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Künstliche Intelligenz

Volumetrische Videos nehmen eine wichtige Hürde auf dem Weg zum Mainstream


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Volumetrische Videos zeigen Menschen und Objekte als dreidimensionale Körper, die sich aus frei wählbaren Perspektiven betrachten lassen. Dank Fortschritten bei der Optimierung und Übertragung von dynamischen Gaussian Splats lassen sie sich nun in guter Qualität auf mobile Geräte und sogar auf autarken VR-Brillen streamen, eine ausreichend schnelle und stabile Internetverbindung vorausgesetzt.

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Das Start-up Gracia AI gehört zu den Vorreitern dieser Technologie und hat diesen Monat drei Demos veröffentlicht, anhand derer man das Streaming dynamischer Gaussian Splats ausprobieren kann. Dynamisch bedeutet hier, dass die Gaussian Splats eine zeitliche Abfolge und Bewegung abbilden und nicht nur eine Momentaufnahme.

Gaussian Splatting ist ein Verfahren zur 3D-Rekonstruktion und -Darstellung. Als Darstellungsansatz unterscheidet es sich grundlegend von klassischer 3D-Grafik. Statt Objekte aus Netzen verbundener Polygone, meist Dreiecken, aufzubauen, wird eine Szene als dichte Ansammlung kleiner, räumlich ausgedehnter Punkte beschrieben. Diese sogenannten Splats („Kleckse“) tragen jeweils Informationen wie Position, Größe, Ausrichtung, Farbe und Transparenz. In verdichteter Form ergeben diese visuellen Atome äußerst real wirkende Menschen, Objekte und Umgebungen.

Der Ansatz spielt seine Stärken vor allem bei komplexen und feinen Strukturen aus: Haare, Rauch oder andere schwer zu modellierende Formen lassen sich so deutlich natürlicher erfassen. Gleichzeitig entstehen weichere Übergänge und insgesamt stimmigere Bildeindrücke, die mit klassischen Polygonnetzen oft nur mit erheblichem Zusatzaufwand zu erreichen sind.

Gaussian Splatting war ursprünglich vor allem ein Verfahren zur 3D-Rekonstruktion der realen Welt. Statische Motive lassen sich mit handelsüblichen Kameras, etwa von Smartphones, vergleichsweise schnell und unkompliziert erfassen. Im Vergleich zu anderen Digitalisierungsverfahren wie Photogrammetrie und NeRFs sind die resultierenden Darstellungen deutlich effizienter und lassen sich inzwischen auch auf mobilen Geräten in Echtzeit rendern.

Inzwischen löst sich Gaussian Splatting zunehmend aus dem ursprünglichen Rekonstruktionskontext. Neben der KI-gestützten Generierung von 3D-Umgebungen (Googles Project Genie) und Anwendungen wie immersiver Telepräsenz (Apples verbesserte Personas) wird die Technik auch in der Filmproduktion und künftig wohl auch in der Spieleentwicklung eingesetzt.

Die Beispiele demonstrieren drei typische Anwendungsszenarien aus Unterhaltung, Handwerk und Medizin: eine vierminütige musikalische Performance sowie kurze Ausschnitte aus einer Rennrad-Reparaturanleitung und einer Physiotherapie-Sitzung. Für die korrekte Wiedergabe wird ein WebGPU-fähiger Browser wie Google Chrome benötigt. Die volumetrischen Videos starten ohne Vorinstallation einer App oder lange Pufferzeiten und ermöglichen es Nutzern, die Szenen aus beliebigen Blickwinkeln zu betrachten sowie heran- und herauszuzoomen.

In einer VR-Brille steigt der Mehrwert der volumetrischen Videos: Die Menschen und Objekte erscheinen im eigenen Wohnzimmer und entfalten eine physische Präsenz. Position und Größe lassen sich per Handbewegung anpassen: von riesig über lebensgroß bis zur Miniatur auf dem Tisch. Wir haben die Funktion im WebXR-fähigen Browser der Meta Quest 3 ausprobiert. Auch auf Apple Vision Pro funktioniert das Streaming, allerdings ohne Passthrough-Ansicht, da Apple diese Funktion für WebXR bislang nicht freigegeben hat.

