Künstliche Intelligenz
Winzige Knoten-Roboter springen, fliegen und säen Samen aus
Ein Team von Wissenschaftlern der University of Pennsylvania hat einen winzigen Roboter entwickelt, der sich durch das Auflösen seines knotenartigen Aufbaus in die Luft katapultiert und über ein Rotorblatt fliegend fortbewegt. Der Roboter kann einen Pflanzensamen enthalten, der dort ausgesät wird, wo der Roboter landet.
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Verknotete Fasern gelten landläufig als etwas Passives. Werden jedoch die Elastizität und das Material sorgfältig ausgewählt, dann wird der Knoten selbst zu einem aktiven System, erklärt Shu Yang, Professorin für Materialwissenschaft und Werkstofftechnik an der University of Pennsylvania. Das nutzte das Forschungsteam aus, um einen Roboter zu konstruieren, der aus einer weniger als einen Millimeter dünnen Faser aus Kevlar und einem Flüssigkeitskristall-Elastomer (LCE) besteht, wie sie in der Studie „Programming touch-me-not knot topologies for rapid and diverse leaping and flying motions“ schreiben, die in Science veröffentlicht ist.
„Programmierbares“ Sprungsystem
Die beiden unterschiedlichen Materialien des Roboters erfüllen dabei verschiedene Aufgaben: Der Kevlar-Kern sorgt für die nötige Steifigkeit, das ihn umgebende Elastomer für Flexibilität. Die daraus entstandene, wenige Millimeter lange Verbundfaser wird dann verknotet. In dem System wird dadurch elastische Energie gespeichert. Je nach verwendeter Materialkombination kann sich der Knoten unter Zufuhr von Wärme zwischen 60 und 90 °C früher oder später selbstständig öffnen – etwa durch Sonnenwärme. Denn die LCE-Hülle zieht sich unter Hitze zusammen, sodass sich der Knoten lockert und aufgeht.
Die kinetische Energie wird dann in Sekundenbruchteilen abgegeben und in eine sprungartige Bewegung umgewandelt, die den Roboter etwa zwei Meter hoch in die Luft katapultiert. Die Reaktionszeit und die Stärke der Sprungkraft können die Forscher „programmieren“, indem sie die Materialkombination, die Knotentopologie und die Vorverdrillung der Faser anpassen. Die Art des Knotens bestimmt etwa die ausgeführte Flugbewegung. Ein einfacher Überhandknoten führt zu einer Kippbewegung, ein Achterknoten zu einer Drehung. Mit komplexeren Knotenformen können weitere Bewegungsformen erzeugt werden.
Die Wissenschaftler haben den kleinen Roboter mit einer blattartigen Struktur versehen, die ähnlich wie bei einem Ahornsamen dafür sorgt, dass der Flug stabiler ausfällt und er länger in der Luft bleiben und weiter fliegen kann. Bei der Landung rammt sich die Faser nahezu senkrecht in den Boden und erzeugt dabei einen so hohen Druck, dass dadurch ein mitgeführter Samen vielversprechend ausgesät werden kann.
Der Roboter ist im aktuellen Stadium ein Modellsystem, das die prinzipielle Machbarkeit nachweisen soll. Praxisnahe Versionen müssten aus umweltfreundlichen Komponenten bestehen, sodass sich der Roboter biologisch abbaut. Die Wissenschaftler suchen außerdem nach Wegen, die Aktivierungstemperatur zu senken, um den Roboter auch in Regionen mit geringerer Sonneneinstrahlung nutzen zu können.
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(olb)
Künstliche Intelligenz
Apple‑Geräte mit Microsoft Intune verwalten – zweiteiliges Live-Webinar
Viele Unternehmen setzen Microsoft Intune für das Gerätemanagement ein – doch bei iPhone, iPad und Mac stößt man auf Besonderheiten, die sich von Windows‑Umgebungen deutlich unterscheiden. In zwei Live-Webinaren, wahlweise einzeln buchbar oder als Kombi-Ticket, zeigt der frühere Apple‑Techniker Abbas Banaha, wie sich Apple‑Geräte zuverlässig in Intune integrieren, bereitstellen und absichern lassen.
