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Schaltet Android-Funktionen mit geheimen Codes frei


Seid Ihr schon mal über diese „Geheimcodes“ für Handys gestolpert, die in der Regel mit „#“ beginnen? Diese Codes gibt es schon ewig, und Ihr könnt mit ihnen auf versteckte Einstellungen und Infos zugreifen.nextpit erklärt Euch, was es mit diesen Codes auf sich hat – und verrät Euch die wichtigsten.

Die Codes lassen sich grob in zwei Hauptkategorien einteilen: USSD-Codes und MMI-Codes. Obwohl sie für durchschnittliche Smartphone-Besitzer:innen meist nicht sehr nützlich sind, könnt Ihr mit diesen versteckten Codes hin und wieder zumindest Eure Neugier befriedigen. Der Zweck dieses Artikels ist es daher, Euch eine umfassende Liste dieser Geheimcodes für Android-Geräte zu liefern.

Bevor wir beginnen, ist es vielleicht eine gute Idee zu erfahren, was diese Codes sind und was die Unterschiede zwischen MMI- und USSD-Codes sind. Nehmt aber vorher diesen Hinweis unbedingt noch zur Kenntnis: Die in diesem Artikel genannten Codes funktionieren nicht auf jedem Android-Smartphone gleich. Viele davon sind hersteller- oder versionsabhängig, einige wurden in neueren Android-Versionen deaktiviert. Außerdem können bestimmte Codes tief ins System eingreifen. Nutzt sie daher mit Vorsicht und nur, wenn Ihr wisst, was Ihr tut.

Inhaltsverzeichnis:

Was sind USSD- und MMI-Codes?

USSD-Code in der Telefon-App
Um diese Codes zu verwenden, müsst Ihr sie nur in den Dialer eingeben. / © nextpit Bildquelle: Irina Efremova/nextpit

Obwohl die meisten den Unterschied zwischen diesen beiden Codes vielleicht gar nicht kennen müssen, ist es immer gut zu wissen, was hier Phase ist. Sowohl USSD- als auch MMI-Codes beginnen normalerweise mit einem Sternchen oder der Doppelraute bzw. einem Hashtag. Diese Codes werden regelmäßig aktualisiert, wenn neue Versionen der Android-Software veröffentlicht werden, und einige Hersteller haben ihre eigenen zusätzlichen Spezialcodes.

Die Code-Eingabe ist sehr einfach und erfordert nur, dass Ihr Eure Anruf-Tastatur aufruft und die entsprechende Zahlenfolge eingebt. Es ist wichtig zu wissen, dass einige Codes anbieterabhängig sind und daher nicht auf allen Geräten funktionieren bzw. nur auf älteren Modellen. Wenn Euer Handy auf einen Code nicht reagiert, solltet Ihr Euch keine Gedanken darüber machen, sondern einfach weitergehen und einen anderen Code finden.

USSD-Codes

USSD steht für Unstructured Supplementary Service Data und diese Codes werden normalerweise für die Kommunikation zwischen Eurem Smartphone und Eurem Mobilfunkbetreiber verwendet. Das bedeutet auch, dass Ihr fast immer mit Eurem Anbieter verbunden sein müsst, damit USSD-Codes funktionieren.

In der Vergangenheit wurden USSD-Codes verwendet, um bestimmte Mehrwertdienste zu starten oder zu stoppen. Sie waren auch hilfreich, um Euch über die Datennutzung und das Prepaid-Guthaben zu informieren und um auf eine ganze Reihe von anbieterspezifischen Informationen zuzugreifen.

Während sie von Smartphone-Enthusiasten immer noch verwendet werden, sind USSD-Codes bei den allgemeinen Nutzer:innen weitgehend in Ungnade gefallen, weil die meisten Anbieter ihre eigene App/Website haben, auf der die meisten dieser Informationen leicht abgerufen werden können. USSD-Codes sind in der Regel anbieterspezifisch und unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter. Ihr müsst Euch bei Eurem Anbieter nach den für Euch relevanten Codes erkundigen.

