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Top 5: Der beste Blinker für E-Scooter zum Nachrüsten im Test – gut ab 15 Euro
Blinken ist sicherer als ein Handzeichen. Wer noch einen E-Scooter ohne Blinklicht hat, sollte dieses nachrüsten. Wir zeigen die besten Blinker aus den Tests und erklären, was man beim Kauf beachten muss.
Nicht jeder E-Scooter ist standardmäßig mit Blinkern ausgestattet – insbesondere ältere und günstige E-Scooter haben wegen einer fehlenden Blinker-Pflicht oft keine integrierte Richtungsanzeige. In Österreich ist diese aber mittlerweile Pflicht.
Ist kein Blinker vorhanden, ist es notwendig, die Richtungsänderung rechtzeitig und deutlich per Handzeichen anzukündigen. Hierbei ist darauf zu achten, dass sich der Fahrer des E-Scooters durch das Lösen der Hand vom Lenker keiner Gefahr aussetzt und einen sicheren Stand bewahrt. Darauf wird klar in der Elektrokleinstfahrzeugverordnung eKFV in § 11, Ziffer 3 hingewiesen.
Das Problem in der Praxis: Lenken mit nur einer Hand ist wackelig und zudem kann der Gashebel nicht zeitgleich bedient werden. Hebt man die Hand fürs Abbiegesignal, wird die Energiezufuhr unterbrochen und der Roller bremst ab. Das kann im Straßenverkehr schnell zu gefährlichen Situationen führen, weshalb die Handzeichen in der Praxis oft nicht oder nur für wenige Sekunden gezeigt werden. Auch das birgt die Gefahr, dass das Handzeichen schlicht übersehen wird. Das Bein zu heben, um zu signalisieren, dass man abbiegen will, ist laut dem Bundesverkehrsministerium übrigens ebenfalls nicht zulässig.
Blinker bei E-Scootern sind nach jetzigem Stand zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber ein erprobtes und wirksames Mittel zur Unfallvermeidung. Ab 01. Januar 2027 gilt zudem für Neuzulassungen eine Blinker-Pflicht.
Wer nicht gerade allein auf weiter Flur unterwegs ist, kann mit einem nachgerüsteten Blinker deutlich entspannter und sicherer am Straßenverkehr teilnehmen. Nachrüstbare Blinker gibt es entweder für die Montage an den Lenkerenden oder über dem Hinterrad. Erstere werden meist in die Enden des Lenkers gesteckt und dann durch Antippen oder mithilfe einer Fernbedienung aktiviert. Am Heck werden Blinker entweder auf oder neben dem Hinterrad montiert, aktiviert wird per Fernbedienung am Lenker. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile, auf die wir bei der jeweiligen Platzierung eingehen.
Welcher ist der beste Blinker zum Nachrüsten?
Der Preis-Leistungs-Sieger ist das Modell Winglights Pop für rund 16 Euro. Im Test ist kein anderer Blinker heller. Dass hier kein Akku, sondern eine Knopfzelle genutzt wird, ist allerdings schade.
Den Technologie-Sieg holt sich der Fxinruia Heck-Blinker für 24 Euro. Der ist zwar primär für E-Scooter mit schmalen Reifen geeignet, er ist dank Fernbedienung aber sehr bequem steuerbar.
Gibt es eine Blinkerpflicht für E-Scooter?
In Deutschland gilt die Blinkerpflicht zukünftig für Neuzulassungen ab dem 1. Januar 2027. Österreich und Italien sind hier schon weiter, hier ist ein Blinker Pflicht. In Italien müssen Fahrer zudem einen Helm tragen. Mehr Informationen zu den E-Scooter-Vorschriften im Ausland gibt es etwa beim ADAC.
Wie rüstet man Blinker am E-Scooter nach?
Grundsätzlich empfehlen wir Blinker mit eigener Stromversorgung, da diese nur befestigt werden müssen und keinen Einfluss auf die Betriebserlaubnis haben. Es gibt hier Modelle zur Montage an den Enden des Lenkers und welche zur Befestigung am Heck.
Wie bedient man die Nachrüst-Blinker?
