Connect with us

Künstliche Intelligenz

CCC vs. Dammbruch: Regierung muss Recht auf anonyme Internetnutzung retten


Die jahrelangen Bemühungen des Bundesinnenministeriums, alle Internetnutzer möglichst lückenlos zu erfassen, haben eine entscheidende Hürde genommen: Mit dem Einverständnis von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) droht Deutschland erneut eine verpflichtende, verdachtsunabhängige Protokollierung von Nutzerspuren. Diese würde nach Ansicht des Chaos Computer Club (CCC) das digitale Leben der Bürger nachhaltig verschlechtern. Der Hackerverein fordert die Bundesregierung daher eindringlich auf, das Recht auf anonyme Internetnutzung als Grundpfeiler der Demokratie zu verteidigen und die unverhältnismäßige Zwangsspeicherung von IP-Adressen stoppen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Das Hauptproblem der Maßnahme, die Hubig mit ihrem Referentenentwurf vorantreibt, liegt laut dem CCC in ihrer Undifferenziertheit. Ohne konkreten Verdacht oder Anlass würden die Kommunikationsdaten jedes einzelnen Menschen gespeichert. Der CCC warnt, dass die Speicherung von IP-Adressen in Kombination mit Portnummern und anderen Nutzerkennungen die Erstellung hochsensibler Persönlichkeitsprofile ermögliche.

In einer Ära, in der das Internet das zentrale Medium für die persönliche Entwicklung ist, ließen sich aus diesen Datenbeständen nicht nur private Neigungen ableiten, monieren die Hacker. Auch die politische Gesinnung, Krankheitsdaten oder religiöse Überzeugungen könnten die Behörden automatisiert rekonstruieren. Der Grundsatz der Datensparsamkeit würde damit entkernt und durch eine permanente Überwachungsarchitektur ersetzt.

Kritisch bewertet der CCC auch die Behauptung, die Vorratsdatenspeicherung diene der Sicherheit. Tatsächlich sei der Sicherheitsgewinn im Vergleich zu den massiven Risiken unverhältnismäßig gering. Eine solche Datenhalde schaffe neue Missbrauchsgefahren und bedrohe insbesondere diejenigen, die auf Anonymität angewiesen seien. Das gelte etwa für Whistleblower, Journalisten oder Menschen, die Hilfe bei anonymen Beratungsstellen suchen. Die Provider benötigten diese Daten für ihre normale Abrechnung gar nicht mehr. Das verdeutliche, dass die Ministerin hier künstlich neue Bestände für die staatliche Einsichtnahme schaffen wolle. Hubig sagte kürzlich, User könnten anonym bleiben, auch wenn der Staat das unterschiedslose Datensammeln anordne.

Der CCC betont, dass es längst mildere und grundrechtsschonende Mittel gebe. Bereits jetzt könnten Zugangsanbieter bei konkreten Anhaltspunkten angewiesen werden, IP-Zuordnungen gezielt und anlassbezogen aufzubewahren („Quick Freeze“). Die anlasslose Speicherung missbrauche dagegen ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs als Türöffner. Es solle eine Überwachung etabliert werden, die über das zulässige Maß weit hinausgehe. Der CCC sieht darin die Gefahr eines Domino-Effekts: Ist die Infrastruktur für die Massenspeicherung erst einmal etabliert, folgten bald weitere Datenarten und sogar Kommunikationsinhalte.

Weiterlesen nach der Anzeige

Der Widerstand der Vereinigung richtet sich nicht nur gegen die nationalen Bestrebungen aus dem Innen- und Justizministerium, sondern auch gegen Pläne auf europäischer Ebene. Eine Mehrheit der EU-Staaten will noch umfangreichere Sammlungen von Verbindungsdaten mit deutlich längeren Fristen erzwingen. Die deutsche Regierung müsse hier klare Kante zeigen und solche Schritte ablehnen, verlangen die Hacker. Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung dürfe keine bloße Fußnote in den Wunschlisten der Ermittler sein. Die Politik müsse dieses aktiv gegen „Überwachungsgläubige“ verteidigen.

„EU-Kommission, Bundesregierung und Zivilgesellschaft sorgen sich – zu Recht! – um die Vertrauenswürdigkeit unserer digitalen Infrastrukturen“, sagte Linus Neumann, Sprecher des CCC, gegenüber heise online. „Geradezu absurd ist, wie gleichzeitig durch extreme Überwachungspläne genau diese Vertrauenswürdigkeit aktiv angegriffen wird.“


(wpl)



Source link

Künstliche Intelligenz

Top 10: Die besten günstigen In-Ear-Kopfhörer – Google vor Earfun und Soundcore


Wir haben dutzende günstige In-Ear-Kopfhörer getestet und zeigen hier die zehn besten In-Ears für um die 100 Euro oder weniger.

Wer ordentliche In-Ear-Kopfhörer will, muss nicht zwangsläufig viel Geld ausgeben. Bereits für um die 100 Euro oder weniger gibt es richtig gute Modelle, die neben umfangreicher App, hohem Tragekomfort und einer langen Akkulaufzeit überraschenderweise häufig auch mit richtig tollem Klang überzeugen.

Selbst Premium-Funktionen wie Hi-Res-Codecs, Qi-Ladung, Multipoint und Auracast sehen wir zunehmend im Einstiegssegment. Lediglich bei der aktiven Geräuschunterdrückung (ANC) haben die teuren Modelle noch einen deutlichen Vorsprung. Trotzdem mildert auch das ANC in vielen günstigen Modellen merklich die Umgebungsgeräusche.

Wir zeigen hier die in unseren Ohren zehn besten günstigen In-Ear-Kopfhörer aus dutzenden Tests.

Welche In-Ear-Kopfhörer bis 100 € sind die besten?

Unsere Testsieger sind die Google Pixel Buds 2a für 99 Euro (Gomibo). Sie bieten nicht nur guten Klang und Premium-Features wie Spatial-Audio, sondern vor allem das beste ANC für unter 100 Euro.

Die Earfun Air Pro 4+ für 69 Euro (Amazon.de, Code: AP4PTECH) sind unsere Technologiesieger. Trotz ihres günstigen Preises zeigen sie jede Menge Premium-Features wie LDAC, AptX, Multipoint, Auracast, Qi-Ladung und vieles mehr.

Wer es richtig günstig will, der sollte zu unserem Preis-Leistungs-Sieger Huawei Freebuds 5i für 40 Euro (Joybuy) greifen. Trotz des schmalen Preises klingen sie dank LDAC richtig gut und sitzen perfekt im Ohr.

KURZÜBERSICHT

Die Pixel Buds 2a richten sich an alle, die gute und trotzdem günstige In-Ear-Kopfhörer mit ANC wollen, ohne viel Geld auszugeben. Für 99 Euro (Gomibo) bietet Google hier erstaunlich viel: eine Geräuschunterdrückung, die selbst das teurere Pro-Modell bei tieffrequenten Tönen übertrifft, ordentlichen Klang und praktische Features wie Gemini-Integration und Spatial Audio.

Dazu kommt die bewährte Passform mit Silikonflügeln für sicheren Halt. Wer ein Android-Smartphone nutzt, profitiert zusätzlich von der schnellen Einrichtung per Google Fast Pair.

VORTEILE

  • überraschend effektives ANC für den Preis
  • guter Klang für 111 Euro
  • bequemer Sitz dank Silikonflügeln
  • schnelle Einrichtung per Google Fast Pair

NACHTEILE

  • Transparenzmodus eher mäßig
  • keine hochwertigen Audiocodecs (Opus, LC3)
  • kein kabelloses Laden

Machen wir es kurz: Die Earfun Air Pro 4+ sind für ihren schmalen Preis von 69 Euro (Amazon.de, Code: AP4PTECH) eine Klasse für sich. Hier kommt uns aktuell kein anderer In-Ear-Kopfhörer mit ANC in den Sinn, der so viel zukunftsfähige Ausstattung bietet und sich gleichzeitig kaum eine Blöße gibt.

VORTEILE

  • guter Sound und Tragekomfort
  • mehrere Hi-Res-Codecs
  • Auracast, Bluetooth 6.0, Multipoint, LE Audio
  • Akkulaufzeit
  • Begleit-App

NACHTEILE

  • ANC und Aware-Modus nur Mittelmaß
  • langweiliges Design
  • fummeliges Ladecase

Die Huawei Freebuds 5i sind schon etwas älter, nun mit 40 Euro (Joybuy) statt zunächst 90 Euro jedoch deutlich im Preis gefallen. Nach wie vor überzeugen sie mit gutem Klang, einer zuverlässigen Touch-Steuerung und LDAC.

VORTEILE

  • guter Klang
  • LDAC und AAC an Bord
  • kompakt und bequem

NACHTEILE

  • nur durchschnittliche Akkulaufzeit
  • bei hoher Lautstärke scharfe Hochtöner

Ratgeber

Wie gut klingen günstigen In-Ear-Kopfhörer?

Bei günstigen In-Ear-Kopfhörern steht meist ein bassbetontes Klangprofil im Vordergrund, das Pop, Hip-Hop und elektronische Musik spaßig wiedergibt. Neutrale oder detailreiche Abstimmungen sind selten. Aber viele Modelle bieten über eine App einen Equalizer, mit dem sich der Sound individuell anpassen lässt. Wichtig ist, dass Mitten und Höhen nicht zu sehr untergehen – sonst klingen Stimmen und Instrumente matschig. In Tests überzeugen oft Modelle mit 10- oder 12-Millimeter-Treibern, die für den Preis erstaunlich voluminös und klar klingen.

Haben schon günstige In-Ears ANC?

Aktives Noise-Cancelling ist inzwischen auch in günstigen In-Ears verbreitet, dämpft jedoch vorwiegend tiefe Frequenzen wie Motorengeräusche oder Brummen. Gegen Stimmen oder höhere Geräusche ist die Unterdrückung schwächer als bei teuren Flaggschiffen. Viele Modelle bieten einen Transparenzmodus, der Umgebungsgeräusche durchlässt – praktisch für den Straßenverkehr. In der Budget-Klasse reicht das ANC oft für Bahnfahrten oder das Büro. Allerdings bieten hochpreisigere In-Ears in den meisten Fällen auch das bessere ANC.

Wie wichtig sind Codecs?

Die meisten günstigen In-Ears unterstützen nur die Basis-Codecs SBC und AAC. AptX oder LDAC, die höhere Bitraten und bessere Qualität ermöglichen, fehlen häufig. Allerdings sehen wir zunehmend, dass auch Hi-Res-Codecs in immer mehr günstigen In-Ears Einzug halten.

Akkulaufzeit

Eine solide Akkulaufzeit ist in der Budget-Klasse oft ein starkes Argument: Viele Modelle schaffen 7 bis 10 Stunden pro Ladung ohne ANC und bis zu 30 bis 40 Stunden mit dem Ladecase. Mit aktiviertem Noise Cancelling sinkt die Laufzeit häufig auf 5 bis 7 Stunden. Schnellladefunktionen (10 Minuten laden für eine bis zwei Stunden Musik) sind inzwischen Standard. Günstige In-Ears punkten hier oft deutlicher als teure Modelle, weil sie weniger stromhungrige Features haben.

Wie lange darf man In-Ear-Kopfhörer tragen?

Eine feste Obergrenze gibt es nicht – entscheidend sind Lautstärke, Passform und vor allem die Hygiene, die bei In-Ears oft unterschätzt wird. Langes Tragen ohne Pausen kann nicht nur das Gehör belasten, sondern besonders den Gehörgang durch Feuchtigkeit und Bakterien gefährden. In der Budget-Klasse wie bei teureren Modellen gilt: Regelmäßige Unterbrechungen und gute Pflege sind Pflicht, um Entzündungen oder Schlimmeres zu vermeiden.

In-Ear-Kopfhörer verschließen den Gehörgang komplett, behindern die natürliche Belüftung und lassen Feuchtigkeit sowie Wärme stauen – ideale Bedingungen für Bakterien und Pilze. Das erhöht das Risiko für Otitis externa („Schwimmerohr“), eine schmerzhafte Entzündung des äußeren Gehörgangs, die Juckreiz, Schwellungen und sogar Eiter verursachen kann.

Aus Hygienegründen sollten In-Ears nicht länger als 2 bis 4 Stunden am Stück getragen werden, danach mindestens 15–30 Minuten Pause, damit der Gehörgang abtrocknen und belüftet werden kann.

Weiterhin empfiehlt es sich, in regelmäßigen Abständen die Kopfhörer zu reinigen. In-Ears sollten bei regelmäßiger Nutzung im Idealfall wöchentlich gereinigt werden, bei sichtbarem Schmutz sofort. Eine gründliche Desinfektion empfiehlt sich etwa ein- bis zweimal im Monat. Die abnehmbaren Silikon- oder Schaumstoff-Ohreinsätze lassen sich in lauwarmem Seifenwasser waschen und müssen vor dem Wiedereinsetzen vollständig trocknen.

Der Hörer selbst wird mit einem weichen, leicht angefeuchteten Tuch abgewischt; für die Ladekontakte eignet sich gelegentlich etwas Isopropylalkohol. Dabei sollte keine Flüssigkeit in die Lautsprecheröffnungen oder Mikrofone gelangen.

Neben Hygiene ist die Lautstärke der zweite große Faktor: In-Ears leiten Schall direkt ans Trommelfell, was den Schalldruck um bis zu 6 bis 9 dB erhöht. Die bekannte 60/60-Regel (max. 60 % Lautstärke, höchstens 60 Minuten, dann Pause) schützt vor bleibenden Schäden.

Tragekomfort und Passform

Der Tragekomfort entscheidet, ob man die In-Ears stundenlang ohne Druck oder Schmerzen tragen kann – besonders wichtig bei günstigen Modellen, die oft länger im Ohr bleiben sollen, um den Preis zu rechtfertigen. Mehrere Silikonaufsätze in verschiedenen Größen sind Pflicht, manche Modelle kommen zusätzlich mit Flügeln für besseren Halt beim Sport. Leichte Earbuds und ergonomische Formen verhindern schnelles Ermüden.

Wasserschutz und Bauqualität

Ein gutes IP-Rating (mindestens IPX4 gegen Spritzwasser, besser IP54 oder höher gegen Staub) ist für günstige In-Ears essenziell, wenn man sie beim Sport oder im Regen nutzen möchte. Das Ladecase sollte robust sein und einen sicheren Verschluss haben. In der Preisklasse unter 100 Euro halten viele Modelle überraschend viel aus.