Das Streaming dynamischer Gaussian Splats im Browser ist keine völlig neue Entwicklung: Das chinesische Start-up 4DV hat entsprechende Ansätze bereits 2025 demonstriert. Allerdings überfordern deren Szenen noch manche Geräte.

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Gracia AI empfiehlt für seine Streaming-Technik eine Bandbreite von relativ hohen 80 Mbit/s, was einer Darstellung von 120.000 Splats pro Frame entspricht. Das ist laut CEO Georgii Vysotskii die maximale Bitrate der aktuellen Streaming-Konfiguration. In vielen Fällen genügt jedoch auch weniger Bandbreite, abhängig von der Komplexität der Szene. Entscheidend ist, wie viel Bewegung sie enthält.

Dynamisches Gaussian Splatting unterscheidet sich grundlegend von herkömmlichen Videos: Die dargestellten Inhalte bestehen nicht aus vorgerenderten Bildfolgen, sondern aus einer Ansammlung räumlich ausgedehnter 3D-Punkte, die auf dem lokalen Gerät in Echtzeit gerendert werden. Bei der von Gracia AI entwickelten proprietären Streaming-Technik werden keine fertigen Bilder übertragen, sondern Keyframes und Bewegungsdaten dieser 3D-Repräsentation.

Der Vorteil dieses Ansatzes liegt auf der Hand: Statt für jeden Zeitpunkt alle 3D-Punkte zu übertragen, werden nur die Veränderungen zwischen ihnen kodiert. Da sich viele Teile einer Szene über die Zeit hinweg kaum verändern, lässt sich so erheblich Bandbreite sparen. „Im Kern handelt es sich um einen Codec-ähnlichen Ansatz aus der 2D-Videotechnik, übertragen auf Gaussian Splatting“, erklärt Vysotskii. Gegenüber Download-Versionen der volumetrischen Videos ist die Datenrate mehr als zehnmal niedriger, bei nahezu gleicher visueller Qualität.

Die Produktionspipeline des Start-ups erlaubt es, je nach Anwendungsfall und Ausgabegerät unterschiedliche Bitraten und Qualitätsstufen festzulegen, etwa für Streaming oder Download sowie für mobile Geräte oder leistungsstärkere stationäre Rechner, die mehr Splats gleichzeitig rendern können. Speziell für das Streaming hat das Start-up auch eine Konfiguration mit 17 Mbit/s oder 15.000 dargestellten Splats pro Frame getestet, die sich für volumetrische Aufnahmen mit wenig Bewegung eignet. Diese Bitrate liegt im Bereich typischen 4K-Videostreamings.

Volumetrische Videos gelten seit Langem als ein Kernversprechen immersiver Technologien. Mit ihnen verbindet sich die Vision, dass Aufnahmen von Menschen, Objekten und Szenen nicht mehr auf Bildschirme und Leinwände beschränkt sind, sondern als frei im Raum platzierte, greifbar wirkende Hologramme erscheinen.

Ernstzunehmende Versuche in diese Richtung gab es bereits vor rund zehn Jahren, parallel zum Aufkommen der ersten massentauglichen VR-Brillen: Unternehmen wie Microsoft und Intel experimentierten mit volumetrischen Videoformaten und bauten dafür eigene Aufnahmestudios. Auch in Deutschland entstand mit Volucap in Babelsberg früh eine professionelle Infrastruktur für volumetrische Aufnahmen. Obwohl sie technisch beeindruckend waren, scheiterten die Ansätze bislang an hohen Produktionskosten, enormen Datenmengen und fehlenden Verbreitungswegen.

Volumetrische Videos sind keine Videos im klassischen Sinn, da sie nicht aus festen Bildfolgen bestehen, sondern aus dreidimensionalen Inhalten, die in Echtzeit gerendert werden. In diesem Punkte ähneln sie Videospielen.

