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>15 AI-ExaFLOPS mit Nvidia: Der HammerHAI-Supercomputer am HLRS kommt von HPE

Einer Ausschreibung der European High Performance Computing Joint Undertaking (EuroHPC JU) folgend, wird HPE einen KI-optimierten Supercomputer für die AI Factory HammerHAI am Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS) bereitstellen. Die Lösung basiert auf Nvidias GB200-NVL4-Architektur und wird über 15 AI-ExaFLOPS bieten.
HammerHAI steht für Hybrid and Advanced Machine Learning Platform for Manufacturing,
Engineering, and Research. HammerHAI soll KI-optimierte Rechnerinfrastruktur und Services für Branchen wie Mobilität, Maschinenbau und Fertigung unterstützen und zielt insbesondere auf Start-ups und KMU in allen Sektoren ab. Ende 2024 ins Leben gerufen wird die Lösung nun zeitnah umgesetzt. HPE wird im zweiten Quartal dieses Jahres die Systeme liefern, im zweiten Halbjahr soll das Gesamtsystem dann auch direkt einsatzbereit sein.
Nvidias GB200 NVL4 by HPE ist ein spezielles Blade, welches auf sehr wenig Raum die höchste Leistung in Form einer Vielzahl von Chips unterbringt. 34 Blades passen in ein klassisches 48U hohes MGX-Rack auf Basis von Nvidias Referenzdesign, ob das genau so für HammerHAI umgesetzt ist, wurde aber noch nicht preisgegeben, das Schaubild deutet auf ein leicht angepasstes Design hin.
Im Detail dürfte das aber für das einzelne Blade gelten: Vier B200-GPUs arbeiten mit zwei Grace-CPU auf einem großen PCB zusammen, komplett flüssigkeitsgekühlt versteht sich heutzutage. Die Leistung der Beschleuniger liegt bei 40/80 PFLOPs (dense/sparse) in FP4-Anwendungen, 40 TFLOPS in FP64, pro GPU stehen 186 GB HBM3e mit einer Geschwindigkeit von 8 TB/s zur Verfügung. Nvidias Quantum-X800 InfiniBand wird als Netzwerklösung für die Skalierung sorgen.
Für die Speicherarchitektur des Supercomputers wird am HLRS auf eine VAST Data DASE zurückgegriffen, die eine einheitliche Datenplattform für KI- und HPC-Workloads bietet. Das System wird eine Partition auf Basis von KI-optimierten Inferenz-Engines und Hardware-Beschleunigern des niederländischen Unternehmens Axelera AI enthalten. Die HPE Morpheus Enterprise-Software wird wiederum als einheitliche KI-Steuerungsebene eingesetzt.
Als Budget wurden 55 Millionen Euro für Kauf, Lieferung, Installation und auch Wartung zur Verfügung gestellt. Das Geld kommt zur Hälfte aus dem Topf der EuroHPC JU, die anderen 50 Prozent vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg.
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Wine 11.11: Optimierte Spiele-Kompatibilität und zahlreiche Bugfixes

Der Kompatibilitäts-Layer Wine 11.11 behebt 25 Fehler, wodurch auch die Spiele-Unterstützung weiter optimiert wird. Gänzlich neu hinzugekommen sind die Unterstützung von Fenster-Effekten, die Kryptographie-Bibliothek SymCrypt und bessere VBScript-Kompatibilität.
Mit Wine 11.11 steht eine frische Entwickler-Version der bekannten Windows-Kompatiblitätsschicht für Linux und andere Unix-artige Betriebssysteme wie macOS zur Verfügung. Neben fünf Neuerungen wartet die aktuelle Version von Wine auch mit einer ganzen Reihe an Bugfixes auf. Damit folgt eine neue Wine-Version nun knapp zwei Wochen nach der Veröffentlichung von Wine 11.10.
Wechsel zu SymCrypt und Fenster-Effekte im Wayland-Treiber
Da Wine 11.11 erstmals die Unterstützung von Fenster-Effekten für das Display-Server-Protokoll Wayland bietet, sind nun spezielle Fenstergestaltungen und Transparenzeffekte für Windows-Programme unter Linux und Co. möglich. Ferner werden weitere Bestandteile der USER32-Windowskomponente, die für die Darstellung einfacher Benutzeroberflächen benötigt wird, in den Shared Memory verlagert.
Statt der Kryptografie-Bibliothek TomCrypt wird mit Wine 11.11 der Wechsel zu SymCrypt von Microsoft vollzogen. Das quelloffene SymCrypt wird als zentrale Kryptographie-Library unter Windows genutzt, ist aber auch standardmäßig in Azure Linux enthalten. Darüber hinaus bietet das Entwickler-Release Wine 11.11 eine Reihe an Kompatibilitätsverbesserungen für VBScript, wie es auf WineHQ heißt.
Insgesamt 25 Fehlerbehebungen
Doch damit nicht genug: Die jüngste Wine-Version umfasst auch 25 Bugfixes, die neben behobenen Programmfehlern auch Probleme mit Windows-Spielen unter Linux beheben. So konnte ein Fehler in Marvel’s Spider-Man Remastered behoben werden, der zuvor eine bestimmte Windows-10-Version erforderte. Zudem kann das Spiel Space Empires 5 nun Bitmap-Bilder laden und ein Absturz von Total War: Shogun 2 wurde behoben.
Außerdem konnten mehrere Fehler mit der Battle.net-App korrigiert werden, die zuvor für lange Startzeiten und Probleme bei der Installation des Programms führten. Darüber hinaus wurde ein Absturz des Foxit Reader 8 und vom Installationsprogramm von Foxit PhantomPDF Business 10.0 behoben. Auch Fehler unter MS Money 2000 konnten korrigiert werden. Die vollständige Auflistung der Bugfixes finden sich in den Versionshinweisen von Wine 11.11.
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OpenAI, Anthropic und Google: Apple soll planen, Siri für andere KIs zu öffnen

