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Top 10: Der beste Fitness-Tracker im Test – gute Pulsuhren schon unter 100 Euro


Whoop 4.0 im Test

Whoop 4.0 will als Fitness-Wearable helfen, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit basierend auf wissenschaftlicher Grundlage zu optimieren. Für wen sich das Armband mit integriertem optischen Sensor lohnt, klären wir im Test.

VORTEILE

  • guter KI-Coach
  • integrierte Trainingsdatenbank für Kraftsport
  • guter Pulssensor

NACHTEILE

  • teuer
  • kein integriertes GPS
  • Stressmessung teilweise ungenau

Whoop 4.0 will als Fitness-Wearable helfen, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit basierend auf wissenschaftlicher Grundlage zu optimieren. Für wen sich das Armband mit integriertem optischen Sensor lohnt, klären wir im Test.

Im Segment der Fitness-Tracker ist das Whoop 4.0 in gleich mehrerlei Hinsicht ein besonderes Produkt. Denn anders als die Geräte von Fitbit, Garmin, Huawei und Co. verzichtet der Hersteller des Whoop-Bands auf ein Display. Gemessene Daten lassen sich dementsprechend nur in der App ablesen. Ferner bekommen Anwender das Whoop 4.0 weitestgehend kostenlos, müssen für die Nutzung aber ein kostenpflichtiges Abo abschließen.

Wir haben uns das Whoop 4.0 mit seiner einzigartigen Funktionsweise genauer angeschaut und klären in unserem Test, für wen sich die Anschaffung des Wearables und das zugehörige Abonnement lohnt.

Design: Wie trägt man Whoop?

Wie bereits erwähnt, verzichtet der Hersteller beim Whoop 4.0 vollständig auf ein Display. Damit möchte das Unternehmen eine seiner Meinung nach unnötige Ablenkung eliminieren und den Fokus auf die reine Datenanalyse legen. Das Gerät besteht dementsprechend aus einem kleinen schwarzen Gehäuse, in dem der Akku und die Sensoren des Trackers eingebaut sind, bestehend aus fünf LEDs mit grünem und infrarotem Licht sowie vier Fotodioden, die Herzfrequenz, Hauttemperatur und Blutsauerstoff messen.

Whoop 4.0

Neben dem eigentlichen Gerät ist im Lieferumfang ein gewebtes Stoffarmband und ein drahtloses Akku-Ladepack enthalten. Das Armband lässt sich flexibel in der Größe anpassen und wird am Gehäuse des Whoop 4.0 eingeklemmt. Mit einem Bügelmechanismus kann man anschließend das Armband am Handgelenk fixieren. Was auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig wirkt, entpuppt sich in der Praxis als durchdachte und bequeme Lösung, die dazu führt, dass man das Whoop 4.0 im Alltag kaum spürt.

Whoop bietet zudem eine Vielzahl an Zubehör an, darunter neben verschiedenen Armbändern aus unterschiedlichen Materialien und Bizepsbändern für das Tragen am Oberarm auch Arm-Sleeves oder Unterwäsche, in der man das Wearable platzieren kann. Dadurch hat man die Möglichkeit, das Whoop 4.0 an verschiedenen Stellen am Körper zu tragen und es weitestgehend unter der eigenen Kleidung verschwinden zu lassen. Für bestimmte Sportarten, bei denen ein Armband am Handgelenk hinderlich oder sogar gefährlich sein kann, ist das definitiv ein Vorteil gegenüber anderen Fitness-Trackern.

Das Whoop 4.0 ist übrigens nach IP68-Standard zertifiziert und übersteht damit ein Eintauchen in zehn Metern Wassertiefe für maximal zwei Stunden. Der Tracker eignet sich dementsprechend auch für den Einsatz bei diversen Wassersportarten.

Einrichtung: Kann man Whoop auch ohne Mitgliedschaft nutzen?

Das Whoop 4.0 funktioniert nur im Rahmen eines Abo-Modells. Die Einrichtung erfolgt ein wenig anders als bei einem herkömmlichen Fitness-Tracker. Möchte man das Whoop 4.0 ausprobieren, erstellt man einen Account bei Whoop und lässt sich das Whoop 4.0 zuschicken. Für Neukunden ist eine 30-tägige kostenlose Testphase inklusive. Sobald der Test abgelaufen ist, wird man in der App aufgefordert, ein Abo abzuschließen, damit man weiter alle Funktionen von Whoop nutzen kann.

Die Einrichtung des Trackers an sich funktioniert aber denkbar einfach. Wir laden die Whoop-App auf unser Smartphone herunter, loggen uns mit unserem Account ein und koppeln das Wearable via Bluetooth über die Geräteeinstellungen mit dem Handy. Nach erfolgreicher Kopplung können wir uns durch ein Tutorial klicken, das uns die wichtigsten Funktionen des Whoop-Bands und der App erklärt.

Aktivität & Training: Was zeichnet Whoop auf?

Obwohl es sich beim Whoop 4.0 um ein Fitnessarmband handelt, gibt es im Vergleich zu klassischen Smartwatches (Bestenliste) und Fitness-Trackern (Bestenliste) einige wesentliche Unterschiede. Das wichtigste Detail vorweg: Das Whoop verzichtet auf ein Display, sodass die Bedienung nur in Verbindung mit dem Smartphone möglich ist. GPS-Features oder ein Schrittzähler fehlen komplett.

Stattdessen misst Whoop die tägliche Belastung, der unser Körper ausgesetzt ist, und bewertet sie auf einer Skala von null bis 21. Um die jeweilige Anstrengung eines Tages zu berechnen, berücksichtigt der Tracker verschiedene biometrische Daten wie Herzfrequenz, Blutsauerstoffsättigung und Hauttemperatur. Der gesamte Belastungswert basiert dann sowohl auf körperlicher Aktivität wie Sport oder Arbeit als auch auf Stress und Erholungsmaßnahmen.

