Nach dem „Anti-Melt-Kabel“ von Cybenetics (Test), einem potenziell günstigen Produkt, steht mit dem Thermal Grizzly WireView Pro II das nächste Werkzeug im Test, das Grafikkarten für stolze 120 Euro vor Schäden am 12V-2×6-Stromstecker schützen soll. Wie das in der Praxis funktioniert, klärt der Test.
Das Thermal Grizzly WireView Pro II im Test
Der 12V-2×6-Stromstecker sorgt immer wieder für Schäden an Grafikkarten. Vor allem die teuren Modelle mit gleichzeitig sehr hoher Leistungsaufnahme wie GeForce RTX 5090 und GeForce RTX 4090 sind davon betroffen. Ganz gleich welche Grafikkarte im Rechner steckt, welches Netzteil verbaut ist, welches Kabel als Verbindung genutzt wird und wie fest das Kabel in den Stecker gedrückt wird: Die 12V-2×6-Verbindung kann unbemerkt kritisch werden. Und kritisch bedeutet dann leider oft schmorende Stecker, beschädigte Grafikkarten und je nachdem auch ein beschädigtes Netzteil.
Das in dieser Woche bereits getestete Anti-Melt-Kabel von Cybenetics (Test) ist ein sehr guter, breit kompatibler und potenziell recht kostengünstiger Schutz vor Schäden an der eigenen Hardware. Doch ob es jemals in den Verkauf gehen wird, ist aktuell noch unklar.
Einen Schritt weiter ist dagegen Thermal Grizzly mit dem WireView Pro II. Das Produkt unterscheidet sich zwar deutlich vom Anti-Melt-Kabel und ist mit einem Preis von 120 Euro auch nicht günstig, schützt die Hardware aber genauso effektiv – und bietet noch weitere Funktionen. Die Kehrseite der Medaille: die Kompatibilität ist etwas eingeschränkt.
Die Unterschiede zwischen beiden Produkten fangen bereits beim Formfaktor an. Denn das WireView Pro II ist kein einfaches Kabel, sondern eine kleine Elektronik-Box, die auf den 12V-2×6-Stromstecker der Grafikkarte gesetzt wird. Das Netzteilkabel wird ebenso an das Gerät angeschlossen und damit gibt es eine direkte Verbindung.
Das Thermal Grizzly WireView Pro II im Test
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Das Thermal Grizzly WireView Pro II im Test
Viel Luxus mit Display, aber nicht immer kompatibel
Die Bauweise der Thermal-Grizzly-Lösung hat ihre Vor- und Nachteile. Ein Problem zum Beispiel ist, dass das Gerät nicht mit jeder Grafikkarte kompatibel ist. Ist der Stromstecker zu tief oder schräg auf dem PCB platziert, kollidiert das Gehäuse des WireView Pro II mit der Grafikkarte. Nvidias Founders Edition der RTX-5000-Modelle sind also nicht kompatibel. Dasselbe gilt für weitere 3D-Beschleuniger, vor allem Produkte von Asus (z.B. ROG Matrix), Gigabyte, MSI und Zotac sind betroffen.
Das klingt nun schlimmer als es ist, die meisten Grafikkarten passen. Aber eben nicht alle, was es vor dem Kauf zu bedenken gilt. Thermal Grizzly bietet eine umfassende Kompatibilitätsliste (PDF) an. Wer seine Grafikkarte nicht auf dieser Liste findet, soll sich vor dem Kauf an den Support wenden.
Auch beim CPU-Kühler muss ein wenig aufgepasst werden. Vor allem sehr große Kühler wie zum Beispiel der Noctua NH-D15 G2 können je nach Grafikkarte beziehungsweise Positionierung des Stromanschlusses den Einbau verhindern. Hier kann es hilfreich sein, einen Blick auf die Abmessungen des WireViews (PDF) zu werfen. Wer seine Grafikkarte dort noch nicht findet, soll den Support kontaktieren.
Darüber hinaus gibt es das WireView Pro II in zwei Konfigurationen beziehungsweise Richtungen: „Normal“ und „Reversed“. Je nach verbauter Richtung des Stromsteckers wird die N-Variante (Sense-Pins Richtung PCB) oder die R-Variante (Sense-Pins Richtung Grafikkarten-Lüfter) benötigt.
