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Top 10: Der beste Fitness-Tracker im Test – gute Pulsuhren schon unter 100 Euro


Whoop 4.0 im Test

Whoop 4.0 will als Fitness-Wearable helfen, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit basierend auf wissenschaftlicher Grundlage zu optimieren. Für wen sich das Armband mit integriertem optischen Sensor lohnt, klären wir im Test.

VORTEILE

  • guter KI-Coach
  • integrierte Trainingsdatenbank für Kraftsport
  • guter Pulssensor

NACHTEILE

  • teuer
  • kein integriertes GPS
  • Stressmessung teilweise ungenau

Whoop 4.0 will als Fitness-Wearable helfen, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit basierend auf wissenschaftlicher Grundlage zu optimieren. Für wen sich das Armband mit integriertem optischen Sensor lohnt, klären wir im Test.

Im Segment der Fitness-Tracker ist das Whoop 4.0 in gleich mehrerlei Hinsicht ein besonderes Produkt. Denn anders als die Geräte von Fitbit, Garmin, Huawei und Co. verzichtet der Hersteller des Whoop-Bands auf ein Display. Gemessene Daten lassen sich dementsprechend nur in der App ablesen. Ferner bekommen Anwender das Whoop 4.0 weitestgehend kostenlos, müssen für die Nutzung aber ein kostenpflichtiges Abo abschließen.

Wir haben uns das Whoop 4.0 mit seiner einzigartigen Funktionsweise genauer angeschaut und klären in unserem Test, für wen sich die Anschaffung des Wearables und das zugehörige Abonnement lohnt.

Design: Wie trägt man Whoop?

Wie bereits erwähnt, verzichtet der Hersteller beim Whoop 4.0 vollständig auf ein Display. Damit möchte das Unternehmen eine seiner Meinung nach unnötige Ablenkung eliminieren und den Fokus auf die reine Datenanalyse legen. Das Gerät besteht dementsprechend aus einem kleinen schwarzen Gehäuse, in dem der Akku und die Sensoren des Trackers eingebaut sind, bestehend aus fünf LEDs mit grünem und infrarotem Licht sowie vier Fotodioden, die Herzfrequenz, Hauttemperatur und Blutsauerstoff messen.

Whoop 4.0

Neben dem eigentlichen Gerät ist im Lieferumfang ein gewebtes Stoffarmband und ein drahtloses Akku-Ladepack enthalten. Das Armband lässt sich flexibel in der Größe anpassen und wird am Gehäuse des Whoop 4.0 eingeklemmt. Mit einem Bügelmechanismus kann man anschließend das Armband am Handgelenk fixieren. Was auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig wirkt, entpuppt sich in der Praxis als durchdachte und bequeme Lösung, die dazu führt, dass man das Whoop 4.0 im Alltag kaum spürt.

Whoop bietet zudem eine Vielzahl an Zubehör an, darunter neben verschiedenen Armbändern aus unterschiedlichen Materialien und Bizepsbändern für das Tragen am Oberarm auch Arm-Sleeves oder Unterwäsche, in der man das Wearable platzieren kann. Dadurch hat man die Möglichkeit, das Whoop 4.0 an verschiedenen Stellen am Körper zu tragen und es weitestgehend unter der eigenen Kleidung verschwinden zu lassen. Für bestimmte Sportarten, bei denen ein Armband am Handgelenk hinderlich oder sogar gefährlich sein kann, ist das definitiv ein Vorteil gegenüber anderen Fitness-Trackern.

Das Whoop 4.0 ist übrigens nach IP68-Standard zertifiziert und übersteht damit ein Eintauchen in zehn Metern Wassertiefe für maximal zwei Stunden. Der Tracker eignet sich dementsprechend auch für den Einsatz bei diversen Wassersportarten.

Einrichtung: Kann man Whoop auch ohne Mitgliedschaft nutzen?

Das Whoop 4.0 funktioniert nur im Rahmen eines Abo-Modells. Die Einrichtung erfolgt ein wenig anders als bei einem herkömmlichen Fitness-Tracker. Möchte man das Whoop 4.0 ausprobieren, erstellt man einen Account bei Whoop und lässt sich das Whoop 4.0 zuschicken. Für Neukunden ist eine 30-tägige kostenlose Testphase inklusive. Sobald der Test abgelaufen ist, wird man in der App aufgefordert, ein Abo abzuschließen, damit man weiter alle Funktionen von Whoop nutzen kann.

