Connect with us

Digital Business & Startups

Warum ich Mitarbeiter schätze, die mir widersprechen


Wer allen gefallen will, macht sich oft unsichtbar. Warum People Pleasing laut Mawave-CEO Jason Modemann zur Karrierebremse werden kann.

Warum ich Mitarbeiter schätze, die mir widersprechen

Mawave-Gründer Jason Modemann schreibt bei Gründerszene über seinen Alltag als Unternehmer.
Mawave / Logo: Gründerszene

Immer nett, immer zustimmend, bloß nicht anecken: Warum People Pleasing laut Jason Modemann, CEO und Gründer der Agentur Mawave, weder Unternehmen noch Karrieren wirklich weiterbringt.

Viele Führungskräfte wünschen sich Mitarbeitende, die „reibungslos funktionieren“. Sie haben keine Lust auf Diskussionen, unbequeme Fragen oder Reibung. Ich sehe das komplett anders: Für mich sind Mitarbeitende, die widersprechen, erstmal etwas Gutes. Denn wenn sie widersprechen, bedeutet das meistens: Sie haben sich Gedanken gemacht. Sie haben eine eigene Perspektive entwickelt und trauen sich, diese auch offen auszusprechen.

Warum ich People Pleaser schwierig finde

Wirklich schwierig finde ich eher People Pleaser. Also Menschen, die zu allem Ja und Amen sagen, partout nie anecken wollen und immer nur nett sind. Das ist vor allem nervig und hindernd für eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, wird meiner Meinung nach aber auch langfristig zum Problem.

Wer permanent versucht, es allen recht zu machen, sagt irgendwann nicht mehr ehrlich, was er denkt. Wenn mir niemand mehr widerspricht, wäre das für mich deshalb ein Warnsignal. Denn meistens bedeutet das entweder Unsicherheit – oder dass die Person ohnehin glaubt, nichts verändern zu können.

Lest auch

Niklas Östberg

Einer der größten deutschen Startup-Gründer wird aufhören

Everybody’s Darling als Karrierebremse

Übrigens gibt es für mich einen entscheidenden Unterschied zwischen People Pleasing und normaler Freundlichkeit: Freundlichkeit entsteht aus Haltung, People Pleasing aus Angst. Angst, jemanden zu enttäuschen, nicht sympathisch genug zu wirken oder eine Chance zu verlieren.

Das wirkt nach außen oft unkompliziert, sorgt aber meistens dafür, dass diese Menschen sich selbst zurücknehmen. Und das kann durchaus auch zur Karrierebremse werden.

Wer es allen recht machen will, wird unsichtbar

Mitarbeitende, die immer einfach zustimmen, machen sich irgendwann unsichtbar und werden im Worst Case übergangen. Natürlich hat Karriere nicht unbedingt etwas mit Lautstärke zu tun. Aber sehr viel mit Klarheit. Und wer nie widerspricht, keine eigenen Interessen formuliert und ständig versucht, bloß nichts Falsches zu sagen, wirkt weniger souverän – selbst wenn fachlich alles stimmt. Wer sich aber auch mal traut, Nein zu sagen und klare Kante zu zeigen, wird in meinen Augen weiterkommen.

Lest auch

Was deutsche Unternehmen falsch machen

Jedes Ja ist gleichzeitig ein Nein

Als Geschäftsführer ist Zeit wahrscheinlich die wertvollste Ressource. Und trotzdem sagt man viel zu schnell Ja. Zu Coffee Dates, zu Events, bei denen man „mal vorbeischauen sollte“, zu Gefallen, die sich im Moment nett anfühlen, aber eigentlich nur Zeit fressen, und und und. Was man dabei schnell mal vergisst: Jedes Ja ist gleichzeitig auch ein Nein – beispielsweise zu Fokus, Recovery, Sport oder den Menschen, die einem wirklich wichtig sind.