Mikrofonqualität

Für Telefonate und Videocalls ist ein klares Mikrofon wichtiger als man denkt – gerade bei günstigen In-Ears oft ein Schwachpunkt. Viele Modelle haben einfache Rauschunterdrückung, die Wind oder Hintergrundgeräusche nur mäßig filtert. Gute Budget-Kandidaten schaffen verständliche Sprache in ruhigen Umgebungen, während Premium-Modelle natürlicher klingen. Wer viel telefoniert, sollte auf Testberichte achten oder Modelle mit mehreren Mikrofonen pro Earbud wählen.

Bedienung und App-Unterstützung

Touch-Bedienung ist Standard, doch die Zuverlässigkeit variiert: Manche reagieren zu sensibel, andere zu träge. Eine App mit Equalizer, ANC-Stufen und Firmware-Updates wertet günstige In-Ears deutlich auf.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Das entscheidende Kriterium bei günstigen In-Ears: Wie viel Qualität bekomme ich für mein Geld? Modelle um 50 bis 80 Euro bieten oft 80 bis 90 Prozent der Leistung von 200-Euro-Kopfhörern, gerade bei Klang, Akku, App und Komfort. Straßenpreise schwanken mitunter deutlich – das Warten auf Angebote kann sich lohnen. Wir empfehlen dafür einen Blick auf Preisvergleichsportale wie Geizhals.de und deren Preisverlaufskurve.

Fazit

Auch unter 100 Euro gibt es viele richtig gute In-Ear-Kopfhörer. Vor allem beim Klang muss man im Vergleich zu teuren Modellen häufig nur wenig Abstriche eingehen. Auch der Tragekomfort kann bei den günstigen Earbuds sehr hoch sein. Selbst Codecs wie LDAC, aptX sowie AAC und eine App mit Equalizer gehören mittlerweile fast schon zum guten Ton. Wo es nach wie vor Nachholbedarf gibt, ist beim ANC. Die Ausnahme bildet unser Testsieger Google Pixel Buds 2a.

Wer bereit ist, auch etwas mehr Geld auf den Tisch zu legen, sollte sich unsere große Bestenliste In-Ears genauer anschauen. Für alle, die primär beim Sport was auf die Ohren wollen, könnte die Bestenliste Sport-Kopfhörer helfen. Lieber Over-Ear als In-Ear? Dann zeigen wir in der Bestenliste Over-Ear die wirklich besten Modelle.

BESTENLISTE

Günstige In-Ear-Kopfhörer mit überraschendem ANC: Google Pixel Buds 2a im Test

Google spendiert seinen günstigen In-Ears erstmals ANC und die Pixel Buds 2a überraschen zum Preis von 99 Euro im Test.

VORTEILE

  • überraschend effektives ANC für den Preis
  • guter Klang für 111 Euro
  • bequemer Sitz dank Silikonflügeln
  • schnelle Einrichtung per Google Fast Pair

NACHTEILE

  • Transparenzmodus eher mäßig
  • keine hochwertigen Audiocodecs (Opus, LC3)
  • kein kabelloses Laden

Google spendiert seinen günstigen In-Ears erstmals ANC und die Pixel Buds 2a überraschen zum Preis von 99 Euro im Test.

Mit den Pixel Buds 2a wagt Google einen neuen Anlauf im Bereich günstiger True-Wireless-Kopfhörer. Der vor Jahren erschienene Vorgänger Pixel Buds A-Series war zeitweise für unter 60 Euro erhältlich. Er bot soliden Klang und ungewöhnliche Silikonflügel für besseren Halt. Herausragend war er in keinem Bereich – vor allem fehlte die aktive Geräuschunterdrückung (ANC).

Gerade für Pendler ist ANC inzwischen unverzichtbar. Die Funktion hat sich über viele Preisklassen verbreitet. Das Fehlen bei den A-Series war deshalb ein echter Nachteil. Mit den Pixel Buds 2a behebt Google diesen Malus. Erstmals gibt es bei den günstigen Kopfhörern eine aktive Geräuschunterdrückung. Und die überrascht im Test direkt: Im Vergleich zu den ebenfalls getesteten Pixel Buds Pro 2 arbeitet sie bei tieffrequenten Geräuschen sogar effektiver. Das alles für 99 Euro (Gomibo). Ob die Buds 2a auch bei Klang und Ausstattung überzeugen, zeigt unser Test.

Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design & Tragekomfort

Das Design steht in der Tradition der Vorgänger. Am Case hat Google seit Jahren nur minimale Änderungen vorgenommen. Das ist auch nicht nötig: Die Form ist funktional und passt zu Googles Designsprache. Die Pixel Buds 2a sind dabei etwas schlanker und kleiner geworden, das Case misst 50 × 24,5 × 57,2 mm.

Pixel Buds 2a in der Farbgebung "Iris"

Die Farben fallen knalliger aus als beim Pro-Modell. Unser Testgerät trägt das lavendelblaue Farbkleid „Iris“. Daneben gibt es auch noch Hazel, was einem Grauton entspricht.

Der gewählte Farbton zieht sich als schmaler Zierstreifen über die Außenseite und die Innenschalen des Cases. Der Rest bleibt weiß. Das Material fühlt sich griffig und solide an. Der Deckel knarzt allerdings etwas. Insgesamt wirkt der Schließmechanismus aber stabil. Der Magnet sorgt für ein sattes Klacken beim Zuklappen.

Die Kopfhörer lassen sich dank einer Lücke in der Mitte des Cases einfach entnehmen – ein Fortschritt gegenüber der ersten Generation. Die Silikonflügel sorgen im Test für guten Halt ohne Drücken. Auch bei kleineren oder größeren Ohren passen die Buds gut. Das Gewicht von nur 4,7 Gramm pro Ohrhörer fällt kaum auf. Mit IP54 sind die Kopfhörer gegen Spritzwasser und Staub geschützt.

Lieferumfang

Google liefert die Pixel Buds 2a mit dem kompakten Ladeetui, das 38 Gramm wiegt. Dazu kommen verschiedene Silikonaufsätze in unterschiedlichen Größen für die optimale Passform. Ein USB-C-Ladekabel liegt nicht bei. Eine drahtlose Ladefunktion wie bei den Pro 2 fehlt – das Case lässt sich nur per Kabel aufladen.

Klang & ANC

Klanglich bewegen sich die Pixel Buds 2a auf einem sehr guten Niveau für ihre Preisklasse. Die 11-mm-Treiber liefern bei verschiedenen Genres ordentliche Ergebnisse – von Pop und Rock über Rap bis zu Klavier- und Orchestermusik. Potenzial gibt es bei der Klangfülle und Tiefe. Diese klingen manchmal etwas unsauber und verwaschen. Gerade im Bassbereich fehlt es an Volumen. Die Pixel Buds Pro 2 erscheinen im Vergleich ausgewogener und feiner. Der Preisunterschied rechtfertigt das aber.

Die eigentliche Überraschung ist das ANC. Die aktive Geräuschunterdrückung arbeitet im Test überraschend effektiv. Bei der Fahrt mit der Bahn filtert sie tieffrequente Umgebungsgeräusche sogar besser als das teurere Pro-Modell. Das fällt besonders bei Gesprächen in der Umgebung sowie bei Abroll- und Beschleunigungsgeräuschen des Zuges auf.

Der Transparenzmodus kann hingegen nicht mit den Pro 2 mithalten. Während wir bei den Pro-Modellen mitunter vergessen haben, dass wir Kopfhörer tragen, klingt es bei den 2a wie Watte auf den Ohren. Bei Gegenwind schalten die Mikrofone automatisch ab, um Windgeräusche zu verhindern. Einen Ambient-Modus als Zwischenstufe zwischen voller Transparenz und vollem ANC gibt es nicht. Die Intensität lässt sich bei beiden Modi nicht feinstufig anpassen.

Spatial Audio für räumlichen Klang unterstützen auch die 2a. Das Feature erfasst Kopfbewegungen und passt den Klang entsprechend an – als würde man um die Musik herumwandern.

Ausstattung

Die Pixel Buds 2a arbeiten mit Bluetooth 5.4. Hochwertige Audiocodecs wie Opus oder LC3/LE Audio fehlen allerdings. Multipoint für die Verbindung mehrerer Geräte gleichzeitig ist dagegen an Bord.

Google Fast Pair beschleunigt die Einrichtung auf Android-Smartphones erheblich. Beim Aufklappen des Ladecases erscheint automatisch ein Popup-Fenster. Darüber startet man direkt die Kopplung. Nach Aktivierung der Berechtigung für Geräte in der Nähe folgt ein Tutorial mit den wichtigsten Funktionen.

Direkt mit den Kopfhörern nutzen kann man Googles KI-Assistenten Gemini, der sich optional auch per Wakeword (Hey Google) aktivieren lässt. Er kann eingehende Benachrichtigungen vorlesen – etwa von WhatsApp. Die Touch-Gesten sind konfigurierbar: Je nach Einstellung wechselt man auf einer Seite zwischen den ANC-Modi oder aktiviert Gemini ohne Sprachbefehl.

Ab Werk kommen die Kopfhörer mit Firmware-Version release_1.174.2. Ein Software-Update steht direkt nach der Einrichtung bereit. Der Updateprozess dauert bis zu 15 Minuten. Währenddessen müssen die Kopfhörer außerhalb des Cases bleiben. Nutzen kann man sie trotzdem – nur Spatial Audio ist dann deaktiviert. Das Update bringt die Kopfhörer auf Version release_4.467.

 Pixel Buds 2a vs. Pixel Buds Pro 2: Kein Lautsprecher im Case

Zum Koppeln weiterer Geräte dient ein Knopf auf der Rückseite des Cases. Hält man diesen bei geöffnetem Deckel gedrückt, wechseln die Kopfhörer in den Kopplungsmodus. Eine LED auf der Vorderseite zeigt den Status an. Orange leuchtet sie ab 20 Prozent Restakkustand.

Ein Bestätigungston beim Einsetzen fehlt – anders als bei den Pro-Modellen gibt es keinen Lautsprecher im Case. Falsch einlegen kann man die Buds trotzdem nicht: Das Case schließt nur, wenn die Kopfhörer richtig sitzen. Die Auto-Pause erkennt, wenn ein Hörer aus dem Ohr genommen wird. Per „Gerät finden“-App kann man die Kopfhörer dennoch bei Verlust klingeln lassen, die Buds werden so laut gestellt, dass sie durch das geschlossene Case zu hören sind.

Bedienung & App

Die Steuerung erfolgt über Touch-Gesten an den Ohrhörern. Diese lassen sich in den Einstellungen anpassen. Zur Wahl stehen die Steuerung der Geräuschunterdrückung oder der Zugriff auf den digitalen Assistenten Gemini. Je nach Konfiguration schaltet man etwa auf der rechten Seite die ANC-Modi durch oder weckt Gemini ohne Sprachbefehl.

Die Einrichtung über die Pixel-Buds-App geht schnell vonstatten. Ein Willkommensbildschirm führt durch die Grundlagen. Ein kurzer Testsound prüft den ordnungsgemäßen Sitz. Danach wählt man aus, ob Gemini per Wakeword aktiv sein soll.

Über die App lässt sich auch ein individueller Equalizer einstellen. Die Ortungsfunktion hilft beim Wiederfinden verlegter Kopfhörer. Updates für die Firmware werden automatisch angezeigt und lassen sich direkt installieren.

Akku

Die Akkulaufzeit überzeugt. Mit aktiviertem ANC halten die Pixel Buds 2a bis zu 7 Stunden durch. Ohne Geräuschunterdrückung steigt die Laufzeit auf 10 Stunden. Mit dem Ladeetui kommen insgesamt 20 Stunden zusammen – das halten wir im Test für realistisch.

Die Schnellladefunktion ist praktisch: 5 Minuten Laden reichen für eine Stunde Wiedergabe. Der USB-C-Anschluss am Case entspricht dem aktuellen Standard. Kabelloses Laden wie bei den Pro 2 fehlt allerdings.

Preis: Was kosten die Google Pixel Buds 2a?

Die Google Pixel Buds 2a kosten 99 Euro (Gomibo). Damit positioniert Google sie deutlich unter den Pixel Buds Pro 2 und macht ANC auch für sein Budget-Modell zugänglich.

Fazit

Die Google Pixel Buds 2a sind eine echte Überraschung. Für 99 Euro liefert Google True-Wireless-Kopfhörer mit einer Geräuschunterdrückung, die bei tieffrequenten Tönen sogar das teurere Pro-Modell etwas übertrifft. Der Klang ist ordentlich, auch wenn er bei Bässen etwas an Präzision vermissen lässt. Die Gemini-Integration, Spatial Audio und Multipoint runden das Paket ab.

Abstriche gibt es beim Transparenzmodus – der klingt deutlich gedämpfter als bei der Konkurrenz. Auch hochwertige Audiocodecs und kabelloses Laden fehlen. Dafür überzeugen die Silikonflügel mit gutem Halt, das Case mit solidem Magnetverschluss und die Akkulaufzeit mit bis zu 7 Stunden bei aktivem ANC.

Wer günstige In-Ears mit starkem ANC sucht und ein Android-Smartphone nutzt, macht mit den Pixel Buds 2a wenig falsch. Die schnelle Einrichtung per Fast Pair und die Gemini-Features sind klare Vorteile im Google-Ökosystem.

In-Ear-Kopfhörer Earfun Air Pro 4+ im Test: Kann fast alles, kostet nur 70 Euro

Die In-Ear-Kopfhörer Earfun Air Pro 4+ bieten viel aus dem Premium-Bereich wie LDAC, AptX, Qi, Auracast und Multipoint, kosten aber nur 69 Euro. Wo ist der Haken?

VORTEILE

  • guter Sound und Tragekomfort
  • mehrere Hi-Res-Codecs
  • Auracast, Bluetooth 6.0, Multipoint, LE Audio
  • Akkulaufzeit
  • Begleit-App

NACHTEILE

  • ANC und Aware-Modus nur Mittelmaß
  • langweiliges Design
  • fummeliges Ladecase

Die In-Ear-Kopfhörer Earfun Air Pro 4+ bieten viel aus dem Premium-Bereich wie LDAC, AptX, Qi, Auracast und Multipoint, kosten aber nur 69 Euro. Wo ist der Haken?