Die Einrichtung des Trackers an sich funktioniert aber denkbar einfach. Wir laden die Whoop-App auf unser Smartphone herunter, loggen uns mit unserem Account ein und koppeln das Wearable via Bluetooth über die Geräteeinstellungen mit dem Handy. Nach erfolgreicher Kopplung können wir uns durch ein Tutorial klicken, das uns die wichtigsten Funktionen des Whoop-Bands und der App erklärt.

Aktivität & Training: Was zeichnet Whoop auf?

Obwohl es sich beim Whoop 4.0 um ein Fitnessarmband handelt, gibt es im Vergleich zu klassischen Smartwatches (Bestenliste) und Fitness-Trackern (Bestenliste) einige wesentliche Unterschiede. Das wichtigste Detail vorweg: Das Whoop verzichtet auf ein Display, sodass die Bedienung nur in Verbindung mit dem Smartphone möglich ist. GPS-Features oder ein Schrittzähler fehlen komplett.

Stattdessen misst Whoop die tägliche Belastung, der unser Körper ausgesetzt ist, und bewertet sie auf einer Skala von null bis 21. Um die jeweilige Anstrengung eines Tages zu berechnen, berücksichtigt der Tracker verschiedene biometrische Daten wie Herzfrequenz, Blutsauerstoffsättigung und Hauttemperatur. Der gesamte Belastungswert basiert dann sowohl auf körperlicher Aktivität wie Sport oder Arbeit als auch auf Stress und Erholungsmaßnahmen.

Zusätzlich gibt es eine Anzeige für den täglichen Stresslevel, den sogenannten Stress-Monitor. Dieser zeigt an, wie viel Zeit wir mit wie viel Stress verbracht haben. Dabei unterscheidet Whoop zwischen Phasen mit niedrigem, mittlerem und hohem Stress sowie Stress innerhalb und außerhalb von Belastungsaktivitäten sowie beim Schlafen. Diese Werte vergleicht der Tracker mit anderen Tagen und zeigt langfristige Trends auf, von denen wir ableiten können, ob bestimmte Aktivitäten uns besonders viel Stress verursachen. In der Praxis funktionierte das größtenteils zuverlässig und nachvollziehbar. Allerdings kam es in einem Fall zu seltsamen Werten, als die Testerin entspannt auf dem Sofa lag, das Whoop-Band aber einen hohen Stresslevel attestierte.

In Kombination mit dem Stress-Monitor können wir anhand der Logbuch-Funktion prüfen, wie sich bestimmte Verhaltensweisen auf unsere physische und psychische Gesundheit sowie Erholung auswirken. Dazu legen wir in der App eine Auswahl verschiedener Verhaltensweisen fest, etwa „Dehnübungen gemacht“, „genug Wasser getrunken“ oder „Spät arbeiten“. Die Optionen zur Personalisierung des Logbuchs umfassen eine Vielzahl unterschiedlicher Aktivitäten und Gewohnheiten aus den Bereichen Erholung, Ernährung, Gesundheitszustand, Lifestyle, Medikamente, mentale Gesundheit, Schlaf und mehr. Wer regelmäßig die entsprechenden Daten im Logbuch einträgt und eine Gewohnheit variabel ausführt, erhält in der App konkrete Informationen über deren Auswirkungen. Dabei unterscheidet Whoop, in welchem Maß eine Gewohnheit der eigenen Erholung hilft oder schadet. Im Fall unserer Testerin berechnete der Fitness-Tracker, dass die Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten wie Ibuprofen die Erholung um sieben Prozent verschlechtert.

Ob diese Analysen tatsächlich realistische Werte ergeben, lässt sich subjektiv schwer einschätzen. Wer sich die Mühe macht und über mehrere Tage die entsprechenden Daten im Logbuch einträgt, kann aber zumindest gewisse Trends ausmachen und erhält Anregungen, welche Gewohnheiten die physische und psychische Erholung beeinflussen könnten.

