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Künstliche Intelligenz

XFELO: Neues Lasersystem am European XFEL erzeugt superscharfes Röntgenlicht


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Der European XFEL in Hamburg zählt zu den weltweit leistungsfähigsten Röntgenlasern. Ein neues System namens XFELO ermöglicht, Röntgenblitze mit Photonen sehr exakt definierter Energie zu erzeugen. Damit sollen in Zukunft noch präzisere Experimente möglich sein, teilt die Forschungseinrichtung mit.

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XFELO steht für: X-Ray Free Electron Laser Oscillator. Dieser erzeugt Röntgenlicht mit einheitlichen Wellenlänge, vergleichbar einem Laser. Solch kohärente Strahlung war im harten Röntgenspektrum in dieser Qualität bisher nicht möglich. Die Gruppe, bestehend aus Forschern des European XFEL (X-Ray Free-Electron Laser, Röntgen-Freie-Elektronen-Laser), dem Deutschen Elektronen Synchrotron (Desy) und der Universität Hamburg, stellt den XFELO in der Fachzeitschrift Nature vor.

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Animation XFELO

Der XFEL erzeugt aus einem Elektronenstrahl Röntgenblitze im Femtosekundenbereich: Pakete aus rund 100 Milliarden Elektronen werden von einem Linearbeschleuniger auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und komprimiert. In Undulatoren werden die Röntgenpulse erzeugt. Das sind 200 Meter lange Strukturen aus Permanentmagneten, die abwechselnd polarisiert hintereinander angeordnet sind.

Die Magnete zwingen die Elektronenpakete in eine Schlangenlinie. Bei jeder Richtungsänderung geben die Elektronen Röntgenblitze mit Lasereigenschaften, ab bis zu 27.000 pro Sekunde.

Die so erzeugten Röntgenblitze sind bereits von hoher Qualität. Dennoch haben sie eine gewisse Energieunschärfe. Das ändert das XFELO-System: Es helfe, „die Energieunschärfe extrem zu reduzieren und damit Röntgenlicht mit Photonen sehr exakt definierter Energie zu erzeugen“, erläutern die Forscher.


Schematische Illustration des XFELO-Systems

Schematische Illustration des XFELO-Systems

Funktionsweise des XFELO: Ein harter Röntgenpuls (rot) wird von einem Set von Diamantspiegeln reflektiert und oszilliert durch Anordnungen von Magneten, sogenannte Undulatoren. Bei jeder Umrundung trifft der Puls auf ein neues Elektronenbündel (blau), das die Undulatoren auf einem Slalomkurs durchläuft und dabei Röntgenlicht aussendet.

(Bild: European XFEL)

Im XFELO wird das Röntgenlicht durch einen rund 66 Meter langen Resonator geschickt. Er besteht aus zwei Spiegeln aus hochreinen Diamantkristallen sowie einer Reihe von Undulatoren dazwischen. Wie bisher zwingen die Undulatoren die Elektronenpakete auf einen Slalomkurs, auf dem diese Röntgenblitze abgeben. Der wird von einem der Diamantspiegel reflektiert und trifft dann auf das nächste Elektronenpaket, mit dem er in Wechselwirkung tritt. Nach mehreren Umläufen entsteht ein Röntgenblitz mit einer einheitlichen Wellenlänge.

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„Mit jeder Umrundung wird das Rauschen im Röntgenpuls geringer und das konzentrierte Licht schärfer“, beschreibt Patrick Rauer vom Desy. „Es wird stabiler, und man beginnt, diese einzelne, klare Frequenz zu sehen – diesen Peak.“ Diese Spitze bezeichnet den einzelnen Puls des Röntgenlichts mit sehr scharfer Abgrenzung.

Das sehr scharfe Röntgenlicht werde noch präzisere Experimente in Physik, Materialwissenschaften, Chemie oder Biologie ermöglichen. „Forschende können damit künftig Strukturen und Prozesse untersuchen, die zuvor kaum messbar waren“, sagt XFEL-Chef Thomas Feurer.

Zu den großen Schwierigkeiten beim Bau des Systems gehörte die exakte Ausrichtung der Kristalle sowie die Synchronisation der Umläufe des Röntgenlichtpulses mit den Elektronenpaketen. Die Stabilität des 1,7 Kilometer langen Beschleunigers in Bezug auf Energie, Zeit – im Bereich von Femtosekunden – und Position – bis auf Mikrometer genau – über mehrere Tage hinweg sei für den Erfolg entscheidend gewesen, sagt Rauer. „Es hat Jahre gedauert, den Beschleuniger in diesen Zustand zu bringen, der unter den Beschleunigern mit hoher Wiederholungsrate einzigartig ist.“

Die Idee, einen Resonator am European XFEL einzusetzen, stammt von Jörg Rossbach, einem Physiker der Universität Hamburg. Sie umzusetzen, hat sich jedoch als schwierig erwiesen. Die Grundlage dafür hat Rauer in seiner Doktorarbeit gelegt. Zusammen mit dem Beschleunigerteam des Desy und dem Instrumentierungsteam am European XFEL gelang es, die Resonatorkonfiguration zu entwerfen.

„Unser Erfolg zeigt, dass die Nutzung eines Resonators zur Verstärkung eines Röntgenlasers praktisch umsetzbar ist“, sagt Harald Sinn, Leiter der Abteilung Instrumentierung am European XFEL. „Im Vergleich zu bisherigen Methoden liefert es Röntgenpulse mit einer sehr schmalen Bandbreite sowie deutlich höherer Stabilität und Kohärenz.“

Als Nächstes will das Team daran arbeiten, das Röntgenlicht weiter zu verstärken, die Stabilität über längere Betriebszeiten zu sichern sowie die Technik anderen Forschern bereitzustellen.


(wpl)



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Künstliche Intelligenz

Vielleicht kauft China doch Nvidias H200-Chips


Die Lieferung zweitklassiger KI-Chips an die Volksrepublik China ist nach wie vor in Schwebe. Zunächst galt ein Verbot des US-Präsidenten, vorgeblich wegen Gefährdung der Nationalen Sicherheit der USA. Nach der Aufweichung des Verkaufsverbots verbat sich die chinesische Regierung die Einfuhr zweitklassiger Chips wie Nvidias H200. Jetzt hat Peking den Konzernen Alibaba, Bytedance und Tencent die Einfuhr von insgesamt mehr als 400.000 H200-Chips gestattet. Doch sind damit Auflagen verbunden, die noch unklar sind.

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Dies berichtet Reuters unter Berufung auf mehrere Eingeweihte. Weitere chinesische Firmen haben demnach Einfuhrgenehmigungen beantragt. Die behördlichen Auflagen seien aber noch in Ausarbeitung. Eine weitere Quelle hat Reuters jedoch gesagt, dass die Auflagen Pekings zu restriktiv seien. Dies sei der Grund, weshalb die drei erfolgreichen Genehmigungswerber bislang gar keine Prozessoren für Künstliche Intelligenz bestellt hätten.

Klar ist, dass Peking die Einfuhr ausländischer KI-Chips zweiter Klasse eigentlich nicht genehm ist. Behördenvertreter haben Unternehmen angewiesen, sie nur unter speziellen Umständen zu nutzen, beispielsweise für Forschung an Universitäten. Sowohl potenzielle Verkäufer wie AMD und Nvidia, als auch deren prospektive Kunden warten mit Spannung auf die Bedingungen für die Einfuhrerlaubnis für kommerziellen Bedarf. Im Vorfeld wurde erörtert, chinesische Käufer dazu anzuhalten, für jeden importierten KI-Chip eine gewisse Menge in China produzierter Chips zu erwerben.

Das spiegelt eine Auflage der US-Verkaufsgenehmigungen wider. Nicht nur müssen 25 Prozent des Umsatzes als Strafsteuer bezahlt werden, es muss auch pro nach China exportiertem Chip mindestens ein solcher Chip an einen Abnehmer im Inland gehen. Außerdem sind nur bestimmte chinesische Käufer zulässig, was überprüft werden muss. Der Verkauf der besseren Nvidia-Chips der Blackwell-Serie (GB100, GB102, GB200) ist nach wie vor tabu.


(ds)



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Falscher Empfänger: Millionen-Bußgeld gegen Telegram scheitert vor Amtsgericht


Zwei Bußgeldbescheide gegen die Betreiber des Messengers Telegram wegen Verletzung des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes hat das Amtsgericht Bonn aufgehoben. Grund ist, dass sie gegen die falsche Firma gerichtet waren.

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Im Oktober 2022 hat das Bundesamt für Justiz (BfJ) zwei Bußgeldbescheide über insgesamt 5,125 Millionen Euro gegen Telegram FZ-LLC erlassen. Der Grund: Telegram hielt sich nach Auffassung der Aufsichtsbehörde nicht an die Vorschriften des damals geltenden, höchst umstrittenen Netzwerkdurchsetzungsgesetzes (NetzDG).

Unter anderem warf die Behörde, die sonst für Führungszeugnisse und das Sammelklagenverzeichnis zuständig ist, Telegram vor, trotz Verpflichtung keine Meldemöglichkeit für mutmaßlich rechtswidrige Inhalte anzubieten (Az. 653 OWi 24/23). Dazu kam, dass Telegram keinen gesetzlichen Vertreter in Deutschland benannt hatte (Az. 652 OWi 27/23).

Das Problem daran: Ohne gesetzlichen Vertreter, der amtliche Post für Telegram entgegennimmt, konnte die Behörde mit der Firma nicht direkt in Kontakt treten. Selbst per Diplomatenpost an den mutmaßlichen Unternehmenssitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten versuchte das BfJ zuzustellen.

Am Ende nutzte das BfJ, das im Bundesjustizministerium angesiedelt ist, die Möglichkeit der „öffentlichen Zustellung“ und kündigte im Bundesanzeiger die Verhängung der Bußgelder an. Daraufhin meldete sich eine von Telegram beauftragte Anwaltskanzlei, und die Staatsanwaltschaft legte die Bescheide des BfJ dem Amtsgericht Bonn zur Entscheidung vor.

Dieses hat die Bescheide jetzt aufgehoben. Gescheitert ist das Bußgeldverfahren an einer grundsätzlicheren Frage: Wer betreibt Telegram eigentlich? In App-Stores tritt die Telegram FZ-LLC als Anbieter auf. Entscheidend ist laut Gericht jedoch, wer die tatsächliche oder rechtliche Kontrolle („Funktionsherrschaft“) über den Dienst ausübt.

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Im Gerichtsverfahren habe sich gezeigt, dass eine andere Firma die richtige Adressatin gewesen wäre. Denn technische Infrastruktur, Nutzerverwaltung und Administration des Dienstes würden „nach den gewonnenen Erkenntnissen vielmehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit durch die Telegram Messenger Inc. erbracht“, heißt es in einer Mitteilung des Gerichts.

