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KI soll die KI kontrollieren: Wie Google die Agenten im Chrome-Browser absichern will


Indem Browser immer mehr KI-Funktionen und Agenten erhalten, droht eine neue Klasse an Sicherheitsrisiken. Um die integrierten KI-Modelle abzusichern, will Google im Chrome-Browser ein weiteres KI-Modell einführen, das die KI-Aktivitäten kontrolliert.

Nathan Parker vom Chrome Security Team spricht in einem Blog-Beitrag von einer neuen Sicherheitsarchitektur, die insbesondere die Agenten-Fähigkeiten in Chrome absichern soll. Es geht also um Anwendungen, bei denen das KI-System im Browser autonom handelt, indem es etwa eigenständig Webseiten bedient.

IndirektePrompt Injections als Angriffsrisiko

Eine Bedrohung, die praktisch alle KI-Browser betrifft, sind indirekte Prompt Injections. Bei Prompt Injections handelt es sich im Kern um manipulierte Prompt-Eingaben, die Sprachmodelle (LLM) zu unerwünschten Antworten verleiten sollen, die etwa gegen die Vorgaben der KI-Entwickler verstoßen. Eines der klassischen Beispiele ist der Oma-Hack: Zeitweise konnte man die internen Vorgaben von ChatGPT aushebeln, indem man den Chatbot aufforderte, eine Gute-Nacht-Geschichte wie die verstorbene Oma zu erzählen. Auf diese Weise ließ sich ChatGPT dann auch das Rezept von Napalm entlocken, obwohl OpenAI solche Antworten eigentlich untersagt.

Bei den indirekten Prompt Injections befindet sich der manipulierte Prompt nicht direkt in der Eingabe des Nutzers, sondern beispielsweise auf einer Webseite. Wenn ein Nutzer mit einem aktivierten KI-Agenten im Browser dann eine solche Webseite aufsucht, besteht die Gefahr, dass das KI-System ein Einfallstor für eine Cyber-Attacke ist. Angreifer könnten den Agenten etwa dazu verleiten, persönliche Daten über den Nutzer preiszugeben. Denkbar wäre aber – je nach Grad der Autonomie eines Agenten –, dass dieser sogar finanzielle Transaktionen veranlasst.

KI-Entwickler versuchen sich ohnehin, die Systeme gegen Prompt Injections zu wappnen. Google legt nun ein Konzept mit weiteren Sicherheitsebenen vor. Ein zentraler Bestandteil ist die user alignment critic. Aktionen eines Agenten werden dabei von einem separaten Modell kontrolliert, das keinen Kontakt zu Inhalten hat, die als nicht-vertrauenswürdig gelten.

user alignment critic: Das Kontroll-Modell kann ein Veto einlegen

Das Ziel ist eine doppelte Kontrolle. Das zweite Modell kontrolliert jederzeit, ob Aktionen eines Agenten immer mit den Zielen des Nutzers in Einklang stehen. Wenn die Handlungen nicht den Vorgaben entsprechen, legt das Kontroll-Modell ein Veto ein. Um es selbst vor Angriffen zu schützen, ist es so konzipiert, dass es nur Zugang zu Metadaten hat, die die jeweiligen Aktionen beschreiben. Ungefilterte Inhalte bekommt es nicht zugespielt.

Its primary focus is task alignment: determining whether the proposed action serves the user’s stated goal. If the action is misaligned, the Alignment Critic will veto it. This component is architected to see only metadata about the proposed action and not any unfiltered untrustworthy web content, thus ensuring it cannot be poisoned directly from the web.

Anpassungen sind in weiteren Bereichen erforderlichen. Bestehende Techniken wie Site Isolation und same-origin policy können mit Agenten ausgehebelt werden, weil die KI-Systeme quasi per Konzept über mehrere Webseiten hinweg agieren sollen – also beispielsweise in einem Rezept die Zutaten erfassen und diese auf einer Shopping-Seite in den Warenkorb legen. Daher integriert man das Prinzip Agent Origins Set in die Sicherheitsarchitektur. Es soll sicherstellen, dass Agenten nur auf Daten zugreifen, die für die jeweilige Aufgabe erforderlich sind.

