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Ultrastar DC HC6100: WD bewirbt erste HDDs mit Post-Quanten-Kryptographie


Ultrastar DC HC6100: WD bewirbt erste HDDs mit Post-Quanten-Kryptographie

Bild: WD

Mit der rasch steigenden Rechenleistung sind einst sichere Verschlüsselungsmechanismen gar nicht mehr so sicher. WD stellt jetzt die nach eigenen Angaben „ersten HDDs mit quantenresistenten Algorithmen“ vor. Die Festplatten der Serie Ultrastar DC HC6100 UltraSMR nutzen dafür die sogenannte Post-Quanten-Kryptographie (PQC).

Es ist eine Investition in die Zukunft, denn noch stehen Quantencomputer ganz am Anfang. Doch später könnten sie die bisher gängigen asymmetrischen Kryptosysteme besonders leicht aushebeln, so das Risiko. Die Post-Quanten-Kryptographie sollen hingegen auch Quantenrechner nicht knacken können.

Post-Quanten-Kryptographie (englisch post-quantum cryptography, PQC) bezeichnet ein Teilgebiet der Kryptographie, das sich mit kryptographischen Primitiven befasst, die im Gegensatz zu den meisten aktuell verwendeten asymmetrischen Kryptosystemen selbst unter Verwendung von Quantencomputern praktisch nicht zu entziffern sind.

Auszug von Wikipedia

Die neuen Festplatten der Serie Ultrastar DC HC6100 UltraSMR „bieten einen PQC-fähigen Secure Boot und Firmware-Schutz“ wirbt WD in einer aktuellen Pressemitteilung. Dabei sollen längere Sicherheitsschlüssel und verbesserte Algorithmen zum Einsatz kommen. Es wird aber zusätzlich auf „hardwarebasierte Sicherheitselemente“ gesetzt. Damit sollen HDDs von der Fertigung bis zum Einsatz beim Kunden zum Beispiel vor Firmware-Fälschungen geschützt werden. Auch sogenannte HNDL-Angriffe („Harvest Now, Decrypt Later“) sollen unterbunden werden.

Die laut WD wichtigsten Elementen der PQC-Implementierung lauten wie folgt:

  • Algorithmusauswahl: ML-DSA-87 (NIST FIPS 204) für hochsichere Codesignierung, kombiniert mit Dual-Signing auf Basis von RSA-3072. So werden bewährte und neue kryptografische Verfahren miteinander verbunden, um robuste und resiliente Sicherheit zu gewährleisten.
  • Infrastrukturbereitschaft: PQC-fähige Public-Key-Infrastruktur (PKI) sowie Workflows für Hardware-Sicherheitsmodule (HSM), die Schlüsselausstellung, Rotation und Lebenszyklusmanagement unterstützen.
  • Betriebskontinuität: Dual-Signing- und Rollback-Sicherheitsmechanismen, die eine Einführung über heterogene Geräteflotten hinweg ermöglichen, ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen.

WD spricht von den ersten HDDs „mit NIST-zugelassenen quantenresistenten Algorithmen“. NIST ist die Abkürzung für das National Institute of Standards and Technology. Die US-Behörde mit Sitz in Gaithersburg (Maryland) ist für Standardisierungsprozesse und Messtechnik zuständig. Das NIST hatte auch frühere Verschlüsselungsstandards wie den bekannten Advanced Encryption Standard (AES) verabschiedet.

Ultrastar DC HC6100 macht den Anfang

Die besagte HDD-Serie Ultrastar DC HC6100 für Unternehmen macht den Anfang und befinde sich bereits bei mehreren Hyperscale-Kunden in der Qualifizierung. In diesem Kundenstamm herrsche bereits ein starkes Interesse an quantenresilienten Speicherarchitekturen, so WD.

Was diese Festplatten mit „hoher Kapazität“ sonst so bieten, bleibt aber vorerst unbekannt. „UltraSMR“ weist zumindest auf überlappende Spuren (Shingled Magnetic Recording) hin. Die bisherige HC690-Serie ist mit Speicherkapazitäten von bis zu 32 TB erhältlich, bietet aber noch keine Post-Quanten-Kryptographie.

Künftig will WD die PQC-Funktionalität auf weitere Enterprise-Festplatten ausweiten.



