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Digital Business & Startups

12 Kölner Startups, von denen wir große Dinge erwarten


Die Rheinmetropole Köln gehört seit Jahren zu den wichtigsten Startup-Hochburgen des Landes. Die unzähligen Startups der Domstadt sorgten auch 2025 wieder regelmäßig für Schlagzeilen und somit immer wieder dafür, dass das Ökosystem der Stadt bundesweit präsent war.

Auch im vergangenen Jahr konnten trotz anhaltender Investmentzurückhaltung wieder zahlreiche Kölner Startups, Scaleups und Grownups üppige Millionensummen einsammeln. Es gibt darüber hinaus aber noch einige weitere Startups, Scaleups und Grownups, die 2025 abheben könnten bzw. müssen.

12 Kölner Startups, von denen wir große Dinge erwarten

empact
Die Londoner Investmentgesellschaft Sustainable Development Capital (SDCL) sowie die Family Offices der Familien Hopp (Hopp Family Office), Strüngmann (Santo Venture Capital) und Bauwens Adenauer (Bauwens) investierten zuletzt 100 Millionen Euro in empact. Das Kölner GreenTech, 2021 von Sebastian Rühl gegründet, möchte „aus Immobilien dezentrale Kraftwerke machen, die sich selbst mit Erneuerbaren Energien versorgen und mit regelbaren Lasten im Betrieb obendrein zur Flexibilisierung des gesamten Energiesystems beitragen“. Die Jungfirma selbst bezeichnet sich als „One-Stop-Shop für den Weg zur Klimaneutralität“. Mehr über empact

Spot My Energy
Horizon Energy Deutschland (HED) stellte dem Energie-Startup Spot My Energy kürzlich 50 Millionen Euro bereit. „Als Deutschlands erster Meter Asset Provider (MAP) unterstützt HED durch sein innovatives Finanzierungsmodell Spot dabei, seine ambitionierten Wachstumspläne ohne Vorabinvestitionen in Smart-Meter-Hardware umzusetzen“, heißt es in einer Presseaussendung. Das Kölner Startup, das 2023 von Next Kraftwerke-Gründer Jochen Schwill gegründet wurde, setzt voll und ganz auf Smart Meter. Das Unternehmen übernimmt dabei die Messung, die Optimierung und den Stromhandel. Norrsken VC, Vorwerk Ventures und Picus Capital investierten kürzlich 10,5 Millionen Euro in die Jungfirma. Zuvor flossen bereits 1,55 Millionen in das Unternehmen. Mehr über Spot My Energy

buynomics
Der Schweizer Early-Growth-Investor Forestay Capital, der Schweizer Geldgeber Anais Ventures, VI Partners, Insight Partners, Seedcamp, DvH Ventures und Tomahawk investierten zuletzt 30 Millionen US-Dollar in buynomics. Das Kölner Unternehmen, 2018 von Sebastian Baier und Ingo Reinhardt gegründet, hilft Unternehmen bei der „Preisgestaltung sowie der Komposition von Produkt-Portfolien“. Konkret hat das Unternehmen eine Pricing-Plattform entwickelt, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz Kaufprozesse simuliert. Insight Partners, La Famiglia, Seedcamp, DvH Ventures und Tomahawk investierten zuletzt 13 Millionen Euro in das Unternehmen. Insgesamt flossen nun schon rund 43 Millionen Euro in buynomics. Forestay, auch bei Zenjob investiert, hält nun 15 % am Unternehmen. In der Regel investiert Forestay initial zwischen 10 und 15 Millionen in Unternehmen. Mehr über buynomics

Aufinity Group
Die Private-Equity-Gesellschaft BlackFin Capital Partners, PayPal Ventures und Seaya Ventures investierten zuletzt 23 Millionen Euro in die Aufinity Group (bezahl.de). Das Kölner FinTech, 2018 von Lasse Diener und Ulrich Schmidt gegründet, kümmert sich um die „Digitalisierung und Automatisierung der Zahlungsabwicklung im Automotive-Bereich“. „Die schnellen Erfolge bei der Internationalisierung und die hohe Nachfrage des Marktes und der Investoren veranlassten das Fintech, diese Finanzierungsrunde früher als geplant umzusetzen“, teilen die Rheinländer mit. PayPal Ventures, Seaya Ventures, Walter Ventures und Motive Ventures investierten zuletzt 22 Millionen Euro in das FinTech. Insgesamt sammelte das Unternehmen bislang rund 62 Millionen ein. „Die Aufinity Group wird das Kapital nutzen, um die europäische Expansion und strategische Partnerschaften mit Original Equipment Manufacturers (OEMs) weiter voranzutreiben“, heißt es in einer Presseaussendung. PayPal hielt zuletzt rund 13 % an Aufinity. Seaya war mit 9 %, Motive Ventures und Walter Ventures mit jeweils 5 % an Bord. Mehr über die Aufinity Group