MMI-Codes

MMI-Codes sind Teil des sogenannten Mensch-Maschine-Schnittstellen-Schemas und sind in der Regel spezifisch für eine bestimmte Smartphone-Marke oder ein bestimmtes Modell vorgesehen. Mit MMI-Codes könnt Ihr auf verschiedene interessante Dinge auf Eurem Smartphone zugreifen – von der IMEI-Nummer und den SAR-Werten bis hin zu versteckten Menüs, die normalerweise von Smartphone-Techniker:innen und Reparaturdiensten verwendet werden.

Bei einigen Smartphones können Nutzer:innen etwa einen MMI-Code eingeben, der ihnen Zugang zu einem „Test“-Menü verschafft. Mit diesem Menü können sie schnell verschiedene Tests an ihrem Smartphone durchführen, von der Kamera über den Vibrationsmotor bis hin zu Lautsprecher- und Displaytests.

Beachtet, dass es nur wenige MMI-Codes gibt, die in der Regel auf allen Android-Smartphones funktionieren. Wir haben die gängigsten in der allgemeinen Liste der Codes unten aufgeführt.

Allgemeine Geheimcodes für Android

Diese Codes sind meist universell und sollten auf allen Android-Geräten funktionieren, unabhängig vom Hersteller. Es kann jedoch sein, dass bestimmte Codes von den Netzbetreibern eingeschränkt werden, sodass sie nicht alle garantiert funktionieren.

Allgemeine Geheimcodes für Android-Handys (Info-Codes)

CODE FUNKTION
*#06# Anzeige der IMEI des Telefons
*#07# Anzeige der spezifischen Absorptionsrate (SAR) des Geräts
*#*#225#*#* Zeigt die Speicherinformationen des Kalenders an
*#*#426#*#* Google Play Services Info oder Firebase Cloud Messaging Diagnose (nur ausgewählte Geräte)
*#*#759#*#* Zugriff auf die Rlz Debug UI (nur für ausgewählte Geräte)
*#0*# Info-Menü (nur bei ausgewählten Geräten)
*#*#4636#*#* Info-Menü (nur Geräte auswählen)
*#*#34971539#*#* Kamerainfo (nur bei ausgewählten Geräten)
*#*#1111#*#* FTA-Softwareversion (nur bei ausgewählten Geräten)
*#*#1234#*#* PDA-Software-Version
*#12580*369# Software- und Hardware-Informationen
*#7465625# Status der Gerätesperre
*#*#232338#*#* MAC-Adresse
*#*#2663#*#* Touchscreen-Version
*#*#3264#*#* RAM-Version
*#*#232337#*# Bluetooth Adresse
*#*#2222#*#* Hardware-Version
*#*#44336#*#* Software Version und Update Info
*#*#273282*255*663282*#*#* Sicherung aller Medien
*#2263# RF (Radio Frequency) Bandauswahl

Prüfcodes

Code Funktion
*#*#197328640#*#* Testmodus
*#*#232339#*#* oder *#*#526#*#** Wi-Fi- oder WLAN-Test
*#*#0842#*#* Helligkeits- und Vibrationstest
*#*#2664#*#* Touchscreen-Test
*#*#232331#*#* Bluetooth-Test
*#*#7262626#*#* Feldtest
*#*#1472365#*#* GPS-Schnelltest
*#*#1575#*#* Vollständiger GPS-Test
*#*#0283#*#* Packet Loopback Test
*#*#0*#*#* Test der LCD-Anzeige
*#*#0289#*#* oder *#*#0673#*#* Audio-Test
*#*#0588#*#* Test des Näherungssensors
*#*#0589#*#* Lichtsensortest
#0782*# Uhrentest

