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„Turtles“ in VR angespielt: Nostalgischer Ritt auf der Lizenzwelle
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Bekannte Marken als Zugpferde in die Virtual Reality zu übertragen, ist seit jeher ein bewährtes Mittel, um neue Spieler für das Medium zu begeistern. Meta selbst hat in der Vergangenheit bereits große Namen wie „Resident Evil“, „Assassin’s Creed“ oder „Iron Man“ auf die Quest-Plattform geholt und auch bei den eigenen Großproduktionen „Batman: Arkham Shadow“ und „Marvel’s Deadpool VR“ auf solche gesetzt. Auch andere VR-Publisher sichern sich immer wieder Lizenzen, wobei aktuell besonders Comic-Adaptionen hoch im Kurs stehen. So dürfen sich Fans in naher Zukunft etwa auf VR-Umsetzungen zu „Men in Black“, „The Boys“ und „Teenage Mutant Ninja Turtles“ freuen. Letzteres durften wir bereits anspielen, um uns einen ersten Eindruck zu verschaffen.
Erster Gameplay-Trailer zeigt die Turtles in Action
Nach der Ankündigung und Präsentation auf der Comic Con in New York hat Entwickler Cortopia nun erstmals umfassendes Gameplay in einem neuen Trailer veröffentlicht. Narrativ knüpft „Teenage Mutant Ninja Turtles: Empire City“ lose an bekannte TMNT-Storylines an, setzt aber auf ein eigenständiges Szenario: Nach dem Ende von Shredder ist ein Machtvakuum entstanden, das der Foot Clan nutzt, um Empire City unter seine Kontrolle zu bringen. Die Turtles kehren in eine veränderte Stadt zurück und müssen herausfinden, wie sie in dieser neuen Realität bestehen können.
Laut den Entwicklern soll das Spiel der DNA der Marke treu bleiben: Neben vielen bekannten Gesichtern und dem typischen urbanen Setting stehen vor allem Humor und Teamwork im Mittelpunkt. „Empire City“ kann allein oder gemeinsam mit bis zu drei weiteren Personen im Online-Koop gespielt werden. Skilltrees oder Stat-Booster soll es nicht geben. Stattdessen erweitern Spieler ihre Fähigkeiten über neue Ausrüstung und Gadgets, die Donatello im Spielverlauf entwickelt.
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Teenage Mutant Ninja Turtles: Empire City – Gameplay Trailer
Kämpfen, klettern, schleichen: So spielt sich Empire City
Das erste Level führt durch ein Kanalsystem, Dächer und Gassen in ein Lagerhaus voller Mitglieder des Foot Clans. Dabei wird gekämpft, geschlichen und gehackt. Das Stealth-System ist einfach gestrickt: Wer sich geduckt anschleicht, kann die meist starr in der Gegend herumstehenden Gegner mit einem einfachen Angriff lautlos ausschalten. Hinzu kommen ebenso einfach gehaltene Minispiele, etwa beim Hacken von Sicherheitssystemen. Schieberegler müssen in einem Schaltkasten richtig platziert werden, um Laserstrahlen auf die passenden Sensoren zu lenken.
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Die Steuerung funktioniert in der Regel zuverlässig, bringt aber auch ungewohnte Eigenheiten mit sich. Während die künstliche Fortbewegung klassisch über den linken Stick erfolgt, werden Ducken und Springen über vertikale Bewegungen des rechten Sticks ausgelöst. Diese untypische Lösung dürfte für die meisten VR-Spieler etwas Eingewöhnung erfordern. Gerade in hektischen Momenten wirkt sie eher wie ein Umweg. Das Klettern entlang von Rohren oder Fensterrahmen und das Springen über Dächer gehören ebenfalls zum Standardrepertoire der Turtles. Diese Abschnitte funktionieren technisch sauber, wirken bisher aber wenig spektakulär. Hier muss sich noch zeigen, ob spätere Levels mehr Abwechslung bieten.
