Apps & Mobile Entwicklung
Wear OS 7: Google bringt Live-Infos, Gemini und mehr Laufzeit auf Uhren
Im Zuge von Android 17 verteilt Google jetzt auch Wear OS 7 an kompatible Pixel-Watch-Modelle. Die neue Version soll Smartwatches stärker in den Alltag einbinden: mit Live-Informationen am Handgelenk, besserer Steuerung verbundener Geräte und später folgenden Funktionen auf Basis von Gemini.
Mehr Informationen direkt am Handgelenk
Mit Wear OS 7 bringt Google die Live-Updates von Android auf die Smartwatch. Damit sollen laufende Vorgänge direkt auf der Uhr verfolgt werden können, ohne dafür das Smartphone aus der Tasche holen zu müssen. Als Beispiele nennt Google Sportergebnisse, Lieferzeiten von Essensbestellungen oder den Fortschritt eines Trainings.
Die Informationen werden dabei nicht als klassische Benachrichtigung verstanden, sondern sollen fortlaufend aktualisiert und auf einen Blick erfassbar sein. Als Beispiel wird die Liefer-App Just Eat genannt, um zu zeigen, wie solche Live-Informationen auf der Uhr erscheinen können.
Smartwatch als Fernbedienung für andere Geräte
Wear OS 7 soll außerdem enger mit anderen Geräten zusammenarbeiten. Google nennt dabei Kopfhörer, Lautsprecher und künftig auch vernetzte Brillen. Wird etwa mit einer smarten Brille ein Foto aufgenommen, soll sich das Ergebnis direkt auf der Smartwatch prüfen lassen.
Auch die Mediensteuerung wird erweitert. Nutzer sollen vom Handgelenk aus steuern können, was auf Kopfhörern, Lautsprechern oder anderen Geräten abgespielt wird. Über einen Ausgabewähler lässt sich die Wiedergabe zudem zwischen Geräten verschieben.
Gemini Intelligence folgt später
Nicht alle angekündigten Neuerungen stehen direkt zum Start bereit. Für ausgewählte Wear-OS-7-Geräte kündigt Google für später in diesem Jahr Funktionen unter dem Namen Gemini Intelligence an. Dazu gehört „Create My Widget“, mit dem sich eigene Übersichten per natürlicher Sprache erstellen lassen sollen.
Google beschreibt außerdem mehrstufige App-Automatisierungen. Die Uhr soll auf Sprachbefehl mehrere Schritte in Apps ausführen können, etwa einen bestimmten Platz in einem Sportkurs buchen oder eine Bestellung bei einem Restaurant auslösen. Welche Geräte die Funktionen erhalten und wann genau die Verteilung beginnt, bleibt vorerst Googles Geheimnis.
Neue Designsprache und persönlicher Kontext
Mit Gemini Intelligence soll auch Googles neue Designsprache Neural Expressive auf die Smartwatch kommen. Hinzu kommt Personal Intelligence, bei dem Gemini Informationen aus Google-Diensten wie Gmail und der Suche sowie aus dem Chatverlauf berücksichtigen kann. Damit sollen Vorschläge stärker auf den jeweiligen Nutzer zugeschnitten werden. Zugleich handelt es sich um Funktionen, die potenziell tief in persönliche Daten eingreifen.
Bis zu zehn Prozent mehr Akkulaufzeit
Neben neuen Funktionen gibt es auch Verbesserungen bei der Energieeffizienz. Durch Optimierungen auf Systemebene soll Wear OS 7 eine längere Laufzeit ermöglichen. Beim Wechsel von Wear OS 6 auf Wear OS 7 spricht Google von bis zu zehn Prozent mehr Akkulaufzeit für „durchschnittliche Nutzer“.
Für Smartwatches ist das ein nicht uninteressanter Punkt, da sie häufig nicht nur tagsüber, sondern auch nachts für Schlaf- und Gesundheitsdaten getragen werden. Google verweist darauf, dass viele Wear-OS-Nutzer ihre Uhr an sieben Tagen pro Woche tragen. Besonders aktive Nutzer kommen demnach wohl auf mehr als 23 Stunden Tragezeit pro Tag.