Die meisten volumetrischen Videos basieren auf Aufnahmen realer Menschen, Objekte und Szenen. Ihre Interaktivität beschränkt sich in der Regel auf die Wahl der Perspektive und Entfernung. Bis jetzt entstanden solche Aufnahmen vorwiegend in spezialisierten Studios, in denen eine Vielzahl Kameras ein Motiv gleichzeitig aus verschiedenen Blickwinkeln erfassen. Für die Verarbeitung und Darstellung dieser Daten gibt es unterschiedliche Ansätze: Der neueste und vielversprechendste ist Gaussian Splatting.

Es gibt statische und dynamische Gaussian Splats, aber nur dynamische Gaussian Splats bilden eine zeitliche Abfolge und Bewegung ab und qualifizieren sich damit als volumetrische Videos. Zur klaren Abgrenzung werden statische Gaussian Splats auch als „3DGS“ und dynamische Gaussian Splats als „4DGS“ bezeichnet (Zeit als vierte Dimension).

Volumetrische Videos, ob auf Basis von Gaussian Splatting oder anderer 3D-Rekonstruktions- und Darstellungsverfahren, unterscheiden sich grundlegend von anderen immersiven Videoformaten, die deutlich weniger Freiheitsgrade bieten, dafür aber auch deutlich leichter herzustellen sind.

Stereoskopische Videos (von Apple auch „Spatial Videos“ genannt) bieten leicht versetzte Perspektiven für beide Augen und erzeugen so einen 3D-Eindruck, sind jedoch auf ein meist rechteckiges Bildformat und eine feste Perspektive beschränkt. Sogenannte 180- und 360-Grad-Videos erweitern zwar das Sichtfeld, ändern jedoch nichts an der festen Perspektive. Ansätze, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz aus Videos neue Blickwinkel berechnen, sind derzeit noch stark eingeschränkt, da sie fehlende Bildinformationen „erfinden“ müssen. Volumetrische Videos gelten damit als die mächtigste Form immersiver Videoformate, sind jedoch nach wie vor aufwendig in der Produktion.

Künftig dürften volumetrische Videos vermehrt synthetisch entstehen, etwa durch KI-Generierung. Dabei könnten die Grenzen zwischen volumetrischem Video, interaktiven Formaten und Videospielen zunehmend verschwimmen.

Gaussian Splatting löst einige dieser Probleme. Zum einen senkt die Technik die Kosten der Erfassung deutlich. Laut Vysotskii sinkt die Zahl der benötigten Kameras stetig. Zudem seien hochwertige Aufnahmen zunehmend mit vergleichsweise günstigen Smartphone-Kameras oder GoPros möglich. Zum anderen verlagere sich die Produktion von professionellen Volumetrie-Studios mit Dutzenden Kameras hin zu portablen Kamerarigs, die ein kleineres Sichtfeld erfassen. In solchen Fällen reichen laut Vysotskii zehn iPhones.

Auch in puncto Technik und Erfassungsqualität hat sich das Verfahren deutlich weiterentwickelt. „Der Erfassungsprozess ist heute wesentlich weniger restriktiv als noch zu Zeiten klassischer Mesh-Erfassung. Gaussian Splatting ist deutlich flexibler bei der Kameraplatzierung, robuster gegenüber unterschiedlichen Lichtverhältnissen und kommt mit Stoffen erheblich besser zurecht“, sagt der CEO.


Bild von Georgii Vysotskii auf einem Stuhl sitzend mit Smartphone in Hand.

Bild von Georgii Vysotskii auf einem Stuhl sitzend mit Smartphone in Hand.

Der Geschäftsführer von Gracia AI Georgii Vysotskii.

(Bild: Gracia AI)

Das ist auch der rasanten Entwicklung des Gaussian Splatting in den vergangenen Jahren zu verdanken. Anfangs ließen sich statische Splats nur auf leistungsstarken Rechnern in akzeptabler Qualität darstellen. Mit fortschreitender Optimierung wurde das Verfahren jedoch effizienter und erreichte schließlich auch mobile Geräte. Parallel dazu entstanden dynamische Gaussian Splats, die zunächst ebenfalls hohe Rechenleistung erforderten. Innerhalb kurzer Zeit gelang es jedoch, auch diese bewegten Darstellungen so zu beschleunigen, dass sie auf schwächerer Hardware nutzbar wurden. Mit dem Streaming dynamischer Gaussian Splats folgt nun der nächste Schritt: Damit wird aus einer bislang lokal gebundenen Technologie ein erstmals breit zugängliches Medium.

