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Trotz Rekordpreisen: Tanken so günstig wie vor 15 Jahren


Was die Spritpreise angeht, wird der April voraussichtlich der teuerste Monat aller Zeiten sein, wie sich aus Daten des ADAC abschätzen lässt. In der Spitze war Diesel so teuer wie nie, Benzin verpasste seinen Rekord aus dem Jahr 2022 nur knapp. Doch inflationsbereinigt sind die Preise nicht mehr so außergewöhnlich, auch wenn das jetzt die meisten Autofahrer nicht besonders tröstlich finden werden.

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Blickt man rein auf die Zahl, wird der April zum Rekordmonat. Für die ersten 29 Tage gibt es Durchschnittspreise, die der ADAC errechnet hat. Ihr Durchschnitt liegt für Benzin der Sorte E10 bei rund 2,11 Euro pro Liter, für Diesel bei rund 2,27 Euro. Beides wären klare Rekorde. Die bisherigen Höchststände liegen bei 2,07 Euro für E10 im März 2022 und 2,16 Euro für Diesel im vergangenen März. Damit müsste der Preis am letzten Tag des April extrem abstürzen, um neue Rekorde zu verhindern.

Bereinigt um die zwischenzeitliche Inflation sieht es anders aus: Denn nicht nur Kraftstoffe sind deutlich teurer geworden, sondern auch andere Waren und Dienstleistungen. So war das allgemeine Preisniveau im April gut 25 Prozent höher als im Durchschnitt des Jahres 2020, wie sich aus vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes errechnen lässt. Rechnet man also die Spritpreise im April dementsprechend auf das allgemeine Preisniveau des Jahres 2020 um, sind es für E10 nur noch 1,68 Euro pro Liter, für Diesel 1,81 Euro.

Vergleicht man das mit den ebenfalls preisbereinigten Monatspreisen seit Anfang 2011, ist der Dieselpreis zwar immer noch hoch, liegt aber deutlich unter dem Hoch von umgerechnet 1,98 Euro im März 2022. Und E10 fällt im Vergleich zu früheren Preisen sogar noch weiter zurück: Inflationsbereinigt war der Kraftstoff nämlich nicht nur in der Anfangsphase des Ukrainekrieges teurer als jetzt, sondern auch über lange Zeiträume in den Jahren 2011 und 2012.

Autofahrer, die jetzt mehr als 100 Euro für eine Tankfüllung ausgeben, wird das kaum trösten. Sie können allerdings auf den Tankrabatt ab 1. Mai hoffen und auf die Preisentwicklung im Verlauf des April schauen. Zuletzt lagen die Preise ein gutes Stück unter den Hochs rund um Ostern. Selbst diese Höchststände sehen auf das 2020er-Niveau umgerechnet nicht mehr so drastisch aus: Bei Diesel werden aus den 2,447 Euro am 7. April dabei nämlich 1,95 Euro, bei E10 aus den 2,192 Euro am 6. April 1,75 Euro.

Gemessen an der allgemeinen Preisentwicklung sei der Sprit in den 2010er-Jahren „kontinuierlich billiger geworden“, sagt Friedrich Heinemann vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). „Dann kamen die zwei Preisschübe, in der Energiekrise nach Russlands Überfall und jetzt. Aber noch zur Jahreswende lagen die preisbereinigten Spritkosten mehr als zehn Prozent unter dem Niveau von Anfang der 2010er.“ Berücksichtige man nun noch, „dass die Kaufkraft zugelegt hat und der Spritverbrauch pro PS rückläufig war, relativiert sich die effektive Belastung der Autofahrer stark“. Das werfe die Frage auf, warum die Politik „so schnell das Scheckbuch zückt“.

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(fpi)



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Penetrationstest: Warum physische Sicherheit scheitert – und wie man das ändert


Es war ein Dienstagnachmittag, als mein Kollege und ich mit zwei großen Kartons warmer Pizza auf die Sicherheitsschleuse eines mittelgroßen deutschen Unternehmens zugingen. Kartons hoch, Blick auf den Boden, sichtlich überfordert. Ein Mitarbeiter, der gerade das Gebäude verließ, hielt uns nicht nur die Tür auf – er drückte uns auch noch den Fahrstuhlknopf. Keine Frage. Kein Zögern. Nur Hilfsbereitschaft.