Start zunächst für ausgewählte Pixel Watches
Wear OS 7 wird laut Google ab sofort für kompatible Pixel-Watch-Modelle verteilt. Welche Modelle anderer Hersteller das Update wann erhalten, bleibt vorerst offen.
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GitHub Copilot: Coding-Assistent soll KI-Guthaben effizienter nutzen

GitHub arbeitet daran, Copilot effizienter mit KI-Guthaben umgehen zu lassen. Dafür soll der Assistent in längeren Sitzungen weniger wiederkehrende Informationen erneut verarbeiten und zugleich besser entscheiden, welches KI-Modell für die jeweilige Aufgabe passend ist.
Weniger Ballast im Kontext
Mit zunehmender Agenten-Funktionalität übernimmt GitHub Copilot komplexere Aufgaben: Der Assistent plant Änderungen, bearbeitet Code, hilft beim Debugging, prüft Ergebnisse und ruft Werkzeuge auf. Dabei entstehen längere Sitzungen, in denen viele Informationen wiederholt benötigt werden. Dazu zählen Anweisungen, Repository-Kontext, Gesprächsverlauf, verfügbare Werkzeuge und der aktuelle Aufgabenstand.
In GitHub Copilot für VS Code sollen vor allem zwei Änderungen helfen. Prompt-Caching erlaubt es, wiederkehrende Teile einer Anfrage wiederzuverwenden, statt sie bei jeder neuen Eingabe erneut zu berechnen. Zusätzlich kann Copilot Werkzeugdefinitionen bei Bedarf laden, anstatt alle verfügbaren Werkzeuge samt Schema schon zu Beginn vollständig in den Kontext zu schreiben.
Automatische Modellauswahl statt Einheitslösung
Ein weiterer Hebel ist die automatische Modellauswahl „Auto“. Copilot soll dabei nach der ersten Eingabe anhand der Aufgabe und des aktuellen Modellzustands entscheiden, welches Modell geeignet ist. Eine kurze Erklärung, eine gezielte Codeänderung oder ein größerer Eingriff über mehrere Dateien hinweg sollen laut GitHub nicht gleich behandelt werden.
Für die Auswahl berücksichtigt „Auto“ unter anderem Verfügbarkeit, Auslastung, Geschwindigkeit, Fehlerraten und Kosten der Modelle. Hinzu kommt eine auf Aufgaben trainierte Routing-Logik namens HyDRA, die etwa Denkaufwand, Code-Komplexität, Debugging-Schwierigkeit und Werkzeugnutzung einbezieht.
„Auto“ wird ausgebaut
„Auto“ mit Aufgabenverständnis ist laut GitHub bereits in Visual Studio Code, auf github.com und mobil verfügbar. Als Nächstes soll die Funktion auch für Copilot CLI, die GitHub-App und weitere Entwicklungsumgebungen kommen. Außerdem sollen Free- und Student-Tarife künftig vereinfacht werden, indem „Auto“ dort die einzige Modellauswahl wird. Unternehmen sollen „Auto“ als Standard festlegen oder verpflichtend vorgeben können.
Downloads
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4,7 Sterne
GitHub Desktop ist die lokale Anwendung zur bekannten Software-Entwicklungsplattform GitHub.
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4,8 Sterne
Visual Studio Code (VS Code) aus dem Hause Microsoft ist ein vielseitiger Editor für jedermann.
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KI-Pionier: Yann LeCun bewertet Elon Musks xAI als Misserfolg

Yann LeCun und Elon Musk dürften in diesem Leben wohl keine Freunde mehr werden. Bereits in der Vergangenheit lieferten sich der KI-Pionier und der CEO von xAI öffentliche Diskussionen, die sich nicht immer um KI drehten. Nun bezeichnete LeCun xAI als Misserfolg und sprach dem Unternehmen langfristig die Konkurrenzfähigkeit ab.
