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Überwachung: Microsoft hat Bitlocker-Schlüssel heimlich an das FBI weitergegeben


Microsoft hat dem FBI Bitlocker-Schlüssel übergeben, damit die Ermittlungsbehörde auf gesicherte Nutzerdaten zugreifen konnte. Der Konzern hat die Vorgänge gegenüber Forbes bestätigt. Vorausgegangen war ein gültiger Gerichtsbeschluss, pro Jahr soll es rund 20 Fälle geben.

Der Fall, den Forbes als Beispiel nennt, stammt aus dem US-Außengebiet Guam. Bundesrichter hatten den Verdacht, dass Verdächtige sich am Covid-Hilfsprogramm für Arbeitslose bereichert haben. Hinweise sollten drei Laptops liefern, die aber via Bitlocker verschlüsselt waren. Per Gerichtsbeschluss wurde Microsoft daraufhin aufgefordert, die Bitlocker-Schlüssel auszuhändigen. Der Konzern folgte der Aufforderung.

Problem: Nutzer können Bitlocker-Schlüssel in Microsofts Cloud sichern

Das Kernproblem in diesem Fall ist, dass die Bitlocker-Schlüssel ungesichert in der Microsoft-Cloud liegen. Wenn man einen PC mit Bitlocker einrichtet, fordert Microsoft die Nutzer bei der Installation standardmäßig auf, sich bei einem Microsoft-Konto anzumelden. Automatisch landet der Bitlocker-Schlüssel dann im persönlichen Konto. Für Nutzer hat das den Vorteil, dass sich das System einfacher wiederherstellen lässt – das gilt insbesondere, wenn Nutzer den Bitlocker-Schlüssel verlieren.

Diese Backup-Funktion lässt sich auch deaktivieren. Nutzer können also grundsätzlich selbst entscheiden, wo der Bitlocker-Key gespeichert wird. Microsoft verweist in einer Stellungnahme gegenüber Forbes ebenfalls auf die Rolle der Nutzer. „Wenn die Wiederherstellung von Schlüsseln einfach ist, besteht auch das Risiko eines ungewollten Zugangs. Daher glaubt Microsoft, dass Kunden in der besten Position sind, um zu entscheiden, wie sie ihre Schlüssel verwalten“, so Microsoft.

Ob der eigene Bitlocker-Schlüssel in der Microsoft-Cloud hinterlegt ist, lässt sich über die entsprechende Funktion im Konto prüfen.

Laut Microsoft wollte Sicherheitsbehörden bereits im Jahr 2013, dass der Konzern eine Hintertür in das Verschlüsselungssystem einbaut. Dem habe man sich aber verweigert.

Microsoft ist der einzige Tech-Konzern mit Lücke im Verschlüsselungsverfahren

Die Kritik an Microsofts Vorgehen ist enorm. „Das sind private Daten auf privaten Computern und (Microsoft) hat die architektonische Entscheidung getroffen, einen Zugang zu diesen Daten zu haben“, sagt Matt Green, Kryptographie-Experte und Associate Professor am Information Security Institute der Johns Hopkins University. Bemerkenswert sei vor allem, dass Microsoft das einzige Unternehmen sei, das so vorgehe. Apple und Google würden die Verschlüsselungssysteme ohne Zugangsmöglichkeiten umsetzen.

Was der Fall auch klar zeige: Wenn Behörden die Möglichkeit haben, greifen diese auf Daten zu. Problematisch ist in den Bitlocker-Fällen zudem, dass der Zugang zum kompletten Gerät erfolgt. Und nicht nur zu den Daten, die für den jeweiligen Fall relevant sind.

Ron Wyden, Senator von den Demokraten, kritisiert Microsofts Vorgehen gegenüber Forbes ebenfalls. Für Tech-Konzerne sei es unverantwortlich, Produkte auszuliefern, die das heimliche Ausliefern von Nutzerdaten ermöglichen.

Dass Microsoft die Bitlocker-Schlüssel ungesichert im Konto hinterlegt, wird in einem Bericht von Windows Central als schockierend beschrieben. Nutzer würden bei der Installation dazu hingeleitet, das Schlüssel-Backup zu aktivieren. Dem Risiko für die Privatsphäre, das damit einhergeht, wäre man sich aber nicht bewusst.

Apple und Google wehrten sich gegen schwächere Verschlüsselung

Dass US-Behörden auf verschlüsselte Daten zugreifen wollen, ist nicht neu. Apple lieferte sich schon vor rund zehn Jahren einen Schlagabtausch mit US-Behörden. Rund um das Jahr 2020 war das Thema wieder akut. US-Präsident Trump attackierte den Konzern bereits in seiner ersten Amtszeit.