Normalerweise haben In-Ear-Kopfhörer für 69 Euro (Amazon.de, Code: AP4PTECH) vielleicht ein oder zwei Besonderheiten zu bieten, die man sonst nur in der gehobenen Spitzenklasse findet. Die Earfun Air Pro 4+ erstaunen hingegen mit einer Feature-Liste, die zumindest auf dem Papier einer zeitgemäßen Vollausstattung gleicht.

Da wären zum Beispiel gleich mehrere Hi-Res-Codecs, Bluetooth 6.0, ANC, Wireless Charging, Multipoint und sogar Auracast. Bis auf Spatial Audio fällt uns spontan nichts ein, was man hier noch dazu packen könnte. Aber: Eine lange Feature-Liste ist das eine, ein überzeugender Kopfhörer das andere. Zumal es gerade bei Tragekomfort, ANC-Performance und Sound noch deutliche Qualitätsunterschiede geben kann. Also klären wir nun im Test, wie gut die In-Ear-Kopfhörer als Gesamtkonzept funktionieren.

Design und Tragekomfort

Die Earfun Air Pro 4+ gibt es zum Release nur in der Farbvariante Schwarz, die optisch recht unauffällig, fast schon langweilig wirkt. Allein die graue Stift-Außenseite bietet mit einem matten Finish und dem Earfun-Schriftzug ein wenig optische Abwechslung. Unterm Strich ein Design mit sehr viel Plastik, das wir so schon zigfach bei preisgünstigen In-Ears gesehen haben.

Da ist das Ladecase in mattem Schwarz schon spannender, denn beim Öffnen des Deckels werden die Earbuds fast vollständig freigelegt, wodurch sie sich einfacher herausnehmen lassen. Etwas fummelig ist es dann aber doch, da sich der Deckel nicht weit genug öffnet und man leicht dran hängenbleibt. Auch kommt es immer wieder vor, dass wir das Case falsch herum öffnen, da der Deckel die Hälfte des Gehäuses ausmacht und man nicht immer auf Anhieb sieht, wo oben und wo unten ist.

Mit dem Tragekomfort und Halt sind wir hingegen durchweg zufrieden. Ganze fünf Paar Silikonaufsätze werden für den richtigen Sitz beigelegt. Da findet sich schnell etwas Passendes. Die In-Ear-Kopfhörer liegen mit jeweils rund 5 Gramm auch angenehm leicht in den Ohren und sind durch die IP55-Schutzklasse auch für Outdoor-Sport im Regen geeignet.

Bedienung und App

Dank Google Fast Pair lassen sich die Earfun Air Pro 4+ auf Android-Geräten blitzschnell verbinden und einrichten. Hier reicht schon das Öffnen des Ladeetuis für die Koppel-Abfrage am Smartphone. Alternativ geht’s natürlich auch – ganz klassisch – über die Bluetooth-Suche.

Die Touch-Bedienung direkt an den beiden Earbuds ist für unseren Geschmack ein wenig überladen und gerade am Anfang nicht immer zuverlässig. Man muss den Touch-Ring an der Stift-Oberseite schon genau mit dem Finger treffen. Das erfordert etwas Übung. Die Steuerung lässt sich über die Begleit-App detailliert anpassen und auf weniger Funktionen reduzieren – oder auch komplett ausschalten. Schön, derart viele Individualisierungsmöglichkeiten zu haben.

Die Begleit-App ist ohnehin sehr gelungen. Die vielen Features und Funktionen sind hier übersichtlich und gut strukturiert aufgelistet und lassen sich mitunter detailliert einstellen. Etwas übertrieben hat es Earfun mit den Klang-Presets – es stehen ganze 30 zur Auswahl. Das ist zu viel, die Unterschiede sind mitunter kaum zu bemerken. Dann lieber ein eigenes Profil mit dem 10-Band-Equalizer erstellen oder einen einminütigen Hörtest bemühen.

Features

Die Earfun Air Pro 4+ zählen zu den ersten In-Ear-Kopfhörern am Markt, die sich über Bluetooth 6.0 verbinden. Auch Multipoint für die gleichzeitige Verbindung mit zwei Geräten ist mit an Bord. An Codecs werden neben SBC und AAC auch die Hi-Res-Varianten LDAC, aptX Adaptive und aptX Lossless angeboten. Auch wird Bluetooth LE Audio (LE steht für Low Energy) im Verbund mit dem LC3-Codec unterstützt. Eine Trageerkennung, Auracast-Support, Wireless Charging und ein Game-Modus für eine besonders niedrige Latenz von unter 50 Millisekunden runden das breite Feature-Paket ab.

Über Spatial Audio hätten wir uns vielleicht noch gefreut. Aber das ist Meckern auf sehr hohem Niveau. Eine so umfangreiche Feature-Liste sieht man in diesem Preissegment wirklich selten.

Earfun Air Pro 4+

Akku

Mit einer vollen Ladung halten die Earfun Air Pro 4+ ohne aktivierter Geräuschunterdrückung bis zu 12 Stunden durch. Mit ANC sind es bis zu 8 Stunden. Das sind beeindruckende Werte. Über das Ladecase gibt es laut Hersteller dann noch einmal 36 Stunden (mit ANC) beziehungsweise 54 Stunden (ohne ANC) dazu. Das sind unterm Strich etwa drei bis vier zusätzliche Aufladungen.

Komplett entladen brauchen die Ohrhörer etwa eine Stunde, um über das Case wieder vollgeladen zu werden. Das Ladeetui wird über USB-C (Kabel ist beigelegt) in rund zwei Stunden komplett geladen. Über Wireless Charging sind es etwa 3,5 Stunden.

Klang

Die beiden dynamischen Komposit-Treiber im 10-Millimeter-Format setzen die Earfun Air Pro 4+ vor allem im Verbund mit einem der Hi-Res-Codecs erstaunlich gut in Szene. Zwar sind die Höhen standardmäßig etwas überbetont, mit etwas Anpassung über die App lässt sich diese Dominanz leicht ausbügeln. Generell gilt: Wer ein wenig Zeit in den Equalizer investiert, kann sich einen richtig guten Sound mit ansprechender Räumlichkeit zusammenschustern.

Besonders gut gefällt uns die Bass-Performance, die ordentlich Wumms in die Ohren drücken kann und erst im sehr hohen Lautstärkenbereich überlagernd wird. Bei maximaler Lautstärke kommen die Air Pro 4+ aber grundsätzlich hörbar ins Wanken. Am besten gefällt uns das Klangbild bei mittlerer bis hoher Lautstärke.

Die Sprachqualität und der Komfort beim Telefonieren überzeugen uns trotz der insgesamt 6 Mikrofone und ENC-Technologie hingegen nur teilweise. Grundsätzlich sind wir gut zu verstehen. Unser Gesprächspartner bemerkt allerdings ein deutliches Rauschen und die eigene Stimme dröhnt beim Sprechen dumpf in den Ohren. Lange Gespräche wollen wir so eher nicht führen, für kurze Calls passt das aber. Andere günstige In-Ears, wie etwa die Huawei FreeBuds 7i, bekommen das besser hin.

ANC

Bei der ANC-Performance gibt es ebenfalls noch Luft nach oben: Während tiefe Störgeräusche von den Earfun Air Pro 4+ gut abgedämpft werden, hat die KI-gestützte Geräuschunterdrückung starke Probleme mit Höhen. Papierknistern, Tastatur-Getippe oder Stimmen sind selbst auf höchster ANC-Stufe noch klar zu vernehmen und verschwinden erst bei mittlerer Musiklautstärke.

Im Transparenz-Modus gibt es zwei Modi zur Auswahl: Standard und Neutral. Auf Standard nehmen wir ein starkes und auf Dauer nerviges Grundrauschen wahr, dafür werden die Außengeräusche am besten und natürlichsten durchgereicht. Auf Neutral ist alles ein wenig abgedämpfter und stumpfer –das Rauschen wie auch die Umgebungsgeräusche. So ganz überzeugen will uns also keiner der beiden Modi. Zumal die eigene Stimme, wie auch beim Telefonieren, bei beiden Modi störend in den Ohren dröhnt.

Zusammengefasst attestieren wir den Air Pro 4+ ein ANC auf Mittelmaß. Der Abstand zur ANC-Spitzenklasse ist groß. Aber hey: Für unter 100 Euro passt die Performance dann doch ziemlich gut!

Preis

Aktuell kosten die Earfun Air Pro 4+ auf Amazon mit dem Gutscheincode AP4PTECH nur 69 Euro.

Fazit

Machen wir es kurz: Die Earfun Air Pro 4+ sind im Preisbereich um die 70 Euro eine Klasse für sich. Hier kommt uns aktuell kein anderer In-Ear-Kopfhörer mit ANC in den Sinn, der so viel zukunftsfähige Ausstattung bietet und sich gleichzeitig kaum eine Blöße gibt.

Bei so einem Performer sind das dröge Plastik-Design, das fummelige Ladecase und das mittelmäßige ANC ganz schnell vergessen. Wer nach einem echten Preis-Leistungs-Champion sucht, hat ihn mit den Earfun Air Pro 4+ gefunden.

Huawei Freebuds 5i im Test

Die Freebuds 5i locken mit aktiver Geräuschunterdrückung, gutem Sound inklusive LDAC-Codec und einem Preis von 40 Euro.

VORTEILE

  • guter Klang
  • LDAC und AAC an Bord
  • kompakt und bequem

NACHTEILE

  • nur durchschnittliche Akkulaufzeit
  • bei hoher Lautstärke scharfe Hochtöner

Die Freebuds 5i locken mit aktiver Geräuschunterdrückung, gutem Sound inklusive LDAC-Codec und einem Preis von 40 Euro.

Design und Lieferumfang

Die Freebuds 5i kommen ordentlich verpackt, inklusive einer übersichtlichen und verständlichen Anleitung. Neben den In-Ear-Kopfhörern samt Ladeschale gehören Anleitung, USB-C-Ladekabel und Ersatz-Silikon-Ohrpolster zum Lieferumfang. Die Freebuds 5i sind in Blau, Schwarz und Weiß verfügbar und nach IP54 zertifiziert.

Die rundliche Ladeschale mit den Abmessungen 48 x 63 x 27 mm ist ordentlich verarbeitet, wirkt aber nur durchschnittlich hochwertig. Das liegt primär am für Fingerabdrücke empfänglichen Hochglanzkunststoff und dem Knarzen des Deckels. Das Design der Ladebox ist unauffällig. Auf der Vorderseite sitzen eine kleine Status-LED und das Hersteller-Logo. Eine Ladestandanzeige gibt es nicht. Auf der rechten Gehäuseseite befindet sich der Taster für die Kopplung der Kopfhörer. Das Gewicht der Schale ohne Kopfhörer liegt bei knapp 34 g.

Huawei Freebuds 5i

Der Deckel wird durch einen Federmechanismus gehalten und bleibt so auch in der Hosentasche zuverlässig verschlossen. Allerdings sollte man die Schale nicht unbedingt zusammen mit dem Schlüssel in der Tasche tragen, da sonst schnell unschöne Kratzer auf der Oberfläche entstehen. Der USB-C-Slot zum Laden des Akkus ist mittig auf der Unterseite angebracht. Beim Laden liegt das Case somit auf Vorder- oder Rückseite.

Die beiden je 5 g leichten In-Ears werden durch Magnete sicher in der Ladeschale gehalten. Das Herausnehmen ist auch mit kurzen Fingernägeln problemlos möglich. Unnötiges Gefummel wie bei anderen True-Wireless-Kopfhörern gibt es hier nicht. Die beiden In-Ears mit ihren abgerundeten Kanten sind erfreulich kompakt und wirken modern. Verarbeitung und Haptik sind einwandfrei und geben keinen Anlass für Beschwerden. Die berührungsempfindliche Außenseite der Ohrstöpsel ist ebenfalls hochglänzend– auch hier sind Fingerabdrücke schnell sichtbar.

Soundqualität & ANC

Die Einrichtung der Freebuds 5i funktioniert am einfachsten mit Smartphones von Huawei, sofern darauf EMUI 10 oder Harmony OS 2.0 installiert sind. Dann bieten Smartphone oder Tablet die Kopplung der Kopfhörer bequem per Pop-up an, sobald die Ladeschale geöffnet wird. Auch Windows erkennt die kopplungsbereiten Bluetooth-Kopfhörer automatisch. Bei Geräten mit Android oder Apple-Betriebssystem muss die Kopplung per Tastendruck gestartet werden, was im Test zuverlässig funktioniert. Wer Updates einspielen oder Einstellungen an den In-Ears ändern möchte, benötigt dafür die App AI Life von Huawei.

Zur Übertragung nutzen die Kopfhörer Bluetooth 5.2 und die Audio-Codecs AAC, SBC und LDAC. Damit sie genutzt werden können, müssen sie auch vom Abspielgerät unterstützt werden. Zwar verzichtet Huawei auf den fast latenzfreien AptX-Codec, trotzdem ist während der Nutzung kaum Verzögerung spürbar. Zum gelegentlichen Filme schauen oder Zocken sind die In-Ears somit geeignet.

Huawei Freebuds 5i

Beim Sound-Check haben wir uns primär auf den Standard-Codec SBC konzentriert, aber natürlich auch LDAC mit einem entsprechenden MP3-Player getestet. Der Unterschied zwischen den beiden Codecs ist hörbar – allerdings nur für geschulte Ohren und mit entsprechender Musikquelle. Wer seine Playlists klassisch über Spotify & Co. streamt, hat keine Vorteile vom High-Definition-Sound. Stehen qualitativ hochwertige Audio-Files zur Verfügung, lohnt sich der Codec, geht aber zulasten der Akkulaufzeit.

Die Klangqualität ist auch im SBC-Modus erfreulich hoch. Hoch-, Mittel- und Tieftöner sind ordentlich aufeinander abgestimmt – zumindest im unteren und mittleren Lautstärkebereich. Allerdings müssen die Kopfhörer dafür auch vernünftig sitzen. Im Zweifel lohnt sich hier die Anprobe der mitgelieferten Ohrpolster. Bei moderater Lautstärke bieten die Freebuds 5i ein richtig gutes Klangerlebnis. Erst bei maximaler Lautstärke kommt es zu einem leichten Überhang der Hochtöner und der Bass flacht spürbar ab. Wer bei höchster Lautstärke noch perfekt differenzierbaren Sound und regelrechte Bass-Arien erwartet, könnte enttäuscht sein. An dieser Stelle helfen etwa Equalizer-Apps, mit denen sich der Sound noch auf die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt. Nach unserem Geschmack ist das aber unnötig, da der Klang gerade im Normalmodus einwandfrei abschneidet.

