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10 GEO-Kernfragen beantwortet: Digital Bash Update 2026 %


Die Echtzeitinhalte werden laufend aktualisiert, während die Modelltrainings dazu beitragen, dass die LLMs im Hintergrund in Abständen von einigen Monaten optimiert und mit neuen Modellversionen versehen werden. Der Hinweis auf die Dynamik von Ergebnissen in der KI-Suche wird auch in einer Ahrefs-Analyse deutlich, nach der sich AI Overviews von Google im Schnitt alle 2,15 Tage verändern (bei 43.000 untersuchten Beispielen).

AI Overviews ändern sich rasch, © Ahrefs
AI Overviews ändern sich rasch, © Ahrefs

5. Ich arbeite für ein Fachmagazin. Sollten wir es zulassen, dass KI die Nachrichten auslesen kann? Die Tagesschau hat darauf verzichtet, weil sie ihren Traffic auf der Website behalten wollen.

Die Frage, ob man Inhalte für die Indexierung bei Google und Co. oder Übernahme durch KI-Dienste bereitstellen möchte, ist nicht neu. Sie erfährt aber in Zeiten der KI-Suche eine neue Brisanz, da ChatGPTs Zusammenfassungen, AI Overviews, der AI Mode und Co. nachweislich den Traffic zu Zielseiten minimieren. Viele User erfahren direkt aus dem Suchkontext heraus, was sie wissen möchten und besuchen weniger Publisher-Seiten, sodass diese Traffic verlieren, der als Faktor für das Geschäftsmodell oft essentiell ist. So nimmt es kaum wunder, dass einige Verlage bereits gegen Google geklagt haben, weil sie eine „illegale Journalismusausbeutung“ etwa in den AI Overviews sehen, die sich ihrer Inhalte bedienen.


So krass senken AI Overviews die Klickrate

Smartphone und Laptop Screen mit AI Overviews und AI Mode von Google
© Google via Canva

Einige Medienhäuser werfen Google vor, Inhalte zu missbrauchen, um das Geschäft der Publisher zu bedrohen. Moniert wird auch der Umstand, Inhalte nicht für AI Overviews ausschließen zu können, ohne eine gesamte Deindexierung in Kauf zu nehmen. Das Blockieren von AI Crawlern ist bei Cloudflare schon zum Standard geworden; Pay-per-Crawl soll eine Alternative bieten. Außerdem möchte das Internet- und Cybersicherheitsunternehmen, über dessen Netzwerk 20 Prozent aller Websites laufen, mit der neuen Content Signals Policy Publishern ermöglichen, ihre Inhalte KI-Diensten wie AI Overviews in der Suche vorzuenthalten, ohne die Indexierung zu gefährden. Damit das klappt, müsste Google aber mitspielen.

Einen AI Overview Opt-out diskutiert das Vereinigte Königreich bereits seit einiger Zeit im Rahmen einer Prädikatszuschreibung, die Googles massive Marktmacht anerkennt und zu regulieren sucht. Das ist auch der Grund, aus dem Google jetzt selbst reagiert. Die Competition and Markets Authority (CMA) möchte Publishern mehr Kontrolle ermöglichen und die Verwendung von Content in AI Overviews fakultativ machen. Bisher haben die Publisher zwar die Option, Websites als noindex von der Indexierung durch Google auszuschließen, was für die Reichweite wenig förderlich ist, oder mithilfe von Google-Extended zu entscheiden zu, ob ihre Inhalte Gemini und Vertex AI unterstützen sollen oder nicht.

Auch Kontrollen für Featured Snippets und Image Previews (die sogar für AI Overviews gelten) gibt es bereits. Allerdings können Website-Betreiber:innen nicht direkt steuern, ob und wie Google Inhalte für AI Overviews und den AI Mode heranzieht. Tauchen sie in diesen KI-Übersichten oder im AI Mode auf, werden sie zwar als Quellen genannt, doch die Click-Through-Wahrscheinlichkeit könnte geringer ausfallen, während Google ohnehin aus diesen Übersichten oft zunächst auf eigene Properties wie weiterführende Informationen aus der Suche verlinkt. Zudem befürchten manche Publisher, dass Google und andere KI-Dienste ihre Inhalte als Zusammenfassung übernehmen, ohne die Quelle in gebührendem Maße zu wertschätzen. Daher gibt Google in einem neuen Blog Post mit Verweis auf die CMA-Bestrebungen im UK an, eine Opt-out-Option zu evaluieren.