Trotz dieser Entwicklung stehen volumetrische Videos noch vor zahlreichen Hürden. Die größten sind, dass Produktion und Verarbeitung aufwendig bleiben: Für vollständige 360-Grad-Aufnahmen, wie sie Gracia AI in seinen Demos zeigt, kommen weiterhin 40 bis 60 Kameras gleichzeitig zum Einsatz.

Vysotskii und Mitgründer Andrey Volodin gründeten das Start-up ursprünglich in der Absicht, ein YouTube für volumetrische Videos zu etablieren. Inzwischen sind die Ziele pragmatischer: Im Fokus steht die Entwicklung der Infrastruktur und Werkzeuge, die es Studios ermöglichen, volumetrische Inhalte zu schaffen. Eine eigene Distributionsplattform ist derzeit nicht geplant.

Gracia AI sieht primär zwei kommerzielle Einsatzfelder für die Technik: Bildung und Unterhaltung. In beiden arbeitet es bereits mit Partnern zusammen. Im Bildungsbereich nennt das Unternehmen ein Projekt mit dem Imperial College London, bei dem handwerkliche Abläufe für Trainingszwecke volumetrisch erfasst und für VR- oder Bildschirmnutzung aufbereitet werden. Im Unterhaltungsbereich verweist Gracia auf ein Projekt mit dem Freizeitpark PortAventura, wo volumetrische Inhalte in ein ortsgebundenes VR-Erlebnis für Besucher integriert werden.

Großes Potenzial sieht das Start-up auch in immersiven Sportübertragungen. Für diese arbeitet Gracia AI bereits am nächsten großen Schritt, dem Live-Streaming von dynamischen Gaussian Splats. Eine Ankündigung dazu soll es in Kürze geben.

Ein weiteres, vielversprechendes Einsatzfeld bleibt unerwähnt: Erotik. VR-Inhalte existieren hier bereits in Form von Filmen, Spielen und virtuellen Begegnungen. Volumetrische Videos könnten diesem Bereich eine neue Dimension abgewinnen.

Ob sich volumetrische Videos durchsetzen werden, hängt letztlich von der Verbreitung immersiver Computerbrillen ab. Solange diese keine Alltagsprodukte sind, bleibt auch ihr Nutzen für die breite Öffentlichkeit begrenzt. Gleichwohl zählen Gaussian Splatting und volumetrische Videos zu den derzeit interessantesten Entwicklungen in diesem Bereich.

In der App des Start-ups stehen viele weitere volumetrischen Videos als Download zum Betrachten bereit. Sie ist für Meta Quest, MacOS und Steam verfügbar. Eine App speziell für Apple Vision Pro befindet sich noch in Entwicklung und soll nach aktuellen Plänen im April erscheinen.


(tobe)



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Projekt Medusa: Dutzende Festnahmen wegen sexueller Übergriffe nach Sedierung


In einer international koordinierten Aktion haben Strafverfolgungsbehörden unter Federführung des deutschen BKA und seinem britischen Gegenstück NCA einen Schlag gegen Missbrauchsnetzwerke durchgeführt. Seit Donnerstag dieser Woche ist bekannt, dass einige neue solcher Netzwerke gefunden wurden, 57 Personen wurden festgenommen, insgesamt gibt es 113 Ermittlungsverfahren. 158 Opfer wurden in Sicherheit gebracht, über die Details der betroffenen Personen und der Schutzmaßnahmen lassen sich die Ermittler aus offensichtlichen Gründen nicht aus.

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Die Ermittlungen wurden von den Behörden unter dem Namen „Projekt Medusa“ geführt. Diese Anspielung auf das Fabelwesen aus der griechischen Mythologie zeigt schon die bis vor wenigen Jahren unbekannte Dimension dieser Verbrechen: Vier neue Netzwerke der Täter wurden bei der aktuellen Aktion entdeckt. Die Zahl der Mitglieder in diesen Vereinigungen, die sich in Chatgruppen von Messengern und Gruppen auf Pornoplattformen organisiert hatten, geben die Ermittler nicht an.