Die Blinker in den Lenkerenden werden in der Regel durch einfaches Antippen aktiviert. Lichtzeichen am Heck arbeiten mit einer kleinen Fernbedienung, welche am Lenker befestigt wird.
Wie teuer sind Blinker zum Nachrüsten?
Einige besonders günstige Modelle kosten weniger als 10 Euro – in der Praxis konnten die Billigheimer bislang aber nicht überzeugen. Wir empfehlen hier etwas tiefer in die Tasche zu greifen – mehr als 40 Euro Euro sollten die Blinker aber nicht kosten.
Darf ich Blinker nachrüsten?
Ja – Im Prinzip muss gar nicht viel beim Kauf solcher nachrüstbaren Blinker berücksichtigt werden. Wichtig zu beachten, dass die Blinker für einen E-Scooter geeignet sind und die Lenkerbreite inklusiver der Anbauten nicht mehr als 70 cm betragen darf. Zudem muss der Blinker über eine eigene Stromversorgung per Akku oder Batterie verfügen.
Laut eines TÜV-Prüfers, der für ABE-Abnahmen zuständig ist, erlischt die Betriebserlaubnis nicht, solange die Blinker eigenständige Stromkreise haben. Auch der Versicherungsschutz bleibt entsprechend erhalten. Problematisch wird es erst, wenn man am Stromkreis des Rollers herumbastelt – dann erlischt dessen Betriebserlaubnis. Ohne aufwendige Einzelabnahme gibt es dann auch keine Zulassung mehr für den elektrischen Tretroller. Deshalb raten wir davon ab, selbst am Stromkreis Hand anzulegen und empfehlen lieber Varianten mit eigener Stromversorgung.
Gibt es Alternativen für E-Scooter Blinker?
Am Lenker montierte E-Scooter Blinker haben allerdings den Vorteil, dass man selbst direkt überprüfen kann, ob sie tatsächlich funktionieren.
Fazit
Um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen, lohnt sich das Nachrüsten eines Blinkers für E-Scooter auf jeden Fall. Diese sind immer dann sinnvoll, wenn sie leicht zu bedienen sind und gut von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen werden können. Sehr kompakten Blinker am Lenker sind beispielsweise nicht so gut sichtbar wie ein ausladender Blinker oder jener am Hinterrad.
Beim Abbiegen und Spurwechsel geben Blinker anderen Verkehrsteilnehmern klare Hinweise auf die geplanten Absichten. Die Hände verbleiben zudem an der Lenkstange, was eine stabile Fahrweise garantiert. Dies schafft Vertrauen und minimiert das Risiko für sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer.
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Opel Astra Plug-in-Hybrid im Test: Lohnt sich der überarbeitete PHEV noch?
Auch bei Massenherstellern haben einige Modellversionen eine sehr kurze Lebensdauer. Im vergangenen Sommer renovierte Opel seine Plug-in-Hybride im Astra. Die sportliche Speerspitze GSe behielt ihren Antrieb, bekam aber wie die etwas schwächere Variante eine Batterie mit 17 kWh Energiegehalt. Mit der optischen Überarbeitung ist dieser GSe in dieser Form schon wieder Geschichte. Nun muss es der Astra in „ziviler Verpackung“ allein schaffen. Mit 144 kW Systemleistung mangelt es ihm nicht an Kraft. Doch Opel hat noch reichlich Raum gelassen, die elektrische Nutzung im Alltag zu erleichtern, wie unser Test zeigt.
- aktuelles Modell seit 2022 auf dem Markt, 2025 überarbeitet
- Abmessungen: 4,37 m lang, 1,86 m breit, 1,46 m hoch, Radstand: 2,68 m
- Plug-in-Hybrid mit 144 kw und 360 Nm
- Batterie: 14 kWh netto, E-Reichweite 84 km
- Preis ab 38.460 Euro
- Pro: Fahrwerk, Sitze
- Contra: Preis, Laden
Die sechste Auflage des Opel Astra wird seit 2022 verkauft und wurde im vergangenen Jahr optisch wie technisch leicht überarbeitet. Die Limousine ist 4,37 m lang, von denen 2,68 m auf den Radstand entfallen – im Kombi sind es 5,7 cm mehr Radstand, was sich auf der Rückbank deutlich bemerkbar macht. Dort ist die Limousine eher knapp geschnitten. Lästig ist die schlechte Erreichbarkeit der Kindersitzbefestigungen, die hinter hakeligen Reißverschlüssen versenkt sind. Ob der riesige Konzern diesen Murks irgendwann noch einmal abstellt?