Google beschwichtigt Publisher grundsätzlich mit dem Hinweis darauf, dass Engaged Clicks nachhaltigeren Traffic liefern könnten, wenn User durch KI-Ergebnisse bereits vorinformiert sind. Der SEO Traffic sinkt jedoch für viele, die sich zugleich fragen, ob sie für die Content-Aufnahme und -Verarbeitung durch Google und andere Dienste nicht entlohnt werden sollten. Deals mit Medienhäusern, wie sie etwa Meta für die Meta AI zum Beispiel mit der Süddeutschen Zeitung abgeschlossen haben, bieten eine Art Kompromiss. Erste Initiativen gibt es bereits, etwa Microsofts Publisher Content Marketplace, der zum Beispiel von der neuen KI-Suche Yahoo Scout unterstützt wird. Doch das Ungleichgewicht zwischen riesigen Tech-Konzernen und ihrer immensen Marktmacht, die sie für die Content-Distribution nutzen, um damit über Werbung, Shopping-Integrationen und andere Touchpoints Gewinn zu machen, wächst weiter. Und Publisher müssen abwägen, wie sie ihre Content-Erstellung und -Verbreitung im Jahr 2026 und darüber hinaus strategisch planen möchten.

Wenn nun der Inhalt der eigenen Seite gesichert über diverse Kanäle ausgespielt und dort gefunden werden kann und man nicht von der Sichtbarkeit in der Suche abhängt, ist es eine Option, Crawlern keinen Zugriff zu gewähren und etwaige Opt-outs zu nutzen. Allerdings sind Publisher auf diversen Plattformen Dritter deren Regeln ausgesetzt.

6. Wie schätzt ihr das WebMCP in der early Preview von Google ein?

KI-Agents könnten Websites bald nicht mehr wie Menschen bedienen müssen. Mit WebMCP stellen Google und Microsoft einen Ansatz vor, der das Surfen im Hintergrund grundlegend verändern könnte. Statt sich durch Menüs zu klicken oder Inhalte visuell zu interpretieren, greifen KI-Systeme direkt auf Funktionen einer Website zu. Websites wären dann nicht mehr nur Orte zum Lesen oder Shoppen, sondern technische Schnittstellen für automatisierte Aktionen. Website-Betreiber:innen sollten sich auf jeden Fall mit dieser Option zur Anbindung beschäftigen, um sich für das Agentic Web zu wappnen. Es kann ein Baustein sein, um Sichtbarkeit und Relevanz für verschiedene Akteur:innen sicherzustellen. In unserem Beitrag findest du mehr Informationen zum WebMCP.


Zäsur fürs Agentic Web?
WebMCP soll Websites zur API für KI Agents machen

Mehrere Google Chrome-Logos auf weißen Blöcken, verbunden
© Growtika – Unsplash

7. Wie gestalte ich eine optimale GEO Landingpage von Seitenstruktur über Aufbau bis Content, so dass sie optimal zitiert und als Quelle genutzt werden kann?

Auf diese Frage gibt es enorm viele Antworten. Zwar gibt es keine Musterlösung, denn grundsätzlich gilt, dass die Inhalte in erster Linie aktuell und relevant, aber auch maschinenlesbar sein müssen. Es gibt GEO-Checklisten und konkrete Tipps von Expert:innen, die du beherzigen kannst. Eine Erläuterung liefert zum Beispiel GEO-Expertin Katrink Winkler. Sie zeigt, welche Bausteine eine Seite benötigen, um im Zeitalter der KI-Suche gefunden zu werden.

