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UltraGear evo GM9 27GM950B: LG bringt hellen 5K-Monitor mit über 9.000 Mini-LEDs


Einen 5K-Monitor mit hellem Mini-LED-Backlight und Dual-Mode bringt LG mit dem UltraGear evo GM9 (27GM950B) auf den Markt. Der 27″-Monitor liefert 218 ppi und soll in der Spitze mit 1.250 cd/m² leuchten. Spieler haben die Wahl zwischen nativer Auflösung mit 165 Hz oder WQHD mit 330 Hz.

5K-Auflösung für 218 ppi

Die 5.120 × 2.880 Pixel des UltraGear evo GM9 (27GM950B) bedeuten eine Bildpunktdichte von 218 ppi bei 27 Zoll Diagonale. Diese Variante der 5K-Auflösungen wird auch 5K UHD+ genannt und nutzt das klassische 16:9-Seitenformat. Sie liefert doppelt so viele Pixel wie Dual QHD mit 5.120 × 1.440 in 32:9.

Ausgewählte Display-Auflösungen im Vergleich

IPS mit 2.304 Mini-LED-Zonen

Das IPS-Display ist mit einem Mini-LED-Backlight bestückt, das über 2.304 separat dimmbare Leuchtzonen verfügt. Die Gesamtzahl der Mini-LEDs gibt LG mit 9.216 an. Jede Zone verfügt demnach über 4 Leuchtdioden. Je mehr Zonen ein Mini-LED-Display hat, umso feiner ist die Abstufung bei der Beleuchtung, was den Halo-Effekt bei hellen Objekten vor dunklem Hintergrund verringert, aber nicht eliminiert. Die Kombination aus 5K UHD+ und 2.304 Mini-LED-Zonen bietet sonst nur Apples Studio Display XDR.

LG UltraGear evo GM9 27GM950B (Bild: LG)

LG spricht von „Hyper Mini LED“ und wirbt mit einer „überragenden Spitzenhelligkeit“ von 1.250 cd/m². Diese Leuchtkraft wird allerdings nur punktuell erreicht. Auf ganzer Fläche sollen aber ebenfalls hohe 750 cd/m² möglich sein. Der Monitor ist nach DisplayHDR 1000 zertifiziert.

Durch einen besonders geringen Abstand zwischen Panel und Hintergrundbeleuchtung sollen lichtdurchlässige Stellen und Blooming-Effekte reduziert werden. LG spricht von „Zero Optical Distance“-Technologie.

Dual-Mode für bis zu 330 Hz

Die native 5K-Auflösung wird mit bis zu 165 Hz dargestellt. Spieler, die Auflösung zugunsten einer höheren Bildwiederholrate opfern wollen, können auf den alternativen Modus mit 2.560 × 1.440 Pixeln umschalten, um dann die doppelte Bildwiederholfrequenz von 330 Hz zu erhalten.

DisplayPort 2.1 mit UHBR20

Bei den Videoeingängen ist der aktuelle DisplayPort 2.1 in der maximalen Ausbaustufe mit vier 20-Gbit/s-Lanes (UHBR20) für 80 Gbit/s brutto vertreten. Außerdem gibt es zweimal HDMI 2.1, einen USB-C-Anschluss mit 90 Watt Power Delivery sowie zwei USB-A-Buchsen und einen Kopfhörerausgang. Eine KVM-Funktion wird auf den Produktseiten zwar nicht explizit erwähnt, doch weist der Eintrag „Dual Controller“ bei den Spezifikationen darauf hin.

LG UltraGear evo GM9 27GM950B
LG UltraGear evo GM9 27GM950B (Bild: LG)

Weitere Ausstattung

Der Monitor verfügt über einen integrierten Prozessor, mit dem sich niedriger auflösende Inhalte auf 5K Hochskalieren lassen (Upscaling). Das Feature ist allerdings nicht für Spiele gedacht, hier leisten die Grafikkarten von AMD, Intel und Nvidia bessere Arbeit.

Die integrierten Stereolautsprecher (2 × 7 W) sollen dank „AI Sound“ ein immersives virtuelles 7.1.2-Kanal-Klangerlebnis simulieren.

AI Sound trennt einzelne Audioelemente – Stimmen, Effekte und Hintergrundgeräusche – auf intelligente Weise voneinander und passt sich dem Spielgeschehen an. So entsteht ein immersives virtuelles 7.1.2-Kanal-Klangerlebnis. Über die integrierten 7-W-Stereolautsprecher (2 x 7 W) oder Kopfhörer bleiben Stimmen auch in intensiven Feuergefechten deutlich hörbar, während wichtige Hinweise wie Schrittgeräusche jederzeit klar zu erkennen sind.