Weitere Änderungen an der Sicherheitsarchitektur beschreibt Parker noch im Blog. Transparenz und Nutzerkontrolle sollen etwa wie gehabt eine zentrale Rolle spielen. Selbst wenn die KI-Assistenten autonom handeln, sollen Nutzer nachvollziehen können, was im Browser vor sich geht. Wenn der Agent auf sensible Daten wie Gesundheitsdaten oder beim Online-Banking zugreift, müssen Nutzer zustimmen. Dasselbe gilt generell für Aktionen wie Bankgeschäfte, ohne Zustimmung sollen diese nicht stattfinden.

KI-Browser kommen – und damit auch die Risiken

Auftakt für Googles KI-Browser ist Gemini in Chrome. Derzeit werden die KI-Funktionen für berechtige Windows- und Mac-Nutzer in den USA eingeführt, wenn die Chrome-Sprache auf Englisch eingestellt ist. Weitere Sprachen und Regionen sollen im Laufe der Zeit folgen.

  • ChatGPT Atlas: OpenAI bringt eigenen Browser auf den Markt

An AI-Browsern entwickelt ohnehin nicht nur Google. Perplexity hat mit Comet bereits eine entsprechende Variante vorgestellt, die Browser Company entwickelt Dia. Noch mehr Aufmerksamkeit erhielt das Thema, als OpenAI den Atlas-Browser vorstellte. Dieser bietet neben der engen Anbindung an ChatGPT auch einen Agenten-Modus, der eigenständig Aufgaben im Sinne der Nutzer erfüllen soll.

OpenAI bezeichnet Prompt Injections als ungelöstes Problem

Was Google jetzt vorstellt, ist ein konzeptueller Ansatz für die Risiken, vor denen Entwickler und Sicherheitsexperten bei den KI-Browsern seit geraumer Zeit warnen. Selbst OpenAIs Chief Information Security Officer Dane Stuckey räumte kurz nach dem Atlas-Start ein, dass Prompt Injections eines der ungelösten Probleme sind, die noch viel Zeit erfordern.

However, prompt injection remains a frontier, unsolved security problem, and our adversaries will spend significant time and resources to find ways to make ChatGPT agent fall for these attacks.

Dan Stuckey via X

Man hat das Problem also auf dem Schirm, man arbeitet an Lösungen und versucht es einzudämmen. Vom Tisch ist es aber noch nicht. Und wie relevant es ist, zeigt sich voraussichtlich erst, je weiter sich die KI-Browser verbreiten. Entwickler wie Simon Willison äußern sich daher skeptisch bis zurückweisend. Er würde keinem dieser Produkte trauen, solange eine Reihe von IT-Sicherheitsforschern diese nicht sehr gründlich untersucht haben. Aktuell bezeichnet er die Sicherheits- und Privatsphäre-Risiken noch als enorm.

The security and privacy risks involved here still feel insurmountably high to me – I certainly won’t be trusting any of these products until a bunch of security researchers have given them a very thorough beating.

Simon Willison

Googles Nathan Parker verspricht derweil, dass die Sicherheit der KI-Browser ein Prozess ist. Man will die Sicherheitsmechanismen mit Experten weiterentwicklen. Und das Bug-Bounty-Programm wird ebenfalls erweitert. Bis zu 20.000 US-Dollar erhält man, wenn man Schwachstellen in der KI-Absicherung entdeckt.



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Top 5 Apps der Woche


Seid Ihr wieder einmal erschlagen von der unendlich großen Auswahl in den App-Stores? Damit Ihr Euch in diesem Meer der Optionen auf Android und iOS zurechtfindet, haben wir die schwere Arbeit für Euch übernommen.

Wie auch bei den Empfehlungen der letzten Woche haben wir die Neuerscheinungen auf fünf „Must-Haves“ eingegrenzt. Von rasanten Spielen bis hin zu spezialisierten Werkzeugen für Faserkunst und Heimwerkerprojekte bietet die dieswöchige Auswahl etwas Einzigartiges für jeden Benutzertyp.

Dumb Ways to Die

Dumb Ways to Die beweist mit dem jüngsten Update, wie wichtig gutes Charakterdesign und einfaches, reflexgesteuertes Gameplay sind.