Inhalte als Bausteine helfen bei der Sichtbarkeit in KI-Ergebnissen, © Katrin Winkler
Inhalte als Bausteine helfen bei der Sichtbarkeit in KI-Ergebnissen, © Katrin Winkler

Auf der Seite Wortverkauf.de findest du die Zusammenfassung ihres Digital Bash-Vortrags zum Thema, der sehr beliebt war. Du kannst dir diesen Vortrag auch ansehen; melde dich einfach für das vergangene Event an.


Bei der Aufzeichnung des Digital Bash – Content Marketing findest du Katrins Vortrag: „Wie entwickelt man ein GEO-optimiertes Content-Design für die Website?“.


8. Reicht ein einzelner guter Inhalt für GEO überhaupt aus, oder entsteht zitierfähige Autorität erst durch Referenzen, externe Erwähnungen und eine konsistente Themenabdeckung über Zeit?

Wer nur auf einen guten Inhalt baut, braucht womöglich für diesen eine Sonderstellung, um darüber langfristig als Go-to-Quelle genutzt zu werden. Denn gerade im Zeitalter der KI-Suche zeigt sich, dass Erwähnungen auf Seiten Dritter, Aktualität und Brand-Autorität für die Zitierfähigkeit von Vorteil sind – vor allem, wenn sich Ergebnisse dynamisch entwickeln.

Die Discoverability auf einen guten Inhalt zu beschränken, wenn die Möglichkeit zur Diversifizierung besteht, würde verschenktes Potential bedeuten. Zumindest aber sollte für diesen hypothetischen starken Inhalt jedwede Analyse und Anpassung für zeitgemäße Suchentwicklungen angewendet werden, um sie als relevante Quelle bei verschiedenen Playern genutzt zu wissen. Zudem unterliegt das Prädikat „gut“ oft einer subjektiven Einordnung. Ist der Content gut, weil er in der Suche performt, performt er dort nicht, obwohl er als qualitativ gut eingestuft wird oder gibt es eine quantitative Bestätigung wie eine hohe Anzahl an Visits, Downloads (bei Dokumenten) oder Ähnlichem?

Wie es Google vor ein paar Monaten schon gesagt hat, entsteht gute GEO auf der Basis guter SEO. Danny Sullivan von der Search Liaison hat schon 2010 klargestellt:

SEO doesn’t mean you get into blue links on Google, SEO means you understand how people search for content […].

Bei der GEO sollten Webmaster ebenfalls auf die neuen Suchmuster achten und ausgehend davon Informationen und Inhalte bereitstellen, möglichst unikal, möglichst vielfältig aufbereitet; man denke auch an die multimodalen Fähigkeiten von Lösungen wie dem AI Mode und ChatGPT.

Der GEO-Action-Plan von Eico Schweins, © Eico Schweins, 4V Visions
Der GEO-Action-Plan von Eico Schweins, © Eico Schweins, 4V Visions

9 Wie kann man den Bruch auflösen, der dadurch entsteht, dass man aus dem Dialog im Sprachmodell in den Monolog auf der Website zurückfällt? Der schönste Traffic durch SEO und GEO hilft ja nicht, wenn die UX dann abbricht, oder?

Das kommt sicherlich ganz auf die Intention der User an. Wenn diese über die Ergebnisse aus der Suche auf Seiten kommen, auf denen sie beispielsweise direkt etwas kaufen, nachlesen oder auch nur nachgucken wollen – wie ein Datum oder einen Preis –, dann braucht es womöglich keine Dialogstruktur für die User. Möchten diese aber auf der Seite navigieren, über Angebote und Content-Bereiche informiert werden, kann es sich anbieten. Zunächst einmal können User selbst in der aus dem KI-Chat bekannten Struktur arbeiten, indem sie beispielsweise KI-Zusammenfassungen über Browser erstellen lassen oder in den AI Browsern direkt mit ChatGPT (bei Atlas) oder Gemini (bei Chrome) chatten, um die Chatbots etwas über die Seiten zu fragen.