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Disc to Digital: Microsoft testet Digitalisierung von Blu-ray-Spielen


Disc to Digital: Microsoft testet Digitalisierung von Blu-ray-Spielen

Die Zeit von Spielen auf Blu-rays geht überall ihrem Ende entgegen. Klassische Spiele in einer Kunststoffhülle gibt es auch bei Microsofts Xbox bald nicht mehr. Eine Ankündigung steht noch aus, der Konzern arbeitet aber an einem Feature zur Digitalisierung von Sammlungen auf alten Speichermedien.

Offiziell hat sich Microsoft zu beiden Punkten bedeckt gehalten. Das ist kein Wunder, denn mit dem Konzept einer ursprünglich rein digitalen Xbox One mit Always-On-Verpflichtung hatte sich Microsoft mit gehörigem Schwung in die Nesseln gesetzt und Sony mit der PlayStation 4 einen PR-Sieg geschenkt – die berühmte Anleitung zum Teilen von Spielen entspringt der Kritik an diesem Konzept. Wie damals vorhergesagt hat es sich Stück für Stück und Schritt für Schritt etabliert. Die Epochenwende kommt nun, nur in seltsam vertauschten Rollen: Ausgerechnet Sony stellt 2028 Spiele auf Blu-ray ein und zeigt negative Seiten dieser forcierten Digitalisierung auf. Vom damaligen Lizenzhandel und dem virtuellen Verleih von Lizenzen ist allerdings keine Rede mehr.

So funktioniert das Feature

Bei Microsoft wird stattdessen an einem Feature gearbeitet, mit dem sich Spiele auf optischen Medien an Nutzerkonten binden lassen, berichtet The Verge unter Berufung auf Quellen aus dem Konzern, das sich im Code der Xbox-App als „enable Disc2Digital“-Schalter bereits angedeutet hatte. Das Feature soll Blu-rays, also Spiele der Xbox One und Xbox Series X, voraussetzen. Es gibt lediglich eine Einschränkung: Das Feature funktioniere nicht automatisch. Abhängig ist es davon, wo und wann die Blu-ray hergestellt wurde, weil bestimmte Marker für das Feature benötigt werden.

Um eine Speicherscheibe zu digitalisieren, muss das Spiel lediglich installiert und gespielt werden, berichtet die Seite. Anschließend wird dem Microsoft-Nutzerkonto eine digitale Lizenz für den Titel hinzugefügt, die an das individuelle Speichermedium gebunden ist. Verleiht man das Spiel, wechselt die Lizenz zum Konto des nächsten Spielers. Funktional soll sich die Lizenz nicht von einem gewöhnlichen Kauf im Microsoft-Store unterscheiden. Ist ein Game-Pass-Abo vorhanden, kann das Spiel dementsprechend gestreamt werden, zudem lassen sich Play-Anywhere-Spiele auf allen verbundenen Plattformen spielen.

Nächste Xbox mit oder ohne Laufwerk?

Ob das Feature zwingend nötig wird, ist offen. Microsoft habe aktuell noch nicht endgültig entschieden, ob die nächste Xbox ein optisches Laufwerk besitzen wird, heißt es abschließend in dem Bericht. Die Voraussetzungen dafür werden jedoch gerade geschaffen und tendenziell spätestens bei einer Modellpflege der Konsole relevant. Digital-only-Versionen von Konsolen bietet der Konzern schon länger an, aktuell aber noch als bloße Option.



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OLED-Monitore für Profis: Asus bringt QD-OLED mit Flip-Kolorimeter auf den Markt


OLED-Monitore für Profis: Asus bringt QD-OLED mit Flip-Kolorimeter auf den Markt

Bild: Asus

Zwei im Vorfeld angekündigte neue ProArt-Displays mit OLED-Technik bringt Asus jetzt auf den Markt. Der PA27USD liefert 4K UHD auf rund 27 Zoll und der PA32USD dieselbe Auflösung auf rund 32 Zoll Diagonale. Beide besitzen ein integriertes Kolorimeter zur automatischen und manuellen Kalibrierung.