Ihr spielt hier eine Sammlung von Minispielen, bei denen das Leben einer bunten, klecksartigen „Bohne“ ganz von der Fähigkeit abhängt, innerhalb von Sekunden zu reagieren. Ob Ihr nun hektisch über den Bildschirm wischt, um Kotze wegzuwischen, eine Figur sorgfältig ausbalanciert, damit sie nicht herunterfällt, oder dem Drang widerstehen müsst, einen großen roten Knopf zu drücken – die Spannung bleibt spürbar. Je weiter Ihr kommt, desto höher wird die Geschwindigkeit, bis sich die Finger irgendwann schneller bewegen, als Euer Gehirn verarbeiten kann.

Der Wiederspielwert ist der Wahnsinn. Selbst nach all den Jahren fesselt mich die schiere Vielfalt der Möglichkeiten zu scheitern. Die neueste Version bietet anspruchsvollere Herausforderungen, wie z. B. in das Mikrofon zu pusten, um ein Flugzeug in der Luft zu halten. Das Game nutzt die Vorteile moderner Hardware auf eine Weise, die sich eher natürlich als effekthascherisch anfühlt. Es gibt auch ein befriedigendes Gefühl des Fortschritts, wenn ich Punkte verdiene, um neue Beans für meine Sammlung freizuschalten.

Was mir nicht gefällt, ist die Häufigkeit der Werbeeinblendungen, die die Stimmung trüben und oft den rasanten Spielfluss unterbrechen, der das Spiel eigentlich so fesselnd macht. So viel zu „nur noch eine Runde“, wenn ich am Ende eine weitere Minute warten muss, um noch mehr Werbung zu sehen. Die Monetarisierung ist definitiv der Fluch moderner Apps und Spiele. Aber ich denke trotzdem, dass dieses Spiel auf jedem Smartphone im Jahr 2026 gut aufgehoben ist.

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Was kann ich über Sega Football Club Champions sagen? Im Grunde schlüpfe ich in die Rolle eines Managers, der explizit „powered by Football Manager“ ist und die robuste FIFPro-Datenbank nutzt, um mehr als 10.000 reale Fußballer ins Spiel zu bringen. Gut zu wissen, dass das Gameplay absichtlich gestrafft wurde, ohne dass ich mich neunzig Minuten lang mit den Anweisungen für einzelne Spieler beschäftigen muss.

Im Grunde muss ich nur allgemeine taktische Entscheidungen treffen, z. B. die übergreifende Philosophie eines Teams festlegen. Und ich kann entscheiden, ob ich mich auf ein unerbittliches Ballbesitzspiel oder einen schnellen Gegenangriff einlasse. Die Match-Engine bietet eine Heatmap, die mir die Richtung meines Angriffs vorgibt, so dass sich das Spiel weniger wie eine lästige Pflicht anfühlt, sondern eher wie ein strategisches Puzzle auf hohem Niveau, das perfekt in einen morgendlichen (oder abendlichen) Arbeitsweg passt.

Sogar mit exotischen Ligen

Was mir auffiel, war die Einbeziehung der J-League und K-League neben den europäischen Giganten. Es ist erfrischend zu sehen, dass ein Entwickler anerkennt, dass Fußballfans in Asien eine tief verwurzelte Leidenschaft für ihre regionalen Ligen haben. Das Aufstiegssystem basiert auf einer „Local to Global“-Reise, bei der ich einen relativ unbekannten Verein übernehmen und junge Talente zu Weltklasse-Stars ausbilden kann. Es ist ein echtes Erfolgserlebnis, einen Drei-Sterne-Kandidaten zu scouten und zu sehen, wie er sich in meinen Trainingseinrichtungen entwickelt. Dabei setzt Sega allerdings auf eine Gacha-ähnliche Rekrutierungsmechanik.