Beteiligt an der Aktion waren Behörden aus Brasilien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kanada, den Niederlanden, Spanien, Ungarn, den Vereinigten Staaten sowie Europol. Das Projekt wurde im April 2026 gestartet, die konkreten Maßnahmen wurden dann Ende Juni in der Zentrale der britischen National Crime Agency (NCA) in London koordiniert.

Breite Aufmerksamkeit bekam das Phänomen des organisierten Missbrauchs von Personen, die mit Drogen und Medikamenten betäubt wurden, erst durch den Fall der Französin Giselle Pelicot. Die Frau war über Jahre von ihrem damaligen Ehemann und Dutzenden anderen Männern sediert vergewaltigt worden. Die Täter erstellten Aufnahmen der sexualisierten Gewalttaten, tauschten sie im Internet, und diskutierten über Mittel, mit der Menschen widerstandsunfähig gemacht werden und ihre Erinnerung beeinträchtigt werden sollte.

In der Folge rückten diese auch Vergewaltigernetzwerke genannten Gruppen mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. Das Ziel der weit überwiegend männlichen Täter aus dem persönlichen Umfeld der Opfer wird von Ermittlern als „chemische Unterwerfung“ beschrieben. Der internationale und auch von Europol verwendete Begriff ist „drug-facilitated sexual assaults“. Dabei werden Frauen, teilweise auch Kindern, Medikamente, Alkohol, andere Drogen und auch Schmerzmittel ohne ihr Wissen verabreicht. Letztere Mittel dienen dazu, um für die Opfer die körperlichen Folgen nicht unmittelbar erkennbar zu machen, wie das BKA mitteilt.

Neben den sexuellen Übergriffen ist allein auch schon das Verabreichen dieser Substanzen ohne Zustimmung eine Straftat. Die Ermittler weisen darauf hin, dass durch Laien verabreichte Substanzen neben den sexualisierten Gewaltakten zusätzlich lebensgefährlich sein können. Daher wird den Beschuldigten auch gefährliche Körperverletzung und ein Tötungsversuch vorgeworfen. Weil das Erkennen der Gewalttaten durch die Substanzen auch für die Opfer schwierig sein kann, weisen die Ermittler vermehrt darauf hin, wie das besser erfolgen kann. Das BKA nennt dafür die folgenden im Volltext zitierten Auffälligkeiten:

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  • ungewöhnlich lange Schlafdauer bzw. ungewöhnlicher Schlafrhythmus
  • nicht nachvollziehbare Benommenheit / Abgeschlagenheit am Morgen
  • Erinnerungslücken
  • Erwachen an Orten, ohne zu wissen, wie man dorthin gelangt ist
  • Auffälligkeiten am Körper (z. B. Übelkeit, blaue Flecken, Geschlechtskrankheiten), für die es keine Erklärung gibt

Die Polizei Hamburg weist zudem darauf hin, dass wegen der Flüchtigkeit von manchen der verwendeten Mittel im Verdachtsfall möglichst schnell das jeweilige Institut für Rechtsmedizin verständigt werden sollte. Vom BKA wiederum kommt die generelle Empfehlung, gegebenenfalls den Notruf der Polizei (Telefonnummer 110) zu wählen. Als weitere Anlaufstellen nennt das Bundeskriminalamt die Online-Beratung des Weissen Rings sowie das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen (Telefonnummer 116 016). Unter letzterem Link finden sich zudem weiterführende Informationen für Betroffene und zum Erkennen von sexualisierter Gewalt.


(nie)



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Alibaba verbietet Beschäftigten die Nutzung von Claude-KI


Das chinesische Onlinehandelsunternehmen Alibaba verbietet seinen Mitarbeitern ab sofort die Nutzung von Anthropics KI-Modell Claude. Beschäftigte sind auch angewiesen, alle Claude-Modelle von ihren Dienstrechnern zu löschen. Hintergrund soll eine versteckte Funktion im Claude-Quellcode sein, die es Anthropic erlaubt, zu sehen, ob ein Nutzer aus China zugreift oder mit einem chinesischen KI-Entwickler in Verbindung steht, berichten die Mitarbeiter.