LG

Sowohl AMD FreeSync als auch Nvidia G-Sync (kompatibel) werden unterstützt. Das Display lässt sich in der Höhe verstellen, neigen sowie vertikal und horizontal schwenken. Auf der Gehäuserückseite ermöglichen zwei LED-Streifen RGB-Leuchteffekte.

Preis und Verfügbarkeit

Die internationale Pressemitteilung nennt den April für den Marktstart, der je nach Region aber variieren kann. In den USA wird der UltraGear evo GM9 (27GM950B) zum Preis von rund 1.200 Dollar zur Vorbestellung angeboten.



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AT&S für AMD & Co: Viel mehr Substratkapazität durch zweite Fab in Malaysia


AT&S für AMD & Co: Viel mehr Substratkapazität durch zweite Fab in Malaysia

Bild: AT&S

Die Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft (AT&S) hat mit ihrem Kunden AMD sowie einem weiteren namentlich nicht genannten führenden Technologieunternehmen wesentliche Eckpunkte zur Erweiterung von Produktionskapazitäten für High-End-IC-Substrate vereinbart.

Vor dem Hintergrund der weiterhin starken Nachfrage nach KI-Infrastruktur und fortschrittlichen Packaging-Technologien werden auf Basis der Vereinbarungen zusätzliche Produktionskapazitäten im existierenden Werk und im bislang nicht genutzten Gebäude des zweiten Werks in Kulim, Malaysia, geschaffen. Die hierfür erforderlichen Investitionen in Höhe von 1,5 bis 2,0 Milliarden Euro werden nach aktuellem Stand vollständig durch langfristige Kundenzusagen unterstützt und finanziert, die jedoch noch final verhandelt und abgeschlossen werden müssen, erklärte AT&S in einer Ad-hoc-Meldung.

Dass Kunden bei solchen Projekten durchaus in Vorkasse gehen, ist nichts Neues. Dass AT&S dabei erneut vor allem mit zwei Kunden zusammenarbeitet, ist es auch nicht: Schon im Jahr 2021, als der Anstoß zum Bau der damals ersten Fabrik in Malaysia gegeben wurde, waren zwei Partner dabei. Dies hat sich für sie anscheinend so weit gerechnet, dass es zur Fortsetzung kommt.

ABF-Substrate werden Mangelware bleiben (Vorhersage im 2021)
ABF-Substrate werden Mangelware bleiben (Vorhersage im 2021) (Bild: AT&S)

AT&S hatte dabei durchaus Weitblick. 2021 wirkten einige der Prognosen beinahe surreal, griffen sie doch bereits bis ins Jahr 2027 voraus. Die Realität hat die Unternehmen aber schneller eingeholt als gedacht, sodass nun noch mehr Kapazität für PCBs und vor allem Substrate nötig wird. AT&S deckt dabei mit derzeit etwa 14.000 Mitarbeitern an Produktionsstandorten in Österreich (Leoben, Fehring), China (Shanghai, Chongqing), Malaysia (Kulim) und Indien (Nanjangud) sowie einem europäischen Kompetenzzentrum für Forschung und Entwicklung und IC-Substrat-Produktion in Leoben einen breiten Markt ab.

Im Mai wurde bereits bekannt, dass AT&S auch an seinem Standort in Chongqing, China, Kapazitäten erweitern will. Die hierfür erforderlichen Investitionen im hohen zweistelligen Millionenbereich werden ebenfalls vollständig im Rahmen langfristiger Kundenvereinbarungen finanziert. Zu Beginn des Jahres gab das Unternehmen zudem bekannt, auch die Reinraumflächen in Österreich zu verdreifachen.

Auf Basis dieser neuen Vereinbarungen erhöht AT&S den Ausblick für das Geschäftsjahr 2026/2027 und erwartet jetzt ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 45 bis 55 Prozent (bisher: 30–35 %) und eine Marge von 32 bis 37 Prozent (bisher: 25–29 %). Die Investitionen werden sich in diesem Jahr auf bis zu 1,2 Milliarden Euro belaufen, bisher wurde nur mit 400 Millionen Euro kalkuliert. Unterm Strich verbessert sich für das Unternehmen so der operative Free-Cashflow deutlich, da das Großprojekt stark von Partnern finanziert wird.