Den WireView Pro II gibt es „Normal“ und „Reverse“, je nachdem, wie die eigene Grafikkarte bestückt ist (Bild: Thermal Grizzly)
Mit kleinem Lüfter, der nicht immer läuft
Das sind die Nachteile des Designs des WireView Pro II, aber natürlich gibt es auch Vorteile. So hat das Gerät zum Beispiel einen kleinen Lüfter verbaut. Da die beiden Stromstecker von Grafikkarte und Netzteil auf engem Raum zusammengebaut sind, entsteht schnell eine große Hitze. Der im Durchmesser 30 mm große Lüfter soll die Temperaturen niedrig halten. Es gibt eine Lüftersteuerung, die die Lüftergeschwindigkeit im Bereich von 0 bis 100 Prozent regelt. Ab 51 Grad Celsius, gemessen in beiden Stromverbindungen (In und Out), dreht der Lüfter mit 10 Prozent und in 3-Grad-Schritten wird die Drehzahl dann um weitere 10 Prozent erhöht. 100 Prozent liegen ab 78 Grad an.
Das Thermal Grizzly WireView Pro II im Test
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Das Thermal Grizzly WireView Pro II im Test
Der Lüfter selbst ist bei jeder Drehzahl hörbar, wobei es zwischen 10 und 100 Prozent akustisch kaum einen Unterschied gibt. Der Geräuschpegel ist niedrig genug, sodass er im Spielebetrieb zumindest bei den meisten Grafikkarten-Modellen untergehen wird. Die gute Nachricht ist zudem, dass er erst bei einer gemessenen Temperatur von 51 Grad Celsius anspringt. Auf dem Windows-Desktop steht er also still, sodass das WireView Pro II dann lautlos ist.
Die Ansicht des Displays lässt sich konfigurieren
Der größte Vorteil der Bauweise des WireView Pro II ist aber ein anderer: Es gibt ein Display. Dieses bietet verschiedene Ansichten, die mittels eines kleinen Knopfes durchgeschaltet werden können. Die Ansichten geben dann verschiedene Informationen aus und bereiten alle Messdaten, die das Gerät bietet, optisch auf. Und das sind durchaus eine ganze Menge.
Die Hauptansicht zeigt gleich sämtliche Daten an, jedoch gehen manche Details verloren. Die aktuelle Leistungsaufnahme über den Stromstecker wird angezeigt, die höchste gemessene Temperatur an beiden Stromsteckern, den Status des Lüfters, die maximal erlaubte Leistungsaufnahme über das Stromkabel zur Grafikkarte und die Stromstärke über alle sechs Stromleitungen des Kabels. Letztere wird aber nur grob als Grafik ohne genauen Zahlenwert angezeigt.
Die zweite Ansicht beschränkt sich dann auf einige wenige Messwerte und hält es eher simpel, dafür aber deutlich übersichtlicher. Die restlichen Ansichten geben dann die Details wieder. Die Stromstärke aller Leitungen mitsamt genauen Messwerten kann protokolliert werden sowie die separaten Temperaturen beider Stromstecker (In und Out). Darüber hinaus können auf dem Bildschirm die Messwerte zweier optional anschließbarer Temperatursensoren dargestellt werden, die im Lieferumfang enthalten sind.
Die Display-Informationen des Thermal Grizzly WireView Pro II
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Die Display-Informationen des Thermal Grizzly WireView Pro II
Das Display selbst nutzt ein TFT-IPS-Panel und ist im Praxis-Einsatz gut ablesbar. Auch durch eine geschlossene Glas-Seitentür ist das Display gut zu entziffern. Die Helligkeit kann konfiguriert werden, genau zehn Helligkeitsstufen stehen zur Verfügung. Die höchste Stufe lässt auch den Betrieb bei Tageslicht problemlos zu. Was leider nicht geht, ist das Display völlig abzuschalten, es bleibt durchweg aktiv. Das kann unter Umständen stören, hier sollte Thermal Grizzly in Zukunft auch ein vollständiges Abschalten erlauben. Dies könnte vermutlich problemlos durch ein Firmware-Update ermöglicht werden. Das kann grundsätzlich über einen USB-Type-C-Anschluss durchgeführt werden und Update sind per se auch geplant.
Vielfältige Konfiguration per Display
Das Display erlaubt nicht nur die optische Darstellung sämtlicher Messdaten, auch die Optionen können darüber eingestellt werden. Und davon gibt es eine ganze Menge. Es können verschiedene Skalierungsstufen der Displaydarstellung gewählt werden. Sich maximal 10 Ampere darstellen zu lassen, ergibt zwar auf einer GeForce RTX 5090 Sinn, auf einer GeForce RTX 5070 aber kaum.
