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Turtle Beach KB5 im Test


Display war gestern, bei Turtle Beach hat die Zukunft der Tastatur einen Touchscreen. Die Command Series KB5 verspricht gleichzeitig von Mini-Formaten geplagten Spielern Erlösung: Endlich ein volles Layout mit Makrotasten und Drehregler. Das sieht doch mal richtig gut aus – und genau das ist am Ende im Test das Problem.

Auf dem Papier sieht das Konzept vielversprechend aus, auf dem Schreibtisch ebenfalls. Man kann der KB5 vieles vorwerfen, aber nicht, dass es ihr an Hingucker-Faktor fehlen würde. Dahinter verbirgt sich jedoch nur eine mäßige Tastatur, die alle Karten auf das Display setzt – und ausgerechnet dort strauchelt. Kann doch nicht sein? Alle Details liefert der Test.

  • Flache Bauweise
  • Handballenauflage
  • Viel Zusatzausstattung
  • Software fehlerhaft
  • Touchscreen hakelig
  • Taster brauchen Einlaufzeit
  • Mäßige Akustik

Die KB5 im Überblick

Das Rezept der KB5 ist seit der Jahrtausendwende etabliert und geht auf die Logitech G15 (Test) zurück. Es beinhaltet ein volles, beleuchtetes Layout, links eine Reihe Makrotasten, dazu ein Drehregler für die Lautstärke und ein 2,4″-Display, um Daten über System und Sprachchat auszugeben.

Lieferumfang: USB-C-auf-A-Kabel, Kurzanleitung, Tastenkappen
Lieferumfang: USB-C-auf-A-Kabel, Kurzanleitung, Tastenkappen
Die Idee: Der Bildschirm zeigt Infos an und spendiert Zusatztasten
Die Idee: Der Bildschirm zeigt Infos an und spendiert Zusatztasten
Fünf etwas abgesetzte Makrotasten und ein Drehregler ergänzen das Layout
Fünf etwas abgesetzte Makrotasten und ein Drehregler ergänzen das Layout
Die Neigung des Tastenfeldes kann in zwei Stufen geändert werden
Die Neigung des Tastenfeldes kann in zwei Stufen geändert werden

Die Anzeige befördert Turtle Beach im Jahr 2026 nun zum Touchscreen. Er dient je nach Konfiguration beziehungsweise Anzeigeseite der Mediensteuerung und als Panel mit sechs „Extratasten“. Status-Funktionen wie Capslock gibt das Display ebenfalls aus. Maximal drei „Seiten“ lassen sich individuell konfigurieren.

Daten sendet die KB5 per USB-C-Kabel und mit fester, nicht reduzierbarer 8.000-Hz-Polling-Rate an den Rechner, die Shooter-Hilfe „ReacTap SOCD“ priorisiert zwischen zwei Tasten die zuletzt gedrückte. Zur Anpassung muss trotz Display auf Roccats Swarm-Software zurückgegriffen werden, die es ausschließlich für Windows gibt.

Taster: Flach und gemächlich

Die KB5 liefert Turtle Beach mit fest verlöteten Titan-Tastern der ersten Generation in der Variante Red aus. Da es sich um Low-Profile-Switches handelt, verkürzt sich ihr Hub auf 3,2 Millimeter, ausgelöst wird nach 1,2 Millimetern Eindrücken bei 42 Gramm Widerstand. Entsprechend zackig wirken Eingaben.

So tippen Titan Red

Initial geben Titan-Switches eine zwar über alle Taster hinweg gleichmäßige, aber leicht raue Rückmeldung beim Eindrücken. Besserung, wenn auch keine vollständige Kur, stellt sich nach ein paar Stunden Nutzung ein, bleibt logischerweise aber auf die am häufigsten genutzten Tasten beschränkt. Auf Tasten mit 1,5er-Kappen wie „Strg“ steigt der Widerstand zudem an, wenn nicht mittig eingedrückt wird. In diesem Fall verkanten die Kappen den Stempel etwas. In Relation zum Kaufpreis darf man mehr erwarten.

Ohne Gewöhnung geht es damit nicht, die Taster wollen lieber mit etwas mehr Tiefe eingedrückt werden, um trotz variierender Widerstände sicher ausgelöst zu werden und das „Verschlucken“ von Tasten zu vermeiden.