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Full Self-Driving (Supervised): Tesla habe Behörden mit aufgebauschten Zahlen umworben


Tesla strebt weitere europäische Zulassungen für das Full Self-Driving (Supervised) an. In Schweden und den Niederlanden habe der Autohersteller zu diesem Zweck auch mit aufgeblasenen Zahlen aus einer eigenen Statistik argumentiert, wie Reuters berichtet.

FSD Supervised kommt schrittweise nach Europa

Full Self-Driving (Supervised) lässt sich seit April dieses Jahres offiziell in den Niederlanden und damit erstmals auch innerhalb Europas nutzen. FSD unter Beaufsichtigung des Fahrers ist ein Level-2-Assistenzsystem, das Fahraufgaben wie Gas, Bremse und Lenkung vollständig übernehmen kann. Dabei wird die ständige Aufmerksamkeit des Fahrers verlangt und Nebentätigkeiten bleiben verboten. Diese sind erst ab Level 3 und höher erlaubt.

Erstzulassung in den Niederlanden

Auf die Freigabe in den Niederlanden folgten im Mai Zulassungen in Litauen und Estland, seit Juni darf auch in Dänemark und Belgien mit FSD Supervised gefahren werden. In Deutschland sind weiterhin Probefahrten vom Beifahrersitz aus möglich, eine Zulassung für den deutschen Markt liegt Tesla aber noch nicht vor.

Hätte FSD Supervised wirklich 32.000 Leben retten können?

Wie Reuters berichtet, habe Tesla für die Zulassungsbestrebungen in Europa auch aufgebauschte Zahlen aus einer selbst erstellten Statistik verwendet. Das geht aus der Korrespondenz zwischen Tesla und europäischen Regulierungsbehörden hervor, die die Nachrichtenagentur über Informationsfreiheitsanfragen einsehen konnte.

Nach der niederländischen Zulassung habe ein Strategie­verant­wortlicher von Tesla die schwedischen Behörden um eine ähnliche Zulassung gebeten und dabei mit fragwürdigen Zahlen geworben.

Laut Reuters soll Tesla damit geworben haben, dass FSD Supervised 32.000 Leben und 1,9 Millionen Verletzungen hätte retten respektive verhindern können. Von Reuters befragte Wissenschaftler halten diese Zahlen für hochgradig irreführend, da Teslas Statistik annehme, dass alle Fahrzeuge in den USA, auch Lastkraftwagen und Motorräder, durch Autos mit FSD Supervised ersetzt würden und dass jedes Tesla-Fahrzeug sieben Mal sicherer als andere Autos sei. Tesla argumentiere nämlich, dass ein FSD-Fahrzeug eine sieben Mal längere Strecke zurücklegen könne als ein durchschnittlicher menschlicher Fahrer in den Vereinigten Staaten, bevor es zu einem Unfall komme.

FSD fährt durch einen Kreisel

Darüber hinaus vergleiche sich Tesla mit anderen Autoherstellern unter abweichenden Voraussetzungen, so der Vorwurf. Bei Tesla fließe ein Unfall nämlich nur dann als Unfall in die Statistik ein, wenn dabei Airbags ausgelöst wurden. Bei den menschlichen Unfällen seien aber auch viel geringere Schäden in die Statistik aufgenommen worden. Tesla vergleiche die eigene Flotte zudem mit durchschnittlich alten US-Autos, die aber deutlich älter und mit weniger aktuellen Sicherheitsfeatures ausgestattet seien. Es habe kein Vergleich unter ähnlich modernen Autos stattgefunden, so Reuters.

Anders Eriksson, ein Ermittler der schwedischen Verkehrsbehörde, wollte die von Tesla präsentierten Daten nicht gegenüber Reuters kommentieren, erklärte aber, dass eine Zulassung nicht nur anhand der vom Hersteller präsentierten Zahlen erfolge. Ein Sprecher der unabhängigen European Transport Safety Council zeigte sich hingegen besorgt und fordert externe Prüfverfahren.

Allgemeine EU-Zulassung angestrebt

Griechenland strebt ebenfalls eine Zulassung von FSD Supervised an und zeigt sich bislang überzeugt von den Zahlen, die aus den USA stammen. In Norwegen wiederum zeigen sich die Behörden vorsichtiger und erklärten, dass es schwierig sei, einen Zusammenhang zwischen Teslas selbst produzierten Zahlen und denen der Verkehrsbehörde zu finden.

Für eine allgemeine EU-Zulassung von FSD Supervised müssen Vertreter von 55 Prozent der Mitgliedsstaaten, die 65 Prozent der Bevölkerung abdecken, mit „Ja“ stimmen. Dies werde von Tesla aktuell angestrebt, bis dahin sind Einzelzulassungen möglich.