Nicht nur die optische Darstellung des Displays kann konfiguriert werden, sondern auch die Limits für die Schutzfunktionen: Ab welcher Stromstärke, Temperatur und Leistungsaufnahme gewarnt wird, ist konfigurierbar. Dasselbe gilt auch für eine manuell gesetzte Lüfterdrehzahl und nach wie vielen Sekunden Überschreitung der gesetzten Parameter Warnungen ausgegeben werden sollen. Genaue Details der Einstellmöglichkeiten finden sich in der folgenden Liste.
Die Einstellmöglichkeiten des WireView Pro II
Display-Skalierung mit 5 A, 10 A (Standard), 15 A, 20 A
Display-Leistungsaufnahme mit 300 Watt und 600 Watt (Standard)
Display-Temperaturquelle: Kabel-Eingang, Kabel-Ausgang, Extern 1 oder Extern 2
Lüftersteuerung: Auto (Standard), 0 bis 100 %
Stromstärke Limit pro Pin: 0,5 A bis 20 A, 10 A (Standard)
Total-Leistungsaufnahme Limit: 50 bis 1.550 Watt, 600 Watt (Standard)
Temperatur-Limit: 5 bis 125°C, 80°C (Standard)
Wartezeit Auto-Shutdown: 1 bis 250 Sekunden, 10 Sekunden (Standard)
Shutdown-Verhalten: lang oder kurz gedrückte Power-Taste
Display-Rotation: 0 oder 180°
Display-Helligkeit: 10 bis 100 %
Die Software zeigt Potenzial – ist aber noch nicht fertig
Der USB-Type-C-Anschluss beim WireView Pro II ist nicht nur für Firmware-Updates gedacht, darüber hinaus arbeitet Thermal Grizzly auch an einer Windows-Software. Die Betonung liegt dabei aber auf „arbeitet noch“, denn sie ist noch nicht fertig und macht auch noch Probleme. Sie ist aktuell noch nicht für den dauernden Einsatz geeignet, zeigt aber, in welche Richtung die Entwicklung läuft – und diese ist positiv.
Die Software kann schlussendlich dasselbe wie das Display des Gerätes, ist nur viel übersichtlicher und es muss nicht für jede Information auf den WireView Pro II geblickt werden. Auch hier gibt es eine Übersichtsseite, konfigurierbare Detailseiten und es lässt sich einstellen, mit welcher Geschwindigkeit protokolliert werden soll. Darüber hinaus lässt sich das WireView Pro II mitsamt sämtlicher Limits und Warnungen auch über das Tool konfigurieren.
Die unfertige Beta-Software des Thermal Grizzly WireView Pro II
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Die unfertige Beta-Software des Thermal Grizzly WireView Pro II
Protokollierung und Einstellmöglichkeiten wissen zu gefallen, die Software selbst wird aber noch ein paar Wochen oder Monate benötigen. So einiges funktioniert noch nicht richtig, angefangen von der Skalierung der Grafiken über eine Log-Funktion, die noch nicht funktioniert und eine andauernde GPU-Last von 10 bis 20 Prozent. Mehr als kurz ausprobieren, was es in Zukunft geben wird, ist das aktuell noch nicht. Immerhin, funktional geht einem außer der Log-Funktion der Daten nichts verloren. Mit dem Tool wird die Überwachung aber deutlich komfortabler werden.
Zusatzgarantie inklusive
Das WireView Pro II bietet mehr als nur die Überwachung der Grafikkarte. Denn Thermal Grizzly gewährt auch eine erweiterte Garantie: Falls WireView Pro II genutzt wird und die Grafikkarte dennoch einen Schaden am Stromstecker bekommt, kommt Thermal Grizzly für eine kostenlose Reparatur des Stromsteckers auf oder übernimmt notfalls den kompletten Austausch der Grafikkarte – was natürlich den Preis des Produktes nach oben treibt.
Aber Vorsicht: Dafür ist es notwendig, dass sämtliche Überwachungsparameter des Tools sowie Schutzfunktionen auf den Standard-Werten gelassen werden. Das Tool speichert diese Funktionen und Werte intern (auch ohne funktionierende Software-Log-Funktion) einmal pro Minute auf einem kleinen Speicher ab und wenn Thermal Grizzly bei einem Schadensfall erkennt, dass die Standardwerte gesetzt gewesen sind, gilt die Garantie.
Die Garantie gilt unabhängig von der Grafikkarten-Garantie für zwei Jahre nach dem ersten Einsatz des WireView Pro II. Genaue Details zu den Garantiebedingungen (PDF) finden sich bei Thermal Grizzly.