Es ist schön zu sehen, dass Sega sich für eine saubere, benutzerfreundliche Benutzeroberfläche entschieden hat. Die vermeidet das Durcheinander, das oft in mobilen Portierungen von PC-Managementspielen zu finden ist. Die plattform- und spielübergreifende Unterstützung ist vielleicht das stärkste Verkaufsargument. Ich kann in einer Pause an meinem PC an meinem Kader mit Arsenal-Lizenz basteln und dann eine wichtige Transferverhandlung auf meinem Handy erledigen, während ich auf das Mittagessen warte. Euch erwartet nicht die beste Grafik, aber sie erfüllt ihren Zweck.

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Nerven Euch Abonnements und viel zu viele Anmeldekonten, die Ihr im Auge behalten müsst? Ich fühle mit Euch und denke daher, dass Tooliz einen Platz auf der Liste dieser Woche verdient hat. Diese App funktioniert wie ein digitales Schweizer Taschenmesser, das mehr als fünfundzwanzig unverzichtbare Tools in ein leichtgewichtiges Offline-Paket packt.

Was mir sofort auffiel, war die schiere Vielfalt an Werkzeugen, die unter der Haube versteckt sind, ohne die übliche Leistungsverzögerung. Ganz gleich, ob ich die Wasserwaage zum Ausbalancieren eines Rahmens zu Hause oder den Augmented-Reality-Winkelmesser zum Messen eines Winkels über die Kamera verwendete, die Benutzeroberfläche blieb flüssig und reaktionsschnell. Es ist unglaublich praktisch, einen Einheitenumrechner und einen Schallpegelmesser an einem Ort zu haben.

Interessant, dass es sogar Nischenfunktionen wie einen Frequenzgenerator zum Testen von Lautsprechern und einen „Random Decider“ für die Momente enthält, in denen niemand in der Gruppe mutig genug ist, die Verantwortung für die Entscheidung zu übernehmen, wohin wir zum Mittagessen gehen. Das benutzerdefinierte Radialmenü macht das Navigieren zwischen den Tools mit einer Hand bemerkenswert einfach und vermeidet die klobigen Hamburger-Menüs, die viele moderne Apps plagen. Schön auch, dass ein „Privacy Friendly“-Badge tatsächlich etwas bedeutet. Die App verarbeitet Sensordaten wie das Magnetometer für den Metalldetektor und das Mikrofon für den Dezibelmesser nämlich lokal auf dem Gerät.

Keine Sorge, es gibt keinen Bedarf an unnötigen Berechtigungen, und die Tatsache, dass das meiste im Flugzeugmodus perfekt funktioniert, macht die App zu einem zuverlässigen Begleiter. Definitiv etwas, das ich jedem mit einem Android-Handy empfehle!

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Focus Friend

Produktivitäts-Tools gibt es wie Sand am Meer. Das macht’s schwierig, eine App zu finden, die effektiv ist, ohne wie ein digitaler Drill-Sergeant zu wirken. Focus Friend ist ein interessanter Fund mit erfrischend einfühlsamem Ansatz. Die Idee, eine winzige, animierte Bohne als primären Fokus zu verwenden, die mir einfach nur ein Paar Socken stricken will, ist besonders entwaffnend. Das ist mehr als ein weiterer „gamifizierter“ Gewohnheits-Tracker. Ich muss nur einen Timer einstellen, und während ich arbeite, strickt mein „Bean“-Begleiter fleißig Schals und Socken in seinem digitalen Zimmer.

Verlasse ich die App, hört meine Bean auf zu arbeiten und sieht sichtlich niedergeschlagen aus. Es klingt albern, aber die psychologische Anziehungskraft ist erstaunlich stark. Ich ertappte mich dabei, dass ich meine Schreibfristen deshalb einhielt, weil ich meinen verpixelten Freund wirklich nicht enttäuschen wollte. Das Spiel nutzt das Gefühl der „Körperverdopplung“ – eine Technik, die in der ADHS-Gemeinschaft häufig angewandt wird. Dabei hilft die bloße Anwesenheit einer anderen „Person“ (selbst einer bohnenförmigen), die neben mir arbeitet, bei der Sache zu bleiben.