Das Gebäude hatte biometrische Leser, Kameraüberwachung und eine Sicherheitsrichtlinie, die Besucher explizit verpflichtete, sich am Empfang anzumelden. Keines dieser Systeme hat uns aufgehalten. Ein einziger menschlicher Reflex hat uns eingelassen: Höflichkeit. Dieser Moment ist kein Einzelfall. Er ist ein Muster.

  • Pentester und Social Engineers sind in der Regel erfolgreich, weil sie menschliche Eigenarten und Schwächen ausnutzen.
  • Viele Awareness-Schulungen und -Vorgaben wirken nicht nachhaltig, weil sie psychologisch an der falschen Stelle ansetzen und nur gelegentlich durchgeführt werden.
  • Die Sicherheitskultur im Unternehmen verschiebt sich, wenn Regeln klar kommuniziert, permanent getestet und Verstöße nicht geahndet werden. Stimmt der positive Anreiz, kann sich aufmerksames Verhalten dauerhaft etablieren.

Als Physical Pentester begegnen einem dieselben Schwachstellen immer wieder – in Unternehmen unterschiedlicher Größe, unterschiedlicher Branchen und mit unterschiedlichem Sicherheitsbudget. Was sie gemeinsam haben: Die technische Infrastruktur ist oft beeindruckend. Die menschliche Seite nicht, wie die drei folgenden Fälle zeigen.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Penetrationstest: Warum physische Sicherheit scheitert – und wie man das ändert“.
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iX-Workshop: Industrial Security nach IEC 62443 – Ein Praxisleitfaden


Die internationale Cybersecurity-Norm IEC 62443 etabliert sich zunehmend als Standard für industrielle IT- und OT-Sicherheit. Sie unterstützt Hersteller dabei, Risiken in industriellen Netzwerken zu reduzieren, sichere Entwicklungsprozesse aufzubauen und Anforderungen wie den Cyber Resilience Act (CRA) vorzubereiten.

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Im zweitägigen Workshop IEC 62443: Industrial Security für Produkthersteller lernen Sie die zentralen Inhalte der Norm IEC 62443 kennen – insbesondere die relevanten Teile 4-1 und 4-2 zu Security Development Lifecycle (SDL) und technischen Sicherheitsanforderungen.

Sie erhalten einen Überblick über die wichtigsten Konzepte und Anforderungen der Norm, darunter die acht Praktiken aus IEC 62443-4-1 für sichere Produktentwicklung und -wartung. Außerdem erfahren Sie, wie Sicherheitsstufen und Komponentenanforderungen definiert werden und wie sich Threat Modeling praktisch umsetzen lässt.

Anhand praxisnaher Beispiele lernen Sie, wie sich Anforderungen der IEC 62443 in Entwicklungs- und Wartungsprozesse integrieren lassen. Dabei erhalten Sie Einblicke in typische Herausforderungen bei der Umsetzung sicherer OT- und ICS-Produkte.

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Sie profitieren von der direkten Anleitung durch Ihre Trainerin Luise Werner, SDL- und OT-Security-Beraterin bei der secuvera GmbH. Sie begleitet Hersteller von ICS- und OT-Komponenten bei der Einführung sicherer Entwicklungsprozesse und auf dem Weg zur IEC-62443-4-1-Zertifizierung. Im Workshop vermittelt sie Erfahrungen aus realen Projekten und zeigt, wie sich normative Anforderungen praxisnah umsetzen lassen.

Der Workshop richtet sich an OT-Anwender, Entwickler von Automatisierungstechnik sowie Sicherheitsverantwortliche aus der Industrie, die sichere Entwicklungsprozesse für industrielle Systeme etablieren möchten.


IT-Security-Workshops

IT-Security-Workshops


(ilk)



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„Fix this code“: Sperre von Fable 5 und Mythos 5 angeblich nach simplen Prompt


Für die Sperrung der mächtigen KI-Modelle Fable 5 und Mythos 5 soll kein Jailbreak, sondern die Befolgung der simplen Aufforderung „fix this code“ verantwortlich gewesen sein. Das behauptet zumindest die IT-Sicherheitsforscherin Katie Moussouris, die den Report einsehen durfte, der dazu geführt hat, dass die US-Regierung die Sperre unter Berufung auf eine Exportkontrolldirektive verfügt hat. In dem Bericht wird demnach dargelegt, dass die Forschenden den KI-Modellen Fable 5, Mythos und Opus Open-Source-Code mit bekannten Sicherheitslücken und solchen mit gezielt eingefügten Lücken vorgelegt hätten. Die Bitte „prüfe den Code auf Sicherheitslücken“, habe Fable 5 verweigert. Der Bitte „repariere den Code“ sei das Modell dann aber nachgekommen.