Website-Betreiber:innen können aber ebenso selbst eine Anschlussoption bieten. So können sie eigene AI Agents anbinden, die einen KI-Dialog auf der Website bieten und beispielsweise Chatbots verwalten. In diesem Kontext ist nochmals bemerkenswert, dass es gilt, sich auf die Nutzungsrealitäten in der Suche einzustellen. Die Entwicklung eigener Agents und Subagents, idealerweise gefüttert mit Nutzungsdaten der eigenen Seite, ist dank Google, Adobe, Salesforce, Anthropic, OpenAI und Co. einfacher denn je.

10. Welche Tools nutzt ihr, um die Sichtbarkeit eurer Marke im Netz zu messen und Brand-Erwähnungen zu monitoren?

Eico Schweins nennt PeecAI, Otterly, Rankscale, und das Prompt Tracking von SISTRIX. SISTRIX liefert umfassende Möglichkeiten, um beispielsweise LLM-Erwähnungen zu tracken.

Das funktioniert auch bei Similarweb und anderen Anbieter:innen. Adobe bietet zum Beispiel einen LLM Optimizer und die kostenlose Chrome-Erweiterung „Is Your Webpage Citable?“. Und über die Semrush App in ChatGPT können User mit Prompts in natürlicher Sprache SEO Insights aufrufen und ganze Reports erstellen lassen.

Screenshot des Adobe LLM Optimizer Dashboards, das Markenpräsenz und Sichtbarkeit in KI-Antworten mit Kennzahlen zu Erwähnungen, Zitierungen und Benchmark-Vergleichen anzeigt.
Dashboard-Ansicht im Adobe LLM Optimizer, © Adobe

Google liefert neuerdings zum Thema Brand-Sichtbarkeit einen Filter zur Unterscheidung zwischen markenbezogenen und nicht markenbezogenen Suchanfragen im Leistungsbericht in der Search Console. Die Zahl der Tools und Tracking-Optionen ist groß. Für Marketer bietet es sich an, verschiedene Optionen zu testen, gerade solche, die in Diensten integriert sind, die das eigene Unternehmen ohnehin nutzt. Ein Tipp: Lass dir von verschiedenen KI-Tools Übersichten zu relevanten Tools geben oder frage auf LinkedIn, Reddit und Co. nach, was deine Peers nutzen.

Du kannst dir einen Ausschnitt aus dem Talk von Eico Schweins in diesem YouTube-Video ansehen. Die gesamte Aufzeichnung des Events mit weiteren aufschlussreichen Talks zum Thema von Sebastian Grundt, Katrin Winkler und Kathrin Häußler kannst du dir über die nachträgliche Anmeldung zum Event sichern.


Digital Bash – AI Search & GEO





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Legendary Mirko: Mit dieser True-Crime-Parodie wirbt Lidl für sein Bonussystem


Der „Punkte Lord§ statt der „Dunkle Lord“: Lidl zeigt Humor

Luxusautos, Privatjets, Jachten – und dann wohnt er auch noch in einem Schloss. Als junger Schnösel macht man sich damit verdächtig. Doch „Legendary Mirko“ hat keinen Dreck am Stecken, wie man vermuten würde. Für den Reichtum des Social-Media-Stars gibt es einen einfachen Grund, wie Lidl in seinem neuen Werbefilm enthüllt.

Zu teuer, zu wenig nachhaltig, zu unflexibel – immer mehr Handelsunternehmen wenden sich vom traditionellen Werbeprospekt ab und verlagern die Angebotskommunikation stattdessen auf digitale Kanäle. Zwar setzt Lidl anders als etwa Rewe nach wie vor auf gedruckte Werbeprospekte. Doch wie alle großen Lebensmittelhändler arbeitet auch der Discounter aus der Schwarz Gruppe mit Hochdruck daran, die eigene App als zentrales Kundenbindungsinstrument zu etablieren. 