Im ANC-Modus ist der Klang insgesamt ein Ideechen weniger gut abgestimmt. Insbesondere der Mitteltonbereich ist schwächer als im normalen Modus. Insgesamt bleicht die Soundqualität aber gut und auf einem hohen Niveau. Außengeräusche werden durch die ANC-Funktion spürbar abgemildert oder gar völlig ausgeblendet. Von der laufenden Spülmaschine, dem monotonen Rattern eines vorbeifahrenden Zuges oder dem Geräusch der Klimaanlage dringt bei aktiver Geräuschunterdrückung nur wenig ans Ohr.

Im Ambient-Modus (Transparenz-Modus) werden genau diese Außengeräusche bewusst weitergeleitet, was man auch merkt. Fahrende Autos, Lüfter oder ähnliche Geräusche sind mit aktivem Ambient-Mode sehr deutlich hörbar. Allerdings klingen die von den Kopfhörern verstärkten Außengeräusche nicht so natürlich wie etwa bei den sehr guten Bose QC Earbuds II (Testbericht). Zwar haben wir hier schon deutlich schlechtere Umsetzungen gesehen, aber was die Freebuds 5i betrifft, ist dies unser größter Kritikpunkt.

Telefonie, sowohl klassisch als auch Videotelefonie über Teams, Facetime & Co. funktionierten ebenfalls gut. Unser Gegenüber verstand uns klar, unverfälscht und ohne Rauschen. Problematisch wird es nur, wenn man auf dem Rad, an der Straße oder bei Wind telefoniert – dann wird die Verständigung für den Zuhörenden schwieriger.

Huawei Freebuds 5i

Handling & Tragekomfort

Dank der weichen Ohrpolster und dem niedrigen Gewicht sitzen die Freebuds 5i bequem und sicher im Ohr, ohne dabei zu stören. Zwar handelt es sich nicht um Sport-Kopfhörer, einen kurzen Sprint zu Fuß oder sonstige sportliche Manöver machen die Kopfhörer im Test aber völlig problemlos mit.

Der integrierte Näherungssensor erkennt zuverlässig, ob die Kopfhörer aus dem Ohr genommen werden und unterbricht dann die Wiedergabe. Wer das nicht möchte, kann die Funktion mittels der App Huawei AI Life auch deaktivieren.

Die Steuerung per berührungsempfindlicher Oberfläche funktioniert gut, wenn man erst verstanden hat, wo man die Kopfhörer berühren muss. Zwar sind verschiedene Gesten nötig, um alle Funktionen zu bedienen, die Berührungen werden insgesamt aber sehr zuverlässig erkannt und umgesetzt.

Technische Daten

Akku & Reichweite

Innerhalb einer Distanz von acht bis fünfzehn Meter bieten die Freebuds 5i eine stabile Verbindung. Ein Gang ins Nebenzimmer ist während der Tests ohne Qualitätseinbußen oder Abbrüche möglich.

Huawei gibt für seine Kopfhörer eine Akkulaufzeit von sechs bis sieben Stunden an. Wir erreichen mit LDAC-Codec und aktiver Geräuschunterdrückung allerdings nur knapp vier Stunden. Mit dem SBC-Codec und aktivem ANC halten die Kopfhörer gut eine Stunde länger durch. Um die sechs Stunden und mehr zu erreichen, müsste man die Lautstärke drosseln und den Normalmodus verwenden. In der Ladeschale lassen sich die In-Ears zusätzlich dreimal voll aufladen.

Huawei Freebuds 5i

Preis

Huawei Freebuds 5i kosten zum Testzeitpunkt 89 Euro. Mittlerweile sind sie jedoch bereits für 40 Euro (Joybuy) zu haben.

Fazit

Die Huawei Freebuds 5i überzeugen mit gutem Klang auch ohne Nutzung des LDAC-Codecs. Das kompakte Design, die zuverlässige Touch-Steuerung und der moderate Preis hinterlassen einen positiven Gesamteindruck.

Zwar können die In-Ears bei hoher Lautstärke nicht mit Premium-Modellen wie den Sony WF-1000XM4 (Testbericht) mithalten, diese sind allerdings auch doppelt so teuer. Wer True-Wireless-Kopfhörer mit LDAC sucht, bekommt hier ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis geboten.

In-Ear-Kopfhörer Soundcore Liberty 4 im Test

Die kompakten Soundcore Liberty 4 bieten High-Res-Klang, Spatial Audio, ANC und sogar Pulsmessung. Wir zeigen, wie alltagstauglich das Paket ist.

VORTEILE

  • Tragekomfort und Verarbeitung
  • erstklassiger Sound mit High-Res-Codecs
  • Multipoint
  • Herzfrequenzmessung

NACHTEILE

  • ANC nur Mittelmaß
  • Akkulaufzeit

Die kompakten Soundcore Liberty 4 bieten High-Res-Klang, Spatial Audio, ANC und sogar Pulsmessung. Wir zeigen, wie alltagstauglich das Paket ist.

Die Kopfhörer der Anker-Marke Soundcore werden insbesondere in der Mittelklasse immer stärker und bieten grundsätzlich ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis. In die gleiche Kerbe will nun das In-Ear-Modell Liberty 4 schlagen, das mit neuem Design und toller Ausstattung überzeugen möchte. Ob das gelingt, klärt dieser Test.

Design und Tragekomfort

Im Hinblick auf Optik hat sich einiges getan: Die Liberty 4 zeigen sich im klassischen In-Ear-Look mit spitz zulaufendem Stift, über den die Druck-Steuerung stattfindet. Die Designsprache ist futuristisch schick – mit vielen Rundungen, viel glänzendem Plastik und einigen Details. Am auffälligsten ist der Soundcore-Schriftzug samt Logo an der Stift-Außenseite. Das kompakte Ladecase hält die Farbtreue mit mattem Finish und auffällig glänzendem Ring. An Farbvarianten stehen Schwarz, Grau und Hellblau zur Auswahl.

Beim Tragekomfort kommen wir zum ersten Mal ins Staunen: Mit jeweils nur 6 Gramm liegen die Earbuds angenehm leicht in den Ohren. Sie sitzen richtig fest und sind so auch zum Sport treiben geeignet. Zur Wahl stehen gleich vier Aufsätze in unterschiedlichen Größen, mit besonderer, zweischichtiger Struktur. Soundcore nennt sie Cloud-Comfort-Ohrhörer, die auch wichtig für die Herzfrequenzmessung sind.

Ein besonderes Augenmerk richtet sich auf das gelungene Verpackungsdesign von Soundcore: Die Schachtel lässt sich wie ein Etui öffnen und magnetisch wieder verschließen. Die In-Ears und sämtliches Zubehör sind im Inneren schön und übersichtlich organisiert. Das macht Spaß beim Auspacken und die Verpackung kann danach noch sinnvoll und praktisch weitergenutzt werden. Toll gemacht!

Bedienung und App

Über die Begleit-App gelingen Kopplung wie auch die erste Einrichtung wie am Schnürchen. Die Bedienung direkt an den Earbuds per Druck-Steuerung ist schön simpel gehalten, geht schon mit wenig Übung zuverlässig von der Hand und ist per App auch erfreulich umfangreich anpassbar. Die Begleit-App von Soundcore ist übersichtlich strukturiert und erlaubt Zugriff auf die vielen Features, die die Liberty 4 mit sich bringen. Den vollen Funktionsumfang gibt es erst mit einem Soundcore-Account.

Features

Die Soundcore Liberty 4 nutzen Bluetooth 5.3 und bieten eine Multipoint-Funktion für die Verbindung mit zwei Geräten gleichzeitig, etwa Laptop und Smartphone. An Codecs stehen SBC, AAC und LDAC für High-Res-Klang zur Verfügung. Auf LDAC muss verzichtet werden, sobald Multipoint aktiviert wird.

Zu den Feature-Highlights der App zählen mit Spatial Audio, Hear-ID-Klangoptimierung und ganzen 22 Presets eine sehr umfangreiche Klang-Anpassung – und eine automatische Herzfrequenzmessung und -Auswertung. Für Letzteres ist allerdings zwingend die Erstellung eines Soundcore-Accounts notwendig. Darüber gibt es dann noch zusätzliche, eher rudimentäre Gesundheits-Features, wie die Erfassung der Nackenhaltung – und eine akustische Erinnerung, wenn man zu lange in einer ungesunden Haltung verweilt. Ein richtig sinnvolles Feature für den Alltag!

Akku

Im besten Fall halten die Soundcore Liberty 4 bis zu 9 Stunden lang durch und kommen über das Ladecase auf insgesamt etwa 28 Stunden Laufzeit, ehe sie wieder an die Steckdose müssen. Mit eingeschaltetem ANC kommen wir auf rund 7 Stunden und 24 Stunden insgesamt. Wird dann noch zusätzlich Spatial Audio aktiviert, reduziert sich die Akkuleistung auf nur noch 5 Stunden und 15 Stunden insgesamt. Das ist dann schon etwas mager, zumal sich Spatial Audio wirklich richtig gut anhört und man es am liebsten die ganze Zeit aktiviert hat. Aber dazu gleich mehr.

Klang

In den Standard-Einstellungen treffen die Liberty 4 nicht ganz unseren Geschmack. Gleiches gilt für den Soundcore Signature-Sound, der sich über ein Klang-Preset aktivieren lässt. In beiden Fällen stellen sich die Höhen zu intensiv in den Vordergrund. Bei der schieren Masse an Klang-Anpassungen, die Soundcore über die App bietet, findet sich aber sehr schnell ein Setup, das dauerhaft gefällt. Vor allem mit aktiviertem LDAC-Codec ist das Klangbild sauber und klar. Das wird dann nur noch von Spatial Audio übertrumpft, das zwei Modi bietet: einen Film- und einen Musikmodus, wobei uns die Optimierung für Filme auch bei Musik deutlich besser gefällt, da der Sound hier deutlich näher rückt und gleichzeitig in die Breite geht. Ein echtes 3D-Erlebnis eben – so soll es sein!

Die Krux an der Sache: Mit Spatial Audio bieten die Liberty 4 das mit Abstand beste Klangerlebnis, doch dadurch geht die Akkulaufzeit – insbesondere bei gleichzeitig aktiviertem ANC – auch massiv in den Keller. Das sollte einem bewusst sein. In unserem Fall hat es für den Alltagsgebrauch noch prima gepasst. Für Dauerbeschallung etwa auf längeren Reisen könnte es jedoch schon mal knapp werden.

ANC

Soundcore gibt sich redlich Mühe, durch gut konzipierte Aufsätze und einen Passform-Test über die App für eine gute Grundabschirmung zu sorgen. Die Rechnung geht auch auf. Bei der eigentlichen ANC-Performance befinden wir uns aber eher auf einem guten Mittelmaß. Hier ist definitiv noch Luft nach oben, wenn wir an die besten ANC-Performer von Sony, Bose oder Apple denken. Während tiefe Störgeräusche noch souverän herausgefiltert werden, zeigen sich vornehmlich bei den Höhen noch deutliche Unterschiede. Klirrendes Geschirr oder Gespräche im Café rücken bei aktiviertem ANC lediglich ein kleines Stück weit in die Ferne. Das können andere besser.

Im Transparenzmodus weist ein starkes Grundrauschen auf. Beim Sprechen brummt die eigene Stimme unangenehm in den Ohren wider. Generell wirkt hier die Akustik etwas unnatürlich hoch gepitcht. Es bedarf noch etwas Feintuning für die nächste Generation. Der Modus erfüllt aber seinen Zweck. Gleiches gilt für die Gesprächsqualität beim Telefonieren.

Preis

Die Soundcore Liberty 4 kosten 119 Euro bei Galaxus und gehören so in das Mittelklasse-Segment der ANC-In-Ears. Im Angebot sind die Earbuds immer mal wieder für um die 70 Euro zu haben, was sie bei den gebotenen Features ein ganzes Stück weit attraktiver macht.

Fazit

Die Soundcore Liberty 4 überzeugen im Test mit starkem Gesamtpaket: Sie sitzen bequem, sind hochwertig verarbeitet und bieten eine beeindruckende Klangqualität mit vielen Anpassungsmöglichkeiten. Besonders in der Mittelklasse stechen Funktionen wie Spatial Audio und die Herzfrequenzmessung positiv hervor. Schwächen beim ANC und der Akkulaufzeit sind vorhanden, gehen angesichts des fairen Preises aber in Ordnung. Schlussendlich stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis – und das sogar deutlich.

Wer auf Spatial Audio und die Herzfrequenzmessung verzichten kann und sich eine deutlich längere Akkulaufzeit wünscht, findet in den Nothing Ear 3 (Testbericht) eine gelungene Alternative auf sonst nahezu identischem Niveau.

In-Ear-Kopfhörer Nothing Ear (a) 3rd Gen im Test: Knapp vorbei am Überflieger

Der Nothing Ear (a) 3rd Gen ist eine abgespeckte und damit auch günstigere Variante des sehr gelungenen Nothing Ear 3. Wir testen, wie stark die Abstriche ausfallen – und für wen sich die In-Ear-Kopfhörer besonders eignen.

VORTEILE

  • gute Klang- und ANC-Performance
  • Tragekomfort
  • einzigartiges Design
  • Bluetooth Multipoint
  • High-Res-Codec

NACHTEILE

  • eingeschränkte App-Funktionen

Der Nothing Ear (a) 3rd Gen ist eine abgespeckte und damit auch günstigere Variante des sehr gelungenen Nothing Ear 3. Wir testen, wie stark die Abstriche ausfallen – und für wen sich die In-Ear-Kopfhörer besonders eignen.

Das Flagship-Modell, der Nothing Ear 3rd Gen, hat in unserem Test eine richtig gute Figur gemacht. Nun wollen wir uns den rund 50 Euro günstigeren kleinen Bruder genauer anschauen: Der Nothing Ear (a) 3rd Gen zielt auf den hart umkämpften Markt knapp unter der magischen 100-Euro-Grenze ab. Das Konzept: Mit einigen Abstrichen im Vergleich zum Flagship-Modell eine ähnlich gute Performance bieten. Auf welche Features genau verzichtet wird und ob das Preis-Leistungs-Verhältnis am Ende noch stimmt (oder gar besser ausfällt), klären wir hier im Test.