Zusätzlich gibt es eine Anzeige für den täglichen Stresslevel, den sogenannten Stress-Monitor. Dieser zeigt an, wie viel Zeit wir mit wie viel Stress verbracht haben. Dabei unterscheidet Whoop zwischen Phasen mit niedrigem, mittlerem und hohem Stress sowie Stress innerhalb und außerhalb von Belastungsaktivitäten sowie beim Schlafen. Diese Werte vergleicht der Tracker mit anderen Tagen und zeigt langfristige Trends auf, von denen wir ableiten können, ob bestimmte Aktivitäten uns besonders viel Stress verursachen. In der Praxis funktionierte das größtenteils zuverlässig und nachvollziehbar. Allerdings kam es in einem Fall zu seltsamen Werten, als die Testerin entspannt auf dem Sofa lag, das Whoop-Band aber einen hohen Stresslevel attestierte.

In Kombination mit dem Stress-Monitor können wir anhand der Logbuch-Funktion prüfen, wie sich bestimmte Verhaltensweisen auf unsere physische und psychische Gesundheit sowie Erholung auswirken. Dazu legen wir in der App eine Auswahl verschiedener Verhaltensweisen fest, etwa „Dehnübungen gemacht“, „genug Wasser getrunken“ oder „Spät arbeiten“. Die Optionen zur Personalisierung des Logbuchs umfassen eine Vielzahl unterschiedlicher Aktivitäten und Gewohnheiten aus den Bereichen Erholung, Ernährung, Gesundheitszustand, Lifestyle, Medikamente, mentale Gesundheit, Schlaf und mehr. Wer regelmäßig die entsprechenden Daten im Logbuch einträgt und eine Gewohnheit variabel ausführt, erhält in der App konkrete Informationen über deren Auswirkungen. Dabei unterscheidet Whoop, in welchem Maß eine Gewohnheit der eigenen Erholung hilft oder schadet. Im Fall unserer Testerin berechnete der Fitness-Tracker, dass die Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten wie Ibuprofen die Erholung um sieben Prozent verschlechtert.

Ob diese Analysen tatsächlich realistische Werte ergeben, lässt sich subjektiv schwer einschätzen. Wer sich die Mühe macht und über mehrere Tage die entsprechenden Daten im Logbuch einträgt, kann aber zumindest gewisse Trends ausmachen und erhält Anregungen, welche Gewohnheiten die physische und psychische Erholung beeinflussen könnten.

Neben den Gesundheitsdaten im Alltag zeichnet Whoop auch konkrete Trainingseinheiten auf. Körperliche Belastung registriert das Armband automatisch, wer aber eine bestimmte Sportart tracken möchte, muss die Aufzeichnung zunächst manuell in der App aktivieren. Hat man ein paar Einheiten derselben Sportart abgeschlossen, erkennt das Armband mit der Zeit aber automatisch, wenn man eine entsprechende Trainingseinheit ausführt. Wir haben die automatische Trainingserkennung mit dem Laufen ausprobiert, was in unserem Fall auch reibungslos funktioniert hat.

Starten wir ein Ausdauertraining, etwa Laufen oder Radfahren, können wir die Strecke aufzeichnen. Allerdings muss dafür die App auf dem Smartphone aktiv sein und Zugriff auf unseren Standort erhalten, weil das Whoop 4.0 nicht über ein eigenes GPS-Modul verfügt. Anhand unserer aktuellen Belastungsdaten empfiehlt uns die App ein spezifisches Belastungsziel, das wir aktivieren oder deaktivieren können. Erreichen wir das Ziel, erhalten wir eine Benachrichtigung in der App. Das Ziel berücksichtigt unsere Trainings- und Erholungsziele, die wir wiederum in der App festlegen können.

Nutzer, die das Whoop 4.0 vorwiegend für Krafttraining verwenden möchten, können sich den Strength-Trainer zunutze machen. Dabei handelt es sich um eine Art Trainingsdatenbank in der App, die vorprogrammierte Workouts unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade beinhaltet. Außerdem können wir mithilfe des Strength-Trainers eigene Trainingseinheiten erstellen und dabei sowohl Übungen als auch Sätze und Wiederholungen definieren. Die App gibt dann an, welche Muskelgruppen wir mit dem jeweiligen Training konkret belastet haben.

Ferner haben wir die Möglichkeit, in der App konkrete Ziele für Training und Fitness festzulegen. Dazu stellt uns Whoop in der App einige Fragen, auf deren Basis wir dann Empfehlungen für unseren Trainingsalltag erhalten. Empfiehlt Whoop uns in der App dann etwa basierend auf unserer aktuellen Erholung eine bestimmte Trainingsbelastung, können wir direkt über die App eine entsprechende Aktivität starten, um das Belastungsziel zu erreichen. Das funktionierte im Test absolut intuitiv und problemlos.

Neben der Belastungsaufzeichnung bietet die Whoop-App noch einen separaten Reiter für die Erholung. Dabei berücksichtigt Whoop verschiedene Werte wie unseren Schlaf, unsere Ruheherzfrequenz und unsere Herzfrequenzvariabilität. Um unseren Erholungswert zu berechnen, vergleicht die App die aktuellen Daten mit früheren Messungen und gibt einen Prozentsatz aus. Je niedriger unser Ruhepuls und je höher unsere Herzfrequenzvariabilität bei guter Schlafleistung ausfallen, desto besser bewertet Whoop unsere Erholung. Die gemessenen Werte für Ruhepuls und HFV wichen in unserem Fall nur minimal von den Daten unseres Kontrollgeräts (Garmin Fenix 7) ab. Entsprechend lassen sich also glaubwürdige Rückschlüsse über den Grad unserer Erholung aus den Analysen der Whoop-App ziehen.