octonomy 
+++ Macquarie Capital Venture Capital, Capnamic, NRW.Bank und TechVision Fonds investierten zuletzt 20 Millionen US-Dollar in octonomy. Das Kölner KI-Startup, das 2024 von dem Seriengründern Sushel Bijganath und Oliver Trabert gegründet wurde, entwickelt KI-Agenten zur Automatisierung von Unternehmensprozessen. „Die KI bearbeitet Kunden-, Mitarbeiter- und Partneranfragen sowie komplexe Workflows rund um die Uhr in bis zu 30 Sprachen per Chat, E-Mail oder Telefon in menschlicher Qualität“, heißt es zum Konzept. Der Kölner Frühphaseninvestor Capnamic investierte zuvor bereits 5 Millionen in das Unternehmen. Mehr über octonomy

aedifion 
Der französische Investor Eurazeo sowie die Altinvestoren Drees & Sommer, World Fund, BitStone Capital, das Family Office Hopp und Phoenix Contact Innovation Ventures investierten zuletzt rund 17 Millionen Euro in aedifion. Das Kölner PropTech, 2017 von Johannes Fütterer, Felix Dorner, Jan Henrik Ziegeldorf und Erik Brümmendorf gegründet, entwickelt eine Software, mit der Immobilienbesitzer die Betriebskosten analysieren und im besten Fall senken können. In den vergangenen Jahren flossen mehr als 10 Millionen Euro in das Unternehmen. „Mit dem Kapital der Series-B-Finanzierungsrunde plant aedifion die europäische und globale Expansion sowie den Ausbau seiner technologischen Marktführerschaft im Bereich intelligenter Gebäudesteuerung“, teilt das Team mit. Mehr als 100 Mitarbeitende arbeiten derzeit für aedifion. Der Kölner ClimateTech-Geldgeber World Fund hielt vor der aktuellen Investmentrunde rund 14 % am Unternehmen. Auf Phoenix Contact Innovation Ventures und BitStone Capital entfielen knapp 10 %. Mehr über aedifion

fulfillmenttools
Die Kölner REWE Group investierte zuletzt 17 Millionen US-Dollar in fulfillmenttools. Das Kölner Startup, das 2020 aus dem Innovationshub REWE digital ausgegründet wurde, setzt auf Distributed Order Management Systeme (DOMS). „Mit seiner Plattform unterstützt das Unternehmen Händler beim Aufbau einer eigenen Omnichannel-Erlebniswelt, um den stationären Handel mit dem Onlinegeschäft zu verbinden – und das über unterschiedliche Branchen wie Lebensmittel, Fashion, Luxury, DIY und Consumer Electronics hinweg“, heißt es zum Konzept. Mehr über fulfillmenttools

Vytal
Der tschechische ClimateTech-Investor Inven Capital (auch bei Forto, Hydrogrid und Zolar investiert), und NRW.Venture sowie Altinvestoren wie Emerald Technology Ventures, Grazia, Rubio, Chi Impact Capital und Kiko investierten zuletzt 14,2 Millionen Euro in Vytal. Das Kölner GreenTech, 2019 von Tim Breker und Sven Witthöft gegründet, setzt auf eine „software-basierte Lösung für Mehrwegverpackungen“. Zielgruppe waren zunächst Take-away- und Delivery-Dienste. Inzwischen setzt das Team verstärkt auf „Flughäfen, Einkaufs- und Stadtzentren, Messen, Festivals und andere Veranstaltungs- und Unterhaltungsorte“. Emerald Technology Ventures, Ventis sowie Altinvestoren wie Grazia Equity, Kiko Ventures und Rubio investierten zuletzt 6 Millionen Euro in Vytal. Insgesamt flossen nun bereits mehr als 20 Millionen in Vytal. Mehr über Vytal