Vorn reist man auf vorzüglichen, weit verstellbaren Sitzen ausgesprochen bequem. Im Testwagen kam noch eine fein justierbare Massage hinzu, die nur über ein Paket zu haben ist. Für die Ausstattungslinie GS kostet das immerhin 1550 Euro. Das ist viel Geld, gerade in dieser Klasse, doch hier pumpt sich eben nicht nur ein Kissen auf und wieder ab.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Opel Astra Plug-in-Hybrid im Test: Lohnt sich der überarbeitete PHEV noch?“.
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EcoFlow Stream 2: Neue Version des Balkonkraftwerks mit Speicher
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Ecoflow hat im Vorfeld der Messe „Intersolar“ einen Nachfolger des kombinierten Balkonkraft- und AC-Speichersystems Stream vorgestellt. Die alten Streams sollten an unterschiedlichen Stellen eines Haushalts Energie austauschen, die neuen stehen – wie bei der Konkurrenz – als Stapelspeicher in der Garage oder vor dem Haus. Mehrere Türme lassen sich per Software zu einem Speicherverbund koppeln.

Das Stream Gateway bündelt bis zu drei Stream-Kopfeinheiten zu einem System. Es erreicht so eine maximale Kapazität von 45 kWh und kann bis zu 9 kW abgeben. Bis zu zwei solcher Systeme lassen sich bündeln.
Statt im rundlichen Kunststoffkleid stecken die Stream-Komponenten der zweiten Generation nun in kantigen Metallgehäusen aus Aluminium. EcoFlow wählt einen schmalen Fußabdruck des Covers einer Langspielplatte, dafür sind die Komponenten rund 50 cm hoch. Zum Verkaufsstart stehen drei neue Stream-Geräte zur Wahl: die Stream 5000 mit integriertem Wechselrichter, die AC-Variante ohne Wechselrichter und die Erweiterungsbatterie. Alle drei Speicher kommen mit einer Kapazität von 5024 Wattstunden und folgen damit dem allgemeinen Trend zur Größe – beim Batteriespeicher darf es momentan bei der Kundschaft gerne eine kWh mehr sein.
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Die Stream 5000 mit Wechselrichter ist mit vier MPPT-Strängen ausgestattet, die PV-seitig je 1250 Watt unterstützen. Bis zu 12 Panel sollen sich so betreiben lassen. Beim Netzanschluss gleichen sich die Varianten mit und ohne PV-Anschluss: Sie lassen sich mit bis zu 3000 Watt laden und entladen und sind mit einem Off-Grid-Anschluss zur Notstromversorgung ausgestattet, der bis zu 3600 Watt liefert. Alle Komponenten sind nach IP65 zertifiziert und sind auch für den Außenbereich geeignet. Jede Kopfeinheit ist mit bis zu zwei Erweiterungsbatterien bis auf 15 kWh Gesamtkapazität zu erweitern.

Ebenfalls neu im Angebot ist das Stream Gateway, es erfüllt dieselbe Funktion wie das von Anker Solix bekannte Power Dock. Über das Gateway lassen sich bis zu drei Stream-5000-Kopfeinheiten koppeln, sodass man auf eine maximale Kapazität von 45 kWh kommt. Zwei dieser Installationen sind über die EcoFlow-App per Software koppelbar, wodurch man dann 90 kWh erreicht. Über das Gateway lässt sich – wie bei Anker Solix – auch eine Wallbox betreiben. Die Garageninstallation wird so zur Tankstelle fürs E-Auto. So soll sich Stream 2 von der Balkonkraftlösung mit 800-Watt-Einspeisung bis zur ausgewachsenen PV-Anlage mit 18 kWh maximalem Output über die Wallbox skalieren lassen.
