Digital Business & Startups
6 aufstrebende Startups, die mehr Menschen kennen sollten
#StartupsToWatch
In der millionenschweren Startup-Welt tummeln sich viele aufstrebende (junge) Unternehmen, die viel mehr Aufmerksamkeit verdient haben. Dazu gehören die drei Startups NetBird aus Berlin, smatch aus Hamburg und Co-reactive aus Düsseldorf.

Auch in den vergangenen Wochen sammelten wieder etliche Startups, Scaleups und Grownups zweistellige oder gar dreistellige Millionensummen ein. Gleichzeitig gelingt es aber auch vielen jüngeren Firmen erste mittlere siebenstellige Summen einzusammeln. Was leider oft untergeht, denn die Grownups, Soonicorns und Unicorns ziehen die ganze mediale Aufmerksamkeit auf sich. Zeit dies zu ändern, denn die nachrückenden Unternehmen sind im besten Fall die Scaleups und Grownups von Morgen. Und die sollte man kennen!
6 aufstrebende (junge) Startups
NetBird
+++ Der amerikanische Investor Pace Capital, Nauta Capital, InReach Ventures und Antler investieren 10 Millionen US-Dollar in NetBird. Das Berliner Startup, 2022 gegründet, entwickelt „eine Open-Source-Plattform zur einfachen Einrichtung virtueller privater Netzwerke.“ Mehr über NetBird
smatch
+++ Der englische Investor Transition, 42Cap und 10x Founders sowie Noel Kinder, Nigel Griffiths und Achim Berg investieren 7,3 Millionen Euro in smatch. Das Hamburger Startup, 2022 gegründet, positioniert sich als B2B-Marktplatz, der „globale Modemarken und Einzelhändler verbindet, um unverkaufte Bestände schnell, diskret und profitabel zu handeln“. Mehr über smatch
Co-reactive
+++ Der Bonner Frühphasen-Investor High-Tech Gründerfonds (HTGF), NRW.Bank, HBG Ventures, AFI Ventures, der Frühphasen Impact Arm von Ventech, Evercurious VC und Business Angels investieren 6,5 Millionen Euro in Co-reactive. Das ClimateTech aus Düsseldorf, 2024 gegründet, entwickelt ein „Verfahren zur CO2-Mineralisierung, bei dem CO2 in fester Form gebunden wird“. Mehr über Co-reactive
CertHub
+++ Der Essener Investor Cusp Capital, der Heilbronner Geldgeber D11Z.Ventures, der Wiener HealthTech-Investor Calm/Storm Ventures, UnternehmerTUM aus München und mehrere Business Angels investieren 6,2 Millionen Euro in CertHub. Das Startup aus München, 2024 gegründet, möchte die regulatorischen Arbeiten von Medizinprodukte-Herstellern digitalisieren. Mehr über CertHub
United Manufacturing Hub
+++ Der dänische Frühphasen-Investor Kompas VC, der Berliner Geldgeber seed + speed Ventures, der Londoner Investor Sustainable Future Ventures (SFV Capital), Archimedes New Ventures und Business-Angels wie Jan Oberhauser und Jeff Hammerbacher investieren 5 Millionen Euro in United Manufacturing Hub (UMH ). Das Kölner Startup, 2021 von Christian Proch, Alexander Krüger und Jeremy Theocharis in Aachen gegründet, möchte Unternehmen helfen, ihre Maschinen digital zu vernetzen. Mehr über UMH
PLAN4
+++ Der niederländische B2B-Investor Knight Capital und Altinvestoren investieren 4 Millionen Euro in PLAN4. Das PropTech aus Freiburg im Breisgau, 2018 von Bernhard Mering, Hendrik Seibel und Thorsten Harig gegründet, entwickelt Softwarelösungen, „die Immobilieneigentümern bei der digitalen Erfassung von Gebäudezuständen sowie der Planung von Sanierungs- und Energieeffizienzmaßnahmen unterstützen“. Mehr über PLAN4
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Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3
Digital Business & Startups
So hole ich aus jedem CEO-Call das Maximum raus
Jason Modemann spricht jede Woche mit einer Vielzahl an CEOs. Nicht für jeden Call muss man perfekt vorbereitet sein, sagt er. Viel wichtiger seien diese drei Dinge:
Wenn Jason Modemann, Gründer und CEO von Mawave, in Terminen mit anderen CEOs sitzt, will er möglichst das volle Potenzial daraus nutzen. Wie er das mit geschickter Gesprächsführung schafft.