Metycle
Der Londoner Urban Stack-Investor 2150 und Altinvestoren wie DFF Ventures, Market One Capital, Partech und Project A investierten zuletzt 14,1 Millionen Euro in Metycle. Das Kölner Startup, 2022 von Rafael Suchan und Sebastian Brenner gegründet, positioniert sich als „digitale Plattform für den internationalen Handel mit Schrott und recyceltem Metall“. „Die Investition erfolgt nach dem außergewöhnlichen Wachstum von Metycle seit der letzten Finanzierungsrunde vor einem Jahr. Das Unternehmen wird die neuen Mittel für die Weiterentwicklung seiner Daten-, Software- und KI-Infrastruktur in der Metallrecyclingindustrie verwenden“, heißt es in einer Presseaussendung. Project A Ventures, Partech, Market One Capital und Dutch Founders Fund (DFF) und Business Angels investierten zuletzt 4,7 Millionen Euro in das Unternehmen. Zuvor flossen bereits 1,5 Millionen in Metycle. Mehr in Metycle

Ordio 
Der Wiener Tech-Investor 3VC, das Schweizer Family-Office Wecken & Cie sowie die Altinvestoren Capnamic Ventures und Simon Capital investierten zuletzt 12 Millionen Euro in Ordio. Das Kölner Unternehmen, das 2021 vom popula- und Sushi Ninja-Macher David Keuenhof sowie Gregor Pilz gegründet wurde, kümmert sich um das Thema Schichtpläne. Bereits über 1.700 Unternehmen setzen derzeit auf Ordio. Mit der neuen Finanzierung möchte das Team „die Produktentwicklung im Bereich AI-gestützter Lohnabrechnung und Prozessautomatisierung vorantreiben“. Ordio ging 2021 im Rahmen einer Testphase an den Start. Die Anfänge des Unternehmens liegen aber im Jahre 2009. Capnamic, Simon Capital und mehrere Business Angels investierten zuvor bereits 2,9 Millionen Euro in Ordio. Insgesamt sammelte das Team einschließlich der neuen Investmentrunde mehr als 15 Millionen ein. 3VC hält nun rund 13 % an Ordio. Auf Capnamic entfallen rund 21 %, auf Simon Capital knapp 13 % und auf Wecken & Cie. etwa 5 %. Mehr über Ordio

Sunhat
CommerzVentures, Capnamic, EnBW New Ventures, xdeck und Wepa Ventures investierten zuletzt 9,2 Millionen Euro in Sunhat. Das Kölner Startup, 2022 von Lukas Vogt, Alexander Behr und Ali Kamalizade gegründet, „ermöglicht es Unternehmen aller Branchen, ESG- und regulatorische Daten für Kunden, Aufsichtsbehörden und Investoren unmittelbar zu verifizieren“. EnBW New Ventures und die Altinvestoren Capnamic Ventures, Wepa Ventures und xdeck ventures investierten bereits rund 5 Millionen in das Unternehmen. Sunhat wird nach eigenen Angaben derzeit von „Tausenden von Nutzern in über zwanzig Ländern genutzt“. Capnamic hielt zuletzt rund 20 % an Sunhat. Mehr über Sunhat

chargecloud
Der Energiedienstleister Rheinenergie und das Unternehmen Mennekes, das auf E-Mobility-Ladelösungen setzt, investierten zuletzt eine zweistellige Millionensumme in chargecloud. Das Unternehmen aus Köln, 2016 gegründet, entwickelt eine E-Mobility-Software. „Die cloudbasierte, modulare und herstellerunabhängige Software-Lösung von chargecloud deckt alle relevanten Prozesse für Ladestationsbetreiber (CPO) und Fahrstromanbieter (EMP) ab, vom Monitoring bis zur automatisierten Abrechnung“, heißt es zum Konzept. Rheinenergie hielt zuletzt 65 % an chargecloud, das einst auf Initiative von RheinEnergie in Kooperation mit Mennekes gegründet wurde. Bis 2023 war auch der Cloud-Software-Anbieter Powercloud am Unternehmen beteiligt. Mehr über chargecloud