Selbstreflexion ist A und O

Ich versuche deshalb bewusst darauf zu achten, warum ich eigentlich zu etwas zusage. Will ich das wirklich? Oder will ich einfach nur niemanden enttäuschen? Sich diese Frage zu stellen, macht einen riesigen Unterschied.

Für mich steht fest: Egal ob beruflich oder privat – man muss nicht immer Everybody’s Darling sein. Und Freundlichkeit bleibt auch weiterhin wichtig. Aber Haltung und für sich selbst einzustehen, ist wichtiger.

Lest auch

Wie viel verdient Brad Pitt im neuen Werbeclip von Trade Republic? Er sitzt ja nur rum





Source link

Digital Business & Startups

+++ Quantum Systems +++ KoRo +++ Varm +++ Wellster Healthtech +++ Rethink Ventures +++


#StartupTicker

+++ #StartupTicker +++ Quantum Systems: Bewertung steigt auf rund 8 Milliarden +++ KoRo wächst auf 252 Millionen Umsatz +++ StartupsToWatch: Varm +++ Wellster Healthtech expandiert nun nach Frankreich +++ Rethink Ventures-Team schaut sich 1.000 Startups pro Jahr an +++

+++ Quantum Systems +++ KoRo +++ Varm +++ Wellster Healthtech +++ Rethink Ventures +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Donnerstag, 2. Juli).

#STARTUPLAND: NUR DER FRÜHE VOGEL SPART!

Every unicorn has a beginning. Start yours at STARTUPLAND.

+++ Jetzt vom Super-Early-Bird-Preis profitieren! Die ersten Tickets für unsere vierte STARTUPLAND Conference am 10. März 2027 in Köln sind ab sofort erhältlich. Sichere Dir jetzt Deinen Platz zum besten Preis, bevor die nächste Ticketphase startet.

#STARTUPTICKER

Quantum Systems
+++ Was ein Höhenflug! Blackstone, Noteus, Airbus und Co. investieren 1,2 Milliarden US-Dollar in Quantum Systems. Die Bewertung des DefenseTechs steigt auf rund 8 Milliarden US-Dollar (zuletzt rund 3 Milliarden Euro). Der englische Investor Balderton Capital und Co. investierten im Rahmen einer Series-C-Erweiterungsrunde zuletzt 180 Millionen Euro in das Unternehmen. Quantum-Systems, 2015 von Florian Seibel, Michael Kriegel, Tobias Kloss und Armin Busse gegründet, setzt auf unbemannte Flugdrohnen für militärische und zivile Zwecke – samt Softwareplattform. Damit kann erneut ein deutsches Startup mit einer Milliardenfinanzierung aufwarten. Neura Robotics sammelte kürzlich erst 1,4 Milliarden US-Dollar ein. Mehr über Quantum-Systems

KoRo
+++ Zahlencheck! Das Berliner Food-Unternehmen KoRo wächst weiter mit hohem Tempo. 2025 steigerte das Team seinen Umsatz um beeindruckende 44 % auf 252 Millionen Euro (Vorjahr: 175 Millionen) und erzielte dabei erstmals ein „deutlich positives Ergebnis auf Gruppenebene sowie positiven operativen Cashflow“. Damit unterstreicht KoRo, dass sich starkes Wachstum und Profitabilität inzwischen durchaus verbinden lassen. Für die kommenden Jahre peilt das Team weiteres profitables Wachstum an. Vor allem in Frankreich, Italien sowie im deutschen Lebensmitteleinzelhandel sieht KoRo noch großes Potenzial. Das Unternehmen, 2014 gegründet, entwickelte sich mit Unterstützung von Investoren wie HV Capital, Five Seasons Ventures, Partech und zuletzt Kharis Capital zu einem der erfolgreichsten Food-Scaleups Deutschlands. Mehr über KoRo