Insgesamt bietet das Whoop 4.0 eine Vielzahl an Möglichkeiten, das eigene Training aufzuzeichnen, allerdings liegt der Fokus des Wearables primär auf der erlittenen Belastung. Daten wie Schritt- und Trittfrequenz, Durchschnittstempo oder VO2 Max sucht man vergebens. Dass man zudem für praktisch jede Aktivität das Smartphone benötigt, weil das Armband über kein eigenes Display verfügt, schränkt den Nutzen des Wearables beim Training ein. Wer auf Daten wie Herzfrequenz oder das Lauftempo angewiesen ist, kommt also um den Einsatz einer zusätzlichen Smartwatch einschlägiger Hersteller nicht herum. Das führt wiederum die Intention von Whoop teilweise ad absurdum, ein ablenkungsfreies Armband anbieten zu wollen.

Schlaf: Was kann Whoop alles messen?

Das Schlaf-Tracking gehört zu den zentralen Funktionen des Whoop 4.0, weil unser Schlaf signifikante Auswirkungen auf unsere Erholung hat. Der Tracker berechnet unsere Schlafaktivität anhand von Daten wie Herzfrequenz, Hauttemperatur, Dauer und den einzelnen Schlafphasen. Die von Whoop in der App aufbereitete Statistik berücksichtigt unsere Zeit im Bett, die Beständigkeit unseres Schlafs (also die Variabilität unserer Schlaf- und Weckzeiten), das Maß an erholsamem Schlaf sowie unser Schlafdefizit. Unsere Schlafleistung gibt an, wie viel wir geschlafen haben im Vergleich mit der benötigten Menge an Schlaf.

Die App erklärt sämtliche Schlafparameter in ausführlichen Informationsboxen. Alle Daten werden zudem in einzelnen Tabellen aufbereitet und vorangegangenen Tagen, Wochen und Monaten gegenübergestellt, sodass wir langfristige Trends ablesen können. Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt hat das Whoop 4.0 in unserem Test zuverlässig aufgezeichnet. Die Messungen der Schlafphasen entsprachen unserem subjektiven Empfinden und wichen nur geringfügig von den Daten unseres Kontrollgeräts ab.

Bei Bedarf kann man in der Whoop-App auch eine Weckfunktion aktivieren. Das Whoop 4.0 weckt seinen Nutzer dann entweder zu einer bestimmten Uhrzeit oder auf Wunsch im Rahmen eines Zeitfensters mit der intelligenten Weckfunktion. Das Band vibriert dann, wenn wir uns entsprechend der Messung unserer Schlafphasen gerade besonders nahe am Wachzustand befinden. Um die Vibration zu deaktivieren, müssen wir mit dem Finger auf die Oberseite des Whoop-Bands tippen. Das funktionierte im Test nicht immer zuverlässig.

Features: Welche Funktionen gibt es noch?

Neben den zahlreichen Analyse-Funktionen für Belastung, Erholung und Schlaf verfügt das Whoop 4.0 über einen integrierten K.I.-Bot. Dieser sogenannte Whoop-Coach befindet sich derzeit noch in der Beta-Phase, funktioniert aber in deutscher Sprache und beantwortet uns Fragen zu unseren Daten. Wir können beispielsweise nach konkreten Trainingsempfehlungen fragen oder um eine Einschätzung unserer Schlafdaten bitten. Dabei gilt: Je mehr Daten das Whoop-Band bereits über uns gesammelt hat, desto genauer und umfangreicher fallen die Antworten des Bots aus. In unserem Fall hat die K.I. durchaus nachvollziehbare Antworten auf unsere Fragen gegeben. Die Antwortzeit blieb mit wenigen Sekunden dabei jederzeit im annehmbaren Rahmen.

Für Frauen bietet das Whoop 4.0 übrigens noch die Möglichkeit, den eigenen Zyklus aufzuzeichnen. Dabei kann man Symptome wie einen aufgeblähten Bauch oder konkrete Schmerzen über das Logbuch notieren. Tragen wir den Beginn der Periode ein, informiert uns die App über die aktuelle Zyklusphase und berät uns zur Trainingsintensität. Außerdem macht Whoop konkrete Angaben zur Schlafeffizienz, abhängig von unseren Zyklusdaten. Die Empfehlungen in der App sind hilfreich für Frauen, die zyklusbasiert trainieren möchten. Leider verzichtet Whoop auf eine Option, mit deren Hilfe wir unsere Körpertemperatur und weitere Zyklusdaten notieren können. Für Methoden wie NFP ist das Zyklustracking von Whoop daher nicht geeignet.

Akku: Wie lange läuft das Whoop 4.0?

Whoop gibt die Akkulaufzeit des Whoop 4.0 mit rund fünf Tagen an. Diesen Wert konnten wir in unserem Test bestätigen: Nach drei Trainingseinheiten in fünf Tagen zu je etwa anderthalb Stunden war die Ladung des Akkus nach knapp fünf Tagen erschöpft. Der Hersteller liefert den Tracker aber mit einem kabellosen Akku-Pack aus, das ebenfalls wasserdicht ist. Dadurch kann man die Laufzeit des Wearables deutlich verlängern, ohne es ablegen zu müssen. Das Akku-Pack wird einfach über das Whoop-Band geschoben und lädt den Akku dann unterwegs wieder auf. Um das Akku-Pack selbst aufzuladen, ist im Lieferumfang ein USB-C-Ladekabel enthalten. Wer möchte, kann außerdem zusätzliche Akku-Packs im Online-Shop von Whoop zum Preis von 49 Euro (genauer gesagt 59 Euro für variable Farben) erwerben.