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln beleuchten wir das dynamische Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind die Bedingungen für Gründer:innen, welche Investitionen fließen in innovative Ideen und welche Startups setzen neue Impulse? Rund 800 Startups haben Köln bereits als ihren Standort gewählt – unterstützt von einer lebendigen Gründerszene, einer starken Investor:innen-Landschaft sowie zahlreichen Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents. Als zentrale Anlaufstelle für die Startup- und Innovationsszene stärkt die KölnBusiness Wirtschaftsförderung die Rahmenbedingungen für Gründer:innen, vernetzt sie mit Investor:innen und bietet gezielte Unterstützung. Diese Rubrik wird unterstützt von KölnBusiness. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness
Foto (oben): KI





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2,1 Millionen für Münchner Startup Ark Climate – mit diesem Pitchdeck


2,1 Millionen für Münchner Startup Ark Climate – mit diesem Pitchdeck

Das Münchner Climate-Tech-Startup Ark Climate von Ruth Bosse hat eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde abgeschlossen.
Ark Climate

Radwege ausbauen, öffentliche Gebäude sanieren, Hitzeschutz- oder Starkregenkonzepte umsetzen – und gleichzeitig die CO2-Bilanz im Blick behalten. Für Städte, Gemeinden und Landkreise gleicht kommunaler Klimaschutz einem komplexen Puzzle. Hier setzt das Münchner Climate-Tech-Startup Ark Climate mit ihrer Software-as-a-Service-Lösung an – und unterstützt beim Fokus auf die wichtigsten Maßnahmen und bei der Umsetzung. Dafür sammelte das Startup nun 2,1 Millionen Euro Pre-Seed-Kapital ein. Wir haben das Pitchdeck.





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Wir haben uns konsequent auf unseren USP konzentriert


#Interview

Vor vier Jahren starteten Dennis Nasrun und Felix Mücke das ClimateTech metiundo. Inzwischen beschäftigt das Startup rund 70 Mitarbeitende. „Aktuell betreuen wir Kundenaufträge mit einem Annual Recurring Revenue von rund 3 Millionen Euro“, sagt Gründer Nasrun.

„Wir haben uns konsequent auf unseren USP konzentriert“

Das Berliner Startup metiundo, 2021 von Dennis Nasrun und Felix Mücke gegründet, bietet „Immobilieneigentümern eine Lösung für die Optimierung ihres Energie- und Wasserverbrauchs“. Dabei geht es insbesondere darum, „CO2-Emissionen im Immobiliensektor zu reduzieren“. 

Der englische GreenTech-Investor Octopus Energy Generation investierte kürzlich 40 Millionen Euro in das Unternehmen. „Der erste Kontakt entstand auf der E-World im vergangenen Jahr. Der Investor ist dort auf uns zugekommen. Daraus hat sich Schritt für Schritt eine Zusammenarbeit entwickelt, die fachlich wie menschlich gut gepasst hat“, erzählt Gründer Nasrun.

Im Interview mit deutsche-startups.de stellt der metiundo-Macher sein Unternehmen einmal ganz ausführlich vor.

Wie würdest Du Deiner Großmutter metiundo erklären?
Wenn du wissen willst, wie viel Strom, Gas, Wärme oder Wasser ein Haus wirklich verbraucht oder wie viel Strom eine Solaranlage erzeugt, dann muss das jemand messen. Genau das machen sogenannte Smart Meter. Wir von metiundo kümmern uns darum, dass diese Messgeräte gekauft, vermietet, installiert und zuverlässig betrieben werden. Die vielen Messwerte laufen dann digital bei uns zusammen. Aus diesen Daten machen wir alles, was man im Alltag braucht: Abrechnungen, Stromverkauf, Verbrauchsanalysen oder Einsparungen. Kurz gesagt: Wir sorgen dafür, dass Energiedaten sauber erfasst und sinnvoll genutzt werden können.

War dies von Anfang an Euer Konzept?
Das war von Anfang an unser Kernkonzept – und wir sind diesem Weg treu geblieben. Natürlich haben wir Details geschärft und Prozesse verbessert, aber unser grundlegender Fokus auf Messinfrastruktur und Datenplattform hat sich nicht geändert. Rückblickend war diese Klarheit eine unserer wichtigsten Stärken.

