an einem neuen Notebook künftig vor allem im unteren Preisbereich auf bessere Angebote hoffen.



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Abstand zu Anthropic zu groß: OpenAI erwägt Preissenkung, um Kundenzahl zu erhöhen


Abstand zu Anthropic zu groß: OpenAI erwägt Preissenkung, um Kundenzahl zu erhöhen

Bild: OpenAI

OpenAI erwägt im Wettbewerb um neue Kunden deutliche Preissenkungen für seine KI-Angebote, um gegenüber dem derzeit wichtigsten Konkurrenten Anthropic wieder Boden gutmachen zu können. Ob diese Strategie erfolgreich sein wird, bleibt jedoch offen, denn Berichten zufolge denkt auch der Rivale über niedrigere Preise nach.

Sinkende Preise sollen Nutzerzahlen steigen lassen

Dies berichtet CNBC unter Berufung auf einen Bericht des Wall Street Journal (Paywall). Demnach prüft OpenAI erhebliche Senkungen bei den Token-Preisen, also der zentralen Abrechnungseinheit für die Nutzung seiner KI-Dienste. Die Überlegungen erfolgen offenbar nicht ohne Druck, denn das Unternehmen rechnet mit ähnlichen Plänen bei Anthropic und möchte seinem derzeit schärfsten Wettbewerber zuvorkommen. Ziel der möglichen Preisänderungen sei es, die eigene Position im Wettbewerb um Privat- und Unternehmenskunden zu stärken.

Aktuell bietet OpenAI in den USA verschiedene Abo-Stufen an, darunter Tarife für 8, 20 sowie 100 US-Dollar und mehr pro Monat für den Zugang zu den GPT-5.5-Modellen. In Deutschland liegen die Preise bei vergleichbaren 8, 23 sowie 103 bis 229 Euro monatlich. Anthropic verlangt für Claude Pro rund 17 US-Dollar pro Monat bei jährlicher Zahlung sowie 100 US-Dollar und mehr für Claude Max. Insbesondere für Geschäftskunden kann dieser Preisunterschied eine wichtige Rolle spielen. Gleichzeitig würde sich OpenAI durch niedrigere Preise jedoch weiter von der Gewinnzone entfernen, die angesichts der kontinuierlich steigenden Investitionskosten bereits heute nur schwer erreichbar erscheint.

OpenAI und Anthropic bieten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen

Die Diskussion um mögliche Preissenkungen fällt in eine Phase zunehmender Konkurrenz zwischen beiden Unternehmen. OpenAI hatte zuletzt vertrauliche IPO-Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht, Anthropic hat einen Börsengang des Unternehmens für 2028 in Aussicht gestellt. Auch beim Unternehmenswert hat sich der Wettbewerb der beiden KI-Spezialisten zuletzt deutlich verschärft: Anthropic erreichte nach seiner Series-H-Finanzierungsrunde Ende Mai eine Bewertung von rund 965 Milliarden US-Dollar und lag damit leicht vor OpenAI, das zuletzt im März mit rund 852 Milliarden US-Dollar bewertet wurde.

Bei den Nutzerzahlen liegt OpenAI derzeit allerdings weiterhin vorn. Im Mai dieses Jahres überschritt ChatGPT laut Sensor Tower als erste App überhaupt die Marke von einer Milliarde monatlich aktiver Nutzer.

Billboard März 2026



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Massive Kritik von Forschern: Anthropic ändert Richtlinie zur Entwicklung anderer KI-Modelle


Massive Kritik von Forschern: Anthropic ändert Richtlinie zur Entwicklung anderer KI-Modelle

Bild: Anthropic

Anthropic hat eine umstrittene Sicherheitsrichtlinie für Claude Fable 5 zurückgenommen, nachdem sie in der KI-Forschungsgemeinschaft auf erhebliche Kritik gestoßen war. Ursprünglich sollte das Modell Anfragen zur Entwicklung fortschrittlicher KI-Systeme bewusst schlechter beantworten, ohne Nutzer darüber zu informieren.

Zusätzliche Sperren, zusätzliche Probleme

Mit Claude Fable 5 führte Anthropic zusätzliche Sicherheitsmechanismen ein, die den Missbrauch besonders leistungsfähiger KI-Systeme verhindern sollen. Neben bereits bekannten Einschränkungen für Bereiche wie Cyber-Sicherheit, Biologie und Chemie betraf eine dieser Schutzmaßnahmen auch die sogenannte Destillation, bei der die Funktionsweise eines KI-Modells analysiert und für andere Systeme nachgebildet wird. Laut Anthropic habe es in der Vergangenheit bereits Versuche gegeben, Claude-Modelle systematisch auszulesen, um daraus konkurrierende Systeme zu entwickeln.

Da das neue Modell seinen Vorgängern bei der Leistungsfähigkeit deutlich überlegen sei, sieht das Unternehmen in einem Nachbau das Risiko, dass dabei vorhandene Schutzmechanismen entfernt werden könnten und sich die Verbreitung besonders leistungsfähiger KI dadurch zusätzlich beschleunigt. Entsprechende Anfragen sollten daher durch neue Klassifizierer erkannt und eingeschränkt werden. Bislang geschah dies jedoch ohne jeden Hinweis für die Nutzer. Entsprechend bestand keine Möglichkeit zu erkennen, ob Claude in solchen Fällen tatsächlich die bestmögliche Antwort geliefert hatte oder bereits durch die Sicherheitsmechanismen beeinflusst wurde.