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Kein Turtle gleicht dem anderen
Die spielerischen Unterschiede zwischen den vier Turtles zeigen sich primär im Waffen-Handling: Jede Waffe verlangt einen eigenen Rhythmus und eine eigene Herangehensweise in den Nahkämpfen. Leonardo setzt auf zwei Katanas, die sich präzise führen lassen und für einfache Blocks sorgen. Die deutlich kompakteren Sais von Raphael zwingen Spieler durch die eingeschränkte Reichweite nah an den Gegner, eignen sich aber besser für schnelle Konter. Donatello hält Gegner mit seinem langen Bō-Stab auf Abstand, während Michelangelo mit wilden Nunchaku-Wirbeln eher für chaotische Kämpfe sorgt.
Wer einfach blind zuschlägt, hat zwar Chancen auf den Sieg, beraubt sich aber selbst des Spielspaßes. Gegner fallen meist beim ersten Kontakt, reagieren vorhersehbar und das Treffergefühl bleibt flach. Interessanter wird es erst, wenn Blocken, Parieren und Ausweichen aktiv genutzt werden. Parade-Angriffe, bei denen im richtigen Moment gegen die gegnerische Klinge geschlagen wird, sorgen für kurze, aber effektive Konter. Dazu kommt ein aufladbarer Dash-Kick, der sich gut einsetzen lässt, um Lücken in der Verteidigung zu nutzen und Gegner kurzzeitig bewegungsunfähig zu machen.
Comic-Optik mit Licht und Schatten
Optisch lehnt sich „Empire City“ stark an die Vorlagen an. Der comichafte Stil passt zur Marke, kann technisch aber nicht mit vergleichbaren Titeln wie „Marvel’s Deadpool VR“ mithalten. Die ersten Umgebungen in Kanalisationen und Lagerhallen wirken karg und detailarm. Erst beim Besuch des Turtles-Hauptquartiers zeigt das Spiel, was gestalterisch möglich ist, und liefert Fans der Vorlage reichlich bekannte Details.
Sprecherleistungen und Sounddesign hinterlassen ebenfalls einen soliden Eindruck. Bekannte Nebenfiguren wie Meister Splinter und April O’Neil treten früh in Erscheinung. Was sie spielerisch beitragen, bleibt aber noch offen. Während des Einstiegs dienen sie lediglich als Stichwortgeber.
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Ersteindruck: Solide Action für Fans
„Teenage Mutant Ninja Turtles: Empire City“ startet mit spürbarer Liebe zur Vorlage, funktionaler Steuerung und abwechslungsreichen Waffenstilen. Das Kampfsystem ist einsteigerfreundlich, wirkt allerdings noch nicht ganz rund. Wer sich nicht aktiv mit den Verteidigungs- und Kontersystemen auseinandersetzt, bekommt schnell das Gefühl, gegen Pappfiguren zu kämpfen.
Trotzdem bringt das Spiel eine solide Basis mit, auf der sich aufbauen lässt. Die Präsentation funktioniert, die Protagonisten unterscheiden sich spürbar, und die Steuerung ist solide und nicht überladen. Ob „Teenage Mutant Ninja Turtles: Empire City“ langfristig mehr bietet als Fanservice und solide Grundmechaniken, muss sich in späteren Missionen zeigen. Zu übertriebener Gewaltdarstellung kommt es übrigens nicht. „Empire City“ kommt ohne Blut und Metzeleien aus.
„Teenage Mutant Ninja Turtles: Empire City“ erscheint 2026 für Meta Quest 3, SteamVR und PicoXR. Ein genaues Veröffentlichungsdatum wurde bisher nicht genannt. Die Altersfreigabe ist ab 16 Jahren eingestuft.
(joe)
Künstliche Intelligenz
Saugroboter 3i P10 Ultra im Test: Mit Wischfunktion und Station für 500 Euro
KI-Hinderniserkennung, 18.000 Pa, ausfahr- und anhebbare Mopps sowie Station mit Heißwasser-Reinigung – der P10 Ultra bietet auf dem Papier viel.