Varm
+++ StartupsToWatch! Mit Varm wollen zwei erfahrene Gründer die energetische Sanierung von Einfamilienhäusern neu denken. Das Berliner Startup, 2023 von homefully-Gründer Sebastian Würz und Vitalon-Gründer Christian Grüner ins Leben gerufen, setzt auf die Dämmung von Bestandsimmobilien – unterstützt durch eine eigene Software- und KI-Plattform. Für den weiteren Ausbau des Geschäfts investieren ABN Amro Sustainable Impact Fund, GET Fund, Aurum Impact, Emerge Partners, Pale Blue Dot und noa nun 17,5 Millionen Euro in das Unternehmen. Das frische Kapital fließt unter anderem in die Weiterentwicklung der KI-Plattform JARVIS, den Ausbau des Partnernetzwerks und die Expansion in weitere europäische Märkte. „Uns hat nicht nur überzeugt, wie schnell VARM wächst, sondern wie stabil, skalierbar und verifizierbar die Qualität bleibt“, sagt GET-Fund-Investor Julian Klaiber. Varm zeigt damit, dass auch im zuletzt schwächelnden ClimateTech-Segment noch große Wachstumsstorys entstehen. Mehr über Varm

Wellster Healthtech
+++ Europa-Expansion geht weiter! Das Münchner Health- und Wellness-Unternehmen Wellster HealthTech bringt seine Adipositas-Plattform GoLighter nun auch nach Frankreich. Zuvor war das Team bereits nach Schweden und Dänemark expandiert. Wellster, 2018 gegründet, möchte Onliner:innen „Zugang zu wirksamen medizinischen Behandlungen“ geben. Konkret geht es dabei um Alltagsgesundheit und Themen wie Intimgesundheit und Haarausfall. Zu Wellster Healthtech gehören Marken wie easytest, GoEasy, GoLighter, mySummer, mySpring und Spring. Das profitable Unternehmen erwirtschaftete 2025 nach eigenen Angaben einen Umsatz in Höhe von 50 Millionen Euro. Insgesamt flossen bereits über 60 Millionen in das HealthTech. Weitere europäische Märkte dürften damit nur eine Frage der Zeit sein. Mehr über Wellster Healthtech

Rethink Ventures
+++ Lesenswert! Im Interview mit DVZ erklärt Matthias Schanze vom Münchner Mobility-Geldgeber Rethink Ventures, worauf der Frühphaseninvestor bei Startups genau achtet. Besonders spannend: Das Team schaut sich nach eigenen Angaben rund 1.000 Startups pro Jahr an – investiert am Ende aber nur in sechs bis acht Unternehmen. Rethink Ventures legte 2023 seinen ersten Fonds (50 Millionen) auf und arbeitet momentan am Nachfolger. (DVZ) Mehr über Rethink Ventures

Finn
+++ „Finn hat sich in den vergangenen sieben Jahren von einem Startup zu Deutschlands führendem Anbieter für Auto Abos entwickelt“, sagt Gründer Maximilian Wühr. In den vergangenen Jahren flossen dabei mehr als 350 Millionen Euro in das Unicorn. Mehr über Finn

Startup-Radar
+++ Es ist wieder soweit – neue Startups stehen in den Startlöchern! Hier sind einige spannende junge Unternehmen, die man kennen sollte. Heute werfen wir einen Blick auf diese Neugründungen: SYLO, Neura Space, Shark Finance, Camperr und IX Gruppe. Mehr im Startup-Radar

#DEALMONITOR

Investments & Exits
+++ Mätch VC investiert in Sophia +++ bmp Ventures investiert in HelloTwin.ai +++ Green Club-Chefs kaufen BackWerk-Macher raus +++ NewSpace-Startup The Exploration Company übernimmt European Astrotech. Mehr im Deal-Monitor

#JOBS

Dunlop
+++ Unser Job des Tages! Dunlop Tyre Europe sucht einen Digital Marketing Coordinator (m/w/d). Die Dunlop Tyre Europe GmbH ist die erfolgreiche Tochter eines der führenden japanischen Reifenhersteller SUMITOMO RUBBER INDUSTRIES LTD. und vermarktet sowie vertreibt Reifen der Marke Dunlop und Falken im gesamten europäischen Nachrüst- und Erstausrüstungsmarkt.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen. Hier entlang zu unserer Jobbörse!