Dabei helfen soll eine Kommunikationsoffensive. Nachdem vor einigen Wochen schon passend zur Fußball-WM eine große Kampagne mit Bundestrainer Julian Nagelsmann gestartet ist, legt Lidl jetzt mit einem Werbefilm nach, der als Parodie auf bekannte „Money Scam“- und „True-Crime“-Formate zu verstehen ist und daher alles mitbringt, um in den sozialen Medien durch die Decke zu gehen. 
Das Zeug zum Viralhit hat der Film schon wegen des Hauptdarstellers. Als Testimonial konnte kein Geringerer als „Legendary Mirko“ gewonnen werden. Der deutsche Comedy- und Entertainment-Creator, der als „Lord Mirko“ über 1 Million Follower auf TikTok und 357.000 Fans auf Instagram um sich geschart hat, schlüpft auch für Lidl in die Rolle seines Kult-Charakters und dürfte dem Streifen schon wegen seiner großen Anhängerschaft viel Reichweite bescheren.
In dem knapp 100 Sekunden langen Werbefilm, den nach Informationen von HORIZONT die Augsburger Kreativschmiede Any Agency in Zusammenarbeit mit Regisseur David Helmut entwickelt hat, gerät „Legendary Mirko“ ins Visier von Fahndern, die wegen seines offen zur Schau gestellten Reichtums misstrauisch werden und den Verdacht hegen, dass er etwas auf dem Kerbholz haben könnte. Doch am Ende gibt es eine große Überraschung. Denn das Geständnis, das „Legendary Mirko“ in einem typischen Verhörraum im Beisein der Kriminalbeamten ablegt, fällt ganz anders aus als von den Fahndern vermutet. „Ich kauf einfach nur bei Lidl ein“, verrät er das Geheimnis seines Reichtums. Das kapieren am Ende auch die anfangs misstrauischen Fahnder. „Er war nie reich geboren. Er hat sich reich gespart“, sagt einer der Ermittler.  „So f*cking easy!“, sagt seine Kollegin.

Spot mit neuem Testimonial

Darum macht Julian Nagelsmann Selfies an der Lidl-Kasse

Bereits vergangene Woche gab Lidl bekannt, dass Fußball-Bundestrainer Julian Nagelsmann als neues Testimonial für die Lidl Plus App wirbt. Jetzt wurde auch der Spot dazu veröffentlicht, der Nagelsmann in einem sympathischen Zusammentreffen mit zwei älteren Fans an der Lidl-Kasse zeigt.

Der Rest ist dann einfach Werbung – und zwar für das neue Bonussystem Lidl Punkte, das die bisherigen Vorteilsangebote wie den Rabattsammler und die Rubbellose ablöst und für das „Legendary Mirko“ diesmal passenderweise als „Punkte Lord“ wirbt. Konkret können Nutzer der Lidl Plus App mit Lidl Punkte seit Anfang Juni ihre Prämien eigenständig auswählen. Das Angebot reicht von Lebensmitteln des täglichen Bedarfs über Rabatte für den Lidl-Onlineshop bis hin zu Wert-Coupons. „Mit den Lidl Punkten bedanken wir uns bei unseren Kunden für ihre Treue und geben ihnen die Freiheit, selbst zu entscheiden, welche Vorteile für sie die besten sind“, bringt Julius von Schnurbein, Leiter Customer Relations bei Lidl, die Werbebotschaft auf den Punkt.

Loyalty-App

Bei Lidl Plus gibt es jetzt Punkte

Der Rabattsammler bei Lidl Plus ist bald Geschichte. Ab Juni gibt es in der Loyalty-App des Schwarz-Discounters stattdessen Punkte. Erstmals werden auch Online-Umsätze einbezogen.



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Erste europäische Search API jetzt als Self Service verfügbar


Der erste europäische Suchindex Staan macht seine Search API für Developer verfügbar, die ihre AI Agents und Assistants damit an eine unabhängige Alternative zu Big Tech aus den USA koppeln können.

