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Team Group NV5000 2 TB SSD im Test
Gleich in zweifacher Hinsicht ist die Team Group NV5000 SSD ein Exot: Sie nutzt erstens einen Controller aus dem Hause Realtek und zweitens kommt NAND-Flash von Intel zum Einsatz. Was diese Kombination im Vergleich zu anderen SSDs mit PCIe 4.0 leistet, klärt der Test.
Die Team Group NV5000 im Überblick
Der Name ist Programm, denn die NV5000 ist mit bis zu 5.000 MB/s spezifiziert. Das ist heute bestenfalls noch Mittelklasse, denn viele PCIe-4.0-SSDs reizen die Schnittstelle mit über 7.000 MB/s bereits aus. SSDs mit PCIe 5.0 sind noch viel schneller.
Im Formfaktor M.2-2280 bietet die Serie Speicherkapazitäten von 500 GB, 1 TB und 2 TB. Für den Test hat der Hersteller die Version mit 2 TB zur Verfügung gestellt, die mit 5.000 MB/s beim sequenziellen Lesen und 3.000 MB/s beim sequenziellen Schreiben angegeben wird. Angaben zu den maximalen IOPS macht Team Group ebenso wenig wie zur Leistungsaufnahme.
Unter dem Aufkleber, der mit einer Schicht aus Graphen einen gewissen Kühleffekt besitzen soll, sitzen die eher ungewöhnlichen Komponenten. Das ist zum einen der 8-Kanal-Controller Realtek RTS5772DL, der im hiesigen Markt sehr selten zu finden ist. Die Adata Legend 860 gehört zu den wenigen Ausnahmen. Der Chip ist „DRAM-less“ gestaltet, kann also auf keinen dedizierten DRAM-Cache zurückgreifen. Stattdessen sorgt die NVMe-Funktion Host Memory Buffer (HMB) für einen kleinen, vom Hauptspeicher abgezweigten Cache. Im Alltag ist dieser in der Regel ausreichend.
Ein heutzutage seltener Anblick sind auch die Speicherchips, deren Kennung „PF29F04T2AOCTJ1“ sie als TLC-NAND aus dem Hause Intel/Micron identifiziert. Die auch als B27A bezeichnete 96-Layer-Generation stammt noch aus dem Joint Venture IM Flash Technologies (IMFT), das allerdings schon vor über sechs Jahren sein Ende fand.
Garantie und TBW im Vergleich
Bei üblichen fünf Jahren Garantie erlischt diese nach Überschreiten einer vom Hersteller festgelegten Schreibmenge vorzeitig: die „Total Bytes Written“ (TBW). Bei der Team Group NV5000 mit 2 TB liegt diese bei 640 TB. Das liegt deutlich unter dem gängigen Wert für 2-TB-SSDs mit TLC-Speicher von 1.200 TB. Schafft man sich hiermit Luft für einen späteren Wechsel auf QLC-NAND? Bei der Kingston NV2 (Test), die sowohl TLC- als auch QLC-Speicher nutzt, liegt der Wert ebenfalls bei 640 TB.
Preise und Eckdaten im Überblick
Die Team Group NV5000 ist aktuell zu Preisen von rund 140 Euro (1 TB) und 210 Euro (2 TB) zu haben. Für das Modell mit 500 GB gibt es zur Stunde kein Angebot.
PCIe 5.0 vs. PCIe 3.0/4.0 und SATA im neuen Testsystem
Die Probanden müssen im Test gegen die High-End-Konkurrenz mit PCIe 5.0 wie der SanDisk WD_Black SN8100 (Test) und der Samsung 9100 Pro (Test) sowie die Flaggschiffe der PCIe-4.0-Generation in Form der WD_Black SN850X (Test) und der Samsung 990 Pro (Test) antreten. Auch ein Vergleich mit SSDs der langsameren Sorte auf Basis von PCIe 3.0 und SATA sowie mit externen Modellen wird gezogen.
