Künstliche Intelligenz
Xeon 600: Neue Workstation-Prozessoren mit aktueller Intel-Technik
Intel steht durch AMDs Epyc- und Threadripper-Prozessoren unter Druck, will den Workstation-Markt aber nicht komplett der Konkurrenz überlassen. Der Hersteller knappst daher einige Chips aus der eigentlich ausgebuchten Serverproduktion ab und widmet sie für schnellere Workstations um, als mit den Vorgängermodellen auf Basis der Sapphire-Rapids-Architektur möglich waren.
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Die neue Xeon-600-Reihe fußt zwar auf der aktuellen Server- und Chiplet-Technik, ist aber für Systeme mit nur einer Fassung und damit vorrangig für Workstations gedacht. Die Prozessoren verwenden die Fassung LGA4710-2 und bringen zusammen mit dem W890-Chipsatz bis zu 4 TByte DDR5-6400-Speicher, 128 PCIe-5.0-Lanes, Wi-Fi 7 sowie CXL-2.0-Support mit. Wie bei Workstations üblich, setzen auch die Xeon 600 teure DDR5-Speichermodule vom Typ Registered-DIMM mit ECC ein.
Im Vergleich zu den Server-CPUs, die laut Intel in Workstation-Boards nicht starten und andersherum, fehlen ihnen vorrangig die Mehrsockelfähigkeit und die spezialisierten Beschleuniger-Schaltkreise Data Streaming Accelerator (DSA), In-Memory Analytics Aceelerator (IAA), QuickAssist (QAT) und Dynamic Load Balancer (DLB).
Sehr wohl vorhanden sind hingegen die Advanced Matrix Extensions (AMX), die sich besonders für KI-Anwendungen mit geringen Genauigkeitsanforderungen eignen. Sie haben auch die Verbesserungen der Architekturgeneration Redwood Cove aus dem Server erhalten und beherrschen jetzt nicht nur bfloat16, sondern auch das „echte“ 16-Bit-Gleitkommadatenformat FP16. Intel nutzt das in seinem Open Image Denoiser ab Version 2.4 und erzielt einen gigantischen Performance-Vorsprung von beinahe Faktor 4 gegenüber der älteren Version 2.3.1 – wie viel davon allerdings nur auf die AMX-FP16-Option zurückgeht, ist fraglich. Denn unser Test-Server spuckte per lscpu | grep amx nur die drei bekannten AMX-Flags amx_bf16, amx_tile und amx_int8 aus. Eine klärende Antwort Intels auf unsere Rückfrage hin steht noch aus.
Immerhin sollen die neuen Xeon 600 nicht nur 9 Prozent schneller im Singlethreading sein, sondern im Vergleich der Spitzenmodelle 698X gegen w9-3595X 61 Prozent mehr Multithreading-Performance haben. Das will Intel im Rendering-Benchmark Cinebench 2026 gemessen haben. Bei Blender sollen es gar 74 Prozent Mehrleistung sein und beim KI-gestützten Upscaling in Topaz Labs Video immerhin 29 Prozent.
Auch dank neuerer Fertigungstechnik Intel 3 für das oder die Compute Dies bleibt die Thermal Design Power (TDP), also die spezifizierte elektrische Leistungsaufnahme, im selben Rahmen. Sie sinkt für das Topmodell sogar wieder leicht von 385 Watt beim Xeon w9-3595X auf 350 Watt für den Xeon 698X – die erreichte schon der w9-3495X.
Elf Neulinge
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Die Spanne der Neulinge reicht vom Xeon 634 für 499 US-Dollar Großhandelspreis, also zuzügliche Steuern, bis zum 86-Kerner Xeon 698X für 7699 US-Dollar. Ersterer hat nur vier Speicherkanäle, 80 PCIe-5.0-Lanes und lässt sich nicht übertakten. Das Topmodell hingegen ist für Overclocker freigeschaltet, die damit vermutlich wieder auf Rekordjagd bei typischen Benchmarks gehen werden. Dazu darf der Xeon 698X zusammen mit vier weiteren X-Modellen auch das besonders schnelle Multiplexed-Rank-DIMM (auch MCR-DIMMs genannt) mit DDR5-8800-Geschwindigkeit ansprechen. Nur der kleinste Xeon 600X, der 24-kernige 658X, muss auf MRDIMM-Support verzichten. Apropos: MRDIMMs sind derzeit für Endkunden hauptsächlich im Rahmen von Komplettsystemen erhältlich, der Preisvergleich führt derzeit kein einziges Kit.