Preis: Wie viel kostet Whoop 4.0?

Anders als die meisten anderen Anbieter am Markt für Wearables verfolgt Whoop ein Preismodell, das nicht auf dem Modell „Buy to Use“ basiert. Anstatt also einmalig mehrere hundert Euro für das Whoop 4.0 zu investieren, müssen Nutzer ein Abonnement abschließen. Darin enthalten sind das Whoop 4.0 als Neugerät oder generalüberholtes Gebrauchtmodell inklusive Superknit-Armband und Akkupack. Neukunden können den Tracker für 30 Tage kostenlos testen. Am Ende der Testphase muss man dann ein kostenpflichtiges Abo abschließen, andernfalls wird das Whoop 4.0 nutzlos.

Für das Abonnement bietet Whoop verschiedene Bezahlpläne an. Ein Monatsabo kostet 30 Euro, allerdings liegt die Mindestlaufzeit bei 12 Monaten. Nach Ablauf der 12 Monate ist das Abo jeweils monatlich kündbar. Alternativ können wir auch direkt ein Jahresabo abschließen und auf einen Schlag 264 Euro zahlen. Die monatlichen Kosten belaufen sich dann auf 22 Euro. Die teuerste Version ist Whoop Pro. Hier zahlen wir einmalig 408 Euro (34 Euro pro Monat), erhalten dafür aber 20 Prozent Rabatt auf alle Artikel im Shop sowie einen Gratisartikel alle drei Monate.

Fazit: Für wen lohnt sich das Whoop?

Der Hersteller hat mit dem Whoop 4.0 eine klare Zielgruppe vor Augen, nämlich die der Daten-Nerds. Wer am liebsten jedes noch so kleine Detail tracken und den Körper minutiös überwachen möchte, kommt mit dem Whoop 4.0 definitiv auf seine Kosten. Der Umfang der Datenanalysen ist immens und erlaubt tiefgreifende Einblicke in die eigenen Gewohnheiten.

Am Ende muss sich Whoop aber die Frage gefallen lassen, wer dieses Wearable wirklich benötigt. Zwar bewirbt der Hersteller explizit damit, dass der Tracker ein ablenkungsfreies Training ermöglicht, aber diese Prämisse läuft ins Leere, wenn wir für viele Features eben zum Smartphone greifen oder auf andere, zusätzliche Tracker und Smartwatches ausweichen müssen.

Ja, das, was das Whoop 4.0 machen soll und will, macht es gut. Aber ob man dafür wirklich 22 Euro oder mehr im Monat zahlen muss, lässt sich nur sehr individuell beantworten. Denn alle Funktionen und Analysen, die Whoop bietet, liefern auch die Mitbewerber am Markt für smarte Wearables und Fitness-Tracker. Eine Garmin Fenix 7 zeichnet genauso den Schlaf, die Herzfrequenz und die Belastung auf wie das Whoop 4.0 und hat zudem noch viele weitere nützliche Features zu bieten, dank derer man wirklich auf ein Smartphone verzichten kann.

Möchte man zusätzlich noch Gewohnheiten tracken, die sich möglicherweise auf die eigene Erholung auswirken, kann man das auch ohne Whoop tun – nämlich ganz altmodisch mit Stift und Papier oder mit einer kostenlosen Smartphone-App wie Habitnow oder Daylio. Das Whoop 4.0 ist also letztlich nur für diejenigen Nutzer interessant, die typische Trackingfeatures für Schlaf, Belastung und Erholung nicht mit anderen Maßnahmen aufzeichnen können oder wollen.



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US-Regierung gegen Ticketmaster: Vorläufige Einigung im Kartellverfahren


Der Prozess ist mit Spannung erwartet worden. Nun könnte er vorbei sein, bevor er richtig losgeht. Oder doch nicht? In dem Kartellverfahren des US-Justizministeriums und mehrerer US-Bundesstaaten gegen Ticketmaster und dessen Mutterkonzern Live Nation Entertainment haben beide Seiten eine vorläufige Einigung erzielt. Das berichtete am Montag die US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP).

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Die geschlossene Vereinbarung soll die Ticketpreise für Verbraucher senken und die illegale Monopolisierung der Live-Entertainment-Branche in den USA beenden. Einige US-Bundesstaaten signalisierten jedoch, dass sie sich der Einigung nicht anschließen und den laufenden Prozess fortsetzen werden.

Dieser hatte Anfang März vor einem Bundesgericht in Manhattan begonnen. In der Klage, die unter der Regierung von Präsident Joe Biden im Jahr 2024 eingereicht wurde, werfen das Justizministerium sowie 40 Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten Live Nation Entertainment vor, zentrale Bereiche des Livegeschäfts zu kontrollieren – von der Künstlerpromotion über große Veranstaltungsorte bis zum Ticketverkauf. Der Konzern nutze diese marktbeherrschende Stellung, um Konkurrenz auszubremsen. Die Klage stützt sich auf das US-Kartellrecht, insbesondere auf das Verbot der Monopolisierung und wettbewerbsbeschränkender Exklusivvereinbarungen. Im Falle einer Verurteilung könnte das Gericht weitreichende Auflagen verhängen – bis hin zur Zerschlagung des Entertainment-Konzerns.

Zu Beginn des Verhandlungstages am Montag verkündete das US-Justizministerium die zwischen Justizministerium und Live Nation erzielte Übereinkunft. Laut AP zeigte sich der Vorsitzende Richter Arun Subramanian ungehalten. Es sei „völlig inakzeptabel“, dass er erst am späten Sonntagabend über die vorläufige Einigung informiert worden sei. Ein Eckpunktepapier für die erwartete Einigung war demnach bereits am Donnerstag unterzeichnet worden.