Die Aufsichtsbehörde für das inzwischen weitgehend entkernte und durch das Digitale-Dienste-Gesetz (DSA) der EU verdrängte NetzDG hätte dafür in die Datenschutzerklärung des Dienstes schauen müssen, so der Hinweis des Amtsrichters. Ob Telegram überhaupt vom NetzDG betroffen wäre, musste das Amtsgericht daher gar nicht mehr klären.

Dabei wäre das spannend geworden: Die Anwaltskanzlei hat unter anderem argumentiert, dass Telegram gar keine Social-Media-Plattform im Sinne des Gesetzes sei, sondern ein Messenger. Diese Argumentation verfolgt Telegram auch beim europäischen DSA.

Das dürfte die Kommission nicht überzeugen. Sie hat Mitbewerber Whatsapp erst am Montag als plattformartigen Dienst eingestuft, weil er wie Telegram eine Funktion hat, über die man an viele Nutzer Nachrichten senden kann. Immerhin hat die Kommission ein Problem nicht: Sie hat eine Adresse Telegrams.

Das Bundesamt für Justiz kann gegen die Entscheidung vor dem Landgericht Köln berufen, die Entscheidung ist also noch nicht rechtskräftig. Sie ist dem BfJ bis Mittwochnachmittag noch nicht zugestellt worden. Ob das Verfahren weitergeführt wird, entscheidet die Staatsanwaltschaft Bonn.


(vbr)



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Top 5: Das beste Gaming-Headset im Test – Razer vor Logitech & Steelseries


Ein gutes Gaming-Headset sollte die Spielsession bereichern, egal ob bei kompetitiven Shootern oder immersiven Rollenspielen. Wir zeigen die besten Modelle.

Das richtige Headset zu finden, ist dabei nicht gerade leicht. Mittlerweile sind die meisten Gaming-Headsets kabellos und auch Surround Sound ist kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Neben einer verzögerungsfreien Funkverbindung sind natürlich die Soundqualität, die Akkuleistung und vor allem auch der Tragekomfort essenziell. Möchte man das Gaming-Headset nicht nur am Computer verwenden, ist hier auch die Kompatibilität mit anderen Systemen relevant, denn nicht jedes Headset kann automatisch am PC und an der Konsole verwendet werden.

Für unsere Bestenliste haben wir Gaming-Headsets auf ihre Soundqualität, ihren Funktionsumfang, den Tragekomfort und die Akkuleistung getestet und zeigen, welches das für uns de facto beste Modell ist. Neben dem Testsieger küren wir zudem einen Technologiesieger, der sich primär durch seine Funktionen besonders hervorgehoben hat, und einen Preis-Leistungs-Sieger.

Da Produktpreise mehrheitlich tagesformabhängig sind, können die im Text verlinkten Beträge bereits nach kurzer Zeit vom derzeitigen Preis abweichen. Wir aktualisieren unsere Bestenlisten regelmäßig mit neuen Tests und passen in diesem Zusammenhang auch die im Text verlinkten Preise händisch an. Zusätzlich verwenden wir in unseren Artikeln Bestpreis-Widgets, die immer automatisch den tagesaktuellen Preis abbilden.

Welches ist das beste Gaming-Headset?

Unser Testsieger ist das Razer Blackshark V3 Pro für 239 Euro. Mit hochwertiger Verarbeitung, astreinem Sound der Lautsprecher und des Mikrofons, super Tragekomfort sowie ANC bietet es das rundum beste Gesamtpaket für uns.

Als Technologiesieger geht das Steelseries Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 für 159 Euro hervor. Es hat nicht nur eine ausgereifte, benutzerfreundliche App mit vielen Soundeinstellungen, sondern ist zudem problemlos neben dem PC auch mit vielen anderen Plattformen und Konsolen kompatibel.

Der Preis-Leistungs-Sieger ist das Asus ROG Pelta für 115 Euro. Es liefert guten Sound zu einem fairen Preis, trägt sich auch über Stunden hinweg bequem auf dem Kopf und bietet einen ausdauernden Akku.

KURZÜBERSICHT

Für 237 Euro bietet das Razer Blackshark V3 Pro absolute Premium-Qualität, sowohl beim Sound als auch bei der Verarbeitung. Ausgestattet mit ANC, bleibt man beim Zocken ungestört. Dank des hervorragenden Mikrofons wird man zudem auch problemlos im Voice-Chat verstanden.

VORTEILE

  • starker Sound
  • hoher Tragekomfort
  • gutes Mikrofon
  • ANC
  • viele Soundeinstellungen

NACHTEILE

  • teuer
  • EQ-Presets selbst erstellen nicht möglich

Für 159 Euro bekommt man mit dem Steelseries Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 ein starkes Gaming-Headset, das mit seinem Klang und einer starken App mit vielen Soundeinstellungen überzeugt. Einsetzbar am PC, Smartphone und diversen Konsolen.

VORTEILE

  • ausgewogener Sound
  • gelungene Software mit vielen Soundeinstellungen
  • starke Kompatibilität
  • Schnellladefunktion

NACHTEILE

  • stellenweise unbequem bei längerem Tragen
  • Surround-Sound könnte präziser sein

Das Asus ROG Pelta für 115 Euro liefert einen soliden Sound mit guten Einstellungsmöglichkeiten und zeichnet sich durch einen starken Akku sowie hervorragenden Tragekomfort aus.

VORTEILE

  • ordentliche Auswahl an Soundeinstellungen für Lautsprecher & Mikro
  • auch bei längeren Sessions bequem
  • gute Soundqualität

NACHTEILE

  • nicht sonderlich robust
  • Mikrofon sehr empfindlich
  • wenig Informationen zu den Soundeinstellungen

Ratgeber

Was muss man beim Tragekomfort von Gaming-Headsets beachten?

Leider nützt der beste Sound nichts, wenn das Tragen des Gaming-Headsets bereits nach kurzer Zeit unangenehm wird. Tragekomfort ist besonders bei längeren Gaming-Sessions essenziell. Schwierig ist nur, dass Köpfe und Ohren von Person zu Person unterschiedlich groß und geformt sind. Was beim einen super bequem das komplette Ohr umschmeichelt, drückt beim anderen unangenehm auf den Knorpel.

Wir können in unseren Tests nur unser persönliches Befinden so gut wie möglich abbilden, um einen Eindruck zu verschaffen. Generell gilt: Wer die Möglichkeit hat, das Headset vorher probezutragen, sollte die Gelegenheit wahrnehmen, um späteren Frust zu vermeiden.

Wichtige Elemente, die den Tragekomfort beeinflussen, sind ein größenverstellbares Kopfband, die Form, Größe und die Beschaffenheit der Ohrpolster, die Spannung des Kopfbügels und das Gewicht der Kopfhörer. Generell empfehlen wir den Griff zu Over-Ear-Kopfhörern, da diese unserer Erfahrung nach am längsten bequem zu tragen sind. Eine Bonuseigenschaft von Over-Ear-Modellen ist zudem die bessere Abschirmung nach außen. Wer sich voll auf sein Spiel konzentrieren will, sollte nicht zu viel von der Umgebung mitbekommen.

Top-Modelle wie das Razer Blackshark V3 Pro sind zusätzlich mit Active Noise Cancellation (ANC) ausgestattet, einer Technologie, die Geräusche zusätzlich unterdrückt.

Die Polsterung muss weich und ausreichend belüftet sein, um einen langen Tragekomfort zu gewährleisten.

Die Kopfbügelspannung muss ausreichend hoch sein, sodass das Headset stets sicher auf dem Kopf sitzt, ohne zu verrutschen. Wer plant, länger als eine halbe Stunde am Stück zu zocken, sollte zudem unbedingt auf die Beschaffenheit der Ohrpolster achten. Ist der Überzug aus billigem Kunststoff oder die Belüftung der Ohren nicht ausreichend, beginnt man schnell darunter zu schwitzen. Das ist unangenehm, vorwiegend im Sommer, und lenkt beim Spielen ab.

Wer von Haus aus schnell schwitzt, sollte im Vorfeld klären, ob es Ersatzohrpolster für das Headset gibt und ob man diese gegebenenfalls abnehmen und für eine Reinigung zwischendurch in der Waschmaschine waschen kann. Ersatzpolster sind vorrangig bei teuren Headsets wichtig, schließlich will man die hochpreisigen Geräte nicht nur wegen verschmutzter Polster ausmustern.

Was ist bei der Verarbeitung eines Gaming-Headsets wichtig?

Selbst günstigere Headsets sind mittlerweile ordentlich verarbeitet. Die Unterschiede liegen im Detail und betreffen in erster Linie Haptik, Optik und Beschaffenheit des verwendeten Materials. Billiger Kunststoff wirkt schnell abgenutzt und speckig. Kunststoffscharniere und Gelenke haben häufiger das Problem, dass sie nicht besonders belastbar sind.

Idealerweise bestehen die am meisten belasteten Teile aus Metall, um eine Langlebigkeit zu garantieren. Zudem sollte nichts klappern oder quietschen – insbesondere, während das Headset auf dem Kopf sitzt. Headsets mit Klapp-Funktion sind zwar praktisch, da man sie aufgrund ihrer Kompaktheit besser transportieren kann, allerdings sorgt das Einklappen der Gelenke für erhöhten Verschleiß.

Gelenke und Scharniere müssen ausreichend stabil sein. Außerdem dürfen sie nicht quietschen.

Ein hohes Gewicht spricht zwar für stabile Metall-Komponenten, es belastet aber auch die Nackenmuskulatur. Allzu schwer sollte ein Gaming-Headset daher auf keinen Fall sein. Besonders dann nicht, wenn es für mehrere Stunden auf dem Kopf sitzt. Die meisten Headsets dieser Bestenliste wiegen zwischen 300 und 350 g. Am schwersten ist aktuell das Razer Blackshark V3 Pro mit etwa 367 g Eigengewicht.

Bei kabellosen Headsets sitzen die Bedienelemente grundsätzlich am Gehäuse des Kopfhörers. Unterschiede zwischen ihnen gibt es aber trotzdem. Sind Lautstärkeregler und Tasten nicht klar unterscheidbar, kann das während des Games wichtige Sekunden kosten. Die Bedienelemente sollten mit einem Griff sofort erreichbar und identifizierbar sein. Texturierte Oberflächen, etwa beim Lautstärkeregler, bieten zudem zusätzliche Griffigkeit.

Wie wichtig ist die Soundqualität bei Gaming-Headsets?

Guter Sound ist wichtig, denn er sorgt zum einen für Immersion beim Spielen und zum anderen verschafft er im Bereich kompetitiver Spiele klare Vorteile. Bei taktischen Shootern wie Counter-Strike 2 oder Valorant erhöht etwa das schnelle und korrekte Lokalisieren von Schritten die eigenen Gewinnchancen. Sind Geräusche oder deren Richtung nicht klar zuordenbar, ist das ein signifikanter Nachteil und sorgt für Frust.