Konfigurationscodes

Code Funktion
*#9090# Einstellungen für die Diagnose
*#301279# HSDPA/HSUPA-Einstellungen
*#872564# USB-Protokollierungseinstellungen
#0782*# USB 12C-Modus-Steuerung

Entwickler-Codes

Code Funktion
*#9900# System-Dump-Modus
##778 (+Grün/Ruftaste) EPST-Menü
*#745# RIL-Dump-Modus
*#746# Debug-Dump-Modus

SIM-Karte und Anrufverwaltung 

Code Funktion
**04*altePIN*neuePIN*neuePIN# PIN abändern
**05*PUK*Neue PIN*Neue PIN# Gesperrte PIN mittels PUK entsperren
*#21# Status der Rufumleitung anzeigen
*21# Rufumleitung aktivieren
##21# Rufumleitung deaktivieren
*#*#8255#*#* Google Talk Überwachungsdienst
*5005*7672# Nummer der SMS-Zentrale anzeigen
*#67# Informationen und Menü zur Anrufweiterleitung öffnen
*31# Anrufer-ID einschalten oder aktivieren
#31# Ausschalten oder Deaktivieren der Anrufer-ID
*43# Anklopfen einschalten oder aktivieren
#43# Anklopfen ausschalten oder deaktivieren
*#22558463# Anrufzeit zurücksetzen

Herstellerspezifische Codes

Samsung

 
Code Funktion
*#0*# Zugang zur Diagnose
*#011# Netzwerkdetails und Informationen zur Serving Cell
*#0228# Akku-Status
*#0283# Menü Loopback Test
*#0808# USB-Einstellungen
*#1234# Softwareversion/ Modelldetails
*#2663# Firmware Details (Erweitert)
*#7353# Menü Schnelltest
*#9090# Erweiterte Debugging-Tools
*#9900# SysDump
*#2683662# Servicemodus (Erweitert)
*#34971539# Details zur Kamera-Firmware

Xiaomi

Code Funktion
*#*#64663#*#* Zugang zum Testmenü

Realme

Code Funktion
*#800# Feedback-Menü
*#888# Ingenieurmodus – zeigt die PCB-Nummer an
*#6776# Software Version

OnePlus

Code Funktion
*#66# Verschlüsselte IMEI
*#888# Ingenieurmodus – zeigt die PCB-Nummer an
*#1234# Software-Version
1+= (In der Taschenrechner-App) Zeigt ‚NEVER SETTLE‘ in der Taschenrechner-App an
*#*#2947322243#*#* Löscht den internen Speicher

Asus

Code Funktion
*#07# Regulatorische Etiketten
.12345+= (Im Taschenrechner) Ingenieursmodus öffnen

Motorola

Code Funktion
*#*#2486#*#* Öffnet den Entwicklungsmodus
*#07# Zeigt regulatorische Informationen an
##7764726 Verstecktes Motorola Droid Menü

Sony

 
Code Funktion
*#*#73788423#*#* Zugang zum Servicemenü
*#07# Details zur Zertifizierung

Nokia 

Code Funktion
*#*#372733#*#* Servicemenü öffnen (FQC-Menü)

HTC

Code Funktion
*#*#3424#*#* HTC-Testprogramm
##786# (Vorsicht!) Menü zum Zurücksetzen des Telefons
##3282# EPST-Menü
##3424# Diagnosemodus
##33284# Feldtest
##8626337# Vocoder starten
*#*#4636#*#* HTC-Infomenü

Andere Codes

Code Funktion
*#*#7594#*#* Ausschalten des Telefons
*#*#8351#*#* Wählprotokollmodus aktivieren
#*#8350#*#* Deaktiviert den Wählprotokollmodus

Haltet Euch von diesen Codes fern!

Denkt nach, bevor Ihr sie benutzt!