Im Gegensatz zum 3i G10+ mit seinem außergewöhnlichen Design kommt der 3i P10 Ultra optisch recht konventionell daher. Dafür bietet er zusätzlich eine große Reinigungsstation und kombiniert ordentliche Saugkraft mit rotierenden Mopps samt automatischer Moppreinigung mit 60 Grad heißem Wasser.
Für die Navigation setzt 3i auf Lidar und eine zusätzliche Hinderniserkennung mit 3D-Strukturlicht und KI-Kamera. Vor einem Jahr wäre das noch fast auf Augenhöhe mit der Top-Konkurrenz gewesen – und jetzt? Wir haben den 3i P10 Ultra getestet. Aktuell kostet er 500 Euro bei Amazon.
Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Design und Verarbeitung
Der Roboter ist wie die meisten Konkurrenten herkömmlich aufgebaut: rund, mit etwa 35 cm Durchmesser sowie 10 cm in der Höhe. Mangels einziehbarem Laserturm passt er längst nicht unter alle Möbel. Verwunderlich: Eine ausfahrbare Seitenbürste gibt es nicht. Im Inneren des Roboters sitzt ein Staubbehälter mit 300 ml. Das ist eher klein, wegen der automatischen Absaugung aber kein Beinbruch.
Auf der Vorderseite sind im Bumper einige Sensoren, das Strukturlicht und eine Kamera zur Objekterkennung integriert. Mit der Bildgebung erstellt der Roboter außerdem Fotos von Haustieren oder erkannten Störquellen wie Absätzen oder Kabeln.
3i P10 Ultra – Bilderstrecke
3i setzt zudem auf ein Konzept gegen Haarverwicklungen bei den Bürsten. Neben einer angepassten Bürstenform für Haupt- und Seitenbürste gehört dazu eine TangleCut Funktion in der Station, die Haare an der Bürste zerschneidet. Für die Wischfunktion nutzt der P10 Ultra zwei rotierende Mopps.
Der rechte Mopp kann seitlich ausgefahren werden, um bis an den Rand zu wischen. Außerdem hebt der Roboter die Mopps auf Teppichen um 10,5 mm an. Das beugt Feuchtigkeit auf Teppichen vor. Die Mopps werden nach der Reinigung in der Station mit warmer Luft getrocknet.
Die Station misst 31 x 47 x 59,4 cm und ist damit schmal, aber sehr hoch. Sie verfügt über eine automatische Absaugung und einen Staubbeutel mit 3 Litern Fassungsvermögen. Damit soll eine autarke Reinigung ohne menschlichen Eingriff bis zu 70 Tage möglich sein.
Optisch wirkt das System mit dem großen LED-Streifen als Anzeige zwischen den Wassertanks modern, besteht aber überwiegend aus Kunststoff, der zudem nicht überall optimal verarbeitet ist. So gibt es etwa bei der Abdeckung der Absaugung unpassende Spaltmaße, die den guten Gesamteindruck etwas mindern. Im Lieferumfang befindet sich übrigens eine Reinigungslösung, die inklusive Kartusche direkt in die Station gesteckt wird.
Einrichtung und App
Die Einrichtung läuft klassisch über eine App und das Abscannen eines QR-Codes am Roboter. Nach der Kopplung folgt die erste Kartierungsfahrt, die deutlich schneller als eine normale Reinigung ist.
Die App selbst unterstützt Speicherung mehrerer Karten für unterschiedliche Etagen, automatische und manuelle Raumaufteilung, Sperrzonen, Zeitpläne und einige weitere Features, die auch bei der Konkurrenz zu finden sind. Dazu gehören etwa Einstellungen für Saugleistung und Wasserabgabe, die Reinigungsreihenfolge, besondere Aufmerksamkeit bei Haustieren und einiges mehr. Damit bietet die Software kaum weniger Möglichkeiten als bei der Konkurrenz.
3i P10 Ultra – App & Einrichtung
Auch das Verhalten der Station darf der Nutzer beeinflussen. Waschintervalle für Mopps, Trocknung und Entleerung lassen sich hier anpassen. Über die Kamera in der Front des Roboters ist zudem eine Live-Überwachung möglich, und es werden auf Wunsch Aufnahmen von erkannten Hindernissen und Haustieren erstellt. Der Hersteller gibt an, dass die KI-Hindernisvermeidung dabei ohne Speicherung von Bildern arbeitet und hat sich das vom TÜV Rheinland zertifizieren lassen.