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker



Source link

Weiterlesen

Digital Business & Startups

Deutschlands Mega-Unicorn: Quantum Systems sammelt 1,2 Milliarden ein


Quantum Systems sammelt 1,2 Milliarden US-Dollar ein und steigt in die Spitzengruppe der europäischen Defense-Tech-Startups auf.

Deutschlands Mega-Unicorn: Quantum Systems sammelt 1,2 Milliarden ein

Florian Seibel hat Quantum Systems 2015 mitgegründet. Mit der neuen Finanzierungsrunde wird das Unternehmen nun mit rund acht Milliarden US-Dollar bewertet.
Quantum Systems

Das Münchner Defense-Tech-Startup Quantum Systems hat sich eine der größten Finanzierungsrunden gesichert, die Europa bislang im Rüstungsbereich gesehen hat. 1,2 Milliarden US-Dollar fließen in das Unternehmen. Somit steigt die Bewertung auf rund acht Milliarden Dollar. Innerhalb von nur einem Jahr hat sich der Unternehmenswert verachtfacht.

Angeführt wird die Finanzierungsrunde von den Investoren Blackstone, Advent, Noteus und Airbus. Daneben beteiligen sich unter anderem Fidelity, Wellington Management, A.P. Moller Holding sowie Bestandsinvestoren wie HV Capital und Balderton.

Vom Agrar-Startup zum Milliardenunternehmen

Gegründet wurde Quantum Systems 2015 mit dem Fokus, Drohnen für die Landwirtschaft zu bauen. Spätestens seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine hat das Unternehmen sein Geschäft jedoch fast vollständig auf militärische Anwendungen ausgerichtet.

Lest auch

Wie SAP-Milliardär Dietmar Hopp sein zweites Tech-Imperium aufbaut

Heute verkauft das Startup nicht mehr nur Aufklärungsdrohnen, sondern baut sein Portfolio zu einer Plattform für autonome Systeme aus. Neben unbemannten Fluggeräten gehören inzwischen KI-Software, Drohnenabwehr, unbemannte Bodenfahrzeuge und künftig auch Systeme für den maritimen Bereich dazu. Im Zentrum steht dabei die hauseigene Softwareplattform MOSAIC UXS, die verschiedene autonome Systeme miteinander vernetzen soll. Die Vision ist, dass Luft-, Boden- und künftig auch Seesysteme gemeinsam arbeiten.

„The Future is Unmanned“, sagt Mitgründer und Co-CEO Florian Seibel. Mit Quantum Systems wollen sie einen neuen europäischen Systemanbieter für diese Technologien aufbauen, so Seibel.

Milliarden für die internationale Expansion

Der Drohnenhersteller produziert inzwischen nicht mehr nur in Deutschland. Standorte gibt es mittlerweile auch in der Ukraine, den USA, Australien, Rumänien, Großbritannien und den baltischen Staaten. Diese Präsenz soll weiter ausgebaut werden. Mit den 1,2 Milliarden Dollar will Quantum Systems seine Lieferketten absichern und stärker in Software sowie Künstliche Intelligenz investieren.

Profitabel – und trotzdem auf Wachstumskurs

Im Gegensatz zu vielen anderen schnell wachsenden Defense-Tech-Unternehmen schreibt Quantum Systems nach eigenen Angaben bereits schwarze Zahlen. Für 2026 peilt das Unternehmen einen Umsatz von rund 700 Millionen Euro an. Das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr.

Die Systeme sind längst im Einsatz

Die Technologie des Unternehmens kommt inzwischen weltweit zum Einsatz. Nach Angaben von Quantum Systems absolvierten die eigenen Systeme allein in der Ukraine im vergangenen Jahr mehr als 19.000 Missionen.