Das WireView Pro II in der Praxis
Im Praxiseinsatz zeigt sich das WireView Pro II von seiner einfachen Seite. Einfach das Netzteilkabel mit dem Gerät verbinden, dann das WireView Pro II auf die Grafikkarte setzen, fertig.
Die Installation
Einzig die Reihenfolge ist zu beachten, denn wer diese verdreht, übt auf den ohnehin empfindlichen Grafikkarten-Stromstecker einen seitlichen Druck aus, der potenziell zu Schäden führen kann. Erwähnenswert ist zudem, dass das WireView ziemlich fest auf den Grafikkarten-Stecker gedrückt werden muss. Hier ist es also wichtig, gerade auf das Gerät zu drücken, um laterale Lasten zu vermeiden. Alle weiteren Nutzerinteraktionen sind nur optional für einen guten Schutz, aber nicht notwendig.
Das Gerät ist dabei primär für eine GeForce RTX 5090 konfiguriert, sowohl was das Display als auch was die Schutzfunktionen angeht. Letztere können für andere Grafikkarten gleich gelassen werden – die maximalen Lasten für den Stecker sind bei diesen ja genauso hoch. Doch ist es sinnvoll, die optischen Einstellungen auf dem Display zu ändern. 10 Ampere sollten auf einer normal funktionierenden GeForce RTX 5070 zum Beispiel nie erreicht werden, auch wenn sie auf einer RTX 5090 normal sind. Mit einer sinnvolleren Skalierung lassen sich die Informationen dann besser ablesen.
Optional per Software auslesbar
Ebenso optional ist der Anschluss des USB-Type-C-Kabels. Dieses wird für Firmware-Updates und für die später finale Software benötigt, ist für den normalen Betrieb aber nicht notwendig. Auch die zwei im Lieferumfang enthaltenen Temperatursensoren sind optional. In dieselbe Kategorie gehört ein weiteres Kabel, das mit dem Power-Pin des Mainboards verbunden wird. Dieses wird benötigt, damit das WireView Pro II im Notfall den Rechner herunterfahren kann. Die Funktion ist natürlich praktisch, aber kein Must-Have. Denn die Warnungen gibt das WireView Pro II auch ohne diese aus. Es muss dann nur entsprechend schnell auch mit dem sofortigem Beenden der Lastphase und am besten dem sofortigen Abschalten des PCs manuell reagiert werden.
Im Notfall: Alarm und Notabschaltung
Im Notfall reagiert das WireView Pro II folgendermaßen: Wird eine durchgängige Überschreitung der maximal festgelegten Stromstärke oder Temperatur festgestellt, wird nach 14 Sekunden (der Wert lässt sich nicht abändern) ein piepender Alarm über einen auf dem Gerät verbauten Buzzer ausgegeben. Dieser ist sehr gut zu hören und auch unter einem Headset problemlos zu bemerken. Zugleich wird auch eine Warnmeldung auf dem Display ausgegeben.
Wer das WireView Pro II nicht mit dem Power-Pin auf dem Mainboard verbunden hat, muss nun selbst tätig werden und sollte schnellstmöglich die GPU-Last beenden und am besten zugleich den Rechner herunterfahren. Gibt es dagegen eine direkte Verbindung, dauert es zwölf Sekunden (bei eingestellten zehn Sekunden) bis das WireView Pro II selbstständig den Rechner ausschaltet. Wer will, kann optional auch konfigurieren, dass der Rechner nicht einfach ausgeschaltet wird (wie bei einem dauerhaft gedrückten Power-Schalter), sondern dass der Rechner normal herunterfährt (wie bei einem einmal gedrückten Power-Knopf). Windows muss dann aber entsprechend konfiguriert sein, sonst bleibt die Aktion ohne Reaktion.
Was das Tool auch kann, ist eine Warnung auszugeben, wenn die Stromstärke zweier Pins zu sehr voneinander abweicht. Zum Beispiel, wenn fünf Pins mit 9 Ampere arbeiten, der sechste aber nur mit 7 Ampere. Dann wird eine Warnung auf dem Display ausgegeben, die mittels des Schalters am WireView Pro II weggedrückt werden kann. Und auch sonst passiert nichts. Denn solange die generellen Stromstärke- oder Temperaturlimits nicht überschritten werden, ist so ein Ungleichgewicht nicht gefährlich, weswegen ein Warnton oder gar das Herunterfahren des Systems unnötig ist.