OLED-Monitore für Kreativ-Profis

Sowohl der bereits letzten September angekündigte PA27USD als auch der kürzlich auf der Computex thematisierte PA32USD setzen auf ein QD-OLED-Display mit 3.840 × 2.160 Pixeln aus dem Hause Samsung. Dieses bietet die üblichen Vorteile bei Reaktionszeit und Kontrast gegenüber LCDs und arbeitet nativ mit 10 Bit Farbtiefe. Die Helligkeit soll auf ganzer Fläche 250 cd/m² und punktuell (HDR) bis zu 1.000 cd/m² erreichen. Die maximale Bildwiederholrate liegt bei 240 Hz.

ProArt Display OLED PA27USD
ProArt Display OLED PA27USD (Bild: Asus)
ProArt Display OLED PA32USD
ProArt Display OLED PA32USD (Bild: Asus)

Da Asus mit den Neuheiten explizit den Profibereich („Content Creator“) anspricht, werden die Themen Farbdarstellung und -präzision in den Mittelpunkt gerückt. Ab Werk sollen die Displays auf einen Farbabstand von Delta E < 1 kalibriert sein und ein Farbspektrum bieten, das 99 Prozent des DCI-P3-Farbraums abdeckt. An einem kleinen Arm am unteren Display-Rand sitzt ein motorisiertes Flip-Kolorimeter, mit dem sich bei Bedarf (auch automatisiert) nachjustieren lässt. Dieses benötigt keine zusätzliche Software und erlaubt auch geplante Kalibrierungen außerhalb der Arbeitszeiten.

Dass hier eindeutig der Profimarkt bedient werden soll, zeigt sich auch beim Einsatz des Serial Digital Interface (SDI), das zum Beispiel in Fernsehstudios Videodaten unkomprimiert überträgt. Der PA27USD besitzt einen 12G-SDI-Anschluss, beim größeren PA32USD sind es deren zwei. Darüber soll die 4K-Auflösung mit 60 Hz unkomprimiert übertragen werden.

Farbparameterprofile werden direkt auf dem internen Scaler-Chip im Monitor gespeichert. Wird die Look-Up-Tabelle nach einer Kalibrierung neu geschrieben, stehen die Informationen somit unabhängig vom angeschlossenen Gerät stets bereit. Ferner werden die HDR-Standards Dolby Vision, HLG und HDR10 unterstützt.

Als weitere Anschlüsse sind jeweils DisplayPort 2.1, HDMI 2.1 sowie Thunderbolt 4 im Doppelpack vertreten. Jeweils einer der Thunderbolt-Ports dient als Eingang mit 96 Watt Power Delivery, während der andere als Ausgang eine Reihenschaltung mehrerer Displays ermöglicht. Hinzu kommt noch ein USB-Hub mit einmal USB-C und zweimal USB-A sowie ein Kopfhöreranschluss. Eine KVM-Funktion wird über einen weiteren USB-C-Port realisiert. Die integrierten Lautsprecher besitzen eine Nennleistung von zweimal 3 Watt.

ProArt Display OLED PA27USD
ProArt Display OLED PA27USD (Bild: Asus)
ProArt Display OLED PA27USD
ProArt Display OLED PA27USD (Bild: Asus)
ProArt Display OLED PA32USD
ProArt Display OLED PA32USD (Bild: Asus)

Die Profimonitore sind mit einem Näherungssensor und einem Umgebungslichtsensor zur automatischen Helligkeitsanpassung versehen und sollen im typischen Betrieb weniger als 32 Watt (PA27USD) respektive weniger als 50 Watt (PA32USD) benötigen. Der Standfuß ist wechselbar und erlaubt unter anderem eine Höhenverstellung und Pivot. Zum Lieferumfang gehören jeweils eine Blendschutzhaube und ein Kalibrierungsbericht. Asus wirbt zudem mit einer Kooperation mit Adobe, sodass Käufer je nach Region kostenlose Probe-Abos für Adobe-Software erhalten.

Preise und Verfügbarkeit

Die ohne Zweifel üppige Ausstattung mit einigen Besonderheiten hat auch ihren Preis. Das kleinere ProArt Display OLED PA27USD kostet bereits rund 2.250 Euro, während für das ProArt Display OLED PA32USD sogar rund 3.000 Euro fällig werden. Laut Asus sind beide Monitore ab sofort erhältlich. Die unverbindlichen Preisempfehlungen des Herstellers werden von den Online-Händlern aber bereits unterboten, sodass es den PA27USD ab 2.013 Euro und den PA32USD ab 2.800 Euro zu kaufen gibt.