Außer Takterhöhungen sind auch selektive Taktsenkungen für die besonders energieintensiven AVX-512- sowie Matrizen-Multiplikations-Befehlsketten (TMUL) möglich, die das generelle Taktpotenzial erhöhen können und nur bei entsprechenden Befehlen die Frequenz absenken, damit Hitze und Energiebedarf nicht den Rahmen sprengen.
Die elf neuen CPUs sollen ab dem Ende des ersten Quartals in den Handel kommen und vorwiegend in Komplettsystemen von Systemintegratoren und großen Anbietern wie Lenovo, Dell und HP zum Einsatz kommen. Als Partner für die passenden W890-Boards nennt Intel Asus, Supermicro und Gigabyte. Die Boardpreise dürften sich nicht unter denen der Vorgänger bewegen und in der Regel eher den oberen dreistelligen Bereich besetzen.
| Intel Xeon 600: Neue Workstation-Prozessoren mit P-Cores „Redwood Cove“ | |||||||||
| Xeon | Kerne | Basis-Takt (Turbo all-core/single-core) | Level 3-Cache | TDP | Speicher | MR-DIMM | PCIe 5.0 Lanes | Boxed | Preis (US-Dollar) |
| 698X | 86 | 2,0 (3,0/4,8) GHz | 336 MByte | 350 W | 8 × DDR5-6400 | 8 × DDR5-8800 | 128 | – | 7699 $ |
| 696X | 64 | 2,4 (3,5/4,8) GHz | 336 MByte | 350 W | 8 × DDR5-6400 | 8 × DDR5-8800 | 128 | Ja | 5599 $ |
| 678X | 48 | 2,4 (3,8/4,9) GHz | 192 MByte | 300 W | 8 × DDR5-6400 | 8 × DDR5-8800 | 128 | Ja | 3749 $ |
| 676X | 32 | 2,8 (4,3/4,9) GHz | 144 MByte | 275 W | 8 × DDR5-6400 | 8 × DDR5-8800 | 128 | Ja | 2499 $ |
| 674X | 28 | 3,0 (4,3/4,9) GHz | 144 MByte | 270 W | 8 × DDR5-6400 | 8 × DDR5-8800 | 128 | – | 2199 $ |
| 658X | 24 | 3,0 (4,3/4,9) GHz | 144 MByte | 250 W | 8 × DDR5-6400 | – | 128 | Ja | 1699 $ |
| 656 | 20 | 2,9 (4,5/4,8) GHz | 72 MByte | 210 W | 8 × DDR5-6400 | – | 128 | – | 1399 $ |
| 654 | 18 | 3,1 (4,5/4,8) GHz | 72 MByte | 200 W | 8 × DDR5-6400 | – | 128 | Ja | 1199 $ |
| 638 | 16 | 3,2 (4,5/4,8) GHz | 72 MByte | 180 W | 4 × DDR5-6400 | – | 80 | – | 899 $ |
| 636 | 12 | 3,5 (4,5/4,7) GHz | 48 MByte | 170 W | 4 × DDR5-6400 | – | 80 | – | 639 $ |
| 634 | 12 | 2,7 (3,9/4,6) GHz | 48 MByte | 150 W | 4 × DDR5-6400 | – | 80 | – | 499 $ |
| -: nicht unterstützt; alle Kerne mit SMT, alle X-Modelle unlocked für Übertakter, alle Xeon 600 unterstützen vPro, max. Speicherausbau 4 TByte | |||||||||
(csp)
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Geld anlegen: So wählen Sie unter 31 Varianten den passenden MSCI-World-ETF
Der MSCI World ist eines der populärsten Beispiele dafür, dass sich Geduld an der Börse lohnt. Denn im Schnitt der vergangenen Jahrzehnte erzielte der Index durchschnittlich mehr als acht Prozent Rendite – pro Jahr. Kein Wunder, dass die entsprechenden ETFs vor allem bei Börsenneulingen häufig Bestandteil des Depots sind. Wer unter den rund 30 verfügbaren Produkten den passenden finden will, muss sich allerdings Begriffen wie Swap und Tracking Difference auseinandersetzen. Wir erklären, was sich dahinter verbirgt und zeigen anhand zahlreicher Tabellen und Diagramme, was die zahlreichen Unterschiede am Ende für Ihr Depot bedeuten können.