Der Wechsel auf PCIe 5.0 seitens der SSDs machte auch einen Wechsel des Testsystems von ComputerBase nötig. Die Wahl fiel auf AMDs aktuelle AM5-Plattform mit einem B650E-Mainboard von Asus und dem mit 65 Watt TDP antretenden 12-Kern-Prozessor Ryzen 9 7900 (Test). Der primäre M.2-Slot des Mainboards erhält PCIe 5.0 x4 direkt über die CPU. Beim Betriebssystem fand ein Umstieg auf Windows 11 statt.
Nachfolgend werden die aktuell für SSD-Tests verwendeten Hard- und Software aufgelistet.
- Windows 11 Pro 22H2 22621.1413
- AMD Ryzen 9 7900
- Asus B650E-F Strix Gaming WiFi
- DDR5-5200, 38-38-38-84
- AMD-Chipsatztreiber 5.02.19.2221
- GeForce RTX 2080 Ti mit GeForce-Treiber 531.29
- GeForce RTX 3080 Ti mit GeForce-Treiber 552.22 (Zusatztest Direct Storage)
- SoftPerfect RAMdisk 4.4
- Asus BIOS 1222
Die Angabe und die dauerhafte Verwendung der konkreten Version von Windows 11 sind entscheidend, denn Microsoft hat zuletzt verstärkt an der Datenträger-Leistung im Explorer gearbeitet. So erzielt die neue Plattform beim Kopieren aus der RAM-Disk auf eine sehr schnelle SSD über 6,0 GB/s, während die alte Plattform mit denselben SSDs bei unter 2,5 GB/s an eine Grenze stieß. Auch das Kopieren auf der SSD ist mit dem neuen System und insbesondere mit dem aktuelleren Windows viel schneller. Die letzten inkrementellen Updates für Windows 11 22H2 brachten dabei noch einmal einen deutlichen Schub gegenüber der ersten Hauptversion aus dem 4. Quartal 2022 – mit der lag das Limit im Explorer noch bei knapp unter 4,0 GB/s.
Ein Benchmark musste raus
Zuletzt förderte der sogenannte Avocados-Benchmark, der offiziell als BulkLoadDemo für Microsofts DirectStorage-API bekannt ist, seltsame Ergebnisse zutage. Die eigentlich schnellsten Modelle konnten so nur kurzfristig die Spitzenleistung von rund 30 GB/s ermöglichen, brachen bei nachfolgenden Messungen aber spürbar ein, wodurch ihr Durchschnittswert geringer als erwartet ausfällt.
Mit Temperaturproblemen ist das nicht zu erklären, gerade weil neue Flaggschiffe viel weniger Energie benötigen als etwa die E26-Generation. Auch die sehr schnelle Corsair MP700 Pro XT (Test) verfehlte so das Spitzenfeld deutlich, was eigentlich nicht sein kann. Da die Ursache nicht zu ergründen war, verzichtet ComputerBase fortan auf diesen Benchmark.
Testergebnisse und Benchmarks
Das Testmuster wurde für die nachfolgenden Tests, sofern nicht anders vermerkt, unter dem SSD-Kühler des Asus ROG Strix B650E-F WiFi mit darüber blasendem 120-mm-Lüfter getestet.
Schreibleistung (SLC-Modus)
Wie ausdauernd der SLC-Modus ausfällt, testet ComputerBase wie folgt: Eine komprimierte RAR-Datei mit 10 GB Größe wird aus einer RAM-Disk mit fortlaufender Nummer in der Dateibezeichnung so oft ohne Pause auf die leere Test-SSD geschrieben, bis die Kapazitätsgrenze erreicht ist (grün). Für jeden Kopiervorgang wird die erreichte Transferrate protokolliert. Direkt nach dem letzten Transfer werden 50 Prozent der erstellten Dateien gelöscht. Im Anschluss wird der SSD für die interne Speicherverwaltung eine halbe Stunde Ruhe gegönnt. Dann wird sie abermals mit den RAR-Dateien vollgeschrieben (gelb). Der Test soll die Abhängigkeit des SLC-Modus vom Füllgrad der SSD ermitteln beziehungsweise aufzeigen, ob der einmal genutzte SLC-Modus sich nach Ruhephasen erholt.