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Eröffnung nach nur 3 Jahren: Infineons Smart Power Fab in Dresden geht in Betrieb


Eröffnung nach nur 3 Jahren: Infineons Smart Power Fab in Dresden geht in Betrieb

Bild: Infineon/Lichtwerke

Es war eine Wette auf die Zukunft, aber sie ging voll auf: Infineons neue Fabrik ist die modernste Europas und genau zum richtigen Zeitpunkt (fast) fertig geworden. Denn die Nachfrage nach modernen Chips unterschiedlichster Art ist hoch und steigt stetig, Infineon kann diese nun in größerem Umfang bedienen.

Sechs Stockwerke auf 40 Meter

Sechs Stockwerke und insgesamt 40 Meter hoch ist das neue Gebäude in Dresden und erst auf der vorletzten Etage liegt das Herz des Gebäudes: der Reinraum. In den Etagen direkt darunter und darüber wird unter anderem die Luft gefiltert und ständig ausgetauscht. Die erste Etage ist wiederum allein der Technik und der Vorbereitung der Produktion wie etwa der Chemikalien ausgelegt. Und im Erdgeschoss findet sich der Wareneingang, im Keller stehen 60 große Tanks, die Wasser aufbereiten und Abwasser beherbergen und dann auch abführen können. Ziel am Standort ist es, bis zum Jahr 2033 45 Prozent des benötigten Wassers aus recyceltem Produktionswasser zu beziehen.

Das alles wiederum findet sich im Schnitt durch den Kern der Fabrik, am Rand des Gebäudes sind noch Büros und viel zusätzliche Technik zu finden, wie im Übersichtsbild deutlicher wird.

Die Fab im Detail
Die Fab im Detail (Bild: Infineon)

In nur 17 Monaten errichtet

In nur 17 Monaten wurde das Gebäude von bis zu 2.400 Arbeitern gleichzeitig auf der Baustelle fertiggestellt. Ohnehin ging es alles ziemlich flott: Der erste Spatenstich erfolgte im Mai 2023, Richtfest war im April 2025, im Juli 2025 war der Reinraum fertig, ab Oktober 2025 wurden die Anlagen installiert. Heute fand nun bereits die Eröffnung statt – vor dem einmal geplanten Termin, erklärt Infineon dazu stolz unter Beisein der kompletten Führungsetage, aber auch vielen Politikern und einem zugeschalteten Bundeskanzler aus Berlin. Fertig ausgerüstet wird aber noch die kommenden Monate, bis es dann so richtig losgehen kann mit der Produktion.

Eröffnung der Smart Power Fab von Infineon in Dresden
Eröffnung der Smart Power Fab von Infineon in Dresden (Bild: Infineon/Livestream)

Infineon ging in Vorleistung

Ein Grund für die rasche Umsetzung war, dass Infineon allein in Vorleistung gegangen war. 5 Milliarden Euro wurden insgesamt für den Bau veranschlagt, Infineon hat sie vorerst ohne externe Mittel geschultert. Zwar wurden Subventionen und Beihilfen in Aussicht gestellt, die wurden im Rahmen des European Chips Act sowie des Innovationsprogramms IPCEI ME/CT (Important Project of Common European Interest on Microelectronics and Communication Technologies) aber erst im Februar 2025 in Höhe von 920 Millionen Euro offiziell genehmigt.

In Zukunft arbeiten am neuen Standort 1.000 Angestellte zusätzlich bei Infineon und produzieren Milliarden von Chips auf 300-mm-Wafern, viele weitere Arbeitsplätze entstehen im Zulieferbereich und dem Umfeld der Anlage – Experten gehen laut Infineon von einem positiven Jobeffekt von 1:6 aus. D.h. auf einen neuen Mitarbeiter bei Infineon kommen sechs weitere bei anderen Firmen hinzu.

Smart Power Fab von Infineon
Smart Power Fab von Infineon (Bild: Infineon/Lichtwerke)



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