Am Ende konnte Apple sich durchsetzen. Anders als vom FBI gefordert, musste der Konzern die Verschlüsselungsmechanismen in iCloud nicht schwächen, um Ermittlern einen Zugang zu Nutzerdaten zu ermöglichen. Google sichert seine Verschlüsselungsdienste ebenfalls so ab, dass der Konzern keinen Zugang zu Entschlüsselungskeys hat. Dasselbe gilt für Meta bei Messenger-Diensten wie WhatsApp.

Interessant wird, ob die Trump-Administration nun eine nächste Runde im Streit um Verschlüsselungsdienste eröffnet.



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iGame LAB Vulcan Armor: Ungewöhnliches ITX-Gehäuse macht Grafikkarte zum Seitenteil


iGame LAB Vulcan Armor: Ungewöhnliches ITX-Gehäuse macht Grafikkarte zum Seitenteil

Bild: Colorful

Die Grafikkarte ist die wesentliche Komponente eines Gaming-PCs. Colorful rückt sie beim Mini-ITX-Gehäuse iGame LAB Vulcan Armor derart in den Fokus, dass das Gehäuse selbst an eine übergroße Grafikkarte erinnert. Selbst eine lange GeForce RTX 5090 passt hinein. Die CPU muss allerdings via AIO gekühlt werden.

Sehr viel Platz für Grafikkarten

Das kompakte ITX-Format zieht Colorful in die Länge, die bei stolzen 61,7 cm liegt, während das iGame LAB Vulcan Armor ansonsten mit 21 × 18,7 cm schlank ausfällt. Der Aufbau ermöglicht den Einsatz großer Grafikkarten, die maximal stolze 37 cm lang sein dürfen. Damit passen auch Boliden vom Typ GeForce RTX 5090 hinein, sofern sie die zur Verfügung stehende Tiefe von 3 Slots nicht überschreiten. Maßgeschneidert ist die Öffnung aber für die auch farblich passenden Modelle des Herstellers (iGame Vulcan White).

iGame LAB Vulcan Armor (Bild: Colorful)

Von außen kommt die Grafikkarte sehr gut zur Geltung, denn diese liegt frei in einem offenen Seitenrahmen. Das sorgt auch für gute Frischluftzufuhr, mindert allerdings weder Geräuschkulisse noch Staub auf den Rotorblättern.

Wenig Platz für CPU-Kühler und Netzteil

Das schmale Design hat allerdings an anderer Stelle Nachteile, denn zum einen lassen sich ausschließlich Mini-ITX-Platinen mit 17 cm Kantenlänge einsetzen. Zum anderen kann nur ein bis zu 110 mm langes SFX-Netzteil verbaut werden. Da für einen klassischen CPU-Kühler ebenfalls kaum Platz ist, muss ein AIO-Wasserkühler eingesetzt werden, dessen Radiator auf der anderen Seite des Gehäuse Platz findet, die von einem Lochblech mit „Vulcan“-Schriftzug bedeckt wird. Den AIO-Kühler mit 240-mm-Radiator gibt es allerdings direkt vorinstalliert zum Gehäuse dazu.

iGame LAB Vulcan Armor (Bild: Colorful)

Mit Strom wird das in der Front verbaute Netzteil über ein längs verlegtes Kabel versorgt, dessen Anschlussbuchse im hinteren Teil über dem I/O-Bereich platziert wurde. Der Power-Knopf sowie einmal USB-C und zweimal USB-A liegen seitlich platziert im vorderen Bereich.

Aluminium und Mini-Bildschirm

Das weiße ITX-Gehäuse besteht zum größten Teil aus Aluminium, dürfte demnach nicht allzu schwer ausfallen, obgleich Daten zum Gewicht noch nicht vorliegen. Eine weitere Besonderheit ist das an der Oberseite liegende magnetische Feld, an dem sich ein Mini-Display alias „Vulcan Smart Screen“ befestigen lässt. Dieses dient zur Anzeige von Systemdaten oder Animationen und lässt sich über die iGame-Software des Herstellers personalisieren.

Vertrieb voraussichtlich nur in China

Informationen zu Preis und Verfügbarkeit liegen noch nicht vor. Es ist aber denkbar, dass das spezielle Gehäuse nur im heimischen China angeboten wird.



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Gratis-Dreingabe: Bei MSI gibt es John Carpenter’s Toxic Commando zum Netzteil



Wer ab heute bis einschließlich 12. April 2026 eins von drei qualifizierten Netzteilen von MSI bei ausgewählten Händlern kauft, bekommt den neuen Zombie-Shooter John Carpenter’s Toxic Commando (Test) im Wert von 40 Euro (bei Steam) gratis.