Zum Glück findet man richtig unbrauchbaren Sound selbst bei günstigen Headsets nur noch selten. Zwar sind Qualitätsunterschiede zwischen günstigen, mittelpreisigen und teuren Headsets definitiv hörbar, am Ende kommt es aber natürlich auch auf den eigenen Anspruch an.

Viele Gaming-Kopfhörer der Einsteiger-Klasse kaschieren schwachen oder unsauberen Klang durch stark angehobene Höhen und Tiefen. Das beschert zwar druckvollen Sound bei Explosionen und Ähnlichem, führt aber dazu, dass feine Klänge untergehen. Das Ergebnis ist ein matschiger und wenig differenzierter Sound.

Wer regelmäßig längere Gaming-Sessions abhält und hohe Ansprüche an eine ordentliche Dynamik hat, sollte sich trotzdem lieber für ein Modell ab 100 Euro aufwärts entscheiden. Hier sind hochwertigere Lautsprecher verbaut und der Klang ist insgesamt runder und besser abgestimmt. Zudem bieten die meisten von ihnen auch Programme an, mit denen man den Sound per Equalizer noch einmal mehr den eigenen Ansprüchen entsprechend formen kann.

Zusätzliche Soundeinstellungen wie Equalizer holen noch einmal mehr aus dem Klang der Gaming-Headsets heraus.

Neben Stereo-Sound bieten die meisten Gaming-Headsets ab Mittelklasse und aufwärts virtuellen Surround-Sound. In der Theorie sind mit Raumklang ausgestattete Modelle klar im Vorteil, die Umsetzung ist aber nicht immer gelungen. Eine Richtungsbestimmung fällt mit echtem Surround-Sound deutlich leichter als mit nur zwei Tonquellen. Durch den bei Gaming-Headsets meistens nur emulierten Raumklang steht und fällt die Präzision der Geräuschortung mit der dafür verwendeten Software.

Unserer Erfahrung nach ist selbst ein eher durchwachsener Surround-Sound bei Einzelspieler-Games häufig noch zu gebrauchen. Bei kompetitiven Online-Shootern verdirbt er aber mehr den Spaß, als dass er gewinnbringend ist. Der Taktik-Shooter Valorant hat eine Surround-Sound-Simulation ins Spiel gecodet. In so einem Fall sollte man ohnehin keinen Surround-Sound per Headset hinzuschalten und nur die Stereo-Ausgabe verwenden. Letztlich ist der virtuelle Surround-Sound aber nicht mit echtem 5.1- oder 7.1-Sound vergleichbar.

Worauf kommt es beim Mikrofon an?

Ein vernünftiges Headset-Mikrofon ist für Sprach-Chats unerlässlich. Natürlich gibt es auch hier spürbare Unterschiede in der Qualität, an ein Studiomikrofon kommen sie aber alle nicht heran. Neben der generellen Klangqualität gibt es auch enorme Unterschiede in der Empfindlichkeit. Hier ist ein Geräuschfilter und/oder ein Noise-Gate für das Mikrofon essenziell und je nach Hersteller auch Teil der Software. Selbst bei höherpreisigen Headsets kann das Mikrofon noch blechern klingen, übersteuern und von permanentem Rauschen begleitet sein.

Schließlich haben alle von uns bisher getesteten Gaming-Headsets ein Mikrofon, das vollkommen ausreichend für den Voice-Chat mit Freunden oder dem Team im Spiel ist. Zum Streamen auf Twitch würden wir aber nach wie vor zu einem eigenständigen Mikrofon raten.

Neben klanglichen Qualitätsunterschieden ist auch die Implementierung des Mikrofons von Gerät zu Gerät unterschiedlich. Manche Mikrofone sind fest verbaut und lassen sich, wie beim Astro A50 Gen 5, nach oben und unten schieben. Bei einigen Gaming-Headsets lässt sich das Mikro sogar abnehmen. Das ist hauptsächlich dann praktisch, wenn man das Headset auch unterwegs zum Musikhören verwenden möchte, ohne dabei permanent ein Mikrofon vor dem Gesicht hängen zu haben.

Das Mikrofon des Steelseries Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 ist in der linken Ohrmuschel verstaut und lässt sich einfach herausziehen.

Welche Verbindungsmethoden sind bei einem Gaming-Headset wichtig?

Bei kabellosen Gaming-Headsets ist die 2,4-GHz-Funkverbindung das Nonplusultra. Im Vergleich zu Bluetooth entsteht deutlich weniger Latenz und daher nicht die Gefahr, Geräusche im Spiel erst zu spät wahrzunehmen. Für eine latenzfreie Übertragung per Bluetooth sollten nämlich sowohl Sender als auch Empfänger den aptX-Low-Latency-Codec unterstützen.

Die Funkverbindung kommt mittels eines USB-Funk-Dongles zustande, der mit dem Gaming-Headset mitgeliefert wird. Diesen steckt man einfach in einen freien USB-Port am PC und kann dann das Headset meist auch direkt nutzen. Immer häufiger ist jedoch die zeitgleiche Verbindung von Bluetooth und Funk. Höherpreisige Headsets ermöglichen dann das zeitgleiche Verbinden von etwa dem Smartphone per Bluetooth und dem PC via Funk. So kann man Audio vom Smartphone parallel zum Spielgeschehen laufen lassen oder Anrufe direkt per Headset-Bedienelement annehmen.

Beim Teufel Cage Pro  wechselt man per Button am Headset zwischen Bluetooth- und Funkverbindung.

Wie ist die Akkulaufzeit bei einem Gaming-Headset?

Die Akkulaufzeiten variieren von Headset zu Headset. Mindestens 24 Stunden schaffen aber die meisten. Auch wenn es keine rekordverdächtigen 100 Stunden sein müssen, sollte eine Ladung für mehrere Spielsessions ausreichen. Nichts ist nerviger, als ohne Sound auskommen zu müssen, nur weil das Headset leer ist. Wer das Aufladen gerne vergisst, muss darauf achten, ob das Headset während des Ladevorgangs genutzt werden kann.

Einige Modelle unterstützen alternativ den Anschluss per 3,5-mm-Klinkenstecker. Geladen wird in der Regel heutzutage per USB-C-Verbindung. Manche Gaming-Headsets unterstützen zudem Schnellladen, wodurch man bereits mit 15 Minuten am Strom bis zu 6 Stunden Betriebszeit bekommt. Modelle wie das Logitech G Astro A50 Gen 5 kommen sogar mit einer Basisstation, auf der man das Headset nach dem Zocken platziert, um es zu laden.

Fazit

Gaming-Headsets bereichern das Spielerlebnis ungemein, sofern man das richtige Modell für sich gefunden hat. Das ist gar nicht so einfach, da hier viele Faktoren mit hineinspielen, die sehr subjektiv sind. Etwa der Klang, bei dem jeder andere Präferenzen hat. Auch der Tragekomfort wird von Person zu Person unterschiedlich wahrgenommen.

Wir haben mit dieser Bestenliste und unseren Tests versucht, die verschiedenen Anforderungen an das ideale Gaming-Headset abzudecken. Von astreinem Sound hin zu vielen Einstellungsmöglichkeiten, enormem Tragekomfort oder praktikablen Zusatzfunktionen – in unserer Bestenliste sollte für jeden etwas dabei sein. Zudem aktualisieren wir sie stetig mit neuen Produkten aus unseren Tests, um eine noch größere Bandbreite an Modellen abzudecken.

BESTENLISTE

Gaming-Headset mit ANC & Surround Sound: Razer Blackshark V3 Pro im Test

Das Razer Blackshark V3 Pro hat allerlei spannende Funktionen parat. Ein Highlight ist ANC, was bei Gaming-Headsets selten ist.

VORTEILE

  • starker Sound
  • hoher Tragekomfort
  • gutes Mikrofon
  • ANC
  • viele Soundeinstellungen

NACHTEILE

  • teuer
  • EQ-Presets selbst erstellen nicht möglich

Das Razer Blackshark V3 Pro hat allerlei spannende Funktionen parat. Ein Highlight ist ANC, was bei Gaming-Headsets selten ist.

Mit dem Blackshark V3 Pro macht Razer eine Kampfansage im Hinblick auf Tragekomfort und Funktionsumfang unter den Gaming-Headsets. Ausgestattet mit ANC, Surround Sound und sehr gutem Mikrofon, wird es durch die Software Razer Synapse zusätzlich mit vielzähligen Funktionen bereichert. Equalizer-Presets und Sounderweiterungen für Lautsprecher und Mikrofon versprechen hier vielseitige Anpassungsmöglichkeiten. Kann das Premium-Gaming-Headset für 237 Euro beim Klang überzeugen? Wir verraten es im Test.

Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design

Ganz Gaming-untypisch kommt das Razer Blackshark V3 Pro in schlichtem Schwarz (alternativ in Weiß). Einzig der Mute-Button ist an der Basis in knalligem Razer-Grün gehalten. Mit 367 g hat es ein angenehmes Gewicht – sowohl in der Hand als auch auf dem Kopf. Das Kopfband besticht optisch durch eine Lederoptik mit geprägtem Razer-Schriftzug. Generell wirkt das Gaming-Headset sehr hochwertig und die Verarbeitung tadellos. Der Großteil des Gehäuses ist aus Plastik, die Ausnahme bilden die aus Aluminium gefertigten Ohrmuschelverbindungsarme und der Lautstärkeregler. Letzterer kommt mit geriffelter Oberfläche, was für eine deutlich bessere Griffigkeit sorgt. Ohr- und Kopfbandpolster haben eine sanfte Textiloberfläche. Das abnehmbare Mikrofon kommt mit abnehmbarem Popschutz.

Das Design ist stimmig und hat fast schon einen professionellen Charakter. Auf den ersten Blick würde man definitiv nicht vermuten, dass es sich um eine Gaming-Peripherie handelt.

Ausstattung

Das Headset kommt mit abnehmbarem Mikrofon, USB-A-zu-USB-C-Verbindungskabel, 2,4-GHz-Funkreceiver und einem USB-C-zu-Aux-Kabel.

Neben der Funkverbindung unterstützt das Blackshark V3 Pro auch Bluetooth (5.3) mit AAC, analoge Signale via Aux-Kabel und die kabelgebundene Verbindung über USB-C. Es ist zudem in der Lage, Audio aus der Funkquelle und der Bluetoothquelle gleichzeitig abzuspielen. Man kann während des Spielens also problemlos Anrufe über das Headset entgegennehmen. Die Verbindung per Funk bleibt überall in der 120-m²-großen Wohnung konsistent und verzögerungsfrei.

Das ANC des Headsets aktiviert man per Button an der rechten Ohrmuschel oder über Razer Synapse. Mit der Software kann man auch die Intensität der Geräuschunterdrückung festlegen. Auf höchster Stufe blendet sie einen Großteil der Hintergrundgeräusche gut aus, komplette Stille kann sie aber nicht erzeugen. Die zusätzliche Ambient-Einstellung macht genau das Gegenteil und lässt Geräusche von außen besser ins Innere des Headsets vordringen. Wir können dem Feature nicht viel abgewinnen, da vor allem Geräusche wie die Lüfter des PCs verstärkt und mit zusätzlichem Rauschen beim Ohr ankommen.