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Offizieller Verkaufsstart für die Stream 5000 mit integriertem Wechselrichter ist der 15. September mit einem UVP von 1600 Euro. Ab Mitte August startet der Vorverkauf mit einem Early-Bird-Preis von 1300 Euro. Preise für die AC-Variante und die Erweiterungsbatterie nannte EcoFlow bisher nicht.
(sha)
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Top 8: Die beste Kompressor-Kühlbox im Test – echte Kühlung bis minus 20 Grad
Eiskalt unterwegs: Wir zeigen die besten Kompressor-Kühlboxen im Test und erklären, worauf es beim Kauf ankommt.
Ob beim Campen im Urlaub, auf dem Festival, bei der Gartenparty zur Fußball-WM 2026 oder am Strand: An heißen Tagen gehören kalte Getränke für viele dazu. Auch Grillgut und andere Lebensmittel müssen unterwegs zuverlässig gekühlt werden. Der Markt bietet dafür eine breite Auswahl an elektrischen Kühlboxen, die sich neben Größe und Aufteilung vor allem in der eingesetzten Kühltechnik unterscheiden – und genau hier lohnt der genaue Blick, denn nicht jede Technik eignet sich für jeden Einsatzzweck.
Passive Kühlboxen halten vorgekühlte Lebensmittel lediglich auf Temperatur. Thermoelektrische Modelle kühlen zwar aktiv, ihre Leistung hängt jedoch stark von der Umgebungstemperatur ab und reicht für ein echtes Herunterkühlen meist nicht aus. Anders als thermoelektrische Modelle erreichen Kompressor-Kühlboxen zuverlässig Temperaturen bis in den Minusbereich und können so Getränke, Lebensmittel oder Eis nicht nur kühl halten, sondern auch aktiv herunterkühlen oder einfrieren.
Diese Bestenliste zeigt die besten Kompressor-Kühlboxen aus unseren Tests. Außerdem klären wir, ob sich Extras wie App-Anbindung, Akku oder Eiswürfelbereiter in der Praxis lohnen.
Welche ist die beste Kompressor-Kühlbox?
Testsieger ist die Anker Solix Everfrost 2 40L für 600 Euro. Ihr praktisches Design, die lange Akkulaufzeit mit optional erweiterbaren Akkus und eine starke Kühlleistung machen sie zur besten Wahl für mehrtägige Festivalaufenthalte, Camping-Ausflüge oder Wochenendtrips.
Als Technologiesieger geht die Ecoflow Glacier Classic 35L für 590 Euro (Code: POWEREBAY10E; gültig bis 24.06.2026) hervor. Sie bietet eine hohe Kühlleistung, eine präzise Steuerung per Display und App sowie das Aufladen per Solarpanel.
Wie funktioniert eine Kompressor-Kühlbox?
Kompressor-Kühlboxen arbeiten nach demselben Prinzip wie ein Haushaltskühlschrank. Als Kältemittel kommen meist natürliche Stoffe wie Propan (R290) oder synthetische FKW-Gemische zum Einsatz. Der Kompressor verdichtet das gasförmige Kältemittel, das anschließend im Kondensator verflüssigt wird und dabei Wärme nach außen abgibt. Im Verdampfer im Inneren der Box expandiert das Kältemittel wieder, geht in den gasförmigen Zustand über und entzieht dem Innenraum dabei die Wärme. So entsteht die eigentliche Kühlleistung.
In den vergangenen Jahren haben Kompressor-Kühlboxen deutliche Fortschritte bei Energieverbrauch und Kühlleistung gemacht. Temperaturen von bis zu -20 Grad Celsius sind als Ergebnis möglich, sodass sich viele Modelle auch als mobile Gefriertruhe nutzen lassen. Anders als Absorberkühlboxen kühlen sie weitgehend unabhängig von der Außentemperatur. Erst ab einer Umgebungstemperatur von über 40 Grad Celsius lässt hier die Kühlleistung nach.
