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150 weitere Organisationen: Anthropic öffnet Project Glasswing für mehr Teilneh­mer


Anthropic erweitert sein Sicherheitsprogramm Project Glasswing um rund 150 weitere Organisationen. Damit sollen zusätzliche kritische Software und Infrastruktur mithilfe leistungsfähiger KI-Modelle wie Claude Mythos Preview besser vor Cyberangriffen geschützt werden.

Wichtigen Beitrag zur Cyber-Sicherheit geleistet

Bereits Anfang April hatte das Unternehmen den rund 50 ersten Partnerorganisationen Zugriff auf die Claude-Mythos-Preview gewährt, damit diese ihre Sicherheitsmechanismen verbessern konnten. Durch die Zusammenarbeit konnte Mozilla unter anderem mithilfe von Claude Mythos über 270 teils kritische Schwachstellen in Firefox beheben, die allein während der ersten Auswertung entdeckt wurden. Mozilla betonte in einer Stellungnahme allerdings, dass Claude Mythos kein Wundermittel sei und dass das KI-Modell keine Sicherheitslücken aufdecken konnte, die menschliche Experten mit ausreichend Zeit und Ressourcen nicht ebenfalls gefunden hätten. Genau diese beiden Faktoren fehlen in der Praxis jedoch häufig. Bereits der dadurch gewonnene Zeitvorteil dürfte daher ein wichtiger Schritt hin zu mehr Sicherheit sein.

Auch die Bilanz anderer Partner fällt laut Anthropic positiv aus. Mithilfe von Claude Mythos Preview sollen inzwischen mehr als 10.000 Sicherheitslücken mit hoher oder kritischer Schwere identifiziert worden sein. Sicherheitsexperten warnen bereits seit längerer Zeit davor, dass günstige und schnelle KI-Modelle mit ausgeprägten Cyberfähigkeiten schon in naher Zukunft verfügbar werden könnten, gegen die bisherige Sicherheitslösungen kaum wirksam seien.

Neue Möglichkeiten sind Fluch und Segen zugleich

Anthropic geht davon aus, dass innerhalb der kommenden sechs bis zwölf Monate auch andere KI-Unternehmen Modelle mit ähnlichen Fähigkeiten wie Claude Mythos Preview veröffentlichen werden. Der KI-Spezialist rechnet allerdings damit, dass viele dieser Systeme ohne ausreichende Schutzmaßnahmen gegen Missbrauch erscheinen. Dadurch könnten Cyberangriffe häufiger, schneller und deutlich schwerer vorhersehbar werden. Project Glasswing versteht Anthropic deshalb auch als Versuch, dieser Entwicklung mit neuen Standards und Arbeitsweisen entgegenzuwirken.

Projekt zählt mittlerweile rund 200 Organisationen

In einem nun veröffentlichten Blog-Eintrag teilte Anthropic nun mit, dass die zuvor angekündigte Erweiterung umgesetzt wurde und fast 150 weitere Unternehmen sowie Organisationen aus mehr als 15 Ländern in das Programm aufgenommen wurden. Darunter befinden sich auch Branchen, die im Projekt bislang unterrepräsentiert waren, etwa Energie- und Wasserversorgung, Gesundheitswesen, Kommunikation und Hardware. Viele der neuen Teilnehmer sind Anbieter oder Maintainer von Software, deren Code weltweit von Unternehmen, Behörden und kritischer Infrastruktur genutzt wird. Ein Angriff auf deren Systeme könnte Anthropic zufolge schnell Auswirkungen auf mehr als 100 Millionen Menschen haben und sowohl nationale als auch globale Sicherheitsrisiken auslösen.

KI stellt Entwickler vor neue Herausforderungen

Anthropic sieht das größte Problem inzwischen allerdings nicht mehr primär im Auffinden von Schwachstellen, sondern vielmehr im Überprüfen, Offenlegen und Schließen der großen Zahl entdeckter Sicherheitslücken. Claude-Mythos-Preview wird deshalb zunehmend auch für defensive Aufgaben eingesetzt, darunter das Schreiben von Patches, Sicherheitsprüfungen vor Software-Releases, Penetrationstests, automatisierte Bedrohungserkennung sowie die Modernisierung älterer Code-Basen hin zu speichersicheren Programmiersprachen.