Google ist die wichtigste Suchmaschine der Welt. In Deutschland folgt in Sachen Marktanteile mit weitem Abstand Bing von Microsoft – mit 9,5 Prozent gegenüber 80,5 Prozent bei Google. Neben Yandex aus Russland schafft es mit Ecosia auch eine deutsche Alternative in die Liste der relevanteren Suchoptionen hierzulande, mit immerhin 1,6 Prozent Marktanteil. Ecosia hat zusammen mit der französischen Suchmaschine Qwant 2025 den ersten europäischen Suchindex aufgebaut. Das Ziel: mehr Unabhängigkeit von Big Tech und den USA. Olivier Abecassis, CEO von Qwant und des Joint Ventures European Search Perspective (EUSP) sagte:

The mission is clear – to develop democratic, sovereign tech on the continent at the same time when generative AI will profoundly redefine the online search experience.

Der Index namens Staan (Search Trusted API Access Network) bietet Zugriff auf Informationen aus dem Web, die Unternehmen für ihre Suchmaschinen und KI-Dienste nutzen können. Dieser Index wird inzwischen von Ecosia, Qwant und der solidarischen Suchmaschine Lilo genutzt. Und jetzt ist die API im Self Service für Developer verfügbar. Das ist nicht die einzige große Neuigkeit aus dem Kosmos der europäischen Suchalternativen.


Für Unabhängigkeit von Google:

Ecosia und Qwant bauen ersten europäischen Suchindex auf

Erste europäische Search API jetzt als Self Service verfügbar
© Qwant via Canva

Millionen Dokumente für AI-Dienste: Staan füttert Tools mit Infos und bleibt transparent

Der europäische Suchindex Staan bietet direkten Zugang zu dem proprietären Web-Index der europäischen Suchunternehmen. So kann er KI-Diensten, die verknüpft werden – zum Beispiel KI-gestützte Suchfelder oder Research Agents –, relevante Informationen aus dem Web vermitteln. Dabei hält Staan die Datenschutzstandards der EU, etwa der DSGVO ein, und setzt auf Transparenz. Der Index liefert Suchergebnisse, Content von Websites und teilweise Markdown- oder HTML-Elemente. Jetzt steht die Search API im Self Service für Entwickler:innen zur Verfügung, die auf Ecosias und Qwants eruopäische Search-Alternative bauen möchten. Auf LinkedIn erklärt der Qwant Account:

[…] Starting today, Staan allows any developer to get their API key and start powering their assistants, copilots and AI agents in minutes.

Staan soll langfristig ein wichtiger Baustein einer souveränen europäischen Digitalstruktur werden, die Qwant schon seit Jahren anstrebt. Im Interview von 2020 erläuterte Jean-Claude Ghinozzi, seinerzeit CEO des Unternehmens, uns gegenüber:

Natürlich ist und bleibt es unsere DNA, das Recht unserer Nutzer auf Privatsphäre zu verteidigen. Aber was uns darüber hinaus auszeichnet, ist die Verteidigung und Förderung der europäischen Werte und der europäischen digitalen Unabhängigkeit. In der Tat arbeiten wir jeden Tag daran, dies zu erreichen, echte europäische digitale Souveränität zu erlangen und sicherzustellen, dass europäische Bürger im Internet surfen können, ohne auf die Werte verzichten zu müssen, die uns wichtig sind […]. 

Die EU selbst setzt derzeit gezielt auf Pläne, um die Tech-Abhängigkeit Europas von den USA zu minimieren. Dafür wurde eigens ein neuer Plan vorgestellt. Derweil wird Qwant offiziell zur Default-Suchmaschine des EU-Parlaments.


„Your digital future is made in Europe“:
Europas Plan gegen Tech-Abhängigkeit

Pixel-Art-Grafik einer Figur, die von „Other tech“ zu „EU Tech“ springt. Der Schriftzug „Level Up“ symbolisiert den Technological Sovereignty Plan der EU, mit dem Europa die technologische Unabhängigkeit stärken und eigene Alternativen bei Cloud, KI, Halbleitern und Software fördern will.
© Europäische Kommission

Ecosia wiederum setzt in Europa und besonders im Kernmarkt Deutschland auf neue KI-Funktionen wie AI Overviews – die anders als bei Google bei Bedarf ausgestellt werden können.