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Sie sprachen mit dem IT-Nachrichtenportal The Information. Obwohl Anthropic die Nutzung seiner Modelle in China generell verbietet, finden chinesische Unternehmen Wege, die Modelle trotzdem unerkannt zu nutzen. Damit verbietet Alibaba seiner Belegschaft etwas, das Anthropic ohnehin nicht mit seiner KI erlaubt.

Vorigen Monat hatte Anthropic Alibaba sozusagen des KI-Modell-Diebstahls beschuldigt. Durch massenhafte Zugriffe soll Alibaba versucht haben, die Logik von Claude widerrechtlich abzugreifen. Anthropic fordert deswegen vom US-Kongress Maßnahmen, die solche Attacken verhindern sollen, wie aus einem von der „Financial Times“ veröffentlichten Brief an amerikanische Senatoren hervorgeht. Alibaba hätte demnach zu der Methode der KI-Wissensdestillation gegriffen, bei der Entwickler einer neuen KI sie mit Wissen von einem bereits existierenden Modell anlernen lassen.

Unter anderem dieses Szenario nannte die US-Regierung im Juni als Grund, Anthropics Modelle Fable und Mythos für Nicht-US-Bürger zu verbieten. Alibaba äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen. Die jetzigen Berichte von seinen Beschäftigten sind aber ein klarer Hinweis darauf, dass Alibaba die KI von Anthropic widerrechtlich nutzt. Vorher hatte Anthropic bereits die chinesischen KI-Hersteller DeepSeek, Moonshot AI und MiniMax der Destillation beschuldigt.

Alibaba hat vor Kurzem auch gegen das Pentagon geklagt. Dieses hatte das chinesische Unternehmen auf eine Liste von mutmaßlichen Militärunternehmen gesetzt. Die Klage soll dies jetzt rückgängig machen.

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(nen)



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Akku-Rasenmäher Stihl RMA 235.1 im Test: kompakt, wendig und gut


Leise statt laut: Der Stihl RMA 235.1 will kleine Gärten ohne Benzin und Krach pflegen. Unser Test zeigt, ob der Akku-Rasenmäher wirklich überzeugt.

Stihl – das war jahrzehntelang der Soundtrack deutscher Samstagvormittage: knatternde Zweitakter, blauer Dunst und ein Nachbar, der pünktlich zur Kaffeezeit den Rasen in Form brachte. Doch die Zeiten ändern sich. Der schwäbische Traditionshersteller hat sein Portfolio längst um eine ansehnliche Riege akkubetriebener Gartengeräte erweitert, die weder qualmen noch die halbe Straße beschallen.

Wir haben uns den RMA 235.1 vorgenommen – einen der kleineren Vertreter im Stihl-Akku-Kosmos. Mit 33 cm Schnittbreite zielt er auf überschaubare Grundstücke und Gärten, inin denen größere Modelle schlicht keinen Platz finden. Das Versprechen: handlich, leise, alltagstauglich. Ob der kompakte Mäher tatsächlich hält, was das Datenblatt andeutet, oder ob man am Ende doch besser zum größeren Modell greift, klärt unser Praxistest.

Design

Orange und Weiß sind die aktuellen Hausfarben von Stihl. Was auf dem Rasen zunächst wie ein grellbunter Fremdkörper wirkt, entpuppt sich im Alltag als praktisch: Verschmutzungen fallen sofort ins Auge, die Reinigung geht entsprechend schnell vonstatten. Akku und Ladegerät setzen auf Schwarz-Orange, Mäher und Fangkorb auf Weiß-Orange – Verwechslungsgefahr im Geräteschuppen: gering.