Code Funktion
*#*#7780#*#* oder *#7780# (Vorsicht! Gefahr von Datenverlust und Unbrauchbarmachen des Telefons) Zurücksetzen der Datenpartition auf die Werkseinstellungen
*2767*3855# (Achtung! Gefahr von Datenverlust und Unbrauchbarmachung des Telefons) Gerät formatieren

USSD-Codes für US-Anbieter

Diese Codes sind zwar nicht geheim, aber sie sind nicht so bekannt. USSD-Codes (Unstructured Supplementary Service Data) werden nach dem Wählen mit dem Telefonnetz verbunden, um bestimmte Funktionen auszuführen, z. B. um herauszufinden, wie viel Guthaben Ihr noch auf Eurem Prepaid-Handy habt oder wie viel Daten Ihr diesen Monat verbraucht habt. Sie ändern sich oft und die Codes variieren von Anbieter zu Anbieter. Die Deutsche Telekom pflegt zum Beispiel eine offizielle Seite für die eigenen spezifischen Codes.

Hier sind einige Codes, die Ihr für einige der wichtigsten US-Anbieter ausprobieren könnt, sowie Links zu weiteren anbieterspezifischen Codes:

AT&T

Code Funktion Code mit spanischer Antwort
*3282# Überprüft Eure Daten- und Messaging (SMS)-Nutzung (*DATA# | *DATO#) *3286#
*646# Überprüft Euer verbleibendes Minutenguthaben (*MIN# | *USO#) *876#
*225# Überprüft Euer Guthaben, erfahre das nächste Fälligkeitsdatum der Rechnung und den letzten Zahlungseingang (*BAL# | *SAL#) *725#

Verizon

Code Funktion
#3282 Überprüft Euren Datenverbrauch (#DATA)
#225 Prüfe Euer Guthaben (#BAL)
#646 Überprüft Eure Minuten (#MIN)

T-Mobile

Code Funktion
#225# Prüfe deinen Kontostand und die letzte Vertragszahlung (#BAL#)
#999# Prepaid-Kontostand prüfen
#646# Minutenverbrauch prüfen (#MIN#)
#674# SMS-Nutzung prüfen (#MSG#)
#932# Überprüft verbrauchte Daten, Datentarif und Ablaufdatum (#WEB#)

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Ihr die meisten dieser Codes nie brauchen werdet, aber wenn doch, dann wisst Ihr jetzt, wo Ihr sie findet.

Gibt es Geheimcodes, die Ihr immer wieder benutzt? Oder gibt es welche, die wir hier nicht aufgeführt haben und die wirklich interessant sind? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!





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Datensicherung: Duplicati 2.2.0.3 für mehr Stabilität bei Datensicherung


Datensicherung: Duplicati 2.2.0.3 für mehr Stabilität bei Datensicherung

Bild: Duplicati

Nachdem die Entwickler der offenen Backup-Lösung mit Version 2.2.0.0 das letzte größere Update mit unter anderem einer überarbeiteten Oberfläche vorgestellt hatten, lag der Fokus anschließend vor allem auf verbesserter Stabilität und der Beseitigung von Fehlern. So verhält es sich auch bei der nun veröffentlichten neuen Version.

Zahlreiche kleine Neuerungen zur Stabilitätsverbesserung

Die wichtigste Änderung der für Windows, macOS und Linux erhältlichen Anwendung zur Datensicherung betrifft den überarbeiteten Wiederherstellungsalgorithmus, der nun über eine Begrenzung der Cache-Größe verfügt. Damit sollen Wiederherstellungen auch auf Systemen mit begrenztem zusätzlichen Speicherplatz möglich sein. Zudem wurden die Bibliotheken Uplink.NET und SSH.NET auf die neueste Version 2025.1.0 aktualisiert, was ebenso wie Anpassungen an der Remote-Management-API die Zuverlässigkeit erhöhen soll. Darüber hinaus haben die Entwickler mit der neuen Version die integrierte Wiederholungsfunktion sowie die Zeitüberschreitung für Azure Blob Storage deaktiviert.