Dank Onboard-Speicher lassen sich Einstellungen und Equalizer (EQ) auf dem Gaming-Headset abspeichern und per Knopfdruck abrufen. Praktisch: Dank Bluetooth-Verbindung kann man auch die Razer-Audio-App verwenden, um Einstellungen über das Smartphone anzupassen.

Den Sound übernimmt ein dynamischer 50-mm-Treiber mit einem Frequenzbereich von 12 bis 28.000 Hz. Dank THX Spatial Audio ist das Gaming-Headset in der Lage, 7.1.4-Surround-Sound wiederzugeben. Es arbeitet zudem mit zwei unterschiedlichen Audiokanälen – Voice und Game. Dadurch ist es möglich, am Headset den Sound der einen Quelle in den Hintergrund zu stellen und den anderen in den Vordergrund. Bestes Beispiel, wenn man bei einem Online-Spiel in einer Clutch-Situation ist und sich auf den Spielsound konzentrieren will, um die Runde zu gewinnen, kann man den Voice-Chat so in den Hintergrund stellen. Das Ganze funktioniert bequem per Drehrad am Headset.

Das abnehmbare Vollband-Mikrofon ist sehr flexibel und lässt sich problemlos in jede gewünschte Position biegen. Den Popschutz kann man bei Bedarf, etwa zum Reinigen, schnell abziehen. Das Mikro wird über die Aux-Buchse des Headsets angeschlossen. Zum Stummschalten gibt es eine einrastende Taste am linken Kopfhörer.

Software

Wer bereits Razer Synapse für andere Razer-Produkte verwendet, wird sich freuen, dass auch das Blackshark V3 Pro in die Software integriert ist. Zur Auswahl stehen einige Soundeinstellungen, darunter EQ-Presets für Kopfhörer und Mikro. Die Bedienung ist leicht verständlich und löblich ist, dass jede Einstellung einen eigenen Tooltip für eine kurze Erklärung hat. Beim ersten Starten bekommt man zudem eine Zusammenfassung der wichtigsten Features des Headsets, die man sich auch im Nachhinein jederzeit durchlesen kann.

Als Standard-EQ-Presets stehen Default (gerade Linie), Game, Music und Movie zur Auswahl. Diese werden durch spielspezifische Presets zu den Games Valorant, Call of Duty, Apex Legends, Counter-Strike 2 und Halo Infinite erweitert. Pro Spiel gibt es mehrere Presets, die laut Razer in Zusammenarbeit mit einem Esports-Profi erstellt wurden. Enttäuschend ist jedoch, dass es generell keine Möglichkeit gibt, eigene EQ-Presets zu erstellen und zu benennen. Die vorgefertigten EQ lassen sich allerdings problemlos anpassen. Zusätzliche Soundanpassungen sind ebenfalls am Start. So kann man per Regler leise Geräusche wie Schritte anheben oder per Bass Boost den Bass verstärken. Der Funkreceiver des Blackshark V3 Pro ist zudem in der Lage, in den Low-Latency-Mode zu wechseln, wodurch zwar der Akku stärker beansprucht, dafür aber die Latenz noch einmal reduziert wird. Auch für das Mikrofon gibt es verschiedene EQ-Presets und Soundanpassungen, die man hinzuschalten kann.

Die Razer-Audio-App für das Smartphone dient derweil dazu, das Headset auch unterwegs konfigurieren zu können. Damit es sich mit der App per Bluetooth verbindet, muss jedoch die Funkverbindung zuvor gekappt sein.

Man merkt, dass Razer hier viel Wert auf Gaming-relevante Soundeinstellungen gelegt und das Ganze fast ausnahmslos gut umgesetzt hat.

Tragekomfort

Das Razer Blackshark V3 Pro trägt sich super angenehm, auch über mehrere Stunden hinweg. Die Schaumstoffpolster an den Ohren und am Kopfband sind mit weichem Textil überzogen und schmiegen sich angenehm um die Ohren. Das Kopfbandpolster zieht sich über die komplette Länge des Bandes, wodurch eine für uns perfekte Verteilung des Drucks stattfindet und auch nach längeren Sessions keinerlei Druckstellen auf dem Kopf entstehen.

Die Größe stellt man nicht, wie zuerst vermutet, am Band selbst ein, sondern an den Halterungen der Ohrmuscheln. Wir verwenden das Headset mit voll ausgefahrener Halterung. Sie lässt sich um 15 Grad in beide Richtungen drehen, wodurch man sie ideal der Kopfform anpassen kann. Durch die vollständige Polsterung des Kopfbandes tragen sie sich auch bequem um den Hals. Hier muss man dann allerdings die Ohrmuscheln anwinkeln, da sonst die Aluminiumhalterung unangenehm in das Schlüsselbein drückt.

Soundqualität

Beim Spielen überzeugt uns der Klang des Razer Blackshark V3 Pro auf ganzer Linie. Sowohl im kompetitiven Valorant als auch in Singleplayerspielen wie Persona 3 Reload oder Kingdom Come Deliverance 2 bestechen die Lautsprecher durch einen hervorragenden Klang. Gerade im zum Chaos neigenden Valorant, in welchem die Geräuschkulisse sehr bunt und überladen sein kann, gehen wichtige Details nicht unter. Schritte sind klar hörbar, während der Raumklang präzise die Position der Mitspieler und Gegner abbildet. Auch beim Musikhören sowie Video- und Filmeschauen kann das Headset mit einem gut ausbalancierten Sound überzeugen, der sich durch einen präsenten, aber nicht übermannenden Bass auszeichnet. Hier kommen Feinheiten, mit entsprechendem EQ, ebenfalls gut durch und hinterlassen einen satten, warmen Klang.

Das Mikrofon braucht sich indes nicht zu verstecken. Die Stimme wird klar, verständlich und warm wiedergegeben. Es ist zudem überraschend gut darin, keine Hintergrundgeräusche mit aufzunehmen. Während des Testzeitraums konnten wir zudem keinerlei Übersteuerungen feststellen.

Akkuleistung

Mit dem Akku des Razer Blackshark V3 Pro kommen wir problemlos auf über zwei Tage, bevor wir es wieder an das Ladekabel stecken müssen. Das ist ein grundsolider Wert. Wir verwenden das Headset ausschließlich mit aktiviertem ANC auf Stufe 4, und wechselweise im Niedriglatenzmodus.

Preis

Das Razer Blackshark V3 Pro hat eine UVP von 270 Euro. Aktuell kostet es in Schwarz 239 Euro. In Weiß bekommt es für 237 Euro.

Fazit

Das Razer Blackshark V3 Pro für 237 Euro ist ein absolutes Premium-Headset, vollgestopft mit modernster Technik, vielen Funktionen und umfangreichen Soundeinstellungen. Dank Bluetooth kann man es sowohl daheim als auch unterwegs problemlos verwenden. Es sieht dabei nicht nur edel aus, sondern trägt sich auch über Stunden hinweg sehr bequem. Sowohl der Sound der Lautsprecher als auch der des Mikrofons können sich hören lassen. Schade also, dass man aktuell keine eigenen EQ-Presets anlegen kann. Auch der Preis von 237 Euro ist recht happig. Immerhin bekommt man dafür dann ein sehr gutes Gaming-Headset.

Richtig gutes Gaming-Headset: Steelseries Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 im Test

Als Gaming-Headset bietet das Steelseries Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 neben gutem Sound auch eine herausragende App für Soundeinstellungen.

VORTEILE

  • ausgewogener Sound
  • gelungene Software mit vielen Soundeinstellungen
  • starke Kompatibilität
  • Schnellladefunktion

NACHTEILE

  • stellenweise unbequem bei längerem Tragen
  • Surround-Sound könnte präziser sein

Als Gaming-Headset bietet das Steelseries Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 neben gutem Sound auch eine herausragende App für Soundeinstellungen.

Bereits out-of-the-box hat das Steelseries Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 einen für Gaming-Headsets verhältnismäßig runden Sound mit ansprechendem Bass. Noch mehr holt man aus den Lautsprechern per Steelseries GG Sonar heraus. Die Software hat über 280 Equalizer-Presets im Gepäck und zeichnet sich durch ihre hervorragende Benutzerfreundlichkeit aus. Wir haben unser von Steelseries bereitgestelltes Testgerät genauer unter die Lupe genommen und berichten, an welchen Stellen das Gaming-Headset vielleicht noch Verbesserungspotenzial hat.

Design

Farblich steht das Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 sowohl in Schwarz, in Weiß als auch in Magenta zur Auswahl. Unser weißes Testgerät zeichnet sich durch eine einwandfreie Verarbeitung aus. Das Kopfband besteht aus Metall, die Ohrmuscheln aus Plastik. Insgesamt ist das Headset robust und fühlt sich wertig an, zieht aber Staub und Fingerabdrücke nur so an. Die Ohrpolster und das elastische Stirnband sind hingegen grau.

An beiden Ohrmuscheln befinden sich Bedienelemente zur Steuerung des Headsets. Auf der linken Seite sind der Lautstärkeregler sowie die Mute-Taste für das Mikrofon angebracht. Letzteres ist praktischerweise in der Ohrmuschel verstaut und lässt sich dank einer Vertiefung einfach herausziehen. An der rechten Ohrmuschel hingegen liegen Power-Button, Bluetooth-Taste sowie der Balance-Regler für den Spiel-Audio- und Chat-Audio-Kanal. Beide Regler steuern sich dank gerillter Oberfläche super.

Ausstattung

Das Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 kommt mit USB-C-2,4-GHz-Funk-Dongle, einem USB-A-zu-USB-C-Verlängerungskabel und einem USB-A-zu-USB-C-Ladekabel. Hinzu kommt ein 3,5-mm-Aux-Kabel. Das Gaming-Headset wiegt 325 g.

Neben der 2,4-GHz-Funkverbindung unterstützt das Arctis Nova Bluetooth 5.0 sowie die Verbindung via Aux. Ein Betrieb über USB-C ohne angeschlossenen Funkreceiver ist aber leider nicht möglich. Per Funk erhalten wir von überall aus einer 120-m²-Wohnung ein stabiles Signal. Der Dongle ist ungewöhnlich breit, wodurch er je nach Setup durch sein Gehäuse mehrere USB-Ports blockieren dürfte. Wir verwenden ihn daher mit dem mitgelieferten USB-A-zu-USB-C-Verlängerungskabel. Die Bluetooth-Verbindung zu unserem Smartphone bleibt ebenfalls durchgehend stabil und ohne stark spürbare Verzögerungen – etwa beim Abspielen von Youtube-Videos.

Zusätzlich zum PC ist das Steelseries Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 auch zu anderen Plattformen kompatibel. Darunter Mac und iPhone, Android, PS4/PS5, Switch 1/2 und Handhelds wie das Steam Deck. Super praktisch: Der Funkdongle kann per USB-C direkt mit den Geräten verbunden werden, wodurch man hier nicht nur auf Bluetooth beschränkt ist, wie es sonst gerne mal der Fall ist.