Grafisch gesehen lehnt sich die App stark an die „gemütliche“ Ästhetik an, die in letzter Zeit die Spielewelt dominiert. Die verdienten Belohnungen, darunter hart erkämpfte Strickwaren, können gegen Möbel und Dekorationen eingetauscht werden. Damit gestalte ich den Lebensraum meiner Bohne individuell. Ich denke, wenn ich mich um meine Bohne und ihren Lebensstil kümmere, habe ich den Wunsch, bei meiner nächsten Arbeitssitzung konzentrierter zu sein.

Schön, dass Focus Friend sich nicht wie ein weiteres Unternehmenswerkzeug anfühlt, das entwickelt wurde, um mehr Effizienz herauszuquetschen. Vielmehr fühlte sich die Benutzung eher wie ein Wellness-Begleiter an. Dieser erinnerte mich zum Beispiel daran, durch Wasserpausen nach der Pomodoro-Methode hydriert zu bleiben.

Ihr habt eine Bohne als Freund, die Euch beim Konzentrieren hilft!

PaperAI

Stellt Euch vor, Ihr öffnet einen Brief vom Amt, eine komplizierte Rechnung oder einen Mietvertrag – und statt Kopfschmerzen zu bekommen, haltet Ihr einfach mit dem Handy drauf. Paper AI ist nicht nur eine Scan-App; sie ist ein KI-gestütztes Gedächtnis für Euren kompletten Papierkram!

Ihr knipst also Eure Dokumente und erhaltet nicht nur ein Foto. PaperAI erstellt dank OCR eine durchsuchbare PDF-Datei. Die KI kann dabei wichtige Informationen wie Titel, Abesender und Datum extrahieren.

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Klar, ich kann auch Google Lens nutzen, um Text aus Bildern zu extrahieren und es gibt auch genügend Scan-Apps da draußen. Aber PaperAI scannt schnell und zufriedenstellend und ich hab im Handumdrehen meine Post digitalisiert. Und nicht nur das: Ich hab sie auch direkt organisiert, verschlagwortet und zusammengefasst.

PaperAI erklärt, dass Eure Daten dabei sicher auf europäischer (deutscher) Cloud-Infrastruktur aufgehoben ist. Wer will, kann natürlich auch Backups erstellen und sie beispielsweise ins Google Drive schaufeln. Wer will, nutzt nicht nur die App für Android oder iOS, sondern auch die Browser-Version PaperAI Web.



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Branchenbeben: TV-Markt vor großer Wende


Das ist eine Nachricht, die den TV-Markt ordentlich durchschüttelt: Sony und TCL wollen gemeinsam ein neues Unternehmen gründen. Laut einer offiziellen Absichtserklärung soll ein Joint Venture entstehen, bei dem TCL 51 Prozent der Anteile übernimmt und damit künftig das Sagen hat.

Sony bleibt mit 49 Prozent beteiligt, zieht sich aber ein Stück weit aus der operativen Verantwortung zurück. Für viele Branchenbeobachter ist klar: Das ist kein gewöhnlicher Deal, sondern ein strategischer Einschnitt – für Sony, für den TV-Markt und letztlich auch für Euch als Käufer von Fernsehern und Home-Audio-Produkten.

Die wichtigsten Fakten zum Sony-TCL-Joint-Venture auf einen Blick

Bevor wir tiefer einsteigen, hier die zentralen Eckdaten:

  • Gemeinschaftsunternehmen geplant: Sony und TCL bündeln ihre TV- und Home-Audio-Geschäfte
  • Mehrheit bei TCL: 51 Prozent der Anteile, damit Kontrolle über das Joint Venture
  • Sony bleibt beteiligt: 49 Prozent, Fokus auf Technologie und Marke
  • Marken bleiben bestehen: Sony und Bravia sollen weiterhin genutzt werden

Ziel ist es bis Ende März 2026 die verbindlichen Verträge auszuhandeln und zu unterschreiben. Start des Joint Ventures soll dann voraussichtlich April 2027 sein. Noch ist nichts final, aber die Richtung ist klar: Sony verändert seine Rolle im TV-Geschäft grundlegend.