Design und Tragekomfort

Die beiden Ohrhörer des Nothing Ear (a) 3rd Gen sind designtechnisch identisch zum Flagship-Modell und nach IP54 gut vor Staub und Wasser geschützt. Klare Unterschiede gibt es erst beim Ladecase auszumachen, das beim Ear (a) 3rd Gen noch etwas kompakter ausfällt, dafür aber nur die weitaus anfälligere IPX2-Zertifizierung innehat (im Vergleich zur IP55-Schutzklasse beim Topmodell).

Der Nothing-typische Transparenz-Look mit durchsichtigem Kunststoff wird auch beim günstigen Modell geboten und schaut einfach nur cool und ikonisch aus. Ein echter Hingucker – mit starken Airpods-Pro-Vibes! Neben Schwarz und Weiß gibt es nur hier noch eine Farbvariante in Gelb zu bekommen. Beim Tragekomfort gibt es durch die angenehme Ergonomie erwartungsgemäß nichts zu beanstanden. Die In-Ears liegen mit 4,8 Gramm noch angenehm leicht in den Ohren und lassen sich über drei Ohreinsätze in unterschiedlichen Größen noch gut anpassen. Auch hier hätten wir uns gerne für den möglichst perfekten Fit noch mindestens ein weiteres Größen-Paar gewünscht, kommen in unserem Fall aber mit den drei gebotenen Varianten gut zurecht.

Bedienung und App

Erwartungsgemäß geht die erste Einrichtung und das Koppeln des Nothing Ear (a) 3rd Gen genauso gut von der Hand wie beim Flagship-Modell. Die App erledigt alles Notwendige, nachdem die Earbuds erkannt wurden und führt dann noch fix durch ein kleines Bedien-Tutorial. Die Bedienungsmöglichkeiten direkt an den Ohrhörern fallen sehr reduziert, aber dafür schnell eingängig und praktisch aus und können in der App noch ein wenig angepasst werden. Dazu kommen ANC-Steuerung, eine Bass-Boost-Option in fünf Intensitäts-Stufen und ein sehr simpler Equalizer mit vier Presets (Balance, mehr Bass, mehr Höhen und Stimme).

Der Profi-Modus des Equalizers mit acht Bändern, ein Hörtest-Feature und die Möglichkeit, mehr als ein EQ-Profil zu speichern, wurden indes gestrichen – das gibt’s nur beim Flagship-Modell.

Features

Bei den Features gibt es ebenfalls einen Abstrich: Der Nothing Ear (a) 3rd Gen bietet keinen LHDC-5.0-Codec, ist mit SBC, AAC und dem High-Res-Codec LDAC aber immer noch sehr gut aufgestellt. Dazu gibt’s zeitgemäßes Bluetooth 5.3, Bluetooth Multipoint, eine Trage-Erkennung, ein Passform-Check und einen Low-Lag-Modus – bis auf das eine Detail also identisch zur Flagship-Variante.

Akku

Eine Aufwertung gibt es hingegen bei der Akku-Performance zu benennen: Der Nothing Ear (a) 3rd Gen bietet mit 5,5 Stunden Laufzeit bei eingeschaltetem ANC – und insgesamt 24,5 Stunden über das Ladecase – die etwas bessere Ausdauer als der teurere Bruder. Insgesamt sind (ohne ANC) bis zu 42,5 Stunden drin. Alles in allem sind das ordentliche Werte für ein In-Ear-Modell. Auch Fast Charging ist an Bord: Nach etwa 10 Minuten Ladezeit ist der Akku wieder für bis zu 10 Stunden Musikwiedergabe fit. Schade: Wireless Charging, wie es beim Flaggschiff möglich ist, fällt hier (leider) weg.

Klang

Der Nothing Ear (a) 3rd Gen hat die gleichen dynamischen 11-mm-Treiber verbaut wie die teurere Variante, spart sich aber die hochwertigere Keramik-Membran ein. Hier muss man schon sehr genau hinhören, um einen Unterschied zu bemerken. Grundsätzlich ist der Sound wirklich gut. Vor allem, wenn der High-Res-Codec zum Einsatz kommt. Das Klangbild bleibt weitgehend gleich: In den Grundeinstellungen ist der Sound angenehm neutral und ausgewogen. Über den rudimentären Equalizer und das Bass-Boost-Feature lässt sich daran auf Wunsch noch etwas feilen, allerdings nicht so detailliert wie beim teureren Modell. Den Bass-Verstärker in fünf Stufen werden Fans von fetten Beats sicherlich besonders stark feiern. Allzu übertreiben sollte man es mit der Intensität allerdings nicht, weil es – je nach Song – hier auch schnell mal überlagernd wirken kann.

ANC

Die ANC-Performance des a-Modells ist identisch zum Nothing Ear 3rd Gen. Zwar nicht auf Topniveau, wie etwa bei Apples AirPods Pro (Testbericht), aber nahe dran. Die Earbuds schirmen bereits grundsätzlich gut ab. Das Gerede und Geklimper in einem belebten Café, also quasi die ANC-Testkür, rücken deutlich weiter in die Ferne und sind schon ohne laufende Musik kaum noch wahrzunehmen.

Das Noise Cancelling kann in drei Intensitäts-Stufen geregelt werden – oder adaptiv. Dabei fällt auf: Je höher die Unterdrückung, desto mehr Grundrauschen. Im Aware-Modus, der an sich überzeugt, ist der Rausch-Effekt am stärksten – und da auch tatsächlich auf Dauer etwas nervig. Dazu brummt die eigene Stimme beim Sprechen ein Ticken zu stark in den Ohren. Den Transparenz-Modus bekommen andere schon viel besser hin, wie etwa die Bose QC Earbuds 2 (Testbericht).

Preis

Mit einer UVP von 99 Euro positioniert sich der Nothing Ear (a) 3rd Gen im gehobenen Einstiegs-Segment. Zum Testzeitpunkt ist er in allen drei Farb-Varianten etwa bei Amazon bereits für 77 Euro zu haben.

Fazit

Der Nothing Ear (a) 3rd Gen ist ein grundsolider und durchweg überzeugender In-Ear-Kopfhörer, der für seinen Preis in allen wichtigen Kriterien wirklich gute Qualität bietet – und dabei auch noch richtig schick ausschaut. Genau wie beim Nothing Ear 3rd Gen, verpasst das a-Modell dabei nur knapp sein Überflieger-Potential. Der Rotstift bei Wireless Charging, LHDC-Codec, Keramik-Membran, App-Umfang und auch beim Ladecase geht für die 50 Euro Preisreduzierung in Ordnung. Doch Hand aufs Herz: Mit Blick auf die äußerst starke Konkurrenz im Segment bis 100 Euro ist es wichtig, zu klotzen statt zu kleckern, um aus der Masse herauszustechen. Gerade die gestrichenen App-Features zur Klang-Personalisierung hätte man da doch ganz einfach noch drin lassen können – oder zumindest teilweise.

Das ist natürlich Meckern auf hohem Niveau. Grundsätzlich machen preisbewusste Käufer mit dem Nothing Ear (a) 3rd Gen nichts falsch. Sie bekommen voll alltagstaugliche In-Ears, die sich keinen echten Schnitzer leisten. Wer auf die gestrichenen Features hingegen nicht verzichten mag und sich vor allem mehr Sound-Personalisierung wünscht, greift zum teureren Nothing Ear 3rd Gen.

1More Aero im Test: Bester Klang & ANC für 65 Euro

Mit Funktionen wie Spatial Audio samt Head-Tracking-Feature bietet der 1More Aero Oberklassen-Features zum kleinen Preis. Am Ende überzeugen aber ganz andere Qualitäten, wie unser Testbericht zeigt.

VORTEILE

  • guter Sound und tolles ANC
  • hoher Tragekomfort
  • Verarbeitung und Design
  • Bluetooth Multipoint, Qi

NACHTEILE

  • kein aptX- oder LDAC-Codec

Mit Funktionen wie Spatial Audio samt Head-Tracking-Feature bietet der 1More Aero Oberklassen-Features zum kleinen Preis. Am Ende überzeugen aber ganz andere Qualitäten, wie unser Testbericht zeigt.

Für 1More ist der Aero etwas Besonders: Er ist der erste Kopfhörer des US-Unternehmens mit Spatial Audio. Bei der Technologie erkennt ein Gyroskop Kopfbewegungen und passt den Sound entsprechend an. Schaut man einen Film auf dem Smartphone und blickt nach links, verschiebt sich der Klang entsprechend auf das rechte Ohr. Das kleine Kinoerlebnis für unterwegs macht sich gerade in der Oberklasse breit und wird dort gerne als der Heilige Audiogral gepriesen. Ein Beispiel dafür sind die JBL Tour Pro 2 (Testbericht). Im Alltag zeigt es sich aber eher als nette Spielerei beim Anschauen von Filmen oder Videos. So auch hier.

Design und Tragekomfort

Schick sieht er aus, der 1More Aero. Es gibt ihn in zwei Farbvarianten: Schwarz und Weiß. Beim schwarzen Modell setzt ein rötlicher Ring an den Silikon-Aufsätzen einen kleinen, aber feinen Akzent. Das weiße Modell verzichtet auf dieses Detail und wirkt dadurch angenehm clean. Die In-Ears wie auch das Ladecase sind mit viel Plastik geziert, das sich durch ein mattes Finish jedoch wertig und angenehm samtig anfühlt. Vor allem an der flachen und fast schon etwas futuristisch wirkenden Ladebox mag man sich einfach nicht satt sehen.

1More Aero

Eine süchtig machende Spielerei ist auch das Einsetzen der Earbuds in das Case: Durch Magnete springen sie fast von allein zurück in das Etui und richten sich perfekt aus. Ein Konzept zum Verlieben! Ansonsten fallen die In-Ears vor allem durch ihren zugespitzten Stift ins Auge. Das Design kennen wir bereits von den 1More-Kopfhörern Comfobuds 2 und Comfobuds Pro.

Die Earbuds liegen mit jeweils nur 4,9 Gramm angenehm leicht in den Ohren und bieten einen hohen Tragekomfort. Mit Blick auf sportliche Aktivitäten könnte der gebotene Halt problematisch werden – je nach Ohrbeschaffenheit. Durch die IPX5-Zertifizierung ist der 1More Aero dazu auch in der Lage. Für den Alltag reicht der Sitz in unseren Testohren aber definitiv aus.

Ausstattung und Bedienung

An Zubehör liegen dem 1More Aero ein kurzes USB-C-Ladekabel sowie insgesamt vier Ohrstöpsel-Paare in unterschiedlichen Größen bei, um die richtige Passform für den jeweiligen Nutzer zu finden. Die erste Kopplung und das Einrichten per App klappen ohne Probleme. Die App erklärt die Touch-Bedienung beim ersten Starten und geht im Alltag auch gut von der Hand. Auf Wunsch kann diese noch etwas angepasst werden.

Grundsätzlich sind die Funktionen der App überschaubar. Zu den Highlights zählen ein Equalizer mit vielen Presets, ein Spatial-Audio-Modus für 3D-Sound und eine intelligente Anpassung von Bass, Mitten und Höhen an die gewählte Wiedergabelautstärke. Die ANC-Modi können wahlweise über die Touch-Steuerung oder – ein wenig detaillierter – über die App durchgeschaltet werden.

Hier im Preisvergleich zeigen wir die beliebtesten Bluetooth-Earbuds unter 100 Euro:

Technik und Akkuleistung

Beim 1More Aero geben die dynamischen 10-Millimeter-Treiber den Ton an, übertragen wird per Bluetooth 5.2. Auch Multipoint-Verbindungen sind möglich. Das Feature befindet sich allerdings noch im Betastadium und muss erst über die App aktiviert werden. Bei uns hat die Funktion bereits gut funktioniert. An Codecs kommen lediglich SBC und AAC zum Einsatz. Auf einen besseren Codec speziell für Android-Nutzer, wie aptX oder LDAC, wird hingegen verzichtet.

Der Akku hält bei eingeschaltetem ANC rund fünf Stunden. Sieben sind es, wenn auf die Geräuschunterdrückung verzichtet wird. Über das Ladecase sind insgesamt bis zu 28 Stunden drin. Dank Fast-Charge-Funktion kann der 1More Aero außerdem in 15 Minuten für drei Stunden Spielzeit aufgeladen werden. Wahlweise per Kabel oder Qi-Charging.

Klangqualität

Für Earbuds im 100-Euro-Segment ist der Sound erstaunlich gut abgemischt, kann audiophile Ansprüche aber erwartungsgemäß nicht bedienen. Dieses Feld überlässt der 1More Aero bewusst weitaus teureren Kopfhörern. Konzipiert ist er primär für den breiten Alltagsgebrauch. Die Höhen könnten etwas mehr Aufmerksamkeit gebrauchen, dieses Manko lässt sich über den 10-Band-Equalizer aber weitgehend entschärfen. Auf die insgesamt zwölf Klang-Presets wollen wir indes verzichten. Die meisten davon klingen seltsam oder betonen den ohnehin schon recht dominanten Bass, wodurch die Höhen noch eingedrückter wirken. Am besten hat uns an der Auswahl die Studio-Voreinstellung gefallen. Letztlich wählen wir dann aber doch lieber ein selbst angelegtes Preset, von denen insgesamt drei erstellt werden können.

Bei aktiviertem Spatial Audio inklusive Head-Tracking-Technologie wird das dreidimensionale Klangerlebnis ganz gut umgesetzt. Auffällig ist eine deutliche Effekt-Verzögerung bei Kopfbewegungen. Wie eingangs erwähnt, ist dieses Feature für uns ohnehin lediglich eine nette Spielerei, die vielleicht mal im Zug beim Anschauen eines Films aktiviert wird. Mehr auch nicht.

Die Sprachqualität beim Telefonieren geht dank der insgesamt sechs Mikrofonen in Ordnung. Bei windigem Wetter erweist sich der ANC-Modus zur Reduzierung von Windgeräuschen als nützlich.