Viele Annehmlichkeiten der größeren Modelle hat der kleine Stihl mit an Bord – der praktische „einarmige“ Bedienholm gehört allerdings nicht dazu. Stattdessen gibt es beim RMA 235.1 klassische Hausmannskost: zwei Holme, ein Sicherheitsbügel, fertig. Den 30-l-Grasfangkorb muss man wie bei den meisten Mähern umständlich unter dem Griff hindurchfädeln – idealerweise, ohne die halbe Schnittgutladung auf dem Weg zu Kompost oder Biotonne zu verlieren.

Der Fangkorb selbst ist erfreulich solide gebaut und lässt sich wie bei den großen Modellen aufklappen. Das erleichtert nicht nur die vollständige Entleerung, sondern auch die Reinigung mit dem Gartenschlauch. Wer mag, kann den Mäher auch ohne Korb betreiben; eine Abdeckklappe verhindert dann zuverlässig, dass einem der frische Grasschnitt entgegenfliegt. Eine mechanische Füllstandsanzeige signalisiert, wann Schluss ist – ähnlich wie bei manchen Staubsaugern. Hebt sich die Klappe im Luftstrom nicht mehr, ist der Korb voll.

Der Akku sitzt gut geschützt unter einer blickdichten Abdeckung, die sich dank der weißen Oberfläche auch in der Sonne kaum aufheizt. Auf den bei vielen Mähern üblichen Sicherheitsschlüssel verzichtet Stihl – ein Detail, das sowohl Fehlbedienungen als auch das klassische „Wo-hab-ich-den-bloß-hingelegt“-Problem elegant aus der Welt schafft. Bei längerer Nichtbenutzung soll man stattdessen den Akku entnehmen und im Haus lagern – was ohnehin die schonendere Variante ist.

Der Händler bezeichnete den RMA 235.1 augenzwinkernd als „Handtaschenmäher“ – ein Etikett, das angesichts der teils traktorgroßen Nachbarn im Verkaufsraum nachvollziehbar ist. Mit 14 kg inklusive Akku und Fangkorb bringt er zwar etwas mehr auf die Waage als die sprichwörtliche Herrenhandtasche mit sechs Flaschen Bier, lässt sich aber problemlos tragen und verstauen. Für die Lagerung klappt der Holm ein, zur Reinigung darf der Mäher auch auf die Seite.

Lieferumfang

Stihl setzt auf ein eigenes Akkusystem mit 36 V, das sich geräteübergreifend – innerhalb des eigenen Sortiments wohlgemerkt – für alle Akku-Geräte nutzen lässt. Der einzelne Akku ist damit teurer als bei den verbreiteten 18-V-Systemen, dafür leistungsfähiger: Auch größere Geräte kommen mit einem einzigen Akku aus.

Wer im Baumarkt bisher vergeblich nach Stihl-Mähern gesucht hat, muss nicht weitersuchen: Der Vertrieb läuft ausschließlich über den Fachhandel und den herstellereigenen Online-Shop. Der Vorteil: Wer nicht online bestellt, bekommt den Mäher fertig montiert und obendrein eine persönliche Einweisung. Trotzdem liegt eine ausführliche Anleitung bei – mit echtem Text statt der heute üblichen Ikea-artigen Rätselbildchen, inklusive Montagehinweisen für Online-Käufer. Reparaturen, Wartung und Ersatzteile übernimmt später der Händler bzw. bei Direktkauf der Hersteller.

Der Weg zum Fachhändler lohnt sich besonders für alle, die vom Einschicken eines Rasenmähers an ein anonymes Servicezentrum eher überfordert wären – und schon beim Aufbau eines Billy-Regals ins Schwitzen kommen. Vor dem ersten Einsatz muss man lediglich Akku und Ladegerät auspacken, verbinden und laden – sofern man noch keine Stihl-Akkugeräte besitzt und das Komplettset gewählt hat. Die Ladezustandsanzeige weicht etwas vom gewohnten Schema anderer Hersteller ab, ist aber eindeutig ablesbar.