Lest auch

Die verlassenen Lilium-Büros: Was vom deutschen Flugtaxi-Traum übrig ist

Diese operative Erfahrung gilt als einer der Gründe, warum sich internationale Investoren nun in dieser Größenordnung engagieren.

Europas Defense-Tech-Szene zieht Milliarden an

Wettbewerber wie Helsing und Stark Defence haben zuletzt große Finanzierungsrunden angekündigt oder abgeschlossen. Der Boom zeigt, wie internationale Investoren zunehmend auf europäische Defense-Tech-Unternehmen setzen. Vor einem möglichen Börsengang wolle Quantum Systems nun aber erst einmal weiter wachsen. Weitere Übernahmen und sogar eine weitere Finanzierungsrunde sind nicht ausgeschlossen.





Source link

Weiterlesen

Digital Business & Startups

Automatisierung für Startups: Drei Workflows, die sofort entlasten


Startups brauchen keine große Automatisierungsstrategie, sondern Abläufe, die schnellstmöglich weniger Arbeit machen. Eine täglich wiederkehrende Aufgabe auswählen, automatisieren und erst danach skalieren. Im Folgenden 3 Ideen und die dafür benötigten Tools:

1. Lead-Follow-up: Vom Formular zur Opportunity

Ein Lead füllt ein Formular aus, schreibt über LinkedIn oder meldet sich nach einem Webinar und landet im Posteingang. Bis jemand reagiert, sind oft Stunden oder Tage vergangen.

Ein konkreter Workflow: Ein Lead kommt über Typeform, Webflow, HubSpot oder LinkedIn rein. Automatisierungsplattformen wie Zapier, Make, n8n oder Turbotic greifen die Daten ab. Ein KI-Modell analysiert Freitextfelder wie „Wobei können wir helfen?“ und extrahiert Branche, Problem, Dringlichkeit, Unternehmensgröße und Budgetsignal. Danach wird automatisch ein Kontakt oder Deal in HubSpot, Pipedrive oder Salesforce angelegt.

Die KI priorisiert: A-Leads kommen aus der Zielbranche, haben konkreten Bedarf und kurzen Zeithorizont. B-Leads brauchen Nurturing. C-Leads erhalten eine Standardantwort oder gehen in einen Newsletter-Flow. Anschließend erstellt die KI einen Follow-up-Entwurf mit Problemzusammenfassung, Terminvorschlag und nächstem Schritt. Der Versand sollte anfangs manuell freigegeben werden.

Messgröße: Zeit von Lead-Eingang bis erster qualifizierter Reaktion.
Tools: Lead-Formular + CRM + Automatisierungsplattform + LLM.
Grenze: Abschluss, Preisverhandlung und sensible Fälle bleiben beim Menschen.

2. Support-Triage: Anfragen sortieren, bevor jemand sie liest

Support ist in Startups oft ein Sammelbecken: Bugs, Feature-Wünsche, Kündigungsrisiken, Rechnungsfragen und Bedienprobleme landen im selben Kanal. Dadurch werden dringende Fälle übersehen.

Der Quickwin ist automatische Triage. Jede Anfrage aus Intercom, Zendesk, Front, Gmail oder Slack wird von einer KI klassifiziert: technischer Fehler, How-to-Frage, Billing, Kündigungsrisiko, Feature Request, Login-Problem oder Sicherheitsfrage. Parallel extrahiert sie Kundendaten, betroffene Funktion, Dringlichkeit, Stimmung und fehlende Informationen.

Danach steuert der Workflow den nächsten Schritt. How-to-Fragen erhalten einen Antwortvorschlag aus Helpcenter, Notion oder Confluence. Billing-Fragen gehen an Finance. Kritische Bugs erzeugen ein Ticket in Linear, Jira oder GitHub Issues – inklusive Kundenzitat, Browserdaten, Screenshot-Link und Kurzbeschreibung. Kündigungsrisiken werden zusätzlich in Slack gemeldet.