Neu ist außerdem die Unterstützung zusätzlicher Gruppen für Dienste unter Linux sowie die Möglichkeit, die Festplattennutzung beim Wiederherstellungsprozess zu begrenzen. Mit Duplicati 2.2.0.3 lässt sich zudem die Sicherungs-Passphrase direkt über das Wiederherstellungstool ändern. Wird TrayIcon künftig ohne gehosteten Server ausgeführt, fordert ein Dialogfeld das entsprechende Serverkennwort an. Darüber hinaus verfügt die Anwendung jetzt über den Abruf eines stabilen Authentifizierungstokens bei Verwendung von MFA. Nach einer Passwortänderung können zudem nun auf Wunsch sensible Daten in der Datenbank gelöscht werden.

Auch kleinere Neuerungen gehören zum Update

Auch neue Cloud-Dienste werden unterstützt: So wurde Rabata.io als weiterer S3-Anbieter integriert, ebenso der Hostname für Internxt.

Neben den zahlreichen kleineren Neuerungen haben die Entwickler auch eine Reihe von Fehlern behoben. Unter anderem wurde ein Problem beseitigt, bei dem die Windows-Ereignisprotokolloption einen falschen Typ aufwies, was zuvor zu Warnmeldungen führen konnte.

Eine komplette Aufzählung der Änderungen und Neuerungen ist wie immer den Release Notes zu entnehmen.

Ab sofort verfügbar

Duplicati 2.2.0.3 steht ab sofort auf der zum Projekt gehörenden Seite auf GitHub zum Download bereit. Alternativ kann die Backup-Lösung wie gewohnt bequem über den am Ende dieser Meldung angebrachten Link aus dem Download-Bereich von ComputerBase bezogen werden.

Downloads

  • Duplicati

    4,4 Sterne

    Duplicati ist eine offene, moderne Backup-Lösung zum Sichern der heimischen Daten.



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So holst du trotzdem Strom vom Balkon


Kalte Tage, wenig Sonne und trotzdem Solarstrom vom Balkon? Ein Balkonkraftwerk macht auch im Winter keine Pause. Wer weiß, worauf es jetzt ankommt, kann selbst in der dunklen Jahreszeit überraschend solide Erträge erzielen.

Wenn die Tage kürzer werden und der Himmel meist grau bleibt, denken viele automatisch: Jetzt lohnt sich Solar doch kaum noch. Genau hier liegt der Denkfehler. Denn ein Balkonkraftwerk ist kein Schönwetter-Spielzeug, sondern für den Ganzjahresbetrieb gemacht. Im Winter ändern sich die Spielregeln – aber nicht zu Eurem Nachteil, wenn Ihr sie kennt.

Warum Solarmodule Kälte besser mögen als Hitze

Was viele überrascht: Solarmodule arbeiten bei niedrigen Temperaturen effizienter als bei Sommerhitze. Der Grund liegt in der Physik. Sinkende Temperaturen reduzieren elektrische Verluste in den Zellen. Trifft Licht auf das Modul, wird es sauberer in Strom umgewandelt.

Natürlich steht die Sonne im Winter kürzer am Himmel. Doch moderne Module sind längst nicht mehr auf direkte Sommersonne angewiesen. Selbst diffuses Licht an bewölkten Tagen reicht aus, um messbare Erträge zu liefern. Euer Balkonkraftwerk läuft also weiter – vielleicht weniger spektakulär, aber zuverlässig. Gerade in klaren Frostperioden mit tief stehender Sonne kann die Leistung überraschend gut ausfallen.

Schnee auf den Modulen: Problem mit Nebenwirkung

Schnee wirkt zunächst wie der natürliche Feind jeder Solaranlage. Liegt er direkt auf den Modulen, blockiert er fast das gesamte Licht. Dann kommt aus dem Wechselrichter entsprechend wenig bis nichts. Die Lösung ist simpel, aber wichtig: kontrollieren und vorsichtig reinigen.