Neben den Gesundheitsdaten im Alltag zeichnet Whoop auch konkrete Trainingseinheiten auf. Körperliche Belastung registriert das Armband automatisch, wer aber eine bestimmte Sportart tracken möchte, muss die Aufzeichnung zunächst manuell in der App aktivieren. Hat man ein paar Einheiten derselben Sportart abgeschlossen, erkennt das Armband mit der Zeit aber automatisch, wenn man eine entsprechende Trainingseinheit ausführt. Wir haben die automatische Trainingserkennung mit dem Laufen ausprobiert, was in unserem Fall auch reibungslos funktioniert hat.

Starten wir ein Ausdauertraining, etwa Laufen oder Radfahren, können wir die Strecke aufzeichnen. Allerdings muss dafür die App auf dem Smartphone aktiv sein und Zugriff auf unseren Standort erhalten, weil das Whoop 4.0 nicht über ein eigenes GPS-Modul verfügt. Anhand unserer aktuellen Belastungsdaten empfiehlt uns die App ein spezifisches Belastungsziel, das wir aktivieren oder deaktivieren können. Erreichen wir das Ziel, erhalten wir eine Benachrichtigung in der App. Das Ziel berücksichtigt unsere Trainings- und Erholungsziele, die wir wiederum in der App festlegen können.

Nutzer, die das Whoop 4.0 vorwiegend für Krafttraining verwenden möchten, können sich den Strength-Trainer zunutze machen. Dabei handelt es sich um eine Art Trainingsdatenbank in der App, die vorprogrammierte Workouts unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade beinhaltet. Außerdem können wir mithilfe des Strength-Trainers eigene Trainingseinheiten erstellen und dabei sowohl Übungen als auch Sätze und Wiederholungen definieren. Die App gibt dann an, welche Muskelgruppen wir mit dem jeweiligen Training konkret belastet haben.

Ferner haben wir die Möglichkeit, in der App konkrete Ziele für Training und Fitness festzulegen. Dazu stellt uns Whoop in der App einige Fragen, auf deren Basis wir dann Empfehlungen für unseren Trainingsalltag erhalten. Empfiehlt Whoop uns in der App dann etwa basierend auf unserer aktuellen Erholung eine bestimmte Trainingsbelastung, können wir direkt über die App eine entsprechende Aktivität starten, um das Belastungsziel zu erreichen. Das funktionierte im Test absolut intuitiv und problemlos.

Neben der Belastungsaufzeichnung bietet die Whoop-App noch einen separaten Reiter für die Erholung. Dabei berücksichtigt Whoop verschiedene Werte wie unseren Schlaf, unsere Ruheherzfrequenz und unsere Herzfrequenzvariabilität. Um unseren Erholungswert zu berechnen, vergleicht die App die aktuellen Daten mit früheren Messungen und gibt einen Prozentsatz aus. Je niedriger unser Ruhepuls und je höher unsere Herzfrequenzvariabilität bei guter Schlafleistung ausfallen, desto besser bewertet Whoop unsere Erholung. Die gemessenen Werte für Ruhepuls und HFV wichen in unserem Fall nur minimal von den Daten unseres Kontrollgeräts (Garmin Fenix 7) ab. Entsprechend lassen sich also glaubwürdige Rückschlüsse über den Grad unserer Erholung aus den Analysen der Whoop-App ziehen.

Insgesamt bietet das Whoop 4.0 eine Vielzahl an Möglichkeiten, das eigene Training aufzuzeichnen, allerdings liegt der Fokus des Wearables primär auf der erlittenen Belastung. Daten wie Schritt- und Trittfrequenz, Durchschnittstempo oder VO2 Max sucht man vergebens. Dass man zudem für praktisch jede Aktivität das Smartphone benötigt, weil das Armband über kein eigenes Display verfügt, schränkt den Nutzen des Wearables beim Training ein. Wer auf Daten wie Herzfrequenz oder das Lauftempo angewiesen ist, kommt also um den Einsatz einer zusätzlichen Smartwatch einschlägiger Hersteller nicht herum. Das führt wiederum die Intention von Whoop teilweise ad absurdum, ein ablenkungsfreies Armband anbieten zu wollen.

Schlaf: Was kann Whoop alles messen?