Aber so fällt eventuell schon früher auf, dass etwas mit dem Kabel oder dem Stecker nicht ganz korrekt ist. In dem Fall ist es ratsam, die Verbindungen noch einmal zu kontrollieren und alles erneut festzudrücken. Bleibt das Verhalten dann bestehen, ist kein sofortiger Ersatz nötig. Aber es sollte ein Auge drauf geworfen werden. Denn auch wenn es kein kritisches Problem gibt, gibt es durchaus ein Problem. Eines, das mit der Zeit schlimmer und dann zu einem kritischen Problem werden kann.
Zu starke Abweichungen sorgen für einen Hinweis
Fazit
Das Thermal Grizzly WireView Pro II ist die „Luxus-Variante“ zum Schutz der Grafikkarte vor Defekten am 12V-2×6-Stromstecker respektive -Kabelstrang.
Es gibt ein konfigurierbares Display, einen Lüfter, optionale zusätzliche Temperatursensoren, eine Software mit Konfigurations- und Protokollfunktion (nicht fertiggestellt) und die Möglichkeit, den Rechner bei Problemen automatisch ganz herunterzufahren. Und kommt es trotz des Einsatzes des WireView Pro II im Werkszustand zu einem Problem mit dem 12V-2×6-Stecker, übernimmt Thermal Grizzly im Rahmen einer Zusatzgarantie kostenlos die Reparatur oder, wenn nötig, den Ersatz (Details).
Das Thermal Grizzly WireView Pro II im Test
Das Gesamtpaket hat mit 120 Euro allerdings auch seinen Preis und im Vergleich zum „Anti-Melt-Kabel“ von Cybenetics (Test) büßt es auch Kompatibilität ein. Und natürlich ist es auch Geschmackssache, ob die eigene Grafikkarte dauerhaft damit bestückt sein soll.
Auf der Habenseite bekommt der Käufer eine Menge geboten und das Tool weiß, wenn es denn passt, in der Praxis zu überzeugen. Die Informationen sind vielfältig und auf dem Display einzusehen. Thermal Grizzly sollte aber auch schnellstmöglich die Software fertigstellen, damit der Blick auf das Display gar nicht erst notwendig ist.
Die Schutzfunktion hat sowohl bezüglich der akustischen Warnung als auch der Notabschaltung des PCs gut funktioniert. Der Ton ist prägnant, auch unter Kopfhörern fällt er sofort auf. Das Abschalten des PCs hat bei mehrmaligen Tests immer erfolgreich funktioniert, einzig die im Tool eingestellte Reaktionszeit wird nicht ganz eingehalten – aus 10 Sekunden werden so 12 Sekunden.
Nicht ganz optimal ist der kleine Lüfter, der bei einem neuen Produkt zwar nicht stört, aber abzuwarten bleibt, ob sich der Geräuschpegel nach Monaten der Nutzung ändert. Doch das wird sich erst zeigen müssen. Darüber hinaus wäre es schön, wenn sich das Display gänzlich abschalten lassen würde.
Vor dem Kauf muss zudem zwingend die Kompatibilitätsfrage geklärt werden: Es gibt WireView Pro II zwar in zwei Varianten für normal und um 180 Grad gedreht aufgelötete 12V-2×6-Buchsen, auf die gewinkelten Anschlüsse der aktuellen Founders Editions oder auf Buchsen, die vom Kühler deutlich überragt werden, passt WireView Pro II hingegen nicht.
Den WireView Pro II gibt es „Normal“ und „Reverse“, je nachdem, wie die eigene Grafikkarte bestückt ist (Bild: Thermal Grizzly)
Braucht es all die Features, das Display und auch die Garantie von Thermal Grizzly unbedingt für den sicheren Betrieb einer Grafikkarte mit dem 12V-2×6-Stecker? Sicherlich nicht, die Schutzfunktionen des Anti-Melt-Kabels (Test) sind genauso gut. Jedoch wird es letzteres im Handel vielleicht nie geben, das Grizzly WireView Pro II ist dagegen mit etwas Lieferzeit verfügbar – Vorbesteller der ersten Charge haben ihr Produkt dieser Tage bereits erhalten.
ComputerBase hat den WireView Pro II leihweise von Thermal Grizzly zum Testen erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.
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Google Pixel 10 Pro XL endlich günstiger: MediaMarkt mit Top-Deal
Endlich ist es soweit: Das Google Pixel 10 Pro XL knackt eine wichtige Preismarke. Bei MediaMarkt bekommt Ihr das Flaggschiff-Smartphone mit 512 GB Speicherplatz jetzt so günstig, wie nie zuvor. Wir haben uns den Deal näher für Euch angesehen.