Das 2-TB-Modell mit TLC-Speicher (3 Bit/Zelle) wird zunächst komplett im SLC-Modus (1 Bit/Zelle) beschrieben. Daher gibt es bis zu einem Drittel der Speicherkapazität (~700 GB) eine hohe Schreibrate von teils über 4.000 MB/s. Im Anschluss werden die Zellen mit den verbliebenen 2 Bit beschrieben. Das geschieht mit etwa 400 MB/s deutlich langsamer.
- Schwarz/Weiß: NVMe-SSDs (PCI Express 5.0, M.2)
- Rot: NVMe-SSDs (PCI Express 4.0, M.2)
- Blau: NVMe-SSDs (PCI Express 3.0, M.2)
- Grün: Externe SSDs (USB, Thunderbolt)
- Gelb: SATA-SSDs (2,5 Zoll)
Hinweis: Über die Schaltfläche oben rechts im Diagramm (+…Einträge) lassen sich weitere Ergebnisse einblenden, die zur besseren Übersicht zunächst versteckt sind.
Leseleistung
Zur Überprüfung der praktischen Leseleistung wird der Installationsordner des Spiels Shadow of the Tomb Raider (SotTR, 32 GB) auf das Testmuster kopiert und anschließend in die RAM-Disk gelesen. Das Gegenstück sollte in diesem Fall also erneut keinen Flaschenhals darstellen. Dies geschieht einmal mit völlig leerem Laufwerk und einmal praxisnah mit 80 Prozent Füllstand. Der Testlauf im leeren Zustand erfolgt 30 Minuten nach der Formatierung. Der Testlauf bei 80 Prozent wird auf dem zuerst zu 100 Prozent und dann ausgehend von 50 Prozent vollgeschriebenen Laufwerk durchgeführt, auf dem 20 Prozent gelöscht und dann 30 Minuten Pause eingelegt wurden.
Die Team Group NV5000 zählt zu den langsameren SSDs mit PCIe 4.0 und erreicht nur etwa 3.000 MB/s im praktischen Lesetest. Allerdings bleibt die Leistung auch bei hohem Füllstand stabil, was nicht für alle SSDs dieser Klasse gilt.
Kopierleistung
Als Kopiertest (Lesen + Schreiben) hat die Redaktion einen 195 GB großen Steam-Ordner mit fünf installierten Spielen auf der SSD dupliziert. Dies geschieht einmal mit völlig leerem Laufwerk und einmal praxisnah mit 80 Prozent Füllstand. Der Testlauf im leeren Zustand erfolgt 30 Minuten nach der Formatierung. Der Testlauf bei 80 Prozent wird auf dem zuerst zu 100 Prozent und dann ausgehend von 50 Prozent vollgeschriebenen Laufwerk durchgeführt, auf dem 20 Prozent gelöscht und dann 30 Minuten Pause eingelegt wurden.
Im Kopiertest reicht es für das untere Mittelfeld, wo sich die Team Group NV5000 zunächst ein enges Duell mit der Kioxia Exceria Plus G3 (Test) liefert. Bei hohem Füllstand hat die NV5000 die Nase deutlicher vorn.
Gaming-Leistung
Aufgrund zuletzt nicht mehr nachvollziehbarer Resultate verzichtet die Redaktion auf den DirectStorage-Benchmark (Avocados). In diesem Abschnitt wird fortan nur noch der auf die Gaming-Leistung von Massenspeichern ausgerichtete 3DMark Storage verwendet.
Auch im 3DMark Storage bewegt sich die Team Group NV5000 auf den hinteren Rängen. Die kleine MP44S vom gleichen Hersteller ist gut 20 Prozent besser.
Office-Leistung
Der Quick System Drive Benchmark des PCMark 10 soll leichtere Aufgaben im Alltag widerspiegeln. Das Szenario reicht vom Schreiben, Lesen und Duplizieren von Bilddateien über die Anwendung von Adobe Illustrator und Photoshop bis Microsoft Excel.