Ein weicher Handbesen oder eine Gummilippe reichen vollkommen aus. Harte Werkzeuge, heißes Wasser oder Gewalt solltet Ihr vermeiden – sie können das Glas beschädigen oder Spannungen erzeugen. Festsitzendes Eis lasst Ihr besser von selbst auftauen.

Der oft unterschätzte Effekt: Schnee reflektiert Licht. Sind die Module frei und liegt davor oder darunter eine helle Schneefläche, kann das den Lichteinfall sogar leicht verstärken. Schnee ist also nicht nur Strombremse, sondern unter den richtigen Bedingungen auch ein kleiner Helfer.

Saubere Module sind im Winter besonders entscheidend

Im Winter sammeln sich Schmutz und Ablagerungen schneller, als viele denken. Feuchtigkeit bindet Staub, Laub bleibt liegen, Abgase setzen sich fest. Schon eine dünne Schicht kann die Lichtdurchlässigkeit spürbar reduzieren – und damit den Ertrag.

Reinigt Eure Module daher regelmäßig, aber schonend. Lauwarmes Wasser und ein weiches Tuch oder Schwamm sind völlig ausreichend. Ideal sind bedeckte Tage oder die Morgenstunden, um Temperaturschocks zu vermeiden. Aggressive Reinigungsmittel oder Glasreiniger gehören nicht aufs Modul.

Ein zusätzlicher Tipp: Wenn möglich, nutzt destilliertes Wasser. Gerade in Regionen mit hartem Leitungswasser verhindert Ihr so Kalkränder, die sich sonst wie ein dauerhafter Schleier auf das Glas legen können.

Balkonkraftwerk im Winter so holst du mehr Strom heraus
Balkonkraftwerk im Winter so holst du mehr Strom heraus Bildquelle: KI-generiert

Neigungswinkel und Ausrichtung neu denken

Im Winter steht die Sonne deutlich tiefer als im Sommer. Flach montierte Module verschenken dann Potenzial. Ein steilerer Neigungswinkel zwischen 30 und 40 Grad fängt das flache Licht besser ein und sorgt gleichzeitig dafür, dass Schnee schneller abrutscht.

Ist Euer Balkonkraftwerk verstellbar, lohnt sich diese Anpassung. Die Ausrichtung bleibt grundsätzlich gleich: Süden liefert die besten Erträge, Ost und West funktionieren ebenfalls, fallen aber etwas schwächer aus. Entscheidend ist im Winter vor allem, Verschattungen zu vermeiden. Geländer, Mauern oder Nachbarbalkone können bei tief stehender Sonne schnell zum Problem werden.

Speicher: Mehr Komfort, aber keine Pflicht

Im Winter kommt Solarstrom oft in kurzen, unregelmäßigen Phasen. Ohne Speicher nutzt Ihr ihn direkt, solange die Sonne scheint. Mit Speicher könnt Ihr diese Energie zwischenspeichern und später abrufen – etwa abends oder nachts.

Das erhöht den Eigenverbrauch und macht Euch unabhängiger vom Netz, ist aber kein Muss. Auch ohne Batterie senkt Euer Balkonkraftwerk tagsüber zuverlässig den Strombezug. Ein Speicher ist daher eher ein Komfort-Upgrade, das sich besonders lohnt, wenn Euer System größer dimensioniert ist oder Ihr langfristig ausbauen wollt.

Technik, Befestigung und Sicherheit nicht vergessen

Winter bedeutet zusätzliche Belastung. Schnee, Wind und Frost wirken stärker, als man denkt. Prüft regelmäßig Halterungen, Schrauben und Unterkonstruktionen. Auch Kabel und Steckverbindungen verdienen Aufmerksamkeit – Feuchtigkeit und Frost sind keine gute Kombination.

Der Wechselrichter sollte geschützt montiert sein, gut belüftet und nicht dauerhaft im Schnee oder Regen stehen. Wer sein System erweitern möchte, sollte außerdem die technischen und rechtlichen Grenzen beachten. Gerade bei hoher Modulleistung spielen Normen und Anschlussarten eine wichtige Rolle.