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Die Smartphone-Highlights in aller Kürze
Das Google Pixel 10 Pro und Pro XL ähneln sich in ihrer technischen Ausstattung. Dementsprechend empfehlen wir Euch einen Blick in unseren Test zum Pixel 10 Pro, falls Ihr mehr zum Smartphone erfahren möchtet. Der Hauptunterschied liegt bei den Geräten in der Displaygröße. Diese ist beim XL mit 6,8 Zoll deutlich größer als bei der einfachen Pro-Version (6,3 Zoll). Weitere Highlights sind die sieben Jahre Sicherheits- und System-Updates, sowie die gestochen scharfe Auflösung in Verbindung mit dem leistungsstarken Google-Tensor-G5-Prozessor, der Euch mit 16 GB RAM und 512 GB Speicherplatz versorgt. Auch die Kamera auf der Rückseite ist in typischer Google-Manier richtig gut gelungen.
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Social-Media-Verbot für unter 16-jährige: Australien sperrt 4,7 Millionen Konten bei Facebook und Co
Bild: ChatGPT
Australien gilt mit dem Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren als Vorreiter. Nun zeigen sich erstmals die Auswirkungen der Altersgrenze. Bei rund 4,7 Millionen Konten wurde der Zugang gesperrt, meldet die australische Regulierungsbehörde eSafety.
Australien hatte das Verbot am 10. Dezember 2025 beschlossen. Das Gesetz sorgte weltweit Aufmerksamkeit. Zu den Plattformen, die die Altersgrenze umsetzen müssen, zählen Facebook, Instagram, Snapchat, Threads, TikTok, Twitch, X, YouTube, Kick und Reddit. Gaming-Dienste und Messaging-Apps wie WhatsApp sind nicht betroffen.
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„Ich bin mit diesen vorläufigen Ergebnissen sehr zufrieden“, sagt eSafety-Kommissarin Julie Inman Grant. Noch befinde sich der Prozess der Alterseinstufung in einer frühen Phase. Man erwarte nun weitere Fortschritte der Plattformen, um Konten von Jugendlichen präzise zu identifizieren.
Wie genau die Betreiber das Alter kontrollieren müssen, regelt das Gesetz nicht. Konkret heißt es, Plattformen müssen „signifikante Maßnahmen“ ergreifen. Falls nicht, drohen Strafen. Ohnehin sind es die sozialen Netzwerke, die die Verantwortung haben. Wenn sich unter 16-Jährige bei einem sozialen Netzwerk anmelden, müssen diese nicht persönlich mit Konsequenzen rechnen.
Dass die Vorgaben an die sozialen Netzwerke zu vage sind, war eine der Befürchtungen im Dezember. Ebenso wurde darauf verwiesen, dass Jugendliche die Altersgrenze einfach umgehen können. Für Grant ist das aber kein Gegenargument. Das Ziel sei, „Schäden zu verringern und kulturelle Normen neu zu setzen“. Als Vergleich nannte sie Tempolimits; diese würden auch nicht verhindern, dass manche zu schnell fahren, hätten aber einen positiven Effekt auf die Sicherheit.
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Australische Social-Media-Altersgrenze als Vorbild?
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Philips Hue will das Smart Home erneut neu definieren. Und diesmal geht es nicht nur um neue Lampen oder Farben. Sondern um echtes Verständnis für deinen Wohnraum. Mit Hue SpatialAware kündigt Signify eine Funktion an, die Licht nicht mehr einfach verteilt, sondern bewusst inszeniert.
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Auf der IFA 2025 stellte Signify die Hue Bridge Pro vor. Nun folgt der nächste Schritt: Bestehende Hue-Installationen mit mehreren älteren Bridges lassen sich ab sofort in ein gemeinsames System überführen. Die Migration erfolgt schrittweise und ohne Unterbrechungen im laufenden Betrieb.
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Insgesamt markieren diese Neuerungen eine strategische Weiterentwicklung des Systems. Beleuchtung wird stärker kontextbezogen umgesetzt, indem räumliche Faktoren, Plattform-Integration und softwaregestützte Assistenz enger zusammengeführt werden. Mit dem erweiterten Apple-Ökosystem, der Weiterentwicklung der KI-Funktionen und einer überarbeiteten App-Struktur positioniert Philips Hue sein Smart-Home-System zunehmend als adaptives Gesamtkonzept.