Mit hoher Latenz und niedrigem Durchsatz reicht es nur für 1.668 Punkte. Das ist die unterste Liga der PCIe-4.0-SSDs und selbst manche PCIe-3.0-SSD schneidet hier besser ab.
Theoretische Leistung
Der CrystalDiskMark hat sich quasi zum Standard-Benchmark der Branche gemausert und dient auch den SSD-Herstellern zur Ermittlung der beworbenen Leistungswerte. Wenig praxisnah, wird der Test an dieser Stelle zur Überprüfung der theoretischen Spitzenleistung verwendet.
Im Benchmark liefert die Team Group NV5000 dann doch ab und erreicht beim sequenziellen Lesen wie Schreiben sogar mehr als der Hersteller im Datenblatt angibt (5.000/3.000 MB/s). Das zufällige Lesen und Schreiben liegt der SSD aber alles andere als gut. Das in Kombination mit hohen Latenzen erklärt auch das schlechte Abschneiden in manchem Testabschnitt.
Temperaturen
Das Graphen-Pad im Aufkleber allein (Szenario „ohne Kühler“) wirkt keine Wunder. Bereits nach einer Minute Dauerschreiblast wird die Marke von 70 °C erreicht. Die Temperatur steigt weiter auf bis zu 79 °C an. Danach sinken die Temperaturen ab und steigen erst gegen Ende im gemäßigten Tempo wieder an.
Bei Betrachtung der Schreibrate zeigt sich eine Drosselung der Leistung, die ein Überhitzen verhindert. So muss es sein.
Wird die SSD unter dem Kühler vom Mainboard platziert, sind zu hohe Temperaturen Geschichte und mit kaum mehr als 50 °C wird auch nicht mehr gedrosselt.
Leistungsrating
Im Durchschnitt liegt die Leistung der Team Group NV5000 auf sehr niedrigem Niveau und etwa auf Augenhöhe mit der älteren Kingston NV2 (Test). Selbst eine Crucial P310 (Test) im Mini-Format und mit QLC zieht ihr davon und liegt damit „nur“ im Mittelfeld. Die Spitze der PCIe-4.0-SSDs hat einen Vorsprung von über 50 Prozent.
Hinweis zum Diagramm: Über die Schaltfläche oben rechts im Diagramm (+…Einträge) lassen sich weitere Ergebnisse einblenden, die zur besseren Übersicht zunächst versteckt sind. Da nicht alle SSDs in demselben Umfang getestet werden konnten, bleiben einige Modelle mit dem Ergebnis „0“ außen vor.
Fazit
Beim Blick unter die „Graphen-Haube“ wurde es spannend, denn die Team Group NV5000 nutzt ganz andere Komponenten als gewohnt. Den Realtek-Controller hatte ComputerBase zuvor noch nicht getestet und den TLC-Speicher aus der 96-Layer-Generation von Intel und Micron schon lange nicht mehr zu Gesicht bekommen.
Bei den Tests stellte sich jedoch schnell Ernüchterung ein, denn die Resultate sind im Vergleich zur aktuellen Konkurrenz mit PCIe 4.0 einfach schlecht. In vielen Abschnitten liegt die NV5000 auf den hintersten Plätzen und wird selbst von Mainstream-Modellen mit QLC deutlich überflügelt.
Ob der Controller mit schnelleren Speicherchips eine bessere Leistung abgeliefert hätte, kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden. In dieser Kombination sind jedenfalls Latenz und wahlfreie Leistung (4K Random) wirklich schlecht.
Dass die komplette SSD-Kapazität im SLC-Modus betrieben wird, ist ein seltener positiver Aspekt. So können große sequenzielle Schreibtransfers zügig erfolgen und auch darüber hinaus stehen immerhin noch rund 400 MB/s zur Verfügung.