Darüber hinaus führt Anthropic nach eigenen Angaben bereits seit einiger Zeit Gespräche mit Drittparteien darüber, wie sich das Prüfen und Patchen von Open-Source-Software massiv skalieren lässt. Gleichzeitig soll auch die Offenlegung von Sicherheitslücken gegenüber Open-Source-Maintainern verbessert werden.

Kurzfristig keine breite Einführung

Das Unternehmen betont aber ebenso erneut, dass Modelle mit Mythos-Fähigkeiten langfristig zwar breiter verfügbar gemacht werden sollen, dafür jedoch zunächst sehr robuste Schutzmechanismen erforderlich seien, um möglichen Missbrauch zu verhindern. Solche Mechanismen seien derzeit allerdings noch bei keinem Anbieter vorhanden und müssten daher erst entwickelt werden. Anthropic plant deshalb vorerst lediglich eine schrittweise Ausweitung von Project Glasswing. Vorrang erhalten dabei Betreiber kritischer Infrastruktur, Maintainer wichtiger Open-Source-Projekte sowie Sicherheitsforscher.



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3+ Bildschirme bei Thermaltake: AiO-Kühler ST Trio eskaliert im Display-Rennen


Große Kühler und gebogene Kühler gibt es auf AiO-Kühlern schon. Thermaltake eskaliert den Wettbewerb: Die ST Trio verdreifacht die Anzahl der Bildschirme auf der Pumpe einfach und vergrößert so die Anzeigefläche erheblich. Ein weiteres Modell im „Minecraft“-Design setzt sogar auf vier Bildschirme.

Bei Neuvorstellungen von AiO-Kühlern könnte man meinen, dass der eigentliche Kühler und seine Leistung kaum eine Rolle spielen. Vielleicht aus gutem Grund: Die Leistung dürfte längst hoch genug, kleine Verbesserung kaum der Rede wert sein. Stattdessen geht es darum gesehen zu werden. In diesem Bereich präsentiert Thermaltake eine Lösung mit drei Displays, die TechPowerUp vor die Kamera gelaufen ist.

Sie sitzen wie immer auf der Pumpeneinheit, erreichen allerdings Smartphone-Größe – und zwar pro Stück. Jedes LCD kommt auf eine Diagonale von 6 Zoll bei einer Auflösung von 720 × 1.480 Pixeln, die äußeren Displays können zudem angewinkelt werden. Auch Thermaltake setzt wie Corsair bei der Titan II Ultra auf eine magnetische Befestigung der Bildschirme, die die Montage im System erleichtern soll. Dass das hier zwingend nötig ist, ergibt sich von selbst: Das Display-Modul wird derart groß, dass es über Speicher und Anschlüssen für Lüfter am Mainboard liegt. Zur Steuerung wird die TT-RGB-Plus-Software genutzt.

Thermaltake ST360 Trio
Thermaltake ST360 Trio (Bild: Thermaltake)

Die ST360 Trio Ultra wird es in schwarzer und weißer Variante geben. Auf dem 360-mm-Radiator, der etwas breiter als gewöhnlich ausfällt, sitzen drei 120-mm-Lüfter, die – auch das der Mode entsprechend – in einem einzelnen Rahmen als Dreiermodul untergebracht sind. Preise sind noch unbekannt, sie sind aber oberhalb der 300-Euro-Marke zu erwarten.

Minecube-Würfel-Kühler

Dort liegt auch die rund 370 Euro teure Minecube 360 Ultra. Hier ist die Pumpeneinheit zwar wieder würfelförmig, aber mit vier 3,95 Zoll großen 720p-Displays verkleidet. Auch diesen Kühler gibt es nur mit 360-mm-Radiator, aber Lüftern mit einzelnen Rahmen. Die SwafanEX12 ARGB können zwischen 500 und 2.000 U/Min betrieben werden. Das Reinigen der Lüfter erleichtern abnehmbare Lüfterblätter. So zusammengestellt soll der Kühler ausreichend sein, um eine TDP von bis zu 360 Watt zu bewältigen.