Navigation und Hindernisvermeidung
Für die Navigation nutzt der P10 Ultra hauptsächlich sein Lidar-System. Das sorgt für strukturierte Bewegung und vollständige Raumabdeckung. Fahrten am Rand lassen kaum ungesäuberten Bereich übrig und die generelle Orientierung im Raum ist sehr gut. Zusätzlich nennt 3i eine Hindernisvermeidung mit 3D-Strukturlicht und KI-Kamera.
Große Gegenstände wie Schuhe oder Näpfe werden meist früh erkannt und ausreichend eng und ohne Berührung umfahren. Schwierigkeiten gibt es hingegen bei flachen, sehr schmalen oder niedrigen Objekten. Kabel, transparente Teile, dünne Stuhlbeine oder kleine Spielzeuge werden immer mal wieder übersehen und dann zumindest angestupst, bisweilen aber auch weggeschoben oder im Extremfall aufgesaugt. Das ist allerdings auch bei deutlich teureren Saugrobotern nicht immer perfekt.
Hundertprozentige Sicherheit bringt weiterhin nur, den Boden vor einer Reinigung grob freizuhalten.
Saugleistung und Wischfunktion
3i bewirbt den P10 Ultra mit einer maximalen Saugleistung von 18.000 Pa – im Vergleich zur Saugroboter-Elite ist das längst kein Bestwert, aber er ist immerhin im oberen Mittelfeld angesiedelt. Solche Werte sind allerdings Laborangaben und sagen nur bedingt etwas über die tatsächliche Reinigungskraft aus.
Im Test zeigte sich aber, dass der P10 Ultra auf Hartboden feinen Schmutz wie Staub und Krümel zuverlässig aufnimmt. Auch Tierhaare werden dank der Hauptbürste mit einer Mischung aus Borstenreihen und Gummilamellen in der Regel gut aufgenommen. Allerdings sollte die Hauptbürste trotz der grundsätzlich gut funktionierenden Anti-Tangle-Technik von 3i regelmäßig kontrolliert und ggf. händisch gesäubert werden.
Auf Teppich profitiert der Roboter von der hohen Leistung, aber wie immer gilt auch hier: Je höher der Flor und je dichter der Teppich, desto eher stößt der Roboter wegen seines klassischen Aufbaus an Grenzen. Dazu kommt, dass das Anheben der Mopps mit 10,5 mm nicht jeden Teppich vollständig trocken hält. Für Haushalte mit vielen Teppichen ist es daher oft sinnvoll, Wischen und Saugen nach Bereichen zu trennen oder Teppiche in der App als Zonen zu definieren, die nur gesaugt werden.
Die Wischfunktion arbeitet mit zwei rotierenden Mopps. Das ist bei regelmäßiger Fahrt grundsätzlich effektiv für alltägliche Verschmutzungen auf Fliesen, Laminat oder Vinyl. Aktuelle Topmodelle setzen aber nicht grundlos inzwischen für noch bessere Wirkung auf eine Wischrolle wie bei Wischsaugern (Bestenliste). Frische, nicht klebrige Flecken werden normalerweise trotzdem in einem Durchgang entfernt, eingetrocknete Flecken benötigen bisweilen mehrere Fahrten.
Praktisch an Kanten ist der ausfahrende Mopp, weil so der typische Abstand zur Fußleiste kleiner und überwiegend sogar fast ganz negiert wird. Erkennt der Roboter Überhänge, unter die er mit seinem Laserturm nicht fahren kann, behilft er sich mit einer seitlichen Drehung, durch die der rechte Mopp weiter unter den Überhang kommt. Beim Saugen kommt der Roboter hingegen leider nicht in Ecken, da eine ausfahrbare Seitenbürste fehlt.