Das bidirektionale Mikrofon hat einen Frequenzbereich von 100 bis 7000 Hz via Funkverbindung und 100 bis 6500 Hz via Bluetooth. Der Mikrofonarm ist biegbar und lässt sich den eigenen Bedürfnissen nach positionieren. Drückt man die Stummschalttaste am Headset, signalisieren rote LEDs am Mikro dessen Inaktivität.

Die Kopfhörer sind mit einem 40-mm-Neodym-Magnettreiber ausgestattet. Der dynamische Treiber arbeitet in einem Frequenzbereich von 20 bis 22.000 Hz und unterstützt Surround-Sound. Wie beim Logitech G Astro A50 Gen 5 oder dem Razer Blackshark V3 Pro kann man Voice-Chat oder Spielsounds dank zwei separater Audiokanäle in den Vorder- oder Hintergrund stellen.

Software

Mit Steelseries GG Sonar kann man den Sound des Gaming-Headsets feinjustieren. Hierfür gibt es eine Bandbreite an EQ-Presets (EQ = Equalizer), 288 an der Zahl, die man separat für alle Kanäle einrichten kann. Das Gros der Presets setzt sich aus zig Spieltiteln unterschiedlicher Genres zusammen und wird durch diverse Musikrichtungen ergänzt. Praktisch ist hier nicht nur die Suchfunktion, sondern auch die Möglichkeit, EQs den Favoriten hinzuzufügen und so schneller zwischen ihnen zu wechseln. Auch eigene Presets kann man unkompliziert anlegen.

Sowohl selbst erstellte EQs als auch bereits vorhandene Presets lassen sich bis ins kleinste Detail anpassen. Die Bedienung ist dabei benutzerfreundlich und schnell verständlich. Praktisch: Per Dropdown-Menü wechselt man die EQ-Beschriftung. Zur Auswahl stehen eine Handvoll beliebter FPS. Wechselt man auf ein bestimmtes Spiel, zeigt die Beschriftung jetzt die Bereiche für spielrelevante Sounds (etwa Bombe und Schritte) an. So sieht man direkt, welche Parameter man verändern muss, um einen bestimmten Soundeffekt im Spiel besser hervorzuheben. Ergänzt wird das Ganze durch die Möglichkeit, die Veränderungen am EQ in Echtzeit via Testsounds nachzuvollziehen. Eine für uns rundum gelungene Umsetzung. Für das Mikrofon stehen neben dem EQ auch Geräuschreduzierung (manuell oder per KI), Noise Gate und Kompressor zur Verfügung.

Für den Raumklang gibt es ein paar Feintuning-Optionen, um den Sound für kompetitive Multiplayer-Spiele, immersive Singleplayer-Spiele oder Filme anzupassen. Auch die Sprecherposition sowie simulierte Distanz zur Geräuschquelle verändert man per Regler.

Tragekomfort

Steelseries verwendet beim Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 Schaumstoffpolster mit Textilüberzug. Sie fühlen sich gut auf der Haut an und liegen bequem um das Ohr herum. Leider lässt der Komfort in unserem Fall bei längerem Tragen etwas nach, da die Ohren irgendwann gegen die harten Lautsprecher drücken. Ein kurzes Justieren des Headsets schafft Erlösung, ideal ist das aber nicht.

Das elastische Stirnband hat zwei unterschiedliche Größeneinstellungen, was für den ein oder anderen eventuell zu restriktiv sein könnte. In unserem Fall bietet die Standardeinstellung, mit der das Headset geliefert wird, aber genügend Komfort und verteilt das Gewicht optimal.

Die Halterung der Ohrmuscheln ist größenverstellbar und erfordert etwas Kraft, um sie aus dem Kopfband zu ziehen. Hier hätten wir uns zudem ein haptisches Feedback, etwa ein Einrasten, gewünscht, um es auf beiden Seiten zuverlässig gleichmäßig einzustellen. Die Ohrmuscheln lassen sich komplett nach innen drehen, wodurch man das Headset auch bequem um den Hals tragen kann. Die Drehung nach außen bietet genug Spiel, um das Headset der Kopfform entsprechend auszurichten.

Soundqualität

Beim Sound kann das Steelseries Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 mit einem relativ potenten Bass überzeugen. Generell liefert es ein relativ rundes Klangprofil ab. Beim Zocken kommen Details wie Blätterrascheln und Windböen im Hintergrund super zur Geltung, während sich Unterhaltungen, etwa zwischen NPCs, klar verständlich in die Soundkulisse einfügen. In kompetitiven Spielen wie Valorant gehen wichtige Sounds wie Schritte, Schüsse und Fähigkeiten-Sounds auch im Chaos nicht unter. Insgesamt nur mittelmäßig ist hingegen der Surround-Sound. Während er für Singleplayer-Spiele vollkommen ausreichend ist, vermissen wir in kompetitiven Spielen hier definitiv die Präzision bei der Positionsbestimmung. Der Unterschied zwischen schräg links und links, etwa, ist häufig viel zu marginal. Hier greift man besser auf die spielinterne Surround-Sound-Technologie zurück.

Beim Musikhören kann das Gaming-Headset ebenfalls überzeugen. Wir probieren uns durch diverse Genres, von Chamber-Pop über Indie bis hin zu Deathcore, und verwenden entsprechende EQs, um das meiste aus dem Sound der 40-mm-Treiber herauszuholen. Instrumente und Gesang kommen in Kishi Bashis „Atticus, in the Desert“ hervorragend und differenziert durch, während der Bass des Schlagzeugs in Set to Stuns Lied „V: Valkyrie One“ das Klangbild nicht übermannt. Für ein Gaming-Headset liefert das Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 insgesamt einen grundsoliden Sound ab.

Das Mikrofon liefert eine eher mittelmäßige Performance ab. Es klingt nicht blechern und man wird problemlos verstanden, allerdings kommt die Stimme ohne aktiven EQ etwas flach rüber. Per Software gibt es EQs für verschiedene Stimmlagen. Selbst bei aktivierter KI-Geräuschunterdrückung kommt beim Sprechen immer ein leichtes Rauschen mit, ansonsten funktioniert die Geräuschunterdrückung aber gut. Zum Zocken mit Kumpels ist das Mikrofon ausreichend, zum Streamen empfehlen wir ein anderes Mikrofon.

Akkuleistung

Etwa 54 Stunden reine Betriebsdauer spricht Steelseries dem Akku zu, bis das Headset zum Laden an den Strom gehängt werden muss. Das ist ordentlich und für die meisten Situationen mehr als ausreichend. Wir kommen bei gemischter Nutzung (gelegentliches Musikhören tagsüber, mehrstündiges Zocken abends) und variierender Lautstärke im Funkmodus problemlos auf etwas mehr als drei Tage. Praktisch: Dank Schnellladefunktion via USB-C bekommt man 6 Stunden Akkulaufzeit bereits nach 15 Minuten Laden.

Preis

Die UVP des Steelseries Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 liegt bei 200 Euro. In Schwarz kostet es aktuell 159 Euro. Im knalligen Magenta schlägt es mit 188 Euro zu Buche. Die weiße Variante gibt es derzeit für 193 Euro.

Fazit

Als Gaming-Headset bietet das Steelseries Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 einen guten, runden Sound, der uns beim Spielen und Musikhören überzeugt. Zusätzlich bietet die herausragend gute Software Steelseries GG Sonar viele EQs und Soundeinstellungen, um noch mehr aus den 40-mm-Treibern herauszuholen. Lediglich der Surround-Sound enttäuscht hier durch eine relativ unpräzise Richtungswiedergabe. Das Mikrofon ist mittelmäßig, reicht zum Zocken und im Voice-Chat abhängen aber vollkommen aus.

Die Kompatibilität mit einer Vielzahl an Plattformen und Konsolen macht das Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 zu einem super flexiblen Gaming-Headset. Sowohl im Funk- als auch im Bluetooth-Modus liefert es ab und kann dank ausdauerndem Akku mehrere Tage problemlos im Einsatz sein. Lediglich der Tragekomfort büßte nach mehreren Stunden für uns etwas ein. Durch Zurechtrücken des Headsets ließ sich das aber beheben. Wer damit kein Problem hat, bekommt mit dem Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 ein super kompetentes Gaming-Headset mit minimalem Verbesserungsbedarf.

Gaming-Headset Asus ROG Pelta im Test: bequem, starker Akku & solider Sound

Das Asus ROG Pelta überzeugt im Test als Gaming-Headset mit starkem Sound und exzellentem Tragekomfort – ideal für lange Gaming-Sessions.

VORTEILE

  • ordentliche Auswahl an Soundeinstellungen für Lautsprecher & Mikro
  • auch bei längeren Sessions bequem
  • gute Soundqualität

NACHTEILE

  • nicht sonderlich robust
  • Mikrofon sehr empfindlich
  • wenig Informationen zu den Soundeinstellungen

Das Asus ROG Pelta überzeugt im Test als Gaming-Headset mit starkem Sound und exzellentem Tragekomfort – ideal für lange Gaming-Sessions.

Gaming-Headsets sollten nicht nur gut klingen, sondern gerade bei längeren Spielsessions auch bequem zu tragen sein. Das Asus ROG Pelta liefert hier dank dicker Ohrpolster und flexiblem Kopfband ab. Auch beim Sound kann es überzeugen.

Ob und an welchen Stellen es bei diesem Mittelklasse-Gaming-Headset potenziell Verbesserungsbedarf gibt, zeigen wir im Test. Das Testgerät hat uns hierzu der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design

Farblich gibt es das Asus ROG Pelta wahlweise in Schwarz oder Weiß. Unser weißes Testgerät kommt mit weißem Gehäuse, silberfarbenen Ohrmuschelhalterungen und grauem Stoff. Bei den Materialien des Gehäuses setzt Asus ROG vollends auf Plastik. Dadurch ist das Gaming-Headset mit 309 g zwar verhältnismäßig leicht, wirkt aber weniger robust als Modelle mit Metall. Gerade die Halterungen der Ohrmuscheln hätte man hier für eine bessere Stabilität und Langlebigkeit aus Aluminium fertigen können.

Das Logo außen am Gehäuse beider Ohrmuscheln ist mit LEDs ausgestattet und leuchtet bunt und mit verschiedenen Effekten. Selbstverständlich lässt sich die Beleuchtung per Software ausschalten, um Strom zu sparen.

Die Verarbeitung des Headsets kann sich sehen lassen: Nichts klappert, wackelt oder knarzt. Der Nachteil der weißen Variante ist ganz klar, dass Fingerabdrücke und Schmutz nicht lange auf der Oberfläche verborgen bleiben. Wenn einen das stört, greift man besser direkt zum schwarzen Pendant.