Im Test kam der Akku AK20 mit 4 Ah zum Einsatz; kleinere und größere Varianten sind ebenfalls erhältlich. Dank der 36 V bewältigte er unser Testgrundstück problemlos in einem Rutsch. Stihl empfiehlt den RMA 235.1 für Flächen bis 300 m² – ein Wert, den der AK20 zuverlässig abdeckt. Die verbleibende Restladung lässt sich am Mäher jederzeit per Knopfdruck abrufen, sodass man nicht mitten im Rasen unerwartet steht.

Bedienung und Ergebnis

Die Bedienung des RMA 235.1 ist unkompliziert, und leise ist er obendrein – auch wenn er vom Klangeindruck her etwas präsenter wirkt als seine größeren Geschwister. Stihl gibt einen Schallleistungspegel von 90 dB(A) an. Die Nachbarn dürften trotzdem gnädig bleiben. In den klassischen Ruhezeiten – mittags, abends, sonn- und feiertags – ist ohnehin selbst mit dem leisesten Mäher Sendepause. Die Schnitthöhe lässt sich zentral in fünf Stufen von 25 bis 60 mm verstellen, das Mähen selbst geht zügig und leichtfüßig von der Hand.

Für dieselbe Fläche braucht man zwar etwas länger als mit einem großen Modell – was aber auch daran liegt, dass man mit dem Kleinen mühelos in Ecken, kleine Lücken und unter Hecken kommt und schlicht gründlicher arbeitet. Unterm Strich: leicht, sicher, überzeugend.

Der Mäher ist so konstruiert, dass sich der Fangkorb vollständig füllt, ohne vorzeitig zu verstopfen. Kurios nur: Der Sicherheitsbügel sitzt hier oberhalb des Holms statt wie bei den anderen Stihl-Mähern unterhalb. Bei einem Modell mit Radantrieb wäre das nachvollziehbar – beim antriebslosen RMA 235.1 wirkt es dagegen wie ein kleiner Ausreißer im ansonsten stimmigen Konzept.

Akku

Mit 144 Wh (36 V, 4 Ah) hatte der AK20 im Testgarten reichlich Reserven: Der Rasen war komplett gemäht und der Fangkorb dreimal geleert, lange bevor der Akku auch nur andeutungsweise schlappmachte. Dazu trägt nicht zuletzt der sparsame Motor bei. Wer größere Flächen bearbeiten will, kann problemlos weitere Akkus mit 2, 4 oder 5 Ah nachkaufen. Das Laden eines leeren 4-Ah-Akkus auf 100 Prozent erledigt das Ladegerät in maximal drei Stunden.

Preis

Der Vertriebsweg über den Fachhandel statt über die üblichen stationären und Online-Discounter schlägt sich naturgemäß im Preis nieder. Das Solo-Modell ohne Akku und Ladegerät kostet laut UVP 199 Euro, im Handel ist es ab rund 187 Euro zu haben. Das Komplettset inklusive Akku und Ladegerät ruft Stihl mit 339 Euro UVP auf, Straßenpreise starten bei etwa 288 Euro. Damit bewegt sich der RMA 235.1 auf Augenhöhe mit vergleichbaren Mähern dieser Klasse.

Fazit

Der Stihl RMA 235.1 ist klein, aber kräftig genug für höher gewachsenes Gras und flexibel genug, um in kleinen Gärten Freude zu machen. Mit 33 cm Schnittbreite, 14 kg Gewicht und einer empfohlenen Flächenleistung bis 300 m² zielt er klar auf Reihenhausgärten und überschaubare Grundstücke. Der 4-Ah-Akku des 36-V-Systems reichte im Test locker für den kompletten Rasen samt dreifacher Fangkorb-Entleerung.

Die Bedienung ist komfortabel und durchdacht: zentrale Schnitthöhenverstellung, solider 30-l-Fangkorb mit Füllstandsanzeige und ein Akku ohne fummeligen Sicherheitsschlüssel. Der Vertrieb über den Fachhandel bringt fertige Montage, Einweisung und einen direkten Ansprechpartner für Service und Ersatzteile.

Unterm Strich: ein leiser, wendiger und alltagstauglicher Akku-Mäher für den kleinen bis mittleren Garten – nachbarschaftsfreundlich und ganz ohne Zweitakter-Wolke am Samstagmorgen.



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