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Zwei Webinare mit unterschiedlichem Fokus
Im ersten Termin erläutert der Experte die Grundlagen des Apple‑MDM‑Managements mit Intune, die Rolle von Apple Business sowie typische Stolperfallen beim Deployment.
Der zweite Termin widmet sich ausführlich dem macOS‑Management, inklusive Zero‑Touch‑Bereitstellung, App‑Rollouts, Sicherheitsrichtlinien und Compliance‑Modellen.
Zwei Webinare im Mai
Beachten Sie bite die unterschiedlichen Uhrzeiten der beiden Live-Webinare:
Das Kombi-Ticket für beide Webinare ist zu einem reduzierten Gesamtpreis von 269 Euro erhältlich.
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Beide Webinare enthalten Live‑Demos und bieten Raum für Fragen. Sie richten sich an IT-Administratoren, Systemverantwortliche, Endpoint-Manager und Entscheidungsträger, die Apple-Geräte mit Intune verwalten oder dies planen. Grundkenntnisse zu Microsoft Intune und Apple-Geräten sind empfehlenswert. Für das zweite Webinar werden zusätzlich grundlegende Erfahrungen mit macOS im Unternehmenskontext empfohlen. Nach jedem Webinar steht eine Aufzeichnung zur Verfügung.
Weitere Informationen und Anmeldung: Apple-MDM in Unternehmen mit Intune.
(ims)
Künstliche Intelligenz
Interstellarer Komet 3I/ATLAS ist unter fremdartigen Bedingungen entstanden
Der interstellare Komet 3I/ATLAS ist unter Bedingungen entstanden, die sich deutlich von jenen im frühen Sonnensystem unterscheiden. Das hat eine Analyse des Wassers auf dem Himmelskörper ergeben, berichtet die University of Michigan. Demnach ist das Verhältnis des Wasserstoffisotops Deuterium zu herkömmlichem Wasserstoff in dem Wasser auf 3I/ATLAS 30 Mal so hoch wie auf irgendeinem Kometen im Sonnensystem und sogar 40 Mal so groß wie im irdischen Wasser. Das lege nahe, dass es an der Geburtsstätte des Kometen deutlich kälter war als im frühen Sonnensystem und die Strahlung dort auch merklich geringer ausgefallen ist, erklärt die Astronomin Teresa Paneque Carreño, die an der Arbeit beteiligt war.
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Nicht unerwartet, aber bislang nicht bewiesen
Herausgefunden hat das Forschungsteam um Luis Salazar Manzano das mit dem MDM Observatory der Universität und dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) der Europäischen Südsternwarte in Chile. Letzteres sei leistungsfähig genug, um die Unterschiede zwischen Deuterium und Wasserstoff zu erkennen, erläutert das Team. Solche Analysen sind nicht neu, hier habe man sie aber erstmals an einem interstellaren Objekt erprobt. Im Ergebnis habe man den Beweis erbracht, „dass die Bedingungen, die zur Entstehung unseres Sonnensystems geführt haben, nicht im gesamten Weltraum vorherrschen“, sagt Paneque Carreño: „Das mag selbstverständlich klingen, aber es gehört zu den Dingen, die man erst einmal beweisen muss.“
Die Analyse sei überhaupt erst möglich gewesen, weil viele Dinge ideal zusammengekommen seien, allen voran die frühzeitige Entdeckung des Himmelskörpers. 3I/ATLAS wurde Anfang Juli 2025 mit dem Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) in Chile entdeckt, daher sein Name. Der interstellare Komet ist überhaupt nur der dritte Besucher in unserem Sonnensystem, der während des Durchflugs entdeckt wurde. Auf seiner Bahn durchs Sonnensystem befand er sich im Herbst aus der Perspektive der Erde hinter der Sonne. Deshalb mussten vorübergehend Sonden aus verschiedenen Ecken des Sonnensystems einspringen und die Beobachtung übernehmen. Später konnte er dann auch wieder von der Erde aus beobachtet werden. Die Analyse seines Wassers wird in Nature Astronomy vorgestellt.