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DirectStorage 1.4: Mit Zstandard werden Spieldaten noch schneller entpackt


DirectStorage 1.4: Mit Zstandard werden Spieldaten noch schneller entpackt

Auch wenn der „Spieldaten-Beschleuniger“ DirectStorage von Microsoft weiterhin ein absolutes Nischendasein in Spielen fristet, wird er immer weiter entwickelt. Mit der Version DirectStorage 1.4 wird der Datenkompressionsalgorithmus Zstandard (zstd) erstmals unterstützt. Dieser soll schneller als Deflate arbeiten.

Die Idee hinter Microsofts Programmierschnittstelle DirectStorage ist die Beschleunigung des Datenstroms vom Massenspeicher (SSD) zur Grafikkarte respektive Grafikspeicher. Die Vision: Riesige Spielwelten, für deren Darstellung die GPU kontinuierlich ohne Belastung von CPU und Arbeitsspeicher neue Daten (im Wesentlichen Texturen) in Echtzeit von der SSD in den VRAM nachlädt. DirectStorage API ist die Velocity-Architektur der Xbox Series X für den Windows-PC.

Auf Deflate folgt Zstandard

Seit DirectStorage 1.1 werden die Spieldaten durch die GPU dekomprimiert, was wesentlich schneller als über die CPU erfolgt und daher weitere Leistungsvorteile bietet. Bisher wurde dafür der Datenkompressionsalgorithmus Deflate genutzt. Mit DirectStorage 1.4 wird die Unterstützung der Zstandard-Komprimierung (zstd) zur neuen Option für Spieleentwickler. Zstandard soll nach Angaben im Microsoft-Entwicklerblog die Komprimierungsraten verbessern, schnellere Ladezeiten ermöglichen und ein flüssigeres Asset-Streaming für inhaltsreiche Spiele gewährleisten.

Zstd zeichnet sich durch wettbewerbsfähige Kompressionsraten und Dekomprimierungsleistung, breite Verfügbarkeit auf Hardware und Software verschiedener Betriebssysteme sowie weite Verbreitung in Betriebssystemen, Cloud-Umgebungen und Webanwendungen aus.

Microsoft

Mit DirectStorage 1.4 werde zstd in das „mehrstufige Dekomprimierungs-Framework“ integriert. Das Dekomprimieren der Daten werde sowohl von der GPU als auch von der CPU unterstützt. Letztlich müssen die Entwickler entscheiden, welchen Weg sie bei ihren Spielen gehen werden.

AMD, Intel und Nvidia optimieren Treiber

Jetzt arbeite Microsoft „eng mit GPU-Hardwareherstellern zusammen, um eine optimale Leistung der Zstd-Dekomprimierung auf verschiedenster Gaming-Hardware zu gewährleisten“, heißt es weiter. Per Treiberupdate soll die Leistung bei der GPU-Dekomprimierung via zstd optimiert werden. AMD und Nvidia haben neue Treiber für die zweite Jahreshälfte in Aussicht gestellt. Bei Intel ist von Optimierungen in den kommenden Monaten die Rede und Qualcomm will optimierte Treiber-Updates noch vor Jahresende bereitstellen.

DirectStorage wird bisher kaum genutzt

So schön diese Techniken in der Theorie auch klingen, in der Praxis sind sie bisher so gut wie gar nicht angekommen. Nach dem DirectStorage-Debüt in Forspoken und Ratchet & Clank: Rift Apart gibt es kaum Spiele mit entsprechender Unterstützung. Forza Motorsport und Horizon Forbidden West zählen zu den wenigen dazu.

Als Grund dafür gilt eine aufwendige Implementierung, wie PC World in einer Analyse schrieb: „DirectStorage ist mehr als nur eine Option, die man aktivieren kann, um Assets schnell zu laden. Es bedeutet einen grundlegenden Wandel im Spieldesign mit neuen Methoden zum Packen, Komprimieren und Dekomprimieren von Assets während des Spielablaufs“.

In einem Spiel sorgte DirectStorage zudem für Enttäuschung, da sich zwar Ladezeiten verkürzten, doch die FPS sogar verringerten.

  • Ratchet & Clank: Rift Apart: Ohne DirectStorage gibt es mehr FPS auf GeForce-GPUs
  • Forspoken im Test: Die PC-Premiere von DirectStorage analysiert

DirectStorage mit zstd für Next-Gen Xbox

Letztlich könnte das Zusammenrücken von Xbox- und PC-Spielen bei der neuen Xbox-Generation alias Project Helix der Verbreitung von DirectStorage einen Schub geben. „DirectStorage + zstd“ stehen jedenfalls auf der Feature-Liste der kommenden PC/Konsole von Microsoft.



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