Ohne gute Dokumentation halluziniert die KI. Deshalb sollte der Workflow nur auf freigegebene Quellen zugreifen: Helpcenter-Artikel, interne FAQs, Produktdokumentation und bekannte Fehlermeldungen.

Messgröße: Zeit bis zur ersten Einordnung und Anteil korrekt kategorisierter Tickets.
Tools: Support-Tool + Wissensbasis + Jira/Linear + Slack/Teams + LLM.
Grenze: Bei Kündigungen, Rechtsfragen, Sicherheitsvorfällen oder verärgerten Schlüsselkunden sollte ein Mensch reagieren.

3. Operatives Reporting: Aus Tool-Chaos wird ein Wochenbriefing

Viele Gründer verlieren jede Woche Zeit mit Copy-and-paste-Reporting. Zahlen kommen aus CRM, Stripe, Analytics, Ads, Support, Produktanalyse und Buchhaltung. Am Ende entsteht ein Slide-Deck oder Slack-Update, das Arbeit macht, aber selten echte Steuerung liefert.

Jeden Montagmorgen zieht eine Automatisierung Kennzahlen aus HubSpot oder Pipedrive, Stripe oder Chargebee, GA4, Mixpanel, PostHog, Zendesk und dem Projektmanagement-Tool. Die KI erstellt daraus kein Dashboard, sondern ein kurzes Briefing: Was hat sich verändert? Welche Kennzahl ist auffällig? Welche Aufgaben hängen fest? Wo braucht es eine Entscheidung?

Beispiel: Die Pipeline wächst, aber die Conversion von Demo zu Angebot sinkt. Support-Tickets zum Onboarding steigen. Gleichzeitig melden drei Enterprise-Leads denselben Feature-Wunsch. Das KI-Briefing verbindet diese Signale und formuliert: „Onboarding-Friktion könnte Sales-Abschlüsse verzögern. Vorschlag: Top-5-Onboarding-Tickets prüfen und Demo-Script anpassen.“

Der Workflow kann direkt Aufgaben erstellen: „Sales: drei verlorene Deals analysieren“, „Product: häufigstes Onboarding-Problem clustern“, „Finance: Burn-Update ergänzen“. So wird Reporting zum Entscheidungsinstrument.

Messgröße: Zeit für Wochenreporting und Zahl der daraus entstehenden Entscheidungen oder Aufgaben.
Tools: CRM + Payments + Analytics + Support + Notion/Slack + Automatisierungsplattform.
Grenze: Finanzielle Entscheidungen, Forecasts und Investorenkommunikation müssen final menschlich geprüft werden.

Fazit – unspektakulär, aber effektiv

Die besten Automatisierungs-Quickwins beantworten Leads schneller, sortieren Support sauberer und machen Reporting entscheidungsfähiger. Startups sollten mit einem Workflow beginnen, der täglich nervt: eine Woche testen, eine Kennzahl messen, Fehler korrigieren, dann ausbauen. So wird Automatisierung zum praktischen Betriebssystem für Wachstum.

Über den Autor
Theodore Bergqvist ist ein erfahrener Unternehmer und Business Leader mit über 25 Jahren Expertise in den Bereichen Künstliche Intelligenz, digitale Plattformen, Gaming und Enterprise-IT. Er ist CEO und Co-Founder des Stockholmer Automatisierungs- und KI-Unternehmens Turbotic und berät zahlreiche führende Firmen aus Technologie und Digitalwirtschaft. Bergqvist hat mehrere Unternehmen gegründet und erfolgreich verkauft, darunter Paradox Interactive und GamersGate. Zuvor war er in leitenden Führungspositionen bei Ericsson tätig, wo er die globale KI- und Datenstrategie verantwortete.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Shutterstock



Source link

Weiterlesen

Beliebt