Fazit: Euer Balkonkraftwerk kennt keinen Winterschlaf

Ein Balkonkraftwerk ist kein Sommer-Gadget. Mit sauberem Glas, sinnvoller Neigung und etwas Pflege arbeitet es auch im Winter zuverlässig weiter. Die Erträge sind kleiner als im Juli – aber sie sind da. Und jede erzeugte Kilowattstunde senkt Eure Stromrechnung. Vielleicht zeigt Euch gerade der Winter, dass auf Eurem Balkon noch mehr Potenzial steckt, als Ihr bisher gedacht habt.



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Sparsamer Phison E37T: PCIe-5.0-SSDs sollen mit diesem Chip günstiger werden


Sparsamer Phison E37T: PCIe-5.0-SSDs sollen mit diesem Chip günstiger werden

Bild: Phison

Schon wieder präsentiert Phison einen neuen SSD-Controller mit PCIe 5.0. Der E37T soll beim Preis-Leistungsverhältnis und der Effizienz neue Maßstäbe in der PCIe-5.0-Familie setzen. Mit nur 2,3 Watt Leistungsaufnahme sei er ideal für Notebooks und andere Mobilgeräte geeignet. Dennoch schafft er über 14 GB/s.

Der Phison E37T im Detail

Phison will nach eigenen Angaben die Nachfrage nach „kosteneffizienten Lösungen“ mit dem E37T bedienen. PCIe-5.0-SSDs mit diesem Chip sollen also günstiger werden, während sie bislang noch deutlich teurer als Modelle mit PCIe 4.0 sind.

Mit seinem 4-Kanal-Design ohne eigenen DRAM-Cache (stattdessen HMB) ist er ein deutlich kleinerer Chip als das Flaggschiff E28, das ebenfalls auf der CES 2026 gezeigt wird. Letzterer Chip ist aber keine Neuheit mehr, denn SSDs wie die Corsair MP700 Pro XT (Test) haben bereits den Handel erreicht.

Phison E37T im Benchmark
Phison E37T im Benchmark (Bild: TechPowerUp)

Vielmehr tritt der E37T in die Fußstapfen des E31T, liefert aber mit bis zu 14,7 GB/s beim Lesen und 13 GB/s beim Schreiben viel mehr Durchsatz, der sich auch kaum vor den Flaggschiffen verstecken muss. Ebenso beachtlich sind die bis zu 2 Millionen IOPS. Die höhere Leistung kommt zum einen durch „Verfeinerungen“ an der Architektur, aber auch durch die Unterstützung von schnelleren Speicherchips mit bis zu 4.800 MT/s zustande.

Nur 2,3 Watt im aktiven Betrieb

Phison wirbt zudem mit der „klassenbesten Effizienz“. Daran bestehen bei einer genannten Leistungsaufnahme von lediglich 2,3 Watt kaum Zweifel. Mit der geringen Leistungsaufnahme gehen in der Regel auch niedrige Temperaturen einher und so soll sich der Phison E37T insbesondere für den Einsatz in kompakten Systemen wie Notebooks und Gaming-Handhelds anbieten, sofern diese schon von PCIe 5.0 profitieren. Auch winzige SSDs im M.2-2230-Format seien mit diesem Chip machbar.

Noch keine Infos zum Marktstart

Bisher liegen noch keine Informationen zur Verfügbarkeit von SSDs mit dem neuen Phison E37T-Controller vor. Sofern sich nicht in den nächsten Tagen erste Partner-Designs zeigen, dürfte der Marktstart aber noch eine ganze Weile auf sich warten lassen. Die erste SSD mit dem Vorgänger E31T ist auch gerade erst gut ein Jahr alt und die Konkurrenz in Form des SM2504XT von Silicon Motion lässt weiter auf sich warten.



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