Ein Grund für das große Angebot dürfte am Ende das Interesse der Anleger sein. Seit unserem ersten Vergleich der unterschiedlichen MSCI-World-ETFs im September 2023 sind elf neue Produkte hinzugekommen. Gleichzeitig wuchs das Fondsvermögen im selben Zeitraum bei vielen bestehenden ETFs – beim größten von etwa 51 auf 110 Milliarden Euro.
- Schon der Name verrät wichtige Details in Bezug auf die Wahl des passenden ETFs, etwa den Umgang mit Dividenden.
- Für jeden der 31 ETFs fallen jährliche Kosten an, deren Höhe aber nicht das einzige Kriterium sein sollte.
- Obwohl die ETFs denselben Index abbilden, fallen die Renditen leicht unterschiedlich aus. Das macht sich spätestens bei sechsstelligen Anlagebeträgen bemerkbar.
Aber auch der Gestaltungsspielraum der ETF-Herausgeber ist ein Grund für die hohe Anzahl. Wie dieser konkret aussieht, beschreiben wir im Folgenden. Ebenso erklären wir, was die einzelnen Differenzierungsmerkmale für Sie bedeuten und wie Sie den passenden ETF finden.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Geld anlegen: So wählen Sie unter 31 Varianten den passenden MSCI-World-ETF“.
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Freitag: Anzeige wegen Online-Traumatisierung, Google-Plan für App-Sideloading
Die Schauspielerin Collien Fernandes erhebt schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen. Er soll sie in sozialen Netzen traumatisierend hintergangen haben, indem er unter ihrem Namen Online-Profile angelegt und diese zu Sexkontakten genutzt haben soll. Dafür hat er wohl Bilder von Frauen genutzt, die Fernandes ähnlich sahen. Derweil soll der neue Prozess für die App-Installation auf Android-Geräten ohne den Google Play Store vor allem Scam-Versuche erschweren. Die Hürden werden höher, für Power-User gibt es Ausnahmen. Denn laut Google richtet sich das erschwerte Sideloading an unerfahrene Nutzer. Dies wird unter anderem zunächst in Brasilien gelten. Dort führt ein gerade in Kraft getretenes neues Digitalgesetz Altersverifikationen ein und verbietet Endlosvideos, um Jugendliche vor Social-Media-Sucht zu schützen. Dazu gehören automatisch startende Videos und zielgerichtete Werbung. Bei Verstößen drohen den Betreibern Strafen in Millionenhöhe – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
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Schauspielerin Collien Fernandes, die sich in den vergangenen Jahren öffentlich gegen Deepfakes engagiert hat, hat Anzeige gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erstattet. Er soll in sozialen Netzwerken unter ihrem Namen Profile angelegt und diese für erotische Konversationen missbraucht haben. Fernandes reichte die Anzeige Ende vergangenen Jahres beim Bezirksgericht Palma de Mallorca ein, wohin das Paar vor drei Jahren ausgewandert war. Bereits Jahre zuvor hatte sie erfahren, dass unter ihrem Namen Profile auf LinkedIn angelegt worden waren, über die Unbekannte sich mit fremden Männern zum Telefonsex verabredeten. Zudem seien pornografische Bilder und Videos von Frauen verschickt worden, die ihr täuschend ähnlich sahen: Schauspielerin Collien Fernandes zeigt Ex-Mann wegen „virtueller Vergewaltigung“ an.