Ausstattung

Das Gaming-Headset kommt mit einem USB-A-zu-USB-C-Verbindungskabel, einem abnehmbaren Mikrofon, dem 2,4-GHz-Dongle (USB-C) sowie einem USB-A-Adapter für den Funkdongle.

Das ROG Pelta unterstützt drei Verbindungsmodi: kabelgebunden, 2,4-GHz-Funk und Bluetooth (5.4). Für die kabelgebundene Verbindung dient der USB-C-Port am Headset, während der 3,5-mm-Port für das abnehmbare Mikrofon bestimmt ist. Offiziell ist das Pelta neben dem PC kompatibel mit der Playstation 4, Playstation 5 und der Nintendo Switch.

Die Funkverbindung bleibt auf einer Wohnfläche von 120 m² bestehen. Auch im Bluetooth-Modus stellten wir keine wahrnehmbare Verzögerung fest, Audio und Video spielen synchron ab. Beim Spielen sollte man aber, wenn möglich, immer die Funkverbindung wählen, da diese eine geringere Latenz hat.

Zwischen den Verbindungen wechselt man per Schalter an der linken Ohrmuschel. Das ist deutlich komfortabler als durch längeres Drücken einer Taste, wie wir es bei anderen Gaming-Headsets erlebt haben. Die Lautstärke regelt man ebenfalls direkt am Gerät per Drehrad. Dieser ist texturiert und bietet dadurch eine bessere Griffigkeit.

Das 10-mm-Boom-Mikrofon (Frequenzbereich 100 bis 10.000 Hz) lässt sich ganz einfach abnehmen und anbringen. Den Pop-Schutz kann man zum Reinigen abziehen. Dank des flexiblen Mikrofonarms biegt man es sich den eigenen Bedürfnissen nach zurecht. Selbstverständlich gibt es eine dedizierte Mute-Taste an der linken Ohrmuschel. Eine Stimmansage weist darauf hin, dass das Mikrofon nun stumm ist. Rot leuchtende LEDs am Mikro – und damit jederzeit im Sichtfeld – signalisieren zusätzlich, dass es aktuell nicht aktiv ist.

Über dynamische 50-mm-Membran-Treiber gibt das ROG Pelta den Sound wieder. Der Frequenzbereich liegt hier bei 20 bis 20.000 Hz. Im Vergleich zu diversen höherpreisigen Gaming-Headsets ist es mit dem Asus ROG Pelta nicht möglich, Sprach- oder Game-Audio individuell in den Vorder- oder Hintergrund zu stellen.

Software

Mit der App Armoury Crate hat man Zugriff auf verschiedene Soundeinstellungen für Lautsprecher und Mikrofon. Insgesamt stehen acht vorkonfigurierte Equalizer-Presets (EQ) zur Verfügung, und eines für nutzerspezifische Bedürfnisse. Alle Presets sind zudem jederzeit anpassbar.

Verwirrend ist jedoch, dass die EQ-Presets sich hauptsächlich auf Musik-Genres beziehen und nicht, wie wir es bei einem Gaming-Headset erwartet hätten, auf Spielgenres. Hinzu kommt, dass es übergreifende Soundprofile gibt, die man per Dropdown-Menü ansteuert. Diese sind wiederum unterteilt in verschiedene Spielgenres wie RPG und FPS, aber auch sehr breite Bezeichnungen wie Music, Gaming, Movie oder Communication finden sich hier.

Die Soundprofile schalten dann Bass Boost, Reverb (Hall) und Surround Sound hinzu oder verbessern die Stimmklarheit. Hier wäre generell eine Erläuterung sinnvoll, wie sich die Soundprofile voneinander unterscheiden. Es ist auch nicht ersichtlich, warum alle Soundprofile außer FPS den Equalizer nicht aktivieren.

Für das Mikrofon bietet die App ebenfalls ein paar Soundeinstellungen. Das Noise-Gate legt einen Schwellenwert fest, ab dem das Mikrofon die Stimme aufnimmt. Damit vermeidet man, dass das Mikrofon bereits bei den leisesten Geräuschen anschlägt. Die Funktion Perfect Voice soll hingegen die Stimmqualität verbessern. Auch die Echounterdrückung und Geräuschreduzierung lassen sich hinzuschalten.

Wer mag, kann über Armoury Crate Beleuchtungseffekte und Helligkeit der LEDs verändern. Vier verschiedene Effekte stehen zur Auswahl. Per Aura Sync synchronisiert man die Beleuchtung wahlweise mit der von anderen Asus-ROG-Produkten.

Tragekomfort

Dank äußerst dicker Ohrpolster mit Textilüberzug tragen sich die Asus ROG Pelta auch nach mehreren Stunden noch sehr bequem. Sie umschließen in unserem Fall die Ohren perfekt, wodurch diese weder eingeklemmt noch umgeknickt werden. Anstatt eines Kopfbandpolsters verwendet Asus ROG beim Pelta ein elastisches Band, das in zwei unterschiedlichen Stufen eingehängt wird. Es dient so gleichzeitig auch als Größeneinstellung und ist dadurch leider deutlich weniger anpassbar als ein größenverstellbares Kopfband. Unabhängig davon ist es durch die gleichmäßige Verteilung auf dem Kopf aber sehr bequem.

Die Ohrmuscheln lassen sich vollständig nach innen drehen und liegen so mit der Polsterseite auf dem Schlüsselbein, sollte man das Headset zwischendurch um den Hals tragen wollen. Auch nach außen kann man die Ohrmuscheln ausreichend drehen, um sie der eigenen Kopfform anzupassen.

Soundqualität

Die 50-mm-Treiber bescheren einen sauberen Sound, der in den Mitten und Höhen überzeugt. Details kommen gut zur Geltung und werden nicht verschluckt. Das Hinzuschalten von Equalizern sowie Soundoptimierungen à la Bass Boost und Reverb runden das Klangbild ab und bescheren ihm eine Tiefe. Der Bass könnte für unseren Geschmack generell etwas prägnanter sein, geht aber nicht komplett verloren und ist für ein Gaming-Headset auch vollkommen in Ordnung.

Beim Zocken überzeugen die Lautsprecher ebenfalls. In Valorant bilden sie Fähigkeiten, Stimmen der Charaktere und Schritte sauber ab, unterstützt durch einwandfreien direktionalen Sound. Dieser ist besonders bei Schüssen sowie gegnerischen Schritten essenziell und hat uns beim Pelta zuverlässig die korrekten Richtungen wiedergegeben.

Durch das Mikrofon klingt unsere Stimme klar und verständlich, allerdings ist im Hintergrund eine permanente Statik zu hören, wenn man spricht. Hier kann man mit Noise Gate und Geräuschunterdrückung per Armoury Crate entgegenwirken, büßt aber etwas an Stimmqualität ein. Etwas mit den Reglern zu experimentieren lohnt sich, bis man einen Sound gefunden hat, der gefällt. Vor allem Noise Gate und/oder Echo- und Geräuschunterdrückung sind essenziell, da das Mikrofon ansonsten jeden Mausklick, jeden Tastenschlag und jedes noch so entfernte Geräusch auffängt.

Akkuleistung

Der Akku im Asus ROG Pelta zeigt sich im Test ausdauernd. Bis zu 70 Stunden mit Funkverbindung bei ausgeschalteter Beleuchtung sollen möglich sein. Das klingt für uns plausibel. Wir verwenden das Headset hauptsächlich im Funkmodus ohne Beleuchtung und haben nach über einem Tag noch 82 Prozent Restladung. Abhängig davon, wie viel man spielt, kommt man so locker auf vier Tage mit einer Aufladung. Das Pelta hat zudem eine Schnellladefunktion, womit schon 15 Minuten Aufladen reichen, um es für drei Stunden mit Strom zu versorgen.

Preis

Das Asus ROG Pelta hat eine UVP von 150 Euro. Derzeit ist es in Schwarz schon für 115 Euro im Angebot. In Weiß kostet es weiterhin auf UVP-Niveau rund 150 Euro.

Fazit

Für 115 Euro bietet das Asus ROG Pelta als Mittelklasse-Gaming-Headset einen guten Klang, der von einigen praktischen Soundeinstellungen begleitet wird. Eine bessere Erläuterung der einzelnen Soundprofile und der Unterschiede zwischen ihnen würden wir uns hier jedoch wünschen.

Dank zusätzlicher Bluetooth-Verbindung kann man das Headset auch problemlos unterwegs nutzen. Auch längere Trips sind dank des ausdauernden Akkus, der bequemen Ohrpolster und des 309 g Eigengewichts problemlos machbar. Es büßt aufgrund des Vollplastik-Gehäuses jedoch etwas an Robustheit ein. Beim Zocken macht es eine gute Figur, wenngleich das Mikrofon eingangs etwas Feintuning bedarf.

Gerade für den Preis bekommt man hier aber ein sehr kompetentes Gaming-Headset, das viele Stunden Freude bereiten dürfte.

Gaming-Headset mit überraschend gutem Mikro: Logitech G Astro A50 Gen 5 im Test

Als Gaming-Headset überrascht das Logitech G Astro A50 Gen 5 mit einem hervorragenden Mikrofon. Auch der Sound überzeugt im Praxistest.

VORTEILE

  • hervorragender (3D-)Sound
  • starke Funkreichweite
  • gutes Mikrofon
  • kompatibel mit PC und Konsolen
  • selbst erstellte EQ-Profile & Community-Profile

NACHTEILE

  • Kopfpolster sorgt anfangs für Druckstellen
  • teuer

Als Gaming-Headset überrascht das Logitech G Astro A50 Gen 5 mit einem hervorragenden Mikrofon. Auch der Sound überzeugt im Praxistest.

Mit Gaming-Headsets musste man in der Vergangenheit häufig Kompromisse eingehen. Selten konnten sowohl Sound als auch Mikrofon im Paket überzeugen. Mit dem Astro A50 Gen 5 liefert Logitech hier jedoch ein Headset ab, das sich sehen und hören lassen kann. Dank der Basisstation, die Funkreceiver und Ladestation in einem ist, verbindet sich das Astro A50 Gen 5 neben dem PC wahlweise auch mit Xbox One und Series S/X, PS4 und PS5 sowie Nintendo Switch und Switch 2. Anrufe am Smartphone nimmt man dank Bluetooth-Verbindung direkt am Headset an und klingt dank des starken Mikrofons auch nicht wie aus dem Blecheimer. Wir haben das Gaming-Headset getestet und verraten, ob es sein Geld wert ist.

Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design

Anstatt auf knallige Farben und RGB-Beleuchtung zu setzen, geht Logitech mit dem Astro A50 den Weg des schlichten Designs. Mattes Schwarz ziert den Großteil des Headsets, während rote Akzente hingegen das Mikrofon und die Verkabelung färben. Die größenverstellbaren Gleitröhren aus silbernem Aluminium fügen sich ebenfalls prima in den Gesamtlook ein. Es wirkt optisch edel und lediglich das etwas flimsige Polster am Headset-Bügel in glänzendem Schwarz wirkt hier fehl am Platz. Headset und Basisstation glänzen größtenteils mit einer sauberen Verarbeitung, am rechten Kopfhörer bemerken wir jedoch am Gehäuse eine kleine Einkerbung im Plastik. Diese fällt optisch zum Glück aber kaum auf. Die Basisstation ist farblich passend in Schwarz gehalten. Praktisch: Stört die Helligkeit der LEDs der Station, kann man sie per Software reduzieren oder sogar komplett deaktivieren. Das dürfte vor allem diejenigen freuen, bei denen der PC im Schlafzimmer steht.