Massive Kritik kam umgehend

Die Kritik aus der Forschungsgemeinschaft fiel nach Bekanntwerden der Regelung ungewöhnlich deutlich aus. Weitgehend Einigkeit herrschte darüber, dass eine heimliche Verschlechterung der Modellqualität wissenschaftliche Forschung, Modellbewertungen und Sicherheitsanalysen beeinträchtigen könne. Besonders problematisch sei gewesen, dass Forscher nicht erkennen konnten, ob ihre Ergebnisse durch die Sicherheitsvorkehrungen verfälscht wurden. Auch aus der Open-Source-KI-Community kamen Warnungen. Kritiker befürchteten eine Entwicklung, bei der wenige große KI-Labore die Kontrolle über fortgeschrittene KI-Forschung behalten, während kleinere Forschungsgruppen und unabhängige Entwickler zunehmend eingeschränkt würden.

Nachdem der Druck auf Anthropic immer weiter zunahm, zog das Unternehmen laut einem Bericht von Wired (Paywall) die Reißleine und nahm die umstrittene Regelung zumindest teilweise zurück. Statt verdeckter Eingriffe will das Unternehmen künftig offen kommunizieren, wenn entsprechende Schutzmechanismen ausgelöst werden. Nutzer sollen dann entweder auf ein weniger leistungsfähiges Modell umgeleitet werden oder eine ausdrückliche Ablehnung ihrer Anfrage erhalten.

Anthropic sieht Sperre dennoch als notwendig an

Trotz der Kehrtwende verteidigt Anthropic die ursprüngliche Regelung weiterhin. Das Unternehmen argumentiert, dass moderne KI-Systeme die Entwicklung neuer KI zunehmend beschleunigen und daraus geo- wie auch sicherheitspolitische Risiken entstehen könnten. Insbesondere wolle man verhindern, dass leistungsfähige Modelle zur Verbesserung konkurrierender KI-Systeme oder zur Unterstützung strategischer Gegner eingesetzt werden.

Gleichzeitig räumt Anthropic jedoch ein, die Transparenzfrage falsch eingeschätzt zu haben. Das Unternehmen bedauert, die Einschränkungen zunächst verborgen implementiert zu haben. „Wir haben die falsche Abwägung getroffen und entschuldigen uns dafür, dass wir das richtige Gleichgewicht nicht gefunden haben“, so Anthropic in einer Stellungnahme gegenüber Wired.



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TCL 32X3A WOLED im Test


Der TCL32X3A präsentiert sich mit WOLED-Panel und Dual Mode mit UHD und 240 Hz sowie FHD und 480 Hz als schneller Gaming-Monitor. Geringe Farbsäume, sein Design, ein KVM-Switch und Lautsprecher von Bang & Olufsen machen ihn jedoch auch Office-tauglich, wenn auch mit Einschränkungen bei der Ergonomie.

Der TCL 32X3A OLED+ macht einiges anders als andere Monitore. Mit WOLED-Panel und Dual-Modus mit 4K bei 240 Hz oder Full HD mit 480 Hz ist er nicht nur für Spieler eine interessante Option – als die er auch von TCL als Gaming-Monitor vermarktet wird –, sondern kann mit dünnem Aluminium-Design und nach vorne abstrahlenden Lautsprechern von Bang & Olufsen im Standfuß auch im Office- und Multimedia-Bereich Käufer ansprechen. Ein Monitor für alles – so die Theorie, die der TCL 32X3A im Test unter Beweis stellen muss.

TCL 32X3A
TCL 32X3A

Für 999 Euro exklusiv bei Amazon

Der Preis des TCL 32X3A war lange unbekannt. Erst kurz vor Fertigstellung des Tests hat TCL diesen offiziell bekannt gegeben. Demnach wird der Monitor zu einem unverbindlichen Einführungspreis von 999 Euro in den Handel kommen. Zunächst exklusiv bei Amazon, denn dort soll der Monitor ab Mitte Juni erhältlich sein.

Im Lieferumfang des TCL 32X3A OLED+ steckt alles, was man für den Betrieb benötigt. Neben dem externen 260-Watt-Netzteil liefert TCL auch alle Displaykabel inklusive DisplayPort-80-Gbit-Kabel und ein USB-Kabel sowie eine Kurzanleitung und Schrauben für die 100×100-VESA-Halterung mit. An den Standfuß muss lediglich noch eine Bodenplatte mit vier Schrauben befestigt werden, bevor der Monitor genutzt werden kann.

Lieferumfang des TCL 32X3A
Lieferumfang des TCL 32X3A
TCL liefert alle nötigen Kabel für den 32X3A mit
TCL liefert alle nötigen Kabel für den 32X3A mit
260-Watt-Netzteil des TCL 32X3A
260-Watt-Netzteil des TCL 32X3A

Spezifikationen im Vergleich

Die Anschlüsse des TCL 32X3A sind alle an der Rückseite nach hinten ausgeführt. So sind sie auch ohne Pivot-Funktion einfach zu erreichen. Neben einem Mikrofon-Anschluss bietet der Monitor zwei HDMI-2.1-Anschlüsse, einen DisplayPort 2.1, einen USB-C-Anschluss mit PD bis 90 Watt, einen USB-B-Anschluss für die Verbindung mit dem PC, zwei USB-A-Ports und den Stromanschluss. Welcher UHBR-Standard vom DP 2.1 unterstützt wird, ist allerdings nicht bekannt und lässt sich bisher auch nicht manuell herausfinden.