Fest verlötet: Die Low-Profile-Taster sitzen fest auf dem PCB
Fest verlötet: Die Low-Profile-Taster sitzen fest auf dem PCB

Am Ende bleibt der Eindruck eines relativ schlichten Tasters, den man eher unter 100 Euro verorten würde. Zum Spielen mag das gehen, wirkt aber aus der Zeit gefallen. Auch Low-Profile-Taster im mittleren Preissegment können mittlerweile mehr als das. Eine Logitech G515 oder Keychron K3 beispielsweise, die es auch im Vollformat gibt, leisten bessere Arbeit. Dazu kommt: Sie arbeitet mit höherer Federspannung, ihre Taster wirken strammer beim Ausfedern und damit agiler, bei Turtle Beach bleibt das Feedback entspannter, aber auch indifferenter. Turtle Beach bewirbt zwar eine „ultra-schnelle Rückmeldung“ mit „geschmeidigen, befriedigenden Tastendrücken“ beim Ausfedern, das Produkt scheitert aber daran, diese Ansprüche in Gänze abzubilden.

Beleuchtung

Die Beleuchtung entspricht dem Klassenstandard. Sauber angestrahlte Tasten und PBT-Kappen lassen keine Wünsche offen, Sekundärfunktionen sind allerdings nur auf der Oberfläche der Tasten aufgetragen.

Gelungen ist die gleichmäßige und helle Beleuchtung
Gelungen ist die gleichmäßige und helle Beleuchtung
Minimale Helligkeitsverläufe fallen im Alltag nicht auf
Minimale Helligkeitsverläufe fallen im Alltag nicht auf

Alltag & Akustik

Das Bild mauer Technik zieht sich bei der KB5 weiter und prägt gewissermaßen am Ende den Gesamteindruck. Auf dem Papier wirkt das Konzept durchaus durchdacht, das Problem ist die Umsetzung.

Viel weiter öffnen ließ sich die KB5 nicht
Viel weiter öffnen ließ sich die KB5 nicht

Akustik: Klingt nach Gaming

Freistehende Taster und ein Kunststoff-Gehäuse sind für die Akustik ein Malus, die flache Bauweise ein Bonus. Trotzdem kommt dafür erstaunlich wenig heraus, denn Geräuschdämpfung baut Turtle Beach nur zwischen Switch Plate, die gleichzeitig das Chassis abdeckt, und PCB, darunter herrscht Leere. Viele Schrauben, aber wenig Inhalt und das hört man in Form recht heller und klackriger Rückmeldungen.

Erneut muss man sich in der Preisklasse nicht weit umschauen: Die Keychron K3 kann das Ganze dumpfer, die Asus ROG Falchion FX Low Profile sehr viel satter. Beides klingt hochwertiger als die Sparkur bei Turtle Beach – und schlicht weniger nach günstig klackerndem, hallendem Kunststoff. Dieses Klangbild ordnet sich ein Stück weit in das Gaming-Segment ein, wo Lifestyle-Marken diesem Aspekt geringere Bedeutung beimessen.

Turtle Beach Command Series KB5 (Turtle Beach Titan 2 Red)

Alltag: Grundlage passt

Aus der Belanglosigkeit retten müssen die KB5 deshalb das Display und der Alltag. Angelegt ist sie genau dafür und gut: Die Makrotasten liegen vernünftig und lassen sich vom Tastenfeld differenzieren, der Regler wunderbar zügig bedienen. Von der flachen Bauweise und der großen Handballenauflage profitieren Ergonomie und Bedienbarkeit des Touchscreens. Bingo!

Zumindest fast. Die fummelige Montage der Handballenauflage sägt an den Nerven, zumal sie sich recht leicht löst. Magnete sind in der Mittelklasse längst angekommen und selbst darunter gibt es bessere Lösungen. Am Anfang mochte die Software nicht, Eingaben wurden teils zeitverzögert wiedergegeben oder nicht korrekt registriert. Ein zweites Firmware- und Software-Update schuf Abhilfe und sorgte dafür, dass sich die Tastatur beim Herunterfahren oder im Standby korrekt deaktiviert.

Von der Polling-Rate, die sich per Software nicht ändern lässt, merkt man im Alltag nichts. „Bis zu 8-mal schneller“ reagiere die Tastatur damit, verspricht der Hersteller zwar, aber nur in Bezug auf den Übermittlungszeitpunkt. Die Abfragerate ist jedoch nur ein Punkt der Signalkette bis zur Ausgabe eines Bildes auf dem Monitor – insgesamt acht Mal schneller kann die KB5 damit nicht sein. Im Gegenteil: Eingespart wird im Optimalfall weniger als eine mess-, aber nicht spürbare Millisekunde im Tausch gegen höhere CPU-Last.

