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Datenschutz & Sicherheit

FortiSIEM: Proof-of-Concept-Exploit für kritische Lücke öffentlich


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In der Nacht zum Mittwoch dieser Woche hat Fortinet Updates unter anderem für eine kritische Sicherheitslücke in FortiSIEM veröffentlicht. Inzwischen ist ein Proof-of-Concept-Exploit öffentlich verfügbar. Das vereinfacht es bösartigen Akteuren, die Sicherheitslücke zu missbrauchen. Angriffe darauf werden daher deutlich wahrscheinlicher. Admins sollten spätestens jetzt die Aktualisierungen anwenden.

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Es geht um die Sicherheitslücke mit dem Schwachstelleneintrag CVE-2025-64155 (CVSS 9.4, Risiko „kritisch“). Durch sorgsam präparierte TCP-Anfragen können Angreifer aus dem Netz Schadcode einschleusen, der zur Ausführung gelangt. Ursächlich ist eine unzureichende Filterung von Elementen, die in Betriebssystembefehlen verwendet werden. Die Fehler korrigieren die FortiSIEM-Versionen 7.4.1, 7.3.5, 7.2.7 und 7.1.9; ältere Fassungen müssen zum Stopfen des Sicherheitslecks auf diese Stände migriert werden.

Die Schwachstelle wurde von IT-Forschern des Unternehmens horizon3.ai entdeckt. Diese haben zudem einen Proof-of-Concept-Exploit entwickelt und auf Github öffentlich bereitgestellt. Ihr Bericht erklärt die Sicherheitslücke detailliert. Zudem haben die IT-Forscher beispielhaft Anzeichen für Kompromittierungen (Indicators of Compromise, IOCs) aufgeführt.

Demzufolge landen Nachrichteninhalte des verwundbaren phMonitor-Dienstes in Protokolldateien im Ordner „/opt/phoenix/log/phoenix.logs“. In diesen Log-Dateien müssen Admins nach Einträgen mit „PHL_ERROR“ Ausschau halten. Dort finden sie die URL, von der Schadcode heruntergeladen, und die Information, in welche Datei auf dem System er dann geschrieben wurde.

Die horizon3.ai-Forscher geben an, dass sie die nun geschlossene Sicherheitslücke im Rahmen der Analyse der FortiSIEM-Sicherheitslücke CVE-2025-25256 aus dem vergangenen August entdeckt haben. Auch da stand Exploit-Code für das Sicherheitsleck bereit.


(dmk)



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Patchday: Attacken auf Android-Smartphones beobachtet


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Aufgrund von laufenden Attacken sollten Besitzer von Android-Smartphones die verfügbaren Sicherheitsupdates installieren. Diese Patches gibt es aber nur für Geräte, die sich noch im Support befinden.

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Wie aus einer Warnmeldung hervorgeht, haben Googles Androidentwickler insgesamt knapp 140 Schwachstellen geschlossen. In dem Beitrag warnen die Entwickler auch vor laufenden Attacken auf eine Schwachstelle in einer Grafik-/Display-Komponente von Qualcomm. Die Lücke (CVE-2026-21385) ist mit dem Bedrohungsgrad „hoch“ eingestuft.

Was Angreifer nach einer erfolgreichen Attacke konkret anstellen können, ist bislang unklar. Unbekannt ist derzeit auch, in welchem Ausmaß die Angriffe ablaufen. Google schreibt von Attacken in „begrenztem Umfang“.

Die verbleibenden Sicherheitslücken betreffen das Framework, Kernel-Komponenten, das System und verschiedene Komponenten von Arm, Imagination, Qualcomm, MediaTek und Unisoc. Über „kritische“ Schwachstellen im Framework (Android 16-qpr2: CVE-2026-0047) und im System (Android 16: CVE-2026-0006, Android 14, 15, 16, 16-qpr2 CVE-2025-48631) können sich Angreifer höhere Rechte verschaffen oder Schadcode ausführen. Auch DoS-Attacken sind möglich.

Durch das erfolgreiche Ausnutzen der verbleibenden Lücken, die mit dem Bedrohungsgrad „hoch“ eingestuft sind, können sich Angreifer primär höhere Nutzerrechte aneignen. Es können aber auch Informationen geleakt werden.

Google versichert, die Schwachstellen mit den Patch Levels 2026-03-01 und 2026-03-05 geschlossen zu haben. In diesem Monat gibt es so viele Sicherheitsupdates, weil Google seit Juli 2025 monatlich nur noch nach ihrer Einschätzung nach besonders gefährliche Lücken schließt. Verbleibende Updates werden seitdem quartalsweise veröffentlicht.

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Android-Patchday

Android-Patchday

Neben Google veröffentlichen noch weitere Hersteller regelmäßig Sicherheitspatches – aber meist nur für einige Produktserien. Geräte anderer Hersteller bekommen die Updates erheblich später oder, im schlimmsten Fall, gar nicht.


(des)



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Polizei Berlin: Zahlreiche Verletzte durch Taser-Einsatz


Seit Mai 2024 sind in Berlin Distanzelektroimpulsgeräte, auch Taser genannt, im flächendeckenden Einsatz. 255 der Waffen nutzen die Polizist*innen, dazu kommt eine geheime Zahl von Tasern beim Berliner SEK. Der Taser wurde als polizeiliche Waffe neben Schlagstock, Pfefferspray und Pistole eingeführt.