Sony legt Fokus auf Unterhaltung – aber anders als bisher

Wenn Ihr Sony seit Jahren verfolgt, kommt dieser Schritt nicht völlig überraschend. Sony verabschiedet sich schon länger Stück für Stück aus margenschwachen Hardware-Bereichen. Ein bekanntes Beispiel:

  • Die VAIO-PC-Sparte wurde bereits vor Jahren ausgegliedert
  • Der Fokus liegt zunehmend auf Entertainment, Games, Film, Musik und Sensorik

Fernseher sind zwar ein prestigeträchtiges Produkt – wirtschaftlich aber zunehmend schwierig. Der Preisdruck ist enorm, die Margen sind niedrig und die Konkurrenz aus China und Südkorea ist gnadenlos effizient.

Warum Sony diesen Schritt geht

Sony war einst eine der dominierenden TV-Marken weltweit. Trinitron, Bravia, OLED-Referenzen – all das hat den Markt geprägt. Doch die Realität sieht heute anders aus:

Die Probleme im TV-Markt

  • Sinkende Margen trotz technischer Innovationen
  • Hohe Produktionskosten
  • Aggressive Konkurrenz von Herstellern wie Samsung, LG, TCL oder Hisense
  • Preisgetriebene Kaufentscheidungen statt Markenloyalität

Sony hat zwar technologisch oft die Nase vorn, verdient damit aber immer weniger Geld. Genau hier setzt das geplante Joint Venture an.

Das bringt Sony ein

  • Tiefes Know-how in Bildverarbeitung
  • Starke Audio-Kompetenz
  • Hohe Markenbekanntheit und Premium-Image
  • Erfahrung im High-End-Segment

Das bringt TCL ein

  • Moderne Display-Fertigung
  • Vertikal integrierte Lieferketten
  • Sehr kosteneffiziente Produktion
  • Massive Stückzahlen und Skaleneffekte

Kurz gesagt: Sony liefert die Technologie und das Image – TCL liefert die Industrie-Power.

Technologische Mischung statt kompletter Neuausrichtung

Spannend wird es künftig aber wohl unter der Haube der Fernseher. Künftig ist mit einer stärkeren Verzahnung der Technologien zu rechnen:

  • Sony-typische Bildprozessoren und Audio-Algorithmen
  • TCL-eigene Display-Panels und Fertigungsprozesse
  • Optimierung auf Kosten, Energieeffizienz und Skalierung

Das kann unter dem Strich zwei Effekte haben, die aber noch nicht final bestätigt sind.

  1. Bravia-TVs könnten günstiger werden
  2. Die technische Ausrichtung könnte sich leicht verändern

Vor allem im Mittelklasse-Segment dürfte TCL künftig mehr Einfluss haben als bisher. High-End-Modelle dürften hingegen weiterhin stark von Sony geprägt werden. Die zentrale Botschaft hinter dem neuen Deal ist aber klar:

Analysten sprechen von einem Beben im TV-Markt

In der Branche wird der Deal als Signal mit großer Tragweite gewertet. Denn Sony ist nicht irgendein Hersteller, sondern eine Ikone der Unterhaltungselektronik. Klassische TV-Hardware wird für etablierte Marken immer schwieriger wirtschaftlich zu betreiben. Was heute Sony macht, könnte morgen auch andere Hersteller betreffen.

Was Ihr als Käufer jetzt wissen solltet

Auch wenn das Joint Venture erst 2027 starten soll, lohnt sich der Blick nach vorn:

  • Kurzfristig ändert sich nichts
  • Mittelfristig könnten Preise attraktiver werden
  • Langfristig dürfte sich der TV-Markt weiter konsolidieren

Der TV-Markt bleibt spannend – und dieses Joint Venture ist erst der Anfang.



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Wochenrück- und Ausblick: Upsampling-Vergleich zeigt die Fortschritte der letzten Jahre


Wochenrück- und Ausblick: Upsampling-Vergleich zeigt die Fortschritte der letzten Jahre

Ein jüngster Vergleich von DLSS 4.5, DLSS 4 und FSR AI verdeutlicht, welche Fortschritte Upsampling-Technologien seit der Einführung und damit in vergleichsweise kurzer Zeit gemacht haben. Dieser Test hat diese Woche die meisten Leser angezogen. Bei den Tagesmeldungen hat erneut die Speicherkrise die Nachrichten dominiert.