Nach hinten gehende Anschlüsse des TCL 32X3A
Nach hinten gehende Anschlüsse des TCL 32X3A

WOLED-Panel mit Dual Mode für bis zu 480 Hz

TCL spricht beim Panel von „OLED+“ und nennt keine Details. Es handelt sich jedoch um ein WOLED-Display von LG Display. Dieses kann wahlweise mit bis zu 240 Hz bei der 4K-Auflösung von 3.840 × 2.160 Pixeln oder aber mit Full HD, also 1.920 × 1.080 Pixel, bei bis zu 480 Hz betrieben werden. Das Umschalten erfolgt über das On-Screen-Display (OSD) des Monitors und klappt im Test problemlos. Im OSD heißt der entsprechende Eintrag schlicht „Dual Mode“ und führt bei seiner Auswahl sofort zum Wechsel der Auflösung und maximalen Bildwiederholfrequenz. Die Auflösung in den Windows-Einstellungen auf Full HD zu ändern, sorgt nicht für die Option auf eine schnellere Bildwiederholfrequenz. Die Umstellung muss zwingend im OSD des Monitors erfolgen.

Der TCL 32X3A spiegelt etwas
Der TCL 32X3A spiegelt etwas

Full HD bei 31,5 Zoll führt zu einer Pixeldichte von rund 70 ppi. Mehr als die 55 ppi bei 1.280 × 720 (HD) auf 27 Zoll, aber auch nicht mehr zeitgemäß. Für enthusiastische Spieler, die unbedingt eine schnellere Bildwiederholfrequenz möchten, bei der die Bildqualität in den Hintergrund rückt, aber durchaus eine Option.

Gutes Schriftbild dank Matrix-Pure Pixel

TCL bezeichnet die Anordnung der Farben als „Matrix-Pure Pixel“, bei der Rot, Grün, Blau und Weiß nebeneinander angeordnet sind, so dass auch die Schrift klare Kanten ohne Farbsäume bieten soll. Samsungs QD-OLED-Panels setzen hingegen auf ein triangulares Layout der Subpixel. Im Test zeigt der TCL 32X3A ein weitgehend einwandfreies Schriftbild, das nur an einigen Rändern Farbsäume aufweist. Aufgrund der vertikalen RGWB-Anordnung sind Farbsäume somit zwar ein geringeres Problem, aber nicht vollständig gelöst. Im Alltag fallen sie allerdings nicht auf.

TCL 32X3A: Leichte Farbsäume bei dunkler Schrift auf weißem Grund
TCL 32X3A: Leichte Farbsäume bei dunkler Schrift auf weißem Grund

Anders als der Asus ROG Swift OLED PG27AQWP-W (Test) mit WOLED-Panel auf 27 Zoll nutzt der TCL 32X3A kein bewusst spiegelndes Display, sondern eine Polarisationsschicht und ein mattes Coating. Gänzlich matt ist das Display aber nicht, es reflektiert Lichtquellen und diese werden bei direktem Auftreffen auf dem Display nur leicht gestreut. Im Alltag sollte man deshalb darauf achten, dass keine sich spiegelnden Lichtquellen auf das Display leuchten. Den ausgeprägten lila Farbstich von QD-OLED-Monitoren weist das WOLED-Panel im TCL-Monitor nicht auf.

1.300 nits Spitzenhelligkeit

TCL nennt für den 32X3A eine Spitzenhelligkeit von 1.300 cd/m². Der Monitor verfügt zudem über eine Zertifizierung nach VESA Display HDR TrueBlack 400. Wie immer bezieht sich die Spitzenhelligkeit auf einen kleinen Weißanteil bei HDR. Im Alltag erreichen OLED-Monitore häufig bei der vollflächigen Darstellung eines weißen Bildes nur rund 250 cd/m². Aus diesem Grund testet ComputerBase immer auch die tatsächliche Helligkeit des Monitors in Abhängigkeit vom dargestellten Weißanteil.

Helligkeit in Abhängigkeit vom Weißanteil

Im Test erreicht der TCL 32X3A OLED+ eine Spitzenhelligkeit von 1.328,3 cd/m² bei 1 % Weißanteil mit HDR. Die Angabe von TCL wird somit ziemlich genau getroffen. Um diese Werte zu erreichen, muss man im OSD den HDR-Modus „DisplayHDR“ wählen und die Option „Peak brightness“ auf High aktivieren.

Helligkeit in Abhängigkeit vom Weißanteil

Wie die Tabelle verdeutlicht, ist der Helligkeitsunterschied je nach Bildinhalt groß. Aber sie zeigt auch erneut, dass die WOLED-Panels heller leuchten können als ihre aktuellen QD-OLED-Konkurrenten, auch wenn das 32-Zoll-Display des TCL 32X3A in der Spitze nicht ganz so hell wird wie das 27-Zoll-Display im Asus PG27AQWP-W. Bei vollflächiger Darstellung eines weißen Bildes liegt das WOLED-Panel des TCL-Monitors mit 267 cd/m² zudem im normalen Rahmen aktueller QD-OLEDs, wobei neue Modelle bereits heller leuchten können.

HDR-Optionen beeinflussen die Helligkeit

Da der Monitor mehrere HDR-Modi und verschiedene Einstellungen für die Spitzenhelligkeit im OSD bietet, hat ComputerBase verschiedene Kombinationen getestet. Je nach gewählter Einstellung schwankt die Spitzenhelligkeit so von 400 cd/m² in SDR, über 650 cd/m² bis hin zu 1.300 cd/m² je nach HDR-Modus.