Während Apple zur WWDC 2026 kein Wort zur ChatGPT-Erweiterung von Siri oder der Integration von Drittanbietern in die neue KI-Struktur des Konzerns verloren hat, häufen sich die Belege, dass der Konzern OpenAI, Anthropic und Google Zugriff auf die KI-Funktionen in einem kommenden Update für iPhone, iPad und Mac geben möchte.
Das berichtet Mark Gurman von Bloomberg unter Berufung auf neue Datenschutzrichtlinien für Siri und nach Einsicht in interne Versionen der völlig überarbeiteten Sprachassistentin. Nach Angaben von Gurman soll Apple hierfür bereits Gespräche mit OpenAI, Anthropic und Google geführt haben. In den Gesprächen sollen auch die Bedingungen für die Integration in Apple Intelligence diskutiert worden sein, die aber noch im Dunkeln bleiben. Offenbar will der Konzern den Drittanbietern und Entwicklern von ChatGPT, Claude und Gemini jedoch Auflagen machen.
Neue App-Store-Seiten in Planung
Der aktuelle Entwicklungsstand umfasst wohl mehr als nur eine Erweiterung wie für die aktuelle Siri: Intern soll demnach bereits eine eigene App-Store-Seite für AI-Erweiterungen stehen, die nur noch per Knopfdruck online geschaltet werden muss. Nutzer könnten demnach frei aus dem App Store ihren KI-Anbieter für Apple Intelligence und damit auch die neue Siri AI wählen.
Aktuell kann im noch aktuellen iOS 26 Siri über eine Erweiterung der Zugriff auf eine ChatGPT-5-API ergänzt werden. Anfragen, bei denen Siri normalerweise auf das Web zugreifen würde, werden stattdessen auf den Chatbot von OpenAI weitergeleitet. Das Ergebnis ist besser als eine reine Websuche, aber kann momentan nur wenig Mehrwert gegenüber dem Öffnen der ChatGPT-App bieten.
Mit der neuen Siri AI integriert Apple Chatmodelle nativ auf Systemebene und gibt ihnen Zugriff auf weite Teile des iPhones, iPads oder Macs, wenn der Nutzer dies zulässt. Dies deckt sich mit früheren Gerüchten zu dem Thema und in der aktuell ersten Entwickler-Beta für iOS 27 sollen die Änderungen bereits als Platzhalter eingebaut, jedoch noch nicht aktiviert worden sein. Die neuen Datenschutzrichtlinien für Apple Intelligence enthalten ebenfalls bereits einen überarbeiteten Passus zur Integration von Drittanbietern.
Additionally, if you enable the Apple Intelligence Extensions, it will include requests sent to Apple Intelligence Extensions when used with supported features, like Siri or Image Playground.
iOS 27, Apple Intelligence & Privacy
Kann Apple so Siri AI in die EU bringen?
Die Entwicklung kommt für EU-Nutzer, nachdem zwischen der EU und Apple eine größere Auseinandersetzung über die Umsetzung des Gesetzes über digitale Märkte (DMA) entstanden ist, die die Veröffentlichung von Siri AI in der EU verhindert. Apple griff die EU per Pressemitteilung und vor Ort über den Marketing-Chef im Gespräch mit Journalisten scharf an und verortete das Problem bei der EU-Kommission, die nicht bereit zur Kooperation sei, so der Konzern. Die EU widersprach der Darstellung und unterstellte Apple, lediglich einen Aufschub erlangen und damit eine Ausnahme vom DMA erwirken zu wollen.
Hintergrund ist, dass die EU eine theoretische Integration von Drittanbietern bei der neuen Siri AI erwartet. Apple konnte dem bisher nicht nachkommen und hat sich entschieden, Siri mit Apple Intelligence vorerst nicht mit iOS 27 in der EU auszuliefern. Nur der Mac wird die neue Siri erhalten, da dieser nicht unter den DMA fällt. Es bleibt zwar weiterhin unklar, wann der Konzern die neue Sprachassistentin für iPhone, Apple Watch und das iPad nachliefern wird, aber dass Apple bereits mit Drittanbietern spricht, könnte auf eine frühere Lösung als gedacht hinweisen.
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Paperwhite 4 und Kindle 10. Gen.: Derzeit kein Jailbreak bei Amazons Kindle möglich