Die Übereinkunft sieht vor, dass Live Nation eine Geldstrafe von bis zu 280 Millionen US-Dollar zahlt und sich von mindestens 13 Veranstaltungsorten im ganzen Land trennt, so AP mit Verweis auf eine mit der Einigung vertraute Quelle. Darüber hinaus öffnet das Unternehmen seinen Ticketvertrieb, um Wettbewerbern die Teilnahme am Ticketverkauf zu ermöglichen. Die AP-Quelle erwartet, dass sich eine zweistellige Anzahl von Bundesstaaten der Übereinkunft anschließen wird.

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Einige Bundesstaaten aber opponieren gegen den Deal. Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James erklärte in einer Stellungnahme am Montag, die mit dem US-Justizministerium verkündete Einigung gehe nicht auf das im Mittelpunkt dieses Falles stehende Monopol ein und begünstige Live Nation auf Kosten der Verbraucher. „Wir können ihr [der Einigung, Anm.] nicht zustimmen“, schreibt sie. „Meine Kollegen in der Generalstaatsanwaltschaft und ich haben starke Argumente gegen Live Nation, und wir werden unsere Klage fortsetzen, um die Verbraucher zu schützen und fairen Wettbewerb in der Live-Entertainment-Branche wiederherzustellen.“

Man werde den Fall auch ohne die Unterstützung der Bundesregierung weiterführen, so James. Neben der New Yorker Generalstaatsanwältin führen auch die Generalstaatsanwälte von Arizona, Kalifornien, Colorado, Connecticut, Illinois, Kansas, Maryland, Massachusetts, Michigan, Minnesota, Nevada, New Hampshire, New Jersey, New Mexico, North Carolina, Ohio, Pennsylvania, Rhode Island, Tennessee, Utah, Vermont, Virginia, Washington, Wisconsin, Wyoming und dem District of Columbia die Klage gegen Live Nation fort, heißt es in der Mitteilung.

Der Generalstaatsanwalt von North Carolina, Jeff Jackson, nannte laut AP die Vereinbarung einen „schrecklichen Deal“, der den Bundesstaaten bis zuletzt vorenthalten worden sei. „In diesem Fall geht es darum, dass Live Nation und Ticketmaster Verbraucher schädigen, Künstler in die Falle locken und die Ticketpreise in die Höhe treiben. Wir werden sie in Kürze wieder vor Gericht sehen“, sagte er.

Wie AP berichtet, informierte Richter Subramanian die Jury über die geplante Einigung mit dem Justizministerium und teilte ihr mit, dass „einige Bundesstaaten ihre Klagen weiterverfolgen“. Demnach wird der Prozess voraussichtlich in der kommenden Woche fortgesetzt.


(akn)



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Bluetti Elite 300: Weltweit kleinste Powerstation mit 3 kWh im Test


3 kWh Kapazität, 2.400 W Leistung und schnelles Laden: Wir testen die Bluetti Elite 300 auf Effizienz, Solarleistung und Praxistauglichkeit.

Bluetti positioniert die Elite 300 bewusst als Gegenentwurf zum klassischen „3-kWh-Klotz“. Unter dem Motto „More Power, Less Bulk“ soll sie eine der kompaktesten und leichtesten Powerstations ihrer Klasse sein.

Tatsächlich bietet die Station 3014 Wh Kapazität, wiegt aber nur rund 2 kg mehr als viele typische 2-kWh-Geräte. Dieser Gewichtsvorteil ist vor allem bei mobilen Anwendungen relevant, bei denen Größe und Masse den Einsatzbereich bestimmen.

Mit 2400 W Dauerleistung und kurzfristig bis zu 4800 W richtet sich die Elite 300 an mehrere Szenarien: Home-Backup bei Stromausfällen, Off-Grid-Set-ups, Camping- oder Wohnmobilinstallationen sowie Werkstatt- und Baustellenbetrieb. Bluetti versucht damit, die Lücke zwischen klassischen mobilen Powerstations und stationären Heimspeichern zu schließen.

Auch bei der Lebensdauer setzt der Hersteller auf starke Zahlen. Die verbaute LiFePO₄-Batterie soll 6000 Ladezyklen bis 80 % Restkapazität erreichen. Bluetti gewährt zusätzlich fünf Jahre Garantie, was derzeit über dem Marktdurchschnitt vieler Powerstations liegt.

Für längere Lagerzeiten empfiehlt das Handbuch (PDF), den Akku bei etwa 40 bis 60 % Ladezustand aufzubewahren, das Gerät vollständig auszuschalten und alle Kabel zu trennen. Zudem sollte der Speicher etwa alle sechs Monate einmal vollständig geladen und entladen werden. Diese Empfehlung entspricht den allgemeinen Eigenschaften von Lithium-Batterien, deren Alterung sowohl durch Nutzung als auch durch Zeit und Temperatur beeinflusst wird.

Design, Gewicht und Verarbeitung der Bluetti Elite 300

Die Powerstation wird gut gepolstert geliefert. Im Karton befinden sich neben dem Gerät lediglich ein etwa 1,5 Meter langes Schuko-Ladekabel, eine kleine Erdungsschraube sowie ein kurzes Informationsblatt. Der Lieferumfang ist damit bewusst funktional gehalten.

Das Gehäuse wirkt robust und hochwertig verarbeitet. Die integrierten Tragegriffe erleichtern den Transport des rund 26 kg schweren Systems deutlich. Materialqualität, Passgenauigkeit und Oberflächen vermitteln insgesamt einen sehr hochwertigen Eindruck.