Helligkeit in Abhängigkeit vom Weißanteil

Die Option zur Peak Brightness im OSD hat einen großen Einfluss auf genau diese, nämlich die Spitzenhelligkeit. Ist die Funktion auf High aktiviert, leuchtet der TCL-Monitor bei HDR in der Spitze fast doppelt so hell wie bei der Einstellung Low. Doch zwei Überraschungen gibt es in diesem Zusammenhang. Steht die Option auf „Off“, leuchtet er mit fast 900 nits heller als bei „Low“ mit 650 nits. Und ist die Option auf „Low“ gestellt, leuchtet er bei höherem Weißanteil des Bildes mitunter heller als auf „High“. Bei 25 % Weißanteil stehen hier beispielsweise rund 350 nits (High) immerhin deutlich helleren 450 nits (Low) gegenüber. Nachvollziehbar erscheint dies nicht, denn ein Grund, warum die Spitzenhelligkeit bei geringem Weißanteil höher ausfallen können sollte, bei höherem Weißanteil dann aber geringer, gibt es nicht. Wünschenswert wäre, wenn der Monitor auf High mindestens die Werte wie auf Low erreichen würde.

In der Tabelle sind zudem direkt die Werte im SDR-Modus als Vergleich eingetragen. Hier wird der TCL 32X3A maximal rund 400 cd/m² hell. Erfreulich ist, dass auch der WOLED-Monitor von TCL ohne Lüfter auskommt und so geräuschlos arbeitet.

Farbräume und Werkskalibrierung

TCL verspricht für das WOLED-Panel mit 10 Bit nativer Farbtiefe eine durchschnittliche Farbabweichung von Delta E < 2. Die Farbraumabdeckung gibt der Hersteller mit 99 % für sRGB und 98,5 % für DCI-P3 an.

Helligkeit und Farbtreue des TCL 32X3A

Messung der Homogenität

Die Messungen zur Homogenität des TCL 32X3A werden im Bildmodus Standard durchgeführt, was auch der Werkseinstellung entspricht. Die Farbtreue wird wie üblich im Farbmodus sRGB getestet. Die Farbtemperatur des WOLED-Monitors beträgt im Modus Standard etwas zu kühle 6.933 Kelvin und im Farbmodus sRGB etwas zu warme 6.181 Kelvin.

Die Homogenität des TCL 32X3A fällt hervorragend aus und ist OLED-typisch deutlich besser als beispielsweise bei einem IPS-Display. Große Helligkeitsabweichungen über die Bildfläche hinweg gibt es nicht, die Ausleuchtung ist gleichmäßig und ausgewogen.

Perfektes Schwarz

Auch der TCL 32X3A liefert mit WOLED-Panel einen perfekten Schwarzwert, da es bei dieser Display-Technik keine Hintergrundbeleuchtung gibt, sondern die Pixel selbst leuchten – und im Falle der Darstellung von Schwarz so komplett ausgeschaltet sind. Dies führt auch zu einem perfekten Kontrast.

Die minimale Helligkeit bei der Darstellung von Weiß beträgt maximal 28,9 cd/m². Kein hervorragender Wert, im Alltag aber unproblematisch und gut.

Messung der Farbtreue

ComputerBase testet die Farbwiedergabe des TCL 32X3A mit Portrait Displays‘ Calman-Color-Calibration-Software. Sie vergleicht die dargestellte Farbe des Monitors mit der vom Programm angezeigten Farbe. Interessant an dieser Stelle sind insbesondere der durchschnittliche und der maximale Delta-E-Wert sowie das Delta-E-2000-Diagramm, da sie angeben, wie stark die Farbwiedergabe von dem ausgewählten Farbstandard abweicht. Eine Abweichung von 1 dE ist für das menschliche Auge so gut wie nicht sichtbar. Ein kalibriertes Display sollte so eingestellt sein, dass die durchschnittliche Abweichung unter 3 dE und das maximale dE unter 5 liegt. Eine Abweichung über 3 dE wird als sichtbar für das menschliche Auge aufgefasst. Unkalibrierte Monitore liegen normalerweise weit darüber. Das Delta-E-2000-Diagramm zeigt die Abweichung für jeden gemessenen Farbwert an.

Im dargestellten CIE-1976-Chart des TCL 32X3A ist zu sehen, welche Farbpunkte wie stark vom angestrebten Farbwert abweichen. Bei einem optimal eingestellten Display sollten alle Punkte innerhalb der Quadrate liegen.

Der TCL 32X3A weist im Modus Custom mit Farbprofil sRGB in Calman eine durchschnittliche Abweichung von 1,65 Delta E und eine maximale Abweichung von 5,99 Delta E auf. Ein insgesamt sehr gutes Ergebnis, auch wenn die maximale Abweichung etwas zu groß ist. Wählt man anstelle des Farbmodus sRGB den Modus Standard, liegt die durchschnittliche Abweichung bei 3,08 Delta E und die maximale Abweichung bei 6,99 Delta E.

Generell zeigt sich, dass der TCL 32X3A die meisten Probleme mit der farbgetreuen Darstellung der Graustufen hat, während Farben deutlich korrekter dargestellt werden.