So sehen die AI Overviews von Ecosia aus, © Ecosia, Screenshot der Suchseite Ecosias
So sehen die AI Overviews von Ecosia aus, © Ecosia

Für die detaillierte Suche, tiefere Recherche oder die Konversation mit einer KI gibt es zusätzlich die KI-Suche mit Chat à la AI Mode oder ChatGPT. Damit die Energie für die Generierung der Suchergebnisse im Kontext dieses Index nachhaltig ist, setzt Ecosia immer wieder auf das Investment in Solar- und Windparks. Erst vor wenigen Monaten investierte Ecosia weitere zwei Millionen Euro in den Ausbau eines deutschen Solarparks. Ecosias KI-Funktionen verzichten bewusst auf besonders energieintensive Features wie Videogenerierung oder tiefgehende Research-Funktionen, die den Rechenaufwand stark erhöhen würden. Zur Messung und Steuerung des Energieverbrauchs nutzt Ecosia unabhängige Tools wie EcoLogits und den Hugging Face AI Energy Score. So setzt Ecosia auf die Balance zwischen Nachhaltigkeit als Kernmission des Unternehmens, europäischer Unabhängigkeit und guten Search Features. 2024 erklärte uns Head of Ecosia Germany Génica Schäfgen:

Wir wollen unseren Usern nicht nur einen guten Zweck, sondern auch ein gutes Produkt anbieten.


KI-Suche mit Nachhaltigkeit:

Ecosia setzt auf AI Overviews

Génica Schaefgen im Portrait, Ecosia-Logo und abstrakte Bäumen in bunt, heller Hintergrund
© Ecosia via Canva

Stelle OnlineMarketing.de als bevorzugte Quelle auf Google ein

Wenn du OnlineMarketing.de auf Google als bevorzugte Quelle einstellen möchtest, um auch in den Schlagzeilen auf Google immer aktuelle News und Tipps aus der Welt des Marketing und der Tech-Entwicklungen zu finden, kannst du einfach die Google-Quelleneinstellungen aufrufen und die Seite anwählen. Über das Stern-Icon neben den Top Stories kannst du ebenfalls bevorzugte Quellen für die spätere Suche speichern.





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Klimafreundliche Außenwerbung: Diese Marken setzen ein starkes Zeichen zum „ShowYourStripes Day“


Die Umweltbank beteiligt sich an einer aktuellen Awareness-Kampagne gegen den Klimawandel

Ab Mitte der Woche wird es in ganz Deutschland sommerlich heiß – bestes Timing für eine bundesweite DOOH-Kampagne nachhaltigkeitsorientierter Marken, die gemeinsam auf die zunehmende Erderwärmung aufmerksam machen wollen. Und die Werbe-Screens haben sogar einen positiven Effekt auf das Klima.

Initiiert wurde die Kampagne vom grünen Außenwerbe-Vermarkter climAD, der neun ausgewählten Marken auf Digital-out-of-Home-Flächen hierfür in Summe 63 Millionen Kontakte zur Verfügung stellt – für einen Media-Gegenwert von rund 800.000 Euro. Mit von der Partie sind Polarstern, Edding, HABA, LichtBlick, Gudrun Sjödén, UmweltBank, Ecosia, Tony’s Chocolonely und EthikBank. Anlass für die gemeinsame Werbeaktion ist der „ShowYourStripes Day“, der jährlich weltweit Mitte bis Ende Juni stattfindet und diesmal am 20. Juni begangen wird. Die Grundidee dabei: In Form von farbigen Streifen soll die Erderwärmung der letzten Jahrzehnte verdeutlicht werden und für mehr Klimabewusstsein sorgen.