Im Jahr 2025 haben Berliner Polizist*innen 62 Mal mit Tasern auf Menschen geschossen. Das sind deutlich mehr Fälle als noch im Jahr zuvor (49). Dabei wurden 58 Personen verletzt. Das sind fast doppelt so viele wie im Jahr zuvor (32). Das ergab eine Kleine Anfrage von Vasili Franco, dem innenpolitischen Sprecher der Grünen im Abgeordnetenhaus, die netzpolitik.org exklusiv vorliegt.

Franco sagt: „Dass mehr Tasereinsätze zu mehr Verletzten führen, scheint für die Innenverwaltung völlig irrelevant zu sein.“

Extreme Schmerzen

Bei der Nutzung eines Tasers werden zwei Elektroden abgeschossen, sie sollen sich in die Haut des Gegenübers bohren, woraufhin über Drähte, die daran hängen, Strom mit sehr hoher Spannung in das Opfer geleitet wird. Für gewöhnlich bricht es dadurch zusammen. Betroffene berichten von extremen Schmerzen.

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Immer wieder sterben Menschen, nachdem sie getasert wurden. Besonders für Menschen mit Vorerkrankungen kann der Taser eine tödliche Waffe sein. In den USA sind allein zwischen 2000 und 2017 mehr als 1.000 Menschen bei Polizeimaßnahmen gestorben, in denen Taser eingesetzt wurden. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisiert zudem den weltweiten Missbrauch der Elektro-Waffen (PDF).

Dennoch gilt der Taser im Vergleich zur Schusswaffe als milderes Mittel. Das zeigt sich auch daran, dass die Polizist*innen deutlich freizügiger damit umgehen. Die Hemmschwelle zum Taser-Einsatz ist vergleichsweise gering, was ein Missbrauchspotenzial mit sich bringt. Oft reicht angeblich auch schon die Drohung mit dem Taser, um eine Situation zu befrieden, allerdings drückten die Berliner Polizist*innen im vergangenen Jahr, wenn sie den Taser einmal gezogen hatten, in 42 Prozent der Fälle auch ab.

Normalisierung „erheblicher Gewaltanwendung“ befürchtet

Oft wird der Taser gegen Menschen in psychischen Ausnahmesituationen eingesetzt. Allein acht Menschen wurden 2025 in Berlin getasert, weil sie Suizid verüben wollten. In einem Fall wurde ein Mensch per Elektroschock niedergestreckt, weil er mit einer Krücke um sich schlug. In anderen Fällen reichte „wirkte bedrohlich“ oder „nahm nicht die Hände aus der Tasche, näherte sich“ oder „Versteifen des Körpers“ als Grund für den Taser-Einsatz.

Neben den gesundheitlichen Risiken sehen Experten wie der Strafrechtsprofessor Andreas Ruch, die Ausweitung des Einsatzes von Tasern als die große Gefahr. Er schreibt in einem Artikel im Verfassungsblog: „Weil bekannt ist, dass der Taser in einer Vielzahl von Fällen als Elektroschocker unmittelbar gegen den Körper von Personen gerichtet wird, um deren Willen zu beugen, ist außerdem zu befürchten, dass Beamte die Geräte künftig extensiv nutzen und sich damit eine Form erheblicher polizeilicher Gewaltanwendung schleichend normalisiert.“



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HPE AutoPass License Server erlaubt Umgehung der Authentifizierung


Im HPE AutoPass License Server (APLS) haben IT-Sicherheitsforscher von Trend Micros Zero-Day-Initiative (ZDI) eine schwerwiegende Sicherheitslücke aufgespürt, die Angreifern Zugriff unter Umgehung der Authentifizierung erlaubt. Aktualisierte Software soll das richten.

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Hewlett Packard Enterprise warnt in einem Support-Beitrag vor der Schwachstelle. Details finden sich dort nicht, HPE schreibt lediglich: „Eine potenzielle Schwachstelle wurde in HPE AutoPass License Server (APLS) entdeckt. Sie könnte aus der Ferne missbraucht werden und erlaubt die Umgehung der Authentifizierung“ (CVE-2026-23600, CVSS [v3.1] 7.3, Risiko „hoch“). Laut CVE-Eintrag landet die Einstufung nach CVSS4 jedoch bei 10.0 und somit der Risiko-Einstufung als „kritisch“.

Unter den betroffenen Systemen nennen die Autoren insbesondere die HPE StoreOnce Virtual Storage Appliance (VSA). HPE StoreOnce ist ein Cloud-Backup-System. Die virtuelle Appliance läuft dabei in einer virtuellen Maschine. Der HPE AutoPass License Server dient der Verwaltung und Verteilung von Softwarelizenzen. HPE hält sich bedeckt mit Informationen darüber, was Angreifer mit dem unbefugten Zugang anstellen können – aufgrund des Schweregrads der Lücke ist jedoch wahrscheinlich, dass sie das System kompromittieren und nicht lediglich die Lizenzverteilung selbst manipulieren können.

Die Sicherheitslücke soll laut der Autoren des Support-Beitrags in Version HPE AutoPass License Server (APLS) 9.19 oder neuer geschlossen sein. Diese steht auf einer eigenen Download-Seite zur Verfügung. IT-Verantwortliche sollten die aktuelle Fassung zügig installieren.

Vor etwa einem Monat wurden Schwachstellen in der Netzwerk-Verwaltungssoftware HPE Aruba Fabric Composer bekannt. Angreifer haben dadurch Schadcode auf verwundbare Instanzen geschoben und diese so kompromittieren können.


(dmk)



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