Adaptive Sync, RGB und USB-C mit 90 Watt

Mit AMD FreeSync Premium Pro sowie einer Nvidia G-Sync-Kompatibilität und RGB-Ambiente-Beleuchtung bietet der TCL 32X3A auch andere Qualitäten, die für Spieler wichtig sind. Und der USB-C-Anschluss mit DisplayPort liefert für Notebooks bis zu 90 Watt, so dass man den Monitor auch im Home Office als Arbeitsgerät nutzen kann. Auch ein KVM-Switch ist integriert, um mit dem Monitor verbundene Peripherie automatisch zwischen Notebook und Desktop umschalten und an beiden nutzen zu können.

Ambiente-Beleuchtung des TCL 32X3A

Viele Einschränkungen bei der Ergonomie

Allerdings weist der TCL 32X3A Einschränkungen bei der Ergonomie auf. Denn mehr als nach vorne und hinten um 5 beziehungsweise 15 Grad neigen lässt sich der Monitor nicht. Er lässt sich nicht schwenken oder drehen und auch die Höhe ist aufgrund des Standfußes mit Lautsprechern fest. Die untere Kante des Displays liegt 12,4 cm über dem Tisch. Eine per se gut gewählte Höhe, die mitunter aber für einen ergonomischen Sitz davor auch schon zu hoch ausfallen kann. Und auch das Marketing mit einer Dicke von 6,4 mm stimmt nur für das Panel selbst. Der mittlere Teil des Monitors ist rund 3 cm dick, so dass der Monitor insgesamt rund 3,7 cm dick ist. Im unteren Bereich, in dem die beiden Lautsprecher sitzen, ist der Standfuß rund 2,4 cm dick.

Nur Neigen: Ergonomie bietet der TCL 32X3A wenig

Zwei Lautsprecher von Bang & Olufsen

Ein Grund für die Einschränkungen sind das Design und die Lautsprecher von Bang & Olufsen im Standfuß. Diese strahlen nach vorne ab und liefern im Praxistest in vielen Fällen einen durchaus guten Klang, vor allem bei Stimmen und bei Höhen. Für Videos, Serien, YouTube, Videokonferenzen oder Podcasts ist der Klang sehr gut und auch deutlich besser als bei den meisten normalen Monitoren, bei denen die Lautsprecher im Gehäuse hinter dem Display sitzen und der Ton nur indirekt zum Nutzer geleitet wird. Beim Bass merkt man allerdings schnell, dass den Lautsprechern Volumen und Druck fehlt, um diesen überzeugend in Szene zu setzen.

Im Standfuß des TCL 32X3A stecken die Lautsprecher von Bang & Olufsen
Im Standfuß des TCL 32X3A stecken die Lautsprecher von Bang & Olufsen

Direkt im OSD des Monitors lässt sich der Klang der Lautsprecher über Presets und eine Matrix anpassen. Im Alltag ist jedoch die Grundabstimmung am ausgewogensten, so dass man von ihr eigentlich kaum abweichen möchte.

Gutes OSD mit schlechter Bedienung

Viele Optionen auch für Spieler

Das On-Screen-Display des TCL 32X3A ist strukturiert und verständlich sortiert. Neben vielfältigen Optionen zur Bildabstimmung, die je nach ausgewähltem Preset mitunter nicht zur Verfügung stehen oder unterschiedlich vorausgewählt sind, lässt sich auch die RGB-Ambiente-Beleuchtung an der Rückseite des Monitors über das OSD steuern. Neben dem Leuchteffekt und einer statischen Farbe kann auch ihre Deaktivierung gewählt werden. In der Praxis ist das dezent nach hinten abstrahlende Licht vor dem Monitor kaum und, wenn überhaupt, nur bei Dunkelheit zu sehen.

OSD des TCL 32X3A

OSD des TCL 32X3A

Für Spieler hält TCL neben dem Dual Mode auch Optionen wie einen Low-Latency-Modus, adaptive Sync, die dauerhafte Anzeige der Bildwiederholrate, ein KI-Fadenkreuz, dessen Farbe sich der dargestellten Farbe auf dem Monitorbild anpasst, um jederzeit klar zu erkennen zu sein, und Dark Vision, eine Option zum Aufhellen dunkler Bereiche, bereit. Zudem stehen Bildmodi für RPG, FPS und MOBA zur Auswahl, die unter anderem Sättigung, Farbtemperatur, Helligkeit und Low Latency anpassen.

Auf Wunsch lassen sich die Helligkeit und Farbtemperatur des Monitors auch immer über einen Sensor automatisch an das Umgebungslicht anpassen.

Nervende Steuerung trotz Joystick

Die Bedienung des OSD ist allerdings nervenaufreibend. Zwar nutzt TCL einen Joystick zur Steuerung innerhalb des Menüs, dieser sitzt jedoch seitlich am Standfuß unter dem Display. Die Richtungen, in die man den Joystick lenkt, stimmen somit nicht mit denen im Menü überein. Das führt dazu, dass man das Menü ständig wieder schließt, weil man den Joystick in die falsche Richtung gedrückt hat. Auch nach mehreren Tagen und zahlreichen Einstellungen, die über das OSD vorgenommen wurden, führte dies immer wieder zu Frust. Das ständige „Um-die-Ecke-Denken“ bei der Bedienung des OSD erfordert zumindest viel Eingewöhnung. Da man es aber nicht ständig nutzt, wird man es im Alltag immer wieder falsch machen.