Ich spreche jede Woche mit einer Vielzahl an Geschäftsführern, Gründern und potenziellen Geschäftspartnern. Allein in der vergangenen Woche waren es über 20 Termine. Das sind Gespräche, in denen es um Zusammenarbeit, Entscheidungen und oft auch um echte Chancen geht.
Für mich ist deshalb klar: Wenn ich schon in so einem Termin sitze, dann will ich das Maximum rausholen. Und ich habe gemerkt: Der Unterschied liegt fast immer darin, wie man in das Gespräch reingeht.
Für mich sind vor allem drei Dinge entscheidend:
1. Nicht bei null starten
Für mich ist es eine absolute Frage des Respekts, nur in einen Termin zu gehen, wenn ich auch darauf vorbereitet bin – zumindest ein bisschen. Da mein Kalender vollgepackt ist, habe ich allerdings meistens keine Zeit für eine lange Vorbereitung auf einzelne Gespräche. Aber zwei bis drei Minuten gehen immer.
Kurz vor dem Termin schaue ich deshalb kurz auf Linkedin: Wer ist die Person? Was macht sie gerade? Wo kommt sie her? Zusätzlich checke ich ein, zwei aktuelle Posts, um zu verstehen, was sie beschäftigt. Und wenn ich noch eine Minute habe, google ich nach Interviews oder Presseartikeln.
Gleichzeitig mache ich mir kurz klar, in welchem Kontext wir überhaupt sprechen:
- Was ist das für ein Unternehmen?
- Was machen sie konkret?
- Und vor allem: Warum sprechen wir gerade miteinander?
- Geht es um einen Austausch, eine potenzielle Zusammenarbeit oder eine konkrete Entscheidung?
So starte ich nicht bei null und weiß direkt, wo ich ansetzen kann. Außerdem verliert man dann im Gespräch nicht die ersten Minuten mit blöden Rückfragen, die man sich hätte sparen können.
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2. Ownership übernehmen
Damit das Gespräch in die richtige Richtung läuft und wir uns nicht im Smalltalk oder unwichtigen Themen verzetteln, versuche ich, als Organisator des Termins diesen auch aktiv zu führen und eine Agenda festzulegen. Bedeutet:
- Am Anfang einmal kurz klären, warum sind wir hier?
- Was soll heute dabei herauskommen?
Und dann während des Gesprächs auch mal steuern, wenn man merkt, dass es sich verläuft.
3. Ergebnis definieren
Der größte Fehler: Man versteht sich gut, hat ein paar spannende Gedanken ausgetauscht … und danach passiert nichts. Für mich ist deshalb entscheidend: Am Ende muss klar sein, was als Nächstes passiert.
- Gibt es ein Follow-up?
- Wer meldet sich bei wem?
- Oder ist es einfach nur ein Austausch gewesen?
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Oft sind es genau diese Kleinigkeiten, die den Unterschied machen. Du brauchst keine perfekte Vorbereitung. Aber du brauchst ein klares Ziel, Ownership und den Anspruch, die Zeit des anderen und deine eigene nicht zu verschwenden.