Das Schlaf-Tracking gehört zu den zentralen Funktionen des Whoop 4.0, weil unser Schlaf signifikante Auswirkungen auf unsere Erholung hat. Der Tracker berechnet unsere Schlafaktivität anhand von Daten wie Herzfrequenz, Hauttemperatur, Dauer und den einzelnen Schlafphasen. Die von Whoop in der App aufbereitete Statistik berücksichtigt unsere Zeit im Bett, die Beständigkeit unseres Schlafs (also die Variabilität unserer Schlaf- und Weckzeiten), das Maß an erholsamem Schlaf sowie unser Schlafdefizit. Unsere Schlafleistung gibt an, wie viel wir geschlafen haben im Vergleich mit der benötigten Menge an Schlaf.

Die App erklärt sämtliche Schlafparameter in ausführlichen Informationsboxen. Alle Daten werden zudem in einzelnen Tabellen aufbereitet und vorangegangenen Tagen, Wochen und Monaten gegenübergestellt, sodass wir langfristige Trends ablesen können. Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt hat das Whoop 4.0 in unserem Test zuverlässig aufgezeichnet. Die Messungen der Schlafphasen entsprachen unserem subjektiven Empfinden und wichen nur geringfügig von den Daten unseres Kontrollgeräts ab.

Bei Bedarf kann man in der Whoop-App auch eine Weckfunktion aktivieren. Das Whoop 4.0 weckt seinen Nutzer dann entweder zu einer bestimmten Uhrzeit oder auf Wunsch im Rahmen eines Zeitfensters mit der intelligenten Weckfunktion. Das Band vibriert dann, wenn wir uns entsprechend der Messung unserer Schlafphasen gerade besonders nahe am Wachzustand befinden. Um die Vibration zu deaktivieren, müssen wir mit dem Finger auf die Oberseite des Whoop-Bands tippen. Das funktionierte im Test nicht immer zuverlässig.

Features: Welche Funktionen gibt es noch?

Neben den zahlreichen Analyse-Funktionen für Belastung, Erholung und Schlaf verfügt das Whoop 4.0 über einen integrierten K.I.-Bot. Dieser sogenannte Whoop-Coach befindet sich derzeit noch in der Beta-Phase, funktioniert aber in deutscher Sprache und beantwortet uns Fragen zu unseren Daten. Wir können beispielsweise nach konkreten Trainingsempfehlungen fragen oder um eine Einschätzung unserer Schlafdaten bitten. Dabei gilt: Je mehr Daten das Whoop-Band bereits über uns gesammelt hat, desto genauer und umfangreicher fallen die Antworten des Bots aus. In unserem Fall hat die K.I. durchaus nachvollziehbare Antworten auf unsere Fragen gegeben. Die Antwortzeit blieb mit wenigen Sekunden dabei jederzeit im annehmbaren Rahmen.

Für Frauen bietet das Whoop 4.0 übrigens noch die Möglichkeit, den eigenen Zyklus aufzuzeichnen. Dabei kann man Symptome wie einen aufgeblähten Bauch oder konkrete Schmerzen über das Logbuch notieren. Tragen wir den Beginn der Periode ein, informiert uns die App über die aktuelle Zyklusphase und berät uns zur Trainingsintensität. Außerdem macht Whoop konkrete Angaben zur Schlafeffizienz, abhängig von unseren Zyklusdaten. Die Empfehlungen in der App sind hilfreich für Frauen, die zyklusbasiert trainieren möchten. Leider verzichtet Whoop auf eine Option, mit deren Hilfe wir unsere Körpertemperatur und weitere Zyklusdaten notieren können. Für Methoden wie NFP ist das Zyklustracking von Whoop daher nicht geeignet.

Akku: Wie lange läuft das Whoop 4.0?

Whoop gibt die Akkulaufzeit des Whoop 4.0 mit rund fünf Tagen an. Diesen Wert konnten wir in unserem Test bestätigen: Nach drei Trainingseinheiten in fünf Tagen zu je etwa anderthalb Stunden war die Ladung des Akkus nach knapp fünf Tagen erschöpft. Der Hersteller liefert den Tracker aber mit einem kabellosen Akku-Pack aus, das ebenfalls wasserdicht ist. Dadurch kann man die Laufzeit des Wearables deutlich verlängern, ohne es ablegen zu müssen. Das Akku-Pack wird einfach über das Whoop-Band geschoben und lädt den Akku dann unterwegs wieder auf. Um das Akku-Pack selbst aufzuladen, ist im Lieferumfang ein USB-C-Ladekabel enthalten. Wer möchte, kann außerdem zusätzliche Akku-Packs im Online-Shop von Whoop zum Preis von 49 Euro (genauer gesagt 59 Euro für variable Farben) erwerben.

