Apps & Mobile Entwicklung
Wochenrück- und Ausblick: Das XPS ist zurück und die DENIC hat Probleme

Nach einer Auszeit hat Dell dieses Jahr zur CES die Notebook-Baureihe XPS aus der kurzweiligen Versenkung geholt. Zum Frühjahr sind XPS 14 und XPS 16 jetzt auch in Deutschland verfügbar – ComputerBase hat diese Woche das kleine Modell getestet. Unterdessen hatte die DENIC diese Woche mit einem größeren Problem zu kämpfen.
Die Rückkehr des XPS
Die Einsicht kam schnell und deutlich: Der Markenname XPS muss zurück. Zu dieser Schlussfolgerung kam Dell im Dezember 2025 gegenüber der Presse, als dieser das CES-Portfolio vorab in New York präsentiert wurde. Und das lediglich ein Jahr nach Abschaffung ebendieser Bezeichnung zugunsten des wenig aussagekräftigen Nachfolgers „Dell Premium“, der Teil einer generellen Umbenennung bei Dell war.
XPS 14 im Test
Im Test des XPS 14, der diese Woche die meisten Leser angezogen hat, hinterließ das Notebook allerdings nicht deshalb einen guten Eindruck, weil es seinen Namen zurückbekommen hat, sondern aufgrund der Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger. Bessere Eingabegeräte, mehr Anschlüsse, lange Laufzeiten, gute Leistung und hochwertige Verarbeitung sorgen für ein rundes Gesamtpaket, das in erster Linie über den Preis einen Dämpfer erhält. Die Speicherkrise macht derzeit viele Neuanschaffung spürbar teurer.
Dennoch: Das neue XPS 14 stellt eine deutliche Verbesserung dar und zeigt, dass Dell die Baureihe wieder in die richtige Richtung steuert.
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DENIC diagnostiziert DNSSEC-Störung
Steuerungsprobleme hatte diese Woche auch die DENIC – mit weitreichenden Ausfällen für zahlreiche Nutzer. Am Dienstagabend geriet die DENIC wegen einer großen DNSSEC-Störung in die Schlagzeilen – verursacht durch fehlerhafte kryptografische Signaturen. Dadurch stuften viele DNS-Resolver die Antworten als ungültig ein und verweigerten den Zugriff auf zahlreiche .de-Webseiten. Ursache war offenbar ein fehlgeschlagener geplanter Schlüsselwechsel („Key Rollover“) im DNSSEC-System.
Hintergrund: Die DENIC verwaltet die Top-Level-Domain „.de“ – also praktisch das zentrale Verzeichnis aller deutschen Internetadressen. Technisch betreibt DENIC die DNS-Infrastruktur, die Domainnamen wie computerbase.de in IP-Adressen übersetzt. Zusätzlich sichert die Organisation viele Domains mit DNSSEC ab, einer kryptografischen Erweiterung des Domain Name Systems. DNSSEC sorgt dafür, dass DNS-Antworten nicht manipuliert werden und schützt so etwa vor gefälschten Webseiten oder Umleitungen durch Angreifer.
Alte und neue Grafikkarten im Podcast
Ganz im Fokus alter und neuer Grafikkarten stand diese Woche der CB-Funk-Podcast #168. Denn: Die Nvidia GeForce RTX 10 feiert ihr 10-jähriges Jubiläum. Wieso diese Grafikkarten der letzten waschechten GTX-Serie vielen Spielern so gut in Erinnerung geblieben sind und wo die größten Unterschiede zu heutigen Gaming-GPUs zu finden sind, haben Jan und Fabian diese Woche im Podcast Ausgabe 168 besprochen.
Ganz aktuell ist hingegen der neue GPU-Testparcours, der neue Treiber, neue Spiele und aktuelles Upsampling in ein neues Ranking gießt. Dafür wurden sowohl GeForce RTX 5000 als auch RTX 4000, Radeon RX 9000, RX 7000 und Intel Arc neu getestet.