Was kann das Display?

Der Hase liegt also dort im Pfeffer, wo man ihn nicht direkt sieht, das gilt auch für das Display. „Extrem reaktionsschnell“ fühlt es sich nicht an, eine halbe Sekunde Verzögerung beim Tastendruck ist nicht dramatisch langsam, aber auch nicht unmittelbar „sofortig“. Dazu kommt: Beim Seitenwechsel fehlt es an einer Wischanimation, die KB5 lässt damit unklar, ob die Eingabe erfolgreich ist. Nicht jeder Seitenwechsel gelingt in Konsequenz. Und der Lautstärkeregler bewegt sich ruckelnd.

Angezeigt werden können darauf Systeminformationen, wenn die Software im Hintergrund läuft. Spielspezifische Angebote gibt es nur für Counter-Strike 2, ihr Nutzen hält sich in Grenzen, dazu kommen drei Apps: Streamlabs, OBS und Discord. In der Hauptsache dient es als Panel für weitere Makrotasten, für Hotkeys, Shortcuts wie Ausschneiden oder App-spezifische Funktionen.

Die geringe Bauhöhe gepaart mit ordentlichem Hub sind angenehm
Die geringe Bauhöhe gepaart mit ordentlichem Hub sind angenehm
Das Display zeigt ein paar Systeminformationen und hat Medien-Hotkeys
Das Display zeigt ein paar Systeminformationen und hat Medien-Hotkeys
Außerdem können 5 Felder als Tasten mit Extrafunktionen belegt werden
Außerdem können 5 Felder als Tasten mit Extrafunktionen belegt werden

Auch hier schwankt der Mehrwert: Vieles besteht aus vordefinierten Tastenkombinationen, die sich auch selbst erstellen lassen – und im Alltag ist ‚Strg + C‘ schneller, als die Hand zu einer „Kopieren“-Schaltfläche auf einem Touchscreen zu bewegen. Tasten schlagen Bildschirm, das gilt in der Autoindustrie wie hier. Nützlich wird der Bildschirm also erst, wenn er über solche bereits gut abgebildeten Funktionen hinausgeht. Einen Mehrwert kann er außerdem Nutzern bieten, die mit dem Lernen von Belegungen fremdeln.

Entwicklungsarbeit scheint also dringend nötig, das sieht man an vielen Ecken. Profilfarben und Namen auf dem Display stimmen nicht mit der Software überein, konfigurieren lässt sich die KB5 nur über Swarm und nicht über das Display, die beworbene Spotify-Integration bedeutet (mit recht kleinen Buttons versehene) Mediensteuerungselemente – bei denen man über einen kleinen Button rechts unten in der Software überhaupt erst einmal die zu steuernde App auswählen muss, ansonsten funktioniert das Medien-Widget nicht oder produziert Fehler. Wohlgemerkt: Das Medien-Widget aus dem Zusatzangebot, denn das normale von Seite 1 funktioniert immer.

In Counter Strike 2 werden ein paar Statistiken ausgegeben
In Counter Strike 2 werden ein paar Statistiken ausgegeben

Am Ende wirkt das noch ziemlich wild. Der kleine Touchscreen bleibt hinter Corsairs Elgato-Move zurück, der tatsächlich viel weitergehende Dinge machen kann. Ist das die Revolution? Nein, es sieht vor allem ganz nett aus und bietet hier und da ein wenig mehr Komfort.

Software: Als Anfang okay

Die Software-Seite hat damit noch Potential nach oben, das gilt auch für ihren Aufbau. Konfigurationsoptionen erschließen sich nicht immer logisch, neu belegte Tasten werden nicht gesondert markiert. Man muss sich damit merken, was wo geändert wurde. An sich ist alles da und möglich, man stolpert nur immer wieder und muss sich einarbeiten.

Auch hier gilt also: Auf den ersten Blick sieht alles gut aus, dahinter hakt es noch ein wenig. Ein Problem war auch das Firmware-Update, das im ersten Versuch scheiterte. Bei der Wiederherstellung wurde die Tastatur auf das US-Layout umgestellt. Die Folge: Zwei Tasten, die die ANSI-Firmware nicht kennt, leuchten nun in unveränderlicher Farbe. An Abhilfe wird gearbeitet.