Bluetti Elite 300: Anschlüsse und Display

Anschlüsse und 12-Volt-Architektur der Bluetti Elite 300

Bei den Anschlüssen bietet die Elite 300 eine solide Auswahl für mobile und stationäre Anwendungen. Neben klassischen 230-Volt-Steckdosen stehen mehrere Gleichstromanschlüsse zur Verfügung, darunter ein leistungsstarker 12-Volt-XT60-RV-Port mit bis zu 30 Ampere, ein klassischer Zigarettenanzünderanschluss sowie moderne USB-Ports. Besonders hervorzuheben ist der USB-C-Port mit bis zu 140 W Power Delivery, der selbst leistungsstarke Laptops direkt versorgen kann.

Wichtig ist jedoch ein Detail der internen Architektur: Der XT60-RV-Port und der Zigarettenanzünderanschluss sind elektrisch parallel geschaltet und teilen sich ein gemeinsames 30-Ampere-Gesamtlimit. Wird beispielsweise über den Zigarettenanzünder bereits ein größerer Verbraucher betrieben, reduziert sich entsprechend die maximal verfügbare Leistung des RV-Ports. In der Praxis spielt das vor allem bei Camper-Installationen eine Rolle.

Bluetti Elite 300: Beim Turbo-Laden und hoher AC-Last kann es laut werden.

Lautstärke im Test: Lüfterverhalten im Alltag und unter Last

Wie laut eine Powerstation arbeitet, hängt stark von der aktuellen Last und der Ladeleistung ab. Unter maximaler Belastung – etwa beim Turbo-Laden mit rund 2,3 kW oder bei hoher AC-Last – messen wir etwa 53 dB in einem Meter Abstand und bis zu 67 dB direkt am Gehäuse. In solchen Situationen ist die aktive Kühlung deutlich wahrnehmbar.

Im normalen Betrieb arbeitet die Elite 300 jedoch meist deutlich leiser. Bei deaktivierten AC-Ausgängen oder reinem DC-Betrieb bleibt das Gerät häufig komplett lautlos.

Sobald der Wechselrichter aktiv ist, können die Lüfter allerdings auch ohne große Last kurzzeitig anlaufen. Hintergrund ist der Eigenverbrauch des Inverters, der selbst im Leerlauf Wärme erzeugt und deshalb gekühlt werden muss. In Technikräumen, Werkstätten oder im Camper fällt dieses Verhalten kaum auf, in sehr ruhigen Wohnräumen kann es jedoch gelegentlich wahrnehmbar sein.

Schutzklasse, Temperaturgrenzen und Einsatzbedingungen

Die Elite 300 besitzt laut Handbuch die Schutzklasse IP20. Das bedeutet, dass das Gerät gegen feste Fremdkörper über 12,5 mm geschützt ist, jedoch keinen Schutz gegen Wasser oder Spritzwasser bietet. Der Hersteller empfiehlt daher ausdrücklich, die Powerstation nicht bei Regen oder hoher Luftfeuchtigkeit zu betreiben.

Auch bei den Betriebstemperaturen gelten klare Grenzen. Der Speicher kann zwischen −20 °C und +40 °C entladen, während das Laden nur im Bereich von 0 °C bis +40 °C erlaubt ist. Unterhalb des Gefrierpunkts blockiert das Batteriemanagementsystem den Ladevorgang vollständig. Die Station kann dann zwar weiterhin Energie abgeben, nimmt jedoch keine neue Ladung auf, bis sich die Zellen wieder erwärmen.

Effizienz und Wechselrichterleistung im Praxistest

Um die reale Entladeeffizienz zu bestimmen, haben wir zwei vollständige Entladezyklen durchgeführt. Die Messung erfolgte mithilfe der smarten Zwischenstecker Shelly Plug S Gen3 und Refoss P11.

Bei einer konstanten Last von rund 500 W konnten wir etwa 2,85 bis 2,89 kWh aus dem Akku entnehmen. Bei 1000 W Last waren die Werte praktisch identisch. Bezogen auf die Nennkapazität ergibt sich daraus eine AC-Entladeeffizienz von rund 95,5 %, was für eine Powerstation dieser Klasse ein außergewöhnlich guter Wert ist.

Der integrierte Wechselrichter liefert einen reinen Sinus mit stabilen 230 Volt bei 50 Hz. Auch bei schnellen Lastwechseln blieb die Ausgangsspannung im Test stabil. Selbst empfindliche IT-Geräte wie Monitore oder Netzwerksysteme zeigten keinerlei Auffälligkeiten.

Ladefunktionen: AC-Lademodi und Turbo-Ladetest

Die Elite 300 bietet mehrere Lademodi, die sich über das Gerät oder die App auswählen lassen. Im Silent-Modus lädt die Station mit rund 800 W, wodurch Geräuschentwicklung und Netzbelastung reduziert werden. Der Standardmodus nutzt etwa 1200 W, während im Turbo-Modus bis zu 2300 W Ladeleistung erreicht werden.

Zusätzlich lässt sich im Custom-Modus der Ladestrom zwischen 1 und 10 Ampere einstellen. Dadurch kann die Ladeleistung sehr präzise an schwache Stromquellen angepasst werden, etwa auf Campingplätzen oder in älteren Hausinstallationen.

Im Praxistest lädt die Elite 300 im Turbo-Modus von 0 auf 100 % in etwa 1 Stunde und 52 Minuten. Bereits nach rund 92 Minuten sind etwa 95 % Ladezustand erreicht. Danach reduziert das System die Leistung deutlich, um ein gründliches Zell-Balancing durchzuführen.

Insgesamt wurden für eine vollständige Ladung etwa 3,70 bis 3,74 kWh Energie aus dem Netz aufgenommen. Daraus ergibt sich eine AC-zu-AC-Round-Trip-Effizienz von rund 77 %, was für schnelles LiFePO₄-Laden mit intensiver Balancing-Phase ein typischer Wert ist.