Zur Stromversorgung dienen üblicherweise 12 oder 24 Volt (Bordnetz) sowie 230 Volt (Steckdose). Zunehmend gibt es auch Modelle mit integriertem oder optionalem Akku. Ein Gasbetrieb wie bei Absorbergeräten ist nicht möglich. Nachteile gegenüber Absorbern: Kompressor-Kühlboxen sind deutlich hörbar und schwerer.
Stromverbrauch und Lautstärke im Test
Wir haben mittlerweile sieben Kompressor-Kühlboxen einzeln im Praxiseinsatz getestet. Bei Stromverbrauch und Lautstärke unterscheiden sich die Modelle nur geringfügig. Sind Box und Inhalt einmal heruntergekühlt, liegt die Leistungsaufnahme im Eco-Modus bei durchschnittlich 30 bis 50 Watt, bei voller Leistung bei rund 55 bis 70 Watt.
Über das 230-Volt-Netzteil fällt der Verbrauch wegen der Wandlungsverluste höher aus – im Test waren es je nach Gerät bis zu 140 Watt. Der Betrieb über den 12-Volt-Anschluss (Zigarettenanzünder) ist daher oft effizienter. Einige Modelle, etwa von Plug-in Festivals oder Dometic, kamen an der Steckdose aber auch mit 50 Watt oder weniger aus. Wer die Kühlbox an einer Powerstation oder im Wohnmobil betreibt, sollte den tatsächlichen Verbrauch im Auge behalten – er entscheidet maßgeblich über die mögliche Laufzeit.
Die Lautstärke beträgt in einem Meter Entfernung je nach Betriebsmodus zwischen 38 und knapp über 50 dB(A) – wie oft der Kompressor anläuft, um zu kühlen, ist hier wichtiger als die reine Lautstärke. Wer eine Kühlbox für Camping sucht, sollte zu einem Modell mit möglichst geringer Lautstärke greifen oder darauf achten, dass das Gerät nicht unmittelbar in der Nähe des Schlafbereichs ist. Einige Modelle sind zudem mit einem Eco-Modus ausgestattet, der weniger lautstark arbeitet. Nachts empfiehlt sich der Wechsel in diesen Modus, damit weder man selbst noch die benachbarten Camper im Schlaf gestört werden.
Wie funktionieren Kühlboxen ohne Kompressor?
Neben Kompressor-Kühlboxen gibt es noch andere technische Alternativen – allerdings haben alle Systeme ihre Einschränkungen, weshalb wir eine Kompressor-Kühlbox trotz der lauten Betriebsgeräusche als besten Kompromiss bevorzugen würden.
Passive Kühlboxen besitzen gar kein aktives Kühlaggregat, sondern schützen das Kühlgut nur durch dicke, isolierte Wände und den Einsatz von vorgekühlten Kühlakkus. Wie lange die vorgekühlten Lebensmittel oder Getränke in der passiven Kühlbox kühl bleiben, ist stark von der Außentemperatur abhängig. Passive Kühlboxen eignen sich also nur zum Kühlhalten, nicht aber zum Herunterkühlen – ideal etwa für gekühlte Drinks und Snacks beim Picknick am See oder den Transport im Pkw, nicht aber für mehrtägige Roadtrips. Die bunten Kunststoffbehälter gibt es dafür schon ab etwa 10 Euro.
Nur etwas teurer als eine passive Box ist eine thermoelektrische Kühlbox – letztlich handelt es sich dabei um eine passive Box mit integrierter Kühlung. Die dick isolierten Boxen haben dazu in der Regel einen kleinen Lüfter im Deckel integriert. Zur Versorgung dient der 12-Volt-Anschluss (Zigarettenanzünder) im Pkw. Soll das Gerät auch an einer Schuko-Steckdose funktionieren, benötigt man ein Modell mit zusätzlichem 230-Volt-Netzteil.
Die Kühlleistung solcher thermoelektrischen Kühlboxen ist allerdings sehr gering und noch dazu von der Außentemperatur abhängig. Letztlich sind solche Systeme nur in Kombination mit vorgekühlter Ware und Kühlpads sinnvoll nutzbar. Um etwa Lebensmittel auf einer langen Fahrt oder einen Tag am See frisch zu halten, ist diese Lösung ab rund 30 Euro geeignet. Zum Herunterkühlen oder für längere Zeiträume fehlt es aber an Leistung.