Ausstattung

Das Astro A50 kommt mit der Basisstation, einem USB-A-zu-USB-C-Kabel und einem USB-C-zu-USB-C-Kabel. Für die Stromversorgung der Station ist zudem ein Netzteil mit austauschbarem Steckeraufsatz inkludiert. Das Headset wiegt etwa 363 g.

Die Basisstation erfüllt gleich zwei Zwecke: Zum einen ist sie der Funkreceiver, um das Headset mit dem PC oder einer Konsole zu verbinden, zum anderen dient sie auch gleichzeitig als Ladestation. Verwendet man das Astro A50 gerade nicht, thront es auf der Station und lädt den Akku auf. Prinzipiell soll es durch Magnete automatisch an die Konnektoren klicken. Das klappt allerdings nicht immer sofort und sorgt dafür, dass das Headset schief einrastet und etwas hin und her geschoben werden muss, bis es richtig sitzt und zu laden beginnt. Auf der Rückseite der Station befinden sich neben der Stromzufuhr drei beschriftete USB-C-Ports für die Verbindung zum PC, der Xbox oder Playstation. Unterstützt werden sowohl Xbox One als auch Series S/X, PS4 und PS5. Auch die Nintendo Switch 1 und 2 sind mit dem Headset kompatibel, haben aber keinen extra beschrifteten USB-C-Port. Hat man direkt mehrere Geräte mit der Basisstation verbunden, wechselt man per Button am Headset jederzeit zwischen ihnen.

Die Funkverbindung überzeugt uns auf ganzer Linie. Wir haben in einer 120 m² großen Wohnung überall eine einwandfreie Verbindung zur Basisstation. Auch am anderen Ende der Wohnung ist das Signal klar und ohne Einbrüche, sowohl mit geöffneter als auch geschlossener Tür zum Büro.

Neben der Funkverbindung ist das Gaming-Headset auch mit Bluetooth 5.0 LE ausgestattet. Das dient hauptsächlich für die Koppelung mit dem Smartphone, kann aber natürlich auch für andere Geräte verwendet werden. Mit dem Smartphone stellen wir keine Verzögerung zwischen Ton und Bild fest. Anrufe nimmt man problemlos über die dedizierte Bluetooth-Taste am Headset entgegen. Wichtig: Das Astro A50 kann nicht als reines Bluetooth-Headset verwendet werden, sondern muss immer zeitgleich mit der Basisstation verbunden sein.

Das Mikrofon des Astro A50 ist fest verbaut und erfasst den Sound omnidirektional. Durch Hochschieben des Arms stellt man es stumm. Das 48-kHz-Mikro arbeitet in einem Frequenzbereich von 60 bis 20.000 Hz mit einer Abtastrate von 16 Bit. Der Mikrofonarm ist super flexibel und lässt sich problemlos in die gewünschte Position biegen.

Für den Sound ist ein 40 mm großer Graphen-Treiber pro Seite zuständig, der in einem Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hz arbeitet. Das Headset unterstützt Dolby Atmos und Windows Sonic Spacial Audio. Es hat zudem zwei unterschiedliche Kanäle für die Audioausgabe: Game und Voice. Die Idee dahinter ist, dass man den Audiokanal Game in Spielen für die Audioausgabe von Spielsounds verwendet, während man Voice exklusiv für die Audioausgabe von Voice-Chats in Spielen oder Programmen wie Discord nutzt. Über zwei Buttons außen am rechten Kopfhörer stellt man dann bei Bedarf einen der beiden Kanäle lauter als den anderen.

Software

Der G Hub bietet Equalizer-Einstellungen für die Lautsprecher und das Mikrofon. Hier wählt man entweder aus bereits hinterlegten aus, erstellt eigene Presets oder verwendet welche aus der Community via des Community-Buttons. Für das Mikrofon gibt es zusätzlich noch Noise-Gate-Einstellungen. Die fallen jedoch etwas rudimentär aus und erlauben keine Feinjustierung, wie es die Equalizer tun. Man wählt zwischen den Profilen Night, Home und Tournament oder schaltet das Noise-Gate komplett aus.

Ganz simpel erklärt ist der Sinn des Noise-Gates, das Mikrofon nur dann anschlagen zu lassen, wenn auch wirklich gesprochen wird. Erreicht wird das, indem die Software eine bestimmte Lautstärke als Schwellenwert nimmt. Überschreitet man diesen Wert, nimmt das Mikrofon den Ton auf.

Das Routing-Menü ist vor allem für Livestreaming interessant. Hier regelt man, was von den Zuschauern gehört werden kann und in welcher Lautstärke. Per Regler justiert man die Lautstärke der eigenen Stimme, des Spiels, der verbundenen Bluetooth-Quelle und des Voice-Chats oder schaltet die einzelnen Kanäle direkt stumm.

Tragekomfort

Logitech verwendet beim Astro A50 stoffbezogene Ohrpolster. Im Winter sind sie toll, da die Ohren so kuschelig warm bleiben, im Hochsommer kann es jedoch erfahrungsgemäß ziemlich schwitzig darunter werden. Unabhängig davon sind sie einfach bequem zu tragen. Sie umschließen das Ohr sanft und erzeugen auch nach mehreren Stunden keine unangenehmen Druckstellen.

Praktisch ist, dass die Ohrpolster magnetisch am Headset befestigt sind und sich ganz einfach abnehmen lassen. Das hat zum einen den Vorteil, dass man sie so einfacher reinigt und zum anderen, dass man auch Ohrpolster von Drittanbietern verwenden kann. Komischerweise bietet Logitech selbst keine Ersatzpolster zum Kauf an.

Die Kopfhörer lassen sich komplett nach innen drehen und liegen somit mit dem weichen Polster auf der Brust, wenn man sie sich um den Hals hängt. Das ist nicht nur super komfortabel, sondern erlaubt auch beim regulären Tragen auf dem Kopf, die Position der Hörer ein gutes Stück weit an die Kopfform anzupassen.

Während uns die Ohrpolster von vornherein überzeugen, finden wir das Kopfpolster zu Beginn leider nicht sonderlich bequem. Am Anfang erzeugt es bei uns Druckstellen auf dem Kopf, und wir müssen das Headset regelmäßig verschieben. Nach gut einer Woche im Einsatz verschwinden die Schmerzen dann. Ob wir uns schlicht an das Headset gewöhnt haben oder es durch vermehrtes Tragen „eingelaufen“ haben, können wir nicht sagen.

Soundqualität

Beim Sound kann das Astro A50 vollends überzeugen. Sowohl Mitten als auch Höhen klingen aus den 40-mm-Treibern kristallklar, und auch der Bass ist für ein Gaming-Headset ordentlich. Egal, ob beim Zocken, Videostreaming oder Musikstreaming – die Kopfhörer bilden Details hervorragend ab und vermeiden verwaschenen Sound. Wir empfehlen jedoch dringend, sofort einen der bereits hinterlegten Equalizer zu aktivieren oder selbst ein EQ-Profil anzulegen, da der Sound mit der Standardeinstellung im Vergleich sehr flach daherkommt.

Beim Zocken profitiert man zudem vom exzellenten 3D-Sound. In Valorant kommt dieser für uns besonders gut zur Geltung, da wir hier Schritte sofort präzise direktional erfassen können. Wenn Charaktere ihre Voicelines aussprechen, kommen diese wirklich genau aus der Richtung bei uns im Ohr an.

Beim Mikrofon gibt es meist starke Qualitätsunterschiede bei den Gaming-Headsets. Umso erfreulicher, dass uns die Audioqualität des 48-kHz-Mikrofons ebenfalls sehr positiv überrascht. Unsere Stimme wirkt klar und verständlich. Ein heftiges Übersteuern, wie man es gerade von günstigen Gaming-Headsets häufig kennt, gibt es hier nicht.

Akkuleistung

Was für eine Art von Akku im Astro A50 verbaut ist, wird nicht kommuniziert. Wir können allerdings die versprochene 24-Stunden-Laufzeit bestätigen. Das wirkt im Vergleich zu manch anderen Gaming-Headsets eventuell etwas kürzer.

Da man das Headset aber ohnehin auf die Basisstation stellt, wenn man es nicht benötigt, fällt die Laufzeit hier nicht sonderlich ins Gewicht. Sie reicht problemlos aus, um es über den Tag hinweg im Homeoffice zu verwenden und abends im Anschluss damit zu zocken. Wir haben es einen Arbeitstag probeweise durchgehend angehabt und hatten am Abend immer noch für mindestens 15 weitere Stunden Saft.

Preis

Das Logitech G Astro A50 Gen 5 hat eine UVP von 330 Euro. Aktuell kostet es etwa 235 Euro in Schwarz. In Weiß gibt es das Gaming-Headset momentan für knapp 252 Euro.

Fazit

Das Logitech G Astro A50 Gen 5 überzeugt uns mit tollem (3D-)Sound und einem Mikrofon, das die Stimme klar und verständlich einfängt. Die Basisstation bietet neben dem PC zusätzliche Verbindungen zu diversen Konsolen und überzeugt mit einer störungsfreien und großzügigen Funkreichweite. Dank Bluetooth koppelt man auch das Smartphone parallel problemlos mit dem Headset. Erstellbare EQ-Profile erlauben zudem, das Soundbild den eigenen Bedürfnissen anzupassen.

Während uns die Ohrpolster sofort überzeugt haben und unheimlich bequem zu tragen sind, erzeugte das Kopfpolster bei uns in den ersten Tagen unangenehme Druckstellen, die nach ein paar Tagen im täglichen Gebrauch aber verschwanden. Für 235 Euro ist das Gaming-Headset zudem alles andere als ein Schnäppchen. Wer jedoch auf der Suche nach einem hochwertigen Gesamtpaket mit genialem Sound ist, kommt um das Logitech G Astro A50 Gen 5 kaum herum.

Teufel Cage Pro im Test: Gaming-Headset mit Bluetooth & Funk gegen heiße Ohren

Das Teufel Cage Pro Gaming-Headset ist mit Bluetooth und Funk ausgestattet, um auch unterwegs Musik hören zu können.

VORTEILE

  • hochwertige Verarbeitung
  • mit Bluetooth auch unterwegs nutzbar
  • guter Klang
  • solide Akkulaufzeit

NACHTEILE

  • Mikrofonqualität enttäuscht
  • Ladekabel zu kurz, um es am PC zu verwenden
  • Zwei-Kanal-Audio nur umständlich justierbar

Das Teufel Cage Pro Gaming-Headset ist mit Bluetooth und Funk ausgestattet, um auch unterwegs Musik hören zu können.