Nur wenn der Preis stimmt, ist die NV5000 vielleicht doch einen Blick wert, sofern die Leistung für den Käufer eine untergeordnete Rolle spielt. Das getestete 2-TB-Modell kostet allerdings aktuell rund 210 Euro. Das ist mehr als eine Crucial P310 oder eine WD Blue SN5100 kosten, die beide trotz QLC-NAND wesentlich schneller sind.
- SLC-Modus für knapp 700 GB
- Eine der langsamsten PCIe-4.0-SSDs
- Hohe Latenz
- Schlecht bei 4K Random
Mehr Informationen zu SSDs gewünscht? Die 17. Episode von „CB-Funk – der ComputerBase-Podcast“ bietet Details satt. Welche Unterschiede gibt es eigentlich zwischen SATA und PCIe Gen 3 bis 5 sowie TLC und QLC? Wie testet die Redaktion, was gilt es beim Kauf einer neuen SSD zu beachten und welche Modelle sind empfehlenswert? Die 17. Folge CB-Funk liefert Antworten.
CB-Funk lässt sich nicht nur über den eingebetteten Podigee-Player abspielen, sondern auch bequem direkt in den Podcast-Apps eurer Wahl abonnieren und hören. Verfügbar ist der ComputerBase-Podcast auf Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts, Amazon Music und Deezer.
ComputerBase hat die NV5000 SSD leihweise von Team Group zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.
(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.
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iPhone „Fold“: Apples erstes Foldable soll im Zeitplan sein

Das iPhone „Fold“ soll entgegen jüngster Gerüchte weiter im Zeitplan liegen und noch im September vorgestellt werden. Aufgrund neuer Materialien könnte die Verfügbarkeit des voraussichtlich sehr teuren iPhones dennoch eingeschränkt sein. Apples erstes Foldable soll in direkte Konkurrenz mit anderen Vollformat-Foldables gehen.
Apple sei im Zeitplan
In den vergangenen Tagen hatte ein Bericht von Nikkei Asia, einer großen japanischen Zeitung, Sorgen verbreitet, dass die Veröffentlichung des ersten Apple-Foldables nach hinten verschoben sein könnte. Wie nun Marc Gurman von Bloomberg berichtet, sei daran jedoch nichts dran: Der Konzern aus Cupertino halte weiter am Zeitplan fest, noch dieses Jahr ein iPhone „Fold“ vorzustellen und auf den Markt zu bringen. Den im Bericht geschilderten Schwierigkeiten bei Tests zur Qualitätssicherung widerspricht Gurman jedoch nicht.
Das neue Modell soll mit einer besseren Haltbarkeit und einer besseren Bildschirmqualität ohne sichtbare Falte die Konkurrenz übertrumpfen und für den Konzern nach dem iPhone Air im vergangenen Jahr eine weitere Produktkategorie erschließen. Das Foldable soll aufgeklappt eine größere Bildschirmdiagonale bieten und so besser für Medienkonsum geeignet sein.
Verfügbarkeit könnte eingeschränkt sein
Ganz rund wird der Start wohl aber dennoch nicht laufen, denn wie Bloomberg weiter berichtet, könnte es in den ersten Wochen zu Lieferengpässen kommen. Zu komplex seien das neue Display und weitere benötigte Materialien. Diese Vorhersage könne sich jedoch noch ändern, denn noch laufe die Produktion ein weiteres halbes Jahr. Abschließend beurteilen will auch Gurman den Sachverhalt nicht.
Vorstellung im September
Die Vorstellung eines iPhone „Fold“ wird im September dieses Jahres zusammen mit dem iPhone 18 Pro erwartet. Wie viel das neue Premium-Modell kosten soll, ist noch unklar. Vergleichbare Modelle von Samsung, wie das Galaxy Z Fold 7 (Test), starten mit einer UVP von 2.099 Euro. Dass auch bei Apple die Brandmauer von 2000 Euro für das Einstiegsmodell überschritten wird, vermutet auch Bloomberg.