Preis: Wie viel kostet Whoop 4.0?

Anders als die meisten anderen Anbieter am Markt für Wearables verfolgt Whoop ein Preismodell, das nicht auf dem Modell „Buy to Use“ basiert. Anstatt also einmalig mehrere hundert Euro für das Whoop 4.0 zu investieren, müssen Nutzer ein Abonnement abschließen. Darin enthalten sind das Whoop 4.0 als Neugerät oder generalüberholtes Gebrauchtmodell inklusive Superknit-Armband und Akkupack. Neukunden können den Tracker für 30 Tage kostenlos testen. Am Ende der Testphase muss man dann ein kostenpflichtiges Abo abschließen, andernfalls wird das Whoop 4.0 nutzlos.

Für das Abonnement bietet Whoop verschiedene Bezahlpläne an. Ein Monatsabo kostet 30 Euro, allerdings liegt die Mindestlaufzeit bei 12 Monaten. Nach Ablauf der 12 Monate ist das Abo jeweils monatlich kündbar. Alternativ können wir auch direkt ein Jahresabo abschließen und auf einen Schlag 264 Euro zahlen. Die monatlichen Kosten belaufen sich dann auf 22 Euro. Die teuerste Version ist Whoop Pro. Hier zahlen wir einmalig 408 Euro (34 Euro pro Monat), erhalten dafür aber 20 Prozent Rabatt auf alle Artikel im Shop sowie einen Gratisartikel alle drei Monate.

Fazit: Für wen lohnt sich das Whoop?

Der Hersteller hat mit dem Whoop 4.0 eine klare Zielgruppe vor Augen, nämlich die der Daten-Nerds. Wer am liebsten jedes noch so kleine Detail tracken und den Körper minutiös überwachen möchte, kommt mit dem Whoop 4.0 definitiv auf seine Kosten. Der Umfang der Datenanalysen ist immens und erlaubt tiefgreifende Einblicke in die eigenen Gewohnheiten.

Am Ende muss sich Whoop aber die Frage gefallen lassen, wer dieses Wearable wirklich benötigt. Zwar bewirbt der Hersteller explizit damit, dass der Tracker ein ablenkungsfreies Training ermöglicht, aber diese Prämisse läuft ins Leere, wenn wir für viele Features eben zum Smartphone greifen oder auf andere, zusätzliche Tracker und Smartwatches ausweichen müssen.

Ja, das, was das Whoop 4.0 machen soll und will, macht es gut. Aber ob man dafür wirklich 22 Euro oder mehr im Monat zahlen muss, lässt sich nur sehr individuell beantworten. Denn alle Funktionen und Analysen, die Whoop bietet, liefern auch die Mitbewerber am Markt für smarte Wearables und Fitness-Tracker. Eine Garmin Fenix 7 zeichnet genauso den Schlaf, die Herzfrequenz und die Belastung auf wie das Whoop 4.0 und hat zudem noch viele weitere nützliche Features zu bieten, dank derer man wirklich auf ein Smartphone verzichten kann.

Möchte man zusätzlich noch Gewohnheiten tracken, die sich möglicherweise auf die eigene Erholung auswirken, kann man das auch ohne Whoop tun – nämlich ganz altmodisch mit Stift und Papier oder mit einer kostenlosen Smartphone-App wie Habitnow oder Daylio. Das Whoop 4.0 ist also letztlich nur für diejenigen Nutzer interessant, die typische Trackingfeatures für Schlaf, Belastung und Erholung nicht mit anderen Maßnahmen aufzeichnen können oder wollen.



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Social Media: Erster Bundesstaat in Indien plant ein Verbot für Kinder


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Im südindischen Bundesstaat Karnataka soll es erstmals in ganze Indien ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige geben. Siddaramaiah, der Regierungschef des Bundesstaates hat dies am vergangenen Freitag in seiner jährlichen Haushaltsrede angekündigt, berichtet Reuters. Wann das Verbot in Kraft treten soll, sei bisher noch nicht bekannt. Auch wie genau das Verbot durchgeführt werden soll, erläutert Reuters nicht.