Fazit: Display über alles

Auf dem Papier sieht das Konzept vielversprechend aus, auf dem Schreibtisch ebenfalls. Man kann der KB5 vieles vorwerfen, aber nicht, dass es ihr an Hingucker-Faktor fehlen würde. Dahinter verbirgt sich jedoch eine mäßige Tastatur, die alle Karten auf das Display setzt – und ausgerechnet dort strauchelt.

Die Turtle Beach KB5 bietet eine Menge Gamer-Swag zum noch nicht ganz abgehobenen Preis. Am Ende ist sie aber ein Looksmaxxer – oder ein wenig zu sehr Blender, denn gerade rund um das Display funktioniert die KB5 erst rudimentär und scheitert daran, seinen Mehrwert voll auszuschöpfen; von einer sauberen, flüssigen und leicht zu bedienenden Umsetzung ganz zu schweigen. Die grundsätzliche Idee stellt das nicht in Frage, sie hat Potential. Das muss aber erst noch vernünftig realisiert werden. Und der Rest?

Fazit: Sieht gut aus, läuft aber noch nicht rund
Fazit: Sieht gut aus, läuft aber noch nicht rund

Als reine Tastatur passt das Layout, qualitativ gibt es jedoch schöner tippende, leisere, akustisch bessere Lösungen. Dazu muss man nicht einmal rund 160 Euro ausgeben. Eine be quiet! Light Mount (Test) erscheint als insgesamt harmonischere Alternative. Corsair ist mit Vanguard Air 99 Wireless (Test) und Corsair Galleon 100 SD (Test) zwar rund 120 und 190 Euro teurer(!), aber dank Elgato-Integration an der Display-Front vorne.

  • Flache Bauweise
  • Handballenauflage
  • Viel Zusatzausstattung
  • Software fehlerhaft
  • Touchscreen hakelig
  • Taster brauchen Einlaufzeit
  • Mäßige Akustik

ComputerBase hat die KB5 von Turtle Beach leihweise zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.

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Wieder verfügbar: Die Nvidia GeForce RTX 3060 12 GB ist (sehr teuer) zurück!


Offiziell war die GeForce RTX 3060 nie eingestellt, aber de facto war sie seit Ende 2025 nicht mehr zu bekommen. Anfang 2026 hieß es dann: Nvidia plant ein Comeback. Das ist jetzt auch in Deutschland erfolgt: Die GeForce RTX 3060 12 GB ist wieder verfügbar. Der Preis liegt derzeit aber noch sehr hoch.

Frische Lagerware ab 333,64 Euro

Ein Blick in den Preisvergleich zeigt: Zahlreiche Händler können die Asus GeForce RTX 3060 Dual 12 GB OC V2 ab Lager liefern. Asus hat auf Nachfrage bestätigt, dass es sich um Ware aus einer neuen Produktion handelt.

Der von vielen Händlern aufgerufene Preis von 333,64 Euro liegt dabei deutlich über dem Kurs, zu dem das Modell in der Vergangenheit bereits verkauft worden war: 250 Euro riefen Händler im Sommer 2025 für das gleiche Custom-Modell auf. Der UVP der Grafikkarten, die Anfang 2021 erschienen war, lag und liegt bei 329 Euro.

Auch die Gigabyte GeForce RTX 3060 12 GB Windforce OC ist bei mehreren Händlern als „ab Lager verfügbar“ gelistet, aber noch teurer.

Lohnt sich das?

Offiziell hat sich Nvidia bis dato nicht zur Wiederaufnahme der Produktion der GeForce RTX 3060 12 GB aus dem Jahr 2021 geäußert. CEO Huang hatte zur CES 2026 allerdings auf die Frage, ob ältere Grafikkarten nicht im aktuellen Marktumfeld helfen könnten, geantwortet, man sehe sich diese gute Idee an.

Die GeForce RTX 3060 12 GB basiert auf der Ampere-Architektur, die noch nicht von TSMC, sondern von Samsung in 8 nm gefertigt wurde. Sie konkurriert damit in der Tat nicht mit den aktuellen TSMC-Prozessen, in denen alle modernen Grafikkarten und AI-Beschleuniger gefertigt werden. Auch ist der verwendete GDDR6 inzwischen weniger stark gefragt.