Forza Horizon 6 erscheint am 15. Mai
Die bevorstehende Woche prägen unter anderem zwei Events: Die Android Show im Vorfeld der Google I/O, in der Updates rund um Android 17 und Apps zu erwarten sind, sowie der Release von Forza Horizon 6, der für Käufer der Premium-Edition auf den 15. Mai gelegt wurde. ComputerBase-Leser können Benchmarks der PC-Version für den Verlauf dieser Woche erwarten.
Mit diesem Lesestoff im Gepäck wünscht die Redaktion einen erholsamen Sonntag!
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Shovelware & Asset Flips: Sony geht gegen Müllspiele im PlayStation Store vor

Sony hat strengere Richtlinien für den PlayStation Store eingeführt, die die Flut von Billig-Spielen mit Müllqualität eindämmen sollen. Ihre Umsetzung zeigt, dass es dem Unternehmen ernst ist: Shovelware und Asset Flips sollen von der Plattform verschwinden.
Ein Beleg für die strikte Umsetzung von Regeln ist ein Statement von Afil Games, einem brasilianischen Entwickler, der aktuell gut 128 Spiele im PlayStation-Store veröffentlicht hat. Die Titel wie Cute Bonfire, Collie Call oder Chico’s Delivery suggerieren zwar unterschiedliche Konzepte und Mechaniken, sehen bei näherer Betrachtung aber sehr ähnlich aus. Ihr Unterhaltungswert dürfte naturgemäß begrenzt sein, dafür lassen sich Trophäen leicht verdienen. Darin liegt ihr primärer Reiz.
Auf X bestätigte Afil Games, dass Sony aufgrund strengerer Richtlinien „und ihrer Unvereinbarkeit mit unserem Geschäftsmodell“ die Partnerschaft mit dem Studio beendet habe. Es sei dem Studio nicht möglich, weitere Spiele zu veröffentlichen, bereits veröffentlichte würden in näherer Zukunft entfernt. Künftige Titel werden ausschließlich im Microsoft- und Xbox-Store sowie auf der Nintendo Switch erscheinen.
Müll-Spiele sind ein Problem
Bereits zu Jahresbeginn hatte Sony die ersten Spiele, insgesamt mehrere Tausend, aus dem PlayStation-Store entfernt. Schrottspiele sind für Plattformbetreiber ein erhebliches Problem. Sie verdienen zwar mit an ihrem Verkauf, gleichzeitig sägen sie am Image der Plattform. Und das ist wichtig: Kunden werden hochwertige Spiele versprochen, Entwicklern eine gewisse Sichtbarkeit. Die ist im Zeitalter des Self-Publishing ohnehin schon eingeschränkt, sodass selbst gute Spiele in der Flut von Neuerscheinungen leicht untergehen können.
Schrottspiele verschärfen diese Problematik zusätzlich und sind deshalb etwas, das bestenfalls geduldet wird. Wohlgemerkt geht es dabei nicht einfach um „normale“ schlechte Spiele, die wie Minds Eye unter ihrer Umsetzung oder wie das King-Kong-Spiel von 2023 unter schlechten Produktionsbedingungen leiden. Gemeint sind Spiele, die mit minimalem Aufwand, teils oder weitgehend mit vorgefertigten Bausteinen aus Engine-Marktplätzen, und seichtem Gameplay erstellt werden. Sony ist damit nicht allein. Valve hatte schon vor Jahren eine Regel gegen „Trolling“ eingeführt, die seither als Gummiparagraph gegen Spiele genutzt wird, die gar nicht den Anspruch haben, gut zu sein, um so zumindest die gröbsten Auswüchse des Phänomens in den Griff zu bekommen.
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Age of Empires Mobile: PC Edition: Pay 2 Win und Clash of Clans in neuen Schläuchen

Rückkehr zu Kernmarken, die Rückbesinnung auf eine Position als klassische Konsolenmarke mit Exklusivspielen, aber auch: Ein Mobile-Spiel für den PC mit Age-of-Empires-Skin. Das ist Xbox und das wirkt ein wenig weltfremd. Einen Gefallen hat sich Microsoft mit der Age of Empires Mobile: PC Edition sicher nicht getan.