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KI vs. Produktivität: Systempflege frisst Großteil der gespar­ten Zeit wieder auf


Der Einsatz künstlicher Intelligenz soll Unternehmen produktiver machen und Kosten senken. Eine aktuelle Studie zeichnet jedoch ein differenzierteres Bild: Zwar sparen Beschäftigte durch KI Arbeitszeit, ein erheblicher Teil dieses Gewinns fließt jedoch direkt wieder in die Kontrolle von Ergebnissen und die Betreuung der Systeme.

Mindestens die Hälfte des Zeitgewinnes sofort wieder weg

Für die Studie des Work AI Institute, an der Wissenschaftler unter anderem von Stanford, UC Berkeley und der University of California in Santa Barbara beteiligt waren, wurden mehr als 6.000 Wissensarbeiter in den USA, Großbritannien und Australien befragt. Dabei gaben 75 Prozent der Teilnehmer an, durch den Einsatz künstlicher Intelligenz spürbar produktiver zu sein und ihre eigentlichen Aufgaben schneller erledigen zu können. Laut der Erhebung lassen sich auf diese Weise durchschnittlich 11 Arbeitsstunden pro Woche einsparen. Gleichzeitig müssen die Beschäftigten jedoch mehr als 6 Stunden für Tätigkeiten aufwenden, die in der Branche häufig als „Botsitting“ bezeichnet werden. Dazu zählen die Überprüfung von Systemen, die Korrektur von Fehlern sowie die Formulierung neuer Eingaben, wodurch sich der tatsächliche Zeitgewinn deutlich reduziert.

Nach Angaben der Studie entfallen 37 Prozent der gesamten KI-Nutzungszeit auf diese Kontrollaufgaben. Für die eigentliche Erstellung von Arbeitsergebnissen mithilfe der KI werden dagegen 36 Prozent aufgewendet. Die Forscher sprechen in diesem Zusammenhang von einer weitgehend unsichtbaren menschlichen Arbeitsschicht, die erforderlich ist, um die Systeme produktiv nutzen zu können.

Kaum wirkliche Nachweise für größere Vorteile

Den Forschern zufolge ist ein wesentlicher Grund für den hohen Kontrollaufwand in der weiterhin erheblichen Fehleranfälligkeit vieler KI-Werkzeuge zu finden. Mehr als ein Drittel aller Sitzungen scheitert laut Befragung entweder vollständig oder erfordert zumindest eine umfangreiche Nachbearbeitung, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Dadurch gleichen sich Aufwand und Nutzen nahezu aus: Für jede Stunde, in der die KI tatsächlich verwertbare Resultate liefert, investieren Beschäftigte demnach ungefähr eine weitere Stunde, um diese Ergebnisse nutzbar zu machen.

Die Vorteile des KI-Einsatzes lassen sich deshalb in vielen Unternehmen nur schwer messen. Zwar berichten rund drei Viertel der Befragten von Effizienzsteigerungen, jedoch geben lediglich 13 Prozent der Unternehmen an, durch den Einsatz von KI nachweisbare geschäftliche Vorteile oder Wachstumseffekte erzielt zu haben. Besonders kritisch bewerten die Autoren der Studie die zunehmende Verlagerung von Verantwortung auf entsprechende Systeme. Bereits 41 Prozent der Befragten geben demnach zumindest gelegentlich KI-generierte Arbeitsergebnisse ab, die sie selbst nicht vollständig erklären könnten. Nicht selten entstehen daraus Fehler, die anschließend von anderen Mitarbeitern korrigiert werden müssen.

Aufwand wird massiv unterschätzt

Studienautor Paul Leonardi sieht darin eines der grundlegenden Probleme der aktuellen KI-Einführung: Unternehmen erwarteten von ihren Mitarbeitern nicht nur die Nutzung der Systeme, sondern auch deren Einrichtung und Pflege. Beschäftigte würden zunehmend die Rolle von Vorgesetzten übernehmen, die KI-Agenten koordinieren, überwachen und korrigieren müssen. Dieser zusätzliche Aufwand werde in vielen Produktivitätsbetrachtungen bislang unterschätzt. „Sie verwalten lediglich diese KI-Tools und KI-Agenten, und wir erwarten, dass sie viel mehr leisten können, aber wir berücksichtigen nicht den gesamten Arbeitsaufwand, der tatsächlich mit der Verwaltung verbunden ist“, so Leonardi zu den gewonnenen Ergebnissen.



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