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Starfield: Free Lanes: Freie Fahrt durchs All mit kostenlosen Inhalten und PS5-Support
Free Lanes stellt das größte Update für Starfield seit fast einem Jahr dar. Spieler können nun das All freier erkunden, Außenposten einfacher aufstellen, neue Quests absolvieren, eine neue Raumstation besuchen und vieles mehr. Starfield gibt es jetzt zudem für die PlayStation 5 (Pro).
Freie Fahrt mit Free Lanes
Free Lanes stellt einen großen Schritt für Starfield dar und geht gleich zu Beginn auf jahrelange Kritik am SciFi-Epos ein: Bisher waren Flugreisen nur der Weg bis zum nächsten Ladebildschirm, mit Free Lanes können Spieler während der Reise im Weltraum im Schiff umherlaufen (F gedrückt halten), das Schiff umgestalten, mit Crewmitgliedern sprechen und per Autopilot trotzdem von einem Planeten zum anderen reisen. Auf dieser Reise sollen zudem Events beziehungsweise Orte prozedural generiert werden, der Spieler soll darüber benachrichtigt werden. Im All gibt es zudem nun eine neue Raumstation namens „Anchorpoint“ mit Händlern und Quests.
Ganz so frei ist die Fahrt jedoch nicht, wie ComputerBase feststellen konnte. Zwar bringt der Autopilot den Spieler von einem Planeten zum anderen, doch Landen ist weiterhin einer Animation vorbehalten. Hier kann Starfield weiterhin nicht ganz an No Man’s Sky heranreichen. Eine Verbesserung ist der Autopilot sowie die freie Bewegung im Schiff jedoch allemal.
X-Tech bringt legendäre Mods
Das Update geht jedoch über die All-Erkundung hinaus und liefert mit der Resource „X-Tech“ einen neuen Upgrade-Baustein, der Waffen, Ausrüstung und Schiffe verbessert und neue „legendäre“ Modifikationen ermöglicht. X-Tech gibt es für das Besiegen von Bossen, in Truhen oder in Raumschiffwracks.
- Legendäre Waffeneffekte können mit X-Tech immer wieder neu gewürfelt werden.
- Legendäre Gegenstände der Stufe 3 können mit X-Tech und Credits auf die neue Stufe 4 verbessert werden. Darunter auf Saboteur, Leichtsinn und Rätselhaft.
- Mit „hochwertig“ und „außergewöhnlich“ gibt es nun zwei neue Qualitätsstufen über „Modern“.
- Mit einem neuen Terminal können Spieler auch Schiffsmodule und damit Schildstärke, Waffen, Antrieb oder Grav-Antrieb mittels X-Tech verbessern.
Bei einem neuen Spiel+ (NG+) kann bisherige Ausrüstung zudem jetzt mitgenommen werden, wenn zuvor ein Modul dafür gebaut wurde. Sternenblutkräfte lassen sich fortan ohne ein NG+ verbessern.
Außenposten: Jetzt mit Haustier und neuem Fahrzeug
Die Außenposten hat Bethesda ebenfalls angepasst: Es gibt nun einen gemeinsamen Container, der sich wie eine Enderchest mit allen anderen Außenposten synchronisiert – dort abgelegte Inhalte stehen Spielern deshalb in jedem Außenposten zur Verfügung. Eine neue Datenbank verschafft zudem einen Überblick über alle Außenposten, aber auch über alle Orte, an denen der Spieler jemals war. Abschließend gibt es noch ein neues Haustier, das einem riesigen Tausendfüßler ähnelt, aber nur zehn Füße hat.
Auf Planeten steht mit dem Mondspringer zudem ein neues Fahrzeug zur Erkundung zur Verfügung. Letztere soll zudem mit einer „größeren Vielfalt an Orten“ spannender werden.
- Es gibt neue Quests, ein neues Elite-Crewmitglied und neue Schiffsmodule.
- Vorgefertigte Gebäude/Module sollen das Bauen im Außenposten erleichtern.