Bluetti Elite 300: Solarpanels mit 12–60 V mit maximal 22 A können die Powerstation mit bis zu 1200 W laden.

Solar laden mit der Bluetti Elite 300: Limits, Module und Praxistest

Für die Solarladung besitzt die Elite 300 einen einzelnen XT60-PV-Eingang. Dieser erlaubt Eingangsspannungen zwischen 12 und 60 Volt sowie einen maximalen Strom von 22 Ampere, was theoretisch eine Solarladeleistung von bis zu 1200 W ermöglicht.

Wichtig ist jedoch, dass die Leerlaufspannung der Module (Voc) niemals über 60 Volt steigen darf. Wird diese Grenze überschritten, kann die Elektronik beschädigt werden.

Dachmodule, Bluetti-Panels und Winter-Praxistest

Viele klassische Dachmodule arbeiten mit relativ hohen Spannungen. Zwei dieser Module in Serie würden häufig bereits deutlich über 60 Volt erreichen und sind daher nicht kompatibel. In der Praxis bleibt bei vielen Dachmodulen nur der Betrieb eines einzelnen Panels.

Die von Bluetti angebotenen faltbaren Solarmodule sind besser auf das Spannungsfenster abgestimmt und ermöglichen deshalb höhere Gesamtleistungen.

Ein kurzer Praxistest mit mehreren parallel geschalteten 500-Wp-Panels unter winterlichen Bedingungen zeigte, dass die Eingangsleistung bereits ab etwa drei Modulen durch das 22-Ampere-Stromlimit begrenzt wird. Zusätzliche Module erhöhen die Ladeleistung dann nur noch geringfügig.

High-Current-Modus und Powerlifting erklärt

Der sogenannte High-Current-Modus steuert, wie das Gerät bei niedriger Eingangsspannung mit hohen Strömen umgeht. Standardmäßig wird der Strom in solchen Situationen auf etwa 8 Ampere begrenzt, da dies typischerweise einer Fahrzeugbatterie entspricht.

Wird der Modus aktiviert, hebt das System diese Begrenzung auf. Das ist besonders bei Solarkonfigurationen mit niedriger Spannung und hohem Strom sinnvoll.

Der Powerlifting-Modus wird dagegen häufig missverstanden. Die Station liefert dadurch keine echten 4800 W, sondern reduziert gezielt die Ausgangsspannung, damit bestimmte ohmsche Verbraucher wie Wasserkocher oder Heizlüfter nicht sofort zur Überlastabschaltung führen.

Bluetti Elite 300: Kompakte Powerstation mit 3 kWh und 2400 W Leistung

USV-Funktion im Test: Umschaltzeit und System Switch Recovery

Die Elite 300 kann auch als unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) eingesetzt werden. Für den Test haben wir ein typisches Home-Office-Set-up mit zwei Laptops, Monitoren, NAS, Router und Switch angeschlossen. Die Gesamtlast lag bei rund 115 W.

Beim Ziehen des Netzsteckers wechselte das System nahtlos auf Akkubetrieb. Die Umschaltzeit lag im Bereich der Herstellerangabe von unter 10 Millisekunden. Während des Tests kam es weder zu Bildschirmflackern noch zu Netzwerkabbrüchen.

Ein praktisches Detail ist die Funktion System Switch Recovery. Schaltet sich die Station wegen leerem Akku ab, merkt sie sich den Zustand der Ausgänge. Sobald wieder Energie anliegt und der Akku etwa 5 % Ladezustand erreicht, werden die Ausgänge automatisch wieder aktiviert. Gerade für Router, Kühlschränke oder kleine Server ist das sehr hilfreich.

App, Energiemanagement und ECO-Modi

Die Bluetti-App ermöglicht sowohl eine lokale Steuerung per Bluetooth als auch den Fernzugriff über WLAN und Cloud. Bluetooth funktioniert auch ohne Internetverbindung und ist daher besonders für Off-Grid-Einsätze geeignet.

Firmware-Updates werden ausschließlich über Bluetooth übertragen und erfordern einen Bluetti-Account. Der Aktualisierungsvorgang dauert in der Regel etwa fünf bis zehn Minuten.

Über die App stehen außerdem verschiedene Energiemanagement-Modi zur Verfügung, darunter zeitbasierte Lade- und Entladepläne sowie Prioritätssteuerungen für Netz- oder Solarstrom.

Die ECO-Modi schalten Ausgänge automatisch ab, wenn die angeschlossene Last über längere Zeit unter eine definierte Schwelle fällt. Das spart Energie, kann jedoch bei Geräten mit geringem Verbrauch problematisch sein. Gerade Router, NAS-Systeme oder andere Dauerverbraucher sollten deshalb besser ohne ECO-Automatik betrieben werden.

Preis

Im Shop des Herstellers kostet die Elite 300 zur Einführung knapp 1500 Euro. Mit dem Code Heise300 (an der Kasse eingeben) gibt es einen Rabatt in Höhe von 8 %, sodass die kompakte Powerstation bereits für 1379 Euro erhältlich ist. Der Versand ist derzeit kostenlos. Wer die Bedingungen nach § 12 Abs. 3 Nr. 1 UStG erfüllt und dies Bluetti bestätigt, erhält die Elite 300 für 1159 Euro (Code Heise300 an der Kasse eingeben).

Fazit

Im Test überzeugt die Bluetti Elite 300 vor allem durch sehr hohe Effizienz, schnelle Ladeleistung und hochwertige Verarbeitung. Besonders positiv fällt das Verhältnis aus Kapazität, Gewicht und Baugröße auf. Eine Powerstation mit 3 kWh Speicher in diesem vergleichsweise kompakten Format ist derzeit noch selten.