(mho)
Künstliche Intelligenz
Social-Media-Verbot: Türkei stimmt dafür, Norwegen arbeitet an Gesetzesentwurf
Die Überlegungen und Maßnahmen zu Social-Media-Verboten für Heranwachsende ebben international nicht ab. In dieser Woche wurde in der Türkei über eine strikte Altersgrenze für Social-Media-Angebote abgestimmt, in Norwegen wurde ein Gesetzentwurf angekündigt. In der Türkei will man die Nutzung für Jugendliche unter 15 Jahren verbieten, in Norwegen für Heranwachsende unter 16 Jahren.
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In der Türkei wurde am späten Mittwochabend über einen entsprechenden Gesetzesvorschlag abgestimmt, wie die dpa berichtet. Demnach sollen Anbieter von Plattformen wie etwa Meta (Instagram, Threads, Facebook), ByteDance (TikTok) oder Snap (Snapchat) keine Dienste mehr für Nutzer unter 15 Jahren anbieten dürfen. Zudem werden sie dazu verpflichtet, Systeme zur Altersverifizierung und Kontrollmechanismen für Erziehungsberechtigte einzuführen. Hinzu kommen aber auch neue Richtlinien zum Umgang mit behördlichen Anordnungen oder gesperrten und gelöschten Inhalten. Zum einen müssten die Plattformen in dringenden Fällen innerhalb einer Stunde behördliche Anordnungen umsetzen. Zum anderen sollen sie sicherstellen, dass bereits gesperrte und gelöschte Inhalte nicht wieder in ihren Angeboten auftauchen. Sowohl Geldstrafen als auch die Reduzierung der Internetbandbreite werden bei Nichtbefolgung angedroht. Die Oppositionspartei CHP stellt sich gegen dieses Vorhaben. Unter anderem wirft sie der Regierung unter dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan vor, dass unter dem Vorwand, Kinder zu schützen, neue Beschränkungen eingeführt werden. Das Gesetz muss noch von Erdoğan unterzeichnet werden und trete sechs Monate nach Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft.
In Norwegen wurde derweil ein Gesetzesentwurf für ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige von Ministerpräsident Jonas Gahr Støre angekündigt. Er soll bis zum Jahresende im Parlament eingebracht werden. Teil des Entwurfs ist eine Stichtagsregelung. Die Altersgrenze soll demzufolge jeweils auf den 1. Januar des Jahres festgelegt werden, in dem ein Teenager seinen 16. Geburtstag feiert. Dies laufe laut der Nachrichtenagentur NTB darauf hinaus, dass Jugendliche erst ab der zehnten Klasse populäre Social-Media-Angebote benutzen dürften. Für Støre sei die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen „eine der wichtigsten Prioritäten im Regierungsplan“. Über eine gesetzliche Beschränkung der Social-Media-Nutzung habe er seit seinem ersten Tag als Ministerpräsident nachgedacht. Er ist seit 2021 im Amt.
Deutschland wartet auf Kommissionsarbeit
In Deutschland sollen Maßnahmen zum Umgang mit Social-Media-Angeboten mithilfe der Kommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ erarbeitet werden. Anfang dieser Woche hat sie ihre Bestandsaufnahme vorgelegt, die als Grundlage für spätere Empfehlungen dienen soll. Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) hatte bei Einsetzen der Kommission im vergangenen Sommer angekündigt, dass Ergebnisse nach etwa einem Jahr vorliegen sollten – also in diesem Sommer.
(kbe)
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