Die Station verrichtet ihre Arbeit ebenfalls sehr gut. Sie wäscht die Mopps mit 60 °C heißem Wasser und trocknet sie anschließend mit warmer Luft. Der Hersteller nennt für die Trocknung typischerweise etwa 3 Stunden, der Nutzer darf das aber in der App auf 2, 3 oder 4 Stunden anpassen.
Außerdem gibt es eine automatische Reinigungsmittelzufuhr, was die Reinigungskraft erhöht und angenehm riecht. Allerdings bindet es Nutzer an passende Verbrauchsmaterialien des Herstellers, da es keinen speziellen Reinigungsmitteltank, sondern nur einen Einschub für die speziellen Kartuschen des Herstellers gibt. Wenig überraschend: Natürlich weist der darauf hin, nur die mitgelieferte Lösung zu verwenden.
Für die Hygiene ist die Kombination aus Waschen und Trocknen ein Plus, weil die Mopps nicht zu lange feucht bleiben und so nicht von Schimmel befallen werden können. Grundpflichten wie das Reinigen der herausnehmbaren Bodenschale der Station und das gelegentliche Ausspülen der Tanks, bleiben wie bei allen Saugrobotern mit Station aber bestehen.
Akku
Der Hersteller nennt für den 3i P10 Ultra Laufzeiten von bis zu 240 Minuten. In der Praxis hängt die Laufzeit stark von Saugleistung, Teppichanteil, Hindernissen und der Häufigkeit der Mopp-Reinigung ab. Im Test kam der Roboter daher bei uns eher auf etwa 150 Minuten bei viel Hartboden und Moppreinigung pro Raum.
Da der Roboter vergleichsweise schnell navigiert, schaffte er im Test rund 120 m² brutto, also abzüglich Möbeln und unerreichbarer Stellen. Bei mehr Reinigungsfläche fährt der Roboter bei niedrigem Akkustand zum Laden zurück und setzt die Reinigung später fort. Eine vollständige Ladung dauert beim 3i P10 Ultra rund 3,5 Stunden.
Preis
Die UVP in Deutschland liegt für den 3i P10 Ultra bei stolzen 999 Euro. Der aktuelle Straßenpreis liegt bei Amazon bei 500 Euro, im Dezember 2025 waren es 400 Euro.
Fazit
Der 3i P10 Ultra schlägt sich im Test ziemlich gut, aber die vom Hersteller genannte UVP halten wir für völlig überzogen. Anders sieht es beim genannten Straßenpreis aus: Für 500 Euro bekommen Käufer viel Komfort, sehr gute Lidar-Navigation und zusätzliche Hinderniserkennung per KI-Kamera.
Stärken sind zudem die gute Saugleistung auf Hartboden und niedrigflorigem Teppich und die gute Station. Beim Wischen hilft zudem der ausfahrende Mopp an Kanten, ersetzt aber keine manuelle Grundreinigung bei hartnäckigem Schmutz und in Ecken. Außerdem fehlt uns eine ausfahrbare Seitenbürste, das ist 2025 selbst in der Mittelklasse längst Standard.
Da der Ecovacs T80 Omni (Testbericht) mit einer modernen Wischwalze kommt und mit 449 Euro günstiger ist, empfehlen wir aber dennoch diesen vor dem 3i P10 Ultra. Sein Gesamtpaket ist zum geringeren Preis einfach in quasi jeder Hinsicht besser.
Künstliche Intelligenz
Iran-Internetsperre: Zivilgesellschaft fordert Satellitenfunk direkt aufs Handy
Seit über zwei Wochen herrscht im Iran eine digitale Eiszeit. Das Regime hat rund 92 Millionen Menschen faktisch von der Außenwelt abgeschnitten. Diese drastische Maßnahme soll nicht nur den Widerstand im Land ersticken, sondern auch Angehörige weltweit in Ungewissheit lassen. Wer Verwandte oder Freunde im Iran hat, erreicht niemanden mehr: WhatsApp, Instagram und Telegram sind tot. Eine globale Koalition zivilgesellschaftlicher Organisationen verlangt nun eine technologische Kehrtwende.