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Das erklärte Ziel sei es, Kinder vor negativen Effekten der Smartphone-Nutzung zu schützen. Fast ein Viertel der 67,7 Millionen Bewohnerinnen und Bewohner Karnatakas fielen in diese Altersgruppe. Besonders Bengaluru, die Hauptstadt des Bundesstaates, gilt als weltweiter Tech-Knotenpunkt mit Standorten von Apple, Microsoft, Google und Amazon.

In Indien gehen laut Marktforschern über eine Milliarde Menschen online. Es ist damit eines der größten Länder für Social Media. Ebenso viele indische Nutzer hat etwa Meta kombiniert bei Facebook, Instagram, aber auch Whatsapp. Metas technischer Direktor Andrew Bosworth bestätigte jüngst erneut, dass die meisten Nutzer von Meta-Diensten in Indien leben.

Auch in benachbarten Bundesstaaten würde man über ähnliche Verbote nachdenken, so Reuters. The Indian Express berichtete vergangenen Sonntag unter Berufung auf Regierungsquellen zudem, dass sich die Regierung der Republik Indien über abgestufte Altersrestriktionen in sozialen Medien berate.

Altersgrenzen für die Social-Media-Nutzung werden aktuell auch in Deutschland diskutiert. Erst im Februar hat der CDU-Bundesparteitag beschlossen, dass die Regierung eine Altersgrenze von 14 Jahren für soziale Medien auf den Weg bringen soll. Auch die SPD hatte zuvor ein Social-Media-Verbot bis zum 14. Lebensjahr gefordert.

Schon im Dezember des vergangenen Jahres ist in Australien ein Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren in Kraft getreten. Im Zuge dessen wurde der Zugriff zu etwa 4,7 Millionen Social-Media-Accounts gesperrt. Ähnliche Regelungen sind unter anderem auch in Großbritannien, Frankreich und Griechenland geplant.

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(mho)



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Trend für Industrie und Haushalt: Digitale Sicherungen und FI-Schutzschalter


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Die Fachmesse Light + Building 2026 positioniert sich als Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik und zieht Architekten, Lichtesigner, Elektriker, Planer und Smart-Home-Integratoren gleichermaßen auf das Frankfurter Messegelände. Unter den Ausstellern sind auch die großen Hersteller für Elektroinstallationsmaterial und viele haben Produktneuvorstellungen dabei. Ein Trend an vielen Ständen: Die neue Generation von Leitungsschutzschaltern (umgangssprachlich Sicherungsautomaten), RCDs (auch bekannt als FI-Schutzschalter) und anderen Schutzvorrichtungen ist mit Digitaltechnik ausgestattet und aus der Ferne überwach- und steuerbar.

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An Privat- und Firmenkunden gleichermaßen richtet sich Smart-Home-Hersteller Shelly mit seinen vernetzten Sicherungsautomaten, die nach Aussagen am Stand gegen Mai 2026 in Deutschland verfügbar sein sollten. Die Modellreihe Pro CB hat WLAN und LAN verbaut, wird 1-, 2-, 3- und 4-polig angeboten und kann aus der Ferne ein- und ausgeschaltet werden. Löst der Automat wegen Überlast oder Kurzschluss aus, muss aber aus Sicherheitsgründen ein Mensch vor Ort den Schalter umlegen – kann sich aber beispielsweise eine Alarmnachricht einrichten, um vom Problem frühzeitig zu erfahren.

Die Pro-CB-Reihe ist eher für Gewerbeimmobilien gedacht. Mehr an Privatkunden richtet sich die Reihe MCB. Das sind einphasige Automaten, die entweder per Bluetooth und Zigbee oder per Z-Wave mit der Außenwelt kommunizieren. Anders als die Pro-CB-Modelle können diese auch den Energiefluss überwachen. Weil sie Energiefluss in beide Richtungen erkennen, eignen sie sich auch zum Überwachen von Erzeugungsanlagen, also beispielsweise fürs Balkonkraftwerk.



Shelly steigt ein ins Geschäft mit vernetzten Sicherungsautomaten, die man aus der Ferne steuern und überwachen kann. Eine Produktlinie ist für Gewerbeimmobilien gedacht, eine andere für Privathaushalte.