Der Joystick des TCL 32X3A für das OSD sorgt für Frust
Der Joystick des TCL 32X3A für das OSD sorgt für Frust

OLED-Schutzfunktionen gegen Burn-in

Wie bei OLED-Monitoren üblich bietet auch TCL Schutzfunktionen gegen einen Burn-in-Effekt auf dem Panel. Die Optionen, aus denen der Nutzer wählen kann, fallen jedoch sehr viel geringer aus als bei vielen anderen Herstellern. Statt über jede Option wie statische Inhalte, Taskleiste, Logos etc. einzeln entscheiden zu können, fasst TCL dies in den Optionen „OLED Screen Shift“, „OLED Screen Saver“ und „OLED Image Cleaning“ zusammen. Bei Letzterem handelt es sich um das bekannte Pixel Refresh, das manuell im OSD gestartet werden kann.

Leistungsaufnahme

Die Leistungsaufnahme des TCL 32X3A beträgt auf dem Windows-Desktop mit hellblauem Windows-Logo mit 60 Hz und aktivierter RGB-Beleuchtung 66,6 Watt. Erhöht man die Bildwiederholrate auf 240 Hz, sind es bei ansonsten unveränderten Einstellungen 77,3 Watt.

Das ist vergleichsweise viel, wenn man beispielsweise einen Asus ROG Swift OLED PG32UCDM Gen3 mit 32 Zoll großem QD-OLED-Display mit 240 Hz und nur rund 48 Watt Verbrauch gegenüberstellt.

TCL 32X3A
TCL 32X3A

Display- und Input-Lag (Beta)

Die eingeführten Messungen zum Display- und Input-Lag befinden sich weiterhin im Betastadium und ComputerBase bittet, sie auch als solche zu verstehen, da beide Messmethoden Vor- und Nachteile haben. Darüber hinaus wirken sich viele Faktoren bei den Display-Einstellungen auf das Ergebnis aus, die es noch näher zu analysieren gilt. Sie sind insbesondere als Vergleich der Bildschirme unter gleichen Testbedingungen zu verstehen statt als absolute Messwerte. Bei den Messungen wird immer die schnellste Display-Einstellung („Response Time“ oder „Overdrive“) im OSD gewählt, sofern in den Diagrammen nichts anderes angegeben ist.

Input-Lag

Den Input-Lag misst ComputerBase mit Hilfe einer umgebauten Maus, an deren Schalter eine LED gelötet wurde, um die Verzögerung zwischen Knopfdruck und wahrnehmbarer Umsetzung auf dem Display optisch analysieren zu können. Diese Messung ist ebenfalls nicht als absoluter Wert zu betrachten, da der Input-Lag von den eingesetzten Komponenten des PCs abhängig ist und die Auswertung ebenso Toleranzen beinhaltet. Auch in diesem Fall ist das Ziel somit nicht, einen allgemein gültigen absoluten Wert zu ermitteln, sondern vielmehr, einen Vergleich unter getesteten Monitoren zu ermöglichen, als einen allgemein gültigen absoluten Wert zu ermitteln. Displays mit nur sehr geringem Unterschied sollten aufgrund der nicht zu verhindernden Messtoleranzen als ebenbürtig angesehen werden. Während die Monitore beim Display-Lag methodenbedingt alle mit 60 Hz, aber deaktiviertem VSync betrieben werden müssen, kommt bei der Messung des Input-Lags die maximale Bildwiederholfrequenz des Bildschirms bei deaktiviertem V-Sync zum Einsatz.

Input-Lag

    • MSI MPG 271QRX QD-OLED

    • Asus ROG Swift OLED PG27AQWP-W

    • Asus ROG Swift OLED PG32UCDM Gen3

    • MSI MPG 322URX QD-OLED

    • TCL 32X3A

    • MSI MPG 272URX QD-OLED

    • KTC G27P6 (Low Input Lag an)

    • KTC G27P6 (Low Input Lag aus)

    • Corsair Xeneon Flex 45WQHD240

    • Lenovo Qreator 27 (Stufe 4)

    • LG 38GL950G (Fast)

    • MSI MAG274QRFDE-QD (Fastest)

    • MSI MAG274QRFDE-QD (normal)

    • Corsair Xeneon 32QHD165 (Fastest)

    • AOC Agon AG273QZ (Strong)

    • MSI Optix MAG272CQR (Fastest)

    • LG 38GL950G (Off)

    • MSI MEG 342CDE QD-OLED

    • Corsair Xeneon 32QHD165 (Fast)

    • MSI MPG Artymis 343CQR (Fast)

    • MSI MPG Artymis 343CQR (Fastest)

    • MSI Optix MAG301RF (Fastest)

    • MSI Optix MAG301RF (Fast)

    • Philips Momentum 329M1 (Fastest)

    • MSI Optix MAG272CQR (Normal)

    • Philips Momentum 278M1R (aus)

    • Lenovo Qreator 27 (aus)

    • LG 27GL850-B (Schnell)

    • Dell P2720DC (Fast)

    • AOC Agon AG273QZ (Off)

    • Acer Predator X38 (Normal)

    • Acer Predator X38 (Extreme)

    • Acer Predator X38 (OC)

    • ViewSonic XG270QG (Standard)

    • Dell P2720DC (Normal)

    • ViewSonic VP3268a-4K (Ultra Fast)

    • MSI MAG274R (Fastest)

    • MSI Modern MD271QP (Extreme)

    • Lenovo ThinkVision P32pz-30 (Normal)

    • Gigabyte Aorus AD27QD (Speed)

    • LG OLED 48CX (Spiel)