ANC

Generell profitiert der 1More Aero von einer guten Grundabschirmung, sofern die Silikon-Aufsätze passend gewählt sind. Wird das auf Wunsch adaptive Noise Cancelling von bis zu 42 dB bei einem Frequenzbereich zwischen 40 und 4000 Hertz hinzugeschaltet, offenbart sich eine überraschend effiziente ANC-Leistung. Schon bei mittlerer Musiklautstärke ist vom Straßenlärm nichts mehr zu hören. Im Hochtonbereich zeigen sich erwartungsgemäß Schwächen, aber hier begegnen alle ANC-Kopfhörer ihrem Endgegner. Weitaus teurere ANC-Spitzenmodelle, wie der Sony WF-100XM4 (Testbericht) oder die Bose Quietcomfort Earbuds (Testbericht), filtern deutlich besser aus.

Preis

Die unverbindliche Preisempfehlung für den 1More Aero liegt bei 110 Euro. Auf dem Markt kosten sie aktuell 65 Euro.

Fazit

Tatsächlich überzeugt der 1More Aero im Test weniger durch das angepriesene Oberklassen-Feature namens Spatial Audio, sondern vielmehr durch seine grundsolide Performance, die mit Blick auf das Preissegment in vielen Bereichen überdurchschnittlich ist. Design, Tragekomfort und allen voran ANC sind bemerkenswert gut gelungen. Dazu gesellt sich ein tolles Ausstattungspaket mit AAC-Codec, Bluetooth-Multipoint und eine dynamische EQ-Anpassung an die gewählte Lautstärke. Hier wird viel fürs Geld geboten, auch wenn wir uns – etwas kleinlaut – noch einen hochwertigeren Audio-Codec für Android-Geräte wünschen würden.

In-Ear-Kopfhörer Soundcore P40i im Test

Die P40i von Soundcore sind günstig im Preis und sollen dennoch eine ordentliche Leistung liefern. Bei den Features wurde vorrangig auch an jene gedacht, die mit den In-Ears nicht nur Musikhören wollen.

VORTEILE

  • Tragekomfort und Halt
  • guter Sound und effektives ANC
  • Akkulaufzeit und Wireless Charging
  • Bluetooth Multipoint
  • Handy-Ständer-Feature

Die P40i von Soundcore sind günstig im Preis und sollen dennoch eine ordentliche Leistung liefern. Bei den Features wurde vorrangig auch an jene gedacht, die mit den In-Ears nicht nur Musikhören wollen.

Bei der Anker-Marke Soundcore gibt es aktuell gleich mehrere In-Ear-Modelle mit ANC, die sich im Preisbereich zwischen 70 und 80 Euro bewegen. Die P40i sind dabei das einzige Modell ohne Hi-Res-Codec, bieten dafür aber eine bessere Akku-Performance und ein einzigartiges Gimmick für alle, die unterwegs mit dem Smartphone gerne Videos oder Filme schauen: ein im Ladecase integrierter Smartphone-Ständer. Wie gut sich die P40i damit im Alltag schlagen, klären wir nun im Test.

Design und Tragekomfort

Die P40i verfolgen eine ergonomische Designsprache, die gut in den Ohren liegt. Optisch wird mit der vollen Plastik-Dröhnung nicht viel geboten. Zwar versucht Soundcore mit einem Wechsel aus glänzenden und matten Kunststoffelementen etwas mehr Pep ins Design zu bekommen. In unserer schwarzen Testversion schaut es aber dennoch eher langweilig aus. Da gefällt uns die Optik der anderen drei Farbvarianten (Blau, Cremeweiß und Lavendel) schon besser. Dem Ladecase wurde ein mattes Finish spendiert, das Fingerabdrücke fernhält und sich gut in den Händen anfühlt. Die Verarbeitung von Case und Earbuds geht für das Preissegment in Ordnung.

Für den perfekten Halt hat Soundcore den P40i gleich fünf Aufsätze in unterschiedlichen Größen beigelegt. So findet sich schnell ein Paar, das richtig gut sitzt und abschirmt. Auch (Outdoor-)Sport ist damit kein Problem. Die Earbuds fallen selbst bei starkem Kopfschütteln nicht heraus. Dazu gibt’s mit IPX5 auch Schutz vor Strahlwasser aus allen Richtungen.

Bedienung und App

Über die Begleit-App gelingen Kopplung wie auch die erste Einrichtung ohne Probleme. Für Android-Nutzer gibt es zudem Google Fast Pair. Die Steuerung über Touch-Gesten ist schön eingängig und kann über die App auch noch großzügig angepasst werden. Da den P40i eine Trageerkennung fehlt, ist die Funktion für einmal Tippen standardmäßig ausgeschaltet. Wer sie nachträglich belegt, muss damit rechnen, dass beim Einsetzen der Earbuds ungewollt Funktionen ausgelöst werden. Ein echter Nerv-Faktor, also belassen wir es lieber bei der eingeschränkten Bedienbarkeit. Das hätte Soundcore besser lösen müssen.

Bei der Begleit-App macht Soundcore hingegen alles richtig. Die Einstellmöglichkeiten sind üppig, schön übersichtlich strukturiert und leicht zugänglich.

Technik und Features

Mit Bluetooth 5.3 setzen die P40i auf eine zeitgemäße Übertragungstechnik. Dazu gibt’s Bluetooth Multipoint für die Verbindung mit zwei Endgeräten gleichzeitig. Zum Beispiel Laptop und Smartphone. An Codecs wird lediglich SBC und AAC geboten. Ein echtes Manko, denn in dieser Preisklasse sind Hi-Res-Codecs schon länger keine Seltenheit mehr. Wie eingangs erwähnt, befindet sich im Ladecase als besonderes Feature eine kleine Klappe, die aufgerichtet das kompakte Ladecaseauch als Smartphone-Stand nutzbar macht. Auf einer ruhigen Oberfläche, wie etwa im Café auf dem Tisch, funktioniert das noch ganz gut – allerdings grundsätzlich nur im Querformat. Im Zug oder Flugzeug würden wir von der Nutzung dann aber abraten, da die Sache schon ziemlich wackelig ist. Bei Smartphones mit dickem und schwerem Kamera-Modul auf der Rückseite, wie etwa beim Xiaomi 15 Ultra, lässt sich der Ständer gar nicht nutzen. Trotzdem: ein nettes und durchaus praktisches Feature!

Zu den Feature-Highlights der App zählen die Steuerung und Einstellung des adaptiven ANCs, eine HearID-Klangoptimierung, ganze 22 (!) Klang-Presets und ein 8-Band-Equalizer. Dazu bieten die P40i auch die Funktion „immersives Audio“, die einen besonderen Effekt-Modus für Games und Filme bietet. Bei Spielen können so etwa Schritte akustisch hervorgehoben werden. Im Film-Modus geht der Klang in die Breite und fügt eine Art Hall-Effekt hinzu, was bei Songs eher störend wirkt.

Akku

Soundcore verspricht bei den P40i bis zu 12 Stunden Laufzeit. Mit eingeschaltetem ANC müssen hier noch einmal gut 2 Stunden abgezogen werden. Über das Ladecase können die Earbuds noch etwa fünfmal voll aufgeladen werden, ehe alles wieder an die Steckdose muss. Toll: Kabelloses Laden wird unterstützt. Ansonsten kommt das beigelegte USB-A-auf-USB-C Kabel zum Einsatz. Insgesamt bieten die P40i damit eine wirklich gute Akku-Performance.

Klang

Der dynamische und 11 Millimeter große Verbundtreiber liefert das Potential für einen ordentlichen Sound mit starker Bass-Performance. In der Standard-Einstellung trifft die Abmischung aber nicht ganz unseren Geschmack. Alles ist sehr basslastig, die Mitten etwas dünn und die Höhen eher schwach. Bassliebhaber könnten aber genau das lieben! Bei der Masse an Klang-Anpassungsmöglichkeiten, die Soundcore über die App liefert, findet sich so oder so schnell ein Setup, das dauerhaft gefällt. Der Sound der P40i ist gut, In-Ears mit Hi-Res-Codec klingen aber besser, sofern das vom Smartphone überhaupt unterstützt wird. Wer ein iPhone nutzt, kann diesen Kritikpunkt ignorieren.

An der Sprachqualität und Verständlichkeit beim Telefonieren gibt es – auch dank der insgesamt sechs Mikrofone – nichts zu beanstanden. Selbst in lauter Umgebung ist die Stimme noch ausreichend gut zu verstehen.

ANC

Bei der aktiven Geräuschunterdrückung können die P40i ebenfalls überzeugen. Das ANC ist manuell in fünf Stufen regelbar – oder man überlässt das Management einfach der Software, die störende Umgebungsgeräusche automatisch erkennt und die Unterdrückungsintensität entsprechend anpasst. Für die gehobene Einstiegsklasse ist die ANC-Performance überraschend effektiv. Das liegt auch an der guten Grundabschirmung, sofern die Earbuds gut sitzen. Ja, die ANC-Elite am Markt macht noch einen deutlichen Qualitätssprung nach oben. Aber dazwischen liegen mitunter auch hundert Euro und mehr.

Im Transparenz-Modus ist die Umgebung deutlich besser wahrzunehmen. Auch klingt sie weitaus natürlicher als im Aware-Modus der Soundcore Liberty 4 (Testbericht). Die eigene Stimme dröhnt beim Sprechen allerdings stark in den Ohren. Auf Dauer wird das schlicht nervig. Für einen kurzen Plausch passt es aber noch.

Preis

Mit einer UVP von 69,99 Euro siedeln sich die Soundcore P40i im Bereich ANC-In-Ears im gehobenen Einstiegs-Segment an. Zum Testzeitpunkt sind die Earbuds mit rund 49 Euro (Amazon) deutlich günstiger zu haben – und somit auch noch einmal ein Stück weit attraktiver.

Fazit

An sich sind die Soundcore P40i tolle In-Ears mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Vor allem, wenn man sie für um 50 Euro schießt. Tragischerweise kommt die stärkste Konkurrenz aus dem eigenen Hause: Die Soundcore Liberty 4 NC performen nahezu identisch und kosten vergleichbar viel, bieten allerdings noch einen Hi-Res-Codec. Das ist unterm Strich einfach der bessere Deal. Es sei denn, man möchte das Handy-Ständer-Feature der P40i intensiv nutzen.

Alternativ sind noch die 1More Aero (Testbericht) zu empfehlen, die den P40i sehr nahekommen und dazu noch Spatial Audio bieten.

Überraschend gute Airpods-Alternative! Nothing Ear Stick im Test

Das zweite Ohrhörer-Modell von Nothing kommt ohne ANC und Wireless Charging. Der Ear Stick will mit seinem Half-In-Ear-Design aber auch in eine ganz andere Kerbe schlagen. Am interessantesten dürfte dabei die Ähnlichkeit zu Apples Airpods 3 sein.

VORTEILE

  • auffälliges Design
  • toller Sound
  • Tragekomfort und IP54

NACHTEILE

  • schmutzanfälliges Ladecase
  • kein Wireless Charging
  • kein aptX

Das zweite Ohrhörer-Modell von Nothing kommt ohne ANC und Wireless Charging. Der Ear Stick will mit seinem Half-In-Ear-Design aber auch in eine ganz andere Kerbe schlagen. Am interessantesten dürfte dabei die Ähnlichkeit zu Apples Airpods 3 sein.

Mit dem Phone 1 (Testbericht) und dem Ear 1 (Testbericht) hat Nothing bei Smartphones wie auch Kopfhörern ein Händchen für außergewöhnliches Design und tolle Performance bewiesen. Der Nothing Ear Stick soll das Line-up nun um ein reduziertes Half-In-Ear-Modell mit starken Airpods-Vibes ergänzen und den Hype um die Marke weiter pushen. Ob das gelingt, klären wir im Test.

Design und Tragekomfort

Direkt neben den „Ear 1“ gelegt, fällt auf den ersten Blick nur ein markanter Unterschied auf: Der Ear Stick verzichtet mit seinem halboffenen Design auf eine abschirmende Silikonspitze, die in den Ohrkanal ragt. Stattdessen werden die Earbuds lediglich in die Ohrmuschel eingehängt, was sich meist etwas angenehmer trägt, aber nicht ganz so gut klingt. Mehr dazu im Ratgeber: In-Ear-Kopfhörer ohne Gummiaufsätze.

Nothing Ear (stick)

Den Ear Stick gibt es bislang nur in einer Farbvariante: Die Ohrstöpsel erben das halb-transparente Design, das wir auch schon vom Ear 1 oder Phone 1 kennen. Neben Elementen in Schwarz, Weiß und Silber ist das klare Highlight der freie Blick auf die im Stift genutzte Technik – mit hohem Eyecatcher-Potential. Das schaut im Ganzen viel besser aus als der übliche In-Ear-Einheitsbrei, den man sonst überall sieht.

Beim Design des Ladecases sind wir hingegen zwiegespalten: Optisch ähnlich transparent gehalten, macht das langgezogene Etui im Lippenstift-Look definitiv einiges her. Doch gleichzeitig ist das Konzept staub- und schmutzanfällig. Das Problem: Die In-Ears werden über ein Drehen des Zylinders freigegeben. Sammelt sich zwischen der durchsichtigen Außenhülle und dem weißen Innenleben erst einmal Dreck, bekommt man ihn dort nicht mehr weg und hat ihn auf Dauer vor Augen. Das Etui schaut mit der Zeit also immer verschmutzter aus. Zudem ist es im Vergleich zu anderen Cases nicht ganz so kompakt – dafür aber unverwechselbar.

Positiv überrascht hat uns der hohe Tragekomfort des Ear Stick: Laut Nothing wurden die – übrigens sehr hochwertig verarbeiteten – Buds ergonomisch so geformt, dass sie nach eigenen Angaben von über 100 Ohrtypen nicht bemerkt werden. Das ist klassisches PR-Blabla und wird auch von vielen anderen Herstellern gerne so ausgeschmückt. Hier fühlt sich das allerdings auch danach an, zumindest in unseren Ohren. Der Sitz ist so fest, dass selbst bei starkem Kopfschütteln oder leichtem Sport nichts herausfällt – und auch nach stundenlangem Tragen ist kein unangenehmer Druck zu spüren.

