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WhatsApp Business API: EU ordnet kostenlosen Zugang auch für andere KI-Anbieter an


WhatsApp Business API: EU ordnet kostenlosen Zugang auch für andere KI-Anbieter an

Bild: WhatsApp

Die EU-Kommission greift im Streit um KI-Assistenten auf WhatsApp durch: Meta muss konkurrierenden Diensten wie ChatGPT, Perplexity oder kleineren Anbietern vorerst wieder kostenlosen Zugang zur WhatsApp-Business-API gewähren. Die Maßnahme gilt vorläufig während der laufenden kartellrechtlichen Untersuchung.

Erst frei, dann geschlossen, jetzt kostenpflichtig

Die Entscheidung richtet sich gegen eine Änderung der Geschäftsbedingungen von WhatsApp, mit der Meta Drittanbieter von anderen KI-Assistenten vom Zugriff auf die WhatsApp-Business-API ausgeschlossen hatte. Nach vorläufiger Einschätzung der Kommission nutzte Meta damit seine starke Stellung bei Messenger-Diensten, um den eigenen Assistenten Meta AI gegenüber Wettbewerbern zu bevorzugen. Später ließ Meta externe Anbieter zwar wieder zu, verlangte dafür aber Gebühren, die aus Sicht der Kommission praktisch dieselbe abschottende Wirkung wie ein Verbot haben können.

Das heißt für Meta, dass Bedingungen wiederhergestellt werden müssen, die vor dem 15. Oktober 2025 galten. Drittanbieter sollen also wieder mit denselben Konditionen auf die WhatsApp-Business-API zugreifen können, einschließlich des kostenlosen Zugangs für KI-Assistenten. Dafür setzt die Kommission dem Konzern eine Frist von fünf Arbeitstagen. Die einstweilige Maßnahme bleibt bestehen, bis die Untersuchung abgeschlossen ist, was sich aber Jahre hinziehen kann.

Die EU sieht Nachteile beim Wettbewerb

Die EU begründet den Eingriff mit der schnellen Entwicklung des KI-Marktes. Gerade bei neuen Märkten könne Wettbewerb verloren gehen, bevor eine endgültige kartellrechtliche Entscheidung gefallen ist. WhatsApp sei dabei ein wichtiger Zugangspunkt zu Nutzern in Europa. Wenn in dem Messenger nur Meta AI ohne vergleichbare Hürden verfügbar wäre, könnten kleinere Anbieter und neue Wettbewerber dauerhaft ins Hintertreffen geraten.

Meta will Berufung einlegen

Meta weist die Vorwürfe zurück. Das Unternehmen sieht in der Entscheidung eine Überregulierung und argumentiert, dass große KI-Anbieter die kostenpflichtige WhatsApp-Business-Infrastruktur kostenlos nutzen könnten, während andere europäische Unternehmen dafür zahlten. Meta kündigte an, gegen die Anordnung vorzugehen. Sollte die Kommission am Ende einen Verstoß gegen EU-Kartellrecht feststellen, droht dem Konzern eine Geldbuße von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes, welcher 2025 bei über 185 Milliarden Euro lag.



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CB-Funk-Podcast #173: Apple, Siri AI und die EU – wird das jetzt endlich was?


CB-Funk-Podcast #173: Apple, Siri AI und die EU – wird das jetzt endlich was?

Auf eine große Hardware-Woche in Taiwan folgt Apples Software-Spektakel in Kalifornien. Fabian und Dennis besprechen, welche Neuerungen iPhone-, iPad- und Mac-Nutzer im Herbst dieses Jahres erwarten können, was es mit Apples jüngster AI-Offensive auf sich hat und wie in diesem Zuge das Feindbild der EU-Kommission geschürt wird.

CB-Funk: Die einhundertdreiundsiebzigste Episode

Apple-CEO Tim Cook hat die Entwicklerkonferenz WWDC 2026 am Montag mit der traditionellen Keynote eröffnet. Es war seine letzte, bevor er den CEO-Staffelstab im September an John Ternus weiterreicht. Cook gab einen Ausblick auf iOS 27, iPadOS 27, macOS 27 und watchOS 27, die alle Modellpflege betreiben: Optimierungen stehen im Fokus. Eine große Neuerung bringen aber alle Updates mit sich: Apple Intelligence mit der neuen Siri AI.