Durch sein hochwertiges Design macht das Gaming-Headset Teufel Cage Pro direkt beim Auspacken auf sich aufmerksam. Mit Bluetooth 5.2 ausgestattet, kann man es auch problemlos als reguläres Headset für unterwegs verwenden, dem abnehmbaren Mikro sei Dank. Teufel verspricht zudem eine lange Akkulaufzeit und erstklassigen Klang. Wie es um genau den bestellt ist und ob das Headset den Gaming-Zusatz verdient, klären wir im Test.

Design

Direkt nach dem Auspacken überzeugt das Teufel Cage Pro mit einer edlen und hochwertigen Optik. Das anthrazitfarbene Gehäuse kommuniziert mehr Business-Chic als Gaming, spätestens beim Einschalten der Peripherie offenbart sich jedoch deren Einsatzgebiet: Dann fangen nämlich die LEDs hinten an beiden Kopfhörern prompt an, bunt zu leuchten. Die Kombination beißt sich stilistisch etwas, und RGB-Beleuchtung erscheint uns bei einem Headset generell wenig gewinnbringend. Schließlich sieht man selbst von den bunten Farben leider nichts, wenn man das Gaming-Headset auf dem Kopf hat. Praktischerweise lässt sich die Beleuchtung bei Bedarf aber problemlos per Software oder direkt via Button am Gerät deaktivieren.

Für die Innenseite der Ohrpolster verwendet Teufel einen Stoffbezug. Der Faux-Lederbezug außen am Polster wertet indes die Optik des Gaming-Headsets weiter auf. In der Vergangenheit haben wir mit dieser Art Faux-Lederbezug bei anderen Produkten jedoch häufig schlechte Erfahrungen gemacht, da er gerne mal nach ein paar Jahren abblättert und die schicke Optik dann dahin ist. Praktischerweise bietet Teufel Ersatz im Webshop an. Das Polster am Kopfband hat ebenfalls den Faux-Lederbezug spendiert bekommen.

Die Verarbeitung überzeugt: Weder die Gelenke des Headsets noch das größenverstellbare Kopfband knarzen oder verhaken sich bei Benutzung. Das Kopfband rastet an verschiedenen Punkten zuverlässig ein. Alles sitzt sauber und ohne Spaltmaße.

Ausstattung

Dem Cage Pro liegt ein USB-A-zu-USB-C-Ladekabel bei, sowie ein 3,5-mm-Aux-Kabel. Für die Funkverbindung ist ein Funkreceiver (USB-A) inkludiert. Das Mikrofon ist ansteckbar und separat verpackt. Eine Kurzanleitung sowie die Sicherheitshinweise liegen ebenfalls bei. Auf die Waage bringt das Cage Pro in etwa 345 g.

Neben der 2,4-GHz-Funkverbindung hat es auch Bluetooth 5.2 (BT) mit AAC und Multipoint an Bord. Zum USB-C-Anschluss, über den das Gaming-Headset geladen wird, gibt es noch eine 3,5-mm-Buchse. Die Funkverbindung überzeugt: Wir können problemlos und ohne Einbrüche von überall in einer 120-m²-Wohnung das Funksignal aufrechterhalten, mit offener und geschlossener Tür zum Büro. Beim Zocken am PC ist die Verbindung auch stets verzögerungsfrei.

Mit dem Smartphone im Büro liegend, bleibt auch die BT-Verbindung in der ganzen Wohnung ohne Qualitäts- und Verbindungseinbrüche bestehen. Die Einrichtung ist schnell erledigt. Per Schalter am Headset wechselt man zwischen 2,4-GHz-Funk und BT. Es startet dann automatisch den Pairing-Modus, wenn es nicht bereits mit einem Gerät gekoppelt wurde.

Für den Voice-Chat dient ein gerichtetes Kondensator-Mikrofon, welches jederzeit angesteckt oder abgenommen werden kann. Es sitzt dank magnetischer Halterung auch bombenfest am Cage Pro und kann sich nicht einfach so lösen. Der flexible Mikrofonarm lässt sich gut in die gewünschte Position biegen. Am Headset selbst gibt es zudem eine dedizierte Stummschalttaste, um das Mikrofon stumm oder live zuschalten. Etwas verwirrend sind die Geräusche, mit denen das Cage Pro Informationen an den Träger übermittelt. Vor allem am Anfang ist es schwer zu entschlüsseln, welcher Ton jetzt bedeutet, dass das Mikrofon stumm oder aktiv ist. Generell wäre hier eine reguläre Stimmansage besser gewesen.

In beiden Kopfhörern steckt ein 40-mm-Treiber mit einem Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hz. Er unterstützt virtuellen 7.1-Surround-Sound via DTS Headphone:X v2, was vor allem für kompetitive Spiele wichtig ist. Das Cage Pro hat jeweils einen separaten Audiokanal für den Voice-Chat und das Spiel. Dadurch lassen sich beide Audioquellen getrennt voneinander regulieren. Leider gibt es neben dem normalen Lautstärkeregler keinen eigenen Regler dafür am Headset, wie ihn etwa das Logitech Astro A50 Gen 5 hat. Man kann zwar die Multifunktionstaste auf der rechten Seite dafür einrichten, die wechselt dann aber nur durch vordefinierte Lautstärkeverteilungen hindurch. Eine Feinjustierung ist so nicht möglich.

Software

Essenziell für den vollen Funktionsumfang der Teufel Cage Pro ist das Teufel Audio Center. Damit aktualisiert man nicht nur die Firmware des Gaming-Headsets, sondern hat unter anderem Zugriff auf die EQ-Presets (Equalizer).

Insgesamt sechs verschiedene EQ-Presets gibt es, die Filme, Spiele, Musik und mehr abdecken. Auch eigene EQ-Presets lassen sich über das Programm anlegen. Für das Mikrofon gibt es keine eigenen EQ-Presets. Die Einstellungsmöglichkeiten hier sind ernüchternd, denn man kann lediglich die Lautstärke des Mikros anpassen.

Die Farbe der LEDs, wie stark und ob sie überhaupt leuchten sollen, legt man ebenfalls im Audio Center fest. Effekte gibt es keine. Die LEDs leuchten statisch.

Über das Shortcuts-Menü legt man bei Bedarf bestimmte Headset-Funktionen und Einstellungen wie das Ein- und Ausschalten von EQs auf die Tasten der Tastatur.

Tragekomfort

Die Ohrpolster sind weich und umschließen angenehm die Ohren. Sie fühlen sich auch nach mehreren Stunden auf dem Kopf super komfortabel an. Trotz des beworbenen Belüftungssystems wird es aber nach längerem Tragen darunter dann doch etwas warm. Im Winter stört das nicht, im Sommer kann es dann doch stellenweise unangenehm werden. Das Problem haben aber die meisten Over-Ear-Headsets. Praktisch ist, dass man die Polster abnehmen und gegen neue austauschen kann. Im Teufel-Webshop gibt es die Ersatzteile für knapp 17 Euro.

Beim Kopfbandpolster mit Faux-Lederbezug entsteht bei uns gelegentlich nach kurzer Zeit eine Druckstelle, die sich in unserem Fall durch leichtes Verschieben des Kopfbands auflöst. Hier sollte man im Idealfall, wenn die Möglichkeit besteht, selbst einmal das Headset anprobieren und ein paar Minuten tragen. Wir verwenden das Cage Pro mit der maximalen Größeneinstellung. Die Kopfhörer lassen sich um ein paar Grad nach Innen und Außen drehen, komplett einklappen kann man sie aber nicht.

Soundqualität

Mit den entsprechenden Equalizern liefert das Teufel Cage Pro einen guten und runden Sound ab. Auch ohne EQ-Preset kann sich der Klang schon hören lassen, ist aber stellenweise etwas flach. Wir haben die Lautsprecher beim Zocken, Musik hören und in Voice- und Videocalls verwendet. Beim Spielen bildet der Surround-Sound zuverlässig Geräuschrichtungen ab und mit dem FPS-Preset hört man Gegnerschritte klar heraus. Auch Schüsse kommen knackig und mit Wumms bei den Ohren an. Hier enttäuscht das Headset nicht. Details gehen selbst bei chaotischeren Klangbildern nicht verloren. Beim Musikhören überzeugt uns das Cage Pro ebenfalls: Es liefert einen warmen Sound ab und kommt sowohl mit ruhigeren Liedern als auch härterer Musik gut klar. Der Gesang ist gut verständlich und Instrumente gehen nicht unter. Hier kommt auch der Bass gut zur Geltung.

Das Mikrofon ist hingegen leider eine Enttäuschung. Für eine UVP von 200 Euro erwarten wir hier dann doch etwas mehr. Beim Sprechen kommt immer mal wieder ein leises Rauschen mit durch, am Ende von Sätzen manchmal auch ein relativ lautes „Whoosh“. Da das Mikrofon sehr nahe am Mund platziert werden muss, um die Stimme einzufangen, kann es je nach Position auch sein, dass es Atemgeräusche mit aufnimmt. Die fehlenden Noise-Gate-Einstellungen der Software machen sich hier leider bemerkbar. Für Spielecomms oder Voice-Chats reicht es zwar aus, wirklich gut klingt man damit aber nicht.

Akku

Der 1000-mAh-Akku verspricht laut Teufel bis zu 68 Stunden im Funkbetrieb bei mittlerer Lautstärke (über 80, wenn man nur BT mit AAC verwendet). Bei uns hält er nicht ganz so lange: Wir kommen bei voller Lautstärke, ausgeschalteten LEDs und im Funkbetrieb aber trotzdem locker auf über zwei Tage, bevor wir das Headset laden müssen. Das ist eine solide Laufzeit.

Preis

Das Teufel Cage Pro hat eine UVP von 200 Euro. Aktuell ist es jedoch auf 130 Euro heruntergesetzt.

Fazit

Das Teufel Cage Pro für aktuell 130 Euro weiß mit einem hochwertigen Design und einwandfreier Verarbeitung zu überzeugen. Dank einer zusätzlichen Bluetooth-Verbindung und abnehmbarem Mikrofon lässt sich das kabellose Gaming-Headset auch problemlos unterwegs verwenden. Auch beim Sound macht das Teufel Cage Pro vieles richtig und liefert beim Zocken, Musikhören und im Voicecall einen klaren und runden Sound ab. Das Mikrofon ist hingegen bei einer UVP von 200 Euro einfach nicht gut. Es zeichnet sich durch ein leises, begleitendes Rauschen und eine generell niedrige Stimmqualität aus. Anpassungsmöglichkeiten per Software fehlen hier.

Wer die schwache Leistung des Mikros verzeihen kann, bekommt am Ende des Tages aber ein gut klingendes und hochwertiges Headset. Gerade die Möglichkeit, es auch unterwegs nutzen zu können, dürfte für viele sicherlich attraktiv sein.

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