    • Innocn 40C1R (Ultrafast)

    • ViewSonic XG270 (Fastest)

    • MSI Modern MD271QP (Normal)

    • Corsair Xeneon 32UHD144 (Fastest)

    • Asus ROG Strix OLED XG27UCDMG

    • AOC Agon AG324UX (Strong)

    • Sony Inzone M9 (Faster)

    • KTC H27E6 (Ultra Fast)

    • MSI MAG274R (Fast)

    • Philips Momentum 278M1R (Faster)

    • Philips Momentum 329M1 (Off)

    • Corsair Xeneon 32UHD144 (Normal)

    • KTC M27P20 Pro (High)

    • Lenovo ThinkVision P32pz-30 (Off)

    • AOC Agon AG324UX (Off)

    • ViewSonic VP3268a-4K (Standard)

    • ViewSonic VP3256-4K (Standard)

    • Corsair Xeneon 27QHD240

    • KTC M27P20 Pro (Mittel)

    • KTC H27E6 (Standard)

    • Alienware AW3423DW

    • Sony Inzone M9 (Standard)

    • Asus ProArt Display OLED PA32UCDM

    • Samsung C27RG50 (Schnellstens)

    • ViewSonic VP3256-4K (Ultra Fast)

    • Lenovo ThinkVision P32pz-30 (Extreme)

    • Innocn 40C1R (Off)

    • KTC M27P20 Pro (Aus)

    • AOC Porsche Design Agon Pro PD32M (Strong)

    • AOC Porsche Design Agon Pro PD32M (Off)

    • Eizo FlexScan EV2760 (Enhanced)

    • Huawei MateView

    • AOC U32U1 (stark)

    • AOC U32U1 (aus)

    • LG OLED 48CX (Filmmaker)

Einheit: Millisekunden

Bei der Messung des Input-Lags kann der TCL 32X3A überzeugen und ordnet sich ganz oben im Testfeld bei den schnellsten QD-OLED-Monitoren ein.

Display-Lag

Beim Display-Lag wird die reine Verzögerung durch die Bildverarbeitung und Ausgabe des Monitors betrachtet. Sie ist vom Input-Lag, also der Verzögerung, bis eine Eingabe auf dem Bildschirm wahrnehmbar umgesetzt wird, zu unterscheiden. Den Display-Lag misst ComputerBase dabei mit der sogenannten CRT-Methode, bei der ein analoger CRT alias Röhrenmonitor als Basis und Referenzwert dient und anhand eines präzisen Millisekundenzählers auf dem CRT und LCD die Ausgabe durch zahlreiche Fotos mit sehr kurzer Verschlusszeit verglichen wird. In der Praxis muss einschränkend gesagt werden, dass auch diese Messungen nur als Näherungswerte betrachtet werden sollten, die nicht immer den tatsächlichen Wert darstellen müssen. Aufgrund immer gleicher Testbedingungen ermöglichen sie aber einen guten Vergleich verschiedener getesteter Monitore untereinander, weshalb einige bereits getestete und zukünftig im Test vertretene Displays als Vergleich dienen.

Display-Lag

    • Asus ROG Swift OLED PG27AQWP-W

    • Asus ROG Swift OLED PG32UCDM Gen3

    • Asus ROG Strix OLED XG27UCDMG

    • MSI MPG 322URX QD-OLED

    • MSI MPG 272URX QD-OLED

    • TCL 32X3A

    • MSI MPG 271QRX QD-OLED

    • Corsair Xeneon Flex 45WQHD240

    • KTC H27E6 (Ultra Fast)

    • KTC G27P6 (Low Input Lag an)

    • AOC Agon AG324UX (Strong)

    • Corsair Xeneon 32QHD165 (Fastest)

    • KTC H27E6 (Standard)

    • Asus ProArt Display OLED PA32UCDM

    • AOC Porsche Design Agon Pro PD32M (Strong)

    • Acer Predator X38 (Extreme)

    • ViewSonic XG270 (Fastest)

    • MSI MEG 342CDE QD-OLED

    • Corsair Xeneon 32QHD165 (Fast)

    • Acer Predator X38 (Normal)

    • KTC M27P20 Pro (High)

    • Alienware AW3423DW

    • AOC Porsche Design Agon Pro PD32M (Off)

    • Corsair Xeneon 32UHD144 (Fastest)

    • LG 38GL950G (Fast)

    • Huawei MateView

    • Philips Momentum 329M1 (Fastest)

    • AOC Agon AG324UX (Off)

    • Corsair Xeneon 32UHD144 (Normal)

    • Samsung C27RG50 (Schnellstens)

    • MSI Optix MAG272CQR (Fastest)

    • KTC M27P20 Pro (Aus)

    • LG 27GL850-B (Schnell)

    • Philips Momentum 329M1 (Off)

    • MSI MAG274R (Fastest)

    • MSI MAG274QRFDE-QD (Fastest)

    • Lenovo Qreator 27 (Stufe 4)

    • Lenovo Qreator 27 (aus)

    • Innocn 40C1R (Ultrafast)

    • LG OLED 48CX (Spiel)

    • MSI MAG274R (Fast)

    • Innocn 40C1R (Off)

    • Gigabyte Aorus AD27QD (Speed)

    • MSI MAG274QRFDE-QD (normal)

    • MSI MPG Artymis 343CQR (Fastest)

    • Dell P2720DC (Fast)

    • Corsair Xeneon 27QHD240

    • MSI MPG Artymis 343CQR (Fast)