Weiter geht es mit den Absorberkühlboxen, deren Technik auch etwa in Campingkühlschränken zu finden ist. Hier wird ein Wasser-Ammoniak-Gemisch elektrisch erhitzt und das Ammoniak verdampft und entzieht der Kühlbox dabei Wärme. Anschließend wird das Ammoniak wieder absorbiert und der Kreislauf beginnt von vorn.
Sehr positiv ist die ausgesprochen geringe Geräuschentwicklung der Absorberkühlboxen. In der Praxis sind sie kaum bis gar nicht zu hören. Die Anschaffungskosten liegen auf einem ähnlichen Niveau wie bei Geräten mit Kompressor. Allerdings arbeiten die Geräte weniger effektiv und benötigen vergleichsweise viel Strom oder Gas.
Die Absorber-Kühlung ist außerdem stark von der Außentemperatur abhängig. Ab einer Außentemperatur von 30 bis 35 Grad Celsius nimmt die Kühlleistung ab und schwankt stark. Deshalb sind sie nicht für sensible Lebensmittel oder Medikamente geeignet. Im besten Fall erreichen solche Systeme Temperaturen von 25 Grad Celsius unter der Umgebungstemperatur.
Welche Extras bei Kühlboxen sind sinnvoll?
Abgesehen von den verschiedenen Technologien, gibt es auch Unterschiede in der Ausstattung. So bieten mittlerweile viele Hersteller Kühlboxen mit App-Anbindung ans Smartphone an. Wer besonders empfindliche Lebensmittel oder gar Medikamente lagern will, hat so die Temperatur immer im Blick und kann diese per App regulieren – ein seltener Anwendungsfall. Letztlich sind die Geräte mit smarter Anbindung aber häufig etwas teurer und bieten aus unserer Sicht kaum praktischen Mehrwert – im Zweifel tut es hier auch ein einfaches Funkthermometer.
Praktisch finden wir einen teilbaren Kühlraum, da so etwa Lebensmittel und Eis gelagert werden können.
Relativ neu am Markt sind Kühlboxen mit integriertem Akku für den netzunabhängigen Betrieb. Neben einfachen thermoelektrischen Geräten gibt es mittlerweile auch Kompressor-Kühlboxen mit integriertem Stromspeicher. Der Vorteil liegt hier klar auf der Hand: permanente Kühlung auch fernab einer Steckdose. Unser Testsieger, die Anker Solix Everfrost 2, schafft so mit einer Akkuladung etwa 50 Stunden Kühlbetrieb. Besonders Campingurlauber und Festivalbesucher profitieren hier von den Akkus. Wer seine Kühlbox nur daheim verwendet, benötigt nicht zwangsläufig ein Gerät mit Akku-Option.
Fazit
Vor dem Kauf einer Kühlbox sollte klar sein, ob sie Getränke und Lebensmittel lediglich kühl halten oder auch aktiv herunterkühlen soll. Wer nur vorgekühlte Getränke vor schnellem Erwärmen schützen will, kommt mit einer günstigen passiven Kühlbox samt Kühlakkus gut zurecht.
Für aktives Herunterkühlen führt dagegen kein Weg an einer Kompressor-Kühlbox vorbei – und damit an einer deutlich höheren Investition. Unser Favorit ist hier die zugegeben hochpreisige Anker Solix Everfrost 2. Wer beim Stromverbrauch und beim Service Abstriche akzeptiert, fährt aber auch mit den anderen getesteten Modellen gut. Entscheidend für den Kauf sind aus unserer Sicht vor allem die passende Größe, der geplante Einsatzort und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis.
Soll die Kühlbox fernab einer Steckdose oder eines Kfz zum Einsatz kommen, empfiehlt sich ein Modell mit integriertem oder nachrüstbarem Akku. Eine Alternative ist die Kombination aus einer günstigeren Kompressor-Kühlbox und einer ausreichend dimensionierten Powerstation. Der Vorteil: Die Powerstation lässt sich parallel auch für andere Verbraucher nutzen.
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