Google hat den nächsten Schritt bei der Änderung von Sideloading auf Android-Geräten gemacht und den kommenden Prozess für die Installation von Apps unverifizierter Entwickler außerhalb des Play Stores dargelegt. Neben der gewohnten Aktivierung der Android-Entwickleroptionen wird künftig ein Neustart mit neuer Anmeldung sowie eine 24-stündige Wartezeit gefordert. Das ist vor allem gegen Scam-Versuche per Telefon gerichtet, bei denen Betrüger die Opfer unter Druck zur Installation von Malware verleiten wollen. Dass dieses Sideloading unverifizierter Android-Apps aufwendiger wird, hatte sich bereits Anfang dieses Jahres abgezeichnet. Jetzt hat Google den neuen Prozess im eigenen Blog für Android-Entwickler erstmals dargestellt: Googles neuer Ablauf für Android-Sideloading erfordert Neustart und Wartezeit.

Neuer Prozess für das Sideloading von Android-Apps ungeprüfter Entwickler
(Bild: Google)
Das erschwerte Sideloading wird zunächst unter anderem in Brasilien eingeführt, wo am Dienstag ein Gesetz zum Schutz von Minderjährigen im digitalen Raum in Kraft getreten ist. Es führt strengere Regeln für Kinder und Jugendliche ein, insbesondere in sozialen Netzwerken sowie in digitalen Gaming- und Wettanwendungen. Das „Digitale Statut für Kinder und Jugendliche“ ist das erste seiner Art in Lateinamerika und schreibt Tech-Unternehmen vor, Elemente zu entfernen, die dazu beitragen, dass brasilianische Minderjährige soziale Medien zwanghaft nutzen oder eine Abhängigkeit entwickeln. Zudem werden Betreiber verpflichtet, zuverlässige Mechanismen zur Altersverifikation einzuführen, um Minderjährige vor dem Zugriff auf ungeeignete Umgebungen und Inhalte zu schützen: Brasilien verschärft den Schutz von Minderjährigen im Internet.
Der ChatGPT-Hersteller OpenAI übernimmt Astral, ein Start-up, das etablierte Open-Source-Programme für Python entwickelt, und integriert dessen Software in die Plattform Codex. OpenAI baut damit sein Engagement in dem schnell wachsenden Markt für Coding- und Entwicklerdienstleistungen weiter aus. Ziel ist, Codex über das Programmieren hinaus zu einem umfassenderen Angebot an Entwicklerdienstleistungen auszubauen. Codex soll über reine Codegenerierung hinaus zu einem System werden, das den gesamten Entwicklungsprozess unterstützt – von der Planung von Änderungen über die Modifizierung von Codebasen und die Ausführung von Tools bis hin zur Ergebnisprüfung und der langfristigen Softwarewartung. Dazu werden Astral-Tools in Codex integriert: OpenAI übernimmt das Start-up Astral.
In der neuen Episode des c’t-Datenschutz-Podcasts dreht sich alles um smarte Brillen und die Frage, ob man sie bedenkenlos tragen darf. Die Ray-Ban Meta etwa sieht aus wie eine gewöhnliche Ray-Ban Wayfarer, hat aber eine Kamera, Mikrofone, Lautsprecher und einen Akku in den etwas breiteren Bügeln versteckt. Per Sprachbefehl oder Knopfdruck macht sie Fotos und Videos, übersetzt Sprachen in Echtzeit, liest Nachrichten vor und erkennt Objekte. Von außen erkennt man die smarte Brille kaum – und genau das macht sie aus Datenschutzsicht so problematisch. Obwohl aus einem praktischen Assistenten wie der Ray-Ban-Brille eine mobile Überwachungskamera werden kann, sprechen sich alle gegen ein generelles Verbot aus. Denn auch Smartphones werden trotz der Möglichkeit geheimer Aufnahmen nicht verboten, heißt es in der Auslegungssache 155: Der Spion auf der Nase.
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Auch noch wichtig:
(fds)
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Googles neuer Ablauf für Android-Sideloading erfordert Neustart und Wartezeit
Google hat den nächsten Schritt bei der Änderung von Sideloading auf Android-Geräten gemacht und den kommenden Prozess für die Installation von Apps unverifizierter Entwickler außerhalb des Play Stores dargelegt. Neben der gewohnten Aktivierung der Android-Entwickleroptionen wird künftig ein Neustart sowie eine 24-stündige Wartezeit gefordert. Das ist vor allem gegen Scam-Versuche per Telefon gerichtet, bei denen Betrüger die Opfer unter Druck zur Installation von Malware zwingen wollen.