„Ich bin nicht sehr optimistisch, was die Aussichten für xAI angeht“
In einem Interview mit CNBC fand KI-Pionier Yann LeCun, ehemaliger Chef-KI-Entwickler bei Meta, deutliche Worte und bezeichnete xAI als „eine Art Fehlschlag“. Dabei verwies er nicht nur auf den aus seiner Sicht bestehenden technologischen Rückstand, sondern auch auf Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Spitzenforschern. „Elon befindet sich jetzt in einer Lage, in der es für ihn sehr, sehr schwierig ist, Spitzenkräfte im Bereich KI einzustellen, weil er sich, wie Sie wissen, gegenüber dem früheren Team nicht gerade vorbildlich verhalten hat“, so LeCun in dem Gespräch.
Im ersten Quartal nach der Zusammenführung mit SpaceX verbuchte das KI-Segment bis zum 31. März 2026 einen operativen Verlust von 2,5 Milliarden US-Dollar. Auch die Tatsache, dass xAI über enorme Rechenkapazitäten verfüge, diese jedoch an andere Anbieter wie Anthropic und Google vermiete, da sie andernfalls ungenutzt blieben, wertet LeCun als Zeichen eines Misserfolgs. Aus diesen Gründen könne er sich nicht vorstellen, dass xAI langfristig mit OpenAI und Anthropic mithalten werde.
Kosten müssen gesenkt werden
An anderer Stelle warnte LeCun in dem Gespräch vor einem möglichen Ungleichgewicht im KI-Markt. Die Kosten für den Betrieb großer KI-Systeme seien weiterhin hoch, während viele Anbieter ihre Dienste faktisch unterhalb der tatsächlichen Kosten anbieten würden – die Differenz werde derzeit im Grunde von Investoren getragen. Aus Sicht von LeCun müssen KI-Unternehmen wie OpenAI oder Anthropic entweder ihre Preise erhöhen oder die Kosten deutlich senken, was häufig mit Einschränkungen beim Leistungsumfang einhergehe. Google und Microsoft hatten Teile ihrer Angebote vor Kurzem bereits auf eine „nutzungsbasierte Abrechnung“ umgestellt. Sollte dies nicht bei allen Anbietern geschehen, „wird es zu einem großen Platzen der Blase kommen“, erklärte LeCun.
Allerdings profitiert auch LeCun selbst von diesem Umfeld. Sein eigenes Startup AMI Labs, das sich auf die Entwicklung von Weltmodellen konzentriert, konnte im vergangenen März in einer Finanzierungsrunde eine Milliarde Euro einsammeln und wird derzeit mit 3,5 Milliarden US-Dollar bewertet.
Weltmodelle seien die einzige Basis
Im Interview sprach LeCun zudem erneut über die Grenzen großer Sprachmodelle (LLMs). Diese seien seiner Ansicht nach zwar besonders für Programmierung und Mathematik geeignet, verursachten jedoch hohe Betriebskosten. Deutlich vielversprechender seien aus seiner Sicht sogenannte „World Models“, die ein Verständnis von Ursache und Wirkung sowie der realen Welt entwickeln sollen. Erst auf Basis solcher Modelle seien zuverlässige allgemeine agentische Systeme seiner Meinung nach möglich.
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5G Standalone in Europa: Der Ausbau kommt voran, der Nutzen häufig noch nicht
Die nächste Ausbaustufe von 5G kommt in Europa voran, erreicht Verbraucher aber noch sehr unterschiedlich. Opensignal hat den Stand von 5G Standalone in 29 europäischen Märkten untersucht und sieht deutliche Unterschiede zwischen Netzbetreibern, Tarifen und tatsächlicher Nutzung.
5G ohne 4G-Stütze
Bei 5G Standalone wird nicht nur der Funkzugang auf 5G umgestellt, sondern auch das dahinterliegende Kernnetz. Bisher basiert 5G in vielen Fällen nämlich noch auf 5G Non-Standalone, bei dem LTE weiter eine zentrale Rolle spielt. Für den Nutzer ist dieser Unterschied auf dem Smartphone meist nicht sofort sichtbar, technisch ist er aber relevant.
Denn erst mit einem eigenständigen 5G-Kernnetz lassen sich bestimmte Funktionen (vollständig) nutzen. Dazu zählen geringere Latenzen, stabilere Verbindungen, Sprachtelefonie über 5G und sogenannte Netzscheiben, bei denen bestimmte Anwendungen oder Kunden eigene Leistungsprofile erhalten können.