RTX 3000 unterstützt wie RTX 5000 auch das aktuelle DLSS 4.5 Super Resolution, nicht aber (Dynamic) (Multi) Frame-Generation. Der Leistungsverlust beim Einsatz des besten KI-Upsamplings fällt zudem vergleichsweise hoch aus.

Diese DLSS-4.5-Features werden von RTX 3000 noch unterstützt
Diese DLSS-4.5-Features werden von RTX 3000 noch unterstützt (Bild: Nvidia)

Noch teurer als die RTX 5050

Ist die RTX 3060 damit eine valide Option? Beim Blick auf den Preis derzeit definitiv nur dann, wenn es die 12 GB sein müssen. Sie sind gegenüber den zurzeit bei Nvidia im Einstieg gängigen 8 GB ein Mehrwert.

Allerdings gilt es diesen auch in Relation zur Leistungsfähigkeit der GPU zu stellen, und da liegt die RTX 3060 selbst hinter einer RTX 5050 8 GB zurück: Ohne Raytracing sind es 17 Prozent, mit Raytracing 10 Prozent, wie der Test Grafikkarten bis 300 Euro im Test: RTX 3060 vs. 4060, 5050, 5060, RX 7600, 9060 XT und B580 erst im Mai gezeigt hat.

Dabei ist der geringere Rückstand mit Raytracing, obwohl Blackwell per se deutlich stärker als Ampere ist, ein Resultat des schon in Full HD häufig zu knappen Speichers. Trotzdem lautete das Fazit:

[…] der GeForce RTX 3060 bringen die 12 GB Speicher wenig. Ja, in zwei Raytracing-Titeln im Test sowie in Pragmata hat die Grafikkarte ihre Sternstunden. In allen anderen Spielen schaut es dagegen düster für das alte Modell aus. Die Performance ist deutlich geringer, die Energieeffizienz ist schlechter und bei den Features zeigt sich ein zweischneidiges Schwert: DLSS 4.5 ist zwar verfügbar, kostet aber mehr Performance.

In Anbetracht von Preisen ab 260 Euro für die RTX 5050 und ab 285 Euro für die RTX 5060 sollten Spieler eher zu diesen Modellen aus Nvidias Portfolio greifen, die erwartete neue „Unter-200-Euro-Alternative“ ist die Rückkehr der RTX 3060 12 GB zurzeit (noch) nicht. Weitere Informationen im Test:

  • Grafikkarten bis 300 Euro im Test: RTX 3060 vs. 4060, 5050, 5060, RX 7600, 9060 XT und B580



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Klage in den USA: Samsung, SK Hynix und Micron wegen DRAM-Preisen verklagt


Die hohen Speicherpreise für Endkunden haben in den USA zu einer ersten Klage geführt. Pauschal angeklagt wurden am 25. Juni 2026 die drei Branchenriesen Samsung, SK Hynix und Micron, die vor einem US-Bundesgericht in Kalifornien nun Stellung beziehen müssen.

Vorwurf: künstliche Verknappung und Preisabsprachen

Der zentrale Vorwurf der Klage lautet, dass die Speicherhersteller die Speichermenge für den Consumer-Markt verknappen würden, während Kunden für Systeme im KI-Umfeld weiter bedient werden. Konkret heißt es, dass die Speicherhersteller simultan beispielsweise DDR3 und DDR4 gekürzt oder sogar eingestellt haben, HBM favorisieren und so die Verfügbarkeit von konventionellem Speicher eingeschränkt haben, während gleichzeitig die Preise gestiegen sind. Dabei haben sie „exacerbated this so-called RAMpocalypse by fixing memory supply and prices“, lautet der Vorwurf weiter.

Die Vorwürfe reichen dabei zurück bis ins Jahr 2022. Damals herrschte eine extrem geringe Nachfrage nach DRAM, als Reaktion sollen die Beschuldigten begonnen haben, die Verfügbarkeit und Preise gemeinsam anzugleichen und anzupassen. Binnen vier Jahren sind die Preise infolgedessen um rund 700 Prozent gestiegen.

Normalerweise müsste in einem wettbewerbsfähigen Markt aber mindestens einer der drei Branchenriesen die Produktion deutlich erhöht haben, wenn die Preise stark steigen, argumentiert die Anklage, doch das sei nicht passiert. Kein einziger der drei Hersteller hat den Rückzug der anderen genutzt, um Kunden zu gewinnen, stattdessen hätten sich alle drei gemeinsam zurückgezogen, führt die Anklage weiter aus.