Dennis und Fabian fragen sich in dieser Episode: Wird das jetzt was mit KI bei Apple? Oder bleibt es bei großspurigen Ankündigungen? Und wer ist eigentlich daran schuld, dass EU-Bürger zunächst außen vor bleiben? Wir wünschen viel Spaß beim Zuhören und freuen uns auf eure Kommentare!

Wir beantworten eure Fragen

Und wie üblich zur Erinnerung: Wir möchten im CB-Funk jede Woche einige Fragen beantworten, die zum Podcast, zur Redaktion oder zu unseren Themen passen. Gerne könnt ihr eure Fragen an podcast@computerbase.de richten oder aber uns hier im Forum oder auf Discord per Direktnachricht anschreiben – wir sind gespannt!

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Übersicht zu den bisherigen Episoden

Eine Übersicht zu den bisherigen Podcast-Folgen und den entsprechenden Artikeln mit Kommentarbereich ist auf der Themenseite CB-Funk zu finden.



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Mit 4 TB und 8 TB: Sandisks SDUC‑Speicher­karten kommen nun doch


Mit 4 TB und 8 TB: Sandisks SDUC‑Speicher­karten kommen nun doch

Bild: Western Digital

Speicherkarten des neuen Standards Secure Digital Ultra Capacity (SDUC) haben sich verspätet. Doch bald sollen die SD-Karten mit Speicherkapazitäten von 4 TB und sogar 8 TB doch verfügbar werden. Das berichtet zumindest Notebookcheck mit Informationen von der Computex. Sandisk leistet dabei Pionierarbeit.

Am Stand der SD Association, also jener Organisation, die Standards für das SD-Speicherkartenformat festlegt, waren sie nämlich zu sehen, die ersten SDUC-Speicherkarten von Sandisk. Allerdings waren die Speicherkarten nicht in physischer Form vertreten, sondern als Aufdruck auf einem Plakat zu sehen, mit dem für SDUC-Karten geworben wurde.

Konkret plant Sandisk demnach in der Ultra-Serie Modelle mit 4 TB und 8 TB. Abgebildet sind das kleinere microSD-Format mit 4 TB und das herkömmliche SD-Format mit 8 TB. Die Speicherkarten sollen dem neuen Standard SDUC sowie den Geschwindigkeitsklassen UHS-I (U1), der Video Speed Class 10 (V10) sowie der App Performance Class A1 entsprechen.

Zusätzlich ist in der Serie Sandisk Extreme Pro eine auf höhere Leistung ausgelegte SDUC-Karte im SD-Format mit 4 TB geplant. Diese soll mit UHS-II (UHS Speed Class 3) arbeiten und die höheren Anforderungen für V30 und App Performance Class A2 erfüllen. Weder eine Option auf 8 TB noch auf microSD wird hier gezeigt.

Gegenüber Notebookcheck wurde von mehreren Firmen am Messestand bestätigt, dass diese SDUC-Speicherkarten „in Kürze“ auf den Markt kommen sollen. Nähere Details dazu gibt es aber ebenso wenig wie Preisvorstellungen.

Neuer Anlauf für SDUC

Der SDUC-Standard ist längst nicht mehr neu, genau genommen existiert er bereits seit dem Jahr 2018 und definiert Speicherkapazitäten von bis zu 128 TB. Allerdings blieben fertige Produkte bisher aus. Erst im April 2024 kündigte Sandisk (seinerzeit noch Teil von Western Digital), die erste SDUC-Speicherkarte mit 4 TB an. Doch der für 2025 erwartete Marktstart blieb aus.