Thermaltake Minecube 360 Ultra (Bild: Thermaltake)



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„Wert pro Watt pro Nutzer“: Perplexity-CEO sieht einzige Kennzahl für Sieg im KI-Rennen


„Wert pro Watt pro Nutzer“: Perplexity-CEO sieht einzige Kennzahl für Sieg im KI-Rennen

Bild: Perplexity

Perplexity-CEO Aravind Srinivas sieht die Zukunft des KI-Wettbewerbs nicht allein in immer leistungsfähigeren Modellen, sondern vor allem in effizienterer Orchestrierung. Entscheidend sei aus seiner Sicht, welche Unternehmen den größten wirtschaftlichen Nutzen pro Energieverbrauch und Nutzer liefern können.

Einfacher Faktor soll entscheidend sein

Wert pro Watt pro Nutzer“ – diese auf den ersten Blick einfache Formel betrachtet Aravind Srinivas als entscheidenden Faktor dafür, welches Unternehmen sich langfristig im KI-Wettbewerb durchsetzen wird. In einem Interview mit CNBC erklärte der Perplexity-CEO, dass aus seiner Sicht künftig nicht zwangsläufig die größten oder teuersten KI-Modelle gewinnen werden, sondern jene Systeme, die diese Kennzahl am besten optimieren.

Die praktische Umsetzung dürfte allerdings deutlich komplexer ausfallen, als die Formel zunächst vermuten lässt. Nach Ansicht von Srinivas müssen KI-Unternehmen künftig mehrere Faktoren gleichzeitig ausbalancieren: Genauigkeit, Geschwindigkeit, Kosten, Datenschutz und Intelligenz. Wer diese Balance am besten beherrscht, werde langfristig die stärkste Marktposition erreichen, ist sich der Perplexity-Chef sicher. Im Mittelpunkt steht dabei für ihn vor allem die „Orchestration“. Gemeint ist ein System, das automatisch entscheidet, welches KI-Modell für welche Aufgabe am besten geeignet ist – sowohl aus wirtschaftlicher Sicht für das Unternehmen als auch hinsichtlich der Leistung für den Nutzer.

Perplexity macht den Anfang

Dazu gehört laut Srinivas auch die Frage, ob eine Anfrage überhaupt an die Cloud weitergeleitet werden muss oder ressourcenschonend direkt auf dem lokalen Gerät verarbeitet werden kann. Einen ersten Schritt in diese Richtung hat Perplexity bereits mit seiner Hybrid-Funktion für Perplexity Computer gemacht. Künftig sollen dort Aufgaben dynamisch zwischen lokalen und serverbasierten KI-Modellen verteilt werden. Das System entscheidet dabei selbstständig, welche Verarbeitung für die jeweilige Aufgabe besser geeignet ist, also welche Abläufe direkt auf dem Gerät ausgeführt werden und welche an leistungsfähigere Cloud-Modelle ausgelagert werden sollen.

Auch wenn es laut Unternehmensangaben dabei primär um sensible Daten geht, die nach ihrer Erkennung ausschließlich lokal verarbeitet und nicht an die Cloud übertragen werden, dürfte sich dieser Ansatz ebenso auf den Ressourcenverbrauch als entscheidenden Skalierungsfaktor übertragen lassen.

Da immer leistungsfähigere Geräte wie Laptops oder Smartphones zunehmend mehr KI-Verarbeitung direkt lokal ermöglichen, könne dies laut Srinivas dazu beitragen, den Energieverbrauch zu senken, die Geschwindigkeit zu erhöhen und gleichzeitig den Datenschutz zu verbessern. Für komplexe Aufgaben sollen jedoch weiterhin leistungsstarke Cloud-Modelle genutzt werden. Genau diese hybride Kombination sei entscheidend für die nächste Entwicklungsphase der KI-Branche.