(Bild: Jan Mahn / heise medien)

Wer Energiefluss messen und überwachen möchte, wird auch bei Eaton fündig. Der Hersteller hatte Prototypen von kompakten Quadern mit einem oder 3 Löchern dabei, die auf einem Leitungsschutzschalter Platz finden. Durch die Löcher werden die Leiter geführt, dann kann berührungslos der Strom gemessen werden. Die Daten funken die Eaton-Quader an eine Auswertungseinheit für die Hutschienenmontage, von dort gelangen sie zum Beispiel in eine Visualisierung. Ähnliche Hardware gibt es bereits von Schneider Electric auf dem Markt, der Hersteller setzt für die Datenauswertung auf das Protokoll Modbus. Anwendungsgebiete für solche Messgeräte gibt es sowohl in der Industrie als auch im Privathaushalt – um zum Beispiel zu überwachen, wie viel Energie die Waschmaschine beansprucht.



Eaton entwickelt Strommessaufsätze für einen oder mehrere Leiter, die Messdaten an eine Auswertungseinheit verschicken.

(Bild: Jan Mahn / heise medien)

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Klar eine industrielle Zielgruppe spricht Hager mit einem neuen Produkt an: Der Elektrotechnikhersteller hat Prototypen neuer Sicherungsautomaten mit zur Messe gebracht, die vielleicht noch 2026 auf den Markt kommen sollen – wenn bis dahin alle Zertifizierungen abgeschlossen sind, wie man vor Ort erklärt. Weil sie digital abschalten, muss die Zuverlässigkeit der Auslösung erst bewiesen werden. Die Automaten mit zwei Teilungseinheiten Breite haben ein Display, das ihre Parameter anzeigt. Die Besonderheit: Der Mitarbeiter am Stand konnte, verbunden per Bluetooth, Parameter wie die Auslösecharakteristik ändern und aus der Ferne schalten. Auf Wunsch kann der Automat wie ein RCD auf Fehlerströme reagieren oder als Brandschutzschalter arbeiten, der Lichtbögen erkennt und frühzeitig auslöst. Ob das marktreife Produkt wirklich Bluetooth oder eine andere als Schnittestelle bekommt, sei noch nicht in Stein gemeißelt, erfuhren wir am Stand.



Hager zeigt, wohin die Reise bei Leitungsschutzschaltern und RCDs gehen kann. Die am Stand gezeigten Prototypen ließen sich per Bluetooth konfigurieren. Ein C16-Automat wird dann beispielsweise per Software zu einem mit der Auslösecharakteristik C20. Außerdem erkennt er Fehlerströme und Lichtbögen.

(Bild: Jan Mahn / heise medien)

Auch Siemens hat sich Gedanken gemacht, wie man klassische Schutzvorrichtungen weiterentwickeln kann. Bereits länger auf dem Markt sind Fernantriebe namens RCA, die neben einem RCD positioniert werden und den Hebel motorisch wieder umlegen können. Außerdem können die Fernebedieneinheiten automatische RCD-Tests durchführen und die Ergebnisse auch direkt protokollieren und per Netzwerk versenden. Das spart Arbeit besonders in Umgebungen, in denen eine werktägliche Prüfung und Dokumentation vorgeschrieben ist.



Neu im Siemens-Sortiment ist ein vierpoliges ECPD.

(Bild: Jan Mahn / heise medien)

Die nächste Evolutionsstufe heißt bei Siemens EPCD, Electronic Circuit Protection Device und funktioniert ähnlich wie die Prototypen bei hager. Die elektronischen Schutzschaltgeräte schalten elektronisch und nicht elektromechanisch ab, Schutzfunktionen und Verhalten sind parametrierbar. Auch automatische Tests mit Protokollen sind möglich. Parametrierbar ist zum Beispiel eine Differenzstromerkennung, die bei einem Fehlerstrom aber anders als ein RCD nicht direkt auslöst und abschaltet. Typischer Einsatzbereich sind hochverfügbare Rechenzentren. Kommt es zu einem Fehlerstrom, also einem Abfluss von Strom über Gehäuse und PE-Leiter, kann zum Beispiel über einen Schaltkontakt am EPCD eine Warnanlage aktiviert werden – die geschulten Admins wissen dann, dass sie bis zur Behebung des Problems die Finger vom Serverschrank lassen müssen. Ein weiterer Vorteil elektronischer Schutzschaltgeräte: Die Schaltung ist in der Lage, hohe Anläufströme von Kurzschlüssen zu unterscheiden und somit Fehlauslösungen zu vermeiden. Auf der Messe hatte Siemens ein neues dreiphasiges EPCD dabei, das ganz frisch auf dem Markt ist.