SanDisk 4TB Extreme PRO SD
SanDisk 4TB Extreme PRO SD (Bild: Western Digital)

Neue Kartenleser müssen her

Was sich schon vor rund zwei Jahren abgezeichnet hat, wird jetzt noch einmal bestätigt: Für die SDUC-Karten müssen neue Kartenleser her, denn die bisherigen unterstützen den neuen Standard nicht. Wie Notebookcheck anmerkt, gilt das auch für „nagelneue SD-Express-Kartenlesegeräte“. Allerdings soll es noch im Laufe des Jahres neue Kartenleser geben, die sowohl mit SDUC als auch mit SD Express und UHS-II umgehen können. Auf der Computex wurden erste Modelle ausgestellt.



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Wegen Betrügern: Physische Steam-Geschenkkarten werden eingestellt


Wegen Betrügern: Physische Steam-Geschenkkarten werden eingestellt

Bild: Steam

Die physischen Steam-Geschenkkarten befinden sich im Abverkauf. Das hat Valve nun bestätigt. Bis Ende 2026 könnte es keine mehr davon im Einzelhandel geben. Dann bleiben nur noch die digitalen Geschenkkarten. Als Grund für die Einstellung wird der andauernde Betrug mit den Karten aus dem Einzelhandel angeführt.

Über die Einstellung des Verkaufs von physischen Steam-Geschenkkarten im Einzelhandel informiert Valve auf den eigenen Support-Seiten. Im Jahr 2012 waren die Steam Gift Cards für den Einzelhandel eingeführt worden, erst 2017 folgten die rein digitalen Versionen. Doch immer wieder war es zu betrügerischen Handlungen in Verbindung mit den physischen Geschenkkarten gekommen. Trotz Valves Bemühungen, dem Betrug mit verschiedenen Maßnahmen Einhalt zu gebieten, geht es damit weiter. Daher zieht der Steam-Betreiber jetzt die Reißleine.

Betrüger haben sich leider unseren Bemühungen angepasst. Sie haben weiterhin Auswirkungen auf Steam-Kunden und andere gutgläubige Menschen. Deshalb haben wir die schwierige Entscheidung getroffen, Steam-Geschenkkarten aus dem Einzelhandel zu entfernen.

Valve auf den Steam-Supportseiten

Steam-Geschenkkarten im Abverkauf

Wie Valve weiter erklärt, werden die verbliebenen Steam-Geschenkkarten im Einzelhandel abverkauft und nicht wieder nachbestückt. Das Unternehmen geht davon aus, „dass alle Einzelhändler bis Ende 2026 keine Geschenkkarten mehr auf Lager haben werden“.

Kunden können aber auch danach noch bestehende Geschenkkarten einlösen, wird versichert. Ein Neukauf ist dann aber nur noch in Form der digitalen Steam-Geschenkkarten möglich.

So gehen die Betrüger vor

Valve beschreibt das Vorgehen der Betrüger in einem weiteren Artikel knapp und verweist auf einen Bericht der U.S. Federal Trade Commission, der darauf näher eingeht.

Demnach würden Opfer meist telefonisch kontaktiert und zu einem Kauf einer Guthabenkarte sowie der anschließenden Weitergabe des Gutscheincodes gedrängt. Dabei geben sie vor, dass das Opfer auf diese Weise etwa Schulden, Steuern oder Kautionen zu begleichen habe. Oft geben sich die Betrüger dabei als Mitarbeiter von Behörden aus.

Nicht nur im Falle der Geschenkkarten von Steam wird derart vorgegangen. Auch andere Guthabenkarten wie etwa für Amazon oder Google Play sowie die Apple Card stehen im Visier der Betrüger.

Das hat Valve bisher versucht

Zum Schutz vor solchen Betrugsmaschen habe Valve in den vergangenen Jahren schon so einiges probiert. Dazu zählt neben der Zusammenarbeit mit Händlern und Strafverfolgungsbehörden auch das Hinzufügen einer deutlich sichtbaren Betrugswarnung auf den Karten. Zudem wurde das Einlösen auf die Währung des jeweiligen Steam-Guthabens eingegrenzt.

Doch all dies hat offensichtlich nicht gereicht, um dem Betrug ein Ende zu bereiten. Das liegt schlicht in der Natur der Guthabenkarten an sich.

Die Redaktion dankt „Trimipramin“ für den Hinweis auf Discord.



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