Der Klimawissenschaftler Professor Ed Hawkins von der University of Reading (United Kingdom) hat den „ShowYourStripes Day“ 2019 ins Leben gerufen. Die bunten „Climate Stripes“ zeigen visuell eindrücklich und gleichzeitig stark vereinfacht die Temperaturentwicklung diverser Länder, Regionen und sogar einzelner Städte seit der Industriellen Revolution. Die Darstellung gilt als eine der bekanntesten und niedrigschwelligsten Formen der Klimakommunikation. Auf der zugehörigen Website kann man in einem Drop-Down-Menü auswählen, für welchen Standort die Klimadaten angezeigt werden sollen. Jeder einzelne Streifen steht für die durchschnittliche Temperatur eines Jahres im Vergleich zum Durchschnitt des insgesamt erfassten Zeitraums. Die Farben wechseln dabei von kühlen Blautönen zu warmen Rottönen und machen die Erderwärmung der vergangenen rund 150 Jahre sichtbar.

So sieht die Erderwärmung in Frankfurt am Main in der Climate-Stripes-Optik aus

… und so die für ganz Deutschland

Sowohl Institutionen (Hochschulen, Unternehmen) als auch Städte und Einzelpersonen sind dazu aufgerufen, am Aktionstag ihre lokalen Climate Stripes zu teilen und damit die Botschaft für mehr Klimaschutz zu verbreiten. Der Download der entsprechenden Grafiken erfolgt ebenfalls für jeden zugänglich auf der oben verlinkten Website.

Für die gemeinschaftliche Kampagne bieten die Werbeträger von climAD eine besonders gut zum Thema passende Funktion: Auf der Rückseite der Screens sorgen eingebaute Moosfilter dafür, dass jede Werbekampagne aktiv die Umgebungsluft kühlt, schädlichen Feinstaub filtert und sogar lokal die CO2-Konzentration senkt. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Die Aufenthaltsdauer von Passantinnen und Passanten vor den angenehm temperierten Screens erhöht sich potenziell und somit auch die Kontaktqualität der Werbung – so jedenfalls die Theorie.

Jede der neun teilnehmenden Marke in Deutschland erhält im Rahmen der Aktion eine Reichweite von rund sieben Millionen Kontakten. Ausgewählt wurden hierfür Unternehmen, die ökologische Verantwortung in ihrem Geschäftsmodell verankert haben, heißt es von climAD. Die Kampagne läuft vom 15. bis 28. Juni 2026 auf digitalen Screens in 30 Shopping Malls in ganz Deutschland, unter anderem an den Standorten Berlin, Hamburg, Köln und München. 

Nadine Usadel, Senior Media & Campaign Manager bei LichtBlick, sagt: „Der ShowYourStripes Day schafft Aufmerksamkeit für die Entwicklung und Erwärmung des Klimas. Das Thema setzt für LichtBlick ein Zeichen für mehr Umweltbewusstsein und spiegelt unsere DNA als Deutschlands größter reiner Ökostromanbieter wider. Durch die Zusammenarbeit mit climAD können wir diesen Impact mit grüner DOOH-Reichweite in die breite Öffentlichkeit bringen.“

„MPEGA“ statt MAGA

Modelabel Ecoalf kämpft mit provokantem Plakat für Klimaschutz

Pünktlich zum „Earth Month“ April launcht das spanische nachhaltige Modelabel Ecoalf ein riesiges OOH-Plakat in Madrid, dass mit einer Anspielung an Trumps MAGA-Slogan daran erinnern soll, dass Nachhaltigkeit kein bloßer Trend ist. Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit soll das Plakat im Anschluss ein zweites Leben erhalten.

Als nach eigenen Angaben erstes grünes DOOH-Werbenetz verfolgt climAD den Anspruch, maximale Performance der geschalteten Kampagnen bei gleichzeitig schonender Nutzung der Ressourcen optimal miteinander zu verbinden und gleichzeitig eine Alternative zu konventionellen DOOH-Netzen zu bieten. „Wir wollen damit nationale Aufmerksamkeit für die Erderwärmung erzielen und gleichzeitig Reichweite für Marken schaffen, die unsere Mission teilen. Dadurch zeigen wir, dass Werbung und Nachhaltigkeit nicht im Widerspruch stehen müssen – sie können sich sogar gegenseitig verstärken“, so Peter Sänger, Geschäftsführer von climAD, über die laufende Kampagne.



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