Diversität als Erfolgsschlüssel

Ein weiterer möglicher Erfolgsfaktor könnte der plattformunabhängige Ansatz sein, den Perplexity verfolgt. Während große Wettbewerber wie OpenAI, Anthropic, Google oder Microsoft vor allem auf eigene Agenten setzen, integriert Perplexity unterschiedliche Modelle verschiedener Anbieter und kombiniert diese mit unterschiedlicher Hardware, Betriebssystemen und Geräten. Srinivas bezeichnet diese neutrale Orchestrierungsschicht als den eigentlichen Wettbewerbsvorteil des Unternehmens – nicht zuletzt deshalb, weil Verbesserungen externer Modelle dadurch unmittelbar auch Perplexity zugutekommen.



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Intel Ethernet E835: Der nächste High-Mainstream-LAN-Controller ist da


Intel Ethernet E835: Der nächste High-Mainstream-LAN-Controller ist da

Bild: Intel

Intel ergänzt sein Ethernet-Portfolio um den E835, der als Follow-up zum bekannten E810 platziert wird. Er soll als Komplettpaket überzeugen, was sowohl die Transferraten aber auch den Energieverbrauch berücksichtigt. Denn bei 200 Gbps können Produkte hier durchaus durstig werden und einen großen Fußabdruck im Rack hinterlassen.

200 Gbit/s als Übertragungsgeschwindigkeit sind jetzt nicht das direkte Aushängeschild, denn solche LAN-Controller gibt es bereits, oder werden übertroffen. Vielmehr ist es Intel, die das Ganze als Komplettpaket in vergleichsweise günstigem Rahmen und dazu offen platzieren und so eine breite Marktdurchdringung hervorbringen wollen. Das hat Intel in der Vergangenheit durchaus schon des Öfteren geschafft, bei LAN-Angeboten für den breiten Mainstream-Bereich sind sie an vielen Stellen vertreten. Und so setzt Intel hierfür auch weiterhin auf günstige ältere TSMC-Nodes; dort werden die LAN-Chips primär in N7 gebaut.

Intel E835 Ethernet als Controller und Adapter
Intel E835 Ethernet als Controller und Adapter (Bild: Intel)

Der E835 als Controller-Chip ist in vier Versionen mit 200 Gbps, 200 Gbps mit größerem Temperaturspielraum von -20 Grad Celsius bis 105 °C, 100 Gbps und auch noch 25 Gbps im Angebot. Daraus entwachsen dann eine Vielzahl an Möglichkeiten und Produkten, denn die Chips können auch noch auf 10 Gbps herunterskaliert oder in Ports zu 2 × 100 Gbps oder auch 4 × 25 Gbps geteilt werden, wie die Produktmatrix der Adapter bereits auf Intels Homepage zeigt. So schließt sich aber der Kreis der Chips in der 800er-Ethernet-Serie rund um den bekannten E810 beispielsweise als 100-bis-10-Gbit/s-Lösung. Als Host-Interface dient PCIe 5.0 mit acht Lanes, aber auch PCIE 4.0 mit 16 Lanes ist im Angebot.

Intel Ethernet E800 Series
Intel Ethernet E800 Series (Bild: Intel)

Neben vielfältig unterstützten Protokollen und Security-Features hebt Intel vor allem auch den Energiebedarf hervor. Die neuen Chips seien so mit 47 Prozent weniger Energie unterwegs als Nvidias ConnectX, auch Broadcoms Lösung soll mehr Strom aufnehmen. Der Strombedarf auf den Nebenschauplätzen fernab der CPU und GPU ist zuletzt stetig mehr in den Fokus gerückt, wird hier mitunter doch zu viel Energie verbraucht, die an anderer Stelle mehr Compute-Leistung bringen könnte.

Intel E835 Ethernet als Controller und Adapter (Bild: Intel)

Die Produktion sei bereits angelaufen, erklärte Intel auf Nachfrage, später im Jahresverlauf sind die Produkte dann verfügbar. Als Laufzeit sind 10+ Jahre gesetzt.



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