Amazon schottet seine Kindle-Reader weiter ab. Nachdem der Online-Händler Ende September auf verschiedenen weiterhin unterstützten Modellen per Firmware-Update ein neues DRM-System eingeführt haben soll, schließt Amazon mit der neuen Firmware-Version 5.18.1.1.1 bisherige Möglichkeiten für einen Jailbreak.
Der Käfig wird immer goldener
Amazon soll mit dem Update laut einem Bericht von Good E-Reader, der sich wiederum auf Berichten aus der Jailbreak- und Modding-Community stützt, bislang bekannte Jailbreak-Möglichkeiten auf dem Paperwhite 4 und dem Kindle der zehnten Generation erfolgreich unterbinden. Weitere „Schwachstellen“, die einen vollständigen Zugriff auf das System der Reader ermöglichen könnten, sind derzeit nicht bekannt. Davon betroffen ist auch die Sicherung von bei Amazon gekauften E-Books, die der Konzern bereits seit Februar des vergangenen Jahres offiziell weitgehend unterbunden hat.
Besonders relevant ist die bereits 2026 eingeführte Umstellung der E-Book-Verschlüsselung. Inzwischen kommt auch auf älteren Kindle-Geräten ohne offizielle Firmware-Updates das neue KFX-ZIP-Format zum Einsatz, das über eine stärkere Verschlüsselung verfügt. Mit dieser Ausweitung soll auch das Support-Ende zahlreicher Kindle-Reader in Zusammenhang stehen, das Amazon Anfang April dieses Jahres angekündigt hatte. Seit dem 20. Mai 2026 können entsprechende Geräte nur noch bedingt auf das Amazon-Konto zugreifen – und das auch nur noch solange, wie das Gerät bei Amazon angemeldet bleibt und weder abgemeldet noch zurückgesetzt wird. Neue Bücher sollen sich hingegen nicht mehr aufspielen lassen, bereits auf den Readern gespeicherte Bücher lassen sich allerdings weiterhin lesen.
Zudem gilt das neue DRM-Format als inkompatibel mit den bislang genutzten Verfahren vieler Drittanbieter-Tools, darunter Calibre-Erweiterungen wie DeDRM. Die lokale Sicherung und Archivierung gekaufter E-Books wird dadurch erheblich erschwert.
Mehr Kontrolle, weniger (neue) Funktionen
Aus der Nutzerschaft kommt darüber hinaus deutliche Kritik, weil die Nutzungsmöglichkeiten der Geräte in den vergangenen Monaten kontinuierlich eingeschränkt wurden, während Sicherheits- und Kontrollmechanismen ausgebaut wurden und die Kindle-Reader gleichzeitig kaum neue Funktionen erhalten haben.
Für die Jailbreak-Community könnte das Update das Ende einer Ära markieren. Ältere Kindle-Generationen galten lange als vergleichsweise offen und ließen sich um zusätzliche Funktionen erweitern. Inzwischen entwickelt sich die Plattform jedoch zunehmend zu einem geschlossenen System, in dem Amazon Hardware, Inhalte und deren Nutzung vollständig selbst kontrolliert.
Meinung von Michael Schäfer

Amazon sägt an dem eigenen Ast, auf dem das Unternehmen sitzt. Zwar liegen Eingriffe in die Firmware naturgemäß nicht im Interesse eines Herstellers, inzwischen zieht der Online-Händler die Daumenschrauben jedoch immer stärker an und dürfte damit nicht wenige bisherige Käufer verprellen. Können bei Amazon gekaufte Kindle-Bücher nicht mehr heruntergeladen werden, fehlt Nutzern jede Möglichkeit, ihre erworbenen Inhalte eigenständig zu sichern. Damit entsteht zugleich die Gefahr, dass Amazon Bücher jederzeit aus der Kindle-Cloud eines Nutzers entfernt und diese anschließend nicht mehr gelesen werden können. Bereits 2009 hatte Amazon Bücher aus der Ferne von Kindle-Geräten gelöscht – ausgerechnet bei Werken von George Orwell. Als Begründung nannte das Unternehmen damals urheberrechtliche Gründe. Auch darüber hinaus wurden bestehende Funktionen im Laufe der Jahre immer weiter eingeschränkt oder vollständig gestrichen.
Amazon scheint dabei allerdings zu übersehen, dass das Unternehmen in diesem Markt nicht der einzige Akteur ist und einige andere Hersteller den Kindle-Geräten mindestens ebenbürtige Alternativen gegenüberstellen. Wird zusätzlich berücksichtigt, dass viele Anbieter digitaler Bücher ihre Inhalte seit Jahren überwiegend ohne Kopierschutz und lediglich mit weichem DRM vertreiben, spricht immer weniger für einen Kindle-Reader. Entsprechend bleibt abzuwarten, wann Amazon auch die bislang bestehende Möglichkeit unterbindet, Inhalte außerhalb des eigenen Ökosystems auf die Geräte zu übertragen. Zuzutrauen wäre es den Verantwortlichen.
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