Nothing Ear (stick)

Ausstattung und Bedienung

Neben Case und Kopfhörern liegt an Zubehör lediglich ein kurzes USB-C-Kabel bei, das war’s. Die erste Kopplung und die anschließende Einrichtung gehen flott von der Hand. Der Ear Stick ist in erster Linie für das hauseigene Phone 1 optimiert. Hier betten sich alle Einstellungen und Funktionen in das Betriebssystem ein, ähnlich wie bei den Airpods (2. Gen Testbericht) und dem iPhone. Andere Android-Smartphones sowie iOS-Geräte müssen hingegen die App installieren, um Einstellungen vorzunehmen.

Zu den wichtigsten App-Features zählt ein Equalizier mit vier Voreinstellungen (Balance, mehr Bass, mehr Höhen und Stimme) und einem individuell einstellbaren Soundprofil. Zudem können die Trageerkennung sowie ein Modus mit niedriger Latenzzeit aktiviert werden. Auch die Druck-Steuerung lässt sich in der App etwas individualisieren. Generell ist die Bedienung des Ear Stick im Alltag sehr intuitiv und zeigt auch hier Parallelen zu Apples Airpods. Nach kurzer Eingewöhnungszeit klappt alles wie am Schnürchen.

Technik und Akkuleistung

Wer glaubt, der Ear Stick ist eine komplett abgespeckte Version des Ear 1, den müssen wir – zumindest zum Teil – eines Besseren belehren: Zwar fehlen dem neuesten Nothing-Kopfhörer Features wie ANC, ein Aware-Mode und kabelloses Laden. Allerdings gibt es auch Dinge, die besser sind: etwa ein mit 12,6 mm etwas größerer Treiber oder ein mit 4,4 Gramm pro Stöpsel leichteres Gewicht. Durch die IP54-Schutzklasse sind die Earbuds zudem vor Wasser, Schweiß und Staub geschützt. Das macht sie auch zum Sporttreiben interessant. Dazu empfehlen wir auch unsere Bestenliste Sportkopfhörer: Die Top 10 der Bluetooth-Kopfhörer für Fitness, Training & Jogging.

Ansonsten zählen zu den technischen Highlights Bluetooth 5.2, Fast Pair für Android, eine Trageerkennung und die sogenannte „Clear Voice“-Technologie, die die Anrufqualität bei Störgeräuschen verbessern soll. An Audio-Codecs kommen SBC und AAC für Apple-Produkte zum Einsatz. Eine aptX-Zertifizierung fehlt. Die Akkuleistung ist mit insgesamt bis zu 29 Stunden Wiedergabezeit und 7 Stunden pro Ladung guter Durchschnitt. Da dem Ear Stick die Qi-Funktion fehlt, muss per USB-C-Kabel geladen werden.

Klangqualität

Normalerweise sind Half-In-Ears nicht ganz so klangstark wie Earbuds, die sich in den Ohrkanal legen. Der Ear Stick versucht dieses Manko über einen vergleichsweise üppigen Schallwandler auszugleichen. Der dynamische 12,6-mm-Treiber macht seinen Job dabei richtig gut. An echtes In-Ear-Niveau reicht er vielleicht nicht heran, aber gerade in ruhiger Umgebung fehlt dafür nicht mehr viel. Im direkten Vergleich mit den Airpods (3. Generation) spielen beide Kopfhörer auf demselben hohen Klang-Niveau.

Je nach Preset, kann der Bass des Ear Stick überraschend kraftvoll sein, ohne überlagernd zu wirken. Am besten hat uns die Voreinstellung Balance gefallen, die sich als ideale Wahl für den Alltag entpuppt. Abhängig vom Song, können die anderen Presets hingegen auch mal unnatürlich wirken oder gar Details verschwinden lassen, insbesondere im mehr Bass-Modus. Auf das ständige Hin- und Herwechseln in der App hat ohnehin niemand Lust. Balance-Soundprofil aktivieren und glücklich sein – so einfach klappt das beim Ear Stick.

Die Sprachqualität bei Anrufen geht in Ordnung. Lediglich sehr laute Umgebung sollte besser gemieden werden – trotz Clear Voice Technologie. Bei Filmen und Games ist uns keine Verzögerung aufgefallen. Notfalls hilft der Low-Latency-Mode, der über die App aktiviert werden kann. Beim Phone 1 klappt das übrigens automatisch, sobald etwa ein Game gestartet wird.

Preis

Die Preisempfehlung von Nothing für den Ear Stick liegt bei 119 Euro. Seit März 2023 liegen die Kopfhörer bei 80 Euro. In Deals findet man sie bereits unter 70 Euro.

Fazit

Die Liste an Ähnlichkeiten zu den Airpods 3 ist lang: Bei Tragekomfort, Bedienung, Verarbeitung, Klang und Design befindet sich der Nothing Ear Stick definitiv auf Augenhöhe. Beim Ladecase sehen wir die größte Schwachstelle. Gleichzeitig bietet Apple zusätzlich noch ein paar interessante Premium-Features, wie personalisiertes 3D-Audio oder die Upgrade-Option für kabelloses Laden, kostet aber auch eine ganze Stange mehr Geld. iOS-Nutzer, die auf diese Extras verzichten können, finden im Nothing-Kopfhörer eine gute und günstige Alternative. Wer indes ein Android-Gerät nutzt und sich schon länger das AirPods-Feeling im Ohr wünscht, hat hier definitiv einen tollen Kandidaten zur Wahl, auch wenn aptX fehlt.

Ansonsten ist der Ear Stick in der kabelbefreiten und mittlerweile rar gesäten Half-In-Ear-Gattung ein sehr gelungener Allrounder für den Alltagsgebrauch. Durch seine einzigartige Optik sticht er aus der Masse heraus – und auch der Klang überzeugt. Für Fans des halboffenen Designs geben wir eine klare Kaufempfehlung. Alternativ lohnt sich auch ein Blick in unseren Ratgeber: In-Ear-Kopfhörer ohne Gummiaufsätze.

In-Ear-Kopfhörer Earfun Free Pro 3 im Test

Die Earfun Free Pro 3 kosten 64 Euro und bieten für den Preis mehr als einige deutlich teurere Vertreter. Der Kurztest zeigt ihre Stärken – offenbart aber auch Schwächen.

VORTEILE

  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • LC3, AAC, aptX, aptX Adaptive & Mulitpoint
  • warmer Klang, anpassbar via Equalizer
  • guter Halt im Ohr, hohe Verarbeitungsqualität
  • lange Akkulaufzeit, Qi-fähig

Die Earfun Free Pro 3 kosten 64 Euro und bieten für den Preis mehr als einige deutlich teurere Vertreter. Der Kurztest zeigt ihre Stärken – offenbart aber auch Schwächen.

Earfun ist kein Neuling für uns, in der Vergangenheit haben wir uns bereits die Earfun Free Pro (Testbericht) und die Earfun Free 2 (Testbericht) genauer angeschaut. Beide haben uns sehr gut gefallen und je 4,5 Sterne erhalten. Das liegt vor allem am außergewöhnlich guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Nun wollen die Earfun Free Pro 3 im Test beweisen, dass sie eine ähnlich hohe Bewertung verdient haben.

Bedienung

Die Steuerung erfolgt zuverlässig über die Touch-sensitive Oberfläche der Buds. Außerdem gibt es eine umfangreiche App mit vielen Klangeinstellungen, wie einen Equalizer und Optionen zur Unterdrückung von Umgebungsgeräuschen. Wer einen Bud verloren hat, kann ihn über die App ein Geräusch abspielen lassen. Die Nutzung eines einzelnen Buds ist möglich. Toll: Dank Multipoint ist ihr Betrieb an zwei Geräten gleichzeitig möglich.

ANC

Das Active Noise Cancelling der Earfun Free Pro 3 ist eher schwach, filtert aber dennoch unangenehme Spitzen weg. Die App gibt dem Nutzer die Wahl zwischen vier Ohrkanaltypen. In unserem Fall macht das keinen großen Unterschied. Obendrein gibt es einen Modus zur Windgeräuschunterdrückung. Im Test zeigten sich die Free Pro 3 weniger anfällig gegenüber Wind als viele andere günstige Earbuds, die wir getestet haben. Auf Knopfdruck schalten die Kopfhörer in den Transparenzmodus, der jedoch etwas rauscht.

Klang

Der Klang der Earfun Free Pro 3 überrascht uns positiv. Dank einer recht breiten Codec-Unterstützung (LC3, AAC, aptX, aptX Adaptive) klingen Songs angenehm warm und voll. Dabei liegt ein Fokus auf der Basswiedergabe. Wem das zu dominant ist, der kann über die App im Equalizer seinen ganz individuellen Sound erstellen. Auffällig: Mit eingeschaltetem ANC ist der Klang der Kopfhörer am besten, im Transparenzmodus am schwächsten.

Telefonieren

Die Earfun Free Pro 3 eignen sich sehr gut zum Telefonieren. Dank dreier Mikrofone pro Bud versteht uns das Gegenüber richtig gut und klar. Auch Windgeräusche werden überwiegend herausgefiltert und stören das Gegenüber nur, wenn der Wind wirklich heftig wird.

Akku

Die Earfun Free Pro 3 kommen in einem schlanken Case mit 420-mAh-Akku. Dieses lädt die Buds etwa drei- bis viermal wieder auf. Die Buds selbst haben einen Akku mit je 40 mAh und halten bei mittlerer Lautstärke etwa acht Stunden durch. Mit eingeschaltetem ANC reduziert sich diese Zeit auf unter sechs Stunden. Aufgeladen werden sie nicht nur über ANC, sondern auf Wunsch auch kabellos über Qi.

Preis

Die Earfun Free Pro 3 kosten nur 58 Euro.

Fazit

Die Earfun Free 3 Pro ab 60 Euro sind richtig gute Kopfhörer, die in ihrer Preiskategorie nur wenig Konkurrenz haben. Sie sitzen super in unserem Ohr. Dank der Flügelchen und IPX5 eignen sie sich gar für Sport. Die App bietet dank Equalizer umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten des angenehm vollen und warmen Klangs, der tendenziell die Bässe etwas zu stark betont.

Die Earfun Free Pro 3 unterstützen die Codecs LC3, AAC, aptX, aptX Adaptive. Dank Multipoint können sie sich mit zwei Geräten gleichzeitig verbinden. Ihre Akkulaufzeit ist hoch und sie können sogar über Qi kabellos geladen werden. Dank sechs Mikrofonen versteht uns beim Telefonieren das Gegenüber gar bei moderatem Wind sehr gut.

Ihre größte Schwachstelle: die aktive Geräuschunterdrückung (ANC) ist ziemlich schwach. Trotzdem gehören die Earfun Free 3 Pro zu den besten In-Ear-Kopfhörern ihrer Preisklasse und erhalten unsere Kaufempfehlung.

Die Buds selbst wirken gut verarbeitet und halten dank kleiner Flügelchen bei wilden Bewegungen perfekt in unserem Ohr. Das macht sie in Kombination mit IPX5 zu idealen Sportkopfhörern. Falls sie nicht auf Anhieb passen, legt Earfun den Free Pro 3 unterschiedliche Aufsätze und Flügelchen bei.

Earbuds Audio-Technica ATH-SQ1TW im Test: Richtig guter Sound für 75 Euro

Mit den ATH-SQ1TW bringt Audio-Technica ordentliche TWS-In-Ears mit starkem Lifestyle-Fokus für kleines Geld auf den Markt. Warum das Konzept am Ende nicht ganz überzeugt, verraten wir im Testbericht.

VORTEILE

  • guter Sound
  • hoher Style-Faktor
  • hochwertige Verarbeitung

NACHTEILE

  • keine Begleit-App
  • nur SBC und Bluetooth 5.0
  • verwirrende erste Einrichtung

Mit den ATH-SQ1TW bringt Audio-Technica ordentliche TWS-In-Ears mit starkem Lifestyle-Fokus für kleines Geld auf den Markt. Warum das Konzept am Ende nicht ganz überzeugt, verraten wir im Testbericht.

Nicht wenige sehen Kopfhörer mittlerweile auch als eine Art Mode-Accessoire, das den persönlichen Look ergänzen oder zumindest unterstreichen soll. Entweder auffällig über vergleichsweise bullige Bügelkopfhörer, wie die Beats Studio 3 Wireless (Testbericht) – oder eben dezent über filigrane In-Ears. Zu den wichtigsten Lifestyle-Kopfhörer-Merkmalen zählen ein schickes Design und eine möglichst breit gefächerte Auswahl an Farbvarianten. Ach ja, und gut klingen soll er natürlich auch!

Genau für dieses Business hat sich Audio-Technica nun den ATH-SQ1TW ausgedacht, der die klassischen Lifestyle-Kriterien mit Bravur erfüllen soll. Und ja: Er schaut toll aus, zeigt sich in vielen Farben, klingt überraschend gut und kostet nicht die Welt. In unserem Test zeigt sich allerdings auch, dass das nur die halbe Miete ist und mit ihm auch einige Abstriche einhergehen – inklusive Frust-Potenzial. Hier zeigen wir die Bestenliste In-Ears bis 100 Euro. Ansonsten lohnt sich ein grundlegender Blick in die Themenwelt True-Wireless-Kopfhörer oder in unsere Top 10 der besten ANC-In-Ears.

Design und Tragekomfort

Eines muss man Audio-Technica lassen: Beim Produkt-Design haben sie so einiges auf dem Kasten und lassen hier auch gerne mal die Muskeln spielen. Entweder über ausgefallene Optik oder besondere Materialien – oder beides. Im Falle des ATH-SQ1TW hat sich das japanische Unternehmen mit Hauptsitz in Tokio allein auf eine außergewöhnliche Designsprache konzentriert. Denn das Spiel mit den quadratisch-kubischen Formen sowie den glänzenden und matten Oberflächen sticht nicht nur ins Auge, sondern kaschiert auch gut die volle Kunststoff-Dröhnung. Mit Blick auf den Preis von rund 70 Euro wurde hier erstklassige Arbeit geleistet. Nicht nur bei den In-Ears, sondern auch beim Ladecase. Gleiches gilt für die Verarbeitungsqualität.

Audio-Technica ATH-SQ1TW

An Farbvarianten stehen insgesamt sechs zur Auswahl: Neben klassischem Schwarz oder Weiß gibt es die In-Ears samt farblich passender Ladebox auch in knalligem Blau oder Goldgelb sowie in einem Mix aus Rosa und Brauntönen. Unser persönlicher Favorit ist die bunteste Version mit rot, blau und weiß eingefärbten Elementen. Très chic!