Wie hat sich metiundo seit der Gründung entwickelt?
metiundo wurde vor vier Jahren gegründet und ist heute bundesweit aktiv. Wir beschäftigen rund 70 Mitarbeitende an den Standorten Berlin und Heidelberg. Aktuell betreuen wir Kundenaufträge mit einem Annual Recurring Revenue von rund 3 Millionen Euro. Im Feld sind derzeit etwa 21.000 Smart Meter im Betrieb – allein 2025 haben wir dieses Volumen im Vergleich zum Vorjahr vervierfacht.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Einige Finanzierungsrunden haben sich deutlich länger gezogen als geplant, sodass wir kurzfristig mit Bridge-Finanzierungen arbeiten mussten. Besonders schmerzhaft waren zwei sehr weit fortgeschrittene Runden, die jeweils kurz vor Weihnachten geplatzt sind. Außerdem haben wir viel Zeit in Gespräche mit Investoren investiert, die im Nachhinein einfach nicht zu unserem Geschäftsmodell gepasst haben. Hinzu kam in der Anfangszeit der langfristige Ausfall einzelner Schlüsselpersonen, was für das Team eine echte Herausforderung war.

Und wo hab Ihr bisher alles richtig gemacht?
Wir sind unserem Pfad treu geblieben und haben uns konsequent auf unseren USP konzentriert: die Datenplattform. Ein weiterer Erfolgsfaktor war der Fokus auf durchgängige digitale Prozessketten statt Insellösungen. Technisch haben wir bewusst langfristige Architekturentscheidungen getroffen, auch wenn sie ein paar Wochen länger gedauert haben als schnelle Quick Fixes. Und nicht zuletzt: unsere Organisation und Kultur. Wir hatten kaum Kündigungen und ein sehr stabiles Team. Das ist alles andere als selbstverständlich.

Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründer:innen mit auf den Weg?
Sich selbst treu bleiben und an die eigene Idee glauben – und sich nicht ständig von außen verunsichern lassen. Viele meinen es besser zu wissen, aber man sollte sich nicht für Investoren verbiegen. Rat einholen ist wichtig, aber von den richtigen Menschen: denen man vertraut und die wirklich beurteilen können, wovon sie sprechen, idealerweise andere Gründer:innen. Außerdem lohnt es sich, bei langfristig wirkenden Entscheidungen immer zwei Schritte vorauszudenken – sei es in der IT-Landschaft oder in der Organisation. Kultur entsteht nicht von allein: Es braucht bewusst passende Hires, Vielfalt in Persönlichkeiten und Kompetenzen und aktives Kümmern um das Zusammenwachsen des Teams. Und ganz pragmatisch: Keine Zeit mit Investoren verschwenden, die mit dem Geschäftsmodell nichts anfangen können. Fokus spart enorm viel Energie.

Wo steht metiundo in einem Jahr?
In einem Jahr wird unser Team ein weiteres Mal um rund 50 % gewachsen sein und den Sprung vom Startup zum Scale-up geschafft haben. Wir arbeiten dann skalierbar und effizient auf dem Weg zur nachhaltigen Profitabilität ohne dabei unsere Kultur und die Werte zu verlieren, die metiundo heute ausmachen.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): metiundo



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Alkohol-Startup Koyi bei DHDL: Ist der Deal mit Janna Ensthaler geplatzt?


Yuka Suzuki und Dr. Hauke Günther präsentieren KOYI bei DHDL: Hochkonzentrierte Spirituosen mit weniger Alkohol und vollem Aroma.

Yuka Suzuki und Dr. Hauke Günther präsentieren mit Koyi Micro Spirits Spirituosen zur Herstellung von stark alkoholreduzierten Longdrinks.

Yuka Suzuki und Dr. Hauke Günther präsentieren mit Koyi Micro Spirits Spirituosen zur Herstellung von stark alkoholreduzierten Longdrinks.
RTL / Stefan Gregorowius

Selten wurde in Der Höhle der Löwen (DHDL) so ausgelassen getanzt wie bei diesem Pitch – Gründerin Yuka Suzuki konnte ihre Freude über den Deal kaum zurückhalten. Dabei geht es bei Koyi Micro Spirits nicht um Entertainment, sondern um Spirituosen. Gründerszene hat mit den beiden Gründern des Startups gesprochen und nachgefragt, was aus dem Deal geworden ist.