Moderne Upsampling-Technologien machen seit der Ersteinführung 2019 noch immer teils große Entwicklungsschritte, wie die aktuellen Versionen von Nvidia DLSS und AMD FSR zeigen. Nach Einzeltests der verschiedenen Versionen hat die Redaktion diese Woche einen Direktvergleich von DLSS 4.5, DLSS 4 und FSR AI veröffentlicht, der auf großes Interesse der Leser gestoßen ist, wie der Spitzenplatz in den Charts zeigt.

Schlecht ist keine aktuelle Upsampling-Technologie mehr

Zwischenzeitlich haben Nvidia und AMD derart gute Lösungen entwickelt, dass alle im Vergleich angebrachten Kritikpunkte am Ende Meckern auf hohem Niveau sind. Einen Gewinner gab es am Ende aber trotzdem: DLSS 4.5. Nvidia liefert damit zwar nicht immer, aber meistens das beste Upsampling. Nvidia hat es innerhalb eines Jahres nach dem Release von DLSS 4 geschafft, das beste Upsampling noch einmal besser zu machen. DLSS 4.5 geht die Fehler von DLSS 4 effektiv an und reduziert diese entweder sichtbar oder stellt sie komplett ab. Das Endergebnis ist ein nach heutigen Maßstäben nahezu perfektes Bild.

DLSS 4.5 führt das Feld an

Auch AMD FSR Upscaling AI ist eine sehr gute Upsampling-Technologie, die oft der nativen Auflösung überlegen oder mindestens ebenbürtig ist. Doch sollte sich FSR AI zum Release mit DLSS 4 duellieren und nicht mit dem neuen DLSS 4.5. Der größte Unterschied ist in dem mit mehr Details versehenen Bild zu erkennen. Gerade in Bewegung schneidet das neue DLSS derzeit noch klar besser ab als FSR AI.

Intel will Speicherkrise entschärfen

Die anhaltende Speicherkrise hat auch diese Woche wieder für Schlagzeilen gesorgt. Während die Stimmung bei den Verbrauchern im Allgemeinen betrachtet eher pessimistisch ist und die Preissteigerungen real sind, sieht Intel die Situation weniger dramatisch. Zumindest versuchte Nish Neelalojanan, Senior Director of Product Management bei Intel, im Gespräch mit Tom’s Guide die Lage zu entschärfen.

Die (noch) höheren Kosten kommen erst noch

Demnach werde vor allem bei Laptops sehr lange im Voraus geplant und entsprechend für Reserven gesorgt. Daher könne die Branche die Krise voraussichtlich gut überstehen, auch ohne die Preise anzuheben. Allerdings muss dabei bedacht werden, dass schon jetzt RAM für die kommenden Jahre eingekauft werden muss. Und dieser ist bekanntlich derzeit extrem teuer. Mittelfristig könnten sich diese höheren Kosten also doch auf die Notebooks auswirken oder dazu führen, dass weniger Speicher verbaut wird. Marktforscher gehen für dieses Jahr von Preissteigerungen im Bereich von 20 Prozent aus, bedingt sowohl durch teureren RAM als auch durch höhere NAND-Kosten für SSDs.

Das leidige 12V-2×6-Problem im Podcast

In eine gänzlich andere Richtung ging es diese Woche beim ComputerBase-Podcast. Anstelle von AI-Upsampling und Speicherkrise ging es dort (unter anderem) mal wieder um das leidige 12V-2×6-Problem und die ersten Produkte, die versprechen, vor angeschmorten Kabeln, Grafikkarten und Netzteilen zu schützen. Mit dem Anti-Melt-Kabel von Cybenetics (Test) und dem WireView Pro II (Test) hat sich ComputerBase zwei Möglichkeiten angesehen, die zumindest vor den Symptomen eines auf Abwege geratenen 12V-2×6-Kabels bewahren können.

Mit diesem Lesestoff im Gepäck wünscht die Redaktion einen erholsamen Sonntag! In der kommenden Woche wird der Deep Dive zu DLSS 4.5, DLSS 4 und FSR AI fortgesetzt. Nachdem es diese Woche um die Bildqualität ging, stehen nächste Woche Benchmarks im Fokus.



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