Europa bleibt ein Flickenteppich
Nach den Daten von Opensignal ist 5G Standalone in Europa zwar kein Zukunftsthema mehr, aber eben auch noch kein einheitlicher Standard. Die Analyse betrachtet 29 europäische Märkte im ersten Quartal 2026 und zeigt, dass der Ausbaustand je nach Land und Netzbetreiber stark variiert.
Entscheidend ist dabei nicht nur, ob ein Netzbetreiber technisch bereits 5G Standalone betreibt. Für den praktischen Nutzen müssen auch passende Tarife, geeignete Smartphones und eine entsprechende Netzkonfiguration zusammenkommen. In einigen Märkten ist 5G Standalone bereits regulär für Kunden verfügbar, in anderen Ländern bleibt die Technik stärker auf ausgewählte Angebote oder Geschäftskunden beschränkt.
Mehr 5G bedeutet nicht automatisch 5G
Ein wichtiger Punkt der Opensignal-Auswertung ist die Unterscheidung zwischen allgemeiner 5G-Nutzung und echter 5G-Standalone-Nutzung. Ein 5G-Symbol auf dem Smartphone bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Verbindung über ein eigenständiges 5G-Netz läuft. Häufig handelt es sich weiterhin um 5G Non-Standalone mit LTE als technischer Grundlage.
Für Verbraucher kann das erklären, warum 5G im Alltag nicht immer den erwarteten Sprung bringt. Höhere Datenraten sind zwar möglich, die eigentlichen Vorteile von 5G Standalone liegen aber stärker bei Reaktionszeiten, Netzstabilität und neuen Diensten. Diese Vorteile werden erst sichtbar, wenn der Zugang zur Technik breit verfügbar ist und die Endgeräte sie auch tatsächlich nutzen.
Deutschland mit hoher Abdeckung
Für Deutschland meldete die Bundesnetzagentur bereits 2024 eine 5G-SA-Abdeckung von rund 90 Prozent der Fläche, auf der mindestens ein Netzbetreiber verfügbar ist. Gleichzeitig zeigt die Opensignal-Betrachtung, warum solche Ausbauwerte nur ein Teil der Medaille sind.
Eine gemeldete Netzabdeckung sagt nicht automatisch, wie häufig Kunden tatsächlich mit 5G Standalone verbunden sind. Dafür spielen neben dem Standort auch Tarif, Smartphone, Netzlast und die jeweilige Strategie des Betreibers eine Rolle. Ein Land kann bei der technischen Verfügbarkeit also weit wirken, ohne dass der Alltagseindruck der Nutzer das widerspiegelt.
Der Nutzen zeigt sich zuerst bei speziellen Anwendungen
Für den normalen Smartphone-Nutzer dürfte 5G Standalone zunächst selten als klarer Aha-Effekt auffallen. Videostreaming, Surfen und Messenger funktionieren auch über LTE oder 5G Non-Standalone bereits gut. Interessanter wird die Technik bei Anwendungen, die stabile Verbindungen und geringe Verzögerungen benötigen.
Dazu gehören Cloud-Gaming, Echtzeitkommunikation, industrielle Anwendungen oder auch vernetzte Fahrzeuge. Auch für Mobilfunkanbieter selbst ist 5G Standalone ein wichtiger Schritt: Sie können Netze flexibler steuern und neue Angebote besser von klassischen Datentarifen abgrenzen.
Ausbau allein reicht nicht
Die Opensignal-Auswertung macht deutlich, dass Europa bei 5G Standalone vorankommt, der Markt aber noch uneinheitlich bleibt. Für Verbraucher zählt am Ende nicht nur, ob die Technik irgendwo im Netz aktiviert ist, sondern ob sie im eigenen Tarif, mit dem eigenen Smartphone und am eigenen Standort nutzbar ist. Je stärker die Netzbetreiber die Technik freischalten, desto eher können sich die versprochenen Vorteile auch im Alltag bemerkbar machen.
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