Neben vernetzten Schutzvorrichtungen zeigen die Hersteller auf der Messe Haus-, Industrie- und Spezialbeleuchtung in allen Preisklassen – von billigen Deckenleuchten bis zu Designerstücken für gehobene Ansprüche. Der andere Schwerpunkt heißt klassisch Hausautomation oder modern Smart Home. Das in Europa verbreitete Protokoll KNX und das große Herstellerökosystem dominiert klar die Messehallen. Hin und wieder spielen auch Matter und Thread eine Rolle.

Neu im Geschäft mit Matter ist der deutsche Industriekomponenten- und Verbindungstechnikhersteller Wago. Der hat eine Home-Automation-Produktreihe mit kleinen Relaiskistchen aufgelegt, die Platz hinter Schaltern und Steckdosen finden sollen. Die kommunizieren entweder per Thread oder WLAN, sind im Matter-Universum zu Hause und zum Beispiel in einem Zuhause mit Apple Home schnell eingerichtet. Wie bei Wago nicht anders zu erwarten, haben sie keine Schraub- sondern Hebelklemmen für die Leiter. Ab Mai sollen die Geräte auf dem Markt ankommen.

Die Light + Building läuft noch bis zum 13. März auf dem Frankfurter Messegelände.


(jam)



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Alibaba-Forscher: KI-Agent entwickelt Eigenleben beim Training


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Ein KI-Agent in China hat während seiner Trainingsphase ein Eigenleben entwickelt und nebenbei heimlich Kryptowährung geschürft. Wie Forscher, die dem chinesischen Internetkonzern Alibaba nahestehen, jetzt in einem Forschungspapier darlegen, fiel das erst auf, als die Firewall des Unternehmens merkwürdige Aktivitäten anzeigte, die von den Trainingsservern ausgingen.

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Der KI-Agent ROME, der auf dem Mixture-of-Experts-Modell Qwen3 basiert, dient eigentlich dazu, Programmieraufgaben zu übernehmen. Er soll Code schreiben, Fehler untersuchen und Software-Repositorys reparieren – laut Paper aber auch allgemeine Workflows wie Reiseplanung oder GUI-Steuerung bewältigen. Das merkwürdige Verhalten habe der KI-Agent aus sich heraus entwickelt, heißt es in dem Papier. Eine untergeschobene Anweisung, eine sogenannte Prompt Injection, oder eine anderweitige Manipulation schließen sie aus. Neben dem Kryptomining habe das Open-Source-Modell auch noch eine Tunnelverbindung ins Internet aufgebaut (Reverse SSH), um die Sicherheitssysteme zu umgehen.

Der dokumentierte Vorfall zeigt einmal mehr Risiken und Nebenwirkungen davon, wenn KI-Systeme vollen Zugriff auf Dateien und das Netz haben. Die Forscher werten das als deutliches Warnsignal: Aktuelle Agenten-Modelle seien in Sachen Sicherheit und Kontrollierbarkeit noch nicht ausgereift. Laut dem AI Agent Index 2025 fehlen einheitliche Sicherheits- und Verhaltensstandards für KI-Agenten bisher fast völlig. Besonders der Aufbau einer abgesicherten Verbindung nach außen sei ein erhebliches Sicherheitsrisiko gewesen. Die Forscher erklären das Verhalten des KI-Agenten nicht mit bösen Absichten. Die Software habe nur getan, was ihr beim Training als nützlich erschien. Dass autonome Systeme dazu neigen, vorgegebene Regeln für die Zielerreichung zu missachten, belegen auch aktuelle Benchmarks.

Ähnliches wurde auch schon bei dem KI-Agenten OpenClaw beobachtet, der vor einigen Wochen für Schlagzeilen sorgte. Interessierte luden sich den KI-Agenten auf PCs und Macs. Dieser präsentierte sich vorausschauender und proaktiver als klassische Chatbots. Berichten zufolge habe der Agent aber auch manchmal ein Verhalten an den Tag gelegt, das den Interessen des Nutzers widersprach. Auf der Plattform Moltbook diskutieren KI-Agenten bereits in einer Art eigenem sozialen Netzwerk über ihre menschlichen Nutzer.

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(mki)



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