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Bürgerrechtsvereinigungen wie Access Now, Article 19, Witness und das Center for Human Rights in Iran werben in einem am Freitag veröffentlichten Aufruf für sogenannte Direct-to-Cell-Technologien (D2C). Diese sollen als humanitäres Werkzeug weltweit priorisiert werden, um staatliche Blackouts nicht nur im aktuellen Konflikt im Nahen Osten wirkungslos zu machen. In der Ukraine startete Elon Musks Satellitendienst Starlink eine D2C-Option im November.
Sackgasse der teuren Terminals
Bisher war Satelliten-Internet im Iran zwar verfügbar, aber mit enormen Risiken verbunden. Dienste wie Starlink erfordern in der Regel spezielle Hardware-Terminals, die für über 1000 US-Dollar auf dem Schwarzmarkt gehandelt werden. Für die breite Bevölkerung in ländlichen Regionen oder ärmeren Stadtvierteln bleibt dieser Zugang unerreichbar. Zudem sind die Schüsseln auf den Dächern für Drohnen leicht aufzuspüren, was die Nutzer zur Zielscheibe von Spionagevorwürfen macht.
Hier setzt die D2C-Technologie an: Sie ermöglicht es herkömmlichen Smartphones, direkt eine Verbindung zu Satelliten in einer niedrigen Erdumlaufbahn (LEO) herzustellen. Es wird kein spezielles Modem benötigt. Die meisten Mobiltelefone, die nach 2020 produziert wurden, verfügen bereits über die notwendige Hardware. Dies würde die digitale Kluft schlagartig schließen und Informationen aus jenen Gemeinschaften demokratisieren, die derzeit unsichtbar gemacht werden.
Die iranische Netz- und Nachrichtensperre macht laut dem Bündnis deutlich, dass der Zugang zum freien Internet kein Luxusgut ist. Vielmehr handle es sich um eine Grundvoraussetzung für den Schutz von Menschenrechten.
Ein Hauch von Konnektivität – oder eine Falle?
Aktuelle Daten des IT-Dienstleisters Cloudflare zeigten in den vergangenen Stunden kurzfristig eine leichte Entspannung: Der landesweite Datenverkehr erreichte zuletzt wieder rund 30 Prozent des Niveaus vor der Blockade. Die Organisation Netblocks bestätigt, dass seit Freitagmorgen wieder vermehrt VPN-Tunnel aufgebaut werden könnten und Messaging-Dienste teils funktionierten. Doch die Erleichterung in Teheran ist von Sorge überschattet. Aktivisten befürchten, dass es sich nur um eine temporäre Lockerung handelt, um die Bevölkerung zu beruhigen oder Nutzer in staatlich kontrollierte Internetkorridore zu locken. Die internationale Konnektivität bleibt gering, die Zensur extrem scharf.
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Damit D2C sein lebensrettendes Potenzial entfalten kann, müssen laut dem Bündnis massive regulatorische Hürden fallen. Regierungen sollten Regulierungsausnahmen und Frequenzzugänge garantieren, heißt es in dem Appell, damit Satellitenanbieter auch ohne Zustimmung lokaler Despoten operieren dürfen. Zudem müssten Notfallprotokolle her, die eine sofortige, kostenlose Aktivierung der Dienste ermöglichten, sobald ein politisch motivierter Shutdown dokumentiert wird.
Der Iran ist kein Einzelfall. Von Myanmar bis zum Sudan nutzen Regime Shutdowns, um Gewalt zu verschleiern. Die technologische Machbarkeit von D2C ist laut den NGOs bewiesen. Was fehle, sei der koordinierte Wille zum Handeln. Die Politik dürfe Technologie nicht nur als Profitcenter sehen, sondern müsse sie als digitalen Rettungsanker für die Freiheit begreifen.