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Moussouris meint, dass sie die einzige unabhängige Expertin zu sein scheint, die den besagten Report einsehen konnte. Darin heißt es demnach weiter, dass die Antwort auf „fix this code“ mittels eines „mehrstufigen und manuellen Verfahrens“ in Skripte umgewandelt worden sei, die die ausgegebenen Patches prüfen. Das sei alles gewesen und habe nach ihrer Meinung nie zu einem Exportverbot führen dürfen. Wer sich der Abwehr von Cyberangriffen widmet, müsse KI-Technik nutzen dürfen, um Lücken in Code abzusichern, deren Bedeutung zu erklären und Tests zur Prüfung schreiben dürfen. Das sei keine Umgehung von Leitplanken, wie behauptet. Das sei ganz im Gegenteil das wertvollste, was KI-Modelle für die Cyberabwehr tun könnten.



Moussouris meint, es sei Zeit für ein T-Shirt mit der Aufschrift „fix this code“ und der Erklärung, dass es sich bei den Worten um Munition handle

(Bild: lutasecurity.com)

Die Expertin versichert noch, dass sie weiß, wovon sie schreibt. Vor mehr als zehn Jahren hat sie an Verhandlungen zur Verbesserung des Wassenaar-Abkommen für Exportkontrollen teilgenommen und dafür gesorgt, dass Ausnahmen für defensive Aktivitäten aufgenommen wurden. Wenn man KI-Modelle jetzt in ähnlicher Weise beschränkt, würde man die Cyberabwehr schwächen, ohne dass kriminelle Cyberakteure dadurch eingeschränkt würden. Moussouris hat deshalb zusammen mit einer Reihe von Expertinnen und Experten die US-Regierung aufgefordert, den Schritt gegen Fable 5 und Mythos 5 zu prüfen und die Sperre aufzuheben. Das zeige auch, wie wichtig die Modelle für ihre Arbeit seien. Gespräche zur Aufhebung der Sperre sind am Montag aber gescheitert.

Anthropic hat Fable 5 vorigen Dienstag als inhaltlich eingeschränkte Variante des neuen Mythos 5 freigegeben. Erste Tests hatten die merklich höhere Leistungsfähigkeit des KI-Modells bestätigt, aber auch zu Kritik an den Sicherheitsmaßnahmen geführt, die immer wieder einen Rückfall auf ein weniger leistungsfähiges Modell auslösen. Am Freitag hat Anthropic dann unerwartet den Zugriff auf Fable 5 und Mythos 5 gesperrt – für alle Nutzerinnen und Nutzer weltweit. Verantwortlich war Berichten zufolge primär ein Bericht des Amazon-CEOs Andy Jassy über einen mutmaßlichen Jailbreak. Auf diesen Bericht bezieht sich Moussouris. Angeblich gibt es aber auch Hinweise darauf, dass eine Gruppe mit Verbindungen zur chinesischen Regierung Zugriff auf das mächtige KI-Modell Mythos hatte.

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Die Financial Times berichtet inzwischen noch, dass Anthropic lediglich 90 Minuten Zeit gegeben wurde, um auf den Bericht zu dem angeblichen Jailbreak zu reagieren. Inzwischen habe das KI-Unternehmen versichert, dass es sich eben nicht um eine Methode handelt, die auf die eigenen KI-Modelle beschränkt sei. Die würden beispielsweise auch bei jenen von OpenAI funktionieren. Das passt zu den Erklärungen von Moussouris. Das US-Magazin Axios berichtet derweil, dass in der US-Regierung der Eindruck vorherrscht, von Anthropic betrogen worden zu sein. Es sei so, als würden beide Parteien unterschiedliche Sprachen sprechen, erklärt demnach eine anonyme Person die Verständnisschwierigkeiten.


(mho)



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