„Aus der Reihe Age of Empires“ sei Mobile, wirbt die Produktseite auf Steam. Dahinter steckt aber am Ende eine Art Clash of Clans, schreiben Rezensionen sowohl auf Steam als auch in den Stores von Apple und Google. Statt echter Echtzeitstrategie winkt ein City-Builder mit Grind, dem Spieler attestieren, dass er dem Genre nichts Neues liefere. Pay-2-Win-Mechaniken und ein teurer Ingame-Store kämen dazu, notieren die Rezensionen. Genre- und klassentypisch kommt man dabei am Anfang gut ohne Käufe klar, heißt es. Danach werden sie zunehmend attraktiver gemacht. Das ist bewusst so, denn sobald ein Spieler Zeit investiert hat, wird es für ihn schwieriger, sie abzuschreiben.
Am besten kommt das Spiel noch bei Google weg. Im Android Store hat es 3,9 von 5 Sternen, bei Apple hingegen nur noch 2,9. Auf Steam werden daraus überwiegend negative Rezensionen, wenn auch nur etwa 100 Stück, denen genau dieses Monetarisierungsprinzip sowie der fehlende tiefere Bezug zur Marke sauer aufstoßen. Ein „Cash grab“ sei das Spiel, lautet der Vorwurf. Etwas anderes als ein stark monetarisiertes Mobile-Spiel lässt sich aber eigentlich auch kaum erwarten, denn Microsoft agiert hier nur als Publisher. Die Entwickler übernimmt die TiMi Studio Group (Call of Duty: Mobile), ein Tochterunternehmen des chinesischen Spiele-Giganten Tencent.
Wo ist die klare Linie?
Ist die Strategie damit vage? Sie bleibt es. Natürlich unterstreicht Microsoft mit dem Mobile-Port, dass das große Ziel die Steigerung der Rentabilität ist. Geld also, aber das hatte Asha Sharma auch genauso kommuniziert. Der Weg dorthin wird durch die Portierung aber eher konfuser.
Sich auf große Marken und die Kernzielgruppe zu konzentrieren, das erscheint teilweise wie reine Kosmetik, wenn gleichzeitig Spiele veröffentlicht werden, die bei dieser Zielgruppe nicht gut ankommen. Ambivalenz zieht sich durch: Sie findet sich einerseits auch in der Ankündigung, zur Nummer 1 im Unterhaltungsbereich werden zu wollen und andererseits der Schließung von Studios, die spannende, innovative Spiele entwickelt haben, die genau dazu einen großen Beitrag hätten leisten können.
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Xbox Series X|S: Konsolen werden erneut weltweit teurer, 2-TB-Modell entfällt
Microsoft wird die Preise aller aktuell verfügbarer Xbox-Konsolen erneut anheben. Am 1. August sollen Xbox Series X und Series S abhängig von der Speicherkonfiguration um bis zu 150 US-Dollar teurer werden. Die neuen Preise sollen weltweit gelten, wobei der „Wechselkurs“ der Anpassung noch offen ist.
Xbox-Konsolen werden 100 bis 150 US-Dollar teurer
Global hatte Microsoft die Preise der Xbox-Konsolen zuletzt im Mai 2025 angehoben, es folgte im September eine zweite Preiserhöhung in den Vereinigten Staaten. Die dritte Anpassung nach oben soll im August 2026 und wieder weltweit erfolgen, wie der Hersteller heute bekanntgegeben hat. Konkret werde die unverbindliche Preisempfehlung für alle Xbox-Modelle mit 512 GB SSD-Speicherplatz am 1. August 2026 um 100 US-Dollar steigen, wohingegen die Varianten mit 1 TB Speicher um 150 US-Dollar teurer werden sollen. Die mit 2 TB SSD-Speicher bestückte Galaxy Black Special Edition der Xbox Series X wird zum Stichtag eingestellt.
In der Konsequenz steigt der Preis einer Xbox Series S mit 512 GB Speicherplatz auf rund 500 US-Dollar, womit die Einsteiger-Xbox beim einstigen Startpreis der Series X mit Laufwerk im Herbst 2020 ankommt. Jene verteuert sich wiederum auf rund 800 US-Dollar und damit den Preis, den Microsoft bis dato für die Sonderedition mit doppeltem Speicherplatz veranschlagt hat.