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Ein Longdrink aus 20 Tropfen?

Mit Koyi Micro Spirits treten das Paar Yuka Suzuki (52) und Hauke Günther (46) aus Hamburg vor die Investorinnen und Investoren der Höhle. Ihr Ansatz: hochkonzentrierte Spirituosen, die über Pipetten dosiert werden. Für einen Longdrink reichen wenige Tropfen.

Nach Angaben der Gründer entsprechen 20 der kleinen Pipettengläser in der Alkoholmenge einem klassischen Gin Tonic. Das soll Drinks mit deutlich weniger Alkohol ermöglichen. Es geht also nicht um alkoholfreie Ersatzprodukte, sondern um Spirituosen in einer neuen, mikro-dosierten Form. Sie bieten in der Höhle zehn Prozent der Anteile für 120.000 Euro.

20 Pipetten = 1 Gin Tonic. Keine Matheprüfung nötig, nur Mut zum Probieren.

20 Pipetten = 1 Gin Tonic. Keine Matheprüfung nötig, nur Mut zum Probieren.
RTL / Stefan Gregorowius

Die Destille als Labor

Produziert wird in einer eigenen Destille in Hamburg, die Yuka Suzuki und Hauke Günther als kleinste Destille der Hansestadt bezeichnen. Günther ist Biologe und hat dafür ein eigenes Destillationsverfahren entwickelt, um Aromen stärker zu konzentrieren. So soll der Geschmack erhalten bleiben, obwohl pro Drink weniger Alkohol eingesetzt wird.

In der Sendung dürfen die Löwen selbst testen: einen Cuba Libre, eine Grapefruitlimo und einen Gin Tonic mit den konzentrierten Essenzen. Geschmacklich gibt es keine Kritik – die Löwen zeigen sich überzeugt vom Aroma trotz reduzierter Alkoholmenge: „Das schmeckt fantastisch!“, sagt Judith Williams.

Und trotzdem überzeugt das Startup nur eine Löwin. Ralf Dümmel steigt aus – aus persönlichen Gründen. „Ich trinke keinen Alkohol. Das wäre jetzt unfair, wenn ich das trinke und Alkohol gar nicht mag, dann zu beurteilen, wie das schmeckt“, sagt er. Auch die anderen Löwen sehen sich thematisch nicht tief genug im Spirituosenmarkt verwurzelt, um einzusteigen.

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Janna Ensthaler dagegen erkennt Potenzial, allerdings mit einem anderen Fokus. „Das macht die Gesellschaft besser, wenn wir mal alle ein bisschen weniger trinken“, sagt sie. Gleichzeitig formuliert sie Zweifel am aktuellen Produkt: „Aber ich glaube, wir sind bei dem Produkt noch nicht da, wo wir in den Massenmarkt gehen können.“ Ihre Idee: „Ich würde gerne eure Essenzen nehmen und daraus ein Dosenprodukt machen.“

Am Ende bietet sie 120.000 Euro für 30 Prozent – Suzuki und Günther nehmen an.

Wie steht’s um den Deal?

Doch ist der Deal tatsächlich zustande gekommen? Auf Nachfrage von Gründerszene bestätigt Gründer Hauke Günther: „Ja, der Deal mit Ensthaler steht.“

Gemeinsam arbeite man nun an der Weiterentwicklung der Produkte – unter anderem an einem geplanten Ready-to-Drink-Produkt in Dosen. Das sei allerdings technologisch komplexer als im TV dargestellt, da im Grunde ein ganz neues Produkt entwickelt werden müsse.

Investorin Janna Ensthaler nimmt die Spirituosen des Startups genau unter die Lupe.

Investorin Janna Ensthaler nimmt die Spirituosen des Startups genau unter die Lupe.
RTL / Stefan Gregorowius

Bevor eine neue Gesellschaft gegründet oder größere Strukturen aufgebaut würden, wolle man sicherstellen, dass das Konzept technisch und qualitativ wie geplant funktioniere. Ensthaler und ihr Team unterstützen dabei strategisch wie operativ.





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