Beim Tragekomfort schaut es hingegen sehr durchwachsen aus: Wenn ein Hersteller schon mit einem beigelegten Zettel veranschaulichen muss, wie seine In-Ears genau eingesetzt werden, verheißt das nichts Gutes. Und selbst die Anleitung wirft zu Beginn eher Fragen auf, als Antwort zu liefern. Besonders verwirrend ist dabei das vorstehende Element an den Buds, das wie ein Flügel zum Einhaken in der Ohrmuschel aussieht – aber genau dafür offenbar gar nicht gedacht ist. Nach langem Herumprobieren vor dem Spiegel, auch mit unterschiedlichen Aufsätzen, dann die Überraschung: Die Ohrstecker sitzen mit jeweils nur 5,2 Gramm Gewicht unerwartet fest im Ohr und sind dank IPX4-Zertifizierung auch für leichten (Outdoor-)Sport geeignet. Allerdings bohren sie sich für den nötigen Halt auch weit in den Ohrkanal, was auf Dauer unangenehm sein kann.

Darüber hinaus kommt schnell ein gewisser Frust beim Wechseln der Gummiaufsätze auf: Noch nie hat uns das Aufziehen so viel Kraft und Fummelarbeit gekostet wie bei diesen Buds. Je kleiner der Aufsatz, desto schwieriger wird es – man wünscht sich direkt auch hierfür eine Art Anleitung. Vielleicht gibt es ja einen besonderen Kniff, den wir nicht gefunden haben? Wir bleiben jedenfalls ratlos zurück.

Ausstattung und Bedienung

Zu Earbuds und Ladebox gesellen sich an Zubehör ein 30 Zentimeter langes USB-Kabel (USB-A auf USB-C) sowie eine Auswahl an Ohrstöpseln in insgesamt vier unterschiedlichen Größen. Sobald ein Ohrstecker aus dem Case genommen wird, kann gekoppelt werden. Eine Begleit-App, über die Anpassungen vorgenommen oder zusätzliche Features aktiviert werden können, gibt es indes nicht. Ein echtes Manko, zumal Audio-Technica eine App im Store führt, die den ATH-SQ1TW jedoch nicht unterstützt.

Sicher wird dieser Umstand auch seine Freunde finden. Jedes Mal das Smartphone in die Hand nehmen und die App starten, um besondere Features zu aktivieren, die nur dort zu finden sind: Das kann lästig sein. Beim ATH-SQ1TW hingegen wird wirklich alles über die Touch-Steuerung geregelt, die ein wenig komplex ausfällt, aber nach etwas Übung immer noch gut von der Hand geht. Nur an der Sensibilität hätte man noch schrauben können, denn beim Einsetzen oder Arretieren der Earbuds werden ständig Touch-Kommandos erkannt und ausgeführt. Super nervig. Eine Möglichkeit, One-Tip-Befehle zu deaktivieren, wäre hier wünschenswert gewesen.

Technik und Akkuleistung

Der Minimalismus bei Ausstattung und Bedienung zieht sich auch durch die Technik: An der dynamischen 5,8-mm-Membran gibt es nichts zu beanstanden. Im Gegenteil, aber dazu gleich mehr. An besonderen Features finden sich nur eine Hear-Through-Funktion, ein Low-Latency-Modus sowie Fast-Pairing für Android.

Äußerst flach stapelt Audio-Technica schließlich mit Bluetooth 5.0 und dem Basis-Codec SBC. Hier gibt es Konkurrenz auf gleichem Preisniveau, die Bluetooth 5.2 und zumindest einen hochwertigen Codec wie aptX, LDAC oder AAC an Bord haben – zum Beispiel die Honor Earbuds 2 Lite (Testbericht). Auf gängige Features wie ANC, Equalizier oder Wireless Charging verzichtet der ATH-SQ1TW ebenfalls.

Was die Akkuleistung anbelangt, zeigen sich gute Werte: Laut Hersteller halten die In-Ears bis zu 6,5 Stunden durch. Über die Ladebox sind insgesamt rund 20 Stunden Spielzeit möglich. Das deckt sich grob mit unserer Erfahrung aus dem Praxistest.

Klangqualität

Wir haben es schon angedeutet: Dafür, dass der ATH-SQ1TW lediglich mit dem SBC-Codec arbeitet, setzt sich der 5,8-mm-Treiber im Ohr gut in Szene. Unsere anfängliche Befürchtung, durch das Fehlen von App, Equalizer und Presets gibt’s nur ein aufgezwungenes Klang-Kauderwelsch, zeigt sich als unbegründet. Egal, in welches Musik-Genre wir reinhören: Es klingt nie verzogen, überlagernd oder gar unnatürlich. Der Sound ist im Rahmen seiner Möglichkeiten stets angenehm klar, mit leichter Bassbetonung. Vereinfacht gesagt: perfekt abgemischt für alle Querbeet-Hörer, die sich nicht mit Sound-Tuning beschäftigen wollen. In-Ears einstecken, auf Play drücken und genießen. In diesem Punkt bietet der Kopfhörer auf seine Art einen echten Mehrwert, der beeindruckt.

Audio-Technica ATH-SQ1TW

Dazu profitieren die ATH-SQ1TW von einer guten passiven Grundabschirmung, die auch beim Telefonieren dienlich sein könnte, um sein Gegenüber in lauter Umgebung besser zu verstehen. Allerdings schaltet sich hier automatisch die Sidetone-Funktionalität ein, die bei Gesprächen die eigene Stimme samt Umgebungsgeräusche einspielt. Das kann Fluch und Segen zugleich sein – je nachdem, in welcher Umgebung man sich gerade befindet. Generell geht die Sprachqualität an ruhigen Plätzen aber in Ordnung.

Preis

Die Preisempfehlung von Audio-Technica für den ATH-SQ1TW liegt bei 89 Euro. Auf dem Markt ist er zum Testzeitpunkt auch gelegentlich für unter 70 Euro zu finden.

Fazit

Durch die fummeligen Probleme beim ersten Einsetzen und Anpassen vermittelt der Audio-Technica ATH-SQ1TW den Eindruck, dass wir es hier mit einer zickigen Diva zu tun haben, die gerne mal Theater macht, am Ende dann aber doch souverän abliefert. Auf der einen Seite ist das irgendwie sympathisch, denn hat man den Dreh erst einmal raus, breiten sich der Genuss und das schöne Gefühl aus, sich um kein Feintuning kümmern zu müssen. Das ist durchaus etwas Besonderes.

Andererseits darf nicht unter den Tisch gekehrt werden, dass Bluetooth 5.0, SBC und die fehlende Begleit-App heutzutage einfach zu wenig sind und die Konkurrenz hier bessere Technik zu bieten hat. Wer über die genannten Mankos jedoch hinwegsehen kann und sich In-Ears für den Alltagsgebrauch wünscht, die ohne Zutun guten Sound bieten und einfach performen, kann zugreifen.

ZUSÄTZLICH GETESTET

Earbuds Soundpeats Air3 Deluxe HS

JLab JBuds ANC 3



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

WhatsApp unterliegt ab Mai teilweise dem Digital Services Act


Die hauptsächlich als Messenger bekannte WhatsApp-Service unterliegt als hybrider Dienst künftig in der Europäischen Union (EU) dem Aufsichtsregime für sehr große Plattformen wie bereits TikTok, Facebook, X oder Instagram. Dies teilte die EU-Kommission am Montagnachmittag schmucklos mit. Betroffen von der Einstufung ist der Teildienst „WhatsApp Channels“, also jene Funktion, die hauptsächlich die Kommunikation von wenigen Sendeberechtigten zu vielen, meist unbekannten Dritten erlaubt. Neben dem WhatsApp-Kanal mit 232 Millionen Abonnenten nutzen vor allem Stars und Unternehmen die Funktion. Dem Kanal des Fußballvereins Real Madrid etwa folgen auf WhatsApp 68 Millionen Follower.

Weiterlesen nach der Anzeige

Die EU-Kommission geht davon aus, dass die Funktion von mehr als 45 Millionen Nutzern monatlich in der EU genutzt wird und somit unter die Regelungen des Digital Services Act (DSA) fällt. Die europäischen Vorschriften für besonders große Plattformen gelten demnach ausdrücklich nur für „WhatsApp Channels“. Nach der offiziellen Feststellung der EU-Kommission als Aufsichtsbehörde für die größten Angebote unter dem DSA läuft nun eine viermonatige Frist. Innerhalb dieser muss Meta seine Prozesse für diesen Teil des Messengers an die Kriterien des EU-Rechts weiter anpassen.

So muss Meta etwa Moderationsentscheidungen auch gegenüber Channelbetreibern mit einem besseren Mechanismus ausstatten und ein umfangreicheres Widerspruchsverfahren gegen Entscheidungen ermöglichen. Hinzu kommt aber auch die Pflicht, bei einigen aus dem Dienst selbst erwachsenden Risiken genauer hinzuschauen und diesen zu begegnen. Würde etwa massenhaft Kanäle mit menschenverachtendem, jihadistisch-propagandistischem oder gesundheitsgefährdendem Inhalt betrieben, müsste der Betreiber dagegen Maßnahmen ergreifen –, wie genau das zu geschehen hat, das schreibt der DSA jedoch nicht vor. Nur wirksam und nachvollziehbar muss das Vorgehen sein.

Mit der bei vielen Nutzern beliebten Gruppen-Funktion hat das alles derweil nichts zu tun, ausschließlich die Channel-Funktion sei betroffen, schreibt die EU-Kommission in ihrer Mitteilung der Benennung: „WhatsApps privater Nachrichtendienst, mit dem Nutzer Textnachrichten, Sprachnachrichten, Fotos, Videos, Dokumente senden und per Sprache und Video andere Nutzer anrufen können, bleiben ausdrücklich aus der Anwendung des DSA ausgenommen.“ Eine vergleichbare Hybridproblematik zwischen Messenger und Plattform gab es bereits in der Vergangenheit etwa beim Telegram-Messenger und dessen unterschiedlichen Funktionen.

Weiterlesen nach der Anzeige


(akn)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Microsoft Azure: KI-Beschleuniger Maia 200 soll Google TPU v7 übertrumpfen


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Weiterlesen nach der Anzeige

Der Hyperscale-Clouddienstleister Microsoft Azure kündigt die zweite Generation seines hauseigenen KI-Rechenbeschleunigers an, den Maia 200. Er verarbeitet 10 Billiarden FP4-Werte pro Sekunde (10 PFlops), steuert 216 Gigabyte schnellen HBM3E-Speicher an und lässt sich mit 1,4 TByte/s mit anderen Maia-200-Knoten koppeln.

Mit diesen Eckdaten sowie unter 900 Watt Leistungsaufnahme soll Maia 200 die aktuellen KI-Beschleuniger von Google Cloud (TPU v7) und Amazon AWS (Trainium 3) übertreffen.

Bei einem KI-Beschleuniger, den Kunden nur in Form von Cloudinstanzen mieten können, ist aber vor allem der Preis dafür spannend; den verrät Azure zunächst nicht. Doch Maia 200 soll 30 Prozent mehr Performance pro Dollar liefern.

Maia-200-Instanzen stellt Microsoft zuerst in der Azure-Region US Central bereit, dann folgt US West 3 bei Phoenix/Arizona.

Um die Vorteile von Maia 200 zu illustrieren, veröffentlicht Microsoft die folgende Tabelle:

Weiterlesen nach der Anzeige

KI-Beschleuniger Microsoft Azure Maia 200 im Vergleich
Anbieter Microsoft Azure Microsoft Azure Amazon AWS Google Cloud
KI-Beschleuniger Maia 200 Maia 100 Trainium 3 TPU v7
Rechenleistung BF16 1268 TFlops 800 TFlops 671 TFlops 2307 TFlops
Rechenleistung FP8 5072 TFlops k.A. 2517 TFlops 4614 TFlops
Rechenleistung FP4 10145 TFlops k.A. 2517 TFlops
TDP (geschätzt) 880 W 500 W 700 W 1000 W
RAM 216 GByte HBM3E 64 GByte HBM2E 144 GByte HBM3E 192 GByte HBM3E
RAM-Transferrate 7 TByte/s 1,8 TByte/s 4,9 TByte/s 7,4 TByte/s
Interconnect 1,4 TByte/s 0,6 TByte/s 1,2 TByte/s 0,6 TByte/s
Fertigungstechnik TSMC N3P TSMC N5 TSMC N3P TSMC N3P
Chipfläche k.A. 820 mm² k.A. k.A.
Angaben von Microsoft Azure, zu Maia 100: Microsoft Azure von der Hot Chips 2024

Die zeigt, dass der Maia 200 vor allem beim Inferencing von großen KI-Modellen mit FP4-Gewichten sehr hohe Rechenleistung liefert. Dabei bleibt die Leistungsaufnahme moderat, wobei nicht ganz klar ist, ob sich diese nur auf den KI-Beschleuniger bezieht oder ob auch das High Bandwidth Memory (HBM3E) und die 28 Ethernetports mit je 400 Gbit/s eingerechnet sind.

Auch der Vergleich des ausdrücklich für Inferencing ausgelegten Maia 200 mit dem AWS Trainium 3 – der vor allem aufs Training zielt – wirkt ungenau. Die Daten des seit 2024 in Microsoft Azure buchbaren Maia 100 haben wir ergänzt.

Nvidias aktueller GB200 (Grace Blackwell Superchip) schafft mit Sparsity bei FP4 bis zu 20.000 TFlops, besteht aber auch aus zwei KI-Chips und ist mit rund 1,2 kW Leistung spezifiziert.

Microsoft Azure betont, dass sich bis zu 6144 Maia 200 zusammenschalten lassen, um auch sehr große KI-Modelle zu verarbeiten. Das Microsoft Superintelligence Team nutze Maia 200 bereits, um synthetische Daten zu generieren sowie für Reinforcement Learning.

Ebenso wie Amazon und Google entwickelt Microsoft seine KI-Beschleuniger nicht komplett selbst. Branchenkenner gehen davon aus, dass Microsoft die Firma Marvell als Entwicklungspartner für Maia bezahlt. Marvell soll auch am AWS Trainium beteiligt gewesen sein, während Google für die TPU wohl Broadcom einspannt. Der taiwanische Entwicklungsdienstleister Alchip soll ebenfalls bestimmte Chips für AWS entwickelt haben.


(ciw)



Source link

Weiterlesen

Beliebt