Der Hersteller weist angesichts der höheren Preise daraufhin, dass die Xbox Series S nichtsdestoweniger auch weiterhin die günstigste Möglichkeit darstelle, Neuerscheinungen wie Assassin’s Creed Black Flag Resynced oder im November GTA 6 zu spielen. Außerdem plane der Hersteller – zumindest in den USA – neue Finanzierungsoptionen mit 0 Prozent Zinsen und einen Ausbau des Refurbished-Programms.
Neue Euro-Preise nennt Microsoft noch nicht
Die Anpassung zum 1. August soll weltweit gelten, auch in Europa werden Xbox-Konsolen noch einmal teurer. Die künftigen Euro-Preise nennt Microsoft aber zur Ankündigung der Preiserhöhung noch nicht. Aktuell kostet eine Xbox Series S in Deutschland gemäß UVP mindestens rund 350 Euro, wohingegen Microsoft die Series X mit Laufwerk mit rund 600 Euro kalkuliert.
Dementsprechend bleibt offen, ob sich der Hersteller streng am Wechselkurs orientieren wird – 100 US-Dollar entsprechen aktuell knapp 88 Euro – oder aber pauschal 100 Euro respektive 150 Euro aufschlagen wird. Möglich ist außerdem, dass Microsoft die im Oktober 2025 hierzulande ausgebliebene Preiserhöhung in einem Zug nachholen wird. Dann könnte die Anpassung sogar deutlicher ausfallen als in den USA.
Konkurrent Sony hat die Preise der PlayStation 5 zuletzt im April 2026 nach oben hin angepasst. Eine PlayStation 5 ohne Laufwerk kostet aktuell gemäß UVP rund 600 Euro, wohingegen die PlayStation 5 Pro – ebenfalls ohne Laufwerk – bei 900 Euro UVP liegt.
Die Gründe liegen auf der Hand
Die Ursache der Preisanpassungen sind wenig überraschend die anhaltende Speicherkrise, bedingt durch das massive weltweite KI-Wettrüsten. Microsoft habe bis zuletzt gehofft, die Preise nicht weiter anziehen zu müssen, schreibt das Unternehmen, und in den vergangenen Monaten mit Zulieferern nach Lösungen gesucht. Allerdings seien die Kosten für Arbeitsspeicher und SSD-Speicher um mehr als den Faktor 2,5 angestiegen. Bis zum Herbst 2027 geht der Hersteller außerdem von einer weiteren Verdopplung der Speicherpreise aus.
We hoped another price increase would not be necessary, and we have spent the last several months working with suppliers on options. Unfortunately, console storage and memory prices have increased by more than 2.5x and we expect another doubling by the fall of 2027.
The entire consumer electronics industry is struggling with the current components crisis, but the effects are particularly hard on consoles. Unlike phones, computers, speakers, and other consumer devices, consoles are typically not sold at a profit, but instead for less than they cost to make.
Microsoft
Microsoft betont zudem, dass Spielkonsolen gegenüber anderen Rubriken der Unterhaltungselektronik besonders von den gegenwärtigen Speicherkosten betroffen seien, weil die Hardware ohnehin bereits defizitär vertrieben werde: Im Konsolengeschäft verrechnen Hersteller die Verluste mit Konsolenverkäufen in der Regel mit den Einnahmen durch Videospiele; die Hardware wird über die Software subventioniert.
Diese Rechnung geht für Microsoft jetzt augenscheinlich nicht mehr auf, zumindest nicht mehr mit der bisherigen Preisstruktur. Doch generell will der Hersteller im Bereich Gaming sparen. Aktuell haben offenkundig andere Geschäftsbereich Priorität. Dass sich der Xbox-Konzern bei den Konsolen-Preisanpassungen ein Stück weit als Opfer der Speicherkrise und damit höherer Gewalt inszeniert, für diese Entwicklung aber maßgeblich mit verantwortlich ist, entbehrt nicht einer gewissen Ironie.
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