    • Lenovo ThinkVision P32pz-30 (Normal)

    • ViewSonic VP3256-4K (Ultra Fast)

    • ViewSonic VP3268a-4K (Ultra Fast)

    • KTC G27P6 (Low Input Lag aus)

    • ViewSonic VP3256-4K (Standard)

    • ViewSonic VP3268a-4K (Standard)

    • Philips Momentum 278M1R (aus)

    • Sony Inzone M9 (Faster)

    • Sony Inzone M9 (Standard)

    • Philips Momentum 278M1R (Faster)

    • Eizo FlexScan EV2760 (Enhanced)

    • MSI Optix MAG301RF (Fastest)

    • MSI Optix MAG301RF (Fast)

    • AOC U32U1 (stark)

    • AOC U32U1 (aus)

    • LG OLED 48CX (Filmmaker)

    • MSI Modern MD271QP (Extreme)

    • MSI Modern MD271QP (Normal)

Einheit: Millisekunden

Beim Display-Lag, bei dem der Monitor aufgrund der reduzierten Auflösung 480 Hz nutzen kann, liefert der TCL 32X3A ebenfalls ein hervorragendes Ergebnis ab, so dass Spieler aus dieser Sicht bedenkenlos zum TCL-Monitor greifen können. Sowohl bei der Messung des Input- als auch Display-Lags ist die Low-Latency-Option im OSD des Monitors aktiviert.

Fazit

Der TCL 32X3A profitiert von seinem hervorragenden WOLED-Panel mit sehr guter Farbwiedergabe, schnellen Reaktionszeiten, hoher Helligkeit und perfekten Schwarzwerten. Das Schriftbild ist zwar weiterhin nicht perfekt, Farbsäume sind im Alltag jedoch kein auffälliges Problem wie bei älteren QD-OLED-Panels. Die OLED-Schutzfunktionen, auf die der Nutzer selbst Einfluss nehmen kann, sind bei Herstellern wie Asus und MSI sehr viel umfangreicher umgesetzt als bei TCL. Hier muss man sich in erster Linie auf Pixel Shift, einen Screensaver und den Pixel Refresh verlassen.

TCL 32X3A
TCL 32X3A

Die unterschiedlichen Helligkeitswerte je nach gewähltem Bildmodus des 32X3A sollte man allerdings berücksichtigen: die Wahl erscheint nicht immer ganz nachvollziehbar. Zudem erzielt das leicht spiegelnde Display bei der Darstellung der Graustufen keine Bestnoten, auch wenn die Farbtreue abgesehen davon hervorragend ist. Auch der von QD-OLED-Monitoren bekannte lila Farbstich bei direktem Lichteinfall tritt beim WOLED des TCL 32X3A nicht auf. Dank Dual Mode können ambitionierte Spieler die Bildwiederholrate auf bis zu 480 Hz erhöhen, wenn sie bereit sind, dafür die Auflösung auf Full HD zu reduzieren.

TCL 32X3A
TCL 32X3A
Rückseite des TCL 32X3A
Rückseite des TCL 32X3A

Das Design mit Aluminium-Rahmen und Standfuß, das von Kunststoff-Abdeckungen ergänzt wird, weiß im Alltag zu gefallen und auch die dezente RGB-Beleuchtung hält die Waage zwischen Gaming-Monitor und Office-Display. Konnektivität, KVM-Switch und Funktionen wie Picture in Picture und Picture by Picture machen den Monitor ohnehin zu einem Allrounder, der sich beispielsweise im Home Office am Arbeits-Notebook und Gaming-PC gleichermaßen wohlfühlt. Allerdings geht das Design an zwei Stellen zu sehr auf Kosten der Ergonomie. Einerseits lässt sich der Monitor nur nach vorne und hinten neigen, aber weder in der Höhe verstellen noch anderweitig schwenken oder drehen. Andererseits ist der seitliche Joystick zur Navigation im OSD im Alltag aufgrund der unterschiedlichen Richtung der Bewegung ein echter Nervfaktor.

Bedingt ausgleichen können dies die nach vorne abstrahlenden Lautsprecher von Bang & Olufsen. Sie bieten in vielen Alltagssituationen einen deutlich besseren und völlig ausreichenden Klang als normale Monitor-Lautsprecher, audiophile Ansprüche können aber auch sie nicht befriedigen.

Gänzlich überzeugen kann der TCL 32X3A im Test somit nicht. Wie stark die Nachteile ins Gewicht fallen oder ob die Vorteile überwiegen, hängt jedoch von individuellen Präferenzen und der primären Nutzung des Monitors ab.

TCL 32X3A
TCL 32X3A
Das Display ist von gebürstetem Aluminium eingerahmt
Das Display ist von gebürstetem Aluminium eingerahmt

Kurz vor Ende des Tests hat TCL noch den Einführungspreis des 32X3A verraten. Dieser wird bei 999 Euro liegen. Damit liegt der Monitor ungefähr auf dem Preisniveau aktueller QD-OLED-Monitore von Samsung, MSI und Asus mit 32 Zoll, UHD und 240 Hz. Der jüngst getestete Asus ROG Swift OLED PG32UCDM Gen3 (Test) mit QD-OLED-Panel der 4. Generation ist hingegen mit 1.350 Euro weiterhin teurer. Der TCL 32X3A soll zunächst ab Mitte Juni exklusiv bei Amazon verfügbar sein.

ComputerBase hat den 32X3A leihweise von TCL zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

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