- Spieler können jetzt 27 Actionfiguren in der Galaxis sammeln. Jede Figur gibt dem Spieler einen permanenten passiven Buff. (Ähnlich wie Wackelfiguren in Fallout; Anm. d. Red.)
- Das Update fügt neue Skins für ausgewählte Waffen im Constellation- und Neon-Stil hinzu.
- Alle Änderungen gibt es hier im Steam-Blog.
Probleme mit Mods zu erwarten
Ganz glatt läuft der Launch unterdessen jedoch nicht für Freunde des Moddings: Vorerst werden beliebte Modifikationen wie „StarUI Inventory“ Probleme verursachen, zu groß sind die Umbauten unter der Haube. Auch der oftmals notwendige Starfield Script Extender (SFSE) funktioniert wie üblich nach einem solch großen Patch noch nicht, wie die Redaktion bestätigten konnte.
In wenigen Tagen, vereinzelt auch Wochen, sollten die Mods jedoch durch Anpassungen durch die Mod-Ersteller wieder funktionieren.
Kostenloses Update kommt mit DLC
Alle Inhalte von Free Lanes sind heute zeitgleich mit dem neuen Story-DLC „Terrain Armada“ erschienen, der für 9,99 Euro (Steam) als zweite kostenpflichtige Erweiterung erworben werden kann. Mit dem heutigen Update werden alle DLCs und kostenfreien Inhalte auch erstmals für Sonys PlayStation 5 (Pro) veröffentlicht – Starfield ist damit offiziell auf dem Windows-PC, der Xbox und PlayStation verfügbar.
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Pillars of Eternity: Nach 11 Jahren kommt Option auf rundenbasierte Kämpfe
Auch wenn das Rollenspiel Pillars of Eternity bereits seinen elften Geburtstag gefeiert hat, gibt es etwas Neues zu berichten. Der im letzten Jahr versprochene Spielmodus für rundenbasierte Kämpfe wurde jetzt für die PC-Fassung veröffentlicht.
In einem neuen Trailer wird der „Turn-Based Mode“ (TBM) für Pillars of Eternity vorgestellt, der im vergangenen Herbst zunächst als Beta erschienen war. Jetzt ist der optional nutzbare Modus ganz offiziell Bestandteil des Spiels und wird per Update für die PC-Version auf Epic Games, GOG, Steam und in der Xbox App für PC verteilt.
TBM in Echtzeit an- und ausschalten
Der Modus für rundenbasierte Kämpfe lässt sich direkt beim Start eines Spiels auswählen oder je nach Belieben in Echtzeit mitten im Spiel an- und wieder abschalten. Über ein neues Menü in der Mitte des unteren Bildrands erfolgen die Befehle und der Rundenwechsel. Wem das bekannt vorkommt: Es ist augenscheinlich die gleiche Mechanik wie im Nachfolger Pillars of Eternity II: Deadfire. Allerdings verspricht Obsidian einige Verbesserungen.
Dazu zählt, dass jede Spielfigur nicht zwingend nur einmal pro Kampfrunde am Zug ist. Stattdessen sind sie „so oft an der Reihe, wie es ihre Initiative (basierend auf der Erholung durch Echtzeit mit Pause) zulässt“, heißt es in den Release Notes. Daher haben agilere Charaktere nun einen klaren Vorteil und können dank hoher Geschicklichkeit und leichterer Rüstung schlicht öfter in den Kampf eingreifen. Im Gegenzug sollen sehr langsame Charaktere mit schwerer Rüstung auch schon einmal eine Runde auslassen müssen.
Update behebt auch Fehler
Neben weiteren Anpassungen für den TBM bereinigt das Update auch einige Problemstellen. Zum Beispiel sollen im Geisterzustand keine Aussetzer mehr passieren, wenn Fallen entschärft oder Schnellgegenstände genutzt werden. Ein Fehler, durch den Charaktere während Zwischensequenzen in einer Laufanimation feststecken konnten, sei ebenso behoben. Zudem kann der Schnellmodus nun direkt aktiviert werden, ohne zuvor den Langsammodus deaktivieren zu müssen.
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