Von „Internet-e Halal“ zur totalen Kontrolle
Dass Teheran den Informationsfluss kontrolliert, ist nicht neu. Doch die aktuelle Dimension der Abschottung ist beispiellos. Über Jahre arbeiteten die Behörden an der Einrichtung eines nationalen Netzes, dem sogenannten „Internet-e Halal“ (islamisches Netz) oder „Internet-e Melli“ (Volksinternet). Ziel ist eine digitale Parallelwelt, die nach außen hin abgeschottet ist, während interne Dienste für Banking oder Behörden kontrolliert weiterlaufen.
Alarmierend ist dabei die Intransparenz der Entscheidungsprozesse. Längst hat nicht mehr das offizielle Kommunikationsministerium das Sagen; die Fäden laufen bei den Sicherheitsorganen und Geheimdiensten zusammen. Diese nutzen das Netz als Waffe: Schätzungen gehen mittlerweile von über 16.500 getöteten Demonstranten aus, deren Schicksal hinter der digitalen Mauer verborgen bleiben sollte.
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(nie)
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Meta schaltet KI-Charaktere für Teenager ab, zumindest vorerst
Altersverifikation im Internet sorgt seit jeher für Diskussionen. Meist handelt es sich um eine simple Selbstabfrage, die kaum Schutz bietet. Plattformen wie Instagram werten das Verhalten von Nutzern aus und wandeln Konten bei Bedarf in Teen-Konten um. Der Meta-Konzern, zu dem Apps wie Instagram, Facebook und WhatsApp gehören, muss sich aber weiterhin Klagen stellen, mit denen Einrichtungen und Eltern gegen den unzureichenden Schutz von Kindern und Jugendlichen vorgehen.
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Nun will Meta den Zugang von Teenagern zu seinen KI-Charakteren vorübergehend in all seinen Apps weltweit pausieren. Das erklärte der Konzern in einer Mitteilung auf seiner Webseite. Bis das neue Kinderschutzmodell stehe, pausiere man diesen Teil der Apps.
Der Schritt kommt kurz vor Beginn eines Verfahrens gegen Meta in New Mexico. In dem wird das Unternehmen beschuldigt, sich nicht genug um den Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung in seinen Apps zu kümmern. Das IT-Nachrichtenportal TechCrunch hatte zuvor über den Schritt von Meta berichtet.
Die Ursachen mentaler Probleme
Erst vergangene Woche hatte das Unternehmen ähnliche Anschuldigungen zurückgewiesen und erklärt, dass sich mentale Probleme von Kindern und Jugendlichen nicht direkt auf die Social-Media-Nutzung zurückführen ließen. Die Herausforderungen, mit denen Jugendliche konfrontiert sind, auf einen einzigen Faktor zu beschränken, ignoriere die wissenschaftliche Forschung und die vielen Stressfaktoren, die junge Menschen heute betreffen, schreibt Meta in seiner Stellungnahme zum Thema Jugendschutz.
Man teile aber die Bedenken der Eltern über sichere, altersgerechte Erfahrungen von Teenagern in sozialen Medien. So bekommen Jugendliche über die sogenannten Teen-Accounts weniger sensible Inhalte und weniger unerwünschte Kontakte zu sehen und sie verbringen nachts weniger Zeit auf Instagram, erklärte das Unternehmen auf seiner Webseite als Reaktion auf diverse gerichtliche Auseinandersetzungen.
Teen-Konten
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Ende 2024 hatte der Meta-Konzern mehr Schutzfunktionen und elterliche Kontrollmöglichkeiten für die Instagram-Konten Minderjähriger in Europa freigeschaltet. Mit Einführung der Teen-Konten wurden uner anderem vorhandene Konten von Teenagern unter 16 Jahren automatisch auf privat umgestellt.
Vorwürfe gibt es auch gegenüber KI-Betreibern wie OpenAi. Das Unternehmen hatte Ende September einen Jugendschutz für ChatGPT eingeführt. Sofern der ChatGPT-Account eines Jugendlichen mit dem eines erwachsenen Familienmitgliedes verknüpft ist, greifen die Jugendschutzbestimmungen des Anbieters. Kinder und Jugendliche können dann unter anderem keine sexuellen, romantischen oder gewaltverherrlichenden Rollenspiele mehr mit ChatGPT führen.
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