Einstieg kaum möglich für neue Firmen

Die Anklage weist auch darauf hin, dass es Verfahren gegen die drei Hersteller bereits in der Vergangenheit gab. Dort wurden zum Teil sogar Urteile gefällt, so mussten Samsung und SK Hynix Millionensummen zahlen, Micron trat als Kronzeuge auf und ging straffrei aus. Kernpunkt war damals die Preisabsprache im sogenannten DRAM-Kartell, seinerzeit mussten neben Samsung und SK Hynix aber auch Infineon, NEC, Hitachi, Mitsubishi, Toshiba, Elpida und Nanya eine Strafe zahlen, da die Absprachen bis ins Jahr 1998 zurückgingen.

Ein Dorn im Auge war damals und ist heute noch mehr, dass es quasi keinem weiteren Hersteller gelingen kann, in diesen Markt zu kommen. Die Kosten sind viel zu hoch, alles dauert dazu sehr lange, von der Fertigung bis zur Qualifikation beim Kunden. Dazu kommt, dass die Technologien auf jahrzehntelang aufgebautem Know-how beruhen, zusätzlich erschweren US-Sanktionen chinesischen Unternehmen den Einstieg, argumentiert die Anklage weiter. Unterm Strich ist es alles andere als einfach für einen neuen Hersteller, hier Fuß zu fassen, resümiert die Klage.

Die Anklage will „remedy the ongoing effects of defendants‘ unlawful and anticompetitive conduct” neben Schadenersatz, Prozesskosten und Anwaltskosten. Die ersten Anhörungen respektive Termine für Aussagen zum Thema finden laut bisherigem Plan wohl im September dieses Jahres statt.



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Kingdom Come Deliverance 2: Mehr als 6 Millionen Verkäufe für das Mittelalter-Rollenspiel


Kingdom Come: Deliverance II (Test) bleibt für Warhorse Studios und Deep Silver ein Verkaufserfolg. Wie die Unternehmen mitteilen, wurde das historische Mittelalter-Rollenspiel seit Februar 2025 weltweit mehr als sechs Millionen Mal verkauft.

Noch einmal eine Million seit Februar

Damit verkauft sich Kingdom Come: Deliverance II weitererhin sehr gut. Erst im Februar, ein Jahr nach dem Start, hatte Warhorse Studios die Marke von fünf Millionen verkauften Exemplaren gemeldet. Rund vier Monate später kommt nun die nächste Million hinzu. Für ein Rollenspiel, das bewusst nicht auf Fantasy, Drachen oder Magie setzt, sondern auf ein möglichst bodenständiges Böhmen des 15. Jahrhunderts, ist das ein beachtlicher Wert.

Zum Vergleich: Das erste KCD (2018) kommt nach acht Jahren auf rund zehn Millionen verkaufte Exemplare, Baldur’s Gate 3 (2023) liegt bei 20 Millionen und The Witcher 3: Wild Hunt (2015) wurde mehr als 65 Millionen Mal verkauft.

Der zweite Teil führt die Geschichte von Heinrich fort, der sich in einer offenen Spielwelt zwischen politischen Konflikten, persönlichen Rachemotiven und dem eher unbequemen Alltag des Mittelalters behaupten muss. Im Vergleich zum Vorgänger fällt Kingdom Come: Deliverance II deutlich größer aus, bleibt aber dem Ansatz treu, Spieler nicht an jeder Ecke mit Komfortfunktionen zu überschütten. Gerade das macht den Reiz der Reihe aus.

Warhorse arbeitet bereits an neuen Projekten

Spannend ist der Erfolg auch mit Blick auf die Zukunft des Studios. Warhorse Studios gehört zur Embracer-Gruppe und arbeitet laut früheren Angaben nicht nur an einem weiteren Kingdom-Come-Projekt, sondern auch an einem Open-World-Rollenspiel im „Herr der Ringe“-Universum. Konkrete Termine für diese Projekte gibt es bislang nicht.

Rabatt zum Steam Summer Sale

Zum neuen Verkaufsmeilenstein beigetragen hat vermutlich auch die Rabattaktion im Rahmen des Steam Summer Sales. Neben Kingdom Come: Deliverance II ist auch der erste Teil bis zum 9. Juli auf Steam stark rabattiert.

Billboard März 2026



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