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Bereits im August 2025 hatte Google angekündigt, anonyme Android-Apps zu verbieten. Ab Herbst 2026 dürfen demnach nur noch Anwendungen auf zertifizierten Android-Geräten installiert werden, deren Herausgeber sich zuvor bei Google registriert und die jeweilige Anwendung signiert hat. Nach Bedenken alternativer App-Stores wie F-Droid hatte Google umgehend klargestellt, dass Sideloading auf Android erhalten bleibt. Kurz darauf weichte Google die strikte Registrierungspflicht für App-Entwickler etwas auf und lenkte beim Sideloading von Apps ein wenig ein. Erfahrene Nutzer sollen künftig unverifizierte Apps sideloaden können.
Aufwendigere Sideloading-Erlaubnis
Dass dieses Sideloading unverifizierter Android-Apps aufwendiger wird, hatte sich bereits Anfang dieses Jahres abgezeichnet. Jetzt hat Google den neuen Prozess im eigenen Blog für Android-Entwickler erstmals dargestellt. Für das App-Sideloading von Google-geprüften Entwicklern ändert sich nichts, lediglich bei der Installation von Apps unverifizierter Entwickler. Für Power-User ist dies auch nur einmal notwendig, der neue Ablauf soll das Sideloading insbesondere auf Android-Geräten unerfahrener Anwender erschweren.

Neuer Prozess für das Sideloading von Android-Apps ungeprüfter Entwickler
(Bild: Google)
Nach der gewohnten Aktivierung der Entwickleroptionen in den Systemeinstellungen (siebenmal auf die Build-Nummer tippen) verlangt das System eine Bestätigung, dass keine anderen Personen den Nutzer dazu geführt haben. Daraufhin muss das Gerät neu gestartet werden, sodass sich der Anwender neu anmelden muss. Nach einer einmaligen Wartezeit von 24 Stunden muss erneut per Authentifizierung bestätigt werden, dass diese Einstellung gewünscht ist. Daraufhin kann Sideloading für eine begrenzte Zeit von sieben Tagen oder unbegrenzt aktiviert werden, wobei dies mit weiteren Warnhinweisen begleitet ist.
Gegen Betrugsversuche und Malware
Gerade der Neustart und die Wartezeit sollen Scam-Versuchen entgegenwirken. Denn Betrüger würden potenzielle Opfer etwa per Telefon unter Vorspieglung falscher Tatsachen unter Druck setzen. So wird vor einem kompromittierten Bankkonto gewarnt oder dass ein Familienmitglied verhaftet worden sei. Die Nutzer sollen eine App installieren, um die angeblichen Probleme lösen zu können, die aber nur per Sideloading einsetzbar ist. Dabei handelt es sich oft um Malware, die sensible Informationen wie Zugangsdaten zu Bankkonten abgreift. Die obligatorische Wartezeit von 24 Stunden gibt den Betroffenen Gelegenheit, den angeblichen Problemen selbst auf den Grund zu gehen.
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Google hatte den künftig aufwendigeren Prozess erst letzte Woche angedeutet, als der Android-Chef die Warnungen zu Sideloading und Registrierung als unzureichend bezeichnete. Künftig soll der Schutz von unerfahrenen Nutzern aufwendiger werden. Denn Regierungen weltweit würden Google zunehmend dazu drängen, das Problem bösartiger Apps anzugehen, die sich vornehmlich gegen weniger erfahrene Nutzer richten. Das betrifft vor allem Länder Südostasiens und Lateinamerikas, in denen das Smartphone für viele Anwender der einzige Computer ist, sodass dort alle wichtigen Daten gespeichert sind.
Wohl auch deshalb beginnt Google im September 2026 mit der Einführung der Registrierungspflicht von App-Entwicklern sowie der strikteren Freischaltung von Sideloading in ersten Ländern wie Brasilien, Indonesien, Singapur und Thailand. In Europa wird dies erst 2027 umgesetzt.
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(fds)
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