Jason Modemann ist Gründer und Geschäftsführer von der Social Media Agentur Mawave Marketing. Mit 27 Jahren führt er rund 150 Mitarbeiter. Zu Mawaves Kunden zählen unter anderem Red Bull, Nike und Lidl. Zudem ist er Autor des Buches „Always hungry, never greedy.“
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Wie du Investoren dein Thema richtig pitchst
Ein Founder sagte kürzlich zu mir: „Unser Problem ist, dass Business Angels unser Thema nicht verstehen.“
Dieser Satz fällt im Fundraising erstaunlich häufig. Gründerinnen und Gründer arbeiten an komplexen Technologien, neuen Märkten oder erklärungsbedürftigen Geschäftsmodellen. Die logische Schlussfolgerung scheint dann zu sein: Wir müssen Investoren einfach besser erklären, was wir tun.
Doch genau hier liegt oft das Problem.
Warum Investoren nicht alles verstehen müssen –zumindest am Anfang
Die meisten Business Angels sind Privatinvestoren. Sie investieren nicht, weil sie müssen. Sie investieren, wenn sie Lust dazu haben.
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Einklang – und Energiesysteme werden flexibel
#StartupsToWatch
„Wir lösen ein zentrales Problem der Energiewende“, sagt Lucas Jonas, Gründer der Jungfirma Einklang. Vireo Ventures, SIVentures, Saxovent und Co. investierten kürzlich 2,2 Millionen Euro in die Kölner Jungfirma, die im Jahre 2025 gegründet wurde.

Zu den vielen Startups, die man unbedingt im Blick behalten sollte, gehört das millionenschwere Kölner Startup Einklang. Das Startup, 2025 von Lucas Jonas, Paul Ziche, José Neri und Jonathan Schulte gegründet, positioniert sich als „Energy-as-a-Service-Anbieter für den deutschen Mittelstand“. Das Team möchte Gewerbe- und Industriekunden dabei helfen, „Strom automatisch zu beziehen, wenn er kostengünstig und erneuerbar verfügbar ist“.
„Wir lösen ein zentrales Problem der Energiewende: Während energieintensive Industriebetriebe durch spezielle Regelungen entlastet werden, zahlt der Mittelstand weiterhin hohe Strompreise. Die Ursachen liegen nicht bei den erneuerbaren Energien selbst, sondern bei Preisvolatilität, hohen Netzentgelten, Lastspitzen und mangelnder Flexibilität im Verbrauch. Das wollen wir mit unserer Lösung ändern“, sagt Gründer Lucas Jonas.
Der Berliner Frühphasengeldgeber Vireo Ventures, der Leipziger Frühphasen-Investor SIVentures, Saxovent, Angel Invest, Heimatboost und DNA Ventures investierten kürzlich 2,2 Millionen Euro in die Jungfirma, die 2025 im STARTUPLAND auf der Pitch Stage vertreten war.
„Ausschlaggebend für unser Investment war das außergewöhnlich starke Team von Einklang mit seiner praktischen Erfahrung aus früheren Gründungen und Industrie-Know-how. Einklang verfolgt die klare Vision eines dezentralen Full-Service-Anbieters für flexible Energiesysteme im Mittelstand. Die aktuellen regulatorischen Rahmenbedingungen eröffnen großes Potenzial für integrierte Lösungen aus Batteriespeichern, PV, dynamischen Tarifen und intelligenter Steuerung“, sagt Felix Krause von Vireo Ventures. Vireo hält nun 13 % an Einklang.
Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness
In unserem Themenschwerpunkt Köln beleuchten wir das dynamische Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind die Bedingungen für Gründer:innen, welche Investitionen fließen in innovative Ideen und welche Startups setzen neue Impulse? Rund 800 Startups haben Köln bereits als ihren Standort gewählt – unterstützt von einer lebendigen Gründerszene, einer starken Investor:innen-Landschaft sowie zahlreichen Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents. Als zentrale Anlaufstelle für die Startup- und Innovationsszene stärkt die KölnBusiness Wirtschaftsförderung die Rahmenbedingungen für Gründer:innen, vernetzt sie mit Investor:innen und bietet gezielte Unterstützung. Diese Rubrik wird unterstützt von KölnBusiness. #Koelnbusiness auf LinkedIn, Facebook und Instagram.

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Foto (oben): Einklang
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