Zu den größten Stärken zählen die AC-Effizienz von rund 95,5 %, die schnelle Turbo-Ladung und die langlebige LiFePO₄-Batterie mit bis zu 6000 Ladezyklen. Auch als USV für Home-Office-Set-ups funktioniert die Station zuverlässig.

Kritikpunkte gibt es nur wenige. Die Lüfter können in sehr ruhigen Umgebungen gelegentlich hörbar sein, und die 2400 W Dauerleistung sind gemessen an der großen Kapazität eher konservativ ausgelegt. Zudem erfordert die relativ niedrige 60-Volt-PV-Grenze etwas Planung bei der Solaranbindung.

Wer jedoch eine effiziente, langlebige und vielseitige 3-kWh-Powerstation sucht, erhält mit der Elite 300 ein technisch sehr solides Gesamtpaket mit nur wenigen Einschränkungen.



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AMD Ryzen AI Embedded P100: x86-CPU mit NPU für Edge- und Physical-AI


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

AMDs Prozessorbaureihe Ryzen AI Embedded P100 ähnelt der Mobil-CPU-Familie Ryzen AI 400, zielt aber auf Embedded Systems. Sie kombiniert Allzweck-x86-Prozessorkerne (Zen 5) mit einer relativ starken integrierten Grafikeinheit (IGP), einer Neural Processing Unit (NPU) mit 50 Tops sowie großem DDR5- oder LPDDR5X-Hauptspeicher. Dazu kommen leistungsfähige I/O-Schnittstellen wie PCI Express 4.0, USB4/Thunderbolt 4 und Displayport beziehungsweise HDMI für bis zu vier 4K-Displays oder zweimal 8K/120 Hz.

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Auf der Fachmesse Embedded World 2026 in Nürnberg zeigen laut AMD mehrere Partnerfirmen Mainboards und Rechenmodule mit Ryzen AI Embedded P100, etwa Congatec, Kontron und Advantech. Die Messe findet vom 10. bis 12. März statt. Die Prozessoren eignen sich für Anwendungen wie bildgebende Medizintechnik, Robotik, selbstfahrende Transportsysteme (Physical AI) sowie Steuerungs- und Überwachungsrechner mit KI-Funktionen. Letztere nennt der Branchenjargon oft auch Edge AI. Die Embedded-Prozessoren von AMD stecken wegen ihrer relativ starken GPU und vielen Display-Ausgängen auch in zahlreichen Spielautomaten.

Nicht alle Varianten des Ryzen AI Embedded P100 sind bereits lieferbar, bei manchen startet die Produktion erst im dritten Quartal. Die Ryzen AI Embedded P100 mit vier oder sechs CPU-Kernen hatte AMD bereits im Januar angekündigt. Wirklich neu sind jetzt die Versionen mit 8, 10 oder 12 Kernen.


Abbildung AMD Ryzen AI Embedded P100

Abbildung AMD Ryzen AI Embedded P100

Prozessoren der Baureihe AMD Ryzen AI Embedded P100 haben bis zu 12 CPU-Kerne. Grafikseitig gibt es den Vollausbau mit 16 Compute Units beziehungsweise acht Work Group Processors (WGPs). Das entspricht 1024 Shadern.

(Bild: AMD)

Bisher spezifiziert AMD nicht die genauen Mischungen aus Zen-5- und Zen-5c-Kernen in den einzelnen Ryzen AI Embedded P100. Die Ryzen AI 400 haben maximal vier Zen-5-Kerne, die restlichen sind vom Typ Zen 5c.

Im zweiten Halbjahr will AMD den Ryzen AI Embedded X100 mit bis zu 16 Zen-5-Prozessorkernen nachschieben. Der Ryzen AI Embedded P100 konkurriert mit Embedded-Versionen des Intel Core Ultra 300 „Panther Lake“.

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Embedded-Prozessoren AMD Ryzen AI Embedded P100
Prozessor CPU-Kerne Turbo-Takt L3-Cache NPU 10GE-MAC
mit TSN
TDP Temperatur-Bereich
Ryzen AI P185 12 5,1 GHz 24 MByte 50 Tops 28 W* 0 – 105 °C
Ryzen AI P185i 12 5,1 GHz 24 MByte 50 Tops 28 W* -40 – 105 °C
Ryzen AI P174 10 5,0 GHz 24 MByte 50 Tops 28 W* 0 – 105 °C
Ryzen AI P174i 10 5,0 GHz 24 MByte 50 Tops 28 W* -40 – 105 °C
Ryzen AI P164 8 5,0 GHz 16 MByte 50 Tops 28 W* 0 – 105 °C
Ryzen AI P164i 8 5,0 GHz 16 MByte 50 Tops 28 W* -40 – 105 °C
Ryzen AI P132 6 4,5 GHz 8 MByte 50 Tops 2 28 W* 0 – 105 °C
Ryzen AI P132i 6 4,5 GHz 8 MByte 50 Tops 2 28 W* -40 – 105 °C
Ryzen AI P132a 6 3,65 GHz 8 MByte 50 Tops 2 45 W** -40 – 105 °C
Ryzen AI P121 4 4,4 GHz 8 MByte 30 Tops 2 28 W* 0 – 105 °C
Ryzen AI P121i 4 4,4 GHz 8 MByte 30 Tops 2 28 W* -40 – 105 °C
Ryzen AI P121a 4 3,65 GHz 8 MByte 30 Tops 2 28 W* -40 – 105 °C
i-Versionen: Indfustrie-Temperaturbereich, a-Versionen: Automotive, AEC-Q100
* configurable TDP (cTDP) von 15 bis 45 Watt; P122a: 15 – 30 W, ** P132a: 25 – 45 W


(ciw)



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